Sine
07.03.2004, 12:32
Da das gute Stück ja im Mai auch zu uns kommt wollte ich mahl meine Meinung dazu kund tun.
Das größte Problem das ich mit dieser Serie habe ist jenes das sie sich schlicht und einfach zu ernst nimmt. Woraus resultiert das die einfachsten Dinge dem Zuschauer manchmal zu kompliziert und zu hölzern dargeboten werden. Man versucht Rätsel und Mysterien zu kreieren die in Wirklichkeit keine sind und einen recht schnell ermüden lassen, sei es aus Stumpfsinn oder auch aus schlichter Langeweile.
Technisch ist die Serie zwar im oberen Durchschnitt angesiedelt kann jedoch die Atemberaubende Qualität der ersten beiden Episoden auf lange Sicht hin aber bei weitem nicht halten und kann auch dem vielgeschürten und auch vielerorts heraufbeschworenen Technikoverkill nicht gerecht werden.
Während in Episode 1 und 2 noch detailliert explodierende Panzer und , in Tausende Splitter, berstende Hochhausfassaden für offene Münder sorgen so werden im Laufe der Serie manchmal nur noch mehr 2 simple Cell´s in einander verschoben. Natürlich bewegt sich alles auf gehobeneren Level und man hat fast keine Einstellung , meist bei Außenaufnahmen, wo sich nicht ein Vogel durch die Lüfte bewegt , oder ein großer Ozeanriese das Bild kreuzt. Aber dennoch wird auch hier, wie auch schon bei den Patlabor-Movies, getrickst wo's nur einmal geht. Was in dem Sinne natürlich nichts ausmacht so lange das Ergebnis stimmt. Und hier tun sich bereits die ersten großen Defizite des ganzen hervor.
Alls erstes ist sicher die Musik zu kritisieren. Es entsteht, abgesehen vom Opener, der Eindruck das man sich nicht so recht entscheiden konnte was man den nun für eine Musik für welche Szenerie einsetzen wolle. Manchmal klingen schöne Klassik- Arrangements aus dem Kopfhörer dann wieder Free-Jazz oder auch Happy Hardcore dessen Qualität der Haribo Werbung alle Ehre gemacht hätte.
Der Soundtrack mag zwar in seiner entrückt, homogenen Form zu den Einzelnen Situationen passen, aber wie gesagt, es wirkt alles etwas zerfasert und konfus.
Den nächsten Punkt den ich hervorheben möchte ist die Story/Drehbuch/Regie. Das Ziel etwas völlig neues zu kreieren haben die Produzenten leider weitestgehend verfehlt, es scheint alles schon einmal da gewesen zu sein. Selbst jener Fan der sich nicht wirklich so intensiv mit Mecha und dergl. beschäftigt wird das eine oder andere mahl das Gesicht verziehen da er diese oder jene Einstellung schon aus vorhergehenden Animes kennt.
Tragisch auch die Lücken im Drehbuch. So wurde zb. bereits in Episode zwei der Königsfehler begangen das Geheimnis um Ayato´s Mutter zu lüften. Aber nicht nur das. Einige Episoden weiter, wo ein Foto mit den Mu- Generälen ,in deren Mitte Ayato´s Mutter steht, auftaucht, verlangt der Regisseur nun tatsächlich von uns Zuschauern so zu tun als seien wir überrascht. Ich meine ,wusste der Schreiberling den nicht mehr was er einige Episoden zuvor geschrieben hatte?!
Oder anderes Beispiel.
In den Episoden 18 und 19 fing die Story wirklich an zu zünden und konnte mit einer sehr guten Überraschung aufwarten. Aber was macht der Drehbuchautor!? Er stößt den Zuschauer in Episode 20 damit vor den Kopf das er die gute Idee ,die die beiden vorangegangenen Episoden dominierte, in Grund und Boden stampfte und wieder der Vorhersehbarkeit den Vortritt lies.
Ich hatte leider nicht nur einmal den Verdacht das die Leutz von Bones uns nicht all zu viel zutrauen wollten, wobei sich , so gesehen, der Kreis ja wieder schließt. Zu oft konnte man mit simplen nachdenken bereits im Vorfeld erraten was die nächste Handlung des Charas sein wird oder gar den Ausgang der gesamten Episode. Eigentlich schade ,in Anbetracht solch eines Großprojektes .
