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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bundeswehr - notwendiges Übel oder brauchbare Armee?


~-=\AoR/=-~
10.03.2004, 15:00
So, damit Nachtmahr und Ork ihre Diskussion ordentlich fortsetzen können, mach ich mal den entsprechenden Thread auf. So kann ich wenigstens auch noch meinen Senf dazugeben.

Meine Zeit beim bund will ich net missen. Es war abwechslungsreich und meistens auch ganz lustig. Nur gebracht hat es mir in meinem Leben gar nix. (doch halt ... ich kenne jetzt mindestens 15 Arten eine Flasche Bier zu öffnen, kann mit einem Klappspaten ein Schloß knacken und innerhalb von 10 Minuten die Waffe eines Luchs aus- und wieder einbauen.)

Und mal erhlich, als ich erlebt hab, wie das beim bund läuft, da hat es mich gewundert wieso der Russe nie angegriffen hat. "An einem Wochenende bis nach Bonn!" Bis der Haufen in Tritt gekommen wäre, wär der Krieg längst vorbei gewesen.

Takuma
10.03.2004, 15:16
Zum Thema:

Wir befinden uns derzeit in der glücklichen Lage im Moment keine Armee zu dierekt "brauchen". Zumindest nicht im herkömmlichen Sinne, sondern wenn dann für Hilfseinsätze u.Ä. - Aber wie uns die Weltgeschichte lehrt, kann sich so etwas sehr schnell ändern. Wir brauchen ergo eine Armee, um vor eventuellen Gefahren zumindest in dem uns möglichen Rahmen gerüstet zu sein. Möglichkeiten sind dabei:

1.) Die Wehrplichtigenarmee
Ein geringes Kontingent an "Stammsoldaten, die gegebenenfalls durch die in der Wehrplichtzeit ausgebildeten Eingezogenen unterstützt wird. - Dieses Konzept taugt IMO nicht viel. Wenn man z.B. den 30jährigen Familienvater einzieht und in den Kampf schickt, der vor was weiß ich Jahren das letzte Mal eine Waffe gehalten hat (btw. zudem eine andere als sie heute beim Barras im Gebrauch ist). dann wäre es nur eine Frage von Minuten bis er Opfer der Kugeln wird. Er wäre weder Mntal noch körperlich, noch ausbildungstechnisch in der Lage, nützlich zu sein

2.) Die Berufsarmee
Eine ständig im Training und in der Materie befindlcihe, gutausgerüßtete (kleiner Wink mit dem Zaunpfahl an Rot/Grün) Armee, die jeder Gefahr, welcher Art auch immer, in der ihr möglichen Dimension adäquat entgegenwirken kann.


Wer's noch nicht erraten hat: Ich wär für 2. 8)

Squalli
10.03.2004, 15:20
hiho ich will meine stimme hier auch ma abgegben

hmm ich denke , da alle frauen usw immer gleichberechtigung fordern, da muss es doch überall gelten oda?? und damit sollte der wehrdienst für männer abgeschafft werden gelleß??
und ne berufsarmee wird sich imma finden

und wenns keinen wehrdienst mehr gibt wird dort doch ne menge geld gespart, damit könnte man doch die berufsarmee finanziell ünterstützen / gehalt erhöhen, damit wird der berufssoldat lukrativer gelle?????

hmm naja das ist meine meinung dazu

DrJekyll_MrHyde
10.03.2004, 15:25
Mir tut die Bundeswehr einfach nur leid!
Wenn man ihnen mehr Mittel zu gestehen könnte, dann würden sie sicher wieder mehr Respekt bekommen. Es ist einfach nur traurig was daraus geworden ist. Mehr kann ich dazu nicht sagen, ich habe es ja nicht mitgemacht. ;)

Nachtmahr
10.03.2004, 15:28
Wir brauchen über kurz oder lang eine Berufsarmee im Stile der Briten. Die Engländer sind in vielerlei Hinsicht extrem effektiv, und das darf ich oftmals miterleben (Ich bin bei nem britischen TrÜbPl stationiert). Die Soldaten sind gut ausgebildet und werden global eingesetzt. Sie haben Kolonialerfahrung und sind trotzdem recht liberal in ihrer Handlungsweise. Damit verbinden sie eigentlich das beste aus beiden Welten (US army und Bundeswehr).

Die Bundeswehr ist für meinen Geschmack bedeutend zu liberal. Es wird immer darauf geachtet, dass ja kein Soldat zu Schaden kommt oder gar Zivilisten. Die Einsätze in Afghanistan sind zu einem großen Teil einfach nur Makalatur und dazu gedacht um die Diplomatie zu unterstützen (Hey USA schaut was wir in Afghanistan tun). Dabei sind wir viel zu überorganisiert. Pro Soldat auf Patrouille in Kabul gibt es 10 Soldaten im Stützpunkt, die nur organisieren und verwalten. Dabei fehlt es uns an allem. Wir können unsere riesigen Panzerbataillone nicht mehr unterhalten, Neuanschaffungen werden reduziert. Dafür kann aber die Bundeswehr nichts, denn jedesmal wenn aufgrund von Mismanagement der Regierung wieder der Haushalt gekürzt wird, trifft es zu einem großen Teil die Bundeswehr. Damit haben die Briten oder Amis keine Probleme. Im Endeffekt wird uns immer mehr zugemutet während die Mittel immer weiter gestrichen werden. Wo ist da die Logik?

Davon ausschliessen will ich die KSK. Dieser zähe Haufen ist unsere Avant-Garde, vergleichbar mit der britischen SAS. Jeder einzelne dieser knapp 100 Soldaten ist auf mehreren Gebieten ein Spezialist und die allermeisten von ihnen haben schon reale Kampferfahrung, denn die KSK waren beim Einmarsch der Amis in Afghanistan mit dabei. Gleichzeitig verdienen sie aber bei Auslandseinsätzen bedeutend weniger als der typische BW-Soldat, denn sie gehören zu "Enduring Freedom", also der amerikanischen Operation. Das ist eigentlich eine bodenlose Frechheit, denn die KSK muss die Hauptlast der BW Kampfeinsätze tragen, und glaubt mir, von denen sind auch schon welche im Einsatz gefallen.

Nun:
Auf der anderen Seite unseres Spektrums stehen die Amis. Die Armee ist groß, technologisch sind sie noch über lange Zeit nicht zu übertreffen und die allermeisten Soldaten sind sehr gut ausgebildet. Von der Air Force oder Navy wollen wir erst gar nicht sprechen, denn die Amis haben mehr Flugzeuge als die Kernstaaten der EU und eine technisch bessere Marine. Anyway, woran es ihnen fehlt ist etwas Liberalität. Die Devise lautet wörtlich "Erst schiessen, dann fragen", was auch zu einigem friendly fire führt. Im Irakkrieg haben sich einige Briten riesige Union-Jack flaggen auf eigene Kosten besorgt, welche sie dann bei anfliegenden Amis aufgespannt haben und somit signalisieren konnten "Sind keine Iraker".

Über Sinn und Unsinn von Armeen müssen wir hier jetzt nicht diskuttieren. Homo Homine Lupus est - Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, und so läuft es schon seit der Steinzeit. Nicht einmal die amerikanischen Ureinwohner konnten friedlich miteinander leben. Armeen schrecken ab, Waffen der Massenvernichtung verhindern - auch wenn das paradox klingt - Kriege.

Der Troglodyte, welcher "Wozu brauchen wir überhaupt eine Armee?" gewählt hat, wird wohl in diesem Moment mehr als einen Joint in seinem Fressspaten geklemmt haben, ansonsten könnte ich mir die Weltfremdheit nicht erklären.

none
10.03.2004, 15:49
pfuh gleich mal eine richtig Stellung. Die normalen GIs werden wie lange ausgebildet? 4 Monate. Das sind keine Berufssoldaten, das sind Kinder mit Maschinengewehre. Ausserdem ist der durchschnittliche Soldat der Amys unterdurschnittlich intelligent. Viele Soldaten können noch nicht mal lesen!!Der Grund? Der ziemlich einzige Anreiz für einen Amerikaner ausser dem üblichen Schwachsinn wie Patrotismus oder Schiessgeilheit, ist das wenn man 4 Jahre in der Armee war, man lebenslänglich versichert ist. Das und die gute Bezahlung sind ein starker Anreiz. Und welche Bevölkerungsschichten zieht das an? Bei uns würde man Zivilversager sagen...
Der einzige Grund wieso die USA so überlegen ist sind ihre richtigen Berufssoldaten. Marines, Ranger, Flieger blabla. Nicht das die besser wären als ihr Pedants in Deutschland oder England, nein die sind schlicht und einfach besser ausgerüstet, und ausserdem gibt es so verdammt viele. ;)

Und wenn ihr jammert in Deutschland dann schaut mal die österreichische ,ich will sie jetzt net Armee nennen, an. Das ist ein Haufen Versager. Die tun nichts und die Ausrüstung. LOOOL. Das einzig brauchbare ist unser Sturmgewehr. Der Rest... Mein Onkel hat ziemlich sicher die gleichen Sachen angehabt wie ich und die waren damals schon alt. Die Grundgerüste unsere Panzer sind aus dem 2ten Weltkrieg. Unsere Flieger, ahahahaha, können nicht bei Schlechtwetter starten, das heißt eigentlich jedes Wetter ausser Sonnenschein, und sind akut absturzgefährdet!!
Hobbyarmee triffts. Gott sei Dank bekommen wir bald eine Berufsarmee und wir sind diese unsägliche Wehrpflicht los. Müssen wenigstens meine Kinder sich nicht 8 Monate langweilen und Worms spielen. btw in worms besiegt mich keiner. 4 Monate hardcore training. ;)

Der_ork
10.03.2004, 16:06
erstmal danke fuer den Thread obwohl wir wohl nur vom thema abgekommen sind :wink:

pfuh gleich mal eine richtig Stellung. Die normalen GIs werden wie lange ausgebildet? 4 Monate. Das sind keine Berufssoldaten, das sind Kinder mit Maschinengewehre. Ausserdem ist der durchschnittliche Soldat der Amys unterdurschnittlich intelligent. Viele Soldaten können noch nicht mal lesen!!Der Grund? Der ziemlich einzige Anreiz für einen Amerikaner ausser dem üblichen Schwachsinn wie Patrotismus oder Schiessgeilheit, ist das wenn man 4 Jahre in der Armee war, man lebenslänglich versichert ist. Das und die gute Bezahlung sind ein starker Anreiz. Und welche Bevölkerungsschichten zieht das an? Bei uns würde man Zivilversager sagen...
Der einzige Grund wieso die USA so überlegen ist sind ihre richtigen Berufssoldaten. Marines, Ranger, Flieger blabla. Nicht das die besser wären als ihr Pedants in Deutschland oder England, nein die sind schlicht und einfach besser ausgerüstet, und ausserdem gibt es so verdammt viele

Also ich arbeite mit amis zusammen Air Force muss ich dazu sagen, und nein die sind nicht dumm der durchschnitts amerikaner denkt einfach anders.

und ich muss auch sagen das ihre spezialtruppen wirklich klar die besten sind nicht nur wegen der ausruestung sondern wegen dem drill.

deswegen bin ich auch fuer eine berufsarme weil du einen berufsoldaten einfach haerter rannehmen kannst. und damit kenn ich mich aus ich war 2 jahre als hilfsausbilder beim objektschutz der luftwaffe und kann euch sagen was bei uns in deutschland falsch laeuft ist das man nicht richtig drillen darf weil das gesetzlich nicht geht. das ist das geheimnis der us arme das macht sie besser sie sind an mehr gewoehnt, der deutsche soldat hat ja beim 25km Leistungsmarsch schon keine energie mehr

~-=\AoR/=-~
10.03.2004, 16:24
und ich muss auch sagen das ihre spezialtruppen wirklich klar die besten sind nicht nur wegen der ausruestung sondern wegen dem drill.
Also ich kann mir was besseres vorstellen, als 4 Monate von einem Arschloch in Uniform tagtäglich zusammengeschissen zuwerden. Da sieht man's mal wieder: Je weniger ein Soldat denkt, desto besser ist er für den Kampfeinsatz geeignet! Hirn- und Seelenlose Kampfmaschinen!

