Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Todestrafe ja oder nein? - Das neue Sparkonzept?
Sephiroth's Angel
26.02.2004, 20:18
So. Das Topic sagt ja schon alles.
Seit ihr für oder gegen die Todesstrafe? Und wie begründet ihr eure Einstellung dazu.
@ Shingetsu (noch die Antwort aus dem anderen Thread)
Es gibt für alles einen Grund, nicht wahr?
Sicher. Ist ne Menge Aufwand und Arbeit, sich so lange mit einer Person zu beschäftigen, bis man deren Motive für ihr Handeln herausgefuden hat, aber es loht sich.
Wenn man die Motive kennt, ist es leicht, so jemanden zu ändern.
Und wenn nicht, sollte tatsächlich der seltene Fall auftreten, dass so eine Person einfach nur gaga ist und aus Spaß mordet, dann soll man ihn doch bitte lieber erschießen, als ihn im Knast lebenslänglich langsam, aber elendig kripieren zu lassen.
Es sind doch lale so heiß auf Steuern sparen.
Dann erschießt doch gleich alle, die lebensläglich bekommen haben. Das sparrt Geld und man ist die Leute los. Genau das selbe, was man mit dem wegsperren bezweckt. Die Leute einfach nur los zu werden.
Und diese Antwort bietet schon das erste Argument für die Todesstrafe.
Man will sich nciht mit Problemen beschäftigen, sondern sie einfach loswerden. Also sperrt man sie ein.
Und im falle, dass jemand "lebenslänglich" bekommen hat, lässt man ihn langsam vor sich hinvergammeln, ohne Hoffnung, jemals wieder freizukommen.
Ist das wirklich human?
Tut mir leid, aber das kann ich beim besten willen nicht als human ansehen.
Dann soll man dem doch bitte lieber gleich ein Ende machen und jemanden nicht noch jahrelang gefangen halten.
DocTomoe
26.02.2004, 20:20
Ein lebender schizois-soziopathischer Massenmörder kann ausbrechen. Ein toter Massenmörder bricht nicht mehr aus.
Nebenbei - eine Hinrichtung kostet Geld (Ich glaube mich erinnern zu können, das ein Ritt auf dem elektrischen Stuhl den amerikanischen Steuerzahler an die 30000 $ kostet)
Ein kategorisches NEIN von mir. Alleine schon der Gedanke daran ist ungeheuerlich.
Es widerspricht einfach meiner Ethik, andere Menschen aufgrund ihrer Verfehlungen mit solchen juristischen Mitteln zu belangen. Eine Strafe ist dafür gedacht, dem Delinquenten als Lektion zu dienen, damit er daraus lernen kann, nicht um den Rachedurst der Verbliebenen oder dergleichen zu stillen.
Shingetsu
26.02.2004, 20:27
@SA:
Eine Hinrichtung ist teurer als eine lebenslängige Haftstrafe.
Ausser du würdest eine schnelle standrechtliche Erschiessung anordnen, wie es z.B. in Kriegszeiten der Fall ist, oder in diktatorischen Regimen wo faire Gerichtsverhandlungen eh ein Fremdwort sind.
Ansonsten ist die Gefahr daß Unschuldige hingerichtet werden viel zu groß. Daß Todesstrafen ausgenutzt werden um Regime-Gegner verschwinden zu lassen ist eh ein Risiko, und da ist auch die USA die doch immer wieder von euch kritisiert wird nicht ganz unschuldig. Nehmen wir mal den Fall "Mumia Abu Jamal":
http://www.mumia.org/freedom.now/
Ausgerechnet von dem Land das ständig kritisiert wird sollen wir auch noch die schlechtesten Sachen übernehmen ?
Shingetsu
26.02.2004, 20:29
(Ich glaube mich erinnern zu können, das ein Ritt auf dem elektrischen Stuhl den amerikanischen Steuerzahler an die 30000 $ kostet)
Das ist dann nur die Hinrichtung an sich.
Wenn man die Gerichtsverfahren und alles hinzurechnet kostet jede Hinrichtung 2 Millionen Dollar.
DocTomoe
26.02.2004, 20:33
Deine Zahlen halte ich für ein Gerücht. Nebenbei, die Verhandlung hast du ja trotzdem. Außerdem kostet Bau und Unterhalt der Gefänbgnisse neben der Haft auch. Ich denke persönlich es ist pro Häftling ein Nullsummenspiel.
Und dann muss ich nach der Sicherheit der Bevölkerung entscheiden. Und die ist nach einer Hinrichtung gegeben.
Shingetsu
26.02.2004, 20:37
@Doc Tomoe:
Man muss nicht nur an die Sicherheit der Bevölkerung denken, sondern auch an übergeordnete Werte. z.B. die Menschenrechte
Wenn Menschen eine Hinrichtung als ganz normal empfinden kann es irgendwann wieder so weit kommen daß auch Studenten die ungenehme Flugblätter verteilen hingerichtet werden. Bei den Geschwister Scholl hat sich auch keiner aufgeregt, denn Hinrichtungen waren ja so normal.
@SA:
Die Fragestellung in deinem Poll ist übrigens nicht ganz korrekt.
Da heisst es "wenn er eh nie wieder frei sein wird"
Bei Totschlag kriegt man nur 10 Jahre, und auch viele "Lebenslängliche" haben sich schon gebessert und kamen nach 15 Jahren wieder frei.
Daß Mörder echte Reue zeigen ist schliesslich nicht unmöglich. Sowas gibt es.
Es gibt in Deutschland nur ganz wenige Einzelfälle von Leuten die länger als 15 Jahre im Knast bleiben mussten.
(z.B. diverse Terroristen (RAF etc.))
DocTomoe
26.02.2004, 20:41
Lieber Shingetsu ...
nachdem ich praktisch täglich mit dem Fall Scholl konfrontiert werde:
Eine Gesellschaft (auch eine faschistisch-nationalsozialistische) hat ein Normenkonstrukt. Wenn du gegen dieses Normenkonstrukt verstößt, musst du mit Sanktionen rechnen.
Die Geschwister Scholl (und nebenbei auch Professor Dr. Huber) haben gegen das Normenkonstrukt ihrer Zeit wissentlich verstoßen und haben die Sanktion dafür zu spüren bekommen (mittels eines scharfen Stück Metalls an ihrem Hals). Sie hätten ja keine Flugblätter verteilen müssen.
Also, nur um mal bei der realität zu bleiben :
Lebenslänglich sind im günstigsten Fall 15 Jahre, im regelfall 25.
Sicherheitsverwahrung wird nur bei extrem auffälligen Serienstraftätern angewandt.
Es gilt immer der Grundsatz Therapie vor Strafe.
Jeder Straftäter, der seine Tat bewusst begeht, weiss um die Konsequzen seines Tuns und weiss meistens auch, welche Strafe ihn erwartet, wenn er verurteilt werden sollte.
Um ins Gefängnis zu kommen muss man entweder mehrfach vorbestraft sein, richtig hingelangt haben oder eine extrem ungünstige Sozialprognose haben.
Drogensüchtige, psyhchisch Kranke usw. werden im Regelfall in eine Therapie geschickt.
Wir hatten schon Ladendiebe mit 140 Vorstrafen (!), die mussten dann Sozialstunden leisten - hat im Regelfall der kleinere Bruder erledigt.
Und im Gegensatz zur Rechtsprechung und den Haftbedingungen in anderen Ländern ist Gefängnis doch hier wie Urlaub. Es gibt alles, sofern man Geld hat, und die geschäfte werden auch nicht gross unterbrochen, man führt sie halt aus der Zelle weiter. türken und Russen lachen sich über die deutsche Justiz kaputt
Shingetsu
26.02.2004, 20:44
@Doc Tomoe:
und genau aus diesem Grund sollte es keine Todesstrafe bei Verstössen gegen das Normenkonstrukt geben.
Dafür gibt es ja die Menschenrechte als übergeordneten Wert der über den jeweiligen Gesetzen steht.
*lacht aus vollem Halse über die deutsche Justiz*
Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen.
DocTomoe
26.02.2004, 20:46
Shingetsu, und nun frage dich mal, ob das sinnvoll ist. Oder frage mal die Eltern eines Kindes, das von einem entflohenen Pädophilen vergewaltigt und ermordet wurde.
Menschenrechte sind internationales Recht, und ein internationales Recht ist durch die Abwesenheit eines internationalen Leviathan eine Farce. Folglich sind Menschenrechte nicht einforderbar.
Shingetsu
26.02.2004, 20:47
Und im Gegensatz zur Rechtsprechung und den Haftbedingungen in anderen Ländern ist Gefängnis doch hier wie Urlaub. Es gibt alles, sofern man Geld hat, und die geschäfte werden auch nicht gross unterbrochen, man führt sie halt aus der Zelle weiter. türken und Russen lachen sich über die deutsche Justiz kaputt
In türkischen Gefängnissen geht es zwar härter zu, aber sogar dort kann man im Knast mit Bestechung und Beziehungen an Drogen und sowas rankommen. So läuft das auf der ganzen Welt.
und gerade daran daß es in Deutschland keine kakerlakenverseuchten Folterknäste gibt erkennt man doch unsere zivilisatorische Überlegenheit.
Willst du daß wir den gleichen Ruf kriegen wie irgendeine Bananrepublik ?
Shingetsu
26.02.2004, 20:49
Shingetsu, und nun frage dich mal, ob das sinnvoll ist. Oder frage mal die Eltern eines Kindes, das von einem entflohenen Pädophilen vergewaltigt und ermordet wurde.
Menschenrechte sind internationales Recht, und ein internationales Recht ist durch die Abwesenheit eines internationalen Leviathan eine Farce. Folglich sind Menschenrechte nicht einforderbar.
Praktisch nicht einforderbar, aber aus philosophischer/ethischer Sicht trotzdem vorhanden.
Also das ist wohl die albernste Argumenation die ich bis jetzt gehört habe.
Damit sind wir auch in deinem Pakistan Threat.
In den islamischen Ländern, speziell in den fundamentalistischen, werden drakonische Strafen verhängt und auch ausgeführt. Wer sich in dem Land aufhält, hat sich diesen Gesetzen zu unterwerfern, auch wenn sie in seinem Land ganz anders sind.
Wir kann man sich anmassen, über andere Sitten zu urteilen. Dann soll man halt zuhause bleiben.
Leg dich in Lybien oben ohne an den Strand und diskutier mit den Garden über Menschenrechte - jau.
Wer in Bankok Kinder vergewaltigt oder in Indonesien Drogen schmuggelt wird gehängt. Aber die Deutschen meinen dann, die Botschaft holt Sie raus- warum eigentlich?
Sicher, die Zeiten ändern sich, der Faschismus war ein verbrecherisches System - aber auch nur, weil sie den Krieg (gottseidank) verloren haben. Hätten die Nazis keinen Krieg geführt wären sie vielleicht heute noch am Ruder, und dann?
DocTomoe
26.02.2004, 20:52
So, Shingetsu, wo ist denn dein Recht auf Leben festgeschrieben? Wie schnell wirst du dieses Recht auf Leben verlieren, sobald sich Vater Staat entscheiden muß, ob er lieber 5 Kindergartenkinder rettet oder dich.
Shingetsu
26.02.2004, 21:01
@Doc:
Ich sag ja. Es ist nicht festgeschrieben. Es resultiert mehr als ethischer Überzeugung. Wenn ein Staat keine ethischen Grundsätze hat kann er sowieso alles machen. Das nennt sich dann "Machiavellismus"
Faust VIII
26.02.2004, 21:02
Todesstrafe finde ich echt grausam! Bin froh dass es nicht bei uns ist!
Besonders fande ich es echt pervers dass Leute bei so einer hinrichtung
eines Verbrechers der auf dem elekrischen Stuhl soll sogar zugucken
also in den USA ist es so... finde ich dermassen von krank noch
zuzusehen wie jemand getötet wird! Aber teilweise finde ich
Lebenslänglich schlimmer als Todesstrafe, also würde ich
Lebenslänglich kriegen würde ich versuchen abzuhauen aber
ist dies überhaupt nicht möglich würde ich lieber sterben
als für immer im Knast zu Leben...... O.o
DocTomoe
26.02.2004, 21:03
Machiavellismus bezeichnet ein Staatssystem, das ethische Grundsätze gegenüber anderen Staaten nicht einhält. Davon bleibt die Einhaltung ethischer Grundsätze gegenüber der eigenen Bevölkerung unberührt.
Shingetsu
26.02.2004, 21:04
In den islamischen Ländern, speziell in den fundamentalistischen, werden drakonische Strafen verhängt und auch ausgeführt. Wer sich in dem Land aufhält, hat sich diesen Gesetzen zu unterwerfern, auch wenn sie in seinem Land ganz anders sind.
Wir kann man sich anmassen, über andere Sitten zu urteilen. Dann soll man halt zuhause bleiben.
Leg dich in Lybien oben ohne an den Strand und diskutier mit den Garden über Menschenrechte - jau.
Genau darum sag ich doch daß diese Länder unzivilisiert sind.
Was soll an drakonischen Strafen denn zivilisiert sein ?
Mit steigender Zivilisation sind die Strafen in Europa immer menschlicher geworden, sonst hätten wir jetzt noch öffentliche Hinrichtungen auf den Marktplätzen, wie im Mittelalter.
DocTomoe
26.02.2004, 21:06
Schön, das du tatsächlich mehr als eine Zeile schreiben kannst. Daher ist es sicher auch ungewöhnlich für dich, das man am Ende einer Zeile NICHT auf Enter drücken muss. Aber du wirst es lernen.
Aber teilweise finde ich Lebenslänglich schlimmer als Todesstrafe, also würde ich Lebenslänglich kriegen würde ich versuchen abzuhauen aber ist dies überhaupt nicht möglich würde ich lieber sterben als für immer im Knast zu Leben...... O.o
Lebenslänglich heißt 25 Jahre, nicht "im Knast sterben".
Wenn du als Massenmörder aus dem Knast entfliehst bist du eine Gefahr für die Öffentlichkeit. Und genau aus diesem Grund hätte man dich (in deinem konstruierten Fall) gleich köpfen sollen. (Kurze und weitestgehend schmerzlose Methode)
Shingetsu
26.02.2004, 21:08
Machiavellismus bezeichnet ein Staatssystem, das ethische Grundsätze gegenüber anderen Staaten nicht einhält. Davon bleibt die Einhaltung ethischer Grundsätze gegenüber der eigenen Bevölkerung unberührt.
Was ? ne ne. Soviel ich weiß bezeichnet Machiavellismus allgemein daß staatliche Interessen über jeder Ethik stehen. So sagt es auch das Fremdwörterlexikon.
Machiavellismus ist die Anwendung der Lehre der Macht-Aneignung und -Erhaltung, die auf dem Buch "Der Fürst" von Niccolo Machiavelli basiert.
(Wikipedia)
Politische Lehre und Praxis die der Politik den Vorrang vor der Moral gibt;
durch keine Bedenken gehemmte Machtpolitik.
(Fremdwörter-Duden)
Zum Thema:
Ich bin für die Todesstrafe. Ab einem bestimmten Schweregrad ist ein Verbrechen nur so zu ahnden und gleichzeitig wird der Verbrecher vom Antlitz der Welt getilgt. Außerdem nicht zu unterschätzen ist der Abschreckungsfaktor. "Wenn Du das und das tust bringen sie Dich um" klingt immer noch wesentlich abschreckender als "Wenn Du das und das tust sperren sie Dich lange ein." Und unhuman finde ich die Todesstrafe auch nicht, denn die auf die sie anzuwenden wäre, haben jedes Recht durch ihre Taten verwirkt.
DocTomoe
26.02.2004, 21:11
Was ? ne ne. Soviel ich weiß bezeichnet Machiavellismus allgemein daß staatliche Interessen über jeder Ethik stehen. So sagt es auch das Fremdwörterlexikon.
Machiavellismus ist die Anwendung der Lehre der Macht-Aneignung und -Erhaltung, die auf dem Buch "Der Fürst" von Niccolo Machiavelli basiert.
(Wikipedia)
Politische Lehre und Praxis die der Politik den Vorrang vor der Moral gibt;
durch keine Bedenken gehemmte Machtpolitik.
(Fremdwörter-Duden)
Machtpolitik bezeichnet in der wissenschaftlichen Literatur stets Außenpolitik.
Shingetsu
26.02.2004, 21:16
@Doc Tomoe:
Ein Fremdwörter-Lexikon setzt aber nicht so ein umfassendes Vorwissen voraus. Wer eh schon weiß daß mit "Machtpolitik" nur die Aussenpolitik gemeint ist müsste auch gar nicht nachschlagen was Machiavellismus ist.
Ein Lexikon würde doch klartext reden, und die Außenpolitik beim namen nennen, statt Erklärungen zu liefern die man nur versteht wenn man sich eh schon voll auskennt.
hmm Geht es denn bei "Der Fürst" von Niccolo Machiavelli auch nur um Aussenpolitik ?
DocTomoe
26.02.2004, 21:17
In 4/5teln des Textes ja (Ich habe eine Hausarbeit über Maciavelli geschrieben, sonst wüsste ich es auch nicht)
SilverAngel
26.02.2004, 21:27
Zum Thema:
Ich bin für die Todesstrafe. Ab einem bestimmten Schweregrad ist ein Verbrechen nur so zu ahnden und gleichzeitig wird der Verbrecher vom Antlitz der Welt getilgt. Außerdem nicht zu unterschätzen ist der Abschreckungsfaktor. "Wenn Du das und das tust bringen sie Dich um" klingt immer noch wesentlich abschreckender als "Wenn Du das und das tust sperren sie Dich lange ein." Und unhuman finde ich die Todesstrafe auch nicht, denn die auf die sie anzuwenden wäre, haben jedes Recht durch ihre Taten verwirkt.
stimm ich dir voll und ganz zu. warum soll dieser mensch leben, der einem anderen absichtlich/bewusst das leben genommen hat???? irgendwann kommt er raus und bringt gleich wieder einen um die ecke - und so gehts dann wahrscheinlich weiter - kommt dann in ne therapie - das wars dann . . .
todesstrafe an sich find ich grausaum, aber wie oben geschrieben, gehört es solchen menschen nicht anders . . .
kennt ihr den film 'the green mile' ???? hab den fast net gepackt, fand den so was von grausam - hab geheult - ich sags euch - ging mir sau nah - sowas kannst doch vergessen - ein zweites mal pack ich den film nimmer - sowas kann natürlich auch vorkommen - wenn todesstrafe wieder eingeführt werden würde - aber wie viele irrer kommen wie oben geschrieben wieder raus und killn die nächsten . . . ? ? ? ? ? ? ?
