Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nordische Mythologie
Still.....der Wind erzählt eine Geschichte. Eine Legende aus uralten Zeiten. Als die mächtige Weltesche, der Baum des Lebens mit seinen gewaltigen Wurzeln in der Mitte der Erde stand....in Asgard.
So wurde das Land der Wikingergötter genannt, das Land von Odin dem Einäugigen, dem König der Götter. Und von Thor dem Gewaltigen, dem Gott des Donners. Dort oben thronten die Götter, die Herrscher über die Erde, das Wasser und den Wind in ihrer Festung Walhalla. In den heiligen Hallen der sagenumwobenen Götterburg, die kein Sterblicher je betreten hat, trafen sie zusammen um die Geschicke der Welt zu beraten und die Verstorbenen zu ehren. Alles was auf der Erde geschah wurde von hier aus gelenkt und von hier aus sandte Odin seine beiden Raben Hugin und Munin aus, um ihm Neuigkeiten aus den Ländern in der Ferne zu bringen.
Unten gab es ein Land, das man Uthard nannte......furchbares Uthgard.....dort lebten Wesen, die die Menschen Trolle und Riesen nannten. Sie waren die Herren des Chaos.
Und zwischen Asgard und Uthgard lag Mithgard, das Land der Menschenwesen, der kriegerischen Wikinger und der einfachen Bauern und von Zeit zu Zeit pflegten die Götter von Asgard nach Mithgard zu reisen um dort die seltsamen Menschenwesen zu besuchen.
Das soll als kleine Einleitung zu einem großen Thema dienen, in dem ihr alles Wissen/Halbwissen über die nordische Mythologie zusammentragen könnt und wir es so vielleicht in gerade Bahnen lenken können.
Gerne würde ich auch lesen, ob sich jemand mit der Nordischen Mythologie und der Edda vertraut fühlt und vielleicht auch daran "glaubt".
Das Buffet ist eröffnet......
Shingetsu
30.07.2004, 20:44
@Noxiel:
hmm und Odin konnte auch von seinem Wohnsitz aus die ganze Welt überblicken.
Freya hatte einen Katzenwagen, und ich würde mal gern diese Katzen streicheln.
:D
Nachtmahr
30.07.2004, 20:47
Die nordische Mythologie gehört wohl zu den faszinierendsten Religionen auf dieser Erde. Kaum ein anderer Glaube ist so...kriegerisch, aber das aus gutem Grunde. Gefallene Krieger speisen an Thors (Odins?) Tafel und trainieren bis zum Ragnarok ihre Kampfesfertigkeiten. Beim Ragnarok jedoch, dem Tag an dem der verräterische Loki den Höllenhund Fenris auf die Menschen loslässt, müssen die tapferen Krieger um die Existenz ihrer Heimat kämpfen und laut Legende ohne eine Chance auf den Sieg untergehen.
Die Legende ist so bitter und die Wikinger so stur, dass mich die ganze Sache unheimlich fasziniert. Ich weiss nicht ob man heute noch an irgendetwas religiöses glauben kann, aber die nordische Mythologie wäre meine Wahl, allein wegen ihrer kriegerisch/bittersturen Seite.
Nebenbei, eine norwegische Freundin von mir, erzählte mir vor ein paar Jahren, dass sie tatsächlich noch die nordische Mythologie in der Schule durchnehmen und sie konnte mir einige interessante Dinge erzählen.
@Noxiel:
hmm und Odin konnte auch von seinem Wohnsitz aus die ganze Welt überblicken.
Freya hatte einen Katzenwagen, und ich würde mal gern diese Katzen streicheln.
:D
Sehr richtig denn die Katzen und ihr Beiname Syr (Sau) weisen auch auf den Bezug zur Sexualität. Sie ist die Göttin der Liebe, der Sexualität aber eher der jüngeren Frauen. Sie hat weiterhin ein Gewand aus Falkenfedern, das den Bezug zu Seiðr und schamanischen Reisen bildet. Manchmal reitet sie den Kampfeber Hildisvin und als Kriegsgöttin erhält sie die Hälfte der Gefallenen um sie nach Folkwangr zu bringen.
Shingetsu
30.07.2004, 21:17
@Noxiel:
Darf man sich selber entscheiden ob man zu Odin oder Freya will ?
Ich will nämlich nicht mit rülpsenden Kriegern an einem Tisch sitzen, wenn ich auch bei Freya (oder gar _mit_ Freya) Liebe machen könnte.
:smirk2:
Wie war das nochmal mit dem Beinamen ?
"Sau" ist der Beiname der Katzen, oder der von Freya ?
Das erinnert mich an unsere Katze Molli. Immer wenn sie was unanständiges gemacht hat. z.B. beim Katzenklo danebengepinkelt, haben wir "alte Katzensau !" zu ihr gesagt.
Zu einer guten Erziehung gehören halt auch mal strenge Worte.
@Nachtmahr: Man landet in Walhalla bei Odin (Wotan)
Es ist traurig, daß in unseren Schulen diese Mythologie nicht mehr sehr groß geschrieben wird, hängt mit deren Mißbrauch im dritten Reich zusammen.
Dabei ist diese Religion ja nicht nur die der Skandinavier, sondern auch der Deutschen und der anderen germanischen Völker.
@Shin:
Du kommst vom Thema ab.
Tatsache ist, daß Katzen in vielen Kulturen als Fruchtbarkeits- und Sexsymbol gelten. Daher, weil die weibliche Katze bei der Paarung sehr laut wird und dies als Lustbekundung gilt. Dabei ist es wahrscheinlich eher so, daß sie Schmerzen durch den mit Widerhaken versehenen Penis des Katers hat.
Aber bin ich eine Katze, daß ich das genau weiß ? :roll:
Mein Lieblinggott ist der Wane Njörd, der Meeresgott. Er ist mi der Riesin Skadi verheiratet. Ein sehr ungleiches Paar, da er das Meer und sie die Berge liebt. Daher wechseln sie zwischen diesen beiden Heimstätten immer wieder hin und her. ;)
Shingetsu
31.07.2004, 02:00
Ich mag Bragi, den Gott der Barden und Dichter.
Er steht für Weisheit und Redekunst.
Auszug aus der Prosa-Edda (Simrock Übersetzung)
Das Grimnismahl - Das Lied von Grimnir
König Hraudung hatte zwei Söhne: der eine hieß Agnar, der andere Geirröd. Agnar war zehn Winter, Geirröd acht Winter alt. Da ruderten beide auf einem Boot mit ihren Angeln zum Kleinfischfang. Der Wind trieb sie in die See hinaus. Sie scheiterten in dunkler Nacht an einem Strand, stiegen hinauf und fanden einen Hüttenbewohner, bei dem sie überwinterten. Die Frau pflegte Agnars, der Mann Geirröds und lehrte ihn schlauen Rat. Im Frühjahr gab ihnen der Bauer ein Schiff, und als er sie mit der Frau an den Strand begleitete, sprach er mit Geirröd allein. Sie hatten guten Wind und kamen zu dem Wohnsitz ihres Vaters. Geirröd, der vorn im Schiffe war, sprang ans Land, stieß das Schiff zurück und sprach: Fahr nun hin in böser Geister Gewalt. Das Schiff trieb in die See, aber Geirröd ging hinauf in die Burg und ward da wohl empfangen. Sein Vater war eben gestorben, Geirröd ward also zum König eingesetzt und gewann große Macht.
Odin und Frigg saßen auf Hlidskialf und überschauten die Welt. Da sprach Odin: ,,Siehst du Agnar, deinen Pflegling, wie er in der Höhle mit einem Riesenweibe Kinder zeugt; aber Geirröd, mein Pflegling, ist König und beherrscht sein Land." Frigg sprach: ,,Er ist aber solch ein Neidling, daß er seine Gäste quält, weil er fürchtet, es möchten zu viele kommen." Odin sagte, das sei eine große Lüge; da wetteten die beiden hierüber. Frigg sandte ihr Schmuckmädchen Fulla zu Geirröd und trug ihr auf, den König zu warnen, daß er sich vor einem Zauberer hüte, der in sein Land gekommen sei, und gab zum Wahrzeichen an, daß kein Hund so böse sei, daß er ihn angreifen möge. Es war aber eine große Unwahrheit, daß König Geirröd seine Gäste so ungern speise; doch ließ er Hand an den Mann legen, den die Hunde nicht angreifen wollten. Er trug einen blauen Mantel und nannte sich Grimnir, sagte aber nicht mehr von sich, auch wenn man ihn fragte. Der König ließ ihn zur Rede peinigen und setzte ihn zwischen zwei Feuer, und da saß er acht Nächte. König Geirröd hatte einen Sohn, der zehn Winter alt war und Agnar hieß nach des Königs Bruder. Agnar ging zu Grimnir, gab ihm ein volles Horn zu trinken, und sagte, der König täte übel, daß er ihn schuldlos peinigen ließe. Grimnir trank es aus; da war das Feuer so weit gekommen, daß Grimnirs Mantel brannte. Er sprach:
Heiß bist du, Flamme, zuviel ist der Glut:
Laß uns scheiden, Lohe!
