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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hut - The Movie (Ein Mann, eine Legende, ein Hut..)


Sephiroth's Angel
18.08.2004, 11:55
Öhm.. ja. Ich weiß. Das klingt wieder mal nach einer extrem sinnigen FanFic meinerseits. Wird es sicher auch. XD

Angefangen hat eigentlich alles mit einem Ava. Da trug Sanzo halt einen wirklich mega genialen Hut. Und das hat mich an eine Passage aus "die Nanny" erinnert, indem sie "ich verlor meinen Hut" als Ersatz für "ich verlor meine Unschuld" benutzt. Daher mußte ich gestern so lachen, als ich Sanzo's Hut sah. http://instagiber.net/smiliesdotcom/kao/otn/bloblaugh.gifhttp://instagiber.net/smiliesdotcom/kao/otn/bloblaugh.gifhttp://instagiber.net/smiliesdotcom/kao/otn/bloblaugh.gif

Nun dem, ich werd mich halt einfach mal an einer Hut-Story versuchen. Ich hab noch keinen Schimmer, um was es gehen soll oder was passiert. :peinlich: Ich schreib einfach mal drauf los. Mach ich ja sonst auch immer. :smirk:

Ahrr!! Ich hab noch was vergessen, weil ich das auf der Arbeit leider nicht basteln konnte. Hoffentlich liest das trotzdem noch wer. :cry: :heul:

Also... damit man weiß, wie Sanzo und Hakkai in der Story rumrennen.
Aber einen unterschied gibt es. Der Hut von Sanzo birgt ein großes Geheimnis. Der von Hakkai leider nicht. Daher will er ja auch hinterher den von Sanzo. :naughty:

http://img48.exs.cx/img48/8890/ABSaiSanzo25BHut.jpg VS.http://img48.exs.cx/img48/1919/ABSaiHakkai19Hut.jpg


Hut - The Movie

Legend I - Prologue - The Time Before


"Weil du ein Tabu gebrochen hast...
Weil du einem Verbrecher geholfen hast...
Weil du mich verraten hast....
So sehr ich es mir auch wünsche, als Herrscher unseres Gleichen darf ich die Regeln nicht brechen. Aber für dich.. werde ich sie biegen.. meine Geliebte...
Auf dass du eines Tages.. zu mir zurückfinden wirst... "