Als ich beim bund war hatten wir eine Stuffz ... netter Kerl. Kurz vor meinem Wehrdienstende lief seine Dienstzeit aus. Und da hab ich zum ersten mal gemerkt, was 8 bzw. 12 Jahre Armee aus einem Menschen machen können (ich betone können). Okay, der konnte Panzer fahren und reparieren, MG's bedienen, funken usw. Nur ... was davon kann er in seinem zukünftigen zivilen Umfeld nutzen. Außerdem kam er mir am Ende so vor, als wüßte er nicht was er machen soll. Scheinbar fehlte ihm jemand, der klare Befehle erteilt. Selberdenken: Fehlanzeige.

Wie dem auch sei: Für mich war meine Wehrdienstzeit wie ein Abenteuerspielplatz für Männer. Wann jemals in meinem Leben habe ich die Möglichkeit mit einem Panzer zu schiessen? Und außerdem wußte man ja, dass nach 10 Monaten eh alles vorbei ist. Wenn ich mir aber anschaue, wer aus meiner Wehrdienstgruppe alles einen Antrag als SAZ gestellt hat, da kann ich nur sagen: Wer nichts wird im Leben geht zum Bund! Am besten waren aber die zwei, die eine Offizierslaufbahn eingeschlagen haben ... Sollten die zwei jemals unsere Armee befehligen, dann möchte ich nicht dabei sein.
Das kann man sicherlich nicht auf alle gleichermassen beziehen, aber in der Masse wird es schon stimmen. Ich meine beim Bund verdient man nicht so schlecht, aber mit ein bissl Grips kann man in der "normalen" Wirtschaftswelt locker mehr verdienen. Und muß außerdem nicht bei Wind und wetter durch den Schlamm kriechen.

Takuma
10.03.2004, 16:28
Über Sinn und Unsinn von Armeen müssen wir hier jetzt nicht diskuttieren. Homo Homine Lupus est - Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, und so läuft es schon seit der Steinzeit. Nicht einmal die amerikanischen Ureinwohner konnten friedlich miteinander leben. Armeen schrecken ab, Waffen der Massenvernichtung verhindern - auch wenn das paradox klingt - Kriege.

Der Troglodyte, welcher "Wozu brauchen wir überhaupt eine Armee?" gewählt hat, wird wohl in diesem Moment mehr als einen Joint in seinem Fressspaten geklemmt haben, ansonsten könnte ich mir die Weltfremdheit nicht erklären.

Hätte nie gedacht, dass ich dass ich das mal sagen würde, aber:
Ich stimme Nachtmahr vollkommen zu.

Der_ork
10.03.2004, 16:39
also wirklich diese sprueche wie: nur dumme zum bund und so sind das letzte. ich selber bin den weg ueber w 10 auf w 23 auf SaZ 4 auf SaZ 8 gegangen und das weil es mir spass macht und aus keinem anderen grund. und hirnlos ist keiner meiner kameraden

des wegen sag ich ja berufsarme, weil das keinen sin hat sowas mit leuten zu machen die keine lust haben

vorallem trau ich in einen V-fall eher einen dieser hirnlosen wie man so sagt der ausgebildet ist mehr als einem der ein abi mit 1.0 hat und lieber diskutiert

Lechloan
10.03.2004, 18:02
also wirklich diese sprueche wie: nur dumme zum bund und so sind das letzte. ich selber bin den weg ueber w 10 auf w 23 auf SaZ 4 auf SaZ 8 gegangen

Kannst du das auch auf Deutsch schreiben?

DATA
10.03.2004, 18:51
2.) Die Berufsarmee
Eine ständig im Training und in der Materie befindlcihe, gutausgerüßtete (kleiner Wink mit dem Zaunpfahl an Rot/Grün) Armee, die jeder Gefahr, welcher Art auch immer, in der ihr möglichen Dimension adäquat entgegenwirken kann.


Wer's noch nicht erraten hat: Ich wär für 2. 8)

Gleich vorweg, ich bin ebenfalls für eine Berufsarmee. Probleme dabei gibt es dennoch:

-Wer würde in eine Berufsarmee gehen wollen? Abiturienten, Realschüler, Hauptschüler...? Für gut qualifizierten Nachwuchs kann es welche Anreize geben?

-Woher soll das Geld kommen eine vernüftige Berufsarmee zu führen? Und wäre man deswegen eher gewillt militärische Interventionen wie z.B den letzten Irakkrieg mit zu bestreiten?

-Wie soll der Ausgleich im Sozialsektor, den der Zivildienst mitgestützt hat, finanziert werden?

Nachtmahr
10.03.2004, 19:02
Hauptschüler können grundsätzlich nur Mannschaften werden, das heisst normale Gefreitenränge. Den höheren Laufbahnen sind entsprechend auch höhere Anforderungen vorausgesetzt.

Die Armee der Wehrpflichtigen ist recht teuer, aber ohen die genauen Zahlen zu kennen, können wir auch keine Aussagen über die Finanzierung machen.

Der Sozialsektor sollte meiner Meinung nach durch ein pflichtgemässes soziales Jahr für JEDEN (auch Frauen) gestützt werden.

DATA
10.03.2004, 19:19
Der Sozialsektor sollte meiner Meinung nach durch ein pflichtgemässes soziales Jahr für JEDEN (auch Frauen) gestützt werden.

Keine Schlechte Idee, ABER ein Pflichtsozialesjahr für Jedermann kostet und nicht wenig. Viele Wehrdienstler werden jetzt schon nicht mehr angeschrieben, die Musterung wurde gestrafft (was vielleicht gerade so gehen könnte geht nicht).
Würde man die jetzige Bundeswehr zu einer Berufsarmee umformen, bin ich mir ziemlich sicher, dass dort am Ende nicht viel, oder gar kein Geld übrig bliebe. Das Pflichtsozialejahr ist zwar eine gute Idee, aber allein wegen der Kostenfrage könnte es womöglich bei einer Idee bleiben.

Und das der Zivildienst und somit bei Abschaffung der Wehrdienststruktur ein Ausgleich dessen gebraucht wird steht außer Frage.

Noxiel
10.03.2004, 19:20
Ich werde mich im Laufe des Abends noch zu diesem Thema auslassen, vor allem gewisse Aussagen von Nachtmahr bezüglich der Auslandseinsäte verlangen ein gewisses Maß an Verbesserung. Nicht alles und nicht vieles aber es muß dennoch zur Sprache gebracht werden. Ich arbeite zurzeit im Multinationen Stab der Nachrichtengewinnung (Intelligence) der NATO in Heidelberg aber wie gesagt, lasst mir noch mein Stargate und dann editiere ich mal fix!

:schmoll:

proteus
10.03.2004, 19:54
Der Vergleich mit ausländischen Armeen hinkt, und zwar gewaltig.
Die Bundeswehr ist niemals in der Lage, einen regulären Kampfeinsatz durchzuführen.
neben den Gründen, die oben genannt wurden fehlt es an logistik und Praxis. Eine Berufsarmee ist der einzige Weg. Ich wurde nach drei Monaten beim Bund entlassen, aus besonderem Grund. Dieser Haufen war echt ein Witz. Da wird Stroh in den Wald gefahren, damit keiner friert, die Hälfte war permanent fusskrank und hat in der Turnhalle geübt. Da gab es so einen Fahnenjunker, der gerade seine EK Spange hatte und ausser Brüllen noch nichts gelernt hatte- echt drollig. Brüllen beim Drill ist akzetabel, aber man sollte auch wissen, was man brüllt.
Bis jetzt war Deutschland nie gefordert, seine Armee auch einsetzen zu müssen (im ersten Golfkrieg hatten alle Schiss an die Front zu müssen) Das hat sich mittlerweile wohl etwas geändert, wer als Z unterschreibt muss halt mit einem Kampfeinsatz rechnen.
Die KSK ist personell leider viel zu schwach um effektiv eigesetzt zu werden, aber hier liegt die Zukunft, in kleinen, flexiblen Kommandotruppen, die auch hinter den Linien operieren können. Das setzt eine gute Ausbildung und gutes Equipment vorraus (Gruss nach Österreich für das Steyr AUG) Also, blöd darf man bestimmt nicht sein. Sicherlich hat der durchschnittliche GI kein Abitur, aber er hat zumindest Disziplin, und das fehlt den meisten Deutschen. Was ist also daran auszusetzten, die motivierten zu nehmen? Und die freizeitrambos fliegen entweder beim Eignungstest raus oder geben auf wenn Sie merken, dass die Realität anders ist als Ihre Vorstellung.
Und Soldat sein ist mehr als wild drauflos zu ballern. Strategie und Taktik und Vorsicht ist das allerwichtigste.
Der Durchschnittssoldat wird sich auch mit einem humanitären Einsatz in Afghanistan schwertun, weil er sich fragt, was er da soll.
Deswegen ist eine kleinere, effiziente Berufsarmee mit einem klar umrissenen Tätigkeitsfeld und ausgelagerten Spezialisten der bessere und kostengünstigere Weg. Dazu zählt auch die Nachwuchsförderung, die Stärkung der bundeswehreigenen Ausbildungstätten samt guter Bezahlung.
Dann werden die Freizeitsoldaten aussortiert, die halt Z machen weil Sie einen ruhigen Job wollen. Und die Hetze in der Öffentlichkeit wird dann auch aufhören.

proteus
10.03.2004, 19:59
@AoR:

Sorry, hatte ich vergessen.
Basis einer Armee ist nun mal Gehorsam und Hierachie.
Sicherlich gibt es auch welche, die Ihre Position ausnutzen, das leigt aber daran, dass sich in aktiven Armeen die Spreu vom Weizen trennt und diese Deppen entwder tot sind oder rausfliegen.
Aber ohne Disziplin und Gehorsam funktioniert das nicht. Wenn jeder Gefreite erst noch eine disskussion über den Sinn einer Massnahme führt, undenkbar. Sicherlich ist das für Wehrpflichtige schwerer als für Berufsoldaten.
Es gibt auch Armeen , da ist der Aufstieg von der Leistung abhängig, nicht von der Schulbildung. Ein Hauptschüler wird allerdings irgendwann an seine Grenzen stossen, z.b bei Sprachen, Logistik, Auswertung. Es sei denn, er bildet sich zusätzlich weiter.

none
10.03.2004, 20:07
Hm ich glaube kaum das ich geschrieben habe das in einer Berufsarmee alles Trotteln sind. Um beim Österreichischen Heer Offizier werden zu wollen muss man Milag (Militär Akademie) gehen. Vergleichbar einer Uni nur etwas härter. Ich habe auch nicht gesagt das alles nur Dummköpfe bei der Armee sind. Ich habe gesagt in den USA sind die GIs Dummköpfe. Aus oben genannten Gründen. Sicher gibt es im Heer viele Trotteln aber auch genug kluge Köpfe. Und bezüglich Berufsarmee. Es gibt sicher genug Freiwillige die dementsprechend intelligent sind. Schon heute gibt es genügend Offizier (ja genau die mit Abi und Hochschulabschluss) die beim Heer sind.