Shingetsu
26.02.2004, 21:52
@SilverAngel:
Wieso sollte ein Irrer wieder rauskommen ?
So einfach wie man sich einen Ausbruch vorstellt ist das in real auch wieder nicht.
Ausserdem gehört Risiko immer dazu. Wenn man Todesstrafe einführt nur um auf Nummer Sicher zu gehen dann könnte man den Leuten auch das Autofahren verbieten, weil es zuviel Unfälle geben kann.
Das mit der Sicherheit ist ziemlich verlogen solange tausend andere Dinge die auch total unsicher sind erlaubt bleiben.
SilverAngel
26.02.2004, 22:02
@Shingetsu
sagen wir mal er kriegt 15 jahre - wenn er dann rauskommt - wer garantiert das er rehalibiert (wie schreibt man das???) is ? ? ? wie meinst du fühlen sich die eltern/angehörigen/freunde etc. von mordopfern ? ? ?
da sind 15-25 jahre noch zu wenig ! ! ! ! eigentlich haben solche menschen doch den tod verdient - oder nicht???? mit welchem recht können sie denn einfach so ein anderes leben auslöschen???? sagt mir das mal . . .
Shingetsu
26.02.2004, 22:07
@Silverangel:
und wer legt fest welche Strafe man verdient hat ?
Wenn mir jemand die Reifen aufsticht bin ich vielleicht auch der Meinung daß er dafür eine Tracht Prügel verdient hat, aber so gehts halt nicht. Die Vorstellung daß eine Strafe immer so hart sein muß wie das Vergehen ist schon seit dem Mittelalter überholt.
Da hat man Dieben noch die Hand abgehackt, weil das Verbrechen etwas mit der Hand zu tun hatte, und darum musste auch die Strafe etwas mit der Hand zu tun haben.
Bevor man darüber nachdenkt die Todesstrafe einzuführen könnte man doch erstmal über längere Haftstrafen nachdenken. In anderen Ländern muss man z.B. nicht 15 Jahre sitzen sondern 25, oder wirklich lebenslänglich.
Sicher kann man nicht wissen ob jemand vollständig geheilt, oder rehabilitiert ist, aber wenn du ins Auto steigst kannst du auch nicht wissen ob du die nächste Kreuzung überlebst.
Du kannst doch das System der Haftstrafen nicht kritisieren weil es nicht perfekt ist. Wo ist das Leben denn perfekt ?
Nun, eigentlich wär ich für beides :roll: , einerseits nein, weil vielleicht ein Unschuldiger zu Tode verurteilt wird, und andererseits ja, denn was bringt einem das Leben, wenn man für immer in Gefangenschaft leben muss.
Gruß Mog
Shingetsu
26.02.2004, 22:14
@Mog:
"Was bringt einem das Leben wenn man für immer in Gefangenschaft leben muss ?"
Das ist eine gute Frage, aber die müsste dann doch jeder Straftäter für sich selbst entscheiden. Wie kannst du als Außenstehende für jemand anderen entscheiden ob sein Leben in Gefangenschaft noch lebenswert ist ?
Es gibt (z.B. in den USA) viele Straftäter die darum kämpfen Lebenslänglich statt Todesstrafe zu kriegen. Wenn ihnen der Tod lieber wäre würden sie sicher nicht für eine Umwandlung in eine Haftstrafe kämpfen.
Manche merken ja auch daß sie es nicht aushalten, und hängen sich dann auf. In den deutschen Gefängnissen, von denen man ja glaubt daß paradieische Zustände herrschen, werden ständig Selbstmörder tot aus ihren Zellen geholt.
Sephiroth's Angel
26.02.2004, 22:15
@ Shingetsu
So. Ich habe mich wieder gesammelt. http://www.my-smileys.de/smileys_1/pblob2.gif Also zu der Antwort.
1.Als erstes zu der Sache mit dem Geld..
es gibt genug Methoden zu töten, die weitaus billiger sind als einen Gefangenen viele, viele Jahre durchzufüttern.
Du hast ja selbst schon eie angeführt. Das erschießen. Und auch das Köpfen wäre billiger.
sorry, das klingt wirklich komsich, wenn man hier von billig und teuer spricht, aber es ist nun mal so, was das Geld angeht.
2. Selbst wnen lebenslänglich "nur" 15, 20, 25 Jahre bedeutet. macht es das etwa humaner?
Ich schrieb es ja bereits im anderen Thread. Freiheitsberaubung ist und bleibt Freiheitsberaubung.
Nehmen wir mal an, man raubt einem Menschen der nichts hat, keine freunde, keine familie, keinen Lebensinhalt, man raubt so jemandem auch noch seine Freiheit.
Was bleibt ihm denn?
Es gibt sicher Menschen, die sind stark und können mit so was umgehen. Viele können dies aber nun mal nicht. Da reichen auch ein paar Tage, ein paar Wochen, bis sie jegliche Hoffnung aufgeben und seelisch langsam zu Grunde gehen. Und es gibt wirklich nichts schlimmeres, wenn du langsam so zu Grunde gehst und das auch noch selbst mitbekommst, aber dennoch nichts dagegen tun kannst.
Vielleicht wäre der humanste Schritt ganz einfach, dass solche Leute selbst entscheiden dürften, was sie wollen.
Natürlich werden jetzt einige sagen "Was?! Solche Arschlöcher soll man auch noch entscheiden lassen?!", aber sein wir ehrlich. Das wäre die humanste Methode.
SilverAngel
26.02.2004, 22:19
@Shingetsu
ich glaub du verstehst noch nicht ganz was ich mein.
klar - nem dieb die hand abzuhacken nur weil er geklaut hat is übertrieben und auch nicht angemessen - wir sin ja - wie gesagt - nimmer im mittelalter - aber wer gibt diesen mördern das recht das leben eines anderen so einfach mir nichts dir nichts auszulöschen und dann heißt ja nur die warn net zurechnungsfähig - ab einem bestimmten härdegrad reicht einsperren einfach nicht aus - und wie mog geschrieben hat - es könnten auch unschuldige sein - aber ein justizirrtum kann auch bei lebenslanger haft vorliegen - du kannst aber auch nen reifen nicht mit nem menschenleben vergleichen - ok reifen is futsch - du ärgerst dich - aber du kannst dir nen neuen kaufen - das leben - das so nen spinner ausgelöscht hat - is für immer weg - da gibts keinen ersatz - und das ist der unterschied ! ! ! erklär mal bitte den eltern von nem ermordeten kind das der täter evtl. nach 5-10 jahren wegen geistiger unzurechnungsfähigkeit wieder raus kommt . . .
@ Shingetsu
Mag ja sein dass einige trotz lebenslanger Gefangenschaft an ihrem Leben hängen, aber ich würde nicht gerne in solchen Umständen leben.
Wenn man sich mal bedenkt, dass man nichts mehr als seine vier Wände im Knast sehen kann.
Gruß Mog
Shingetsu
26.02.2004, 22:30
@SA:
ok. das wäre ein Kompromiß.
Shingetsu
26.02.2004, 22:34
@Silverangel:
Wer ein Leben auslöscht, dessen Leben eigenes Leben muss auch ausgelöscht werden.
Das ist doch das Prinzip von "Auge um Auge, Zahn um Zahn"
Nur wo kommen wir da hin ? Wenn mir jemand einen Streich spielt darf ich ihm auch einen Streich spielen. Aber so funktioniert das doch nicht in einer modernen Gesellschaft. Das haben die alten Germanen so gemacht.
Nannte sich damals "Blutrache". Die Familie des Opfers durfte den Täter umbringen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Auch ansonsten musste halt jeder selbst für sein Recht sorgen. Wenn dir jemand was geklaut hat durftest du ihm ein paar aufs Maul hauen, und fertig. Manchmal wurde auch ein Thing (Versammlung) einberufen, und der Täter wurde zu Verbannung verurteilt, oder als Opfer für die Götter im Moor versenkt.
@Silverangel:
Wer ein Leben auslöscht, dessen Leben eigenes Leben muss auch ausgelöscht werden.
Das ist doch das Prinzip von "Auge um Auge, Zahn um Zahn"
Nur wo kommen wir da hin ? Wenn mir jemand einen Streich spielt darf ich ihm auch einen Streich spielen. Aber so funktioniert das doch nicht in einer modernen Gesellschaft. Das haben die alten Germanen so gemacht.
Nannte sich damals "Blutrache". Die Familie des Opfers durfte den Täter umbringen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Auch ansonsten musste halt jeder selbst für sein Recht sorgen. Wenn dir jemand was geklaut hat durftest du ihm ein paar aufs Maul hauen, und fertig.
Einsperren ist eine Strafe, Todesstrafe auch. Das hat nichts mit Auge um Auge zu tun, sondern mit Sühnung einer Straftat. Ab einer bestimmten Schwere steht darauf in manchen Staaten der Tot. Deine Ausführungen über Autoreifen und Streiche sind keinesfalls mit den Verbrechensdimensionen mit denen wir uns hier auseinandersetzen auch nur annähernd vergleichbar.
Also nochmal ganz ausführlich: Nein. - Du brauchst nicht allen einen Reifen zerstechen, wenn sie das mit Deinen gemacht haben, sondern Du gehst zur Polizei und zeigst sie an. Und die Richter entscheiden dann, ob und wenn ja welche Strafe der Verursacher für das Vergehen bekommt.
Und bei Anderen ungleich schwereren Verbrechen kann diese Strafe in einigen Ländern eben der Tod sein. - Jetzt mitgekommen? :roll:
Shingetsu
26.02.2004, 22:55
@Takuma:
sicher weiß ich wie das gemeint ist, aber ich meinte halt daß eine Strafe nicht unbedingt so hart sein muß wie die Straftat. Du kannst auch alle Vergehen mit Haftstrafen sühnen. Niemand sagt daß Mord nur mit Todesstrafe gesühnt werden kann.
@Silverangel:
und wenn "The Green Mile" dir so nahe gegangen ist versteh ich nicht so ganz warum du trotzdem für die Todesstrafe bist. Stephen King hat dieses Buch geschrieben um die Todesstrafe zu kritisieren, und die Leute zum Nachdenken zu bewegen.
~-=\AoR/=-~
26.02.2004, 23:27
Ein ganz großes NEIN!
Eine Gesellschaft, die sich nur dadurch vo Andersartigen schützen kann, indem sie si ermordet, hat nicht das Recht sich zivilisiert zu nennen. Vom biblischen Prinzip "Aug um Aug" sollten wir doch schon etwas entfernt sein.
Wenn ein Mensch ermordet wird (und nichts anderes ist die Todesstrafe) ist das endgültig. Und wer garantiert das es wirklich der Schuldige war? Immer wieder (und zwar öfter als man denkt) gibt es in der Justiz Irrtümer, die vor allem in den USA schon vielen unschuldigen Menschen das Leben gekostet haben. Und jetzt möchte ich mal die Befürworter der Todesstrafe sehen, wie sie den Hinterbliebenen eines unschuldig Hingerichteten erklären, wie das passieren konnt. "Nun ja, jeder macht mal Fehler, tut uns leid."
Außerdem: Wenn wir unserer Meinung nach "unnormale" Menschen ermorden, dann stellen wir uns auf die gleiche Stufe wie die, die wir bestrafen wollen. Eine zivilisierte Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, das sie mit denen, die nicht dem "normalen" Durchschnitt entsprechen, auseinandersetzt und sie nicht ausrottet.
Amanojaku
26.02.2004, 23:32
Für mich ein klares Ja zur Todesstrafe, schau dir mal den Film "Ted Bundy" an , der mann ist nach seiner Verhaftung noch 2 x ausgebrochen und konnte so seiner erheblich langen Liste von Vergewaltigung und Mord noch einiges an Namen hinzufügen.
@Sephirots Angel :
Also, deine Argumenation ist eine Frechheit.
Da ist ein Pädophiler, der ein Kind vergewaltigt oder ein Geiselnehmer, der den Tod seines Opfers verschuldet hat und dann soll sich unser Rechtsystem auch noch schämen, weil es ihn einsperrt und seiner Freiheit beraubt. Der arme, verfolgte Mörder, den die Gesellschaft nicht versteht wird dann auch noch der Freiheit beraubt, den nächsten umzubringen. Mein Gott, dieser Mensch hat wirklich unser Mitleid verdient.
Jeder Geiselnehmer, Entführer, Bankräuber usw. hat sich vorher Gedanken über seine Tat gemacht, sie geplant und alles getan, u nicht erwischt zu werden. Wenn er dann erwischt wird muss er auch die Konsequenzen tragen.
Sollte festgestellt werden, dass er einen geistigen Defekt hat sollte man versuchen, ihn zu terapieren. Ist aber abzusehen, das dies nach Stand der Medizin nicht funktioniert, dürfte er nie wieder freikommen.
Ich bin auch nicht für die Todesstrafe, weil ich nicht an den abschreckenden Effekt glaube. Abschreckung kann nur durch eine nahezu hundertprozentige Aufklärung erzeilt werden. Jeder Täter macht sich Gedanken darüber, nicht erwischt zu werden und begeht die Tat in aller Regel, weil er damit rechnet, nicht erwischt zu werden.
Und diese Geschichte von schwerer Jugend, Vater Alki, soziales Trauma usw. greift auch nicht, sonst müssten ganze Städte durchgehend kriminell sein.
Shingetsu
26.02.2004, 23:38
@Amanojaku:
Das hätte man also nur verhindern können indem man ihn gleich nach der Verhaftung hingerichtet hätte.
In den USA musst du aber manchmal 10-20 Jahre auf die Vollstreckung der Todesstrafe warten, und in der Zeit hätte dieser Ted Bundy ebenfalls zweimal ausbrechen können.
Je schneller du das Verfahren machst desto größer wird dann aber auch die Wahrscheinlichkeit daß Unschuldige hingerichtet werden.
~-=\AoR/=-~
26.02.2004, 23:38
Für mich ein klares Ja zur Todesstrafe, schau dir mal den Film "Ted Bundy" an , der mann ist nach seiner Verhaftung noch 2 x ausgebrochen und konnte so seiner erheblich langen Liste von Vergewaltigung und Mord noch einiges an Namen hinzufügen.
Und schau du dir mal den Film "Die Verurteilten" an, dann weist du was es bedeutet unschuldig im Gefängniss zu sitzen. Und wenn man dann letzenendes noch hingerichtet (Verzeihung: ermordet) wird, find ich das nicht lustig.
Ich frage mich, was die ganzen Befürworter machen würden, wenn sie in einer derartigen Situation wären ... *auf Antworten hoff*
@shingetsu:
Ted Bundy ist unmittelbar nach einer Verhaftung durch Deputy ausgebrochen, zu diesem Zeitprunkt wurde er noch nicht wegen Mordes gesucht. Das zweite Mal wurde er kontrollert, aber nicht erkannt.
Die Zeit bis zu seiner Hinrichtung nutzte er, um Jura zu studieren und insgesamt 125 Petitionen zur Aufschiebung einzureichen. Noch zwei Tage vor seiner Hinrichtung hat er versucht, mit dem FBI einen Deal auszuhandeln.
Serienmörder sind aber auch eine spezielle Kategorie, kommen in Europa aber auch selten vor.
Was deinen früheren Post betrifft :
Warum sind wir zivilisierter, nur weil wir ein anderes Strafrechtssystem haben.
Zum einen, wenn die Kirche noch so einen grossen Einfluss hätte wie in diesen Ländern sehe es hier auch anders aus. Zum anderen ist es eine ganz andere Kultur mit ganz anderer Ethik ( Ihr seid doch alle Japanfans, stell dir hier mal 12jährige Schulmädchen vor, die Ihre unterhosen in Automaten verkaufen) Wer will darüber richten, ich finde diese Einstellung etwas borniert. zumal: Da funktioniert es.
Die Umfrageauswahl ist zu beschränkt, es fehlt sinngemäß "Nein, Todesstrafe kommt nach meiner Auffassung nicht in Frage. In Härtefällen bin ich für lebenslange Haft."
Und wie angedeutet bin ich nicht für die Todesstrafe. Lebenslänglich bzw. Sicherheitsverwahrung ist zwar keine optimale Lösung -welche in dieser Sache allerdings auch nicht existiert- aber es ist für mich die Höchststrafe für entsprechende Fälle mit einem Höchstmaß an Menschlichkeit. Außerdem unterliegt diese Strafe klar der rechtsstaatlichen Verhältnismäßigkeit.
Shingetsu
26.02.2004, 23:50
@Proteus:
ok aber was hätte die Todesstrafe im Fall von Ted Bundy gebracht ? Um zu verhindern daß er ausbricht hätte man ihn gleich nach der Verhaftung hinrichten müssen. Am besten noch ohne Gerichtsverhandlung.
Aber so gehts doch auch nicht.
~-=\AoR/=-~
26.02.2004, 23:54
Die Umfrageauswahl ist zu beschränkt, es fehlt sinngemäß "Nein, Todesstrafe kommt nach meiner Auffassung nicht in Frage. In Härtefällen bin ich für lebenslange Haft."