"Ahrr!!!" Das relativ ruhige Treiben in der Taverne wurde durch den Schrei eines Mannes und dessen Aufprall auf einen Tisch gestört.
- Ts.. selbst Schuld.. - dachte sich Sanzo und nahm einen weitren, kräftigen Schluck von seinem Bier. Was hatte ihn auch dieser Vollidiot eines Fettwanstes blöd von der Seite angepöbelt, während er aß? Kein Wunder also, dass er ihm eine verpassen musste, so dass der Fremde quer durch den Raum bis auf den nächsten Tisch knallte. Während des kurzweiligen Kraches war es nun still in der Taverne. In dieser Zeit.. war man Stress gewöhnt. Die Leute fürchteten Schlägereien. Und hier schien sich wieder eine anzubahnen, so dass sie den Atem anhielten, aus Angst, dort mit hinein zu geraten.
Doch Sanzo selbst schien das wenig zu kümmern. Er trank genüsslich weiter, aß von dem guten Fleisch und genoss es sehr, da es seit Tagen wieder das erste war, was er zwischen die Zähne bekommen hatte. Für ihn war der Fall damit erledigt. Er wollte ja auch nur in Ruhe speisen und sich dann wieder auf machen. Doch so leicht sollte es ihm nicht gemacht werden..
„Hey, du..“ Sanzo sah gelangweilt mit einem Auge schräg auf. Hatte der Typ etwa noch nicht genug? Oder was war der Grund, wieso er ihn erneut von der Seite anmachte? Wie dem auch sei.. der Typ langweilte Sanzo. Und so beschloss er, ihn einfach zu ignorieren.
„Hey, du! Ich rede mit dir!!!“ Sanzo sah aus, als wolle er darauf sagen, „Seh ich so aus, als ob mich das jucken würde?“. Doch er schwieg und ignorierte den aufdringlichen Kerl weiterhin.
Jedoch.. irgendwas schien seltsam an dem Fremdem zu sein und Sanzo wurde aufmerksamer.
„hh.. du bist ja ganz schön eingebildet..“, zischte der aufdringliche Pöbler über seine schmierigen Lippen, „Genau.. wie er es uns gesagt hat…“
Er…? Wen meinte der Fremde?
„Wie dem auch sei.. mich soll’s nicht kümmern. Ich erledige lediglich… meinen Job!!!!“
In dem Moment, als dieser Schrei des Fremden die anderen Gäste der Taverne erzittern lies, sprang Sanzo zurück! Der Pöbler hatte nämlich urplötzlich zu seinem Schwert gegriffen und innerhalb weniger Sekunden, dem Tisch, an dem Sanzo noch eben saß, in Stücke gehauen.
„Kc!..“ Sanzo zischte wütend. Wie konnte dieser Typ es schon wieder wagen, ihm beim Essen zu stören? Jetzt war’s genug!
„Was willst du Fixer eigentlich von mir?!“, entfuhr es ihm jetzt wütend, denn sein Geduldsfaden war nun gerissen. Doch der Fremde grinste… „Hh, hh.. deinen Hut.“
„Was?..“ Das war jetzt nicht ernst gemeint, oder? Sanzo kam sich extrem verarscht vor. Doch er hatte keine Zeit, groß darüber nachzudenken, denn schon war der Fremde wieder mit dem Schwer auf ihn losgegangen. Aber Sanzo war schneller als er! Er war dem schnellen Schwertschlag mit einem Sprung über dessen Führer nach oben hin ausgewichen und zückte noch während dessen in der Luft seinen Revolver aus der schwarzen Tasche.
„WAS?!!..“ Damit hatte der Fremde wohl nicht gerechnet. Denn die Angst stand ihm ins Gesicht geschrieben. Doch es war zu spät für ihn, sich noch groß zu fürchten, denn schon im Moment darauf…
„Hh.. mach’s im nächsten Leben besser.“ …. Hatte Sanzo auf ihn geschossen. Und mit einem sauberen Kopfschuss verharrte die schreiende Gestalt noch einen Moment, bis sie sich dann einfach in Staub auflöste.
„Hh.. also doch ein Dämon…“, kam es leise über Sanzo’s Lippen, während er sich den Hut weiter ins Gesicht zog. Dass der Fremde zu Staub zerfallen war, hatte es bewiesen. Sanzo hatte es zwar schon vorher vermutet gehabt, doch nun war es klar. War aber nun auch egal, da der Fremde nun so oder so platt war.
Die anderen Leute, in der Taverne waren immer och stark vor Schreck und keiner traute sich, sich zu rühren, geschweige denn einen Ton von sich zu geben. Sie hatten zu viel Angst vor dem völlig in Schwarz gekleideten Fremden, der so eben einen Dämon mit nur einem Schuss erledigt hatte. Was war das bitte für ein Revolver, der sogar Dämonen auslöschen konnte? Und noch viel wichtiger.. was war das für ein komischer Mann, der in seiner komplett schwarzen Kluft bestehend aus einem etwas zu weit sitzenden Rollkragenpulli, einer am Bein weit ausgeschnittenen, langen Hose, den von Dreck beschmierten Schuhen und einer schwarzen Umhängetasche eigentlich nur wie ein harmloser Landstreicher wirkte?