So long.

P.S.: Trotzdem ist es ein sinnloser Verein

proteus
10.03.2004, 20:19
@ none:
Das bezog sich nicht explizit auf deinen Post, sondern auf einige der bereits erstellten.
ob die österreichische Armee sinnlos ist vermag ich nicht zu sagen, wie es allerdings auf der Welt ohne Armeen aussehen würde möchte ich mir nicht vorstellen.

SweetMel
10.03.2004, 20:45
-Wer würde in eine Berufsarmee gehen wollen? Abiturienten, Realschüler, Hauptschüler...? Für gut qualifizierten Nachwuchs kann es welche Anreize geben?
Vor allem Geld. Und natürlich die Ausbildungsmöglichkeiten. Ich kenne einige, die sich bereits verpflichten haben lassen oder es vorhaben (Abiturienten, die dort studieren wollen).


-Wie soll der Ausgleich im Sozialsektor, den der Zivildienst mitgestützt hat, finanziert werden?
Der Ausgleich würde sich schnell gefunden haben lassen: Durch feste Arbeitsstellen und Freiwilligenarbeit. Das wäre auch eine günstige Gelegenheit, ein paar Arbeitslosen wieder Arbeit zu geben ;)


-Woher soll das Geld kommen eine vernüftige Berufsarmee zu führen?
Wie gesagt: Die mögliche Senkung der Arbeitslosenzahl würde natürlich wieder mehr Geld in die Kassen bringen. Und Wehrpflichtige kosten auch Geld, was Vater Staat im Falle einer Berufsarmee sparen würde.

Auch wenn die Antworten sehr einfach sind (was sie eigentlich nicht sein sollten), ich bin auch für eine Berufsarmee: Wie Takuma schon gesagt hat, welcher normaler Bürger ist nach 20-30 Jahren noch fit genug für den Krieg? Ich denke mal, keiner.
Ganz zu schweigen von der Ungerechtigkeit, dass manche schuften müssen und andere nicht (Musterung, Thema Frauen und Wehrpflicht).

Shingetsu
10.03.2004, 20:48
Damit die Zivis nicht selber zu Sozialfällen werden sollten sie besser bezahlt werden.

none
10.03.2004, 20:49
@ none:
Das bezog sich nicht explizit auf deinen Post, sondern auf einige der bereits erstellten.
ob die österreichische Armee sinnlos ist vermag ich nicht zu sagen, wie es allerdings auf der Welt ohne Armeen aussehen würde möchte ich mir nicht vorstellen.

Wie ohne Armeen. Das könnte eine gute Frage zum Nachdenken sein. So hirnfickerei mäßig. ;)

Und glaubs mir eure Armee ist nötig unsere nicht.

Toshiro
10.03.2004, 21:38
weg mit dem Zivi dienst
gibt so viele arbeitslose die können das machen

von mir aus könnt ihr auch ne berufsarmme machen
ich geh trotzdem hin

ich halte wehrdienst trotzdem für ne gute idee

abgesehen davon sollen Frauen auch davon betroffen sein

DATA
10.03.2004, 21:58
weg mit dem Zivi dienst
gibt so viele arbeitslose die können das machen


Oh je, als ob die Arbeit in sozialer, oder medizinischer Betreuung (Alten-, Krakenpflegehilfe etc.) keine Mindestqualifikationen benötigte. :roll:

~-=\AoR/=-~
10.03.2004, 23:53
@ none:
ob die österreichische Armee sinnlos ist vermag ich nicht zu sagen, wie es allerdings auf der Welt ohne Armeen aussehen würde möchte ich mir nicht vorstellen.
Ich schon!
Das Paradies wäre wieder erreicht. *lach*

Irgendwer hat hier mal gesagt, das Armeen Kriege verhindern, der Abschreckung wegen. Mal kurz nachdenk ....

Das römische Reich: Seinerzeits die beste Armee der bekannten Welt, haben den gesamten Mittelmeerraum eronert und sind dennoch untergegangen. Napoleon: Hat mittels seiner Armee erst sich selbst zum Kaiser gekrönt und dann halb Europa unterworfen ... und ist untergegangen. Vietnamkrieg: Die Amies mit menschlicher und technologischer Überlegenheit haben versucht durch Abschreckung die Russen an der Eroberung Vietnams zu hindern ... Ergebniss: ein paar Millionen Tote und ein 11 Jahre währender Krieg. Ich kenne keinen Krieg der verhindert wurde, weil ein Land seine Armee zur Abschreckung genutzt hat. Und Atomwaffen sind keine Armee: Da reichen eine Handvoll Leute, die an den Knöpfen sitzen, und nicht hunderttausend Infantristen. Deswegen mag ich den Film "Starship Troopers" so ... "Du willst zur Infantrie? Die Infantrie hat aus mir das gemacht was ich heute bin." (man sieht einen Mann ohne Beine ... lol ... DAS ist Krieg! DAS ist menschliche idiotie in Reinkultur! DAS ist fanatischer Patriotismus! Okay, die Bundeswehr bleibt davon ausgeschlossen, die haben ja kaum genug Mun ihre eigenen Kasernen zu bewachen.

Durch Gewalt entsteht Gegengewalt ... das war schon immer so und das wird immer so bleiben. Und ein Wettrüsten um die beste Armee der welt hat keinen Sinn, wie man an den Amis sieht. Erst wenn die Menschen begreifen, das mn Probleme auch anders lösen kann als mit der Waffe in der Hand, erst dann wird unsere Welt zum dem, was sie eigentlich sein sollte: Ein gemeinsamer Planet für EINE Menschheit! Deswegen befürworte ich die europäische Armee als Gegenstück zur amerikanischen despotischen Machterkämpfung.

Der_ork
11.03.2004, 07:39
also wirklich diese sprueche wie: nur dumme zum bund und so sind das letzte. ich selber bin den weg ueber w 10 auf w 23 auf SaZ 4 auf SaZ 8 gegangen

Kannst du das auch auf Deutsch schreiben?

w 10= wehrdienst 10 monate
w 23 = wehrdienst (freiwillig 23 monate)
SaZ 4= Soldat auf Zeit 4 Jahre
SaZ 8 = Soldat auf Zeit 8 Jahre

proteus
11.03.2004, 09:44
@AoR:

Da hast du leider Unrecht.
In deinen Beispielne haben nicht die Armeen versagt, sondern die politische Führung, im Fall Napoleons sicherlich auch die militärische.
Die USA war aufgrund Ihrer taktischen und logistischen Ausrichtung nicht in der LAge, einen Guerilliakreg zu führen.
Napoleon verzettelte sich an mehreren Fronten und sein Minister Tallyrand verbündetete sich mit seinen Gegener (Kurzfassung)
Die Römer mussten ein Reich verteidigen welches für die damalige Zeit unüberschaubar gross war, ganz fremde Kulturen verband während Rom der Dekadenz anheim fiel.

Ausserdem sind alle von dir erwähnten Beispiele reine Angriffskriege gewesen. Bei den Amis stimmt z.B. der Einwand, die GI seien Kinder mit Gewehren, Sie waren für das, was Sie erwartet gar nicht ausgebildet.
Du musst aber bedenken, dass sich die Art der Kriegsführung in en Jahrunderten geändert hat und auch die Art, damit umzugehen.
Was Starship Troopers betrifft, liess mal "Weltraumkadetten", die Vorlage von Heinlein.

Die Soldaten "vor Ort" dürfen immer den Mist ausbaden, den die Politik/Führung/politische Strömung verzapft hat, ob Sie das gutheissen oder nicht. Und das ist meistens sehr unschön, glaub mir, ich weiss es.

none
11.03.2004, 10:29
Es ist trauig aber wahr, dass es diesen Frieden durch Abschreckung wirklich gibt. Wenn du schon keine Freundschaft wecken kannst so doch Angst. Das reicht meistens als Friedensgrund. Nur wie das so ist mit dem Feuer. Wo es Rauch gibt muss es auch Feuer geben. Wenn die Politik des starken Mannes gespielt wird, die zugegebenermassen gut funktioniert, so ist hin und wieder damit zu rechnen das der starke Mann auch bewießen werden möchte.
Es kann nicht immer nur gedroht werden es muss leider auch hin und wieder geschlagen werden.

Trauig aber menschlich.

Slayer
11.03.2004, 11:00
Ich frag jetzt einfach mal, als niederes Subjekt, für welches sich der Bund nicht ansatzweise interessiert hatt... :wink:

Besteht bei einer reinen Berufsarmee nicht Putschgefahr ? Deutschland wäre nicht das erste Land dem das passiert. Es wird zwar immer propagierd das so etwas in der heutigen Zeit nicht mehr möglich ist, aber das kann man nur Sagen weil es ewig niemand wirklich versucht hatt. Bei einer reinen Berufsarmee, bei der die Soldaten dann keinen Beamtenstatus mehr hätten (Bitte nicht hauen, aber ich glaube denn haben sie :? ), wäre für den Staat alles viel undursichtiger...und wer weiß, was sich ein paar Köpfe in der Heeresführung jetzt schon zusammenspinnen...und was sie bei einer Berufsarmee für Möglichkeiten hätten... :?

Takuma
11.03.2004, 11:15
Bei den Dimensionen (Truppenstärke) der deutschen Armee ist ein Putsch IMO weitab jeder Möglichkeit.