Und wie angedeutet bin ich nicht für die Todesstrafe. Lebenslänglich bzw. Sicherheitsverwahrung ist zwar keine optimale Lösung -welche in dieser Sache allerdings auch nicht existiert- aber es ist für mich die Höchststrafe für entsprechende Fälle mit einem Höchstmaß an Menschlichkeit. Außerdem unterliegt diese Strafe klar der rechtstaatlichen Verhältnismäßigkeit.
In dem Punkt muss ich Data zustimmen. Die Todesstrafe ist unmenschlich ... ergo ... ist jeder, der dafür ist .... ein Unmensch. Niemand, absolut niemand hat das Recht über das Leben oder Sterben eines anderen Menschen zu entscheiden.
Ted Bundy ist hingerichtet worden.
Natürlich hat jeder das recht auf einen fairen Prozess (wie der aussieht ist natürlich in den von dir erwähnten unrechtstaaten wieder etwas anderes)
Ich bin auch dafür, Täter zu terapieren.
Aber nehmen wir einen anderen Fall. Edmund Kemper (der als Blaupause für Buffalo Bill in "Schweigen der Lämmer" diente.) Im Alter von 12 brachte er seine Grosseltern um, kam für 4 Jahre in eine Besserungsanstalt, seine Mutter erwirkte die Löschung seiner Akte, er tötete in der Folgezeit 15 weitere Menschen, unter anderem seine Mutter und bekam 99 mal lebenslänglich. Solche Täter sind nicht terapierbar, niemals. Bartsch erkannte dies und starb bei einer Kastrationsoperation.
Dies sin sicherlich extreme Fälle, die Gefahr, das ein Affektmörder, der im Streit seine frau abgestochen hat ides noch einmal tut ist gering, aber soll er deswegen nicht bestraft werden nach dem Motto:Der Grund ist weg, wird ja nicht nochmal passieren. Unser Rechtsystem sieht Sühne vor.
Wie will man Leute wie Dutroux in Belgien bestrafen, was will man den Eltern sagen, noch dazu wenn der Täter noch nicht einmal Reue zeigt?
Shingetsu
27.02.2004, 00:04
@Proteus:
Dafür könnte Dutroux auch im Knast schmoren, bis ans Ende seiner Tage.
Reicht das nicht ?
SA sagte doch bereits wie grausam Haftstrafen sind.
Ja, aber wenn lebenslänglich nur 15 Jahre sind wird die Strafe zur Farce, nach 15 Jahren steht die Gesellschaft wieder vor dem Problem, einen nicht therapierbaren kindermörder in Ihren reihen zu wissen und die nächsten Eltern können Blumen kaufen. Ist doch nicht Sinn der Sache.
Dann soll lebenslänglich auch heissen, er stirbt im Gefängnis ( das war übrigens bei Hess ja auch kein Problem)
Shingetsu
27.02.2004, 00:11
@Proteus:
Wer sagt denn daß Lebenslänglich immer nur 15 Jahre sein muss ?
Statt Todesstrafe zu fordern kann man doch auch eine verlängerung der Haftstrafen fordern.
Hier gehen viele davon aus daß eine Haftstrafe sowieso nur eine Farce sein kann, aber statt eine Änderung der Haftstrafen zu fordern wird gleich zur Todesstrafe gegriffen ?
Es gibt übrigens auch in Deutschland Leute die schon seit über 30 Jahren im Knast sind. Besonders gefährliche Einzelfälle.
(und Sicherheitsverwahrung gibt es auch)
Eine Verschärfung der Haftstrafen ist auch viel realistischer als die Einführung der Todesstrafe, denn das ist eher Utopie.
Crichton
27.02.2004, 00:16
Wenn "Lebenslänglich" auch wirklich bis zum Tode wäre, würde ich das sehr begrüßen. Dann müsste man sich nicht auch noch Sorgen wegen denen machen müssen, da es ja noch genug Psychopathen gibt, die auf freiem Fuss sind!!!
Und um es genau zu machen:
Theoretisch könnte ein entflohener, geisteskranker Schlächter eine Menge Grausamkeiten anstellen, die man mit seiner Hinrichtung hätte "verhindern" können. Allerdings, eine Gesellschaft, die sich auf die Todesstrafe einlässt hat nicht mal eben ein kleine Frage von Werten, Geist und Kultur etc. zu Gunster der allgemeinen Sicherheit gerade gebügelt, sondern sie hat für Jahrzehnte in die Scheiße gegriffen und selbstverständlich muss dies Auswirkungen und Spuren in der gesamten Gesellschaft haben! Sowas definiert immer das allgemeine Verständis für ein Miteinander, für den Umgang unter Menschen mit. Es beeinflusst die Wahrnehmung für das "Menschliche".
Es geht letztlich eben nicht allein um die Frage, wie lebenswert, oder nett die Inhaftierung bis zum Tode wohl ist, sondern es stellt sich genauso die Frage, ob man sich für so einen Sache die Hände schmutzig machen will/sollte? Einer nimmt die Axt, ein Anderer befiehlt und der Rest stimmt Kopf nickend zu. Am Ende hauen alle kräftig mit.
Und danach kann man ja ebenso über effektivere Verhörungsmethoden nachdenken. Kleine Kinder in Not haben Vorrang, warum also nicht? Das Gesundheitswesen verschlingt Unmengen an Geldsummen, wie teuer, oder nützlich kann der einzelne Rentner da sein? Er hat vielleicht noch nie in seinem Leben gearbeitet und soll jetzt von der Gesellschaft unter die Erde gefüttert werden? Da ist man auf einer weiten Fläche, viel Platz für gerechte Entscheidungen...
DocTomoe
27.02.2004, 11:16
Data, deine Vergleiche hinken. Es ist ja wohl ein unterschied zwischen einem Rentner (der sehr wohl seinen Beitrag zur Gesellschaft geleistet hat, sonst wäre er kein Rentner mehr), und einem Massenmörder, der wieder auf freien Fuß gesetzt werden könnte.
Ich halte es für einen Fehler, das sich das Strafvollzugssystem der BRD stärker an den sogenannten Rechten der Straffälligen orientiert als an dem Schutz der (zukünftigen) Opfer.
Beispielsweise der Fall von-Metzler ... Ich beglückwünsche den Polizisten zu seiner Entscheidung und denke, er sollte nicht verurteilt, sondern ausgezeichnet werden. Er hat erkannt, das die Rechte eines unschuldigen, eventuell noch lebenden Opfers auf Leben höher einzuschätzen sind als die Rechte eines überführten Straftätigen auf körperliche Unversehrtheit.
Im ürbigen bin ich aber sehr wohl der Ansicht, das ein Neunzigjähriger keine staatlich finanzierte Hüftgelenksoperation mehr braucht.
offtopic:
@doctomoe:
Der Polizist hat gegen geltene Gesetze verstoßen, weswegen er bestraft werden muß. Niemand darf aus eigener Entscheidung heraus Gesetze übertreten, nur weil er meint, daß es gerade nötig sei. Allein schon deswegen, weil sonst jeder Straftäter sich auf ein solches "Recht" berufen würde.
Ein 90jähriger hat i.d.R. seinen Beitrag für die Gesellschaft geleistet. Nun kann er von der Gesellschaft fordern, daß diese sich um ihn kümmert. Wieso sollte den sonst jemand sich gesellschaftlich organisieren, wenn er im Falle eigenen Unvermögens nicht von den anderen Hilfe bekommt.
Interessant übrigens, daß in Ägypten die Argumentation so läuft, daß man eher Kindern nichts gibt, weil diese noch nichts produktives geleistet haben und auch jetzt noch nicht dazu fähig sind. Etwas kurzsichtig, aber interessant. ;)
ontopic:
@Sephis A:
Deine Umfrage hat einen grundlegenen Fehler, da sie gleich eine Bewertung der einzelnen Punkte mit einschließt. Ich z.B. sehe "lebenslang" nicht als humaner an, plädiere aber trotzdem dafür.
Meine Meinung:
Ich bin gegen die Todesstrafe. Ich befürworte eine wirkliche lebenslange Haftstrafe für Schwerstverbrecher.
Der Tod ist IMO eine zu schnelle Erlösung. Durch eine lebenslange Haft wirkt die Strafe weitaus länger. Wieso sollte man Rücksicht auf den Verbrecher nehmen ? Hatte er Rücksicht mit dem Opfer ? Deswegen bin ich auch gegen die freie Wahl der Strafe durch den Täter.
Die Todesstrafe kostet mehr. In den USA dauert es bis zu 20 Jahre, bis alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind. Solange muß der Verbrecher ebenso wie ein Lebenslanger versorgt werden. Hinzu kommen die Kosten für das längere Verfahren und die Hinrichtung.
Wenn ein Mensch hingerichtet wird, kann man ihn nicht wieder lebendig machen. Fehlurteile haben eine viel größere Wirkung.
Haft bis zur Rehabilitierung (wie in Deutschland üblich) ist eine Verhöhnung der Opfer. Mordopfer sind für immer tot, Vergewaltigte leiden meist ihr ganzes Leben unter den Folgen und der Straftäter soll nach 15-20 Jahren die Chance haben, wieder ein neues Leben anzufangen ? Da läuft doch was grundsätzlich falsch. Von der Gefahr der Wiederholung ganz zu schweigen.
@ Tomoe
Ach komm, bei einem überführten, mehrfachen Mörder fängt es an und später trifft es einen wegen Todschlag Verurteilten in einem Indizienprozess. Letztlich kann wohl jeder Angehörige eines Opfers auf sein moralisches Recht und die Höchststrafe pochen (im Prinzip völlig richtig), oder wieviele Leichen braucht es bis zum Henkerraum?
In meinen Augen schafft dies mehr Probleme, als es zu lösen weiß.
Und ein Massenmörder, der nach 6/7 Jahren wieder auf freien Fruß gesetzt wird hat nach heutigem Recht nicht die Höchststrafe bekommen, insofern ist ebenso fraglich, warum man ihm statt dessen bei Verhandlung die Todesstrafe hätte verpassen sollen? Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass der Anteil von freigelassenen Häftlingen aus Sicherheitsverwahrung besonders hoch ist, wobei z.B. dann ein 70 jähriger Kindermörder in meinen Augen heute keine akkute Bedrohung mehr darstellt.
PS: Was das Thema Folter betrifft, möchte ich die festgesetzten Rahmenbedingungen zum legalen Einsatz dieser mal sehen. Wer das allerdings nicht will kann sich auch keine Ausnahmen leisten.
Shingetsu
27.02.2004, 13:04
Die Todesstrafe kostet mehr. In den USA dauert es bis zu 20 Jahre, bis alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind. Solange muß der Verbrecher ebenso wie ein Lebenslanger versorgt werden. Hinzu kommen die Kosten für das längere Verfahren und die Hinrichtung.
@JPF:
genau so ist es, und in den 20 Jahren die jemand auf seine Hinrichtung warten muss könnte er doch ebenfalls seine Fluchtversuche unternehmen.
Somit ist dieses Sicherheitsargument hinfällig.
Wenn dann müsste man die Leute im Schnellverfahren hinrichten, aber die Anzahl der unschuldig Verurteilten würde dadurch enorm ansteigen.
P.S. und an die Angehörigen des Täters sollte man auch mal denken. Nur der Täter ist schuld, aber seine Kinder sind genauso unschuldig wie die Kinder des Opfers.
Sephiroth's Angel
27.02.2004, 15:42
@Sephirots Angel :
Also, deine Argumenation ist eine Frechheit.
Da ist ein Pädophiler, der ein Kind vergewaltigt oder ein Geiselnehmer, der den Tod seines Opfers verschuldet hat und dann soll sich unser Rechtsystem auch noch schämen, weil es ihn einsperrt und seiner Freiheit beraubt. Der arme, verfolgte Mörder, den die Gesellschaft nicht versteht wird dann auch noch der Freiheit beraubt, den nächsten umzubringen. Mein Gott, dieser Mensch hat wirklich unser Mitleid verdient.
Interssant. Wenn also jemand das Leben eines anderen zerstört, heißt das automatisch, dass man das Leben des Täters auch kaputt machen kann?
Tolle rechtfertigung. Aber wenn's hilft, das schlechte Gewissen zu beruhigen...
Letzen endes ist man dann auch nicht besser als solche Täter.
Wieso sie nicht wählen lassen? Loswerden will man sie doch eh.
@ JPF
Der Tod ist IMO eine zu schnelle Erlösung. Durch eine lebenslange Haft wirkt die Strafe weitaus länger. Wieso sollte man Rücksicht auf den Verbrecher nehmen ? Hatte er Rücksicht mit dem Opfer ? Deswegen bin ich auch gegen die freie Wahl der Strafe durch den Täter.
Siehe Antwort oben. Ich verstehe nicht, wieso man jemanden so viel Leid und Schmerz wünschen kann. Ganz gleich, was er getan hat.
Jeder hat Menschenrechte. Die sollten nicht einfach verfallen, nur, weil man etwas getan hat, was die Gesellschaft als "falsch" ansieht.
Ich bin sicherlich auch kein Fan von Vergewaltigung, weiß Gott, sicher nicht!
Dennoch wünsch ich nicht mal Vergewaltigern eine so grausame, abartige Methode der Freiheitsberaubung, die man "Knast" schimpft.
Und wie gesagt..
sollte jemand wirklich unschuldig sein, würde er wohl kaum den Tod statt des Gefängnis wählen. Es sei denn natürlich, er geht an der Freiheitsberaubung so sehr zu Grunde, dass er lieber sterben will, statt dies zu ertragen.
Vielleicht würde so was den Menschen aber auch endlich mal zeigen, was sie anderen eigentlich antun mit so einer Freiheitsberaubung.
Welche Strafe würdest du denn für solche Täter vorschlagen?
Ich bin auch nicht für die Todesstrafe. Umbringen ist keine gesellschaftskonforme Haltung.
Also, einsperren wünscht du keinem. Was dann, sollen wir die auch alle auf erholungsreise schicken ins Ausland schicken, betreut von Sozialpädagogen?
Ich bin, und das meine ich ganz ernst, für Straflager . Da können die dann an de frischen Luft und in der Natur, Strassen bauen, Steine kloppen und Ihre Agressionen abreagieren.
Sephiroth's Angel
27.02.2004, 16:21
Was ich nicht nachvollziehen kann, wieso finden so viele töten unmenschlich, aber lebenslanges einsperren okay?
Das lebenslange Einsperren ist schlimmer. weil es psychisch (und langsam) tötet. Das ist viel schlimmer und grausamer,als jemanden körperlich zu töten.
Welche Strafe würdest du denn für solche Täter vorschlagen?
Ich sagte aber ja bereits, dass das empfinden, was schlimmer ist, unterschiedlich sein kann.
Daher wäre ich für eine freie Wahl. Wenigtens diese Freiheit sollte man einem noch geben.
SilverAngel
27.02.2004, 17:33
@SA
also, ich kann dich beim besten willen nicht verstehen - ein mensch - der einen anderen mutwillig/beabsichtigt tötet, vielleicht sogar noch spaß daran hat - nicht mal reue zeigt - mit solchen menschen hast du noch mitleid???????????? also das will ich net verstehen - möcht solche leute mal hörn, wenn sie dann selbst betroffen wären - ne, also echt - lebenslanges einsperren - ich weiß nicht ob das viel bringt bei denen - am besten stellt man ihnen mittel zur verfügung - damit die sich bei bedarf/wenn se wollen - selbst töten könnten - oder nicht ? ? ? ? ? in manchen schwerwiegenden/gravierenden fällen seh ich aber als einziges mittel nur noch todesstrafe - wie gesagt - meist bekommen die haftverschonung oder ähnliches wegen geistiger unzurechnungsfähigkeit, schwieriger kindheit und ähnliches, suchts euch raus . . .
auch wenn mir 'the green mile' nah gegangen is - in manchen fällen nützt einfach nur noch diese art der strafe . . .
Unbekannter Verfasser
27.02.2004, 18:34
Warum, ganz einfach, zumindest bei schweren Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Dazu zählen für mich:
- Morde
- Sexualdelikte, wie Vergewaltigung, sexueller Mißbrauch von Schutzbefohlenen
Dies sind Verbrechen, die unentschuldbar sind und in keinem Fall geduldet werden dürfen, dafür muß man bezahlen und das nicht nur mit seiner Freiheit.
Ich halte es durchaus für Umsetzbar, da der genetische Fingerabdruck eine fast 100% Sache ist, meiner Meinung nach.
Sephiroth's Angel
27.02.2004, 18:41
@ SilverAngel
Mag sein, dass das hier so rüberkommt, als würde ich sagen "Alle Verbrechen sind okay!".
Ich kann nur immer wieder sagen, dass dem nicht so ist.
Ich habe einfach nur Mitleid mit jedem, der seiner Freiheit beraubt wird. Ganz gleich, was man getan hat, niemand verdient so eine schlimme Strafe wie die, einfach elendig hinter Gittern vor sich hin zu vegetieren.
Ich kenne das nun mal und daher weiß ich, dass viele die Situation des Eingesperrt seins einfach nur unterschätzen.
Ich habe auch Leute, die ich mehr hasse als alles andere, aber selbst denen würde ich so etwas nicht wünschen.
Sephis A:
Interssant. Wenn also jemand das Leben eines anderen zerstört, heißt das automatisch, dass man das Leben des Täters auch kaputt machen kann?
Natürlich. Wer kein Mitleid mit seinen Opfer hat, hat auch kein Mitleid durch die Gesellschaft verdient. Es wäre der selbe Fehler, den die antiautoritäre Erziehung bei den Jugendlichen gemacht hat.
Was ist der Sinn der Bestrafung eigentlich ?
Resozialisierung ? Die geht bei Schwerverbrechern meistens daneben. Kann man also gleich als Ziel vergessen.
Schutz der Gesellschaft ? Kann man nicht mit einer begrenzten Haftstrafe erreichen.
Rache der Opfer/Angehörige ? Kann man nicht mit einer begrenzten Haftstrafe erreichen.
Und warum ich dann lebenslang gegenüber der Todesstrafe befürworte, habe ich ja schon erklärt.