Schon brennt der Zipfel, zieh ich ihn gleich empor,
Feuer fängt der Mantel.
Acht Nächte fanden mich zwischen Feuern hier,
Daß mir niemand Nahrung bot
Als Agnar allein; allein soll auch herrschen
Geirröds Sohn über der Goten Land.
Heil dir, Agnar, da Heil dir erwünscht
Der Helden Herrscher.
Für einen Trunk mag kein andrer dir
Beßre Gabe bieten.
Heilig ist das Land, das ich liegen sehe
Den Asen nah und Alfen.
Dort in Thrudheim soll Thor wohnen
Bis die Götter vergehen.
Ydalir heißt es, wo Uller hat
Den Saal sich erbaut.
Alfheim gaben dem Freyr die Götter im Anfang
Der Zeiten als Zahngebinde.
Die dritte Halle hebt sich, wo die heitern Götter
Den Saal mit Silber deckten.
Walaskialf, heißt sie, die sich erwählte
Der As in alter Zeit.
Sökkwabeck heißt die vierte, kühle Flut
Überrauscht sie immer;
Odin und Saga trinken alle Tage
Da selig aus goldnen Schalen.
Gladsheim heißt die fünfte, wo golden schimmert
Walhalls weite Halle:
Da kiest sich Odin alle Tage
Vom Schwert erschlagne Männer.
Leicht erkennen können, die zu Odin kommen,
Den Saal, wenn sie ihn sehen:
Aus Schäften ist das Dach gefügt und mit Schilden bedeckt,
Mit Brünnen die Bänke bestreut.
Leicht erkennen können, die zu Odin kommen,
Den Saal, wenn sie ihn sehen:
Ein Wolf hängt vor dem westlichen Tor,
Über ihm dräut ein Aar.
Thrymheim heißt die sechste, wo Thiassi hauste,
Jener mächtige Jote.
Nun bewohnt Skadi, die scheue Götterbraut
Des Vaters alte Veste.
Die siebente ist Breidablick: da hat Baldur sich
Die Halle erhöht
Zu jener Gegend, wo der Greuel ich
Die wenigsten lauschen weiß.
Himinbiörg, ist die achte, wo Heimdall soll
Der Weihestatt walten.
Der Wächter der Götter trinkt in wonnigem Hause
Da selig den süßen Met.
Volkwang ist die neunte: da hat Freyja Gewalt
Die Sitze zu ordnen im Saal.
Der Walstatt Hälfte wählt sie täglich,
Odin hat die andre Hälfte.
Glitnir, ist die zehnte; auf goldnen Säulen ruht
Des Saales Silberdach.
Da thront Forseti den langen Tag
Und schlichtet allen Streit.
Noatun ist die elfte: da hat Niördr
Sich den Saal erbaut.
Ohne Mein (Fehl) und Makel der Männerfürst
Waltet hohen Hauses.
Mit Gesträuch begrünt sich und hohem Grase
Widars Land Widi.
Da steigt der Sohn auf den Satell der Mähre
Den Vater zu rächen bereit.
Andhrimnir läßt in Eldhrimnir
Sährimnir sieden,
Das beste Fleisch; doch erfahren wenige,
Was die Einherjer essen.
Geri und Freki füttert der krieggewohnte
Herrliche Heervater,
Da nur von Wein der waffenhehre
Odin ewig lebe.
Hugin und Munin müssen jeden Tag
Über die Erde fliegen.
Ich fürchte, daß Hugin niche nach Hause kehrt;
Doch sorg ich mehr um Munin.
Thundr ertönt, wo Thiodwitnirs
Fisch in der Flut spielt;
Des Stromes Ungestüm dünkt zu stark
Durch Walglaumir zu waten.
Walgrind heißt das Gitter, das auf dem Grunde steht
Heilig vor heilgen Türen.
Alt ist das Gitter; doch ahnen wenige
Wie sein Schloß sich schließt.
Fünfhundert Türen und viermal zehn
Wähn ich in Walhall.
Achthundert Einherier ziehn aus je einer,
Wenn es dem Wolf zu wehren gilt.
Fünfhundert Stockwerke und viermal
zehn Weiß ich in Bilskirnirs Bau.
Von allen Häusern, die Dächer haben,
Glaub ich meines Sohns das größte.
Heidrun heißt die Ziege vor Heervaters Saal,
Die an Lärads Laube zehrt.
Die Schale soll sie füllen mit schäumendem Met;
Der Milch ermangelt sie nie.
Eikthyrnir heißt der Hirsch vor Heervaters Saal,
Der an Lärads Laube zehrt.
Von seinem Horngeweih tropft es nach Hwergelmir:
Davon stammen alle Ströme.
Sid und Wid, Sökin und Eikin, Swöll und Gunthro,
Fiörm und Fimbultul,
Rin und Rennandi, Gipul und Göpul,
Gömul und Geirwimul.
Um die Götterwelt wälzen sich Thyn und Win,
Thöll und Höll, Grad und Gunthorin.
Wina heißt einer, ein anderer Wegswinn,
Ein dritter Diotnuma.
Nyt und Nöt, Nönn und Hrönn,
Slid und Hrid, Sylgr und YIgr,
Wid und Wan, Wönd und Strönd,
Giöll und Leiptr: diese laufen den Menschen näher
Und von hier zur Hel hinab.
Körmt und Örmt und beide Kerlaug
Watet Thor täglich,
Wenn er reitet Gericht zu halten
Bei der Esche Yggdrasil;
Denn die Asenbrücke steht all in Lohe,
Heilige Fluten flammen.
Gladr und Gyllir, Gler und Skeidbrimir,
Silfrintopp und Sinir,
Gisl und Falhofnir, Gulltopp und Lettfeti:
Diese Rosse reiten die Asen
Täglich, wenn sie reiten Gericht zu halten
Bei der Esche Yggdrasil.
Drei Wurzeln strecken sich nach dreien Seiten
Unter der Esche Yggdrasil:
Hel wohnt unter einer, unter der andern Hrimthursen,
Aber unter der dritten Menschen.
Ratatösk heißt das Eichhorn, das auf und ab rennt
An der Esche Yggdrasil:
Des Adlers Worte oben vernimmt es
Und bringt sie Nidhöggern nieder.
Der Hirsche sind vier, die mit krummem Halse
An der Esche Ausschüssen weiden:
Dain und Dwalin, Duneyr und Durathror.
Mehr Würme liegen unter den Wurzeln der Esche
Als einer meint der unklugen Affen.
Goin und Moin, Grafwitnirs Söhne,
Grabak und Grafwöllud,
Ofnir und Swafnir sollen ewig
Von der Wurzeln Zweigen zehren.
Die Esche Yggdrasil duldet Unbill
Mehr als Menschen wissen.
Der Hirsch weidet oben, hohl wird die Seite,
Unten nagt Nidhöggr.
Hrist und Mist sollen das Horn mir reichen,
Skeggöld und Skögul,
Hlöck und Herfiötur, Hild und Thrud,
Göll und Geirölul;
Randgrid und Rathgrid und Reginleif
Schenken den Einherjern Ael.
Arwak und Alswid sollen immerdar
Schmachtend die Sonne führen.
Unter ihre Bugen bargen milde Mächte,
Die Asen, Eisenkühle.
Swalin heißt der Schild, der vor der Sonne steht,
Der glänzenden Gottheit.
Brandung und Berge verbrennten zumal,
Sänk er von seiner Stelle.
Sköll heißt der Wolf, der der scheinenden Gottheit
Folgt in die schützende Flut;
Hati der andre, Hrodwitnirs Sohn,
Eilt der Himmelsbraut voraus.
Aus Ymirs, Fleisch ward die Erde geschaffen,
Aus dem Schweiße die See,
Aus dem Gebein die Berge, die Bäume aus dem Haar,
Aus der Hirnschale der Himmel.
Aus den Augenbrauen schufen gütge Asen
Midgard den Menschensöhnen;
Aber aus seinem Hirn sind alle hartgemuten
Wolken erschaffen worden.