Slayer
11.03.2004, 11:24
Das ist jetzt so, aber wer weiß wie es in der Zukunft aussehen würde, mit ner Berufsarmee. Ich bin ja nicht generell dagegen, aber ne Berufsarmee hätte eben nicht nur schöne Seiten.

Der_ork
11.03.2004, 11:24
Ich frag jetzt einfach mal, als niederes Subjekt, für welches sich der Bund nicht ansatzweise interessiert hatt... :wink:

Besteht bei einer reinen Berufsarmee nicht Putschgefahr ? Deutschland wäre nicht das erste Land dem das passiert. Es wird zwar immer propagierd das so etwas in der heutigen Zeit nicht mehr möglich ist, aber das kann man nur Sagen weil es ewig niemand wirklich versucht hatt. Bei einer reinen Berufsarmee, bei der die Soldaten dann keinen Beamtenstatus mehr hätten (Bitte nicht hauen, aber ich glaube denn haben sie :lol: ), wäre für den Staat alles viel undursichtiger...und wer weiß, was sich ein paar Köpfe in der Heeresführung jetzt schon zusammenspinnen...und was sie bei einer Berufsarmee für Möglichkeiten hätten... :?

die beiden folgenden gruende verhindern einen putsch

jeder deutsche soldat schwoert auf das deutsche volk und nicht auf eine bestimmte person.

und die truppen staerke ist auch ein grund

11.03.2004, 11:25
Genau das habe ich mir auch gedacht.

Erschwerend käme noch hinzu, dass Deutschland relativ dezentralisiert regiert wird - die einzelnen Bundesländer haben auch ihre Macht - was eine sehr viel größere Berufsarmee nötig machen würde als z.B. in der Türkei.

~-=\AoR/=-~
11.03.2004, 11:34
die beiden folgenden gruende verhindern einen putsch

jeder deutsche soldat schwoert auf das deutsche volk und nicht auf eine bestimmte person.

und die truppen staerke ist auch ein grund
Ich habe zwar auf die Verfassung geschwört, aber egal.

Und nebenbei: Kennt jemand ein Beispiel, indem die Soldaten einen Putschversuch NICHT gemacht haben, da sie ja auf irgendwas einen Eid geleistet hatten? Ich nicht ...

11.03.2004, 11:38
AFAIK wurde kein Putschversuch von Seiten der Wehrmacht im 3. Reich unternommen...

Sollte ich falsch liegen, korrigiert mich.

Slayer
11.03.2004, 11:40
Die waren ihrem "Führer" damals auch ziemlich hörig...wenn man der Geschichte glauben Schenken darf.

Und welcher Soldaten ist den dem Gerhard hörig ? :wink:

Der_ork
11.03.2004, 12:08
keiner dem gerhard bestimmt nicht.

@ ~-=\AoR/=-~

man schwoet nicht auf die verfassung im eigentlichen sin sondern
das deutsche volk zu beschuetzen oder ist falsch? ist bei mir schon was her :wink:

Takuma
11.03.2004, 12:25
Das ist jetzt so, aber wer weiß wie es in der Zukunft aussehen würde, mit ner Berufsarmee. Ich bin ja nicht generell dagegen, aber ne Berufsarmee hätte eben nicht nur schöne Seiten.

Auche eine Berufsarmee würde in Deutschland äußerst überschaubare Maße behalten. Denn unsere Politiker (egal welcher Partei) sind immer seeehr knausrig, wenn es um Mittel für den Barras geht.

~-=\AoR/=-~
11.03.2004, 12:29
@AoR:

Da hast du leider Unrecht.
In deinen Beispielne haben nicht die Armeen versagt, sondern die politische Führung, im Fall Napoleons sicherlich auch die militärische.
Die USA war aufgrund Ihrer taktischen und logistischen Ausrichtung nicht in der LAge, einen Guerilliakreg zu führen.
Napoleon verzettelte sich an mehreren Fronten und sein Minister Tallyrand verbündetete sich mit seinen Gegener (Kurzfassung)
Die Römer mussten ein Reich verteidigen welches für die damalige Zeit unüberschaubar gross war, ganz fremde Kulturen verband während Rom der Dekadenz anheim fiel.

Ausserdem sind alle von dir erwähnten Beispiele reine Angriffskriege gewesen.
Ich könnte noch dutzende anderer Beispiele aufführen, aber das hätte an dieser Stelle keinen Sinn. Ich habe das vielleicht nicht ganz klar formuliert ... also nochmal:

Nachtmahr hatte geschrieben, dass Armee Kriege verhindern. Das ist imo Unsinn, da Krieg zwar von politischen Führern geplant wird, aber defacto von Armee ausgeführt wird. Ohne Armee könnten sie keinen Krieg führen und niemand bräuchte eine Armee um sich zu verteidigen. Soweit die Theorie.
Da dies in der heutigen Zeit leider noch nicht machbar ist, brauchen wir eine Armee. Und meiner Meinung nach ist eine gesamteuropäische Armee zum einen wesentlich billiger und effizienter als dutzende lokaler Heere. Außerdem stärkt es die Position Europas in der Welt, vor allem gegenüber Amerika. Und von mir aus kann die Wehrpflicht bleiben, so schlecht ist das Prinzip ja nicht. Die Wehrpflichtigen werden ja nur im nationalen Verteidigungsfalle wieder eingezogen, und sollte dieser unwahrscheinliche Fall tatsächlich mal eintreten, bin ich zumindest froh, dass ich weiß wie ich ein MG bedienen muß ohne mich selbst zu verletzen. (Und glaubt mir, ich habe es gesehen ... XD )

Was Starship Troopers betrifft, liess mal "Weltraumkadetten", die Vorlage von Heinlein.
Hab ich. :lol:

@Die Soldaten "vor Ort" dürfen immer den Mist ausbaden, den die Politik/Führung/politische Strömung verzapft hat, ob Sie das gutheissen oder nicht. Und das ist meistens sehr unschön, glaub mir, ich weiss es.
Warum sind sie Soldaten geworden? Hat sie ja keiner gezwungen. Ich weine keinem einzigen amerikanischen Soldaten der im Irak stirbt eine Träne nach ... er hat's nicht besser verdient. Und je grausamer ein Krieg geführt wird umso besser. Da sehen wenigstens die Überlebenden, daß Krieg nicht das lustige Kämpfen auf dem Truppenübungsplatz ist, sondern ein blutiger Kampf um's Überleben.

man schwoet nicht auf die verfassung im eigentlichen sin sondern das deutsche volk zu beschuetzen oder ist falsch? ist bei mir schon was her
Ich hab grad mal nachgeschaut: Das Gelöbnissprüchlein nennt das deutsche Volk, de facto bezieht es sich aber auf die Verfassung, in unserem Fall das Grundgesetz.

Der_ork
11.03.2004, 12:51
[quote=proteus]@AoR:

Ich hab grad mal nachgeschaut: Das Gelöbnissprüchlein nennt das deutsche Volk, de facto bezieht es sich aber auf die Verfassung, in unserem Fall das Grundgesetz.

ok ist ja auch egal es wuerde auf keinen fall nen putsch geben

~-=\AoR/=-~
11.03.2004, 14:06
Und wieso nicht?
Wer weiss was in den Köpfen unausgelasteter militärischer Schwach ... äh ... Generäle so vor sich geht.

Der_ork
11.03.2004, 14:28
Und wieso nicht?
Wer weiss was in den Köpfen unausgelasteter militärischer Schwach ... äh ... Generäle so vor sich geht.

:D ts

echt die sind mehr politiker als sonnst was.

da haben eher einen volks austand wegen dem scheiss den rot gruen abzieht :twisted:

JPF
11.03.2004, 15:22
Zusammenfassung zu den ganzen Posts BIS jetzt: ;)

AoR:
Bundeswehr - notwendiges Übel oder brauchbare Armee?

Das ist doch gar kein Gegensatz. Auch eine brauchbare Armee kann ein notwendiges Übel sein. ;)

none:
pfuh gleich mal eine richtig Stellung. Die normalen GIs werden wie lange ausgebildet? 4 Monate. Das sind keine Berufssoldaten, das sind Kinder mit Maschinengewehre. Ausserdem ist der durchschnittliche Soldat der Amys unterdurschnittlich intelligent. Viele Soldaten können noch nicht mal lesen!!Der Grund? Der ziemlich einzige Anreiz für einen Amerikaner ausser dem üblichen Schwachsinn wie Patrotismus oder Schiessgeilheit, ist das wenn man 4 Jahre in der Armee war, man lebenslänglich versichert ist. Das und die gute Bezahlung sind ein starker Anreiz. Und welche Bevölkerungsschichten zieht das an? Bei uns würde man Zivilversager sagen...


Prima ! Da haben wir gleich einmal ein Argument für die Wehrpflichtigenarmee. Beim Wehrdienst lernen auch Männer die Bundeswehr kennen, die bei üblichen Anwerbemaßnahmen sicher nie auf den Gedanken kämen, dort anzufangen. Bei Berufsarmeen sinkt der Anteil an intelligenten, ausgebildeten Personal und nur die, die sonst keine Chance hätten, kommen zur Armee. Um trotzdem qualifiziertes Personal zu erhalten muß massiv geworben werden. Hinzu kommt der höhere Sold für Berufssoldaten, privates Wachpersonal, weil der Soldat an sich zu schade wird, Wache in einer dt. Kaserne zu stehen.

Kurz: Bei allen Staaten, die auf eine Berufsarmee umgestellt haben, stellte es sich heraus, daß eine Berufsarmee teurer kommt, als eine Wehrpflichtigenarmee.

weitere Gründe:

Eine Wehrdienstarmee ist im Staat integriert. Es gibt keinen Staat im Staat, wie in den USA. Soldaten sind Teil der Bevölkerung, nicht irgendwelche Sonderlinge, die man nicht kennt. -> Die Gefahr von Umsturzversuchen (lacht nicht, gab es erst vor einigen Jahren in Spanien) ist unwahrscheinlich und die Akzeptanz der Armee in der Bevölkerung ist größer. Hinzu kommt, daß sich die Politiker zweimal überlegen werden, Soldaten in irgendeinen Krieg zu schicken. Wieso fällt es den USA, GB und Frankreich so leicht ? Weil sich in der Bevölkerung nur wenige um die Soldaten scheren.

Wenn die Wehrpflicht fällt, verschwindet auch der Zivildienst. Und was wird dann aus Altersheimen, Behinderteneinrichtungen, etc. ?

nachtmahr:
Die Armee der Wehrpflichtigen ist recht teuer, aber ohen die genauen Zahlen zu kennen, können wir auch keine Aussagen über die Finanzierung machen.

Der Sozialsektor sollte meiner Meinung nach durch ein pflichtgemässes soziales Jahr für JEDEN (auch Frauen) gestützt werden.