Shingetsu
27.02.2004, 18:44
@A.n.g.e.l:
Das Problem ist daß Urteile oft Aufgrund von Indizien gefällt werden.
Da war z.B. mal so ein Fall wo jemand wegen sexuellem Mißbrauch verurteilt wurde nur weil eine einzige Person das behauptet hat und weil der Gerichtspsychologe die Aussage als glaubhaft eingestuft hat. Sonst gab es keine Beweise.
und wenn der Gerichtspsychologe sich geirrt hat wurde ein Unschuldiger hingerichtet. In diesem Fall bekam er aber nur paar Jahre Gefängnis.
Shingetsu
27.02.2004, 18:49
Natürlich. Wer kein Mitleid mit seinen Opfer hat, hat auch kein Mitleid durch die Gesellschaft verdient. Es wäre der selbe Fehler, den die antiautoritäre Erziehung bei den Jugendlichen gemacht hat.
hmm Mitleid - kein Mitleid etc.
Das ist keine Frage des freien Willens. Man kann sich nicht entscheiden ob man Mitleid haben will. Entweder man hat es, oder man hat es nicht. Es gibt psychisch gestörte Menschen die keine Gefühle mehr haben, und auch kein Mitleid. Sowas kann man sich nicht aussuchen. und das Problem ist auch immer daß man niemand hinrichten darf nur weil er nen psychischen Schaden hat. Natürlich kann man theoretisch alles und jeden hinrichten der nicht der Norm entspricht, aber so solls ja nicht sein.
Unbekannter Verfasser
27.02.2004, 18:51
@Shingetsu
Die Problematik ist mir bewußt, wie gesagt, das muß dann schon Hieb und Stichfest sein und eine gewiße "Wartezeit" von, puuh, ich mag es mir nicht anmaßen, maybe 10years???, sollte schon vorhanden sein.
Nichtsdesto bin ich dafür wenn irgentwelche Mörder, Vergewaltiger oder Kinderschänder hingerichtet werden.
Das das ein heikles Thema ist und in Deutschland meiner Meinung nach auch nicht umsetzbar ist, ist mir schon klar ( 3x "ist" in einem Satz, Satzbau 6, setzen :D )
Es ist schon ein Kreuz mit "korrekter" Bestrafung. Möglichkeiten gäbe es ja genug:
Todesstrafe, Folter und Zwangsarbeit werfen aber immer so einen braunen Schimmer auf Deutschland. Nun könnten sich jene die für die Gesetze zuständig sind freilich auch einmal nicht darum scheren, solange wir ansonsten nicht "härter durchgreifen"...aber das wäre politisch gesehen auf dauer wohl seeeehr unklug, oder ?
Zumal die Todesstrafe nicht wirklich abschreckend wirkt. Die USA haben die Todesstrafe, und kann man behaupten das dieses Land nahezu ohne schwere Verbrechen ist ?
Mal ganz abgesehen von den ganzen lustigen Gruppierungen und Weltverbesserern die stehenden Fußes in die Luft gehen würden wenn sie hören würden das ein armer Sträfling, welcher doch schon sein Freiheit beraubt wurde, nun auch noch einen Dienst für die Gesellschaft verrichten muss der ihm nicht zusagt...
Also, entweder muss man die Bedürnisse und Meinung anderer Länder und diverser Querulanten ausser Acht lassen und das deutsche Strafsystem entschieden straffen, oder alles dümpelt weiter vor sich hin. :?
Die beste Lösung wäre wohl ein Kompromiss zwischen abschreckender Bestrafung (wenn des die denn gibt, ich habe Zweifel daran) und menschlicher Vorgehensweise. Aber wenn es so einfach wäre müsste man diese Diskussion wohl nicht führen, oder ? :wink:
@ SA
Das ist aber genau der Punkt, den ich schon mehrfach erwähnt habe :
Es steht doch (fast)jedem frei, ein Verbrechen zu begehen oder auch nicht.
Wenn ich jemanden entführe, vergewaltige weiss ich vorher, dass es unrecht ist, das es bestraft wird und m u s s es ja nicht machen.
Dies ist, neben der Sozialisierung, einer der Gründe, warum nicht jeder klaut und raubt - Angst vor Strafe.
Ich weiss vielleicht nicht, ob ich 10 oder 12 Jahre bekomme, aber im Moment meines tuns ist mir bewusst, eine Straftat zu begehne, für die ich ins Gefägnis komme - wenn ich erwischt werde.
Wenn ich dann erwischt werde, kann ich mich doch nicht beschweren.
Und die Täter, die nicht wissen, dass Sie etwas unrechtes tun gehören nicht ins Gefängnis sondern in die Psychatrie.
Shingetsu
27.02.2004, 19:09
Wenn ich jemanden entführe, vergewaltige weiss ich vorher, dass es unrecht ist, das es bestraft wird und m u s s es ja nicht machen.
Manche müssen es machen. Es gibt auch Zwangshandlungen. Die psychischen Störungen die ein Mensch haben kann sind ein so weit gefächertes Gebiet. Da gibt es einfach keine allgemeingültige Regel nach der man sowas entscheiden kann. Darum halte ich Todesstrafe für zu Unmenschlich, denn wenn die Gefahr besteht daß Unschuldige oder psychisch Kranke hingerichtet werden sollte man doch im Zweifelsfall lieber für die menschlichen Strafen plädieren. Lebenslänglich ist genug um jemand zu bestrafen, und der Richter kann wenigstens ein ruhiges Gewissen haben weil er niemand zum Tode verurteilen musste.
aber nichts anderes habe ich doch geschrieben.
Shingetsu
27.02.2004, 19:16
@Proteus:
Ich hab wohl den letzten Satz überlesen.
*gomen nasai*
Sephiroth's Angel
27.02.2004, 19:20
@ JPF
Du hast geschrieben, dass du lebenslange Haftstrafe als grausamer ansiehst, als die Todestrafe und diese daher der Todesstrafe vorziehst, oder? Korregier mich, wenn ich das falsch verstanden hab.
Wenn dem so ist und du die freiheitsberaubung als grausamer ansiehst, wie kannst du dann etwas beführworten, dass Handtaschendiebe auf die selbe weise bestraft wie Massenmörder?
Die Dauer ist völlig egal.
Freiheitsberaubung ist und bleibt ein Verstoß gegen die Menschenrechte.
@ proteus
Dies ist, neben der Sozialisierung, einer der Gründe, warum nicht jeder klaut und raubt - Angst vor Strafe.
Siehst du? Man lässt es nicht, weil es einem richtig so erscheint, sondern weil man Angst hat vor der Strafe.
Wie kann man damit glücklich sein, wnen man weiß, die Menschen begehen nur keine unrechten Taten, weil sie Angst vor den Folgen haben und nicht, weil sie selbst erkennen, was richtig ist und was nicht?
Wenn man das einfach hinnimmt, wenn wundert es da noch, dass Moral immer mehr verfällt? Es brauch sich ja keiner mehr Gedanken drüber machen, weil das "Gesetz" alles festlegt.
Und wnen man sich keine Gedanken drüber macht, dann lernt man auch nicht, was eigentlich richtig und was falsch ist.
Es steht doch (fast)jedem frei, ein Verbrechen zu begehen oder auch nicht.
Wenn ich jemanden entführe, vergewaltige weiss ich vorher, dass es unrecht ist, das es bestraft wird und m u s s es ja nicht machen.
Ich weiß leider nciht, was in den Köpfen von Mördern oder Vergewaltigern vorgeht, daher will ich diese auch nicht rechtfertigen.
Ich weiß nur, dass es für alles einen Grund gibt.
Stell dir vor, du wirst zu unrecht des Mordes beschuldigt und alle halten dich für dreck und wollen dich einfach nur wegsperren. Würdest du da nicht auch wollen, dass dir jemand zuhört und ne chance gibt?
Genauso fühlen sich eventuell auch schuldige Täter.
Aber wie gesagt, wir kennen beiden den Kopf eines Mörders nicht. Daher können wir nur vermuten.
Boh, da geht einem doch der Hut hoch.
ich sagte Sozialisierung und Angst.
Wenn jemand ein kind entführt um Geld zu erpressen ist der Sinn des Unternehmens wohl klar, er will Geld. Wer einen Geldtransporter überfällt und den Fahrer abknallt will den ja nicht bestrafen, er will Geld.
Wenn ein Besoffener Ehemann seine frau absticht weil er Sie im bett mit einem anderen erwischt... ist das kein Mord.
Mord setzt Heimtücke und Niedertracht voraus und die Planung des ganzen, dh. den tod des anderen zur Erlangung eines vorteils wissentlich in Kauf zu nehmen.
Apropos, welche chance hatte denn das opfer?
Sephiroth's Angel
27.02.2004, 19:34
Was ist mit Emotionen (nicht Gefühlen - die existieren vielleicht ja nicht)?
hast du noch nie jemandem eine runtergehauen, weil du wütend warst?
Oder geheult, weil du traurig bist?
Wahrscheinlich sind viele Täter auch von Emotionen beeinflusst.
Aber wie gesagt, wir können beide nicht wirklich drüber reden, da wir beide noch niemanden umgebracht haben und daher alles nur Vermutungen sind.
Und wie gesagt, ich halte nichts von der einstellung "ich darf jemanden wie Dreck behandeln, weil dieser jemand anderen auch so behandelt hat". Sorry, aber dann ist man auch nicht besser als der Täter selbst.
Nachtmahr
27.02.2004, 19:36
So. Das Topic sagt ja schon alles.
Seit ihr für oder gegen die Todesstrafe? Und wie begründet ihr eure Einstellung dazu.
@ Shingetsu (noch die Antwort aus dem anderen Thread)
Es gibt für alles einen Grund, nicht wahr?
Sicher. Ist ne Menge Aufwand und Arbeit, sich so lange mit einer Person zu beschäftigen, bis man deren Motive für ihr Handeln herausgefuden hat, aber es loht sich.
Wenn man die Motive kennt, ist es leicht, so jemanden zu ändern.
Und wenn nicht, sollte tatsächlich der seltene Fall auftreten, dass so eine Person einfach nur gaga ist und aus Spaß mordet, dann soll man ihn doch bitte lieber erschießen, als ihn im Knast lebenslänglich langsam, aber elendig kripieren zu lassen.
Es sind doch lale so heiß auf Steuern sparen.
Dann erschießt doch gleich alle, die lebensläglich bekommen haben. Das sparrt Geld und man ist die Leute los. Genau das selbe, was man mit dem wegsperren bezweckt. Die Leute einfach nur los zu werden.
Und diese Antwort bietet schon das erste Argument für die Todesstrafe.
Man will sich nciht mit Problemen beschäftigen, sondern sie einfach loswerden. Also sperrt man sie ein.
Und im falle, dass jemand "lebenslänglich" bekommen hat, lässt man ihn langsam vor sich hinvergammeln, ohne Hoffnung, jemals wieder freizukommen.
Ist das wirklich human?
Tut mir leid, aber das kann ich beim besten willen nicht als human ansehen.
Dann soll man dem doch bitte lieber gleich ein Ende machen und jemanden nicht noch jahrelang gefangen halten.
Nein, ich bin nicht für die Todesstrafe, aber ich bin dafür, dass Langzeitarbeitslose den Job von Zivildienstleistenden übernehmen, damit sie auch was für ihr Geld tun. Ausserdem müssen sie dann nicht den ganzen Tag in nem Anime-forum hängen, dabei hochintelektuelle Threads erstellen.
Allerdings bin ich auch für die rigorose Abschiebung.
Sephiroth's Angel
27.02.2004, 19:45
Interessant, dass hier so viele meinen, sie kennen meine Lebensumstände. :?
Shingetsu
27.02.2004, 19:48
@Nachtmahr:
Lass meine Carina in Ruhe !
Hast du überhaupt mitgekriegt daß du bereits verwarnt wurdest ?
Sephiroth's Angel
27.02.2004, 19:57
@ Shingetsu
Bitte nicht dieser Name. :wink:
@ proteus
Mach bitte nicht solche kurzen Posts. Dies hier ist kein Chat-Thread. ^-^
Wenn du meinst, das Gespräch sei festgefahren, mußt du mir ja nicht antworten. Ich zwinge doch keinen dazu. :wink:
Gut, woher willst du wissen, das ich nicht beurteilen kann wie es ist jemanden zu töten?
Bei meiner Antwort ging es aber auch weder um psychisch Kranke noch um Affekttäter, sondern um Kriminelle, die zur Erreichung Ihrer Ziele Tod und Verstümmelung Ihrer Opfer in Kauf nehmen oder oder planen.
Wenn Sie der Meinung sind, in einer Gesellschaft Ihre Ziele nicht anders errecihen zu können, müssen Sie damit rechnen, dass die Gesellschaft sich wehrt. Da unser Strafystem aber so lax ist, ist es für viele osteuropäische Straftäter zum Beispiel geradezu ein Eldorado.Warm, Fernsehen, regelmäsiges Essen - Leben wie urlaub
Sephiroth's Angel
27.02.2004, 20:12
Ich habe einfach mal gehofft, dass du kein Mörder bist. :wink:
Gut, ich kann nicht nachvollziehen, wenn jemand bei vollem Verstand ist und nach system und für seine Karriere mordet.
Das ist wirklich abartig, geb ich natürlich gerne zu. Was anderes hab ich auch nie behauptet.
Aber das ist eigentlich nicht das, worum es mir geht.
Ich kann nur einfach nicht nachvollziehen, wie man jemanden so einen psychischen Terror wünschen kann.
Das ist schwierig nachzuvollziehen für mich. Sorry.
Shingetsu
27.02.2004, 20:13
@Proteus:
Eigentlich müsste Deutschland für Osteuropäer eher abschreckend sein, wegen der hohen Aufklärungsquote. In Russland kann man viel leichter ein Verbrechen begehen das nie aufgeklärt wird, aber in Deutschland steht gleich die Polizei vor der Haustür.
SA@
Irre ich mich oder steht dein Name nicht in irgendeinem dieser Heftchen, die dich gebeten haben von deinem Japan Trip zu berichten ? Das mit dem "Nicht weitersagen" kommt etwas spät, oder ? :?
Abgesehen davon sollte jedem Menschen mit Vestand für 5 Cent klar sein das man nicht alle Verbrechen gleich schwer beurteilen kann. Wenn jemand ne Tüte Bonbons klaut und einer andere Missbraucht ne Frau und sticht sie anschließend wie ne Sau ab, das sind 2 paar Schuhe. Wenn du das nicht verstehst, wirklich nicht verstehst, hatt das weder was mit verschiedenen Ansichten noch mit "der schlimmen Vergangenheit" zu tun. Dann bist du vielleicht einfach zu dumm. Aber das glaube ich eigentlich nicht. Dafür formulierst du zu gut. Okay, manchmal ist es Bullshit was du formulierst, aber es ist gut formulierter Bullshit :wink: .
Abgesehen davon ist es doch nur gerecht, das jemand der Gegen die Menschenwürde verstößt auch mit einem Verstoß gegen seine Würde rechnen muss.
Überhaupt, SA, für jemanden der die Anarchie will pochst du schwer auf den Menschenrechten rum, findest du nicht? :roll:
Sephiroth's Angel
27.02.2004, 20:39
SA@
Irre ich mich oder steht dein Name nicht in irgendeinem dieser Heftchen, die dich gebeten haben von deinem Japan Trip zu berichten ? Das mit dem "Nicht weitersagen" kommt etwas spät, oder ? :?
Nein, das hast du falsch aufgefasst. ^-^ Das man meinen Namen kennt, stört mich nicht, ich denk nur immer, man meint damit jemand anderen als mich. Weil mich fast keiner mehr so nennt. Aber egal.
Abgesehen davon sollte jedem Menschen mit Vestand für 5 Cent klar sein das man nicht alle Verbrechen gleich schwer beurteilen kann. Wenn jemand ne Tüte Bonbons klaut und einer andere Missbraucht ne Frau und sticht sie anschließend wie ne Sau ab, das sind 2 paar Schuhe. Wenn du das nicht verstehst, wirklich nicht verstehst, hatt das weder was mit verschiedenen Ansichten noch mit "der schlimmen Vergangenheit" zu tun. Dann bist du vielleicht einfach zu dumm. Aber das glaube ich eigentlich nicht. Dafür formulierst du zu gut. Okay, manchmal ist es Bullshit was du formulierst, aber es ist gut formulierter Bullshit :wink: .
Es ist doch Fakt, dass Verbrechen verschiedener Größen auf die selbe Art bestraft werden.
Freiheitsberaubung. Natürlich, es gibt noch andere Varianten. Die Geschlossene, Sozialstunden.. aber es ist und bleibt Freiheitsberaubung.
Und allein schon die Tatsache, dass man sich von (fast) jedem verbrechen mit genügend Geld freikaufen kann, ist ein Witz. Noch ein Beweis, dass das System Macken hat.
Abgesehen davon ist es doch nur gerecht, das jemand der Gegen die Menschenwürde verstößt auch mit einem Verstoß gegen seine Würde rechnen muss.
Nun gut, gehen wir davon aus, es wäre korrekt "gleiches mit gleichem" zu vergelten. Warum dann solche Leute nciht töten, sondern einsperren?
Überhaupt, SA, für jemanden der die Anarchie will pochst du schwer auf den Menschenrechten rum, findest du nicht? :roll:
Wo ich mir doch solche Mühe gegeben habe, mich zurückzuhalten.
Ich hätte schon auf der letzten Seite perfekt meinen Ansicht "Warum überhaupt verurteilen? Wieso nciht selbst richten?" einwerfen können, aber ich versuche hier eigentlich nur, diese Gesellschaft etwas besser nachvollziehen zu können. Du weiß ja, dass mir das noch nie gelungen ist. Aber ich versuch's dennoch. Daher wollte ich Antworten und habe über die perfekte Staatsform nichts gesagt. Ich weiß ja, wie sehr das hier einige aufregt. Es hätte nur ein Durcheinander gegeben.
