Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Deutschland ist beliebt
Hallo, ich bin da heute auf etwas gestoßen.
Deutschland ist in der Welt beliebter als bislang angenommen. Den USA dagegen stehen viele Länder sehr skeptisch gegenüber. Das geht aus einer Umfrage des US-Forschungsinstituts Pew Research in 16 Ländern hervor. In der Studie wurden die Menschen zu ihrer Meinung gegenüber verschiedenen Staaten befragt.
Deutschland bekam in 13 von 16 Ländern gute oder sehr gute Noten. Das beste Ansehen hat Deutschland mit 89 Prozent bei den Franzosen. Danach folgen die Niederlande mit 88 Prozent, Russland (79%), Spanien und Kanada (77%). Erstaunlich: Auch in Großbritannien haben die dort oft verschmähten "Krauts" mit 75 Prozent einen guten Eindruck hinterlassen.
Bei den Amerikanern sind die Deutschen mit 60 Prozent mäßig angesehen. Nur ein Volk beurteilte die Deutschen ähnlich kritisch wie die Amerikaner - die Deutschen selbst. 43 Prozent sagen, das eigene Land sei in der Welt unbeliebt.
Verheerend schneiden die USA in der Umfrage ab: In nur sechs Ländern gab mehr als die Hälfte der Befragten an, ein positives Bild der Vereinigten Staaten zu haben. Die USA stehen somit schlechter da als China. Grund für die relative Unbeliebtheit der USA ist vor allem der Irakkrieg. China bekam hingegen in elf Ländern gute Noten.
Zwar verbesserte sich das Image der USA im Vergleich zum Vorjahr leicht. Aber: Nicht einmal die Hilfen der US-Regierung nach der Tsunami-Katastrophe oder die Unterstützung von Präsident George W. Bush für den Demokratisierungsprozess im Nahen Osten konnten wesentlich zu einer Verbesserung des internationalen Rufs der Vereinigten Staaten beitragen.
Besonders stark halten sich die Ressentiments in islamischen Staaten. Hier sind sogar 77 Prozent der befragten Jordanier und Pakistaner sowie 60 Prozent der Indonesier der Ansicht, es wäre besser, wenn China eines Tages als Militärmacht den Amerikanern Paroli bieten könnte.
Am beliebtesten sind die USA der Umfrage zufolge in Indien. Dort stehen 77 Prozent den Amerikanern positiv gegenüber. Auch in Polen mit 62 Prozent und Kanada mit 59 Prozent haben die Amerikaner einen recht guten Eindruck hinterlassen.
In Deutschland haben nur 41 Prozent der Befragten ein positives Bild von den USA. Am schlechtesten schneidet das Land in Jordanien (21%) und der Türkei (23%) ab. Den US-Bürgern selbst scheint das Imageproblem durchaus bewusst zu sein: Nur 26 Prozent der Befragten glauben, dass die USA im Rest der Welt beliebt sind.
Weiteres hier:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,361874,00.html
Da sieht man das was ich schon so viele Jahr schon denke.
Ich kann die USA nicht ausstehen, ich meine nicht die Bürger sondern mehr die Regierung und all den Miest den die verzapfen. Fühlen sich in meinen Augen übermächtig und führen sich auf wie jemand der denkt er müsste die anderen zeigen wie ´´es`` geht.
Ich könnte nun noch einen Satz zur USA sagen der in meinem Umfeld kursiert aber das tu ich besser nicht :mrgreen:
Schön zu hören, dass die Welt das vermalledeite Nazi-Image langsam nicht mehr mit uns verbindet und sich der Gegenwart zuwendet. Auch wenn die Klischees im komödiantischen Bereich immer wieder aus der Mottenkiste geholt werden: Selbst dem Ausland scheint mittlerweile realisiert zu haben, dass diese mit dem heutigen Deutschland nicht mehr vereinbar sind.
Kenshin Himura
25.06.2005, 23:22
Schön zu hören, dass die Welt das vermalledeite Nazi-Image langsam nicht mehr mit uns verbindet und sich der Gegenwart zuwendet. Auch wenn die Klischees im komödiantischen Bereich immer wieder aus der Mottenkiste geholt werden: Selbst dem Ausland scheint mittlerweile realisiert zu haben, dass diese mit dem heutigen Deutschland nicht mehr vereinbar sind.