Ich bin im wehrpolitischen Arbeitskreis der CSU und habe daher Infos zu diesem Thema: Die Berufsarmee IST teurer (s.o.)
Ein Pflichtsozialjahr für alle, benötigt eine Grundgesetzänderung. Leider gibt es dagegen Widerstände bei rot/grün und auch andere Politiker sind von der Idee nicht begeistert.

Toshiro:
weg mit dem Zivi dienst
gibt so viele arbeitslose die können das machen
Erstmal genügend Arbeitslose finden, die dazu bereit sind. Und kannst Du Dir denken, wie zum Sozialdienst gezwungene Arbeitslose ihre Arbeit machen ?

AoR:
Das römische Reich: Seinerzeits die beste Armee der bekannten Welt, haben den gesamten Mittelmeerraum eronert und sind dennoch untergegangen. Napoleon: Hat mittels seiner Armee erst sich selbst zum Kaiser gekrönt und dann halb Europa unterworfen ... und ist untergegangen. Vietnamkrieg: Die Amies mit menschlicher und technologischer Überlegenheit haben versucht durch Abschreckung die Russen an der Eroberung Vietnams zu hindern ...

Die römische Armee war nicht mehr so stark, wie zu ihren Glanzzeiten. Das römische Imperium war fett und dekandent. Napoleons Armee wurde durch den russischen Winter vernichtet. Die Amis sind an den geographischen Verhältnissen (Dschungel) und den Widerstand der Bevölkerung gescheitert. Und die Russen wollten damals NICHT Vietnam erobern, sondern Nordvietnam den Süden !

Ich kenne keinen Krieg der verhindert wurde, weil ein Land seine Armee zur Abschreckung genutzt hat.


Kriege wurden verhindert, weil Länder andere für zu stark hielten. Sobald ein Land als zu schwach galt, sich zu wehren und ein Aggressor in der Nähe war, knallte es.
Beispiele: Irak gegen Iran, Irak gegen Kuwait, USA gegen Irak.

Warum haben die Russen nicht Berlin während der Blokade annektiert ? Weil die Westmächte abgeschreckt haben.

Eine Welt ohne Armeen funktioniert nur, wenn es gar keine Aggressoren mehr gibt. Man sehe sich nur Westafrika oder Haiti an, wo Rebellen die Gelegenheit nutzen die Bevölkerung zu terrorisieren, weil sie niemand aufhält.

Der ork:
die beiden folgenden gruende verhindern einen putsch

jeder deutsche soldat schwoert auf das deutsche volk und nicht auf eine bestimmte person.

und die truppen staerke ist auch ein grund

*lol* Der war gut ! Sorry, aber es gibt immer wieder Situationen, bei denen auch eine Armee unzufrieden wird und auf Schwüre sch... . ;)

Urashima Keitarou
Erschwerend käme noch hinzu, dass Deutschland relativ dezentralisiert regiert wird - die einzelnen Bundesländer haben auch ihre Macht - was eine sehr viel größere Berufsarmee nötig machen würde als z.B. in der Türkei.

Sollen die Bundesländer die Polizei gegen die Bundeswehr schicken ? ;)

AFAIK wurde kein Putschversuch von Seiten der Wehrmacht im 3. Reich unternommen...

Sollte ich falsch liegen, korrigiert mich.

Wie würdest Du Staufenbergs & Co. Mordversuch an Hitler nennen ?

Der_ork
11.03.2004, 15:30
also wirklich

bleiben wir mal auf dem boden und lassen bitte den sch... mi dem putsch weg ja

proteus
11.03.2004, 16:57
Ich habt doch keine Ahnung wovon Ihr redet.
@AoR:
Dein Post ist eine Frecheit und ein Schlag ins Gesicht jedes Berufsoldaten.
Natürlich weiss jeder soldat worauf er sich einlässt. Die Pflicht aller Soldaten ist aber in erster linie, am Leben zu bleiben. im regelfall kümmern sich Profis um Ihren Kram und wissen die Gefahren einzuschätzen. Das menschlche Verluste dabei einzukalkulieren sind liegt in der NAtur der Sache. Wenn aber so Etappenhasen, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben irgendwelchen Schwachsinn befehlen hast du zwei Möglichkeiten : Meuterei oder Ärger.
Wenn du die Hälfte deiner Kameraden verbluten siehst weil der Stab vergessen (!) hat, dich über Feindbewegungen in Kenntnis zu setzten redest du bestimmt anders. Hast du mal gesehn, wenn neben dir einer platzt weil er aufgebläht war und sich die Eingeweide über dir verteilen ?

Ihr Sandkastenkrieger kennt Krieg doch nur aus dem Fernsehen.Soldaten tun Ihre Pflicht, dafür sind Sie da.

@JPF:
Wieso wollen Berufsoldaten keine Wache schieben? Die sind sicherlich motivierter IHRE Armee zu schützen als Wehrdienstleistende.
Eine Berufsarmee ist auf Dauer billiger durch den höheren ausbildungsstand, den effektiveren Material- und Personaleinsatz und die Effizienz im gefecht. Wehrdienstler sind letztlich nur Kanonenfutter und dementsprechend teuer.
In den 60ern gab es einen Putsch in Frankreich (der Berufsarmee) gegen die Regierung, der schlussendlich "Armeeintern" niedergeschlagen wurde.
Was sollen wir mit einer europäischen Armee? Wer soll da das Kommando führen? Schliesslich vertritt jede Armee immer auch die Interessen seines Landes.
in Kürze gehört dann noch der halbe Ostblock und Asien zur Eu, was dann?

proteus
11.03.2004, 17:03
Sorry, natürlich wieder was vergessen.
@JPF:
Wieso seid Ihr alle der Meinung, eine Berufsarmee besteht nur aus schiesswütigen analphabeten mit knochen im gehirn?
In England und Frankreich gibt es, sicherlich auch durch die Kolonialzeit , eine lange Kultur der Militärakademien und Unis, es ist für viele eine Ehre in bestimmten Einheiten zu dienen. Keine Berufsarmee wird irgendwelche Heckenpenner nehemn um die Säle vollzukriegen, die Aufnahemkriterien sidn in allen Belangen sehr streng.

Nachtmahr
11.03.2004, 17:09
Bevor du weitererzählst will ich genau von dir wissen woher du diese ganzen Informationen haben willst, bzw. warum du meinst diese Informationen seien legitim. Das Internet erschwert es mir beträchlich fremden Menschen glauben zu schenken, deshalb interessiert es mich woher du, trotz nur 3 Monaten Wehrpflicht, soviel meinst zu wissen.

Das ist nicht aggressiv gemeint, nur interessiert.

Tokyman
11.03.2004, 17:40
Ich bin im Moment noch W9er und dabei wird es auch bleiben. Ich habe mit der Bundeswehr keine Probleme. Mich stört aber, dass durch sowas die Menschenrechte auf den Kopf gestellt werden.

Entweder Gleichberechtigung für alle und auch die vollen Menschenrechte für Soldaten oder Halt die Abschaffung der Wehrpflicht. Sonst wäre das gegen die Grundsätze der Bundesrepublik Deutschland.

proteus
11.03.2004, 17:51
@ Nachtmahr :
5 Jahre Militärdienst, davon 3,5 Jahre in einer operativen Fallschirmjägereinheit. Kampfeinsätze u. a. im tschad, Elfenbeinküste und Äthopien. 2 jahre Leitung einer Kampftruppe mit dem miltärischen Rang eines Hauptfeldwebels.
Verlustquote der eingesetzten Mannschaftsdienstgrade (eigene und fremde) ca. 65 %.

Nachtmahr
11.03.2004, 18:01
Eine Berufsarmee ist der einzige Weg. Ich wurde nach drei Monaten beim Bund entlassen, aus besonderem Grund.

Der Grund war?

Und führ deine Berichte doch bitte etwas genauer aus. Ich bin immer an so etwas interessiert, besonders da ich eigentlich davon ausgegangen bin, dass das KSK allein die Kampfeinsätze trägt.

Nur zu, und ich bin zugegeben etwas misstrauisch, denn über das I-net kann man nicht immer alles glauben, aber interessiert bin ich nichtsdestotrotz.

proteus
11.03.2004, 18:07
@ Nachtmahr :

Ich war nicht bei der Bundeswehr, zu der Zeit gab es die KSK noch gar nicht. (anfang der 90er)
Ich binn entlassen worden, weil ich dienstgradmässig über meinem Kompaniechef stand und die festgestellt haben, dass Sie mir wohl nichts mehr beibirngen könnten, da meine Militärzeit zur Zeit meiner Einberufung gerade 4 Monate her war. ich bin mit 25 noch gezogen worden.

Nachtmahr
11.03.2004, 18:12
Also warst du noch vor der BW-Zeit im Krieg? Für wen? Wann? Wo?

Reale Kriegsgeschichten sind meine Faszination, und falls das alles so stimmt hast du durchaus ungeheuren Respekt verdient, ohne Sarkasmus.

Inkobus
11.03.2004, 18:14
ich möchte mal den wirtschaftlichen Aspekt der Bundeswehr hervorheben.
Nach dem neoklassistischen System ist die Bundeswehr nichts als eine unnötige Ausgabe. Zu viel geld wird in massen reingesteckt, obwohl eine Elitetruppe besser geeignet wäre.
Doch nach dem Keynes'schen System, welches vermutlich in den nächsten 10 Jahren wieder eintreten wird, sollten wir gerade dies erhalten ODER die Bundeswehr verkleinern, somit die Kosten sparen und die Arbeitskräfte entlassen und dann in ordentliches investieren um die Wirtschaft wieder zum Aufschwung zu bringen.
Aus militärischer Sicht wäre ich weiterhin für das bestehende System, aber etwas moderner. Die Bundeswehr muss besser ausgerüstet werden und sollte sich mehr an Auslandseinsätzen beteiligen. Das bringt bei uns Arbeitsplätze und Ansehen in der Weltbevölkerung, was wir sehr gut gebrauchen können nach den Verbrechen der letzten 100 Jahre, die das deutsche Volk verbrochen hat.
Also Bundeswehr beibehalten ist meine Ansicht. Allein schon, weil ich niemals verantworten könnte, dass Nachtmahr seinen Job verliert. Ich habe viele bekannte und Gute Freunde die beim bund sind. Also behaltet den Bund, schaden tut er auch nicht. Ausserdem ist ein Land ohne Armee schnell verloren und ohne Machtausübung.

proteus
11.03.2004, 18:24
@ Inkobus :
Ich glaube nicht, dass die Welt davon sonderlich beeindruckt wäre, im Gegenteil, nach dem Krieg wollte die Welt eigentlich eine deutsche Armee verbieten.
Ansonsten geb ich dir recht, eine Modernisierung wäre wichtig. Auslandseinsätze funktionieren aber nur mit Berufsoldaten.