Es bleibt leider zu viel in der Luft hängen und es plagen einen Mysterien die bei näherer Betrachtung jedoch keine sind.
Alls Fazit bleibt mir, der ich nun 20 Folgen gesehen habe, momentan nur zu sagen das ich enttäuscht bin und kaum glaube das in den letzten sechs Episoden noch etwas zu retten ist. (ich hoffe jedoch das Gegenteil)
Im Gegenzug hat es mir jedoch wirklich gut gefallen das nicht der Mecha (Rahxephon) im Mittelpunkt stand ,und praktisch die Story um ihn herum geschrieben wurde, sondern klar die Prota- und Antagonisten in dieser Geschichte dominierten. Genauso fand ich es gut das es zwar leise und zarte Andeutungen von Liebe gab aber nicht gleich alles zugeherzt wurde. Dies sind zwar zwei Aspekte die führ die Story sprechen, aber auch sie können über all die Schwächen nicht hinwegtäuschen.
Sie besitzt einfach nicht das Potenzial einen mit zu reißen, man verspürt einfach nicht das zwingende Bedürfnis sich auch nächste Woche wieder vor den Fernseher zu setzten um auch die nächste Folge mit zu verfolgen. Sieht man sie ist's gut verpasst man sie ist's auch gut.
Das gute Konzept wurde ,in meinen Augen, aus dem Grund gegen die Wand gefahren da man es mit zu viel Ballast vollgestopft hatte. Bildlich gesprochen konnte der Riese vor Kraft , die ihn schier zu Bersten lassen schien, kaum noch gehen.
Der Serie hätte eine Kürzung auf 23 Episoden sicher gut getan, will man ganz radikal sein so hätte ich gesagt das sogar die Möglichkeit bestanden hätte die Gesamte Story auch in 13 Episoden unter zu bringen ohne jedoch den Zuschauer mit der Geschichte zu überfordern.
Somit bleibt mir hier nur zu sagen das sich Rahxephon nahtlos in den Reigen der kreativen Tiefschläge wie .zb. Witchhunter Robin einreihen lässt. Schade.
(Ich habe zwar noch Hoffnung für die Episoden 21-26, aber....ja ich hoffe das sich das Blatt doch noch wendet)
Ich danke für die Aufmerksamkeit
Das größte Problem das ich mit dieser Serie habe ist jenes das sie sich schlicht und einfach zu ernst nimmt. Woraus resultiert das die einfachsten Dinge dem Zuschauer manchmal zu kompliziert und zu hölzern dargeboten werden. Man versucht Rätsel und Mysterien zu kreieren die in Wirklichkeit keine sind und einen recht schnell ermüden lassen, sei es aus Stumpfsinn oder auch aus schlichter Langeweile.
Technisch ist die Serie zwar im oberen Durchschnitt angesiedelt kann jedoch die Atemberaubende Qualität der ersten beiden Episoden auf lange Sicht hin aber bei weitem nicht halten und kann auch dem vielgeschürten und auch vielerorts heraufbeschworenen Technikoverkill nicht gerecht werden.
Während in Episode 1 und 2 noch detailliert explodierende Panzer und , in Tausende Splitter, berstende Hochhausfassaden für offene Münder sorgen so werden im Laufe der Serie manchmal nur noch mehr 2 simple Cell´s in einander verschoben. Natürlich bewegt sich alles auf gehobeneren Level und man hat fast keine Einstellung , meist bei Außenaufnahmen, wo sich nicht ein Vogel durch die Lüfte bewegt , oder ein großer Ozeanriese das Bild kreuzt. Aber dennoch wird auch hier, wie auch schon bei den Patlabor-Movies, getrickst wo's nur einmal geht. Was in dem Sinne natürlich nichts ausmacht so lange das Ergebnis stimmt. Und hier tun sich bereits die ersten großen Defizite des ganzen hervor.
Alls erstes ist sicher die Musik zu kritisieren. Es entsteht, abgesehen vom Opener, der Eindruck das man sich nicht so recht entscheiden konnte was man den nun für eine Musik für welche Szenerie einsetzen wolle. Manchmal klingen schöne Klassik- Arrangements aus dem Kopfhörer dann wieder Free-Jazz oder auch Happy Hardcore dessen Qualität der Haribo Werbung alle Ehre gemacht hätte.