Ich muss sagen, das de sNaziiage trotz allem aber seehr langsam von usn weicht...in Frankreich und England wirste manchma immer noch so dummd eswegen angemacht...
griffin2k
25.06.2005, 23:58
Tja wir Deutsche sind beliebt?!
Kann ich zwar kaum glauben aber sei es drum.
Mich würde mal interessieren wie die Iraker über die Amis denken....
Das wir das Naziimage los sind oder in naher Zukunft los werden glaub ich auch weniger. Selbst als Deutscher wird man immer wieder mit der Nase drauf gestoßen.
Naja aber wir sind ja nun beliebt....mal sehen wie lange.
Spätestens wen Frau Bundeskanzler Merkel kommt rutschen wir wieder ab xD
JPF as Mod support:
Bleiben wir bitte beim Thema das Bild der Deutschen im Ausland und gleiten nicht in innerpolitische Wahlkämpfe ab.
Mich würde mal interessieren wie die Japaner im Moment auf Deutschland blicken. Glaube Frankreich steht bei denen jetzt an beliebtester Stelle, oder?
griffin2k
26.06.2005, 23:42
Ah sorry.
Back to Topic:
Warum hat sich das Bild der Deutschen denn im Ausland geändert?
Durch den Amikrieg ist klar aber giebt es denn sonst noch Gründe?
@Gara: Meine Erfahrungen mit Japan liegen schon wie er 10 Jahre zurück, aber damals waren die Deutschen die beliebtesten Nicht-Asiaten für die Japaner. Großes Vorbild, wegen Fleiß, Ordnung, Erfindergeist, usw. Neulich habe ich gehört, Duetsche und ihre Produkte hätten in Japan inzwischen den Ruf des altmodischen, altbackenen, weswegen im Deutschlandjahr in Japan die deutsche Wirtschaft eine Werbeoffensive gestartet hat.
In China haben wir übrigens sicher den Ruf, Deutschland sei rückständig und nicht modern. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. ;)
@griffin:
In den letzten Jahrzehnten war, egal welche Partei regiert hat, die deutsche Außenpolitik ziemlich einheitlich. Schuldeingeständnis für den WK II und die Naziverbrechen, Kooperation mit den Nachbarn, keine militärischen Machtspiele, Integration in Europa und (meist) in das westliche Bündnis. Hinzu kommen viele humane Projekte, Schüleraustausch, Touristen, etc.
Trotz Vorurteile und Rückschläge scheint das alles etwas bewirkt zu haben.
Wow!ich muss sagen die beliebtheit des Deutschlands wundert mich.Ich bin zweisprachich und ich wurde immer gewahrnt,dass wenn ich reisse sollte ich lieber nicht auf deutsch reden sondern lieber auf meine müttersprache oder englisch.
Was wundert ihr euch das Deutschland so beliebt ist ??
DEUTSCHLAND IST SUPER !!!!!! :victory:
Nur die Amis die sind Dämlich.
Nur die Amis die sind Dämlich.
pass lieber auf was du sagst wenn du son satz hier bringst ^^;
Da ich Halb-Ami bin, fühl ich mich nur zur Hälfte angesprochen.
Nicht alle Amis sind dämlich.
Nur die Regierung.
Angesprochen fühlen,sollte sich nur ein gewisser Präsident, der.....*husthusthust*
Aber das gehört nicht hierher.
Das überrascht mich auch etwas, das wir im Ausland so gut dastehen.
Der Begriff "Krauts" stammt von den Amis, nicht von den Briten.
Nur die Amis die sind Dämlich.
Solche Aussagen kann ich überhaupt nicht leiden Ò.o
Kennst du überhaupt irgendwelche "Amis"?
Die sind da nich alle wie ihr dummer President >.>
Nur die Amis die sind Dämlich.jawoll ja, da haben wir wieder unser Stammtischniveau erreicht :nick:
und sowieso sind alle Deutschen Bayern, tragen Lederhosen und süffeln liebend gern Weißbier...
solange du keine Amerikaner persönlich ausreichend kennst, sind sone aussagen ja inhaltlos wie ne leere Flasche Bier u_u;
@~Lilly~ Gaanz ruhig. Erstens ich kenne ein paar Amis und die sind voll in Ordnung, und zweitens hätte ich vielleicht klarer machen sollen dass ich nur ein Vorurteil wiederholt habe.
