Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sterbehilfe
Ich würde gern von Euch wissen wie ihr zum Thema Sterbehilfe steht. Ob es zum Beispiel erlaubt sein soll aktive (durch Gabe von Medikamenten die den Tod herbeiführen z. B.) / passive (Abschalten der Maschinen z. B.) Sterbehilfe zu geben und inwieweit ihr die Regelung mit der Patientenverfügung gut findet bzw. ob sie ausreicht.
Weitere Informationen findet ihr bei der Deutschen Gesellschaft Für Humanes Sterben (http://www.dghs.de/)
Naja wenn dem Menschen wirklich nicht mehr anders zu helfen ist und er und seine Familie es wirklich wollen das er nicht mehr lebt...dann ist es eigentlich schon zu verantworten. Aber es sollte trotzdem auch streng überwacht sein...denn wer weiß was so ein Arzt macht...
@seripha
was hat die Familie mit seiner entscheidung zutun ?
denke ma das sollte der betroffende alleine entscheiden
und ich bin für die sterbehilfe ... ich meine wenn jemand keine lust mehr hat zuleben auswelchen gründen auch immer dann sollte man ihm nicht das verbieten dürfen
Ayp
@seripha
was hat die Familie mit seiner entscheidung zutun ?
denke ma das sollte der betroffende alleine entscheiden
und ich bin für die sterbehilfe ... ich meine wenn jemand keine lust mehr hat zuleben auswelchen gründen auch immer dann sollte man ihm nicht das verbieten dürfen
Ayp
Das find ich auch. Manchmal kann allerdings jemand aufgrund von schweren Krankheiten nicht mehr klar entscheiden / ist bewusstlos. Was macht man dann? In dem Fall ist es am Besten vorher eine Patientenverfügung hinterlegt zu haben. Ist keine da wird's auf jeden Fall schwierig. :(
Es wird auch mit Patientenverfügung schwiereig, denn das ist Tötung auf Verlangen und diese ist auch strafbar (siehe Religionsthreat)
Meine Mutter ist an Lungekrebs gestorben, das dauerte drei Wochen und zum Schluss hat sie Morphium intravenös bekommen. Aber wenn man einen verständnisvollen Arzt hat, wird nicht so intensiv untersucht, das Sie eh gestorben wäre. Diese Quälereien wollte ich auch nicht mitmachen.
Leben definiert sich nicht nur über die reine Funktion. Ich habe mit einem Freund ausgemacht, nach einem Unfall würden wir uns gegenseitig zur Hand gehen.
@seripha
was hat die Familie mit seiner entscheidung zutun ?
denke ma das sollte der betroffende alleine entscheiden
Na dann auf gutes Gelingen. Vielleicht sollte man so eine Entscheidung besser gleich in jungen, gesunden Jahren auf Papier festhalten. Es kommt nämlich nicht selten vor, dass langsam dahinsiechende im hohen Alter, oder im Endstadium einer schweren Krankheit (Gehirntumor usw.) kaum noch ihren eigenen Namen im Kopf haben, von objektiver Entscheidungsfähigkeit ganz zu schweigen.
Ich bin für Sterbehilfe, allerdings unter festgelegten Richtlinien und am bessten mit Sonderpersonal/ Beratungsdiensten, die speziell auf diese Thematik geschult worden und damit vertraut sind. Den Betroffen selbst fehlt oft der Überblick über ihre Lage, denen kann man alles möglich erzählen von "die Hoffnung ist nicht ausgeschlossen" bis "lieber jetzt erlösender Frieden, als später". Zwar kann/sollte man die Entscheidungsfähigkeit einer sterbenden Person nur in äußersten Extremfällen ersetzen, falls diese wie beschrieben außer Stande ist sich zu äußeren und allein dem Leiden ausgetzt ist, aber objektive Beratung + Betreuung ist für jeden Betroffenen auch in Hinblick auf Sterbehilfe absolut notwendig.
Davon mal abgesehen findet Sterbehilfe, passive Sterbehilfe in einer breiten "Grauzone" rechtlicher Ungenauigkeit -"Achtung Tabuthema"- natürlich längst statt.