Ullers Gunst hat und aller Götter,
Wer zuerst die Lohe löscht,
Denn die Aussicht öffnet sich den Asensöhnen,
Wenn der Kessel vom Feuer kommt.
Iwalts Söhne, ging in Urtagen
Skidbladnir zu schaffen,
Das beste der Schiffe, für den schimmernden Freyr,
Niörds nützen Sohn,
Die Esche Yggdrasil, ist der Bäume erster,
Skidbladnir der Schiffe,
Odin der Asen, aller Rosse Sleipnir,
Bifröst der Brücken, Bragi der Skalden,
Habrok der Habichte, der Hunde Garm.
Mein Antlitz sahen nun der Sieggötter Söhne,
So wird mein Heil erwachen:
Alle Asen werden Einzug halten
Zu des Wütrichs Saal,
Zu des Wütrichs Mahl.
Ich heiße Grimr und Gangleri,
Herjan und Hialmberi,
Theck und Thridi, Thudr und Udr,
Helblindi und Har,
Sadr und Swipal und Sanngetal,
Herteitr und Hnikar,
Bileig, Baleig, Bölwerk, Fiölnir,
Grimur und Glapswid,
Sidhött, Sidskegg, Siegvater, Hnikud,
Allvater, Walvater, Atrid und Farmatyr;
Eines Namens genüge mir nie
Seit ich unter die Völker fuhr.
Grimnir hießen sie mich bei Geirröd,
Bei Asmund Jalk;
Kialar schien ich, da ich Schlitten zog;
Thror dort im Thing;
Widr den Widersachern;
Oski und Omi, Jafnhar und Biflindi,
Göndlir und Harbard bei den Göttern.
Swidur und Swidrir hieß ich bei Söckmimir,
Als ich den alten Thursen trog,
Und Midwitnirs, des mären Unholds, Sohn
Im Einzelkampf umbrachte.
Toll bist du, Geirröd, hast zuviel getrunken,
Der Met ward dir Meister.
Viel verlorst du, meiner Liebe darbend:
Aller Einherjer und Odins Huld.
Viel sagt ich dir: du schlugst es in den Wind,
Die Vertrauten trogen dich.
Schon seh ich liegen meines Lieblings Schwert
Vom Blut erblindet.
Die schwertmüde Hülle hebt nun Yggr auf,
Da das Leben dich ließ:
Abhold sind dir die Disen, nun magst du Odin schauen:
Komm heran, wenn du kannst.
Odin heiß ich nun, Yggr hieß ich eben,
Thund hab ich geheißen.
Wak und Skilfing, Wafud und Hroptatyr,
Gaut und Jalk bei den Göttern,
Ofnir und Swafnir: deren Ursprung weiß ich
Aller aus mir allein.
König Geirröd saß und hatte das Schwert auf den Knien halb aus der Scheide gezogen. Als er aber vernahm, daß Odin gekommen sei, sprang er auf und wollte ihn aus den Feuern führen. Da glitt ihm das Schwert aus den Händen, der Griff nach unten gekehrt. Der König strauchelte und durch das Schwert, das ihm entgegenstand, fand er den Tod. Da verschwand Odin und Agnar war da König lange Zeit.
Ich werde nachher noch einige Querverweise einbauen, da ich glaube, dass nicht alle Stabreime gänzlich klar sind bzw. unter anderen Übersetzungen vorliegen. Danach gibt es dann eine Aufführung aller nordischen Götter inclusive ihrer Runen Entsprechung.
Shingetsu
31.07.2004, 17:42
Mehr Würme liegen unter den Wurzeln der Esche
Als einer meint der unklugen Affen.
Ist das ein Übersetzungsfehler ?
In ganz Skandinavien gibt es keine Affen. Die fernsten Länder die die Wikinger erreicht haben sind Nord-Amerika, Russland, und paar Orte am Mittelmeer, aber auch dort gibt es keine Affen.
Es ist ein Rechtschreibfehler....es werden eigentlich die "Alfen" gemeint.
Hatake_Kakashi
31.07.2004, 17:54
@Noxiel
Hatte Loki nicht 3 Kinder ?
Einmal die Schlange schlag mich Tod die an den Wurzeln gemampft hatte
Den Fenris Wolf und noch son putzige Tierchen ?
Und warum konnte Thors Hammer immer zu Thor zurück kehren ?
Haben die Wikinger den ersten Elktromagneten der Welt erfunden ? :D
...Und warum konnte Thors Hammer immer zu Thor zurück kehren ?
Haben die Wikinger den ersten Elktromagneten der Welt erfunden ? :D
Nö, aber Thor hatte Mjölnir halt an einem Gummiband befestigt. :mrgreen:
Shingetsu
31.07.2004, 18:24
@Hatake:
Sleipnir, das "putzige" Reittier von Odin ist auch ein Sohn von Loki.
Loki hat mal die Gestalt einer Stute angenommen um einen Hengst zu verführen der beim Bau von Asgard geholfen hat, und aus dieser Verbindung entstand Sleipnir.
Die Schlange die an den Wurzeln von Yggdrasil nagt ist doch bestimmt nicht von Loki, oder ?
Soviel ich weiß war die doch seit Anbeginn der Welt da, und wird sogar nach Ragnarök in der neuen Welt wieder da sein, weil sie das Urprinzip des Bösen verkörpert.
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Bau Asgards; Sleipnir
Einst half Loki beim Bau der Götterburg Asgard mit. Dessen Baumeister hatte sich zum Lohn die Freyja ausbedungen, dazu Sonne (Sol) und Mond (Mani), sofern er den Bau bis Ende des Winters vollenden würde. Die Asen willigten unter Schwur und Zeugen ein, doch als der Baumeister mit Hilfe seines Pferdes Swadilfari tatsächlich die Frist einzuhalten schien, beriet man sich und verlangte von Loki, der zu dem Handel geraten hatte, er solle den Baumeister um seinen Lohn prellen. Loki verwandelte sich in eine Stute und verführte den Hengst Swadilfari, so daß Asgard doch nicht rechtzeitig fertig wurde. Frucht jener Begegnung Lokis mit dem Pferd war Sleipnir, Odins achtbeiniges Pferd (Gylf., 42).
http://www.sungaya.de/schwarz/
Zu Loki:
Loki ist im Grunde der Gegenpart zur kreativen Gestalt Odins. Die Lösung einer Gleichung (Wir erinnern uns, Neo und Agent Smith) denn während Lokis Handeln meist in Chaos, also dem destruktiven Produkt der Schöpfung endet, gehen Odins Tendenzen ins Kreative.
Und Loki zeugte drei Ungeheuer mit der Riesin Angrboda, die da wären:
die Mithgardschlange
Fenrir, den Wolf
und Hel, die Totengöttin in Helheim
Und nochmal die Geschichte um Sleipnir:
Loki mußte die rechtzeitige Fertigstellung Asgards verhindern, damit nicht die Freyja dem Asgard-Erbauer Hrimthurs anheim falle. Er verwandelte sich darum in eine Stute und verführte so Svadilfari, den Hengst des Baumeisters. Davon wurde Loki schwanger und gebar den Sleipnir. Der hat acht Beine und ist von grauer Färbung. Sleipnir war von enormer Kraft. Als Odin ihn einmal anband und dazu mit seinem Schwert ein Loch durch diesen Stein stieß und die Leine da hindurch führte, riß Sleipnir den Fels kurzerhand entzwei. Auch soll das Gewicht des Geschirrs einen Stein, auf den Odin es legte, zerbrochen haben. Das soll in Öland, Högrumsocken, geschehen sein.
Achja Mjöllnir, also Herrschaften aufgehorcht:
Die Zwerge Sindri und Brock schmiedeten diesen Hammer, der geworfen stets das Ziel trifft. Nach jedem Wurf kehrt Mjöllnir in die Hand des Werfers zurück. Ein ?Gebrechen? Mjöllnirs ist sein etwas zu kurzer Schaft, dennoch ist er das Meisterstück seiner Schöpfer, kann er doch überdies bei Bedarf nach Belieben verkleinert und vergrößert werden. Das Mißgeschick passierte, als Brock während der Bedienung der Esse eine Fliege gestochen hatte und er darum kurz mit dem Blasen innehielt
...Ein ?Gebrechen? Mjöllnirs ist sein etwas zu kurzer Schaft, dennoch ist er das Meisterstück seiner Schöpfer, kann er doch überdies bei Bedarf nach Belieben verkleinert und vergrößert werden. Das Mißgeschick passierte, als Brock während der Bedienung der Esse eine Fliege gestochen hatte und er darum kurz mit dem Blasen innehielt
Gerade solche Kleinigkeiten faszinieren mich so an der germanischen Mythologie. Durch die mündliche Überlieferung von Generation zu Generation wurden sie immer weiter ausgebaut und strotzen nur so vor Details.