Mich wundert's eigentlich ziemlich, dass Deutschland so "beliebt" ist. Ich meine jetzt nicht, wegen dem "Nazi-Image". Allgemein hatte ich eher den Ausdruck, dass viele Urlaubsländer (Italien etc.) die deutschen Urlauber schon nicht mögen... und viele Österreicher können die Deutschen ya angeblich auch nicht leiden (ich sitz' hier in Österreich, ich weiß wovon ich rede xD).
Aber dass USA runtersinkt, ist auch nicht weiter verwunderlich. Der Irak-Krieg hat USAs Image wirklich ziemlich runtergezogen. Ich sag' nicht, dass ich die Bevölkerung nicht mag, aber der Präsident repräsentiert (huch, ein Wortspiel xD) nun mal das Land... da kommen Vorurteile von selbst, kommt mir vor.
Wir dürfen aber nicht vergessen, dass Amerika nicht gleich Präsident Bush ist. (^ ^;
Toranoko Ace
31.10.2005, 02:09
Heh, ja ich höre auch immer mehr von Bekannten, aus England, Frankreich und den USA, dass Deutschland recht beliebt ist, bzw. bei den USA beschränkt sich, dass dann eher auf die jungen Rebellen (;) im Ernst), die Deutschland als eine Art Trend sehen. Keine Ahnung wieso...
Aber das mit den Niederländern hat mich überrascht, dass die uns so mögen... und die Franzosen ganz vorne?
Tja, Wunder gibts immer wieder.
Wie dem auch sei, dass wir uns selbst so schlecht bewerten wundert mich hingegen gar nicht. Es wird unterschwellig oft, SEHR oft, in den Medien propagiert (ohne das eine direkte Aussage gemacht wird), dass wir Deutshen immer mehr hinter den andern hinterherhinken, dass die andern Mächte auf uns herabschauen usw usf...
Ist doch mal wirklich gut zu ören, das Deutschland nciht mehr als das ultimative Böse angesehen wird, sondern als das unkomplette Liebenswerte...-_-'
Das die USA so unbeliebt sind, wundert mich net, das ist aber imho nicht nur seit dem irakkrieg so, die ham sich schon früher ziemlich oft leichte Fehlpässe geleistet, Hussein wäre ja nicht der erste Diktator, der vonner USA in irgend einer Weise großindustriell profitiert hat.
Das Nazi Image ist sicher nicht schön, aber mal ehrlich, was heisst schon "Deutschland ist beliebt" und was interessiert es mich ob jemand in Amerika mich für nen Nazi hält? Das ist mir herzlich LATTE. Das gleiche könnte man auch bei Japan hinterfragen. Also weil Japan bei Deutschen Otaku's beliebt ist so gibt es dort dennoch genug Kriminelle vom Schlag Massenmörder, Vergewaltiger oder Menschenhändler. Jedes Land der Erde hat meiner Meinung nach Vor- und Nachteile aber Mensch bleibt immer Mensch. Und was sagen solche Daten und Umfragen über Beliebtheit schon? Nur weil Bush und seine Regierung in den USA scheisse bauen finden plötzlich alle Menschen weltweit Amerika als ganzes böse. Was kann z.B. der kleine Bäcker aus Housten dafür das Bush Junior ein gefährlicher Spinner ist?
70% der Deutschen betrachteten Michael Jackson vor Prozessende als schuldig obwohl die Ankläger vollkommen unglaubwürdig/widersprüchlich (wovon unsere Medien natürlich nichts berichteten) waren was dann im Umkehrschluss auch zum Freispruch geführt hat. Also was kann man schon auf solche Zahlen geben? China beispielsweise ist ein gutes Beispiel. Selbst wenn China durch sein Wirtschaftswunder in der Beliebtheitsskala Deutschland überholt haben sollte, so bleibt der Anteil der Armut in China trotzdem bei weitem höher als in Deutschland, denn im Gegensatz zu unserem Sozialamt kümmert sich in China keine Sau um die verarmten in den Hinterlandregionen?