Jop die Euthanasie sollte ihren Einzug in das deutsche Rechtssystem finden. Gut zur Zeit des Dritten Reiches wurde der Begriff der Sterbehilfe natürlich schändlichst pervertiert aber schließlich haben wir die Vergangenheit hinter uns gelassen.
Die Sterbehilfe sehe ich als gut und sicherlich auch notwendig an, einem Menschen der nur noch von Maschinen oder Medikamenten am Leben erhalten, dessen Zeit nur noch gestreckt aber sicher nicht verlängert wird, dem sollte geholfen werden. Jeder sollte für sich entscheiden können, ob er Schluß machen möchte und im Falle einer Bewußtlosigkeit einen entsprechenden Schrieb angefertigt haben. Sollte auch das zu spät sein, so müßten eben die nächsten Verwandten ran.
Außerdem ist es auch eine finanzielle Frage einen Menschen dessen Zeit am Ende ist, durch unbestimmte Summen am Leben zu erhalten.
SweetMel
29.02.2004, 12:17
Ich bin für passive Sterbehilfe.
Ich hatte auch Fälle in der Familie, wo der betroffene nur schwer und vollgepumpt mit Morphium und was weiß ich noch alles am Leben erhalten wurde. Ansprechbar war er schon lange nicht mehr, ob er mich noch gehört hat weiß ich auch nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das schön war, zumindest möchte ich nicht so dahin vegitieren. Und egoistisch finde ich es auch, jemanden so künstlich am Leben zu halten - denn wirklich leben kann man das nicht mehr nennen.
creator sui
29.02.2004, 12:28
Ich habe keine Ahnung was ich dazu sagen soll, ich versuche mir gerade so einen Menschen vorzustellen, wie er daliegt und nur noch lebt um des Lebens willen. Unfähig auch nur irgendwas zu tun, einfach nur daliegend, sinnlos vor sich hinleidend... was mag in so einem Menschen vorgehen?
Vielleicht kann man so einem Menschen Sinn geben indem man ihn regelmäßig besucht, ihm vorliest, ihm Neuigkeiten erzählt, ihm Neuigkeiten berichtet über Medizin und Forschung, ihm dadurch vielleicht Hoffnung gibt dass man ihm bald helfen kann und er wieder beinahe so gut leben kann wie früher...
und wer weis, vielleicht in 5 Jahren oder so, vielleicht kann er dann wieder aufstehen und noch n cooles Leben haben...
Ich bin gegen die Sterbehilfe, zumindest bei jungen Menschen, stellt euch vor er hätte doch noch eine Zukunft vor sich, so unwahrscheinlich es auch ist, aber dann hätte man ihm diese Zukunft genommen, dann wäre es nichts anderes als Mord.
Vielleicht täusch ich mich auch und vielleicht ist in manchen Fällen Sterbehilfe auch gut, aber ich hab keine Ahnung... :roll:
Unbekannter Verfasser
29.02.2004, 12:46
Heikles Thema, aber gut:
Insofern dem Wunsch nach dem Tod, ein schlimmer Leidensweg und nicht einfach nur ein suizidaler Gedanke, im Vordergrund steht, bin ich absolut dafür.
Es ist nichts menschliches daran einen Menschen durch moderne Medizin so lange am Leben zu erhalten bis der Körper nicht mehr kann.
Deshalb sollte es auch in Deutschland, trotz unserer Vergangenheit möglich sein todkranken Menschen ihr Leiden zu nehmen.
Ich denke auch, daß Sterbehilfe nicht schlecht sein muß. Meine Oma ist im Pflegheim gestorben. Völlig steif. Sie schrie sobald sie angefaßt und bewegt wurde. Sie konnte weder sprechen, noch hatte ich das Gefühl, daß sie mich oder einen anderen Verwandten als bekannte Person wahr nahm. Sie hat so etwa zwei Jahre verbracht, bis sie endlich sterben konnte. Sie hatte antürlich nichts aufgeschrieben oder was.
Sterbehilfe ist okay, sobald der Betroffe geäußert hat, daß er sterben möchte. Also, z.B. einen Schrieb aufgesetzt hat, als er noch gesund wahr oder geistig voll da, daß er gern möchte, daß man ihm hilft zu sterben, wenn diese und jene Symptome auftreten. Aber wenn jemand anderes entscheiden muß, ist das sehr, sehr schwierig, weil die Person, mit der Entscheidung weiterleben muß.