@ Shingetsu :
Wo lebst du denn?
Verbrechen wird nicht mehr bekämpft, es wird verwaltet.
Bein Einbruch- und Raubdelikten liegt die Aufklärungsquote im einstelligen Bereich, der Drogenhandel ist völlig unüberschaubar, Rotlichtmilieu ebenso.
Selbst die Polizei geht davon aus, das 30 % aller Morde nicht als solche erkannt werden.
Und dann haben wir noch die Täter mit den weissen Kragen. Allein durch die Geldschiebereien werden jedes Jahr 200 Mrd Dollar erwirtchaftet.
Und selbst wenn mal einer erwischt wird, meist eh nur die niederen Chargen, sind die Stragen im Vergleich zum Heimatland lächerlich.
Der Polizeidirektor von HAmburg hat übrigens noch 1993 geleugnet, das es in Deutschland organisierte Kriminalität gibt
Shingetsu
27.02.2004, 21:08
@Proteus:
hmm das ist echt traurig.. nur in Russland scheints noch schlimmer zu sein. Mir hat mal ein Russe (so`n kleiner Kiffer *g*) erzählt daß man in Deutschland gar nix machen kann weil gleich die Polizei kommt, aber in Russland ist das ganz anders. Auch eine Russin sagte mir mal daß man in Russland nicht so gut geschützt ist wie in Deutschland.
Sicherlich ist die kriminalitätsrate im Ostblock höher, das Leben brutaler und die Täter in der Wahl Ihrer Mittel noch rigider ( es gibt kein europäisches Unternehmen in der ehemaligen UdSSR, das kein Schutzgeld zahlt), aber das Leben ist hier angenehmer, die Beute (meistens)höher und auch in Russland wird hin und wieder mal einer erwischt. Ein Mitarbeiter von mir war Aufseher in einem Knast in Kasachstan, das kann sich keiner vorstellen was da für Zustände herrschen
SweetMel
27.02.2004, 21:16
Absolut NEIN - kein Mensch hat das Recht, über das Leben eines anderen zu richten. :evil:
Und dieses blöde Argument "der hat ja auch gemordet" ist eigentlich keines. Denn mit der Todesstrafe lässt man sich auf das Niveau des Mörders herunter. Ein Staat, der sich für so unglaublich demokratisch hält wie unserer, darf keinem Menschen das Leben absprechen.
Ausserdem verrät uns ein Blick ins Grundgesetz, dass das Leben eines Menschen das höchste Gut darstellt - verändert wird da sowieso nichts, davor hat unsere Nation viel zu viel Angst (->Weimarer Republik)
DrJekyll_MrHyde
27.02.2004, 21:24
Ich bin dafür weil:
-manchmal der Tod für einen Menschen besser ist, als Haft!
-ich kein Pardon bei Massenmördern und Wiederholungstätern kenne!
-Therapie einfach nicht mehr ausreicht!
-ich Angst um mich und meine Mitmenschen habe!
-viele Länder erfolgreich die Todesstrafe einsetzten, damit meine ich nicht
die vereinigten Staaten von Amerika!
-Massenmörder/Mörder/Wiederholungstäter auch keine Gnade mit ihren
Opfern kennen!
-man ein Mahnsymbol braucht um Mörder abzuschrecken!
-ein Mensch in dem Moment seine Menschenrechte verliert, wenn er sich an einen wehrlosen vergreift!
Sephis A:
Du hast geschrieben, dass du lebenslange Haftstrafe als grausamer ansiehst, als die Todestrafe und diese daher der Todesstrafe vorziehst, oder? Korregier mich, wenn ich das falsch verstanden hab.
Wenn dem so ist und du die freiheitsberaubung als grausamer ansiehst, wie kannst du dann etwas beführworten, dass Handtaschendiebe auf die selbe weise bestraft wie Massenmörder?
Die Dauer ist völlig egal.
Freiheitsberaubung ist und bleibt ein Verstoß gegen die Menschenrechte.
Die Dauer ist NICHT irrelevant. Der Dieb hat eine Hoffnung vor sich. Er weiß, daß er eines Tages wieder raus kommt. Der Mörder hat keine Hoffnung mehr. Ähnlich wie Du es gerne für Dich selbst siehst. :smirk:
Man lässt es nicht, weil es einem richtig so erscheint, sondern weil man Angst hat vor der Strafe.
Wer noch ein bißchen Anstand hat, läßt es, weil es unrecht ist. Wer keine Moral mehr hat, läßt es vielleicht, wegen der Angst vor Strafe. Schließe nicht von Dir auf andere.
Stell dir vor, du wirst zu unrecht des Mordes beschuldigt und alle halten dich für dreck und wollen dich einfach nur wegsperren. Würdest du da nicht auch wollen, dass dir jemand zuhört und ne chance gibt?
Bei Dir hätte er keine CHance. Er würde hingerichtet werden. :smirk:
Es ist doch Fakt, dass Verbrechen verschiedener Größen auf die selbe Art bestraft werden.
Freiheitsberaubung. Natürlich, es gibt noch andere Varianten. Die Geschlossene, Sozialstunden.. aber es ist und bleibt Freiheitsberaubung.
Oje, oje... wie kann man das nur glauben.
Und allein schon die Tatsache, dass man sich von (fast) jedem verbrechen mit genügend Geld freikaufen kann, ist ein Witz. Noch ein Beweis, dass das System Macken hat.
Das stimmt zwar auch nicht, aber wenn, dann wäre es doch garnicht so, daß ein Handtaschendieb genauso "grausam" bestaft wird, wie ein Mörder.
Daher wollte ich Antworten und habe über die perfekte Staatsform nichts gesagt. Ich weiß ja, wie sehr das hier einige aufregt. Es hätte nur ein Durcheinander gegeben.
Aufregen ? Niemand ? Nur wie soll man jemanden ernst nehmen, der die Anarchie gleichzeitig mit der Todesstrafe fordert ? :roll:
OK; Thema erledigt. Das Nächste bitte !
Jau, ich finde SAs Ansichten auch ein wenig durcheinander und unausgegoren. zumal dieses gerede von der Ungerechtigkeit des Wegesperrseins ganz daneben ist.
Ich habe den letzten Post so verstanden : er sit grundsätzlich gegen alles, fühlt sich durchgehend falsch behandelt, geht davon aus das unser System, Staat, Gesellschaft alle nur gägelt . ungerecht behandelt und ausnutzt, es keine Gerechtigkeit gibt usw.
Ja, welche Staatsform soll es denn sein? Ich kann dir nur sagen, mit deinen Ansichten wärst du in vielen Ländern Kanditat für die Spritze.
Und jedem , dem es hier nicht gefällt kann ja nac kuba auswandern und die freuden des realen Sozialismus geniessen, wo alle gleich sind
Hatake_Kakashi
28.02.2004, 00:05
@ Proteus Er ist eine Sie
Naja die Menschen die alles haben schreien am lautesten
Wie ungerecht doch alles ist bzw wie ungerecht man behandelt wird :lol:
Da unser Strafystem aber so lax ist, ist es für viele osteuropäische Straftäter zum Beispiel geradezu ein Eldorado.Warm, Fernsehen, regelmäsiges Essen - Leben wie urlaub
Dann geh doch ins Gefängniss wenn's da so schön ist! :twisted:
Weisst Du was täglich hier in unseren deutschen Gefängnissen passiert? Da wird nicht nur geprügelt, geschlagen und gedealt, bestimmte, unliebsame Gefangene werden auch noch extremst misshandelt indem sie unter der Dusche mit kochendem Wasser verbrüht werden, bis zur Unkennlichkeit verstümmelt werden (Gesicht, Brust, Intimbereich) und so weiter :( Und die Gefängnissleitung macht nichts dagegen!
Bei solchen Umständen (und das sind keine verdammten Einzelfälle) wär es vielleicht wirklich besser für manche Gefangene sie würden von irgendeinem Verwandten des Opfers unmgebracht (wieso dürfen die das eigentlich nicht?).
@Yshary :
Offensichtlich hast du meinen Post nicht richtig gelesen.
Ich habe nicht gesagt, das Gefängnis sei Urlaub, ich sagte, für bestimmte Täter ist es im Vergleich zu den Bedingungen in deren Heimatländern wie urlaub.
Ausserdem drehen wir uns wieder im Kreis, denn nach wie vor sind die meisten Inhaftierten selbst Herr Ihrer Entscheidungen gewesen, bevor Sie die Taten begangen haben.
Und diese "Blutrache-Auge um Auge" Geschichte würde wahrscheinlich in die Anarchie führen, weil jeder jeden für nichts über den Haufen ballert. Wer sollte das denn reglementieren oder kontrollieren?
@ Hatake:
Hallo! Mit den Namen habe ich es nicht so, vertue mich ja ständig.
Wer schreit denn?
Ich bin dafür weil:
-viele Länder erfolgreich die Todesstrafe einsetzten, damit meine ich nicht
die vereinigten Staaten von Amerika!
Welche Länder sollen das sein? Mir ist bekannt, dass die Mehrheit aller Staaten die Todesstrafe in ihrem "Programm" haben und von denen, die diese wirklich systematisch einsetzen fällt mir kein positives Beispiel ein.
In Japan kommt man z.B. relativ gut damit zurecht, eben weil diese Strafe dort kaum, allein in äußersten Fällen verhängt wird. Aber das ist weniger ein erfolgreiches Vorbild, als ein Anzeichen von Liberalisierung deren Strafrechts. Man bewegt sich in Japan einfach langsam weg von der Todesstrafe. In einigen Jahrzehnten könnte das ein erfolgreiches Beispiel an gesellschaftlicher Entwicklung sein. ;]
Hatake_Kakashi
28.02.2004, 12:02
@ Yshary leg langsam mal ne andere Platte auf
Was wills du damit eigentlich erreichen wenn du in jedem Post uns unter die Nase reibst
Wie scheiße die Gefängnisse die Pharmaindustrie die allgemeine Welt ist
Meinst du das ändert was ?
Bzw du bringst uns dazu was zu tun ?
Du wirst höchsten zu einem Nervenden Etwas das hinter jedem Stein und Grasbücheln ne weltweite folternde Gemeinschaft sieht
Ich frag mich langsam wo Amnesty International ist um uns vor so Leuten wie dich zu schüßen :wink:
@ Proteus meinte SA
Hab da nen Kommentar vom Slayers im Kopf
Er sagt das sich eigentlich nur Menschen beschweren die nen Dach übern Kopf haben und in einem gewissen Luxus schwelgen
Sprich Internet etc etc
@ Slayers hoffe hab das jetzt so richtig wieder gegeben
Shingetsu
28.02.2004, 12:22
@Hatake:
hemm hemm
So redet man nicht mit Lady Yshary.
http://instagiber.net/smiliesdotcom/contrib/ruinkai/spanka.gif
Oha, wird sie ihrer Klagelieder irgendwann denn selbst überdrüssig??
Shingetsu
28.02.2004, 12:37
Akzeptiert sie halt wie sie ist.
Ich finds gut daß sie sich für die Menschenrechte einsetzt, und da viele Leute ja immer noch den Aberglauben haben daß in deutschen Gefängnissen paradisische Zustände herrschen find ichs gerechtfertigt daß Yshary über die Wahrheit aufklärt.
Wenns im Gefängnis so toll ist frag ich mich warum nicht jeder im Gefängnis wohnt ?
Vielleicht weil den Leuten ihre Freiheit am Ende doch lieber ist,
und weil ein schönes Haus oder Appartment halt doch irgendwie schöner ist als so ne kleine Gefängniszelle.
@ Yshary leg langsam mal ne andere Platte auf
Was wills du damit eigentlich erreichen wenn du in jedem Post uns unter die Nase reibst
Wie scheiße die Gefängnisse die Pharmaindustrie die allgemeine Welt ist
Meinst du das ändert was ?
Bzw du bringst uns dazu was zu tun ?
@Hatake Bei Dir will ich bestimmt nichts erreichen, weil Du bist mir sowas von egal, das gibts gar nicht :wink: Und wenn Du von Dir nicht so eingenommen wärst würdest Du merken dass die Threads in denen ich etwas schreibe auch noch andere lesen (die die Threads vielleicht etwas ernster nehmen als Du).
@Shingetsu *liebknuddel* ^____^
ich finde eure "Edels sei der Mensch und Zwieback und Gut" Ansichten ja uach recht drollig und es wäre schön, wenn alle Menschen friedlich und leibe, voll und mit Rosenblättern werfen blabla fasel.
nun sieht die Realität aber nun mal leider anders aus. der Mensch ist egoistisch, eigensinnig und brutal.
Um es mal ganz klar zu sagen : 99 % aller Leute sitzen zu recht im Gefängnis, viele haben 10 mal Glück gehabt und sitzen halt beim 11. Mal. die sitzen ja nicht, weil morgens einer kam und sagte, so mach mal 10 Jahre Urlaub. Täter, die so lange Haftstrafen zu verbüssen haben, haben meist eine imposante kriminelle karriere hinter sich. Und das kinderficker im Knast kein leichtes Leben haben, genauso wie Kindermörder, entführer usw. - denen geht es noch viel zu gut.
Und jetzt bitte nicht der einwand von politischen Gefangenen oder Unrechtsystem oder so ein Quark. Mit diesen Storys sind die 1977 schon gekommen. Wem es in unserem Staat nicht passt kann ja wegehen in eines der gelobten länder. Leider würde er dort mit seinen reaktionären Ansichten ( er ist ja gegen den Staat) sofort erschossen.
Shingetsu
28.02.2004, 13:43
@Proteus:
Ich sag nicht daß es irgendwo gelobte Länder gibt.
Mein gelobtes Land heisst Deutschland, die Wiege der abendländischen Kultur, und damit wir auch weiterhin die Spitze der Zivilisation bilden sollten wir eben nicht so Unsitten wie die Todesstrafe von den unzivilisierten Ländern übernehmen.
Deutschland ist nicht Nigeria, und das sollte man nicht nur an den Speckröllchen der Mädels erkennen sondern in allen Bereichen der Gesellschaft.
In Japan kommt man z.B. relativ gut damit zurecht, eben weil diese Strafe dort kaum, allein in äußersten Fällen verhängt wird. Aber das ist weniger ein erfolgreiches Vorbild, als ein Anzeichen von Liberalisierung deren Strafrechts. Man bewegt sich in Japan einfach langsam weg von der Todesstrafe. In einigen Jahrzehnten könnte das ein erfolgreiches Beispiel an gesellschaftlicher Entwicklung sein. ;]
Naja, da gab es mal einen Bericht im ZDF darüber. Die Verurteilen verbringen Jahre in Haft und werden ohne vorher darüber informiert an einem Tag zur Hinrichtung geführt, ohne nochmal vorher Gelegenheit zui haben ihren Verwandten "lebt wohl" zu sagen.
Amnesty International prangert diese Praxis an.
Matchoman
28.02.2004, 14:09
[Edit]
Also Schingetsu übertreibst da nicht, was hat das den mit zivilisiert und unzivilisiert zu tun, ein Massenmörder bringt dich einfach so aus Spass um, denen ist es egal die machen das ohne mit der Wimper zu zucken... Verdienen diese Menschen den noch Würde, wenn man jemanden umbringt kann man ganz bestimmt nicht wieder aufhören, die machen weiter bis Sie jemand erwischt!
Natürlich die Todestrafe kann da auch nichts ändern aber was bleibt einem da auch anderes über im Gefängnis können die ganz bestimmt nichts mehr lernen und ausserdem kannst du dir überhaupt vorstellen wie sich die Familienangehörigen fühlen müssen? Aber neuerdings darf man ja auch andere fressen wie ein Tier und nur ein paar Jahre bekommen. Tiere machen das aber nur aus Instinkt, weil Sie einen als Futter betrachten und deshalb auch unschuldig sind nur, wenn Menschen sowas machen finde ich können diese sich nicht mehr verstecken, den das unterscheidet uns doch von der Tierwelt!
Na ja wie man sich bettet so liegt man und momentan liegt man sehr bequem, diese Zeiten neigen sich aber eindeutig dem Ende zu. Die Welt bewegt sich, man muss schauen wo man bleibt, den auch die anderen wollen was essen... aber wenn es einem zu gut geht zeigt man mal gerne mit dem Finger auf die anderen :roll:
Shingetsu
28.02.2004, 14:19
@JPF:
Die japanischen Gefängnisse sind auch brutal. Ein deutscher Journalist der zu Unrecht in Tokyo eingesperrt war hat mal einen Bericht darüber geschrieben. Zustände wie im KZ, nur ohne Erschiessungen.
Shingetsu
28.02.2004, 15:22
@Matchoman:
Es gibt kein Gesetz gegen Kannibalismus, und alles andere was der Typ gemacht hat war nur "Tötung auf Verlangen". Man darf das Recht nicht beugen nur weil man Kannibalismus aus moralischen Gründen irgendwie eklig findet. Hier gehts nicht um deine oder meine persönlichen Gefühle sondern ganz kühl und sachlich darum was im Gesetzbuch steht.
Sicher haben manche Leute viel böses getan, aber ein Zeichen meiner ethischen Überlegenheit ist doch daß ich meinen Wut und Hass beherrschen, und Gnade gewähren kann. Dann geh ich halt nicht hin und schlag dem Übeltäter den Kopf ab, weil er das verdient hätte, sondern werfe ihn nur ins Gefängnis. Natürlich könnte ich einem Mörder auch bei lebendigem Leib die Haut abziehen, aber was erreiche ich damit ?
Leute wie Buddha und Jesus gelten als Vorbild für ethische Überlegenheit, und haben weltweit Milliarden Anhänger, und haben die uns gelehrt daß man Mördern die Haut abziehen soll ?
"Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin" (Mt 5,39)
Wenn ich höre das es uns schlechter gehen soll dann muss ich lachen. Unsere Probleme sind wenn man sie objektiv betrachtet Peanuts. Ich weiß ihr Deutschen habt ein paar Probleme mehr als wir Ösis, aber im allgemeinen gab es noch keine Gesellschaft in der es den Leuten so gut ging und geht wie uns.
Und die Todesstrafe... Das ist so ein Thema wie die Abtreibung. So vielschichtig und so komplex. Also beziehe ich klar Stellung und sage jein. ;)
Nein ernsthaft die Todesstrafe ist in meinen Augen nicht gerade einer moralischen Gesellschaft würdig.
Es ist im Grunde einfach, zumindest aus meiner Sicht. Hat ein Mensch ein bestimmtes Verbrechen verübt und wurde für dieses auch schuldig gesprochen, so hat man passenden Schritte daraus zu ziehen.
Für Kindesmisshandlungen würde ich noch ganz andere Dinge vorschlagen aber Todesstrafe ist dafür bestimmt passend.
Wie schon mehrfach erwähnt beschreibt das Urteil "Lebenslänglich" nicht die wirkliche Zeit hinter schwedischen Gardinen sondern lediglich 25 Jahre bevor nochmals entschieden wird ob der Verurteilte wieder resozalisiert werden konnte. Lebenslänglich mit anschließender Sicherheitsverwahrung bedeutet in diesem Fall wirklich Lebenslängliche Haft und unzähliche Geldscheine für den dt. Steuerzahler.
Die Todesstrafe, wie sie in den USA angewandt wird, halte ich auch für übertrieben dennoch sollte man sich überlegen, ob man nicht für gewisse Delikte das Ende des menschlichen Lebens veranlassen sollte. Was danach kommt fällt nicht mehr in unser Hoheitsgebiet und hat wohl nur der jenige Gott zu entscheiden an den man selbst glaubt. Aber gut das ist natürlich ethisch unterschiedlich zu sehen.
Aber im Fazit sehe ich die Todestrafe als notwendig an um besonders verabscheuungswürdige Verbrechen zu sühnen.
Was ist schon gerecht? Ich glaube Strafe ist eines der schwersten Kapitel wenn es um menschliche Gesellschaften geht. Ist es gerecht einen umzubringen weil er ein Kind vergewaltigt hat? Ist es wirklich so schlimm im Vergleich zu einem Mord? Ich mein man kann viel fordern nur glaube ich nicht das die Todesstrafe gerecht ist. Ich finde 25 Jahre sind eine sehr sehr lange Zeit. Jeder macht Fehler. Und diese Fehler können vergeben werden. Und wenn das jetzt zu christlich klingt, ist mir das auch egal.
Matchoman
28.02.2004, 17:00
Ach Shingetsu es haben auch andere ausser dir die Bibel gelesen und bitte ich könnte dir noch ein paar gegenstellen zitieren die, dass was du sagst wieder aufheben, also lassen wir diese Zitiererei.... und darum ging es hier so oder so nicht.
Aber bitte wenn jemand auf Kannibalismus steht soll er sich von mir aus selbst essen nur, glaubst du wirklich es war "Tötung auf Verlangen" das Recht darf man ganz sicher nicht beugen, nur wie möchtest du das feststellen ob das Opfer das wollte oder nicht, warst du dabei ?
Ich habe ganz sicher keine unbegründete Wut oder Hass auf diese Leute nur, wenn man hier anfängt zu zitieren muss man auch von allen erwarten das alles eingehalten wird solange das nicht geht, wird dir kein Gesetz dieser Erde logisch geschweige den gerecht vorkommen. Leute wie Buddha und Jesus was ich aber nicht auf eine Schiene stellen möchte, haben sich im Gegensatz zu all den anderen daran gehalten und haben nicht andere umgebracht, dass ist der Unterschied mein lieber! Wie schon gesagt alle müssen sich danach richten, dann funktionieren die Regeln auch solange das nicht geht, kannst du dich kurz und klein zitieren...
Egal du betrachtest das so ich anders wir müssen uns ja nicht hassen deswegen. Bin natürlich auch zu Kompromissen bereit aber, da gibt es auch eine Grenze, gibt ja solche und solche. Manche sehen es auch ein nur es gibt welche die selbst in ihren letzten Stunden lachen... verrückte halt die keinen Sinn mehr für Recht und Unrecht haben... :roll:
Shingetsu
28.02.2004, 17:06
@Matchoman:
hmm natürlich haben Jesus und Buddha nicht wahllos getötet. Sie sind mit gutem Beispiel vorangegangen.
Ich glaub die waren auch intelligent genug zu merken daß die Welt da draußen böse ist, und wussten daß nicht jeder Mensch ein Heiliger ist.
Sie haben zu den Leuten gepredigt damit die sich bessern. Wenn schon alles perfekt gewesen wäre hätten sie nicht predigen müssen.
Wegen dem Kannibalismus: Ob es wirklich Tötung auf Verlangen war, und ob das Opfer es gewollt hat usw. muss eben vor Gericht bewiesen werden. Darum gibt es ja die Verhandlung. Wenn dabei rauskommt daß es nicht freiwillig war werden die ihn schon wegen Mord anklagen. Da vertrau ich mal den Richtern, Anwälten, und Staatsanwälten, die mehr über den Fall wissen als ich.
Kittychan
28.02.2004, 17:18
Als ja die Missionare nach Afrika gekommen sind und die gesehn haben das da ein Stamm die Toten verspeist haben sie sich halt auch gefürchtet und meinten die essen alle auf weil se mal gut schmeckn, aber das ham sie nur gemacht weil sie glauben das wenn sie ihn aufessen das er dann in ihnen weiterlebt, ...tja, die großen Glaubensirrtümer... wieviele Kulturen haben die schon zerstört.
Ein Mensch verdient meiner Meinung nach den Tot wenn er selber jemanden getötet hat, vorallem wenn er dabei Geistig ganz auf der höhe war und ganz genau weiß was er getan bzw. tut.
Mann könnte natürlich auch den betreffenden Täter auch langsam Psychisch fertig machen.
Wenn jemand das Leben anderer nicht respektiert, muss man seins auch nicht respektieren.
Kittychan
28.02.2004, 17:57
Man reagiert aber jetzt halt nüchtern drauf, wenn niemand den du kennst von irgendwem ermordet wurde dem sie gefasst haben, dann natürlcih wünscht du ihm alles mögliche an den Hals, aber bloß keinen schnellen Tod.
Wegen dem Kannibalismus: Ob es wirklich Tötung auf Verlangen war, und ob das Opfer es gewollt hat usw. muss eben vor Gericht bewiesen werden. Darum gibt es ja die Verhandlung. Wenn dabei rauskommt daß es nicht freiwillig war werden die ihn schon wegen Mord anklagen. Da vertrau ich mal den Richtern, Anwälten, und Staatsanwälten, die mehr über den Fall wissen als ich.
Ich vertrau unserer Justitz nie, dazu hab ich schon zuviel Urteile gelesen. Woher wollen die denn beweisen dass er das gewollt hat? Dass er umgebracht werden wollte? Aus Emails, Schriftstücken? Die können alle gefälscht btw. unter Druck enstanden sein. Wenn es Deine Schwester / Dein Bruder wär würdest Du Ihnen dann auch vertrauen, dass sie rausfinden wie's gewesen ist?????? Mein Gott, ich hab nur Verachtung für Kannibalen! Und dass er dann auch noch ein Buch über alles schreibt ist echt das Letzte!
Tötung auf Verlangen kann man nur sagen wenn jemand zum Beispiel eine unheilbare Krankheit hat und dann vom Arzt oder jemand anderem Sterbehilfe bekommen hat.
Hatake_Kakashi
29.02.2004, 11:13
Wenn es Deine Schwester / Dein Bruder wär würdest Du Ihnen dann auch vertrauen, dass sie rausfinden wie's gewesen ist??????
Mein Gott, ich hab nur Verachtung für Kannibalen!
Anscheined verfolgst du lieber nen Gerichtsverfahren wo der Mörder deines Brüder oder Schwester oder sonstigen Familienmitglied richtig verurteilt wird
Als zu trauern
Desweiteren gibt es im Deutschland bisher nur einen Kannibalen Fall der großartig Bekannt wurde ( ja du zauberst jetzt garantiert wieder irgend ne Inetseite außem Hut wo drin steht das jeder 3 oder 5te Deutsche Kannibale ist :wink: )
Wer weiß ob nicht dein Nachbar im Keller ab und zu an nem Arm oder Bein knabbert
Desweiteren gabs in der USA nen Fall wo ne Reisegruppe die mit den Flugzeug abgestürtzt ist ihre Toten Leute aufgefuttert haben um zu überleben
Kannibalismus im Eis
Am 12. Oktober 1972 stürzt eine Maschine vom Typ Fokker Friendship in den Anden ab. Die Passagiere sind Mitglieder einer uruguayischen Rugbymannschaft.
Es beginnt ein unbeschreiblicher Überlebenskampf. Immer voll Hoffnung auf Rettung teilen sich die Überlebenden die wenigen Lebensmittel ein. Bis zu dem Tag, an dem sie eine folgenschwere Entscheidung treffen müssen. Entweder in 3500 Metern verhungern, oder durchhalten. Doch womit? Sie entschließen sich nach langen Diskussionen, die toten Kameraden zu essen. Nachdem sie merken, daß die Suche nach ihnen aufgegeben wurde, gehen zwei von ihnen los, um Hilfe zu holen. Und das Unglaubliche passiert. Nach drei Monaten werden 16 der 45 Menschen unter abenteuerlichen Umständen gerettet.
http://www.swr.de/ex/pics/themen/anden.jpg
Hatake_Kakashi
29.02.2004, 11:22
Danke Noxiel das meinte ich
Shingetsu
29.02.2004, 12:24
Wegen dem Kannibalismus: Ob es wirklich Tötung auf Verlangen war, und ob das Opfer es gewollt hat usw. muss eben vor Gericht bewiesen werden. Darum gibt es ja die Verhandlung. Wenn dabei rauskommt daß es nicht freiwillig war werden die ihn schon wegen Mord anklagen. Da vertrau ich mal den Richtern, Anwälten, und Staatsanwälten, die mehr über den Fall wissen als ich.
Ich vertrau unserer Justitz nie, dazu hab ich schon zuviel Urteile gelesen. Woher wollen die denn beweisen dass er das gewollt hat? Dass er umgebracht werden wollte? Aus Emails, Schriftstücken? Die können alle gefälscht btw. unter Druck enstanden sein. Wenn es Deine Schwester / Dein Bruder wär würdest Du Ihnen dann auch vertrauen, dass sie rausfinden wie's gewesen ist?????? Mein Gott, ich hab nur Verachtung für Kannibalen! Und dass er dann auch noch ein Buch über alles schreibt ist echt das Letzte!
Tötung auf Verlangen kann man nur sagen wenn jemand zum Beispiel eine unheilbare Krankheit hat und dann vom Arzt oder jemand anderem Sterbehilfe bekommen hat.
Ja. Anhand des Email-Verkehrs, Zeugenaussagen von Leuten die ihn gekannt haben usw.
Hierbei handelt es sich natürlich nicht um fälschbare Ausdrucke von Logfiles, sondern um Daten die direkt vom Provider stammen. hmm da gibts so ein System das den ganzen Daten-Verkehr im Internet zwischenspeichert. Erst neulich gabs so ein neues Gesetz dazu.
Manchmal werden Urteile sogar nur Aufgrund von Indizien gefällt. Das wird ja nicht nur beim Kannibalen so gemacht sondern bei allen Fällen. Die Beweisaufnahme ist bei allen gleich. So gesehen dürftest du der deutschen Justiz generell nicht trauen, aber das hat nichts speziell mit dem Kannibalen zu tun. Dann müsstest du auch zweifeln ob Betrüger, Diebe, Vergewaltiger etc. korrekt verurteilt werden. Irgendwie gehts halt nicht anders.
Yshari@
Wow, du bist echt der Brüller :smirk:
Wenn ein verschißener kleiner Balg in der Schule andere zusammenschlägt und unverschämt ohne Ende ist, dann sollen wir ihn um Gottes Willen nicht bestrafen. Wir sollen versuchen, seine "komplexen, für`s leben prägenden Psychischen Probleme" zu analysieren und zu beheben. Mal ganz abgesehen davon das endlos viele Kinder auf der Welt den gleichen Mist machen. Die werden bestimmt auch alle in Warheit hochintelligent uns sensibel sein und nicht irgendwelche Saudummen Idioten die es nicht besser wissen.
Aber wehe, wenn ein Mensch einen anderen verspeist. Dann wird drauf losgeschrien das derjenige keine Gnade verdient. DANN muss man sich nicht mit der Psyche befassen um rauszufinden was mit dem Menschen los ist: Sehen wir uns doch mal die Fakten an:
Armin Meiwes:
Geboren: 1961
Gestorben: zur Zeit inhaftiert
Todesursache: -
--------------------------------------------------------------------------------
Zu den Taten:
als Serienkiler aktiv: 2001
aktiv in: Deutschland
Motiv: Lust
Anzahl Opfer: 1
Geschlecht der Opfer: männlich
Bevorzugte Opfergruppe: keine besondere Zielgruppe
bevorzugte Tötungsart: zerstückelung
--------------------------------------------------------------------------------
Armin Meiwes oder bekannt als der Kannibale von Rothenburg ist kein Serientäter im eigentlichen Sinn. Er tötete nur 1 mal und wurde dann gefasst. Warum er trotzdem auf dieser Seite aufgenommen worden ist lesen sie selbst : Armins Vater verließ die Familie da war er 8 Jahre. Zur gleichen Zeit ging sein älterer Bruder zum studieren in eine andere Stadt.
Armin blieb mit der Mutter alleine zurück. Die Mutter mit einem extremen Hass auf Männer kümmerte sich nicht mehr um den Jungen. Sich alleine überlassen entwickelte Armin sehr seltsame Phantasien. Mit 12 Jahren hatte er, nach eigenen Aussagen, seine ersten Mordphantasien in dem er die Leichen zerstückelte. Er hatte nie feste Beziehungen zu Frauen. Nach dem Tod seiner Mutter, 1999, begann er intensiv nach einem möglichen Opfer zu suchen.
Was jetzt kommt ist noch nicht genau geklärt, Armin erklärte das sich 2001 ein Mann bei ihm übers Internet gemeldet hätte der gerne "zerstückelt" werden wollte. Sie trafen sich angeblich in seiner Dachkammer, dann trennten sie das Geschlechtsteil des Opfers ab und verspeisten es zusammen. Dann tötete Armin sein Opfer, wie er noch heute immer wieder betont auf deren ausdrücklichen Wunsch hin, mit einem großen Küchenmesser. Sexuell hätte noch nichts ihn derart befriedigen können, wie das zerstückeln und zerkleinern seines Opfers.
Diesen Vorgang hielt er auf einem Videoband fest. Er zerkleinerte die Leiche so weit das er sie in einzelne Portionen einfrieren konnte. Die Reste vergrub er im Garten. Nach 2 Tagen begann er das Fleisch zu braten und mit einer Pfeffersoße zu sich zu nehmen. In den weitern Monaten suchte er nach weitern Opfern, diesmal wollte er aber einen schlankeren Mann, da wäre das Fleisch zarter. Durch seine offene Suche im Internet kam wurde er schließlich gefasst. Zur Zeit ist er inhaftiert und der Prozess läuft.
Am 30.01.2004 wurde Meiwes von einem Kasseler Gericht zu 8,5 Jahre wegen Totschlages verurteilt. Die Staatsanwaltschaft, die auf Lustmord plädierte kündigte bereits an gegen das Urteil Revision einzulegen.
Also könnte man nach Yhsari sagen, sofern ich das verstanden habe, das solch ein Mensch keine Gnade verdient und mann sich nicht weiter mit ihm befassen muss (Wobei mich SEINE Psyche wirklich interessieren würde), aber jeder dumme Scheißer auf der Straße eine Rundumbetreuung verdient ?
Nicht nur das deine Ansichten viel zu sehr mit Emotionen vermischt sind, sie zeugen auch noch von Extremer Unerfahrenheit mit der Realität. Versuch einfach die Welt mit dem Verkauf von Traumfängern, Duftöl oder Steinen mit positiver Energie zu verbessern.
Aber bitte höre auf so zu tun als verständest du irgendwas von dem was in der deutschen Justiz, den deutschen Kliniken oder dem Deutschen Staat allgemein vorgeht. Dazu sitzt deine Rosa Brille echt zu fest :roll:
Shingetsu
29.02.2004, 15:45
@Slayer:
hmm wegen Totschlag.
dann gab es scheinbar doch nicht ausreichend Beweise die darauf schliessen lassen daß das Opfer sich freiwillig hat schlachten lassen, oder das Gesetz wurde gebeugt. Ich versteh da auch die Staatsanwaltschaft nicht die eine Klage wegen Mord angestrebt hat, wenn doch die Tötung auf Verlangen so offentsichtlich ist. Es gibt tatsächlich so Verrückte die sich schlachten lassen wollen "Schlachtsau sucht Metzger" heisst es dann in den einschlägigen Newsgroups, und das Opfer wird in der Szene auch kein Unbekannter gewesen sein.
Auf "moerder-in-serie.de" wird er aber aufgerührt. Oder glaubst du ich habe mit die Mühe gemacht die Daten über den guten Mann einzeln zu suchen und dann tabellarisch hinzutippen ? :wink:
Shingetsu
29.02.2004, 15:52
@Slayer:
jo. habs gelesen, und meinen Beitrag nochmal geändert.
Ein Mensch verdient meiner Meinung nach den Tot wenn er selber jemanden getötet hat, vorallem wenn er dabei Geistig ganz auf der höhe war und ganz genau weiß was er getan bzw. tut.
Mann könnte natürlich auch den betreffenden Täter auch langsam Psychisch fertig machen.
Wenn jemand das Leben anderer nicht respektiert, muss man seins auch nicht respektieren.