Im Prinzip ist es in China genau wie in Deutschland. Es gibt ein paar Ballungsräume wo die Wirtschaft boomt und der Rest des Landes versinkt in Armut.
Das es in Ostasien in Sachen Technik fortschrittlicher ist als Deutschland ist wohl wahr aber der Boom wäre dort auch gar nicht möglich ohne ausländische Investoren die ihre Standorte eben nach China verlagert haben, übrigens auf Kosten unseres eigenen Marktes denn Stellen die in China geschaffen werden braucht man in Deutschland im Gegenzug nicht mehr, daher bauen große Firmen wie Siemens hierzulande auch Stellen ab.
Der Durchschnitts-Chinese an sich verdient praktisch nix im Vergleich zu Deutschland. Selbst jemand der 50 Stunden pro Woche arbeitet verdient sich nicht reich. Aber die Glücklichen die dort vom Wirtschaftswachstum profitieren können natürlich dankbar sein, denn vom Hungertod zur Sklavenarbeit
Und auch sonst hat das Wirtschaftswunder viele Schattenseiten. Die Katastrophen welche die Industrie durch die Eingriffe in die dortige Natur anrichtet sind kaum absehbar, das gilt gerade für die großen Ströme des Reiches der Mitte an derren Ufer Millionen von Menschen um ihr sauberes Wasser bangen müssen. Erst letzte Woche dazu Neuigkeiten, denn scheinbar hat jeder dritte Chinese kein oder zu wenig Wasser. Das ist Deutschland undenkbar, ebenso wie die Qualität. Der Großteil der Chinesen lebt dazu auf engstem Raume in minderwertigen Behausungen mit Tieren zusammen, was dann z.B. die Vogelgrippe überhaupt erst heraufbeschworen hat vor der in Europa jetzt die Angst umgeht.
Und auch sonst ist China alles andere als ein Land der Meinungsfreiheit. Zwar beschwert man sich über die Japaner die ihre Geschichtsbücher schönschreiben aber selber macht man es im Umkehrschluss nicht anders. Würden wir Deutschen unsere Naziverbrechen aus den Geschichtsbüchern streichen bin ich sicher hätten wir eine Woche später die ersten Sanktionen am Hals. :twisted:
:smirk:
1.Sollte man nicht nur nach der Bildzeitung gehen, wenn man behauptet, daß die deutschen Medien nichts über Jacksons unglaubwürdige Ankläger gebracht hätten.
2.Sollte man sich allgemein auch keine Urteile über andere Länder, wie z.B. China erlauben, wenn die Quellen sich, den Aussagen nach, auf dem selben Niveau wie die Bildzeitung bewegen. Diese Aussagen laufen dann fast zwangsläufig in eine sehr einseitige Sichtweise.
Hm, zu 1. also RTL und viele andere standen der BILD da in nichts nach. Selbst in Amerika wurde der ganze Fall recht einseitig behandelt. In erster Linie konnte der ganze Prozess überhaupt erst entstehen weil MJ ein Schwarzer ist. Die Behandlung des "King of Pop" war keine keine Untersuchung sondern eine Vorverurteilung. Das einzelne Medien objektiver geblieben sind kann ich nicht abstreiten aber die Masse (und das ist nicht nur die BILD) machte sich es mehr zur Aufgabe den Fall aufzubauschen und ein einseitiges Bild an die Zuschauer weiterzugeben.
zu 2. kommt drauf an was du jetzt genau meinst JPF. Wird China in deinen Augen zu positiv oder zu negativ dargestellt?
Letzteres würde ich nicht unbedingt sagen. Immerhin habe ich Bekannte die haben sich vor geraumer Zeit eine Abenteuer Reise durchs Reich der Mitte (nein nicht solchen Stuß wie Peking Express) gegeben und waren teilweise entsetzt von den Kontrasten im Reich der Mitte.
Ich zumindest besorge mir meine Informationen nicht bei BILD und allen Medien die in die gleiche Kerbe schlagen. :wink:
Stellst Du RTL etwa auf eine höhere Ebene als die Bild ? :lol:
Du sprichst hier genau das entgegengesetzte Vorurteil an, daß Jackson nur aufgrund seiner (nicht mehr vorhandenen) Hautfarbe verfolgt wurde. Ich fand die Berichterstattung bei ZDF, ARD und Arte auf beide Extreme bezogen neutral.