@ Nachtmahr :
Was bitte soll den daran faszinierend sein? Das war sicherlich der pure Schwachsinn gepaart mit reichlich Glück.
Ich war von 1986-1991 beim 2dme Regiment etranger de parachutiste.
Meine Erinnerung an die Zeit : Lärm, gestank, unglaubliche Grausamkeiten, seit der Zeit ein sehr gespaltenes Verhältnis zu Farbigen und der katholischen Kircheund eine unglaubliche Abscheu vor Aas.
Bevor also AoR seine Keule auspackt sollte er froh sein, dass es so Schwachköpfe gibt, die auf irgendwelchen Schlachtfeldern rumhopsen, damit er im Internet seine freie Meinung äussern kann und die längste Friedenszeit seit Menschengedenken geniesst.

Noxiel
11.03.2004, 18:34
Unglaublich was ich da vereinzelt lesen muß, unglaublich um schonmal den schlimmsten Patzer auszumerzen, die Eidesformel:

Ich schwöre (gelobe), der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen
und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu
verteidigen, (so wahr mir Gott helfe!)

Ihr schwört auf euer Land und nicht auf das Volk!

Somit schwerster Patzer beseitigt!

Ok wo weiter? Achja vielleicht bei einem Für und Wider einer Berufsarmee, in vielen Punkten kann ich JPF nur zustimmen. Die Erhaltung des Wehrdienstes ist meines Erachtens unabdingbar, erhalten wir uns doch so eine Transparenz der Bundeswehr wie man sie sonst nur schwerlich hätte. Durch die Einbindung wirklich jeder sozialen Schicht in die Bundeswehr, eben durch den Wehrdienst ermöglicht, weiß der Staatsbürger bescheid. Er fühlt mit, sozusagen! Das Bild vom Staat im Staat wird ebenso vermieden, wie auf der anderen Seite stets frisches Blut in die Bundeswehr kommt, neue Ideen, man bleibt sozusagen Up-to-date!
Wie es auch schon erwähnt wurde, ist die Akzeptanz durch die Zivilbevölkerung erheblich besser, denn schließlich kämpft der eigene Sohn am Hindukusch für die Sicherheit Deutschlands. Vom Kostenfaktor garnicht zu sprechen, wo bitte soll das ganze Geld herkommen, soll der Haushalt dem Bund mal eben weitere 6 Mrd. Euro zur Verfügung stellen um die ausgefallen 55.000 Wehrdienstleistenden durch besser bezahlte Soldaten zu ersetzen? Bei Kommentaren wie "plötzlich Einberufene=Kanonenfutter" drehen sich mir wortwörtlich die Zehennägel nach innen, den wer soetwas von sich gibt, hat ein gefährliches Halbwissen über die Bundeswehr, das es schnellstmöglich auszumerzen gilt.
Ich will den Umstand, dass es auch Versager bei der Bundeswehr gibt, nicht totschweigen, den leider ist es vereinzelt tatsächlich so, dass sich Menschen bewerben, die ein völlig falsches Bild von der Armee haben, wir können keinen stummen Befehlsempfänger gebrauchen die nur "geil" auf's schießen sind, wir brauchen den teamfähigen, mitdenkenden und auch spontan handelnden Soldaten. Und es ist ja wohl klar, das nur weil sich einige Mannschaftsränge wenig vorbildlich benehmen, nicht alle anderen auch so sind! Das Denken alle Soldaten sind Säufer hängt leider viel zu tief in den Nervensträngen der Menschen drin. Aber nicht das einige glauben, ich spreche bloß von den Mannschaften, nö sollte ich Unteroffiziere sehen die in Uniform, und damit representieren sie schließlich die Bundeswehr in der Öffentlichkeit, daneben benehmen (Hände in den Taschen, Kopfbedeckung fehlt oder Gruppenbesäufniss im Zug) werden die genauso zurecht gewiesen. Um zum Schluß zu kommen, ich lebe meinen Beruf als Soldat und in meinem stetigen Kampf gegen Halb- und Falschwissen muß ich mich klar für eine Wehrpflicht aussprechen!

Nachtmahr
11.03.2004, 18:36
Also warst du in der Fremdenlegion? Respekt, selbst unser Zugführer (obwohl ultraharter Panzergrennadier) hält ziemlich viel von der Fremdenlegion, es ging sogar mal das Gerücht um, er wäre selbst für einige Zeit dort gewesen.

Anyway, ich bin für Berichte offen, immer her damit.

Noxiel
11.03.2004, 18:43
Also warst du in der Fremdenlegion? Respekt, selbst unser Zugführer (obwohl ultraharter Panzergrennadier) hält ziemlich viel von der Fremdenlegion, es ging sogar mal das Gerücht um, er wäre selbst für einige Zeit dort gewesen.

Anyway, ich bin für Berichte offen, immer her damit.

Wie hieß der Zugführer? Unser Zugführer, war/ist ebenfalls ein ganz harter Knochen (Totenkopftatoo mit PzGren Barett) und war selbst Ausbilder bei der Fremdenlegion in Französisch Guyana. Ein harter Mann....und intelligent war er noch obendrein!

Nachtmahr
11.03.2004, 18:48
Da man ja keine Namen von Bundeswehrangehörigen im Internet publik machen darf, werde ich dir den Namen und ein recht passendes Foto per PM schicken. Ich habe zwar keinen Totenkopf erkannt, aber er hat auf jeden Fall eine Totenkopf-kaffeetasse und in seinem Büro hängen allerhand soldatischer Propagandaposter herum. So etwas wie:

"Klagt nicht, Kämpft".

mehr konnte ich nicht erkennen, denn kaum einer traut sich länger als 5 Sekunden im Büro umherzuschauen oder gar noch länger dort zu verweilen.

Noxiel
11.03.2004, 18:49
"Klagt nicht, Kämpft".


Dies war mein Lieblingsspruch um die elenden Füchse auf Trab zu halten :twisted:

Editiert um Nachtmahr nicht in Verlegenheit zu bringen, bin ja auch im Stabsdienst, endlich!

Nachtmahr
11.03.2004, 18:54
Die Füchse? Ma, ich dachte du wärst im Stabsdienst. Ich wär auch zu gern mal wieder aufm Feld :P

Oh nebenbei, Herr Zugführer liebt es nach dem Schulschiessen mit seinem englischen Karabiner und Magnum zu hantieren. Obwohl ich 2 Mal Klattenführer war, durfte ich nicht ran. Aber dafür hab ich exzessives P8-schiessen exklusiv mit den Ausbildern geniessen dürfen ;)

proteus
11.03.2004, 19:05
@noxiel :

Du möchtest doch nicht allen Ernstes behaupten, dass ein Wehrdienstleistender ausbildungstechnisch in der Lage ist einen Kampfeinsatz zu tragen?
von der Motivation mal abgesehen, ein Sturm der Entrüstung bräche los, die meisten würden verweigern oder abhauen wenn die ersten Ausfälle zu beklagen wären. Aufgrund der Struktur stossen selbst die Berufssoldaten an Ihre Leistungsgrenze, dies hat sicherlich nichts mit Ihrer Qualifikation zu tun sondern mit der Ausrichtung der BW, die für solche Einsätze noch nicht geeignet ist. Bevor jetzt Gberüll ertönt, wir taten uns mit humanitören Aufgaben auch sehr schwer.

@ nachtmahr :
Was heisst denn bitte "selbst mein Stuffz"
Mal abgesehn davon, dass Guyana die Hölle ist (allein die Luftfeuchtigkeit) sassen dort die schlimmsten Schleifer. Es war immer ein Heidenspass, wenn andere Truppen, z.B. die deutschen fallschirmjäger kamen, um eine Ausbildung zu absolvieren. Einer der AS war Deutscher, nach drei Tagen war die Elite der deutschen Armee am Ende. Dies zeigt, wie schwer es selbst für gutausgebildete Truppen ist, in fremder Umgebung zu operieren.Das meinte ich auch in meinem Post mit den kleinen, flexibelen spezialisierten verbänden. An jedem Ort, zu jeder Zeit, unter jeder Bedingung. Und das kann nur eine Berufsarmee leisten

Noxiel
11.03.2004, 19:27
@noxiel :

Du möchtest doch nicht allen Ernstes behaupten, dass ein Wehrdienstleistender ausbildungstechnisch in der Lage ist einen Kampfeinsatz zu tragen?
von der Motivation mal abgesehen, ein Sturm der Entrüstung bräche los, die meisten würden verweigern oder abhauen wenn die ersten Ausfälle zu beklagen wären. Aufgrund der Struktur stossen selbst die Berufssoldaten an Ihre Leistungsgrenze, dies hat sicherlich nichts mit Ihrer Qualifikation zu tun sondern mit der Ausrichtung der BW, die für solche Einsätze noch nicht geeignet ist. Bevor jetzt Gberüll ertönt, wir taten uns mit humanitören Aufgaben auch sehr schwer.


Ein Wehrdienstleistender (9 Monate) wird sicher nicht in den Einsatz geschicht, dass habe ich vielleicht falsch geschrieben, er kann aber sehrwohl unterstützend eingesetzt werden. In der neuen Struktur der Bundeswehr sind drei Hauptkräfte geplant

Eingreifkräfte
Stabilisierungskräfte
Unterstützungskräfte

und in letzteren Beiden kommen durchaus FWLD'er die, wie sollte es auch ander sein, aus den Grundwehrdienstleistenden gewonnen wird.

Die Umstruktierung ist im vollen Gange und durch Senkung der gesamten Truppenstärke bei gleichzeitiger Spezialisierung, ist die Bundeswehr in naher Zukunft durchaus bereit, Auslandseinsätze zu tragen, zu führen, zu koordinieren. Heute hat unser Chef eine kurze Rede zur Reform der Bundeswehr gehalten in der er verlauten ließ, dass sich die Bundeswehr nicht zu einer Interventionsarmee entwickeln wird.

Hier der Link zum Bilden

Reform (http://www.phoenix.de/ereig/exp/19214/index.html)

JPF
11.03.2004, 21:17
Proteus:
Wieso wollen Berufsoldaten keine Wache schieben? Die sind sicherlich motivierter IHRE Armee zu schützen als Wehrdienstleistende.
Eine Berufsarmee ist auf Dauer billiger durch den höheren ausbildungsstand, den effektiveren Material- und Personaleinsatz und die Effizienz im gefecht. Wehrdienstler sind letztlich nur Kanonenfutter und dementsprechend teuer.
In den 60ern gab es einen Putsch in Frankreich (der Berufsarmee) gegen die Regierung, der schlussendlich "Armeeintern" niedergeschlagen wurde.
Was sollen wir mit einer europäischen Armee? Wer soll da das Kommando führen? Schliesslich vertritt jede Armee immer auch die Interessen seines Landes.
in Kürze gehört dann noch der halbe Ostblock und Asien zur Eu, was dann?