Und was ist wenn eine Mutter ihre Kinder verdeitigt oder ein Mann seine Familie. Wenn eine Tochter nachdem sie der Vater jahrelang sexuell mißbraucht hat sich wehrt und er ins Messer stürzt....
Und jetzt erklärst du mir das die alle getötet werden sollen oder "Man könnte natürlich auch den betreffenden Täter auch langsam Psychisch fertig machen."
Wenn alles so einfach zu beurteilen wäre wie sich einige das hier vorstellen bräuchten wir kein kompliziertes Rechtssystem, keine teuren Prozesse und keine studierten Richter :?
Von diesem 6 Seiten langen gefasel bekomm ich noch Kopfschmerzen :kratz: .
Aber alles nach der Reihe, alsooo......ich finde nicht das man hier in Deutschland die Todesstrafe einführen sollte. Vielleicht haben diese Menschen ihr recht auf Leben verwirkt aber dürfen wir uns in gleichem Atemzug das Recht nehmen diesen zu töten?. Damit sind wir nicht besser das muss ich schon zu geben.
Ich fand die Idee von SA garnicht mal so schlecht das der Täter selber über sich urteilen kann=selber entscheiden kann ob er Lebenslänglich oder besser gleich den Tod wählt. Aber ich glaube nicht wirklich das irgendein Täter sich für den Tod entscheiden würde, da er sich damit selber seine Chancen verbauen könnte. Und um zum Thema "auge um Auge Zahn um Zahn" zu kommen, so stammt das doch aus dem alten Testament, oder?. Leben wir nicht nach dem Neunen??. Na ja mehr fällt mir im moment nicht dazu ein......
PS: Was ich noch anmerken wollte: Ich habe das Gefühl das hier der ein oder andere User nur Oposition ist um des Opositionswillen. Hauptsache man ist genau dafür wo die Mehrheit nicht für ist. Manchmal habe ich das Gefühl das sie sich die Argumente förmlich an den Fingern absaugen *lach*. Hier wurden schon so viele Argumente gebracht aber es ist erstaunlich wie sehr manche auf ihrer Meinug beharren :shock:
~-=\AoR/=-~
03.03.2004, 08:39
Von diesem 6 Seiten langen gefasel bekomm ich noch Kopfschmerzen :kratz: .
[..]Vielleicht haben diese Menschen ihr recht auf Leben verwirkt aber dürfen wir uns in gleichem Atemzug das Recht nehmen diesen zu töten?. Damit sind wir nicht besser das muss ich schon zu geben.
[..]Und um zum Thema "Auge um Auge Zahn um Zahn" zu kommen, so stammt das doch aus dem alten Testament, oder?. Leben wir nicht nach dem Neunen??. Na ja mehr fällt mir im Moment nicht dazu ein......
*zustimm*
1. Niemand hat das Recht einem anderen Menschen das Leben zu nehmen, egal aus welchen Gründen! Wir stellen uns ja schließlich hin und behaupten von uns selbst die Spitze der Evolution zu sein. Wir wollen zivilisiert sein, aber ermorden Unseresgleichen, nur weil diese in unseren Augen nicht "normal" sind, weil sie von der gesellschaftlichen Norm abweichen. Das ist erbärmlich! Wenn uns nichts besseres einfällt als Mord, um unsere Gesellschaft zu sichern, dann haben wir auch nichts besseres verdient.
2. Das Alte Testament ist die Basis des christlichen Glaubens und so eine Art Geschichtsbuch mit mythologischem Touch. Das neue Testament ist mehr oder weniger von Mönchen in der Zeit von 300 bis 600 frei erfunden wurden. Aber das nur nebenbei.
Das ist so ein Thema, wo man hin und hergerissen ist zwischen einem "Ja, führt sie ein" oder einem "Nein, die wollen wir net"
Einerseits ist es, wie SA gepostet hat, weitaus billiger, die Mörder und andere Schwerverbrecher ne Kugel zu verpassen, als dass die Steuerzahler die auch noch jahrzehnte lang durchfüttern müssen. Klingt hart, ist es auch. Es erscheint vielleicht nicht humaner, jemanden auch umzubringen, doch für diejenigen isses vielleicht besser, als etliche Jahre eingesperrt zu sein. Aber das Beispiel der USA sollte man nicht folgen, wo Sträflinge bis zu 20 Jahre auf ihre Todesspritze warten müssen. Wenn, dann sollte man das in schnellster Eile hinter sich bringen. Mir wäre es auch lieber, wenn ich ein Massenmörder wäre, wenn man mir ne Spritze gibt, als dass ich mein lebenlang hinter Gittern verbringen muss. (Okay, is in Deutschland ja net ganz so...lebenslänglich...jaja.) Mich würde das psychisch fertigmachen.
Andererseits gibt es ja auch den Fall der Justizfehler und dann sterben Unschuldige, denen man fälschlicherweise was angehängt hat, nur weil z.B. die zuständigen Behören schlampig gearbeitet haben. Siehe USA. Richtern und Geschworenen werden Beweise vorenthalten und ruck zuck landet ein Unschuldiger in der Todeszelle. Nur weil die zu faul sind richtig zu ermittelön und lieber den erst besten Verdächtuigen nehmen, den sie finden können.
Trotz allem, würde ich dennoch zu einem leichten JA tendieren.
~-=\AoR/=-~
03.03.2004, 12:26
Andererseits gibt es ja auch den Fall der Justizfehler und dann sterben Unschuldige, denen man fälschlicherweise was angehängt hat, nur weil z.B. die zuständigen Behören schlampig gearbeitet haben. Siehe USA. Richtern und Geschworenen werden Beweise vorenthalten und ruck zuck landet ein Unschuldiger in der Todeszelle. Nur weil die zu faul sind richtig zu ermittelön und lieber den erst besten Verdächtuigen nehmen, den sie finden können.
Trotz allem, würde ich dennoch zu einem leichten JA tendieren.
Würdest du auch zu einem leichten Ja tendieren, wenn du es bist, der unschuldig in der Todeszelle sitzt?
Trotz allem, würde ich dennoch zu einem leichten JA tendieren.
Würdest du auch zu einem leichten Ja tendieren, wenn du es bist, der unschuldig in der Todeszelle sitzt?[/quote]
Tja, an dieser Stelle wäre es dann zu spät, noch zu einem "NEIN" zu tendieren.
Shingetsu
03.03.2004, 14:25
@Devilot:
Wieso ? In der Todeszelle bist du ja noch nicht tot. (da wartest du nur auf deine Hinrichtung)
Kannst dich also noch entscheiden.
Aber was nützt es mir denn, mich für ein NEIN zu entscheiden, wenn auf mich die Spritze wartet? Wirklich viel hab ich dann davon auch net...es sei denn, man erkennt den Irrtum und ich komm wieder frei. Dann wäre das sicherlich ne Überlegung wert. Aber ich glaub mal nicht daran, dass mir sowas passieren wird.
Shingetsu
03.03.2004, 14:38
@Devilot:
Es kam schon oft vor daß Todesurteile wieder aufgehoben wurden. Es dauert oft bis zu 20 Jahre bis zur Hinrichtung, und da kam es wie gesagt schon öfter vor daß die Strafe in Lebenslänglich umgewandelt wurde, oder daß sogar ein Justizirrtum erkannt wurde und derjenige freigelassen wurde.
Is mir durchaus bekannt, dass sowas schon vorgekommen ist, dass Prozesse wieder aufgerollt wurden und sich herausgestallt hat, dass der Täter in Wahrheit unschuldig ist. Wenn mir sowas passieren würde und ich wieder entlastet werden würde, könnte ich meine Meinung ändern. Da dies aber (glücklicherweise) extrem unwahrscheinlich ist, bleib ich bei meiner JA-Tendenz.
~-=\AoR/=-~
03.03.2004, 15:58
Aber was nützt es mir denn, mich für ein NEIN zu entscheiden, wenn auf mich die Spritze wartet? Wirklich viel hab ich dann davon auch net...es sei denn, man erkennt den Irrtum und ich komm wieder frei. Dann wäre das sicherlich ne Überlegung wert. Aber ich glaub mal nicht daran, dass mir sowas passieren wird.
Oh ho, diese "Mir wird das schon nicht passieren"-Einstellung hat schon einige Leute in Schwierigkeiten gebracht. Ich meine, da es sowas gibt, muss es ja irgendwem passieren. Wieso nicht dir?
FallenAzrael
03.03.2004, 16:55
ich finde, wenn der staat jemanden umbringt, ist er nicht besser als der Mörder!!!
Aber was nützt es mir denn, mich für ein NEIN zu entscheiden, wenn auf mich die Spritze wartet? Wirklich viel hab ich dann davon auch net...es sei denn, man erkennt den Irrtum und ich komm wieder frei. Dann wäre das sicherlich ne Überlegung wert. Aber ich glaub mal nicht daran, dass mir sowas passieren wird.
Oh ho, diese "Mir wird das schon nicht passieren"-Einstellung hat schon einige Leute in Schwierigkeiten gebracht. Ich meine, da es sowas gibt, muss es ja irgendwem passieren. Wieso nicht dir?
Gute Frage, AoR! Nun, erstens kann ich mir nicht vorstellen, dass ich Feinde habe, die mich deratig hassen, das sie mir ein Mord in die Schuhe stecken wollen, oder eine andere Straftat und zweitens hätte ich kein Motiv jemanden umzubringen und wäre dazu wohl nicht in der Lage, denn ich bin ein kleines Weichei und sobald ich den Toten da liegen sehen würde, würd ich gleich daneben liegen. Wahrscheinlich wäre ich auch zu feige dazu.
Phoenix no Yume
04.03.2004, 22:39
imo, wenn unrecht mit unrecht gesühnt wird, wird das unrecht auf dieser welt dadurch nur noch großer, und dass ist ja wohl nicht unbedingt sinn der sache, oder?
imo, wenn unrecht mit unrecht gesühnt wird, wird das unrecht auf dieser welt dadurch nur noch großer, und dass ist ja wohl nicht unbedingt sinn der sache, oder?
ich sage
ja zur todesstrafe vor allem fuer kinderschaender/moerder
~-=\AoR/=-~
05.03.2004, 13:21
ich sage
ja zur todesstrafe vor allem fuer kinderschaender/moerder
Kultivierte Beiträge liest man immer wieder gern.
Kultivierte Beiträge liest man immer wieder gern.[/quote]
dem kann ich zustimmen :roll:
@der_ork:
Ich glaube AOR meinte, es wäre schön, wenn Du Deine Aussage begründen würdest. ;)
~-=\AoR/=-~
05.03.2004, 22:56
JPF, du nimmst mir die Worte aus dem Mund ...
... nun ork ... ich warte ... und ich bin jung ... ich hab Zeit ...
Hmm, mit 26 würde ich mir eigentlich schon ernsthaft Sorgen um ein Testament machen, aber das sind ja nur Gedankengänge eines bösen Menschen. ^__^
Und jetzt, da Der_ork - ein Neuling, nicht der Umgebung gewahr - den Sarkasmus nicht bemerkt hat, wollen wir doch gleich mal ein wenig direkter werden:
Warum nur für Kinderschänder/Mörder? Ist es eine feine Sache, das auf die beiden Gruppen zu begrenzen? Warum?
~-=\AoR/=-~
05.03.2004, 23:10
Die Frage stellt sich meiner Meinung nach überhaupt nicht. Die Todesstrafe ist ein barbarisches Mittel der unrechtmässigen Rechtssprechung und für eine zivilisierte Nation völlig indiskutabel.
Shingetsu
05.03.2004, 23:16
Hmm, mit 26 würde ich mir eigentlich schon ernsthaft Sorgen um ein Testament machen, aber das sind ja nur Gedankengänge eines bösen Menschen. ^__^
Und jetzt, da Der_ork - ein Neuling, nicht der Umgebung gewahr - den Sarkasmus nicht bemerkt hat, wollen wir doch gleich mal ein wenig direkter werden:
Warum nur für Kinderschänder/Mörder? Ist es eine feine Sache, das auf die beiden Gruppen zu begrenzen? Warum?
hmm ja.
Jemand der "nur" alte Omas schändet hat Glück gehabt.
Mir ist schon klar daß die Menschen ihre Kinder als besonders wertvoll ansehen, aber sollte es wirklich so sein daß es Menschen gibt die mehr wert sind als andere ? Darauf läuft es nämlich hinaus wenn man sagt daß Kinder mehr wert sind als alte Leute, und Vergehen an Kindern härter bestraft werden müssen. Wie alt jemand ist sollte bei der Beurteilung seines Lebensrechts keine Rolle spielen, und überhaupt kann sich niemand Anmaßen zu behaupten daß der Mord oder Schändung an dieser oder jener Bevölkerungsgruppe schlimmer ist als an einer anderen.
Noch was anderes:
Mir ist aufgefallen daß in Deutschland scheinbar viele Leute die Todesstrafe befürworten, und sogar behaupten daß es das einzige ist was sie an der USA gut finden usw.
Aber: Ausgerechnet in den USA ist der Trend doch eher rückläufig, und in vielen Bundesstaaten wurde die Todesstrafe schon abgeschafft. Es ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit bis es in den USA keine Todesstrafe mehr gibt.
Naja.. so große Fortschritte macht die USA auch wieder nicht (mich grad noch etwas informiert hab) aber wenigstens ist es z.B. seit 2002 verboten geistig zurückgebliebene Täter hinzurichten. Das muss man sich mal vorstellen: Vorher wurden in den USA sogar Kinder und geistig Behinderte exekutiert. Da merkt man doch daß deren Rechtsverständnis noch aus der Zeit des Wilden Westens stammt.
Freudscher Versprechen von George W. Bush:
"I do not believe we've put a guilty, I mean innocent, person to death in the state of Texas"
Hier mal eine Hinrichtungsstatistik:
http://www.todesstrafe.de/thema/laender/usa/verteilung.php
Das Nord-Süd-Gefälle in den USA.
Ist es verwunderlich daß die Anzahl der Hinrichtungen in den Südstaaten, dem Land der hirnlosen Rednecks besonders hoch ist ?
Der zivilisiertere Norden hat viel weniger Hinrichtungen.
Der zivilisiertere Norden war es auch der die Sklaverei abschaffen wollte.
Da im Süden die Wirtschaft darunter gelitten hätte wenn man den Schwarzen plötzlich einen anständigen Lohn hätte zahlen müssen war ihnen das sogar einen Bürgerkrieg wert.
Da sieht man doch was die Südstaatler für ein Haufen sind, und nicht umsonst gelten sie in den USA als dumme Hillbillies, Rednecks etc.
Dieses Klischee kennt man auch aus Filmen wie "Texas Chainsaw Massacre" und ein Funken Wahrheit steckt da schon drin.
Ich brauch wohl nicht zu erwähnen wo rassistische Spinner-Sekten wie der Ku Klux Klan besonders aktiv sind.
Todesstrafe?
Wer es verdient hat soll se bekommen! In diesen Fällen sollte genauer Recherchen angestellt werden um festzustellen das er/sie wirklich ein Mörder ist den Unschuldig sollte niemand bestraft werden.
Aber ich will den Schalter nicht umlegen. Denn ich könnte nicht damit leben jemanden umzubringen, auch wenn er es schult ist.
Würde einer von euch den Schalter umlegen wollen?
Shingetsu
07.03.2004, 21:10
Genau das ist doch das Problem. Irgendjemand wird immer zugemutet daß er den Schalter umlegen muss.
Die Amis haben deshalb so ein tolles System erfunden wo 5 Leute gleichzeitig drücken, und niemand weiß wessen Knopf das Gift enthielt. Auch früher gabs das schon daß gleich ein ganzes Erschiessungskommando angetreten ist, damit kein Einzelner sich schuldig fühlen muss.
Aber lässt sich das Unterbewusstsein wirklich so leicht austricksen ? Irgendwie fühlt man sich vielleicht doch schuldig.
Jaja, für die Todesstrafe stimmen, aber nicht genug Eier - Vorsicht, nicht wörtlich nehmen - haben, um den Menschen dann selber zu richten, das haben wir gern... <_<
Überlassen wir das lieber dem Nachbarn, der hat schon etliche Leute auf dem Gewissen...
Das ist keine Frage des Geldes, sondern schlicht der Ethik.
Tja, denn Schalter umlegen...hey, das könnte ich mir sogar vorstellen wenn die Kohle stimmt. Diese werde ich anschließend für den Psychater brauchen, wer weiß ob der Staat den dann bezahlt, aber das macht er in den USA ja auch wenn ein Polizist jemanden erschoßen hatt. Ist warscheinlich nicht mal der schlechteste Job. Wenn man damit klar kommt. Aber der Mensch gewöhnt sich bekanntlich an alles. :P
habe das schon verstanden nur mag ich es nicht wenn man mir so kommt :wink:
klar kann ich das, begünden:
Eine ware geschichte:
ein neuer nachbar zieht ein, netter typ immer freundlich, macht gerne den babysitter irgenwann stellt sich raus warum.
es gibt eine verhandlung er wird freigesprochen wegen unzurechnungsfähigkeit (ich hatte eine so schlechte kindheit, brauche liebe)
er bekommt einen neuen namen zieht um 6 monate spaeter das selbe, er wird verknackt 20 jahre ( reicht das?)
ich kann nur sagen wenn das einer bei meiner nichte macht, dann will ich das der mehr als 20 jahre oder so kriegt dann soll er die todesstrafe kriegen.
klar ist das hart, aber mein gott die kann man nicht anders verurteilen
Wie eine Gesellschaft mit ihren Verbrechern umgeht war schon immer ein Gradmesser wie reif eine Gesellschaft ist.
Und ich glaube auch nicht das man das nicht aus der Sicht der Opfer regeln bzw betrachten sollte sondern aus der Sicht der Gesellschaft. Ist es moralisch zu Rechtfertigen das ich jemanden töte? Egal aus welchem Grund? Mir ist schon klar, dass wenn meinen Verwandten oder Leute die ich liebe etwas furchtbares zustossen würde, ich auch Todestrafe schreien würde. Nur hätte ich dann als objektiver Richter kein Recht mehr dazu.