In meinen Augen siehst Du China hier zu einseitig und daher zu negativ. Man darf z.B. die Verhältnisse der Bevölkerung nicht einfach 1:1 mit denen von hier vergleichen. Natürlich sind die Leute in China insgesamt ärmer in den inneren Provinzen, aber Du mußt bedenken, daß China hier noch Entwicklungsland ist. Daher muß man hier vergleichen, wie die Leute versorgt werden. Was wird im Rahmen der Möglichkeiten gemacht. Nur Armut ansich kannst Du nicht als Maß nehmen um sagen zu können, ob Du China magst. Orientierst Du Dich bei den Deutschen auch an den Obdachtlosen ?
Gut, Du hast Bekannte, die in China waren und ich BIN immer wieder in China und zwar nicht nur als Tourist, sondern im direkten Kontakt mit Chinesen.
Shingetsu
04.11.2005, 14:32
Hm, zu 1. also RTL und viele andere standen der BILD da in nichts nach. Selbst in Amerika wurde der ganze Fall recht einseitig behandelt. In erster Linie konnte der ganze Prozess überhaupt erst entstehen weil MJ ein Schwarzer ist. Die Behandlung des "King of Pop" war keine keine Untersuchung sondern eine Vorverurteilung. Das einzelne Medien objektiver geblieben sind kann ich nicht abstreiten aber die Masse (und das ist nicht nur die BILD) machte sich es mehr zur Aufgabe den Fall aufzubauschen und ein einseitiges Bild an die Zuschauer weiterzugeben.
zu 2. kommt drauf an was du jetzt genau meinst JPF. Wird China in deinen Augen zu positiv oder zu negativ dargestellt?
Letzteres würde ich nicht unbedingt sagen. Immerhin habe ich Bekannte die haben sich vor geraumer Zeit eine Abenteuer Reise durchs Reich der Mitte (nein nicht solchen Stuß wie Peking Express) gegeben und waren teilweise entsetzt von den Kontrasten im Reich der Mitte.
Ich zumindest besorge mir meine Informationen nicht bei BILD und allen Medien die in die gleiche Kerbe schlagen. :wink:
Da bin ich aber anderer Meinung.
Es ging nicht darum ob MJ ein Schwarzer war, sondern generell darum daß alles was mit Prominenten zu tun hat ziemlich aufgebauscht wird, und wenn der Verdacht von Kindesmißbrauch im Raum steht reagiert die Gesellschaft besonders sensibel. Das hätte jeden weißen Promi genauso hart getroffen.
Bei der Monika Lewinski Affaire beispielsweise wurde auch total aufgebauscht daß der (weiße) Bill Clinton Oralverkehr mit seiner (weißen) Praktikantin hatte, obwohl das nichtmal illegal ist sondern nur das Moralempfinden einiger Leute gestört hat.
Übrigens hat sich sogar "Sänger"-Kollege Eminem in einem Video über Michael Jackson lustig gemacht. Da sieht man so kleine Kinder auf Jacksons Bett rumhüpfen (als Anspielung auf die pädophilen Neigungen die Eminem ihm unterstellt) und dann fällt ihm noch die Nase ab (Anspielung auf die vielen Schönheitsoperationen)
Da Eminem selber Rapper ist und sich in einer Szene bewegt wo 90% seiner Kollegen schwarz sind, glaub ich mal nicht daß er ein Problem damit hatte daß Jackson ein Schwarzer ist. Er hatte nur die allgemeinen Vorurteile die man gegen jemand hat der als potentieller Kinderschänder stigmatisiert wurde. Da sind die Leute halt sehr empfindlich, und gehen schonmal auf Abstand obwohl noch gar nichts bewiesen wurde.
Dem mittlerweile freigesprochenen Andreas Türck (deutscher Weißer) ging es mit seinem Vergewaltigungsvorwurf doch genauso. Seine Produktionsfirma hat ihm schon gekündigt obwohl noch nichtmal feststand ob es überhaupt zu einem Prozeß kommen wird.
Daß jemand ein Schwarzer ist kann für manche Amis natürlich auch der ausschlaggebende Grund für die Vorurteile sein, aber in diesem speziellen Fall spielen noch soviele andere Faktoren eine Rolle daß es sich kaum festellen lässt was genau jeden Einzelnen zu seinen Vorurteilen bewegt.