Doch Sanzo merkte, wie verängstigt die Leute ihn alle anstarrten. Und er fühlte sich unwohl, da er doch sonst immer darum bemüht war, so wenig wie möglich Aufsehen in der Öffentlichkeit zu erregen.
„Hey..“ Der Wirt zuckte zusammen, als Sanzo an die Theke ging und ihm 2 Goldstücke auf den Tresen legte.
„Ich hab zwar kaum was gegessen, da der Typ von eben mein Essen mitsamt dem Tisch dem Erdboden gleich gemacht hat, aber ich bezahle trotzdem.“
Der Wirt wunderte sich nur über den schwarz gekleideten Fremden. Doch er wagte sich nicht, etwas zu sagen. Und so hatte Sanzo die Taverne auch schon wieder verlassen und machte sich auf in Richtung der nächsten Stadt.
Er nahm den Umweg durch den großen Wald. Denn je weniger Leute er sehen musste, umso besser. Er hasste einfach die Nähe von Menschen. Wieso auch immer. Wo er doch selbst einer war…
Doch während des langen ruhigen Weges, gingen ihn ein paar Dinge einfach nicht aus dem Kopf.
- Meinen Hut.. ts! So ein Schwachsinn. - War das, was der Fremde da gesagt hatte eigentlich nun ernst gemeint?
„Dieser Gott verdammte Hut…“ sprach er leise und griff sich an den Kopf, um den Hut noch fester an seinen Kopf zu drücken. Denn in gewisser Weise, konnte man sagen, dass er ihn hasste. Und er erinnerte sich…
4 Monate war es nun schon her. Damals wachte er auf einem schäbigen, abgestorbenen Feld auf. Es war dunkelste Nacht, es hatte geschüttet wie aus Eimern und er lag da, auf diesem scheiß Feld. Ohne Kleidung, ohne Essen, ohne Erinnerung… alles, was er damals noch hatte war dieser dumme, schwarze Hut, den seine Hand noch umklammerte, als er zu sich kam. Und der ebenso seltsame Revolver, den Sanzo erst sah, als er den Hut aufhob und aufsetzte. Ansonsten hatte er nichts..
Seit dieser Nacht hatte er sich irgendwo, irgendwie durchs Leben geschlagen, zog wie ein Vagabund von einer Stadt zur nächsten, immer in der Hoffnung, irgendwo auf neue Menschen oder Dämonen zu stoßen, für den er Kohle absahnen konnte. Er war zum Kopfgeldjäger geworden. Jagen und töten.. das war auch das Einzige gewesen, das er konnte.
Damals hatte er schnell herausgefunden, dass der Revolver, den er da bei sich trug, mehr war, als es auf den ersten Blick den Anschein hatte. Denn dieser Revolver war in der Lage, Dämonen zu vernichten, was mit normalen Waffen völlig unmöglich war. Wieso es so war, kümmerte Sanzo wenig. Ihn interessierte nur, dass diese Waffe eine große Hilfe bei der Erledigung seiner Gegner sein würde. Und so war es auch. Seit damals… aber was war eigentlich davor?
„Ts…“ Es kotzte Sanzo so dermaßen an, dass er sich an rein gar nichts mehr erinnern konnte, was vor diesen Ereignissen war. Aber auf der anderen Seite.. was hätte es auch schon groß an seinem jetzigen Dasein geändert, wenn er’s wüsste? Absolut gar nichts. Daher war’s ihm auch wiederum egal, was vor diesen letzten 4 Monaten war. Und dennoch.. irgendwie.. konnte er die Neugier und die die Verbindung zu seiner Vergangenheit doch nicht voll und ganz loslassen. Denn der Hut, den er trug, erinnerte ihn stets daran. An diese kalte, von Regen getränkte Nacht, in dem er aufwachte und nichts mehr hatte.
Und sich auf diesem langen Fußmarsch wieder daran zu erinnern, machte ihn allmählich wütend.
„Gr.. du scheiß Hut!! Warum hab ich dich eigentlich überhaupt noch?! Nützen tust du mir ja doch nichts!“
Sein Geschrei verhallte in den Tiefen des Waldes. Und nach einem Moment der Wut, kam der blonde Mann mit den schwarzen Klamotten sich nun unglaublich dämlich vor. Jetzt redete er sogar schon mit seinem Hut.
- Ich brauche dringend Urlaub… -, dachte er sich nur und rollte mit den Augen. Doch das konnte er sich nun mal bei seiner Lebensweise nicht leisten. Und so beschritt er den unebenen Weg, der ihn mitten durch den Wald führte weiter. Denn er wollte die nächste Stadt unbedingt noch vor Sonnenuntergang erreichen…