Ich glaube nicht das es irgendjemanden oder irgendeiner Instution zusteht das Leben eines Menschen zu beenden.
ja mag schon sein (meine meinung) ist halt das die typen mit einigen verprechen halt zu weit gehen und damit ihre rechte verlieren.
das ist halt meine meinung und viele sehen das auch so, genau wie deine meinung auch von vielen geteilt wird
Phoenix no Yume
08.03.2004, 16:06
dann bist du aber hoffentlich auch bereit, das urteil zu vollstrecken, wenn du es so leichtfertig sprichst
~-=\AoR/=-~
08.03.2004, 16:13
Wie eine Gesellschaft mit ihren Verbrechern umgeht war schon immer ein Gradmesser wie reif eine Gesellschaft ist.
[...]
Ich glaube nicht das es irgendjemanden oder irgendeiner Instution zusteht das Leben eines Menschen zu beenden.
Dem gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, außer:
Wenn wir uns auf diese Stufe herablassen, einem anderen Menschen vorsätzlich zu ermorden, dann stellen wir uns auf die gleiche Stufe wie die Leute, die wir bestrafen wollen. Wir wären nicht besser als die!
Und was ist der Unterschied zwischen der Todesstrafe und einem "normalen" Mord? Es gibt keinen! Der eine tötet aus geistig verwirrten Gründen und wir töten aus Rache! Ich weiß nicht was schlimmer ist ... denn Rache ist ein rationales Gefühl, und ein zivilisierter Mensch sollte seine Gefühle zumindest so weit unter Kontrolle haben, dass er keinem anderen Menschen schadet.
[quote=none] ... denn Rache ist ein rationales Gefühl, und ein zivilisierter Mensch sollte seine Gefühle zumindest so weit unter Kontrolle haben, dass er keinem anderen Menschen schadet.
Sag das nochmal, wenn der Mörder deiner Lieben auf der Anklagebank mit 15 Jahren oder Lebenslänglich davon kommt!
~-=\AoR/=-~
08.03.2004, 18:35
... denn Rache ist ein rationales Gefühl, und ein zivilisierter Mensch sollte seine Gefühle zumindest so weit unter Kontrolle haben, dass er keinem anderen Menschen schadet.
Sag das nochmal, wenn der Mörder deiner Lieben auf der Anklagebank mit 15 Jahren oder Lebenslänglich davon kommt!
Ich will ja nicht sagen, dass ich perfekt bin und ich weiss auch nicht wie ich in einer derartigen Situation reagieren würde. Aber meine Rachegelüste würden mit sicherheit nicht befriedigt werden, wenn ich den Täter auf dem Stuhl schmorren sähe. Denn dann wäre ich zum Mörder geworden! Und das alttestamentarische Motto "Aug um Aug, Zahn um Zahn" hat noch nie funktioniert und wird nie funktionieren.
Fragen wir uns doch einmal: Wieso haben so viele Staaten die Todesstrafe denn abgeschafft? Bestimmt nicht um die Täter zu schützen. Aber wenn man sich die Rückfallquoten von Ländern mit Todesstrafe (USA) und denen ohne Todesstrafe (Deutschland) anschaut, dann wird man sehen, dass diese bei uns wesentlich niedriger ist als in den USA. Immer rigidere Haftstrafen helfen der Gesellschaft nicht, sie schaden ihr eher.
[quote=none] ... denn Rache ist ein rationales Gefühl, und ein zivilisierter Mensch sollte seine Gefühle zumindest so weit unter Kontrolle haben, dass er keinem anderen Menschen schadet.
Sag das nochmal, wenn der Mörder deiner Lieben auf der Anklagebank mit 15 Jahren oder Lebenslänglich davon kommt!
das habe ich geschrieben? Das klingt so gar nicht nach mir...
@AoR
Die situation in den USA und Deutschland ist ( noch ) nicht vergleichbar.
die wesentlich liberalere Waffenregelung in den USA, die Ghettobildung in den Städten, das völlig andere Rechtssystem ist nicht auf die Bundesrepublik übertragbar.
Aber auch hier hat, vor allem nach Grenzöffnung, die Zahl der Gewaltdelikte in erheblichem Maß zugenommen. Die Zahl der Körperverletzungen hat in den letzten 10 Jahren um 380 % zugenommen, die der gefährlichen Körpervereltzungen sogar um 1800 %. Natürlich auch eine folge der Vernetzung der PI, früher fiel vieles unter den Tisch.
Die organisierte Kriminalität hat, von der Öffentlichkeit vielfach unbemerkt, erschreckende dimensionen angenommen. In zahlreichen Ballungszentren ist eine Tendenz zur Ghettobildung spürbar, die Abschottung von einzelnen Bevölkerungsgruppen tut ein übriges.
Wie in einem Post von none zu lesen war kann man den Reifegrad einer Gesellschaft an Ihrem Strafsystem ablesen. Man kann aber auch den Verfall eben dieser an seiner Jugend und seiner Struktur ablesen. Jede Gesellschaft bekommt die Straftäter, die sie verdient.
Strafe hat weniger mit Rache zu tun (das auch) sondern in erster Linie mit Abschreckung. Deswegen anch wie vor : Ich kann auf Ladendiebstahl die todesstrafe verhängen, wenn jeder Täter davon ausgeht, nicht erwischt zu werden, wird sich die absolute Zahl nicht verringern.
Je höher die Zahl der ertappten Täter ist, desto höher ist paradoxerweise die Dunkelziffer.
Ein Grossteil der Morde wird aufgeklärt, aber auch nur aus zwei Gründen : Mord verjährt nicht und ca. 35 % der Morde werden nicht als solche erkannt. Bei Einbrüchen beträgt die Aufklärungsquote nur 10 %, weil jeder Einbruch gemeldet wird und Eingang in die Statistik findet.
Messiah_of_Death
08.03.2004, 23:54
AUF ZUM SCHAFOTT !
so Mittelalterstyle Live Hinrichtung ... wär doch was :D
mei, die Leut die lebenlänglich sitzen, haben doch eh nichts mehr.. Ganzen Tag nur hinter schwedischen Gardinen, knallen sich gegenseitig in der Dusche und das bis se krepieren..
und wenn se doch mal begnadigt werden => wer gibt denen noch ne Arbeitstelle, da hocken se uns schon wieder auf den Taschen ..
... aber Todesstrafe kann man ja net (wieder)einführen ... dann fliegen wir aus der EU raus ... (das einzig postive wäre evtl die Rückkehr der DM ;) ) ...
Lebenslänglich geht hier in Deutschland bis zu etwa 26 Jahren Freiheitsstrafe, und für die DM müssen erst mal wieder die Druck- und Prägeanstalten angeworfen werden. ;)
Lebenslänglich geht hier in Deutschland bis zu etwa 26 Jahren Freiheitsstrafe, und für die DM müssen erst mal wieder die Druck- und Prägeanstalten angeworfen werden. ;)
das ist ja gerade das problem! wenn die wenigstens fuer immer drin waeren!
Lebenslängliche Verwahrung ist sauteuer... und Kugeln so verdammt billig. *demonic laughter*
Lebenslängliche Verwahrung ist sauteuer... und Kugeln so verdammt billig. *demonic laughter*
Daß dem nicht so ist, haben wir schon gleich am Anfang festgestellt. :smirk:
Messiah_of_Death
09.03.2004, 16:09
Lebenslängliche Verwahrung ist sauteuer... und Kugeln so verdammt billig. *demonic laughter*
machen mer's doch einfach
beim Bund hast du Schießübung auf Pappsoldaten [...]
bzw. so Feldübungen, wo andere Kameraden in blauen Anzügen rumrennen und man mit Platzpatronen beladenen Gewehren draufballern muss (klingt so als ob man die Arbeiterklasse dezimieren will... ) [...]
:smirk:
Lebenslängliche Verwahrung ist sauteuer... und Kugeln so verdammt billig. *demonic laughter*
machen mer's doch einfach
beim Bund hast du Schießübung auf Pappsoldaten [...]
bzw. so Feldübungen, wo andere Kameraden in blauen Anzügen rumrennen und man mit Platzpatronen beladenen Gewehren draufballern muss (klingt so als ob man die Arbeiterklasse dezimieren will... ) [...]
:smirk:
aus welchem scheiß bericht hast du den den schund :roll:
also ich bin beim bund und da steckt sin dahinter das kannst du mir schon glauben
Shingetsu
09.03.2004, 16:43
Ich hab gehört beim Bund schiessen sie mit scharfer Munition auf die eigenen Kameraden, um die Übungen noch realistischer zu machen.
Heute wurden in München zwei Soldaten verhaftet weil sie scharfe Handgranaten auf Fußgänger geworfen haben.
Ich hab es selber gesehen. Ich schwör. :wink:
Einer von denen hieß glaub ich Nachtmahr.
Ich hab gehört beim Bund schiessen sie mit scharfer Munition auf die eigenen Kameraden, um die Übungen noch realistischer zu machen..
NEIN! :shock: es wird geschossen aber nicht auf sondern in einem winkel ueber bzw seitlich der karmeraden, so das es keine gefahren gibt und das auch nur bei truppen die fuer den einsatz fitt gemacht werden ein wehrdienstler erlebt sowas wohl nicht oder selten.
Ich habs erlebt es gibt keine gefahr
Letzte Woche wurden in München zwei Soldaten verhaftet weil sie scharfe Handgranaten auf Fußgänger geworfen haben.
Ich hab es selber gesehen. Ich schwör. :wink:
Einer von denen hieß glaub ich Nachtmahr.
das ist mir neu !
es ist sehr schwer an scharfe mun zu kommen vor-allem an scharfe sprengkoerper also ich kann das kaum glauben.
Lebenslängliche Verwahrung ist sauteuer... und Kugeln so verdammt billig. *demonic laughter*
Daß dem nicht so ist, haben wir schon gleich am Anfang festgestellt. :smirk:
Echt?! - Sag' bloß, jetzt sind sogar die Kugeln teurer geworden! :shock: - Haben denen die Zigaretten nicht gereicht?! :fluch: *just kidding*
Shingetsu
09.03.2004, 17:08
@Ork:
Ich hab nur spaß gemacht, aber ist schon interessant was dabei so alles ans Tageslicht kommt.
Die schiessen also wirklich mit scharfer Munition "auf" Kameraden ?
Einer lebender Mensch stellt sich hin, und dann wird mit scharfer Munition (knapp ?) an ihm vorbeigeschossen ?
Dient das vielleicht zum Abbau von Hemmungen und Ängsten ?
und was ist wenn jemand seinen Kameraden erschiesst, und dann sagt: "Ich wollte ja vorbeischiessen, aber meine Hand hat gezittert"
Da kann man voll leicht einen Mord begehen und dann behaupten daß es ein Unfall war.
Messiah_of_Death
09.03.2004, 17:12
aus welchem scheiß bericht hast du den den schund :roll:
also ich bin beim bund und da steckt sin dahinter das kannst du mir schon glauben
lern lesen und schreiben
...man .. .als ich da war haben wir scharf auf Pappsoldaten geschossen und mit Platzpatronen auf Kameraden die im Blaumann unterwegs waren ...
... ... ich wollte nur etwas sarkastisch seinen Beitrag umleiten....
.. und Kugeln so verdammt billig
und zwar.. .statt Pappsoldaten .. und Blaumänner gleich die Gefangenen zu nehmen ...
.... *kopfschüttel*
waschbaer
09.03.2004, 22:12
Also falls in Deutschland die Todesstrafe eingführt wird, sollten die Leute wie in China durch ein Genickschuß sterben, damit man ihre Organe entnehmen kann und den bedürftigen geben :twisted:
Shingetsu
09.03.2004, 22:35
Schade daß man Gehirne nicht transplantieren oder aufrüsten kann. Wenn ich mir die Welt so anschaue hab ich das Gefühl daß es am meisten an Gehirn mangelt.
:wink:
~-=\AoR/=-~
10.03.2004, 00:25
Schade daß man Gehirne nicht transplantieren oder aufrüsten kann. Wenn ich mir die Welt so anschaue hab ich das Gefühl daß es am meisten an Gehirn mangelt.
:wink:
In dem Punkt sind wir uns einig. Nach meiner Erfahrung sollten wir unseren Soldaten mal ein paar davon abgeben. *zum Ork schau*
Aber wir kommen vom Thema ab.
@Ork:
Ich hab nur spaß gemacht, aber ist schon interessant was dabei so alles ans Tageslicht kommt.
Die schiessen also wirklich mit scharfer Munition "auf" Kameraden ?
Einer lebender Mensch stellt sich hin, und dann wird mit scharfer Munition (knapp ?) an ihm vorbeigeschossen ?
Dient das vielleicht zum Abbau von Hemmungen und Ängsten ?
und was ist wenn jemand seinen Kameraden erschiesst, und dann sagt: "Ich wollte ja vorbeischiessen, aber meine Hand hat gezittert"
Da kann man voll leicht einen Mord begehen und dann behaupten daß es ein Unfall war.
Nicht knapp!
es ist nicht möglich das einer getroffen wird, glaub das einem der es gemacht hat
Shingetsu
10.03.2004, 07:42
@Ork:
Trotzdem versteh ich noch nicht ganz warum dann überhaupt "auf" einen lebenden Kamerad vorbeigeschossen wird, statt ganz normal auf Pappmännchen zu schiessen. Braucht man diesen zusätzlichen Realismus um irgendwelche Hemmungen abzubauen ? Denn Zielen lernt man ja nicht beim vorbeischiessen, oder ? Die Pappkameraden darf man wenigstens treffen.
@Ork:
Trotzdem versteh ich noch nicht ganz warum dann überhaupt "auf" einen lebenden Kamerad vorbeigeschossen wird, statt ganz normal auf Pappmännchen zu schiessen. Braucht man diesen zusätzlichen Realismus um irgendwelche Hemmungen abzubauen ? Denn Zielen lernt man ja nicht beim vorbeischiessen, oder ? Die Pappkameraden darf man wenigstens treffen.
Ach so, die schiessen ja auf pappmaenschen die stehen ja so das man die laeute nicht trifft. das ist deckungsfeuer es wird ja nicht auf die kameraden geschossen sondern auf die feinde das hat den zweck das der feind unten gehalten wird und deine leute or koennen. fuer die die stoermen hat das den vorteil das sie sich an den laerm gewoenen und die angst verlieren.
Ich zweifle so oder so am Sinn eines Heeres. Zumindest bei uns in Österreich hat es null Sinn. Vielleicht bei euch da oben. ;)
Zumindest die Wehrpflicht gehört abgeschafft. Die Leute sollten besser in die Schule gehen.
Ich zweifle so oder so am Sinn eines Heeres. Zumindest bei uns in Österreich hat es null Sinn. Vielleicht bei euch da oben. ;)
Zumindest die Wehrpflicht gehört abgeschafft. Die Leute sollten besser in die Schule gehen.
Zumindest die Wehrpflicht gehört abgeschafft, da ist auch meine meinung nur hat das nix mit schulen zu tun, also bei uns wird keiner aus der schule genommen um zum bund zu gehen
Ich glaube zum Thema Wehrpflicht sollten wir in einem anderen Thread weiter diskutieren !
Nachtmahr
10.03.2004, 13:41
Ja es ist erstaunlich wie wenig der übliche Zivilist nen Plan von der Bundeswehr hat. Alleine der Gedanke, dass ein Soldat während einer Übung auch nur ansatzweise verletzt werden kann, ist jeglichem Bundeswehroffizier ein Gräuel. Nein, es ist noch niemandem auf dem Biwak ein Bein abgefroren. Man darf niemals mit einer Waffe auf ein lebendes Objekt zielen, das ist absolut tabu (Der Russe ausgenommen).
Deckungsfeuer:
Aus der eigenen Stellung heraus schiessen die 1-2 MG3s (+ ggf. Gewehre)der Gruppe in Richtung Feind. Der natürliche Reflex eines Menschen ist es, sich in Deckung zu werfen. Ein Feind der seinen Kopf unten hält, kann nicht zurückschiessen. In dem Falle stürmt also der Rest der Gruppe (ggf. Zug) Richtung Feind. Dazu gehört allerdings auch einiges an Überwindung, da die eigenen MGs ja immer noch Deckungsfeuer geben. Um diese Überwindung abzubauen, führen SaZler die vom Ork beschriebene Übung durch.
Ja es ist erstaunlich wie wenig der übliche Zivilist nen Plan von der Bundeswehr hat. Alleine der Gedanke, dass ein Soldat während einer Übung auch nur ansatzweise verletzt werden kann, ist jeglichem Bundeswehroffizier ein Gräuel. Nein, es ist noch niemandem auf dem Biwak ein Bein abgefroren. Man darf niemals mit einer Waffe auf ein lebendes Objekt zielen, das ist absolut tabu (Der Russe ausgenommen).
Deckungsfeuer:
Aus der eigenen Stellung heraus schiessen die 1-2 MG3s (+ ggf. Gewehre)der Gruppe in Richtung Feind. Der natürliche Reflex eines Menschen ist es, sich in Deckung zu werfen. Ein Feind der seinen Kopf unten hält, kann nicht zurückschiessen. In dem Falle stürmt also der Rest der Gruppe (ggf. Zug) Richtung Feind. Dazu gehört allerdings auch einiges an Überwindung, da die eigenen MGs ja immer noch Deckungsfeuer geben. Um diese Überwindung abzubauen, führen SaZler die vom Ork beschriebene Übung durch.
@ Nachtmahr
du hast ahnung bist du beim bund?
Nachtmahr
10.03.2004, 14:25
Jep, noch bin ich W9er, aber mein FA-Antrag ist baldigst unterwegs ;)
~-=\AoR/=-~
10.03.2004, 14:54
Jungens, das ist das falsche Thema.
*deutet auf den neuen Thread*
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