Also: Aktive Sterbehilfe auf eigenen Wunsch!
Unbekannter Verfasser
29.02.2004, 16:07
@Pudel
Genaue Beschreibung meines Berufalltages.
Alte, schwerstkranke Menschen, die furchtbar leiden und die genauso das Recht haben sollten zu sterben, wie sie das Recht haben zu leben.
Ich bin für die Sterbehilfe,aber auch NUR,wenn diejenige Person es sich auch wünscht!
Ich denke,dann ist es besser wenn man der Person zum sterben hilft,als das man sich elendig quälen muss! Wo liegt denn der Sinn einen Menschen elendig leiden zu lassen? Ich würde mich umbringen!!!
Man sollte es legal machen,ich denke,da wären viele froh drüber!
KuroChan
29.02.2004, 16:24
Ich find auch, dass es nur dann erlaubt bzw., gemacht werden sollte, wenn der Betreffende es auch wirklich selbst entschieden hat bzw. will. Ob man nun will oder nicht, jeder hat ja schließlich selbst die Verantwortung für sein Leben...
Meine Meinung ist:
Da jeder sein eigenes Leben bestimmen darf, darf er auch seinen Tot bestimmen.
Das Verbot gegen Sterbehilfe ist ja fast schon Freiheitsbeschränkung, oder nicht?
KuroChan
29.02.2004, 16:45
Irgendwer sagte mal:
"Du hast ein Leben geschenkt bekommen. Du darfst es aber auch wieder zurückgeben." oder so ähnlich ^^"
Shingetsu
29.02.2004, 17:00
Aktive Sterbehilfe kann leicht in Euthanasie bzw "Vernichtung lebensunwerten Lebens" ausarten. Unter diesem Deckmantel der Humanität haben auch die Nazis Behinderte ermordet.
Vor allem wenn die Ärzte dann auch noch selber entscheiden dürfen ab wann Sterbehilfe angebracht ist haben wir 1:1 das Euthanasie-Programm der Nazis übernommen.
Also Vorsicht mit sowas.
Passive Sterbehilfe unter strenger Aufsicht ist aber okay.
Unbekannter Verfasser
29.02.2004, 17:04
@Shingetsu
Ich habe da eine Frage (nicht böse gemeint).
Stelle dir einmal vor, dein Körper wird langsam vom Krebs zerfressen, du hast unsägliche Schmerzen, der Arzt verweigert dir Morphine, weil das könnte ja abhängig machen und du selbst hast keine Möglichkeit dir das Leben zu nehmen, was nun?
Eventuell noch Monate voller Qualen, oder nicht doch eventuell Sterbehilfe?
Die Nazis nebenbei, haben noch ganz andere Sachen unter Deckmäntelchen gemacht :wink:
Shingetsu
29.02.2004, 17:08
naja.. ich sag doch: passive Sterbehilfe, unter strenger Aufsicht.
Wenn ein Arzt bereit wäre mich zu killen kann es ihm ausserdem auch egal sein ob ich vom Morphium abhängig werde. Oder ist Drogensucht schlimmer als der Tod ? :wink:
Unbekannter Verfasser
29.02.2004, 17:21
@Shingetsu
Lach nicht, mir haben dies schon genug Ärzte gesagt, wenn die Therapie eines sterbenden besprochen wurde.
"...nein, das geht nicht, Herr XY könnte davon abhängig werden..." - Mein Gott, ja und der stirbt doch sowieso bald...
Es gibt viele dieser Ärzte.
Sorry, hab ich nicht gelesen, aber recht hast du mit der strengen kontrolle.
Shingetsu
29.02.2004, 17:25
@Angel:
das ist echt mies von den Ärzten. Ich finde die sollten schon Morphium geben, denn wenn der Patient sowieso stirbt ist es egal ob er davon süchtig wird. Man sollte ihm wenigstens einen schmerzfreien Tod bereiten, und da ist Morphium erstmal besser als töten.
Vargsang
29.02.2004, 21:07
Ich bin dafür! Sterben musst du sowieso, schneller geht's mit Marlboro!
SoulPredator
01.03.2004, 21:05
Wow, Meister berichtet uns von sein Erfahrung...