Kommentar des Verantwortlichen:Kritik hierzu bitte in den entsprechenden Kritikthread, danke :D

Sephiroth's Angel
19.08.2004, 13:37
http://img48.exs.cx/img48/8890/ABSaiSanzo25BHut.jpg VS.http://img48.exs.cx/img48/1919/ABSaiHakkai19Hut.jpg

Yiah!! Endlich taucht er zum ersten mal auf! Hakkai!!! http://instagiber.net/smiliesdotcom/kao/cactus/ukya.gif


Hut - The Movie

Legend II – Dammit, why does everybody wants my fucking hat?!!


“Kc!.. so ‘ne Scheiße.” Entnervt plumpste er auf den etwas feuchten Waldboden nieder und kramte die Landkarte und den Kompass aus seiner schwarzen Umhängetasche. Nun war er schon zich Stunden gewandert, aber noch immer war nichts zu sehen außer der Wald.
„Bäume.. Steine… Bäume.. Steine...“ Sanzo zog eine Fluppe wie 7 Tage Regenwetter. Hätte ihn mit diesem Gesichtsausdruck jemand gesehen, mit Sicherheit hätte ihn jeder Geisterbahnbesitzer sofort als Hauptattraktion eingestellt.
„Ich kann’s echt nicht mehr sehen… diese Landschaft kotzt mich an.“ Doch so sehr er auch meckerte, er wusste, ändern würde das auch nichts. Also sah er sich noch einmal die Karte an.
„Nun.. die nächste Stadt sollte eigentlich Sairune sein. Und laut dieser Karte.. liegt sie direkt westlich hinter diesem Wald. Hn…“ Doch als er auf dem Kompass sah, um noch einmal sicher zu sehen, dass die Richtung, die er eingeschlagen hatte, auch stimmte, pfiff er entnervt über seine Lippen. Die Kompassnadel spielte verrückt und drehte sich genauso schnell ständig nur im Kreis, wie Sanzo selbst es auch tat, wenn er gerade mal wieder 5 Kästen Bier alleine entleert hatte.
Das Ferus-Gebirge war noch zu weit weg, als dass die dortigen magnetischen Felder seinen Kompass hätten beeinflussen konnte. Daher war ihm klar, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zuging. Zuerst sah es aus, als würde der schwarz gekleidete Mann gleich wieder einen Wutausbruch bekommen, doch dann sank sein Kopf, er atmete tief aus und holte eine Zigarette aus seiner Umhängetasche, die er sich ansteckte. Rauchen.. neben Trinken war dies das Einzige, was ihn beruhigte. Und während er nun da saß, die Karte wieder weggesteckt hatte und in Ruhe seinen Glimmstängel genoss, lehnte er sich zurück an einen Baum. Und lud ganz gemächlich seinen Revolver nach.
„Hey… euer Gestank verpestet den ganzen Wald. Ihr könnt auch rauskommen.“, kam es ruhig und gelassen, aber mit einem bissigen Unterton von ihm.
Und siehe da.. er schien Recht zu haben. Denn mit einem mal kamen nun ein paar fragwürdige, hoch gewachsene, dunkle Gestalten aus den Dichten des Waldes zum Vorschein.
„Ts..“ Dämonen. Ohne jede Frage. Anders als der Dämon von vorhin, hatten diese hier keine menschliche Gestalt angenommen. Äußerlich waren sie an ihren scharfen Zähnen, dem geifernden Blick, den spitzen Ohren und den langen, scharfen Krallen zu erkennen. Doch für Sanzo war es viel mehr ihr Geruch, der sie ausmachte. Er wusste nicht warum, aber er was das anging, war sein Sinn ausgesprochen gut und er konnte Dämonen, die sich nicht tarnten auf 10 Kilometer Entfernung riechen. Für einen Menschen war das sicherlich ungewöhnlich. Wenn auch nicht unmöglich.
Unauffällig, ohne aufzustehen oder sich überhaupt nur zu rühren, zählte Sanzo, wie viele es wohl sein mögen. „Mindestens 20…“, murmelte er leise vor sich hin. Sie hatten ihn vol eingekreist.
- Ts.. was für ein billiges und einfallsloses Angriffsmuster. - , dachte sich der Blonde noch, als er langsam aufstand.
„Hh! Du hast wirklich eine gute Nase für einen verlausten, unterentwickelten Menschen.“, fiel gleich einer der Dämonen mit der Tür bei ihm ins Haus.
„Es war doch klar, dass mein Kompass nicht grundlos so verrückt spielte. Ich sollte mich wohl in diesem Wald verlaufen, damit ihr leichtres Spiel habt. Zumal ihr stinkt wie ein ganzer Graben voller Jauche, neben dem schon seit mindestens 3 Monaten Nagetierengeweide in der Sonne am verwesen sind.“
Doch das machte den Dämonen nur noch aggressiver.
„Was fällt dir ein?! Für einen, der gleich sterben wird, hast du aber ne ganz schön große Fresse! Solltest du nicht lieber um Gnade winseln?! Schau dich doch um. Wir sind bei Weitem in der Überzahl!“ Als wenn Sanzo das noch nicht bemerkt hätte… er konnte daher über diesen Satz nur den Kopf schütteln und sich entnervt von der Dummheit dieser Dämonen an die Stirn greifen.
„Hör zu..“, antwortete ihm der Blonde und zog noch einmal genüsslich an seiner Zigarette, „Ich bin heut ziemlich mies gelaunt. Erst greift mich so ein dämlicher Artgenosse von euch einfach so an und labert, er will meinen Hut und dann kamt ihr Witzfiguren und lasst mich stundenlang in diesem verfuckten Wald im Kreis rum rennen. Irgendjemand wird dafür sterben. Und ich bin mir absolut sicher, dass dieser Jemand nicht ich sein werde, du dämliche Hackfresse.“
„Ha.. Hackfresse?!!“, stotterte ihr Anführer. Dieser Typ hatte absolut keinen Respekt vor der Überlegenheit der Dämonen.
„Nun gut, ich hätte dich um dein erbärmliches Leben winseln lassen und dich vielleicht sogar verschont! Aber das eben war eindeutig zu viel! Dafür wirst du elendig verrecken!! Los, erledigt ihn!!“
Und kaum hatte ihr Kommandant den Befehl zum Angriff auf den Blonden ausgesprochen, schoss die ganze Scharr direkt auf ihn zu. Sanzo hingegen, nahm noch einen kräftigen Zug an der Zigarette, lies sie dann zu Boden fallen und trat sie in aller Ruhe aus.
„20 Dämonen… 20 Schüsse…“, murmelte er leise vor sich hin.