SweetMel
31.07.2004, 19:16
Sehr interessant ist das Buch "Midgard" von Wolfgang Hohlbein ^^
Nur ob die mythologischen Tatsachen alle so stimmen, kann ich nicht ganz genau sagen.
So hat etwas gedauert aber hier nun die Auflistung der Futhark, dem allgmein gebräuchlichen Alphabet der Runen benannt nach den ersten sechs Zeichen.
http://images.google.de/images?q=tbn:7qTNEnaN1i4J:http://www.cooolart.com/Runes/fehu.jpg F
http://images.google.de/images?q=tbn:9f9btcx2cpkJ:www.cooolart.com/Runes/Uruz.jpg U
http://images.google.de/images?q=tbn:mIT2RbKxYGcJ:www.cooolart.com/Runes/Thurisa.jpg TH
http://images.google.de/images?q=tbn:0OqXpejSSOoJ:www.cooolart.com/Runes/ansuz.jpg A
http://images.google.de/images?q=tbn:L08RNha4Ul4J:www.cooolart.com/Runes/Raido.jpg R
http://images.google.de/images?q=tbn:8Jhe2cvZN-8J:www.cooolart.com/Runes/Kano.jpg K
Rune..........Übersetzung...........Überlieferung
Manaz.........Das Selbst.............Mensch, die menschliche Rasse
Gebo..........Partnerschaft..........Eine Gabe, Gaben der Götter oder Häuptlinge an treue Gefolgsleute
Ansuz.........Signale.................Gott, der Gott Loki, Mund (Quelle göttlicher Äußerungen), Flußmündung
Othila.........Trennung..............Eigentum oder ererbter Besitz, auch Geburtsland, Heim
Uruz..........Kraft......................Stärke, Opfertier, der Auerochse
Perth.........Initiation.................Unsichere Bedeutung, etwas Geheimes (Rune des Geheimen)
Nauthiz......Zwang.................... Not, Notwendigkeit, Einengung, Zwang, Ursache menschlicher Sorge, Lehren, Härte
Inguz.........Fruchtbarkeit...........Ing, der legendäre Held, später ein Gott
Eihwaz.......Abwehr...................Eibe, ein Bogen aus Eibenholz, Runenzauber, abwehrende Kräfte: Runenkalender
Algiz..........Schutz....................Schutz, Verteidigung, der Elch, Binsen
Fehu..........Besitz.....................Eigentum, Nahrung, Vieh
Wunjo........Freude...................Freude, Abwesenheit von Leid und Kummer
Jera...........Ernte.....................Jahr, Ernte, ein fruchtbares Jahr
Kano..........Öffnung.................Fackel, Geschwür, assoziiert mit dem Kult der Göttin Nerthus
Teiwaz........Krieger.................Sieg in der Schlacht, ein Leitplanet oder -stern, der Gott Tiu
Berkana......Wachstum............Birke, assoziiert mit Fruchtbarkeitskulten, Wiedergeburt, neues Leben
Ehwaz.........Bewegung............Pferd, assoziiert mit dem Lauf der Sonne
Laguz..........Fließen................Wasser, Meer, eine Quelle der Fruchtbarkeit
Hagalaz.......Auflösung............Hagel, Graupel, zerstörerische Naturkräfte
Raido..........Kommunikation....Ein Ritt, eine Reise; bezieht sich auf die Seele nach dem Tod, Reise Amulett
Thurisaz......Torweg................Riese, Dämon, Dorn
Dagaz.........Durchbruch..........Tag, Gottes Licht, Wohlstand und Ergiebigkeit
Isa.............Stillstand..............Eis, Gefrieren, in der Edda: Der Frost-Riese Ymir wird aus Eis geboren
Sowelu.......Ganzheit...............Die Sonne
Odin..........das Unwißbare.......Die Schicksal-Rune
P.S.: Wem verständlicherweise die Runen nichts sagen und der gerne ein Bild vor Augen hätte der soll hierhin (http://www.cooolart.com/runes.html) gehen.
Achja Mjöllnir, also Herrschaften aufgehorcht:
Die Zwerge Sindri und Brock schmiedeten diesen Hammer, der geworfen stets das Ziel trifft. Nach jedem Wurf kehrt Mjöllnir in die Hand des Werfers zurück. Ein ?Gebrechen? Mjöllnirs ist sein etwas zu kurzer Schaft, dennoch ist er das Meisterstück seiner Schöpfer, kann er doch überdies bei Bedarf nach Belieben verkleinert und vergrößert werden. Das Mißgeschick passierte, als Brock während der Bedienung der Esse eine Fliege gestochen hatte und er darum kurz mit dem Blasen innehielt
Die Fliege war übrigens wieder Loki.
Loki hatte nachts das Haar von Sif, Thors Frau abgeschnitten. Leider hatte er dabei seinen Schuh verloren, weswegen er erwischt wurde. Thor hätte Loki beinahe umgebracht, hätte dieser nicht versprochen für Ersatz und Schadensersatz zu sorgen. Er ging zu den Zwergen, die sich Iwaldis Söhne nannten und bei den Schwarzalben lebten. Da sie Loki noch was schuldeten, machten sie ihm für Sif das schönste Goldhaar. Außerdem machten sie für Odin einen Speer namens Gungnir, der niemals sein Ziel verfehlt. Für Frey bauten sie ein Schiff, daß immer günstigen Wind hat. Das Segel konnte man wie ein Taschentuch zusammenfalten und in die Tasche stecken. Das Schiff nannten sie Skidbladnir.
Zufällig kam Loki mit diesen Schätzen an einer Höhle vorbei in der die berühmten Zwergenbrüder Brokk und Sindiri arbeiteten. Loki wollte angeben und wettete um seinen Kopf, daß die Zwerge keine vergleichbaren Schätze machen könnten. Die Zwerge nahmen die Wette an. Sie schufen drei Kleinode. Den goldenen Eber Gullinbursti, der das Reittier Freys wurde. Er konnte damit über das Meer undden Himmel reiten und selbst in der tiefsten Unterwelt leuchtete sein Fell den Weg. Den Ring Draupnir, von dem jeden neunten Tag acht solche Ringe abtropften. Und den Hammer Mjölnir, der für Thor bestimmt war.
Beim Arbeiten am Blasebalg wurde Brokk von einer Pferdebremse gequält, die solange ihn stach, bis er (als der Hammer gefertigt wurde) kurz den Balg losließ. Diese Bremse war Loki, der nicht wollte, daß die Kleinode gelangen und er seinen Kopf verlor. Daher wurde der Griff des Hammers etwas kurz. Brokk erklärte es damit, daß so der Hammer bequem in die Tasche passe. :mrgreen:
Loki war sauer, als die Götter, die als Schiedsrichter über die Wette saßen, entschieden, daß Loki die Wette verloren hatte. Gerade wollten sich die Zwerge seinen Kopf holen, da sagte er: "Den Kopf könnt Ihr haben, nur meinen Hals dürft Ihr nicht verletzen !"
Da niemand weiß, wo der Hals aufhört und der Kopf anfängt, sahen sich die Zwerge um ihren Gewinn betrogen. Daher nähten sie Loki seine Lippen mit einem Lederpfriem zu, wenn sie schon nicht den Kopf haben könnten. Loki konnte monatelang nicht sprechen und die anderen Götter empfanden das als wahren Segen. ;)
Shingetsu
31.07.2004, 22:06
Odin..........das Unwißbare.......Die Schicksal-Rune
Aber Odin ist doch eigentlich der Allwissende.
Das Schicksal haben die drei Nornen in der Hand.
Odin - Das Unwißbare
Leer ist das Ende, leer ist der Anfang. Dies ist die Rune des vollkommenen Vertrauens; sie ist als Beweis für deinen unmittelbaren Kontakt mit deinem eigenen, wirklichem Los zu verstehen, das wieder und wieder sich erhebt aus dem, was wir Schicksal nennen.
Die leere Rune kann einen Tod andeuten, den man aber mehr als Symbol verstehen sollte der sich auf jeden Aspekt deines Lebens beziehen kann. Der Verzicht auf Kontrolle ist die höchste Herausforderung für einen geistigen Krieger. Das Unkennbare teilt Dir hier mit, dass es durch dein Leben wirkt.