Vargsan, ich prophozeie dein Tod in, aehm... 2 Jahre...
Also ich bin auch dafur.
Die technische Aufwand fur am Lebenerhaltungsgerat, Schmerzlinderung, usw, ist unermaesslich, wahrend taglich hunderte Kinder den Hungertod sterben.
Was ich absulute fur Bescheuert finde ist ein Mensch mit ganz viel Maschine am Leben zuerhalten wenn sein Hirn schon fast Tod/ unheilbar verletzt ist. Wo der Patient in Koma liegt.
Sephiroth's Angel
01.03.2004, 22:42
es ist leicht zu erklären, wieso viele der Sterbehilfe abgeneigt sind.
es macht nun mal ein schlechtes Gewissen und man fühlt sich allein, wenn man einen Nahestehenden verliert. ist nachvollziebar, gebe ich gern zu.
Aber ist es nciht mehr wert, das Leide einer für einen wichtige Person zu verhindern, anstatt sein eigenes ruhiges Gewissen zu haben?
Also ich bin in jedem falle für Sterbehilfe.
Dabei muß man natürlich in folgende Kategorien unterschieden
1. Der jenige, der zwar krank, aber dennoch im Vollbesitz siener geistigen Kräfte ist
Wenn so ein jemand um seinen Tod bittet, empfinde ich es al eine Verhöhnung so einen wunsch nicht zu erfüllen. Das ist dan einfach nur noch purer egoismus, weil man sien eigens Gewissen nciht "beschmutzen" will
2. Der jenige, der krank und nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist.
Gut, dieser Jemand kann nicht entscheiden.
Aber will man eine wichtige Person wirklich so leiden sehen? Wünscht man jemanden, dass dieser so lange wie möglich am leben bleibt, auch wenn er langsam und quallvoll vor sich hinvegetiert? Tut mir leid, aber das hat wirklich niemand verdient. Insofern solte man über seinen Schatten springen und nicht so egoistisch sein.
Lechloan
01.03.2004, 22:55
Das klingt ja alles ganz gut, aber wie soll man bei dieser Thematik die Missbrauchsgefahr minimieren? Wenn der Patiient erst mal tot ist, kann man da nicht viel machen. Und wer sollte im 2. Fall die Entscheidung treffen? Der Arzt, der die Heilungschancen kennt und weiss, ob an irgendetwas geforscht wird, aber das Bett für nen Priivat-Versicherten braucht, oder die Familie, die zwar den Willen kennt, aber sehnsüchtig aufs Erbe wartet?
Da ich immer gern bereit bin, an das Schlechte im Menschen zu denken, bin ich solange gegen die Sterbehilfe, bis diese Gefahr wirklich gegen Null läuft.
ich persönlich bin für sterbehilfe
was soll es einen menschen, der schon seit jahren im koma liegt und dessen hirn ziemlich kaputt ist, am leben zu erhalten? kann man das noch human nennen? an schläuche gefesselt, ohne eine chance auf ein weiteres normales leben? oder man hält sozusagen nur eine menschliche hülle am leben, das hirn (der geist, die seele) hat sich schon lang verabschiedet...
Ich denke Sterbehilfe soll endlich legalisiert werden, jeder soll ein Recht darauf haben zu sterben, wenn er selbst es so will. Damit meine ich auch, dass niemand am Selbstmord gehindert werden darf.
Jeder sollte über sein eigenes Leben frei verfügen dürfen!
~Meine Meinung...
aDiO
DocTomoe
03.03.2004, 19:28
Aido, das setzt vorraus, das ein würdevoller Selbsttötungsversuch möglich ist. Es ist nicht würdevoll, von einem ICE überrollt zu werden oder von einer autobahnbrücke zu sterben.
Wenn du das Recht auf Selbsttötung einführen willst, musst du "Selbsttötungszentren" einrichten, in denen ein medizinisch überwachter und definitiv unfehlbarer Selbstmord stattfinden kann.