Teure, qualifizierte Berufssoldaten als Wache. Kleine Überraschung: Bei der Marine gab es schon zu meiner Zeit nur noch zwei Stützpunkte, die von Soldaten und nicht von Soldaten bewacht wurden.
Effizienter sind Berufssoldaten. Ja. Aber billiger trotzdem nicht. Das ist die Erfahrung von den Niederlanden, Frankreich und anderen Staaten, die zur Berufsarmee gewechselt sind. ‚Tschuldigung, ich habe hier die Angaben dazu.
Thema Putsch: Und der Putsch in Spanien und Rußland brach mangels Unterstützung ebenfalls zusammen. Aber allein der Versuch ist schlimm genug.
Eine europäische Armee erfordert eine gemeinsame Außenpolitik. Davon sind wir noch weit entfernt. Wünschenswert wäre dies allerdings. Die Führung sollte in Händen der EU sein bzw. dem Rat der Regierungschefs.
In Kürze tritt der halbe EHEMALIGE Ostblock der EU bei. Asiatisch ist nichts davon… wenn man mal von Zypern absieht.

Wieso seid Ihr alle der Meinung, eine Berufsarmee besteht nur aus schiesswütigen analphabeten mit knochen im gehirn?

Bin ich gar nicht. Ich denke, dass betrifft nur die Ränge unterhalb Bootsmann (äh.. Feldwebel). Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich wäre nicht beim WPA, wenn ich nicht für die Bundeswehr wäre.

5 Jahre Militärdienst, davon 3,5 Jahre in einer operativen Fallschirmjägereinheit. Kampfeinsätze u. a. im tschad, Elfenbeinküste und Äthopien. 2 jahre Leitung einer Kampftruppe mit dem miltärischen Rang eines Hauptfeldwebels.
Verlustquote der eingesetzten Mannschaftsdienstgrade (eigene und fremde) ca. 65 %.

Bei welcher Armee warst Du ? Côte d'Ivoire und Tschad hören sich nach französischer Fremdenlegion an, aber Äthopien ? Welcher Staat hatte einen Kampfansatz in Äthopien ???

proteus
11.03.2004, 22:11
@ JPF :
Wenn die Türkei in die EU kommen sollte gehört Asien dazu - und ich denke, dass ist nur eine Frage der Zeit.
Wie Scholl Latour sagte, irgendwo hat Europa auch eine Grenze.

Was die Kosten einer Berufsarmee betrifft, meinte ich nicht nur die monetären Kosten, sondern auch die produzierten Kosten im Kriegsfall und die volkswirtschaftlichen Kosten durch Ausfall von zivilen Arbeitskräften durch Einsatz in der Armee.

In Äthopien gab es einen dieser zauberhaften humanitären Einsätze, die sich so ein UN Schwachkopf ausgedacht hat um den Armen zu helfen - und gleichzeitig die Rebellen in den Flüchtingslagern zu eliminieren.

JPF
12.03.2004, 09:01
@Proteus:

Schröder macht zwar große Sprüche wegen der Europawahl, aber er hat sehr leise auch gesagt, daß die Türkei dafür erst einige Bedingungen erfüllen muß. Verlaß Dich drauf: DAS wird noch verdammt ange dauern, bis es soweit ist. Wenn sie diese Kriterien erfüllen, kann man IMO auch nichts gegen eine Mitgliedschaft sagen. Militärisch sind wir eh schon verbündet in der NATO.

Volkswirtschaftlich würden Wehrpflichtige nicht fehlen, da sie sowieso idR noch nicht berufstätig waren. Und in einem Verteidigugsfall, bei dem Deutschland irekt angegriffen wird, wird sowieso der Großteil der männlichen Bevölkerung eingezogen werden.
Für die Auslandseinsätze kann man auf Berufssoldaten zurückgreifen, aber für das Grundgerüst der BW halte ich Wehrpflichtige durchaus für brauchbar. Bisher waren sie das ja auch.

In Äthopien gab es einen dieser zauberhaften humanitären Einsätze, die sich so ein UN Schwachkopf ausgedacht hat um den Armen zu helfen - und gleichzeitig die Rebellen in den Flüchtingslagern zu eliminieren.

Du hast immer noch nicht gesagt, bei welcher Armee Du warst. Und auch wenn scharf geschossen wird, gelten AFAIK solche Einsätze, wie Du sie beschrieben hast, nicht als Kampfeinsatz.

Edit
Sorry, habe jetzt erst bemerkt, daß Du schon sagtest, daß Du bei der Fremdenlegion warst.

~-=\AoR/=-~
12.03.2004, 10:29
Ich habt doch keine Ahnung wovon Ihr redet.
@AoR:
Dein Post ist eine Frecheit und ein Schlag ins Gesicht jedes Berufsoldaten.
1. Wieso haben wir keine Ahnung? Man kann sich auch über Sachen informieren, ohne hautnah dabei zu sein.

2. Ich habe mir den Thread nochmal genau durchgelesen und keine Stelle gefunden, an der ich einen Berufssoldaten beleidigt haben sollte. Ich habe lediglich gesagt, dass ich keinem toten Soldaten eine Träne nachweine, da sie ja schließlich keiner gezwungen hat zur Armee zu gehen.

Natürlich weiss jeder soldat worauf er sich einlässt. Die Pflicht aller Soldaten ist aber in erster linie, am Leben zu bleiben. im regelfall kümmern sich Profis um Ihren Kram und wissen die Gefahren einzuschätzen. Das menschlche Verluste dabei einzukalkulieren sind liegt in der NAtur der Sache.
Wenn das alles Profis sind und wissen wie welche Gefahr einzuschätzen ist, dann frag ich mich wo die ganzen Verluste herkommen. Nur "friendly fire" kann es ja nicht sein ...

Wenn du die Hälfte deiner Kameraden verbluten siehst weil der Stab vergessen (!) hat, dich über Feindbewegungen in Kenntnis zu setzten redest du bestimmt anders. Hast du mal gesehn, wenn neben dir einer platzt weil er aufgebläht war und sich die Eingeweide über dir verteilen ?

Ihr Sandkastenkrieger kennt Krieg doch nur aus dem Fernsehen.Soldaten tun Ihre Pflicht, dafür sind Sie da.
Nein habe ich nicht und ich glaube auch, dass ich auf eine derartige Erfahrung verzichten kann. Ich frage mich die ganze Zeit, welche Motivation Menschen haben, die Berufssoldat werden. Ich meine, jeder will irgendwas sinnvolles in seinem Leben machen - im Job kreativ arbeiten oder mit anderen Leuten zusammenarbeiten und dergleichen. Mit welcher Motivation aber werden Leute Soldaten? Und: Geld und Schiesswut lasse ich als Begründung nicht gelten!

Ich war von 1986-1991 beim 2dme Regiment etranger de parachutiste.
Meine Erinnerung an die Zeit : Lärm, gestank, unglaubliche Grausamkeiten, seit der Zeit ein sehr gespaltenes Verhältnis zu Farbigen und der katholischen Kircheund eine unglaubliche Abscheu vor Aas.
Bevor also AoR seine Keule auspackt sollte er froh sein, dass es so Schwachköpfe gibt, die auf irgendwelchen Schlachtfeldern rumhopsen, damit er im Internet seine freie Meinung äussern kann und die längste Friedenszeit seit Menschengedenken geniesst.
*steckt seine Keule weg und holt dafür den Hammer raus*
*lach*
Aber zurück zum Thema: Längste Friedenszeit seit Menschengedenken? Eigentlich wollte ich an dieser Stelle die Kriege in Europa zw. 1945 und 2000 posten, aber ich habe was viel besseres gefunden. Hier die Liste der amerikanischen Militäreinsätze zwischen 1950 und 2000.