„WAS?!!!...“ Doch der vor einem Moment noch so seelenruhige Sanzo, war nun den angreifenden Dämonen mit nur einer Haaresbreite an Vorsprung zur Seite hin ausgewichen! Der ganze Akt dauerte nicht mal 5 Sekunden! Da war das Schicksal seiner Gegner auch schon besiegelt.
„17..18… und… 19!!“, schrie der schwarz Gekleidete wütend, als er den vorletzten Dämonen, erschoss, der gerade dabei war, Sanzo von hinten anzugreifen! Die Schreie dieses getöteten verhallten besonders laut im ansonsten recht stillen Wald.
„Meine Güte.. was für eine Lärmbelästigung. Hast du dich schon mal selbst schreien gehört? Oh, pardon, ich vergaß. Ich hab deine Ohren ja eben ins Jenseits gepustet. Zusammen mit dem Rest von dir.“
Der Kommandant des Trupps, der nun als einziger noch übrig war, traute seinen Augen nicht. War dieser blonde Knilch wirklich ein Mensch, wie man ihm gesagt hatte?! Das konnte nicht sein! Das war einfach unmöglich! Wie konnte dieser einfache Mensch eine ganze Horde Dämonen einfach so seelenruhig und ohne Anstrengung erledigt haben?! Der Dämonen-Führer zitterte am ganzen Körper. Er hatte nun gesehen, wie der Blonde kämpfte. Daher war es ihm auch klar, dass eine Flucht nun auch nichts mehr bringen würde. Dass sein Schicksal nun unausweichlich war, machte ihn starr vor Schreck und lies sein Herz so laut pochen, dass selbst Sanzo es noch hören konnte.
„Hey..“
„Hnn!!....“ Der Dämon zuckte zusammen und fiel vor Schreck auf die Knie, als der blonde Mensch ihn mit ruhiger Stimme ansprach, langsam auf ihn zuging und seinen Revolver an dessen zitternden Kopf hielt.
„Los.. sag mir. Was wolltet ihr von mir? Sag es, oder..“ Sanzo hatte seinen Finger schon am Abzug und der winselnde Dämon geriet dadurch nur noch mehr in Panik.
„Töte mich nicht!! Bitte!! Ich weiß doch auch nicht, wer dieser Typ war!!“
„Was für ein Typ?..“, hakte Sanzo mit überheblichem Unterton in seiner Stimme nach.
„Ich kenn ihn nicht! Es war so ein seltsamer, weiß gekleideter Kerl mit kurzem, braunem Haar! Er ist wie aus dem Nichts plötzlich aufgetaucht und hat uns eine Menge Gold geboten, damit wir dich töten und ihm deinen Hut bringen!!“
Doch als er das hörte, zuckte Sanzo für einen Moment zusammen.
- Schon wieder..? Schon wieder meinen Hut?... Wieso?.. – Er verstand es nicht. Wieso sollte jemand Dämonen anheuern, um jemand anderes Hut zu bekommen? Und wieso gleich so viele? Das hieß, dieser Jemand wollte absolut sicher gehen, dass die Dämonen nicht versagen und er den Hut auch tatsächlich bekommt.
„Wer war er? Sag mir seinen Namen.“
„Er.. er nannte sich…!“ Doch in dem Moment, indem der Dämon den Namen des Fremden aussprechen wollte, brach er bewusstlos vor Sanzo zusammen.
- Was zum..?! – Was war denn jetzt los? Wieso war der Kerl auf einmal zusammengebrochen? Sanzo verstand es nicht.
„Oh je, oh je.. da haben sie aber keine gute Arbeit geleistet. Ich hätte von Ihnen wirklich mehr erwartet. Nun ja, selbst auf Dämonen ist heutzutage kein Verlass mehr.“
Wer sprach da? Sanzo hatte außer den Dämonen niemand anderen bemerkt. Woher kam also diese Stimme? Doch als sein Blick sich etwas hektisch umher wand, sah er ihn…
-Wer..? –
„Hh, hh.. ^-^“ Dort, auf einem der vielen Bäumen, dort saß dieser Mann. Von oben bis unten weiß gekleidet, mit einer Fliegerbrille um den Hals hängend und einem freundlichen Grinsen saß er da und sah sich das Geschehen an. Er sah genauso aus, wie der Mann, den der Dämon noch ein paar Sekunden zuvor beschrieben hatte. Und obwohl dieser Mann so freundlich drein schaute und äußerst friedlich wirkte, traute Sanzo ihm kein Stück. Wieso sollte er auch? Und überhaupt… mit dieser dämlichen Fliegerbrille und den Hals, dem Rollkragenpulli, den unten weiten Schlaghosen und dem bescheuerten weißen Hut auf dem Kopf wirkte der braunhaarige Fremde auf Sanzo extrem schwuchtelig. Völlig vergessend.. dass er selbst ja eigentlich auch nicht groß anders gekleidet war. Nut halt nicht in weiß.
„Ich bin beeindruckt. Sie haben sich gegen die Dämonen gut geschlagen. Meine Hochachtung.“
„Kc!“ Sanzo ging das freundliche Grinsen dieses Typen jetzt schon auf den Geist.
„Sag mal, du Tucke, bist DU derjenige, der diese Flachflaschen angeheuert hat, sie sollen mir den Hut stehlen?“!
„Natürlich..“, entgegnete ihm der weiß gekleidete Fremde weiterhin mit einem Lächeln auf den Lippen.
„Hn..“ Sanzo scharrte mit seinem Fuß ein bisschen entnervt auf der Erde entlang. Er schien völlig ruhig zu bleiben. Wie fast immer. Bis er dann tief Luft holte.
„Du bist das also. Dieser dämliche Sack, der mich so nervt.. Warum zum Teufel noch mal willst du eigentlich meinen scheiß verfuckten Hut?!!!!“
Er schrie so laut, dass man es noch im ganzen Wald hören konnte. Irgendwie hatte er sich einfach mal Luft machen müssen.
„Aber, aber.. ich bin doch nicht schwerhörig. Sie müssen nicht so schreien. ^-^“
Sanzo’s Wutader auf seiner Stirn nahm schon fast gigantische Ausmaße an. Dieses Gott verfluchte Grinsen dieses Kerls..
Der Fremde schien sichtlich Freude daran zu haben, Sanzo wütend zu machen. Und nun wagte er sich sogar von seinem Baum herunter und sprang zu Sanzo auf den guten, alten Boden herunter.
„Ich denke, bevor ich Ihnen meine Ziele erläutere, sollte ich mich erstmal vorstellen. Mein Name ist Hakkai… Cho Hakkai.“
„Kc!..“ Und für einen kurzen Moment, als der Fremde seinen Namen sagte, sah Sanzo, was sich wirklich hinter diesem trügerischen Lächeln verbarg. Augen, die voller Gier auf etwas waren. Doch wonach?..