Willst du das?
kennt einer von euch werke von gottfried benn? er gehört in die zeit des expressionismus, hat besonders gedichte geschrieben.
er war selbst arzt und und thematisiert auch oft krankheit und tod. wenn ich dinge von ihm lese wie "krebskolonie" oder "kleine aster" dreht sich mir schon der magen um, und ich überlege, wie man nur so menschenverachtend sein kann.
aber auf der anderen seite sind seine darstellungen, realistisch betrachtet, nicht übertrieben. man kann sich als gesunder mensch ein gutes bild vom leid vieler patienten machen. menschenverachtend wäre es zu sagen, dieser zustand sei natürlich (im sinne von: durch den krankheitsverlauf bestimmt) und man dürfe diesen menschen nicht helfen - sie von ihrem unabwendbaren leid erlösen.
Jona Henno
07.03.2004, 21:15
In manchen Ländern ist Sterbehilfe unter Aufsicht schon erlaubt! Und das find ich gut! Wenn Menschen wirklich so krank sind, dass sie nur noch vor sich hin vegetieren! Dann sollte es eine Möglichkeit geben, ihnen die Schmerzen zu nehmen! Dann ist aber wieder die Frage, wer hat das Recht, dass zu entscheiden?! Wenn die betroffene Person noch Entscheidungen treffen kann, dann sie selbst! Aber wenn die Person nicht mehr fähig ist, Entscheidungen zu treffen, wer tut es dann? Ein Verwandter? Aber ehrlich, wer will sich diese Last aufhalsen! Einerseits will man helfen, andererseits macht man sich selbst dann für den Tod eines Menschen vielleicht sogar verantwortlich! Nicht jeder kann damit dann leben! Was dann?
Sterbehilfe ist echt ein schwieriges Thema!
Natürlich will ich das! Das bringt sogar mehr Arbeitsplätze *lach*!
Ich weiß, ich weiß- ernstes Thema, da gibtz nüx zu Lachen...
Außerdem Heiß ich ADIO (is doch gar net so schwer verdammt...)!
Grützie!
Ich finde Sterbehilfe o.k., wenn für Denjenigen keine Hoffnung mehr besteht und sein restliches Leben nur noch aus Qual bestünde. Die groteske Verhaltensweise der modernen Gesellschaft, sogar Hirntote auf unbestimmte Zeit am "Leben" zu erhalten, finde ich mehr als pervers.
Ich finde Sterbehilfe o.k., wenn für Denjenigen keine Hoffnung mehr besteht und sein restliches Leben nur noch aus Qual bestünde. Die groteske Verhaltensweise der modernen Gesellschaft, sogar Hirntote auf unbestimmte Zeit am "Leben" zu erhalten, finde ich mehr als pervers.
Seh ich eigentlich auch so. Warum die Menschen leiden lassen, wenn sie die Qualen net mehr aushalten und förmlich um den Tod betteln? Das ist grausam. Bei Tieren macht man das doch auch, warum dann nicht auch bei den Menschen. Hört sich vielleicht doof an, aber unser Wellensittich hatte auch ne schwere Krankheit und bevor man den noch ewig lange leiden läßt, hat man ihm ne Spritze gegeben und aus die Maus.
Es ist wirklich schwierig. Hab gestern einen Film über einen krebskranken Mann gesehen. Der wurd auch nur noch mit Morphium und so etwas am Leben erhalten. Aber der Witz war, er hatte Tage, da ging es ihm relativ gut! Er konnte stehen und ein bißchen laufen. War sogar dankbar, daß er den nächsten Frühling noch erleben konnte. Aber dann gings ganz schnell! Er wachte morgens auf und bekam ganz schlecht Luft. Er wollte dann nicht mehr, wußte, daß er stirbt. er hat sich noch ein paar Tage gequält, eher er eingeschlafen ist oder komplett weggedämmert... War eine Reportage. Also nicht gespielt. Aber es war so schrecklich, wie der arme Mann aussah und wie sein Atem ging. Ich hab mitgeheult. Wollte, daß er es endlich hinter sich hat. ICh denke, es war eine Erlösung für ihn und seine Umgebung. das ist zwar nicht nett, aber es ist doch schrecklich für die Verwandten, wenn sie nicht wissen, wie lang er noch lebt. Ständig Angst haben, daß er stirbt und sie haben sich nicht richtig von ihm verabschiedet...