Vali - Der Rächer
Vali war der Sohn von Odin und Rinda. Er war nicht nur der Rächer von Balders (Baldur) Tod, sondern stand auch, zusammen mit Vadir, für die unsterbliche Kraft der Natur. Während Vidar die ruhige Stärke war, vertrat Vali den unsterblichen Geist, das ewige Licht des Lebens, das innere Licht und die Macht, die alles in der Natur ernährte. Vali wurde gewöhnlich mit einem Bogen dargestellt, denn mit diesem Bogen war er in der Lage, seine großartige, lebensspendende Macht überall in Midgard zu verteilen. (quelle: M.J. Roberts, Mythologie der Wikinger)
ich find's ganz interessant, dass die Hauptgötter fast aller alter Kulturen entweder Fremdgänger waren oder zig Frauen hatten. :roll:
Die Erzählung von Baldurs Tod
Baldur, dem guten sanftmütigen, träumte, dass seinem Leben Gefahr dräute. Und als er den anderen Asen seine Träume sagte, pflogen sie Rat zusammen und beschlossen, ihm Sicherheit vor allen Gefahren auszuwirken. Frigg, die Herrin über die Natur, nahm Eide von Feuer und Wasser, Eisen und allen Erzen, Steinen und Erden, von Bäumen, Krankheiten und Giften, dazu von allen vierfüßigen Tieren, Vögeln und Würmern, dass sie Baldurs schonen wollten. Als das geschehen war, trieben die Asen allerlei Kurzweil mit Baldur, stellten ihn inmitten ihres Kreises und schossen nach ihm, hieben auf ihn ein, wieder andere warfen schwere Steine nach ihm. Doch was sie auch anstellen mochten, nichts konnte ihm einen Harm tun.
Das verdross nun freilich den Loki und er ging zu Frigg in Verkleidung eines alten Weibes und frug sie, ob sie denn wirklich alles in Eid genommen. Solcherart erfuhr der Listige, dass östlich von Walhall eine Staude, Mistel genannt, wachse ,die für zu jung befunden worden wäre, in Eid genommen zu werden.
Darauf ging nun Loki hin, bemächtigte sich der Mistel und gesellte sich wieder den anderen Asen zu. Im äußersten Kreise der Männer stand der blinde Hödur; diesen nahm Loki alsbald zur Seite und nötigte ihn, mit dem Zweiglein, dass er ihm reichen wolle, auch Baldur Ehre zu tun und nach ihm zu schießen. Wie groß das Entsetzen aller, als nun dieses Zweiglein von des Blinden Hand den Baldur durchbohrte, dass er tot zur Erde stürzte!
Frigg befrug nun jeden, ob er sich reichen Lohn verdienen wolle, und in ihrem Auftrag der Hel ein reiches Lösegeld für Baldur anbieten , auf dass er heimkommen könne nach Asgard. Diesen Auftrag nahm Hermodhr an, des Odins Sohn, bestieg dessen unvergleichlichen Hengst Sleipnir und nahm den Helweg auf sich.
Unterdessen wurde Baldurs Leichnam mit allen Ehren bestattet, jedoch ohne Rache, denn der Heimtückische befand sich auf geheiligter Freistätte.
Hermrodhr gelangte auch wirklich ins Reich der Hel und forderte Baldurs Rückkehr ins Land der Lebenden, doch stellte Hel für die Erfüllung dieses Wunsches eine Bedingung: Baldur solle nach Asgard zurückkehren dürfen, wenn alle Dinge auf Erden, tote wie Lebende, um ihn weinten, doch sei auch nur eines dabei, welches keine Trauer zeige und nicht um ihn weine, müsse er in ihrer, Hels, Obhut immerdar bleiben.
So ritt Hermodhr wieder zurück ins Land der Lebenden und verkündete seine Botschaft; die Asen sandten daraufhin Abgesandte in alle Länder, auf dass alle Dinge um Baldur weinten, damit er von der Hel erlöst werden könnte.
Die Gesandten erfüllten ihr Werk auch vortrefflich, doch, schon auf dem Rückweg nach Asgard, fanden sie das Riesenweib Thöck, die sich, man erzählt sich, Loki habe sie aufgehetzt, weigerte, um Baldur zu weinen, da sie weder im Tode noch im Leben etwas mit ihm zu schaffen gehabt hätte und ihr sein Schicksal, Hel oder nicht, herzlich gleichgültig sei.
So musste Baldur denn auf immer in Hels Reich verbleiben und Loki der Heimtückische hatte einen großen Sieg errungen.
Hatake_Kakashi
04.08.2004, 21:57
@ Noxiel kannst du mal etwas oder alles über Loki schreiben ?
Du verlangst viel aber ich will sehen was ich zusammentragen kann.
Ägirs Trinkgelage
Ägir, der mit anderm Namen Gymir hieß, bereitete den Asen ein Gastmahl, nachdem er den großen Kessel erlangt hatte, wie eben gesagt ist. Zu diesem Gastmahl kam Odin und Frigg, sein Weib. Thor kam nicht, denn er war auf der Ostfahrt. Sif war zugegen, Thors Weib, desgleichen Bragi und Idun sein Gemahl. Auch Tyr war da, der nur eine Hand hatte, denn der Fenriswolf hatte ihm die andre abgebissen, als er gebunden wurde. Da war auch Niörd und Skadi, sein Weib, Freyr und Freyja, und Widar, Odins Sohn. Auch Loki war da und Freyrs Diener Byggwir und Beyla. Da waren noch viele Asen und Alfen.
Ägir hatte zwei Diener, Fimafeng und Eldir. Leuchtendes Gold diente statt brennenden Lichtes. Das Ael trug sich selber auf. Der Ort hatte sehr heiligen Frieden. Alle Gäste rühmten, wie gut Ägirs Leute sie bedienten. Loki, der das nicht hören mochte, erschlug den Fimafeng. Da schüttelten die Asen ihre Schilde und rannten wider Loki und verfolgten ihn in den Wald und fuhren dann zu dem Mahl. Loki kam wieder und sprach zu Eldir, den er vor dem Saale fand:
Sage mir, Eldir, eh du mit einem
Fuße vorwärts schreitest,
Was für Tischgespräche tauschen hier innen
Der Sieggötter Söhne?
Eldir:
Von Waffen reden und ruhmvollen Kämpfen
Der Sieggötter Söhne.
Asen und Alfen, die hier innen sind,
Keiner weiß von dir ein gutes Wort.
Loki:
Ein will ich treten in Ägirs Hallen,
Selber dies Gelag zu sehn.
Schimpf und Schande schaff ich den Asen
Und mische Gift in ihren Met.
Eldir:
Wisse, wenn du eintrittst in Ägirs Halle,
Selber dies Gelag zu sehn,
Und die guten Götter übergießest mit Schmach,
Gib acht, sie trocknen sie ab an dir.
Loki:
Wisse das, Eldir, wenn miteinander wir
In scharfen Worten streiten,
Üppiger werd ich in Antworten sein,
Was du auch zu reden weißt.
Da ging Loki in die Halle. Jene aber, die darinnen waren, als sie ihn eingetreten sahen, schwiegen alle still.
Loki:
Durstig komm ich in diese Halle
Loptr den langen Weg
Die Asen zu bitten, mir einen Trunk
Zu schenken ihres süßen Mets.
Warum schweigt ihr still, verstockte Götter,
Und erwidert nicht ein Wort?
Sitz und Stelle sucht mir bei dem Mahl,
Oder heißt mich hinnen weichen.
Bragi:
Sitz und Stelle suchen dir bei dem Mahl
Die Asen nun und nimmer.
Die Asen wissen wohl wem sie sollen
Anteil gönnen am Gelag.
Loki:
Gedenkt dir, Odin, wie in Urzeiten wir
Das Blut mischten beide?
Du gelobtest, nimmer dich zu laben mit Trank,
Würd er uns beiden nicht gebracht.
Odin:
Steh denn auf, Widar, dem Vater des Wolfs
Sitz zu schaffen beim Mahl,
Daß länger Loki uns nicht lästere
Hier in Ägirs Halle.
Da stand Widar auf und schenkte dem Loki. Als er aber getrunken hatte, sprach er zu den Asen:
Heil euch. Asen, Heil euch Asinnen,
Euch hochheiligen Göttern all,
Außer dem Asen allein, der da sitzt
Auf Bragis Bank.