Sephiroth's Angel
20.08.2004, 15:17
Hut - The Movie

Legend III – The Voice In My Hat


“Ts..” Sanzo winkte etwas verächtend ab.
„Und was willst du mit meinen Hut?“, murmelte er mit giftigem Unterton hinterher. Doch der Fremde lächelte ihn weiterhin freundlich an.
„Hhh, hh… Nicht, dass es Sie etwas angehen würde. Jedenfalls.. nicht MEHR.“
„Was?..“, fragte sich der Blonde leise. Was sollte das denn bitte bedeuten „nicht mehr“..?
„Hör zu… ich weiß nicht, was du von diesem alten, nutzlosen Teil willst, aber du bekommst den Hut nicht, kapiert? Allein schon, weil mir deine Fresse nicht gefällt.“
„Aber, aber.. ^-^“, der Fremde musste kichern, „Haben sie das gehört? Er nennt Sie alt und nutzlos.“
Mit wem sprach der Kerl da bitte. Sanzo war sich absolut sicher. Der weiß gekleidete Typ da hatte einen an der Klatsche.
„Nun, ich wusste natürlich, dass sie den Hut nicht freiwillig rausrücken. Leider muss ich mich entschuldigen, aber ich habe wirklich nicht genug Zeit, um mit Ihnen zu spielen. Daher müssen sie wohl jetzt sterben.“
Sanzo machte das rasend. Wie konnte der Typ so etwas sagen und dabei auch noch so freundlich lächeln.
„Verarsch mich nicht!“, schrie er ihn an. Doch das schein den Fremden auch nicht sonderlich zu beeindrucken.
„Ich packe Menschen nicht gerne an. Sie sind so ekelhaft unterentwickelt. ^-^ Daher..“
Was hatte der Typ jetzt wieder vor? Sanzo sah, wie der braunhaarige Fremde seine Handfläche in Richtung des bewusstlosen Dämons hielt.
„Was zum..?“
Doch der Fremde lächelte seinen Gegenüber weiterhin freundlich an. Hier ging etwas garantiert nicht mit rechten Dingen zu! Was war das für ein Typ? Seine Handfläche leuchtete in einen hellen Blau und das dadurch entstandene Licht, was auf den Dämon fiel, lies diesen langsam wieder aufstehen. Jedoch war irgendetwas anders als vorher. Der Dämon sah aus, als seihe er in Trance. Als hätte er... keinen eigenen Willen mehr.
„Nun, nun.. vielleicht sind Sie ja doch noch zu etwas zu gebrauchen, werter Herr Youma. ^-^“
„Kc?!“ Sanzo zuckte zusammen. Ein Fingerschnips des Fremden und auf einmal geschah etwas Furchtbares! Erneut störte lautes Geschrei die Stille des Waldes. Doch diesmal kam es allen von diesem Dämon. Was passierte mit ihm?! Sein Körper wurde von Schlägen durchzuckt. Und die Energie, die ihn urplötzlich umgab, schien dabei zu sein, seine Gestalt zu verändern.
Nun war selbst Sanzo starr. Der Dämon veränderte sich. Aber es schien ihm ungeheure Schmerzen zu bereiten. Kam das, durch das Licht, dass dieser Fremde auf ihn gerichtet hatte?! Aber Sanzo hatte in diesem Moment auch wenig Gelegenheit, darüber nachzudenken. Zu starr war sein Blick auf den Dämon gerichtet, dessen Metamorphose kein Ende zu schienen nahm. Bis dann…
„Hn!..“ Sanzo sprang zurück. Denn eine gewaltige Druckwelle, die von dem Dämon ausging, erschütterte auf einmal den gesamten Boden. Hätte die geballte Wucht dieser weg gedrückten Erde ihn getroffen, hätte das mit Sicherheit ein paar Prellungen und Quetschungen nach sich gezogen. So gewaltig war der Druck also schon.
„Was tust du mit ihm?!!“, schrie der Blonde laut, um die Schmerzensschreie des Dämons zu übertönen. Doch der freundlich lächelnde Hakkai gab ihn keine Antwort darauf. Aber das wäre auch nicht mehr nötig gewesen.
Die Wucht der neuen Energie, der Staub, den die weg gedrückte Erde verursacht hatte und auch die Schmerzensschreie des Dämons, das alles legte sich mit einem Schlag.
Doch als Sanzo aufsah, fuhr ihm en Schrecken durch die Glieder.
„Was zur Hölle..?!“ Er wusste gar nicht, wie passend dieser Ausdruck eigentlich war, den er da von sich gab. Was ihm da jetzt gegenüber stand war nicht mehr der schwächliche Dämon von eben. Nun nicht mehr! Er hatte sich verändert! Aus der schlappen Gestalt von eben war nur ein Geschöpf geworden, das glatt aus einem seiner Albträume hätten entsprungen sein können.
„Ei.. eine Hydra?!!“, wunderte er sich lauthals. Und es stimmte. Dieses Ungetüm glich nun wirklich einer legendären Hydra! Es war nun mindestens 6 Mal so hoch wie er und mit Sicherheit auch 20 Mal so schwer. Was für ein Monster. So etwas kannte Sanzo bisher nur aus Erzählungen und Sagen. Denn es hieß, die Hydras seihen schon vor Jahrhunderten ausgerottet worden! Wie konnte das also sein, dass ihm nun dieses haushohe Monster mit Pranken so groß, dass er ihn mit einem Griff komplett zerquetschen konnte gegenüber?! Sanzo brachte kein weiteres Wort raus, als ihn dieses Tier mit seinen klaren, gelblich gefärbten Augen und den rasiermesserscharfen Zähnen so groß wie Zaunpfähle geifernd ansah.
Für Hakaki hingegen schein dieser Anblick ganz normal zu sein.
„Ah.. ich sehe. Sie spüren etwas, was sie schon sehr lange nicht mehr gefühlt haben, nicht wahr? Ich glaube, die Menschen nennen es.. „Angst“, oder? ^-^“
„Halt’s Maul!!“, schrie Sanzo den weiß Gekleideten wütend an. Er hasste wenige Dinge so sehr wie Angst. Und er war niemals bereit, sich so einem Gefühl hinzugeben. Niemals. Wie kam dieser vorlaute Fremde nur auf diese Unverfrorenheit zu behaupten, er hätte Furcht bei ihm gesehen?! Das machte Sanzo wahnsinnig.