Ich möchte niemandem zur Last fallen und ganz allein sterben. Daß keiner um mich trauen muß. Die Beerdigung ist mir dann egal. Die krieg ich ja nicht mehr mit. Sollen sie mich irgendwo verscharren. Aber die Trauer der Menschen, die zurück bleiben, macht mir Angst. Wenn da jemand ist, der wirklich trauert und dem es schlecht geht, nur weil so ein Idiot, wie ich, nicht mehr da ist. Das macht mir Angst! :(
Sweet Rikku
11.03.2004, 17:31
Sterbehilfe sollte legal sein.
Jetzt kommt ein ganz dummes Beispiel, aber es past:
Wenn ein Tier sterbenskrank ist, will man menschlich sein und lässt es einschläfern damit es nicht leiden muss. Da ist es ok, menschlich zu sein, weil es "nur" ein Tier ist.
Aber bei einem Menschen darf man nicht menschlich genug sein um ihn von seinen Leiden zu erlösen???
Ich hab mal gesehen, wie in Amerika eine totkranke Frau sogar vor Gericht gegangen ist, weil sie sterben wollte.
Ich weiß nicht mehr was sie hatte, auf jeden Fall war sie ein totaler Pflegefall und konnte nichts mehr selbst tun.
Doch das Gericht hat untersagt, das Sterbehilfe geleistet werden darf! Aber die Frau konnte sich nicht mal selbst umbringen, weil sie körperlich vollkommen gelähmt war.
Sie hat darum gebeten, das sie sterben darf!!
Ich denke, jeder sollte selbst über sein Leben entscheiden können.
Aber diese Frau wurde dazu verurteilt weiter leben zu müssen, obwohl sie es nicht wollte, weil ihr Leben nicht mehr lebenswert war und nur noch aus Schmerzen und Leid bestand!! Das finde ich nicht fair....
Bei Leuten die zb im Koma liegen ist es wieder etwas anderes. Die können nicht selbst entscheiden ob sie leben oder sterben wollen.
Wie soll man da wissen können was das beste für die Person ist?
Doch ich denke, wenn diese Person zb einen Unfall hatte und körperlich sowie geistig Behindert ist und offensichtlich leidet, sollte man überlegen, ob es in einem solchen Fall nicht besser ist.
Natürlich heißt das nicht, das jeder der eine körperliche oder geistige Behinderung hat auch gleich Sterbehilfe bekommen soll!!
Es gibt genügend Leute die trotzdem glücklich leben!
Und gerade deswegen ist es so schwer, als nicht betroffene Person zu entscheiden, ob man es tun soll oder nicht.
Ich denke, Sterbehilfe sollte auf jeden fall erlaubt sein. Nur muss man dann in den einzelnen Fällen wirklich gut beurteilen können, ob es berechtigt ist oder nicht.
Und ich denke gerade deswegen ist es verboten. Weil keiner sich zu traut zu entscheiden, ob jemand leben oder sterben soll/darf.
Leider können viele Leute nicht für sich selbst sprechen.
Gut,das Thema hat mich doch nicht so ganz kalt gelassen.Liegt wohl daran das ich so ziemlich jeden(!!!)Tag damit zu tun habe.Ursache:Krankenpfleger auf einer internistischen Station eines Krankenhauses zu sein.Mein tägliches Patientenkontigent:Onkologische Patienten(Kehlkopf-,Darm-,Pankreaskopfkrebs),Nierenerkrankungen(Dialyse),Sc hlaganfälle,Menschen nach schon mal erlebten Wiederbelebungen(apallisches Syndrom),schwere Lungenerkrankungen.Durchschnittsalter liegt bei 82.
Wie man sieht ist das dem Tode sehr nahe.Wie man sieht und sich vorstellen kann haben wir auch fast täglich mit Morphium und ähnlichen Präparaten zu tun.Diese Medikamente werden aus dem Grund der Schmerzbekämpfung bei uns gegeben.Nur wo endet Schmerzbekämpfung und fängt Sterbehilfe an?Ist ein sehr,sehr schmaler Grat.Spätestens wenn man einen Patienten mit Patientenverfügung hat,der an metastasierendem Pankreaskopfkrebs erkrankt ist und die Angehörigen dich,in seinen letzten Sekunden,anflehen ihn zu reanimieren,stellt man sich die Frage.Erfüllst du ihm den Wunsch es zu lassen oder lebst du mit der Gefahr der Klage?