Bragi:
Schwert und Schecken aus meinem Schätze zahl ich
Und einen Baug (Ring) zur Buße,
Daß du den Asen nicht Ärgernis bringst:
Mache dir nicht gram die Götter.
Loki:
Roß und Ringe, nicht allzureich doch
Weiß ich dich, Bragi, der beiden!
Von Asen und Alfen, die hier innen sind,
Scheut keiner so den Streit,
Flieht Geschosse keiner feiger.
Bragi:
Ich weiß doch, war ich draußen,
wie ich drinnen bin
Hier in Ägirs Halle,
Dein Haupt hätt ich in meiner Hand schon;
Also lohnt ich dir der Lüge.
Loki:
Sitzend bist du schnell, doch schwerlich leistest du's,
Bragi, Bänkehüter!
Zum Zweikampf vor, wenn du zornig bist:
Der Tapfre sieht nicht um und säumt.
Idun:
Ich bitte dich, Bragi, bei deiner Gebornen
Und aller Wünschelsöhne Wohl,
Sprich zu Loki nicht mit lästernden Worten
Hier in Ägirs Halle.
Loki:
Schweig, Idun! Von allen Frauen
Mein ich dich die Männertollste:
Du legtest die Arme, die leuchtenden, gleich
Um den Mörder eines Bruders.
Idun:
Zu Loki sprech ich nicht mit lästernden Worten
Hier in Ägirs Halle;
Den Bragi sänft ich, den bierberauschten,
Daß er im Zorn den Zweikampf meide.
Gefion:
Ihr Asen beide, was ist's, daß ihr euch
Mit scharfen Worten streitet?
Loptr träumt sich nicht, daß er betrogen ist,
Ihn hier die Himmlischen hassen.
Loki:
Schweig du, Gefion! sonst vergeß ich's nicht
Wie dich zur Lust verlockte
Jener weiße Knabe, der dir das Kleinod gab,
Als du den Schenkel um ihn schlangst.
Odin:
Irr bist du, Loki, und aberwitzig,
Wenn du Gefion gram dir machst:
Aller Lebenden Lose weiß sie
Ebenwohl als ich.
Loki:
Schweig nur, Odin, ungerecht zwischen
Den Sterblichen teilst du den Streit:
Oftmals gabst du, dem du nicht geben solltest,
Dem schlechtem Manne den Sieg.
Odin:
Weißt du, daß ich gab, dem ich nicht geben sollte,
Dem schlechtem Manne den Sieg,
Unter der Erde acht Winter warst du
Milchende Kuh und Mutter
[Denn du gebarest da:
Das dünkt mich eines Argen Art].
Loki:
Du schlichest, sagt man, in Samsö umher
Von Haus zu Haus als Wala.
Vermummter Zauberer trogst du das Menschenvolk:
Das dünkt mich eines Argen Art.
Frigg:
Euer Geschicke solltet ihr nie
Erwähnen vor der Welt,
Was ihr Asen beide in Urzeiten triebet:
Die frühsten Taten bergt dem Volk.
Loki:
Schweig du, Frigg! Fiörgyns Tochter bist du
Und den Männern allzumild,
Die Wili und We als Widrirs Gemahlin
Beide bargst in deinem Schoß.
Frigg:
Wisse, hätt ich hier in den Hallen Ägirs
Einen Sohn wie Baldur schnell,
Nicht kämst du hinaus von den Asensöhnen,
Du hättest schon zu fechten gefunden.
Loki:
Und willst du, Frigg, daß ich ferner gedenke
Meiner Meintaten,
So bin ich schuld, daß du nicht mehr schauen wirst
Baldur reiten zum Rat der Götter.
Freyja:
Irr bist du, Loki, daß du selber anführst
Die schnöden Schandtaten.
Wohl weiß Frigg alles was sich begibt,
Ob sie schon es nicht sagt.
Loki:
Schweig du, Freyja, dich vollends kenn ich;
Keines Makels mangelst du;
Der Asen und Alfen, die hier inne sind,
Bist du jedes Buhlerin.
Freyja:
Deine Zunge frevelt; doch fürcht ich, daß sie dir
Wenig Gutes gellt.
Abhold sind dir die Asen und die Asinnen,
Unfröhlich fährst du nach Haus.
Loki:
Schweig du, Freyja, Gift führst du mit dir,
Bist alles Unheils voll.
Vor den Göttern umarmtest du den eigenen Bruder:
So böser Wind entfuhr dir, Freyja!
Niördr:
Die Schöngeschmückten, das schadet nicht,
Wählen Männer wie sie mögen;
Des Verworfnen Weilen bei den Asen wundert nur,
Der Kinder konnte gebären.
Loki:
Schweig du, Niörd, von Osten gesendet
Als Geisel bist du den Göttern.
Hymirs Töchter nahmen dich da zum Nachtgeschirre
Und machten dir in den Mund.
Niördr:
Des Schadens tröstet mich, seit ich gesendet ward
Fernher als Geisel den Göttern,
Daß mir erwuchs der Sohn, wider den niemand ist,
Der für den Ersten der Asen gilt.
Loki:
Laß endlich, Niörd, den Übermut,
Ich hab es länger nicht hehl:
Mit der eignen Schwester den Sohn erzeugtest du,
Der eben so arg ist wie du.
Tyr:
Freyr ist der beste von allen, die Bifröst
Trägt zu der hohen Halle:
Keine Maid betrübt er, keines Mannes Weib,
Einen jeden nimmt er aus Nöten.
Loki:
Schweig du, Tyr! Du taugst zum Kampfe nicht
Zu gleicher Zeit mit zweien.
Deine rechte Hand ist dir geraubt,
Fenris fraß sie, der Wolf.
Tyr:
Der Hand muß ich darben; so darbst du Fenris.
Eins ist schlimm wie das andre;
Auch der Wolf ist freudenlos: gefesselt erwartet er
Der Asen Untergang.
Loki:
Schweig du, Tyr! Deinem Weibe geschah's,
Daß sie von mir ein Kind bekam.
Nicht Pfenningsbuße empfingst du für die Schmach:
Habe dir das, du Hahnrei!
Freyr:
Gefesselt liegt Fenris vor des Flusses Ursprung
Bis die Götter vergehen.
So soll auch dir geschehn, wenn du nicht schweigen wirst
Endlich, Unheilschmied.
Loki:
Mit Gold erkauftest du Gymirs Tochter
Und gabst dem Skirnir dein Schwert.
Wenn aber Muspels Söhne durch Myrkwid reiten,
Womit willst du streiten. Unselger?
War ich so edeln Stamms als Ingunar Freyr,
Und hätte so erhabnen Sitz,
Morscher als Mark malmt ich dich, freche Krähe,
Und lähmte dir alle Gelenke.
Loki:
Was ist Winziges dort, das ich wedeln sehe
Nach Speise schnappend?
Dem Freyr in die Ohren bläst es immerdar,
Und müht sich mit Mägdearbeit.
Byggwir:
Byggwir bin ich, bieder rühmen mich
Die Asen all und Menschen.
Behende helf ich hier, daß Hropts Freunde trinken
Met in Ägirs Halle.
Loki:
Schweig du, Byggwir, übel verstehst du
Der Männer Mahl zu ordnen.
Unterm Bettstroh verbargst du dich feige,
Wenn es zum Kampfe kam.
Heimdal:
Trunken bist du, Loki! vertrankst den Verstand:
Laß endlich ab, Loki,
Denn im Rausche reden die Leute viel
Und wissen nicht was.
Loki:
Schweig du, Heimdal! In der Schöpfung Beginn
Ward dir ein leidig Los.
Mit feuchtem Rücken fängst du den Tau auf
Und wachst der Götter Wärter!
Skadi:
Lustig bist du, Loki; doch lange magst du nicht
Spielen mit losem Schweif,
Da auf die scharfe Kante des kalten Vetters bald
Mit Därmen dich die Götter binden.
Loki:
Wenn auf die scharfe Kante des reifkalten Vetters
Sie mich mit Därmen binden bald,
So war ich der erste und auch der eifrigste,
Als es Thiassi zu töten galt.
Skadi:
Warst du der erste und auch der eifrigste,
Als es Thiassi zu töten galt,
So soll aus meinem Hof und Heiligtum
Immer kalter Rat dir kommen.
Loki:
Gelinder sprachst du zu Laufeyjas Sohn,
Als du mich auf dein Lager ludst.
Dessen gedenk ich nun, da es genauer gilt
Unsre Meintaten zu melden.