Der Soundtrack mag zwar in seiner entrückt, homogenen Form zu den Einzelnen Situationen passen, aber wie gesagt, es wirkt alles etwas zerfasert und konfus.
Den nächsten Punkt den ich hervorheben möchte ist die Story/Drehbuch/Regie. Das Ziel etwas völlig neues zu kreieren haben die Produzenten leider weitestgehend verfehlt, es scheint alles schon einmal da gewesen zu sein. Selbst jener Fan der sich nicht wirklich so intensiv mit Mecha und dergl. beschäftigt wird das eine oder andere mahl das Gesicht verziehen da er diese oder jene Einstellung schon aus vorhergehenden Animes kennt.
Tragisch auch die Lücken im Drehbuch. So wurde zb. bereits in Episode zwei der Königsfehler begangen das Geheimnis um Ayato´s Mutter zu lüften. Aber nicht nur das. Einige Episoden weiter, wo ein Foto mit den Mu- Generälen ,in deren Mitte Ayato´s Mutter steht, auftaucht, verlangt der Regisseur nun tatsächlich von uns Zuschauern so zu tun als seien wir überrascht. Ich meine ,wusste der Schreiberling den nicht mehr was er einige Episoden zuvor geschrieben hatte?!
Oder anderes Beispiel.
In den Episoden 18 und 19 fing die Story wirklich an zu zünden und konnte mit einer sehr guten Überraschung aufwarten. Aber was macht der Drehbuchautor!? Er stößt den Zuschauer in Episode 20 damit vor den Kopf das er die gute Idee ,die die beiden vorangegangenen Episoden dominierte, in Grund und Boden stampfte und wieder der Vorhersehbarkeit den Vortritt lies.
Ich hatte leider nicht nur einmal den Verdacht das die Leutz von Bones uns nicht all zu viel zutrauen wollten, wobei sich , so gesehen, der Kreis ja wieder schließt. Zu oft konnte man mit simplen nachdenken bereits im Vorfeld erraten was die nächste Handlung des Charas sein wird oder gar den Ausgang der gesamten Episode. Eigentlich schade ,in Anbetracht solch eines Großprojektes .
Es bleibt leider zu viel in der Luft hängen und es plagen einen Mysterien die bei näherer Betrachtung jedoch keine sind.
Alls Fazit bleibt mir, der ich nun 20 Folgen gesehen habe, momentan nur zu sagen das ich enttäuscht bin und kaum glaube das in den letzten sechs Episoden noch etwas zu retten ist. (ich hoffe jedoch das Gegenteil)
Im Gegenzug hat es mir jedoch wirklich gut gefallen das nicht der Mecha (Rahxephon) im Mittelpunkt stand ,und praktisch die Story um ihn herum geschrieben wurde, sondern klar die Prota- und Antagonisten in dieser Geschichte dominierten. Genauso fand ich es gut das es zwar leise und zarte Andeutungen von Liebe gab aber nicht gleich alles zugeherzt wurde. Dies sind zwar zwei Aspekte die führ die Story sprechen, aber auch sie können über all die Schwächen nicht hinwegtäuschen.
Sie besitzt einfach nicht das Potenzial einen mit zu reißen, man verspürt einfach nicht das zwingende Bedürfnis sich auch nächste Woche wieder vor den Fernseher zu setzten um auch die nächste Folge mit zu verfolgen. Sieht man sie ist's gut verpasst man sie ist's auch gut.
Das gute Konzept wurde ,in meinen Augen, aus dem Grund gegen die Wand gefahren da man es mit zu viel Ballast vollgestopft hatte. Bildlich gesprochen konnte der Riese vor Kraft , die ihn schier zu Bersten lassen schien, kaum noch gehen.
Der Serie hätte eine Kürzung auf 23 Episoden sicher gut getan, will man ganz radikal sein so hätte ich gesagt das sogar die Möglichkeit bestanden hätte die Gesamte Story auch in 13 Episoden unter zu bringen ohne jedoch den Zuschauer mit der Geschichte zu überfordern.
Somit bleibt mir hier nur zu sagen das sich Rahxephon nahtlos in den Reigen der kreativen Tiefschläge wie .zb. Witchhunter Robin einreihen lässt. Schade.
(Ich habe zwar noch Hoffnung für die Episoden 21-26, aber....ja ich hoffe das sich das Blatt doch noch wendet)
Ich danke für die Aufmerksamkeit