Musste schon öfter fast 100jährige,deren Leben daraus bestand nur noch teilnahmslos(apatisch)in einem Bett zu liegen und 3mal die Woche an die Dialyse angeschlossen zu werden,reanimieren.Ist das menschenwürdig?
Wie aber schon auch öfter gesagt,verdanken wir es ja der"braunen Seuche",das es in Deutschland auf absehbare Zeit keinen adäquaten Gesetzentwurf geben wird,der sterbenskranken Menschen zu einem friedvollem Abschied vom Leben hilft.Leider werden auch Hospize zu wenig genutzt bzw.unterstützt.Armes Deutschland.
Ich würd noch gern dazu sagen,dass die aktive Sterbehilfe doch nicht von einem Arzt ausgeführt werden kann,weil die Ärzte den hypokratischen Eid schwören und der besagt,dass sie nicht mit Absicht verletzen dürfen und Leben retten müssen,nun passive Hilfe kann von Angehörigen ausgeführt werden,aber aktive?
Ich bin schon dafür,denn wenn es einem wirklich sozusagen nicht lebenswürdig geht,also am Rande,dann sollte es erlaubt sein,jedoach unter Kontrollierung und Überwachung.
Wenn ich mich richtig erinnere dürfen sie laut hypokratischen Eid auch nicht abtreiben, trotzdem machen sie es. Und in den Niederlanden, wo Sterbehilfe erlaubt ist, scheint es deswegen auch keine Probleme zu geben.
Vielen Dank schonmal für eure ganzen Antworten. Ich würde allerdings gern noch etwas von euch wissen:
Würdet ihr um jemandem aus unendlichem unerträglichen Leid zu befreien auf dessen Wunsch hin selbst aktive Sterbehilfe leisten und damit das Gesetz überschreiten? Und wenn ja nur bei engen Familienangehörigen oder auch z. b. im Pflegeberuf?
Ich würde es auf jeden Fall machen weil ich meine Verantwortung dem Menschen gegenüber höher seh als dem Gesetz gegenüber.
Lechloan
13.03.2004, 23:31
Nein.
Klar, damit der Staat mir anschließend in den Arsch tritt, was ? :roll:
Aktive Sterbehilfe würde ich unter den jetzigen Gesetzen nicht durchführen.
Aktive Sterbehilfe würde ich unter den jetzigen Gesetzen nicht durchführen.
Deswegen würd ich mir vom Gesetzgeber wünschen dies unter strengen Vorsichtsmassnahmen zu legalisieren. Wenn eine krebskranke Frau, die jeden Tag selbst unter des Morphiumnebels qualvolle Schmerzen durchleiden muss und keine Heilung in Sicht ist, muss es ihrem Mann doch gestattet werden ihr zu helfen und dem Leiden ein Ende zu machen, oder? In anderen Ländern geht es ja auch. Nur hier in Deutschland wird man zum Leben gezwungen, egal was für ein Martyrium die Mrenschen durchmachen müssen. :( Ich hab schon viele Menschen miterlebt, die 70, 80 waren und unheilbare Krankheiten wie Brustkrebs, Darmkrebs und Schlaganfall mit irreversiblen Lähmungserscheinungen hatten. Von den Folgen dieser Krankheiten gezwungen mussten sie dann im Krankenhaus noch Monate, ja tlw. sogar noch Jahre auf Ihren Tod warten. Ich finde das sehr ungerecht, zumal diese Menschen ein Leben lang gearbeitet haben, haben sie es dann nicht verdient in Würde zu sterben? Haben wir alle nicht die Pflicht jenen zu helfen, die sich selbst nicht mehr helfen können, und sie von ihrem unerträglichen Leid zu erlösen? Würden die von euch, die es ablehnen auch einem guten, alten Freund in die Augen schauen können und sagen: "Tut mir leid, du musst dich weiter zu Tode quälen weil es mir das Gesetz verbietet Dir zu helfen"?
Der Gesetzgeber hat weniger vor der Sterbehilfe Angst sondern viel mehr vor dem Mißbrauch...
Unter streng kontrollierten Bedingungen ja.