Stellst Du RTL etwa auf eine höhere Ebene als die Bild ? :lol:
Du sprichst hier genau das entgegengesetzte Vorurteil an, daß Jackson nur aufgrund seiner (nicht mehr vorhandenen) Hautfarbe verfolgt wurde. Ich fand die Berichterstattung bei ZDF, ARD und Arte auf beide Extreme bezogen neutral.
In meinen Augen siehst Du China hier zu einseitig und daher zu negativ. Man darf z.B. die Verhältnisse der Bevölkerung nicht einfach 1:1 mit denen von hier vergleichen. Natürlich sind die Leute in China insgesamt ärmer in den inneren Provinzen, aber Du mußt bedenken, daß China hier noch Entwicklungsland ist. Daher muß man hier vergleichen, wie die Leute versorgt werden. Was wird im Rahmen der Möglichkeiten gemacht. Nur Armut ansich kannst Du nicht als Maß nehmen um sagen zu können, ob Du China magst. Orientierst Du Dich bei den Deutschen auch an den Obdachtlosen ?
Gut, Du hast Bekannte, die in China waren und ich BIN immer wieder in China und zwar nicht nur als Tourist, sondern im direkten Kontakt mit Chinesen.
Ich sagte doch RTL stand der BILD in nichts nach. ;)
Aber das ich China in einem rein negativen Bild sehe stimmt nicht ganz. Ich wollte nur mal ein paar Gegensätze zu den positiven Seiten des Landes aufzeigen.
Zitiere ich mich mal eben selbst:
"und waren teilweise entsetzt von den Kontrasten im Reich der Mitte. "
Also die negativen Seiten die im KONTRAST zu den Positiven (die auch klar vorhanden sind!) stehen. Sonst würden ja negative Eindrücke im Kontrast zu negativen... äh, wie soll das gehen? :) Es ist ja nicht so als wäre ganz China ein Dreckloch, denn wie du völlig richtig sagst ist es ein Entwicklungsland. Daher ja auch die klare und unmissverständliche Aussage bezüglich "Kontrasten". Ich habe nichts gegen China, genau so wenig mag ich das Land. Ich habe auch keine Abneigung gegen Deutschland, genau so wenig verbinde ich damit eine Vorliebe. Wenn man etwas mag oder verabscheucht ist das meist immer eine umfassende Verallgemeinerung. Unrecht tun würde ich vielen Menschen egal sowohl zum Guten als auch zum Schlechten. Daher sage ich ja auch ich gebe nichts auf Beliebtheit oder Unbeliebtheit eines Landes.
Noch schnell zu Shingetsu:
Du magst teilweise nicht unrecht haben. Im Falle der Medien (Türck Prozess) war es dann bissi was anderes, denn hier berichteten höchstens manche Medien einseitig. Türck wurde von der Polizei aber nie wie ein Schuldiger behandelt, und eben das war bei Jackson schon zu Beginn der Ermittlungen der Fall. Alles andere gebe ich dir aber Recht war recht identisch, unter anderem hat Sony Music Jackson ebenso vorsorglich gekündigt. Das ARD und ZDF neutraler in beiden Fällen waren als die BILD oder RTL da seid ihr alle beide nicht im Unrecht Shingetu und JPF.
Shingetsu
04.11.2005, 16:23
@Xenos:
ARD und ZDF sind immer neutraler als RTL und BILD.
Die Boulevardblätter sind für ihre Emotionalität bekannt.
Eine seriöse Zeitung wie die Süddeutsche schreibt z.B.
"Mutmaßlicher Kinderschänder in Hinterdeppenhausen gefasst."
total sachlich und emotionslos.
während BILD und RTL eher schreiben würden:
"Der Kindersex-Teufel von Hinterdeppenhausen
wurde endlich gefasst ! Sperrt ihn für immer weg !"
Mein Beispiel mit Bill Clinton find ich eigentlich viel interessanter als das mit Andreas Türck. Da stand ja noch nichtmal der Vorwurf einer Straftat im Raum. Der Präsident hatte ganz legalen Sex mit seiner Praktikantin.
Trotzdem wurde es aus politischen Gründen mit Bezug auf Moralvorstellungen total aufgebauscht.