Da trat Sif vor und schenkte dem Loki Met in den Eiskelch und sprach:
Heil dir nun, Loki, den Eiskelch lang ich dir
Firnen Metes voll,
Daß du mich eine doch von den Asenkindern
Ungelästert lassest.
Jener nahm den Kelch, trank und sprach:
Du einzig bliebest verschont, wärest du immer keusch
Und dem Gatten ergeben gewesen.
Einen weiß ich und weiß ihn gewiß,
Der auch den Thor zum Hahnrei machte.
[Und das war der listige Loki.]
Beyla:
Alle Felsen beben, von der Bergfahrt kehrt
der Gott des Donners heim.
Zum Schweigen bringt er den, der hier mit Schmach belädt
Die Götter all und Gäste.
Loki:
Schweig du, Beyla! du bist Byggwirs Weib
Und aller Untat voll.
Kein ärger Ungeheuer ist unter den Asenkindern,
Ganz bist du mit Schmutz besudelt.
Da kam Thor an und sprach:
Schweig, unreiner Wicht, sonst soll mein Hammer
Miölnir den Mund dir schließen.
Vom Halse hau ich dir die Schulterhügel,
Daß dich das Leben läßt.
Loki:
Der Erde Sohn ist eingetreten:
Nun kannst du knirschen, Thor;
Doch wenig wagst du, wenn du den Wolf bestehen sollst,
Der den Siegvater schlingt.
Thor:
Schweig, unreiner Wicht, sonst soll mein Hammer
Miölnir den Mund dir schließen.
Oder auf gen Osten werf ich dich,
Daß kein Mann dich mehr erschaut.
Loki:
Deine Ostfahrten würden unbesprochen
Allzeit besser bleiben,
Seit im Däumling du, Kämpe, des Handschuhs kauertest
Und selbst nicht meintest Thor zu sein.
Thor:
Schweig, unreiner Wicht, sonst soll mein Hammer
Miölnir den Mund dir schließen.
Mit Hrungnirs Töter trifft diese Hand dich
Und bricht dir alle Gebeine.
Loki:
Noch lange Jahre zu leben denk ich
Trotz deiner Hammerhiebe.
Hart schienen dir Skrymirs Knoten;
Du mußtest der Mahlzeit darben,
Ob du vor Heißhunger vergingst.
Thor:
Schweig, unreiner Wicht, sonst soll mein Hammer
Miölnir den Mund dir schließen.
Hrungnirs Töter schickt dich zu Hel hinab
Hinter der Toten Gittertor.
Loki:
Ich sang vor Asen, sang vor Asensöhnen
Was ich auf dem Herzen hatte.
Nun wend ich mich weg: dir weich ich allein,
Denn ich zweifle nicht, daß du zuschlägst.
Ein Mahl gabst du, Ägir; nicht mehr hinfort
Wirst du die Götter bewirten.
All dein Eigentum, das hier innen ist,
Frißt die Flamme
Und raschelt dir über den Rücken.
Darauf nahm Loki die Gestalt eines Lachses an und entsprang in den Wasserfall Franang. Da fingen ihn die Asen und banden ihn mit den Gedärmen seines Sohnes Nari. Sein anderer Sohn Narfi aber wurde in einen Wolf verwandelt. Skadi nahm eine Giftschlange und hing sie auf über Lokis Antlitz. Der Schlange entträufelte Gift. Sigyn, Lokis Weib, setzte sich neben ihn und hielt eine Schale unter die Gifttropfen. Wenn aber die Schale voll war, trug sie das Gift hinweg: unterdessen träufelte das Gift in Lokis Angesicht, wobei er sich so stark wand, daß die ganze Erde zitterte. Das wird nun Erdbeben genannt.
Loki
Loki ist schmuck und schön von Gestalt, aber bös von Gemüt und sehr unbeständig. Er übertrifft alle andern in Schlauheit und in jeder Art von Betrug.
In der nordischen Edda ist Loki ein Gott des Feuers, Gott der List und dämonischer Trickster, halb Gott, halb Riese, ein Gestaltenwechsler, der sich in Adler, Stute oder Lachs verwandelte, auch in Fliege, Floh und altes Weib.
Loki ist sowohl listenreicher Helfer, als auch verschlagener Gegner der Asen. Von denen stand ihm der Donnergott Thor am nächsten, mit dem er mehrere Abenteuer erlebte und der ihm bei seinen Zankreden (siehe Beitrag oben) als einziger Einhalt gebieten konnte. Auch mit Odin und Hönir unternahm er Fahrten.
Der verfluchte Hort
Einmal waren Odin, Hönir und Loki auf Ausfahrt. An einem Wasserfall tötete Loki einen Otter, der sich als Sohn des Bauern Hreidmar herausstellte. Um das Wehrgeld bezahlen zu können nötigte Loki dem Zwerg Andwari dessen Gold ab, zudem einen Ring, mit dessen Hilfe Andwari seinen Schatz hätte wiederherstellen können, weshalb Andwari den Schatz verfluchte, der zwar den Asen freien Abzug sicherte, später als Nibelungenhort aber viel Leid verursachte
Das Haar der Sif; Erwerb von Skidbladnir, Gungnir, Gullinborsti, Draupnir und Mjöllnir
Einmal hatte Loki der Sif, Thors Gattin, hinterlistig das Haar geschoren. Thor zürnte und zwang Loki, der Sif von den Zwergen neues Haar machen zu lassen, das wie echtes wachsen müsse. Loki begab sich darum zu den Söhnen des Dvergr Ivaldi nach Schwarzalfenheim und erhielt für die Sif goldenes Haar, dazu das Schiff Skidbladnir und den Spieß Gungnir. Loki wettete mit Brock, dem Bruder des Sindri, daß der nicht so gute Dinge herstellen könne. Sindr legte daraufhin erst eine Schweinshaut, dann Gold und schließlich Eisen in die Esse, Brock bediente den Blasebalg. Trotzdem der während der Arbeit von einer Fliege geplagt wurde, gelang die Fertigung des Ebers Gullinborsti, des Rings Draupnirs und des Hammers Mjöllnir. Als nun Loki und Brock diese Wünscheldinge nach Asgard brachten, befand man, daß des Zwergen Gaben die besseren seien und Loki hatte seine Wette verloren. Loki konnte zwar sein Leben retten, doch nähte ihm Brock mit dem Riemen Wartari (Lippenreißer) den Mund zu
Entführung und Wiedergewinnung der Idun
Loki war für den Verlust und die Rückkehr der Göttin Idun und ihren Äpfeln der Jugend verantwortlich, die der Riese Thiassi entführt hatte. Auf einer Fahrt mit Odin und Hönir hatten die drei Asen Ochsen geschlachtet, doch wollte das Kochen nicht gelingen. Da kam ein gewaltiger Adler und sagte ihnen Hilfe zu, wenn er von der Mahlzeit seinen Anteil bekäme. Man willigte ein, doch Loki mißfiel, daß der Adler ? es war der Riese Thiassi ? sich die besten Stücke sicherte. Er stieß den Adler mit einer Stange, wovon der aufflog und Loki mitschleppte. Voller Angst versprach ihm der der Listige die Idun und ihre Äpfel und half Thiassi, diese zu verschleppen. Ohne die Äpfel begannen die Asen zu altern. Nun zwangen die Asen Loki, die Idun wiederzubeschaffen. Der lieh sich von der Freyja ihr Falkengewand, flog zu Thiassi und griff sich die Idun, die er in eine Nuß verwandelt hatte. So flog Loki als Falke zurück nach Asgard, dicht gefolgt von dem Adler, den aber die Asen in Asgard erschlugen. Nachdem die Asen Thiassi getötet hatten, verlangte dessen Tochter Skadi Buße, die unter anderem dank der List Lokis geleistet werden konnte, denn er band sich eine Ziege an die Lenden und brachte Skadi so zum Lachen.