Doch der Fremde musste lachen und griff sich etwas irritiert an den Hinterkopf.
„Ha, ha!... Sie mögen mich wohl nicht, oder? Keine Sorge, das beruht auf Gegenseitigkeit. Ich kann ihr Antlitz auch nicht mehr sehen. Daher wird der wehrte Herr Youma hier sie jetzt in Stücke schlachten. Und ich werde mir dann einfach nur nehmen, was mir zusteht. ^-^“
Dieser Satz lies bei Sanzo nun auch die allerletzte intakte Sicherung platzen. „Du überhebliches, grinsendes Arschloch!! Dir brennt doch echt die Birne! Ich werde dir Obertucke sicher nicht den Gefallen tun und mich von deinem Schoßhund da abschlachten lassen! Vorher reiß ich dich noch in Stücke und spiel mit deinen Eingeweiden Tennis!!“
„Meine Güte, meine Güte.. was für eine ordinäre Ausdrucksweise.“, winkte er amüsiert ab. „Wo hab ich so was ähnliches schon mal gehört? Ach ja.. sie sprach damals fast genauso mit mir.“
- Sie??.. – Was sollt’s?! Sanzo hatte weder Zeit, noch Lust, jetzt darüber nachzudenken, wen Hakaki damit meinte.
„Ach ja, Erinnerungen…“, schwelgte Hakkai, „Oh! Stimmt ja. Deswegen bin ich ja hier. Also….“
Er setze zum Sprung an und mit einem gewaltigen Satz war er wieder auf einem Baum gelandet, wo er sich auf einen Ast setzte, die Beine baumeln lies und sein Gesicht auf seine Hände abstütze. Gespannt und wie immer mit einem Lächeln auf den Lippen schien er nun auf die bevorstehende Show zu warten.
„Ich wusste, dass du eine feige Tucke bist..“, zischte Sanzo angenervt. Doch Hakkai lies sich auch dadurch nicht provozieren und lächelte weiterhin.
„Na, na, na… sollten Sei sich nicht lieber um andere Dinge kümmern, statt um mich? ^-^“
„Was?.. Hn!!“ Doch da war Sanzo auch schon dem gewaltigen Prankenhieb der Hydra ausgewichen, der plötzlich wie ein Blitz auf ihn zugeschossen kam.
„Du feige Ratte!“
„Ha, ha, ha! Wie köstlich. ” Hakkai musste lachen. Die Show schien ihm also zu gefallen.
- Na warte…. -, dachte sich Sanzo und war fest entschlossen, dieser grinsenden Tucke eine Lektion zu erteilen. Doch zuerst musste er sich um dieses Ungetüm von einer Hydra kümmern. Und als besagtes Monster schon wieder drauf und dran war, auf ihn loszustürmen, hatte Sanzo noch während des Ausweichmanövers nach seiner Knarre gegriffen. Seine Füße hatten kaum halt auf dem weichen Boden, so schnell, wie er sein musste, um den Angriffen der Hydra auszuweichen. Das machte das Ganze natürlich noch schwerer.
„Du Drecksvieh! Krepier endlich!!““, schrie er und richtete in der Hektik des Kampfes seinen Revolver auf die Hydra und schoss! Jedoch…
„Nein, nein… so geht das nicht.“ Das Gesicht des ansonsten ständig lächelnden Fremden verzog sich für einen Moment und er richtete den Blick auf Sanzo’s Geschosse, die er so eben mit seinem Revolver abgefeuert hatte.
„WAS?!“ Kurz bevor seine Kugeln die Hydra erledigen konnten, hatten sie einfach ihre Richtung geändert und schossen mir einer Kurve um die Hydra rum vorbei. So was hatte Sanzo wirklich noch nie gesehen. Seit wann konnten abgefeuerte Kugeln denn eine Kurve fliegen?! Als ob jemand einfach die Laufbahn beeinflusst hätte? Aber wie?! War das etwa..?!
- Die.. die Tucke?! – Sanzo stand immer noch wie gelähmt da. So etwas hatte er wirklich nicht erlebt. Doch seine Unachtsamkeit sollte auf dem Fuße bestraft werden. Denn völlig in Gedanken versunken, wieso sein Revolver das aller erste mal versagt hatte, bemerkte er zu spät, dass die Hydra erneut einen Angriff auf ihn startete.
Er wollte noch ausweichen, doch er sah den Schlag zu spät. Und so versetzte ihm die Hydra einen mächtigen Hieb mit ihrer urgewaltigen Pranke.
„Ahrr!..“ Was für eine Kraft dieses Monster hatte. Dieser eine Schlag allein hatte gereicht, um Sanzo in einen hohen bogen zu Boden zu schlagen.
„Hr.. verdammt.. ich hab nicht aufgepasst…Ughl!...“ Beim Versuch, wieder aufzustehen, merkte er, dass es nicht ging, und ihm das Blut hochkam, welches er gleich auf den Boden. Und er griff sich an die Lippen.
- Was denn? Ein Schlag und ich kotze schon Blut? Wie erbärmlich.. -, dachte er zynisch über sich selbst. Doch er wusste, dass dies der falsche Zeitpunkt sei, dumme Sprüche zu klopfen. Er konnte sich nicht mehr bewegen, geschweige denn aufstehen. Der Schlag hatte wohl seine inneren Organe verletzt. Und auch die Rippen fühlten sich so an, als sei nicht mehr jede von ihnen an ihrem eigentlichen Platz.
„Hn?.. Och.. na so was. Schon vorbei? Ich hätte schon ein klein wenig mehr erwartet.“
„Halt’s.. Maul…“, kam es nur leise über Sanzo’s Lippen, denn er musste seine ganze Energie darauf konzentrieren, nicht das Bewusstsein zu verlieren. So geschwächt war er bereits.
„Na ja,“, entgegnete ihm Hakkai etwas enttäuscht, „Was kann man auch schon groß erwarten? Immerhin.. sind sie ja nur ein Mensch..“
Wie gern hätte Sanzo dem Fremden nun sein überhebliches Lächeln mit einen heftigen Faustschlag aus dem Maul gewischt. Doch dazu war er auf keinen Fall mehr in der Lage. Und das wusste er genau.
„Hc…“ Sanzo’s Kopf sank. Was auch jetzt passieren würde, einer wusste er genau. Er würde auf keinen Fall um Gnade winseln. Da war ihm der Tod lieber.
„Hh, hh… Sie sehen so aus, als hätten Sie sich mit Ihrem Schicksal abgefunden. Das freut mich. Das wird das Sterben sicher leichter für sie machen.“