Wegen Jackson:
Weiß nicht wie die Polizei ihn behandelt hat, aber in der amerkanischen Polizei gibt es auch viele Schwarze.
Warum sollte ein schwarzer Polizist was gegen andere Schwarze haben ?
Auch da lässt es sich schwer feststellen ob es an seiner Hautfarbe lag, wenn nicht direkt rassistische Kommentare gefallen sind.
Vielleicht ist es auch schadenfreude und sozialer Neid. Es gibt sicher viele Gründe warum Leute sich freuen wenn Promis eins auf'n Deckel kriegen.
Welche hautfarbe die zuständigen Police Officer hatten weiss ich auch nicht, aber anhand ihrer Vorgehensweise gehe ich davon aus sie nicht schwarz waren. Da müsste man sich wohl im Detail noch genauer informieren, aber das weicht mir langsam auch zu sehr vom eigentlichen Thema ab. Daher belassen wirs mal an der Stelle.
Mein Beispiel mit Bill Clinton find ich eigentlich viel interessanter als das mit Andreas Türck. Da stand ja noch nichtmal der Vorwurf einer Straftat im Raum. Der Präsident hatte ganz legalen Sex mit seiner Praktikantin.
Trotzdem wurde es aus politischen Gründen mit Bezug auf Moralvorstellungen total aufgebauscht.
Aufgebauscht... maybe, aber vergiss nicht das Clinton der Präsident der Vereinigten Staaten gewesen ist (oberflächlich umschrieben als mächtigster Mann der Welt), noch dazu ein verheirateter Christ mit einer politisch sehr engagierten und angesehenen Firstlady. Dazu hat er anfangs alle Vorwürfe Miss Lewinski angehend abgestritten. "I never had..." Am später dann sehr aufgebauschten Medienwirbel trägt Clinton damit wohl die größte Mitschuld. Hätte er es sofort zugegeben wäre es halb so heiss gekocht worden, aber hier hatte man im Endeffekt nicht nur einen beinahe Ehebrecher sondern auch noch einen Lügner ertappt. Aber diesen Skandalen zum Trotz konnte Clinton dennoch Präsident bleiben und am Ende seiner Amtszeit war das Resume seiner Regierungsarbeit durchweg positiv. Wer würde ihm seine politischen Leistungen schon aberkennen nur weil er mit ner Praktikanntin gevögelt hat? Lieber einen guten Präsidenten der mal mit dem Sexskandal Schlagzeilen macht als einen möchtegern-Heiligen der dem Land mehr schadet als Nutzen bringt (hello Mr. Bush!).
Shingetsu
04.11.2005, 18:26
@Xenos:
"Dazu hat er anfangs alle Vorwürfe Miss Lewinski angehend abgestritten. "I never had...""
Hätte ich wohl auch. Es geht die Leute einfach nix an mit wem ich ....
Meiner Meinung nach hat bei solchen intimen Details auch niemand ein Anrecht darauf von mir die Wahrheit gesagt zu bekommen. (also wenn ich jetzt der Präsident wäre) Da lüg ich doch gern, denn so eine blöde Journalisten-Meute hat es gar nicht verdient daß man die Wahrheit sagt.
~-=\AoR/=-~
07.11.2005, 11:22
Ihr schweift ab ... *lach*
Zum Thema:
Wundert mich kein bisschen. Allerdings wundert es mich dann schon etwas, dass soviele hier von der Tatsache überrascht sind. Ich für meinen Teil war z.B. 1996 (kurz vor der EM) in England und habe eigentlich nur positive Erfahrungen der Londoner auf mich als Deutschen gemacht. Ich erinnere mich gerne an die Diskussionen in dem kleinen Pub Nähe Kings Cross wer denn nun Europameister wird. (Und ich denke gerne daran, dass ich Recht hatte *lach*)
Ich muss zugeben, dass ich doch sehr überrascht bin. Vor allem den Briten hätte ich nicht zugetraut, dass sie doch eine hohe Meinung von uns haben. O_O Bisher hab ich nur von negativen Erfahrungen mit Briten oder auch Niederländern gehört. Tja, wie man sich täuschen kann. Das man aber den USA gegenüber eher skeptisch veranlagt ist, wundert mich kein bisschen. XD
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