Loki stiehlt Freyjas Halsschmuck
Zu anderer Gelegenheit erzählte Loki dem Odin, wie die Freyja zu ihrem Halsschmuck Brisingamen gekommen war, nämlich indem sie vier Nächte mit vier Zwergen verbrachte. Das erzürnte Odin und er forderte Loki auf, den Schmuck zu beschaffen. Freyja verweigerte die Herausgabe und Loki sann auf Diebstahl. Er verwandelte sich in eine Fliege, drang damit in Freyjas Haus ein, fand sie schlafend und stach sie ? nun in einen Floh verwandelt ? in den Nacken. Freyja drehte sich herum, schlief weiter und Loki konnte den Verschluß öffnen. Er stach sie ein zweites Mal, worauf sich Freyja erneut umwandte und Loki ihr den gelösten Brisingamen abnehmen und zu Odin bringen konnte. Freyja mußte nun zur Wiedererlangung des Schmucks Krieg unter den Menschen entfachen
Beim Riesen Geirröd
Loki nötigte den Thor zu dessen Fahrt nach Geirrödsgard. Er selbst war aus Neugierde mit dem Falkengewand der Freyja zum Riesen Geirröd geflogen. Leichtsinnig ließ er sich von Geirröd fangen, der ihn drei Monate ohne Nahrung gefangenhielt, ehe Loki sich als Verwandelter zu erkennen gab. Nun mußte er er dem Geirröd schwören, daß er den Thor mit nach Geirrödsgard bringen werde, ohne dessen Hammer Mjöllnir und ohne den Kraftgürtel ? sonst hätte Geirröd dem Loki sein Leben nicht gelassen, er brachte damit aber Thor und sich selbst in höchste Gefahr und nur durch die Hilfe der freundlichen Riesin Grid gelang die Überwindung des Geirröd und seiner Töchter Gjalp und Greip
Heimholung des Mjöllnir
Loki half dem Thor, den Hammer Mjöllnir zurückzuerlangen, als der in die Hände des Riesen Thrym gefallen war. Loki fand nämlich heraus, daß der Preis für die Herausgabe des Mjöllnir die Hand der Freyja war. Heimdall hatte die Idee, Thor solle in Freyjas Kleidern als Braut verkleidet zu Thrym gehen, Loki überredete Thor trotz dessen Bedenken dazu und mimte die Brautjungfer. Als Thrym schließlich den Hammer hervorholte, nahm Thor die Waffe und zerschmetterte alle anwesenden Riesen
Bei Utgardloki
Noch ein anderes Mal begleitete Loki den Thor, als der nach Utgard zum Utgardloki zog. Hier trat Loki gegen einen anderen namens Loki im Eßwettkampf an und unterlag, wie auch Thor und Thialfi, der Knecht Thors, nicht in Wettkämpfen gegen die riesischen Mannen Utgardlokis bestehen konnten. Am Ende stellte sich alles als Blendwerk heraus (Die Fahrt nach Uthgard wurde übrigens in dem sehr schönen Zeichentrickfilm "Walhalla" behandelt)
Bau Asgards; Sleipnir
Einst half Loki beim Bau der Götterburg Asgard mit. Dessen Baumeister hatte sich zum Lohn die Freyja ausbedungen, dazu Sonne (Sol) und Mond (Mani), sofern er den Bau bis Ende des Winters vollenden würde. Die Asen willigten unter Schwur und Zeugen ein, doch als der Baumeister mit Hilfe seines Pferdes Swadilfari tatsächlich die Frist einzuhalten schien, beriet man sich und verlangte von Loki, der zu dem Handel geraten hatte, er solle den Baumeister um seinen Lohn prellen. Loki verwandelte sich in eine Stute und verführte den Hengst Swadilfari, so daß Asgard doch nicht rechtzeitig fertig wurde. Frucht jener Begegnung Lokis mit dem Pferd war Sleipnir, Odins achtbeiniges Pferd
Lokis Gefangenschaft
Die Asen schleppten Loki in eine Höhle. Hier stellten sie drei Felsen auf, versahen sie mit Löchern und banden Loki daran fest. Als Fessel diente das Gedärm des Narwi, Lokis Sohn. Den und seinen Bruder Wali hatten die Asen ebenfalls gefangen und Wali in einen Wolf verwandelt, der seinen Bruder zerriß. Loki wurde nun wie folgt gefesselt: der eine der Felsen stand ihm unter den Schultern, der andere unter den Lenden, der dritte unter den Kniegelenken, die Därme wurden zu Eisen. Überdies nahm die Skadi einen Giftwurm und befestigte ihn über Lokis Gesicht, daß dem das Gift schmerzhaft in die Augen troff. Lokis Gattin Sigyn hielt zwar zu ihrem Gatten und fing das Gift mit einer Schale auf, doch muß diese regelmäßig geleert werden. In solchem Augenblick trifft das Gift Loki und er windet sich unter Schmerzen, wovon die ganze Erde bebend erzittert
Loki führt die Riesen gen Asgard; sein Ende
Zur Götterdämmerung (Ragnarök) wird Loki wieder freikommen. Dann wird er die Toten, das Gefolge seiner Tochter Hel, zur Schlacht auf die Ebene Wigrid führen, er soll auch das Schiff Naglfar kommandieren, das die Unholden befördern wird. Dann werden Loki und Heimdall einander umbringen
Ich hoffe ich konnte dienen Hatake.
Hatake_Kakashi
04.08.2004, 22:59
Danke dir Noxiel
Ansonst immer mehr
J.C.Denton
06.08.2004, 16:15
ahh die nordische mythologie! klarer aber auch verbissener als alternative richtungen. Eignetlich schade das dieses thema in den schulen verschwiegen wird. Mythologie und SAgen kann man heute nur noch studieren. Ich finde es ist aber weitaus passeder, z.B. als teil des geschichtsuntericht als die öde story vom columbus (toll! danke für´s ntdecken von amerika und damit so tollen sachen wie George W. Bush!!!!), da dies je eben auch die germanen also quasi unsere vorfahren betraf. Und sollte man als grund anführen das diese Völker nicht zivilisiert also barbaren waren, so kann ich nur sagen das der mensch sich bis heute in diesem punkt nicht entwickelt hat!
Hatake_Kakashi
08.08.2004, 20:48
Kannst du noch was über Rassen und Fabelwesen schreiben Noxiel ?
Und magischen Gegenstände ?
Shingetsu
09.08.2004, 00:28
Magische Gegenstände ..
Odins Ring Draupnir "Der Tröpfler" lässt jeden neunten Morgen neun Kopien von sich selbst herabfallen. Die Ringe sind aber nur vom Goldgehalt identisch, weisen aber selbst nicht die gleiche magische Fähigkeit auf. Dennoch ist Draupnir damit ein Quell unendlichen Reichtums.
Dann wäre da noch die Haut Otters, eines Menschen der sich in einen Otter verwandeln kann, der aber in der Vorgeschichte zur Sigurd-Saga
(eng verwandt mit der Nibelungen-Sage) von Odin, Thor und Loki aus Versehen getötet wurde.
In seine Haut kann man fast unendlich viel Gegenstände reinlegen, und sie wird trotzdem nicht voll.
Das wurde ihnen zum Verhängnis als sie die Haut mit Gold auffüllen sollten um Sühnegeld für den Mord an Otter zu zahlen.
Dann wäre da noch die Tarnkappe die Siegfried von den Zwergen erbeutet, bei denen sich auch der Hort der Nibelungen (mit dem magischen verfluchten Ring) und dem sagenhaften Schwert Balmung befindet. (in der Sigurd-Saga findet er Schwert und Hort direkt beim Drachen Fafnir, und nicht bei den Zwergen)
Zur Vorgeschichte des verfluchten Ringes möchte ich noch genauer eingehen, weil das imho sehr wichtig ist, da dieser Ring sogar als Vorbild für "Der Herr der Ringe" diente.
Loki wurde ausgeschickt um Sühnegeld für den Mord an Otter (einem Mensch der sich in einen Otter verwandeln konnte) zu besorgen.
Eine solche Menge an Gold gab es nur beim reichsten Zwergenkönig den Loki dann sogleich in die Mangel genommen hat. Als der Zwergenkönig nur noch einen magischen Ring hatte wollte Loki den auch noch haben, und darüber war der Zwerg so verärgert daß er ihn verflucht hat damit er jedem der ihn besitzt Unglück bringt.
Angeblich hätte der Zwerg mit diesem einen Ring seinen gesamten Goldschatz wiederherstellen können, deshalb war er auch so verärgert daß ihm ausgerechnet dieser eine Ring noch genommen wurde.
Irgendwie erinnert mich das an Odins Ring Draupnir.
Dazu sei noch erwähnt daß Zwerge in der germanischen Mythologie magisch begabte Wesen waren, und nicht wie bei der populären Fantasy die Feinde jeder Magie.
Dann wäre da noch Mimirs Kopf.
Er war ein weiser Gott der mit den Wanen einen Frieden aushandeln sollte, aber die fühlten sich betrogen und haben ihm den Kopf abgeschnitten und den Asen geschickt. Odin sprach einen Zauber auf den Kopf damit er nie verwest, und gab ihm seine Stimme zurück.
Er diente Odin dann als allwissender Berater.
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