„Kc!..“ Sanzo sagte nichts darauf. Er sah auch nicht mehr auf. Denn er wollte nicht, dass das Letzte, was er vor seinem Tode sieht, Hakkai’s hässliche Fratze sei.
„Nun den..“, sprach Hakkai ruhig und sich seiner Sache absolut sicher. Und dann hörte Sanzo nur noch, wie der Fremde einmal langsam mit seinen Fingern schnipste. Das war wohl das Zeichen für die Hydra, da sie es endlich zu Ende bringen sollte. Und der Schrei der Hydra, war die Antwort, dass sie den Befehl verstanden hatte.
- Hh!.. Das war’s dann also. -, dachte sich Sanzo, während sich seine Lippen zu einem leicht zynischen Grinsen anspannten.
– Na ja, scheiß drauf. Ich hoffe nur.., dass in der Hölle das Rauchen nicht verboten ist… - Das war der letzte Gedanke, den Sanzo tat, bevor er nun darauf wartete, dass die Hydra beendete, was sie angefangen hatte. Und er sollte auch gar nicht lange warten.
Der blonde Mann blickte nicht mehr auf, aber er hörte bereits das schnelle herannahen der Hydra, da der Boden dadurch zu beben begann. Wie eine Dampfwalze, nur mit einer viel größeren Geschwindigkeit schoss das Ungetüm auf ihn zu. Und es holte bereits mit seiner urgewaltigen Pranke mit den spitzen Krallen zum Schlag aus.
„Hh, hh.. bye, bye..“, kam es mit einem fiesen Grinsen von Hakkai’s Lippen, als die Pranke der Hydra auf Sanzo zuschoss. Doch dann..
„Aber..?!“ Der ansonsten so ruhige Mann zuckte zusammen, denn er hörte mit einem mal einen gewaltigen Aufschrei der Hydra. Einen Schmerzenschrei… Was war passiert?!
Der Hydra wurde ihre Pranke vom Körper abgetrennt! Aber wieso?! Wodurch?! Es war ein sauberer Schnitt, der das vollbracht hatte und das feuerrote Blut der Hydra spritze nur so aus ihr heraus, so dass es die gesamte nähere Umgebung in diese Farbe tunkte. Begleitet von den unerträglich lauten Schmerzenschreien der Hydra.
„Hc?...“ Auch Sanzo öffnete nun wieder langsam die Augen, hatte er sich doch eigentlich darauf vorbereitet zu sterben. Und als er sah, was mit der Hydra geschehen war, zuckte auch er zusammen. Genauso wie Hakkai kurz zuvor.
„Das.. das…“ Zum ersten Mal seit ihrer Begegnung, sah Sanzo den Braunhaarigen überrascht. Doch keiner von ihnen wusste, was eigentlich passiert war?!
„Du solltest.. mich nicht unterschätzen.. Hakkai…“
Sanzo und Hakkai zuckten in diesem Moment beide zusammen, als wäre ihnen ein Geist begegnet. Diese Stimme. Wo kam auf einmal diese klare, kindlich klingende Stimme her?!
Doch anders als Sanzo, erkannte Hakkai diese Stimme sofort. Und sein ganzer Körper begann zu erzittern.
„Ma.. Ma.. Majestät..“, kam es von seinen stotternden Lippen.
„Das du als Himmelsritter einen Hydra im Kampf gegen einen einfachen Menschen antreten lässt!.. Ich bin enttäuscht von dir…“
„Nein, Majestät!! Bitte, ich..!!“ Der weiß gekleidete Mann schien in Panik geraten zu sein. Aber woher kam diese Stimme?! Und wieso sah Hakkai SANZO an, als er mit ihr zu sprechen schien? Der Blonde verstand es nicht. War das etwa…?! Nein, das war unmöglich. Und doch..!
Sanzo’s Blick schweifte langsam ein paar Zentimeter über seine Stirn. Denn es kam ihm vor, als kam diese Stimme direkt von seinem Kopf. Doch bevor sein Blick vollständig nach oben glitt..
„Sieh nicht hin.“
„Was?...“
„Beschäftige dich nicht mit so etwas! Du hast jetzt andere Dinge zu tun! Schau doch hin! Die Hydra ist noch nicht erledigt!“
Und wie die Stimme ihm riet, richtete sich Sanzo’s Blick nun wieder auf die Hydra, die derweil Kräfte für einen erneuten Angriff zu sammeln schien.
„Los jetzt! Erledige sie, bevor sie dich erledigt! Schnell!“
„Hh! Du bist witzig!“, entgegnete der schwarz Gekleidete der seltsamen Stimme, „Und wie soll ich das anstellen?!“
Doch auch darauf wusste die Stimme eine Antwort. „Benutz deinen Revolver! Vertrau mir einfach! Diesmal wird es klappen!“
„Vertrauen.. hh! Ich vertraue.. nur mir selbst!!“ Doch in dem Moment, in dem das sagte, hatte er auch schon geschossen!
„SLAVEN ETHICS!!!!“, schrie die seltsame Stimme noch im gleichen Moment. Was war passiert?! Der Revolver.. und auch Sanzo selbst wurden auf einmal von dieser unglaublich starken Macht durchströmt! So das dieser Schuss völlig anders war als all jene, die Sanzo sonst abgeschossen hatte!
Der Schuss zog einen gewaltigen, goldenen Energieschweif nach sich!
„Nein!!!“, schrie Hakkai noch dazwischen, doch es war zu spät. Der Schuss hatte die Hydra erledigt! Und sie zerfiel zu Staub.
Hakkai konnte nicht glauben, was er da sah. Diese Kraft, die Sanzo für einen Moment geliehen bekam.. diese Stimme… das.. das beides war..! Er entschloss sich für einen sofortigen Rückzug. Damit hätte er niemals gerechnet. Und so entschloss er sich für einen sofortigen Rückzug, um seine Gedanken erstmal wieder zu ordnen. Und genauso schnell, wie der weiß gekleidete Fremde aus dem Nichts aufgetaucht war, war er auch schon wieder ins Selbige verschwunden.
„Hc.. fei..feige Tucke..“, kam es noch leise über Sanzo’s Lippen, bevor der geschwächte Mann nun endgültig nicht mehr dagegen ankämpften konnte, sein Bewusstsein zu verlieren. Und so kippte er ohne weitere Gedanken ohnmächtig zu Boden.