@Yshary
Leider sieht es in unserem Vaterland zur Zeit nicht anders aus.Ärger mich zur Zeit schon genug mit dem neuen Krankenpflegegesetz rum.Hab so ziemlich den selben Standpunkt wie du(siehe meinen ersten Post weiter oben),nur steh ich in meinem Beruf eh schon zur Hälfte im Knast.
Und nun eine Geschichte aus dem wahren Leben. Der Untermieter eines Bekannten von mir (ist 94 Jahre alt, aber noch sehr aktiv, sprich Autofahren etc...) Hatt Donnerstag versucht sich das Leben zu nehmen. Er schluckte eine Riesenladung verschiedenster Schmerzmittel, legte sich schlafen und wartete auf den Tod. Als er am nächsten Morgen jedoch wieder aufgewacht ist hatt er sich Kurzerhand die Pulsadern geöffnet. Er wurde jedoch noch gefunden und liegt jetzt auf der Intensiv.
Er ist der Meinung das sein Leben lang genug gedauert hatt und möchte es nun beenden.
Er will nicht mehr leben, ist auch alt genug um die Situation richtig einzuschätzen (Nix von wegen: Es kommen noch bessere Zeiten), hatt keine Verwandten mehr...wäre die Sterbehilfe in solchen Fällen angebracht ? Oder sollte man die Natur ihen Weg gehen lassen (Grob gesagt: Lange dauert`s eh nicht mehr.) Was meint ihr ? :?
[...]...wäre die Sterbehilfe in solchen Fällen angebracht ? Oder sollte man die Natur ihen Weg gehen lassen (Grob gesagt: Lange dauert`s eh nicht mehr.) Was meint ihr ? :?
In diesem Fall würde ich Sterbehilfe verwehren, ob er nun die paar Jahre weiterlebt oder nicht, also bitte! Außerdem klingt das alles so nach fixer Idee, joa bin isch jetzt fast 100 geworden aber kein Bock mehr auf die Situation.
Der alte Mann hat schließlich keine Schmerzen sondern scheint eher geistig verwirrt, dass er sich die Pulsadern aufschneidet nur um schon ein paar Jahre früher unten zu sein. (Nach oben gehts nämlich nicht, weil er selber Schluß gemacht hat, aus nichtigen Gründen)
Kittychan
12.04.2004, 12:39
Ich bin für Sterbehilfe, denn wenn man mitansehen muss wie so ein mensch um den Tos bettelt ist das echt schon zu grausam.
Mein Urgroßvater ist am Ende seines Lebens im Bett gelegen und hat sich wundgelegen, d.h. ihm sind im Kreuz und im Hinterteil 5 cm tiefe Krater entschstanden die ihn bis zum ende gewquält haben.Er musste auch noch künstlich ernährt werden, das einzige was er noch sagen konnte war : Lasst mich endlich sterben! Schließlich hat es noch drei Wochen gedauert bis ihm das alles dahingerafft hat.
Es sollten auf jeden fall leute von der Verwaltung oder so kommen und dann selbst entscheiden was zu tun ist.
Falconone
12.04.2004, 14:24
Also ich wäre für die Sterbehilfe, wenn ich mir das von einem Bekannten an höre wo die oma 2 Monate von einer Maschine am leben gehalten wurde nur durch den schlauch was zu sich nehmen konnte, leidete schmerzen und wurde mit beruhigungsMittel voll gepumpt und was brachte es ihr? 2monate Leiden und dann verstarb sie. Da hätte ich gesagt erlöst sie vom leiden das ist kein Leben, sondern qual!
deathsamariter
13.09.2004, 22:56
Also ich wäre für die Sterbehilfe, wenn ich mir das von einem Bekannten an höre wo die oma 2 Monate von einer Maschine am leben gehalten wurde nur durch den schlauch was zu sich nehmen konnte, leidete schmerzen und wurde mit beruhigungsMittel voll gepumpt und was brachte es ihr? 2monate Leiden und dann verstarb sie. Da hätte ich gesagt erlöst sie vom leiden das ist kein Leben, sondern qual!
stimmt und wenn sich einer selber umbringen will?? soll man ihm helfen oder soll man es verhindern? wenn man es verhindert bringt er sich nachher um also was soll man da tun? :kratz:
Deathsamariter
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