Korea-Krieg: 27. Juni 1950 bis 27. Juli 1953
Suez-Krise: Ägypten, 26. Juli 1956 bis 15. November 1956
Operation "Blue Bat": Libanon, 15. Juli 1958 bis 20. Oktober 1958
Taiwan-Straße: 23. August 1958 bis 1. Juni 1963
Kongo: 14. Juli 1960 bis 1. September 1962
Operation "Tailwind": Laos, 1970
Operation "Ivory Coast/Kingoin": Nordvietnam, 21. November 1970
Operation "Endweep": Nordvietnam, 27. Januar 1972 bis 27. Juli 1973
Operation "Linebacker I": Nordvietnam, 10. Mai 1972 bis 23. Oktober 1972
Operation "Linebacker II": Nordvietnam, 18. Dezember 1972 bis 29. Dezember 1972
Operation "Pocket Money": Nordvietnam, 9. Mai 1972 bis 23. Oktober 1972
Operation "Freedom Train": Nordvietnam, 6. April 1972 bis 10. Mai 1972
Operation "Arc Light": Südostasien, 18. Juni 1965 bis April 1970
Operation "Rolling Thunder": Südvietnam, 24. Februar 1965 bis Oktober 1968
Operation "Ranch Hand": Südvietnam, Januar 1962 bis Januar 1971
Kuba-Krise: weltweit, 24. Oktober 1962 bis 1. Juni 1963
Operation "Powerpack": Dominikanische Republik, 28. April 1965 bis 21. September 1966
Sechs-Tage-Krieg: Mittlerer Osten, 13. Mai 1967 bis 10. Juni 1967
Operation "Nickel Grass": Mittlerer Osten, 6. Oktober 1973 bis 17. November 1973
Operation "Eagle Pull": Kambodscha, 11. April 1975 bis 13. April 1975
Operation "Freequent Wind": Evakuierung in Südvietnam, 26. April 1975 bis 30. April 1975
Operation "Mayaguez": Kambodscha, 15. Mai 1975
Operationen "Eagle Claw/Desert One": Iran, 25. April 1980
El Salvador, Nikaragua: 1. Januar 1981 bis 1. Februar 1992
Operation "Golf von Sidra": Libyen, 18. August 1981
US-Multinational Force: Libanon, 25. August 1982 bis 11. Dezember 1987
Operation "Urgent Fury": Grenada, 23. Oktober 1982 bis 21. November 1983
Operation "Attain Document": Libyen, 26. Januar 1986 bis 29. März 1986
Operation "El Dorado Canyon": Libyen, 12. April 1986 bis 17. April 1986
Operation "Blast Furnace": Bolivien, Juli 1986 bis November 1986
Operation "Ernest Will": Persischer Golf, 24. Juli 1987 bis 2. August 1990
Operation "Praying Mantis": Persischer Golf, 17. April 1988 bis 19. April 1988
Operation "Just Cause": Panama, 20. Dezember 1989 bis 31. Januar 1990
Operation "Nimrod Dancer": Panama, Mai 1989 bis 20. Dezember 1989
Operation "Promote Liberty": Panama, 31. Januar 1990
Operation "Ghost Zone": Bolivien, März 1990 bis 1993
Operation "Sharp Edge": Liberia, Mai 1990 bis 8. Januar 1991
Operation "Desert Farewell": Südwest-Asien, 1. Januar 1992 bis 1992
Operation "Desert Calm": "Südwest-Asien, 1. März 1991 bis 1. Januar 1992
Operation "Desert Shield": 2. August 1990 bis 17. Januar 1991
Operation "Desert Storm": Irak, 17. Januar 1991 bis 28. Februar 1991
Operation "Eastern Exit": Somalia, 2. Januar 1991 bis 11. Januar 1991
Operation "Productiv Effort/Sea Angel": Bangladesh, Mai 1991 bis Juni 1991
Operation "Fiery Vigil": Philippinen, 1. bis 30. Juni 1991
Operation "Victor Squared": Haiti, 1. bis 30. September 1991
Operation "Quick Lift": Zaire, 24. September 1991 bis 7. Oktober 1991
Operation "Silver Anvil": Sierra Leone, 2. Mai 1992 bis 5. Mai 1992
Operation "Distant Runner": Ruanda, 9. April 1994 bis 15. April 1994
Operationen "Quiet Resolve"/"Support Hope": Ruanda, 22. Juli 1994 bis 30. September 1994
Operation "Uphold/Restore Democracy": Haiti, 19. September 1994 bis 31. März 1995
Operation "United Shield": Somalia, 22. Januar 1995 bis 25. März 1995
Operation "Assured Response": Liberia, April 1996 bis August 1996
Operation "Quick Response": Zentralafrikanische Republik, Mai 1996 bis August 1996
Operation "Guardian Assistance": Zaire/Ruanda/Uganda, 15. November 1996 bis 27. Dezember 1996
Operation "Pacific Haven/Quick Transit": Irak - Guam, 15. September 1996 bis 16. Dezember 1996
Operation "Guardian Retrieval": Kongo, März 1997 bis Juni 1997
Operation "Noble Obelisk": Sierra Leone, Mai 1997 bis Juni 1997
Operation "Bevel Edge": Kambodscha, Juli 1997
Operation "Noble Response": Kenia, 21. Januar 1998 bis 25. März 1998
Operation "Shepherd Venture": Guinea-Bissau, 10. Juni 1998 bis 17. Juni 1998
Operation "Infinite Reach": Sudan/Afghanistan, 20. bis 30. August 1998
Operation "Golden Pheasant": Honduras, ab März 1988
Operation "Safe Border": Peru/Ekuador, ab 1995
Operation "Laser Strike": Südafrika, ab 1. April 1996
Operation "Steady State": Südamerika, 1994 bis April 1996
Operation "Support Justice": Südamerika, 1991 bis 1994
Operation "Wipeout": Hawaii, ab 1990
Operation "Coronet Oak": Zentral- und Südamerika, Oktober 1977 bis 17. Februar 1999
Operation "Coronet Nighthawk": Zentral- und Südamerika, ab 1991
Operation "Desert Falcon": Saudi Arabien, ab 31. März 1991
Operation "Northern Watch": Kurdistan, ab 31. Dezember 1996
Operation "Provide Comfort": Kurdistan, 5. April 1991 bis Dezember 1994
Operation "Provide Comfort II": Kurdistan, 24. Juli 1991 bis 31. Dezember 1996
Operation "Vigilant Sentine I": Kuwait, ab August 1995
Operation "Vigilant Warrior": Kuwait, Oktober 1994 bis November 1994
Operation "Desert Focus": Saudi Arabien, ab Juli 1996
Operation "Phoenix Scorpion I": Irak, ab November 1997
Operation "Phoenix Scorpion II": Irak, ab Februar 1998
Operation "Phoenix Scorpion III": Irak, ab November 1998
Operation "Phoenix Scorpion IV": Irak, ab Dezember 1998
Operation "Desert Strike": Irak, 3. September 1996; Cruise Missile-Angriffe: Irak, 26. Juni 1993, 17. Januar 1993, Bombardements: Irak, 13. Januar 1993
Operation "Desert Fox": Irak, 16. Dezember 1998 bis 20. Dezember 1998
Operation "Provide Promise": Bosnien, 3. Juli 1992 bis 31. März 1996
Operation "Decisive Enhancement": Adria, 1. Dezember 1995 bis 19. Juni 1996
Operation "Sharp Guard": Adria, 15. Juni 1993 bis Dezember 1995
Operation "Maritime Guard": Adria, 22. November 1992 bis 15. Juni 1993
Operation "Maritime Monitor": Adria, 16. Juli 1992 bis 22. November 1992
Operation "Sky Monitor": Bosnien-Herzegowina, ab 16. Oktober 1992
Operation "Deliberate Forke": Bosnien-Herzegowina, ab 20. Juni 1998
Operation "Decisive Edeavor/Decisive Edge": Bosnien-Herzegowina, Januar 1996 bis Dezember 1996
Operation "Deny Flight": Bosnien, 12. April 1993 bis 20. Dezember 1995
Operation "Able Sentry": Serbien-Mazedonien, ab 5. Juli 1994
Operation "Nomad Edeavor": Taszar, Ungarn, ab März 1996
Operation "Nomad Vigil": Albanien, 1. Juli 1995 bis 5. November 1996
Operation "Quick Lift": Kroatien, Juli 1995
Operation "Deliberate Force": Republika Srpska, 29. August 1995 bis 21. September 1995
Operation "Joint Forge": ab 20. Juni 1998
Operation "Joint Guard": Bosnien-Herzegowina, 20. Juni 1998
Operation "Joint Edeavor": Bosnien-Herzegowina, Dezember 1995 bis Dezember 1996
Operation "Determined Effort": Bosnien, Juli 1995 bis Dezember 1995
Operation "Determined Falcon": Kosovo/Albanien, 15. Juni 1998 bis 16. Juni 1998
Operation "Eagle Eye": Kosovo, 16. Oktober 1998 bis 24. März 1999
Operation "Sustain Hope/Allied Harbour": Kosovo, ab 5. April 1999
Operation "Shining Hope": Kosovo, ab 5. April 1999
Operation "Cobalt Flash": Kosovo, ab 23. März 1999
Operation "Determined Force": Kosovo, 8. Oktober 1998 bis 23. März 1999

Recherchebasis FAS, Washington
Puh, soviel zum Thema friedliche Zeit. Und das sind nur die Kriege eines Landes. Wenn man noch die dazu zählen würde, in denen die USA nur unterstützend mitgewirkt haben, würde diese Liste wahrscheinlich zu lang, als dass die hier noch hinpasst.

So, jetzt reichts erstmal.

Devilot
12.03.2004, 10:47
Haben die Amis denn nix besseres zu tun? Ich glaub Krieg is für die amerikanische Regierung schon zu einem Zeitvertreib verkommen. :?

Nachtmahr
12.03.2004, 11:37
Lesen hilft:

JPF
Du hast immer noch nicht gesagt, bei welcher Armee Du warst. Und auch wenn scharf geschossen wird, gelten AFAIK solche Einsätze, wie Du sie beschrieben hast, nicht als Kampfeinsatz.

Proteus:
Ich war von 1986-1991 beim 2dme Regiment etranger de parachutiste.

Selbst mit meinen üblen Französischkenntnissen kann ich entziffern, dass es sich um die Fallschirmspringer bei der Fremdenlegion handelt.

Und nein AOR, ich könnte keinen Krieg nennen an dem wir effektiv teilgenommen haben seit '45, ausser vielleicht ein paar Fliegerangriffen im Kosovo. Nichtsdestotrotz kennt unsere Bevölkerung den Krieg nicht mehr.

Ach was kümmert mich die Meinung von Zivilisten, ernsthaft.

Edit: Heute 25 Punkte beim PFT geschafft, rockt.

Slayer
12.03.2004, 11:48
Stichwort "Vorurteile gegen Soldaten"

Wundert es die Herren Wehrdienstleistenden bei Sprüchen wie "Was kümmert mich die Meinung von Zivilisten, ernsthaft" noch immer warum manche meinen das einige Soldaten, oder Ex-Soldaten, nach der Zeit beim Bund nen Schaden haben ? Aber das ist scheinbar normal. Kommt oft vor, das zwei Soldaten, die Miteinander reden, die anderen Menschen um sich herum plötzlich als...wie soll man das sagen...."unwürdig der Mitsprache" erachten. Aber vielleicht stimmt das ja alles gar nicht, und z. B. ich als "Sandkastenkrieger" hab einfach nicht genug Weitsicht um gelegentliche Getue solcher Soldaten zu durchschauen :roll: .

~-=\AoR/=-~
12.03.2004, 11:53
Nichtsdestotrotz kennt unsere Bevölkerung den Krieg nicht mehr.

Und dafür bin ich auch sehr dankbar.

Und nein AOR, ich könnte keinen Krieg nennen an dem wir effektiv teilgenommen haben seit '45, ausser vielleicht ein paar Fliegerangriffen im Kosovo.
Wieso sollten wir uns auch an irgendeinem Krieg beteiligen? Und außerdem meinte ich eine Liste der Kriege, die auf europäischem Boden bzw. seinen Randgebieten stattgefunden haben. Und die dürfte auch nicht ganz so kurz sein. Aber ich bin optimistisch in den Weiten des INet's doch noch was zu finden.

BtW: Das wollte ich eigentlich ich eigentlich im letzten Post schon bringen, aber das war eh schon lang genug:

http://netzwerk-regenbogen.de/USA_K.gif

Nachtmahr
12.03.2004, 12:07
Stichwort "Vorurteile gegen Soldaten"

Wundert es die Herren Wehrdienstleistenden bei Sprüchen wie "Was kümmert mich die Meinung von Zivilisten, ernsthaft" noch immer warum manche meinen das einige Soldaten, oder Ex-Soldaten, nach der Zeit beim Bund nen Schaden haben ? Aber das ist scheinbar normal. Kommt oft vor, das zwei Soldaten, die Miteinander reden, die anderen Menschen um sich herum plötzlich als...wie soll man das sagen...."unwürdig der Mitsprache" erachten. Aber vielleicht stimmt das ja alles gar nicht, und z. B. ich als "Sandkastenkrieger" hab einfach nicht genug Weitsicht um gelegentliche Getue solcher Soldaten zu durchschauen :roll: .

Schau wenn du Polizist wärst, dann würdest du auch nicht Wert auf Leute legen, die keine Ahnung von der Polizei haben aber trotzdem meinen mitreden zu wollen. Ich erlaube mir kein Urteil über die Handlungsweisen der Polizei, weil ich nicht wirklich in deren Agenda eingearbeitet bin. Insofern könnte ich mir eine Wertung auch nicht gönnen.

Das gilt eigentlich für alle Professionen, vom Profi Volleyballspieler bis zum Soldaten. Aber da Zivilisten das Soldatenleben eigentlich nur aus lächerlich populistischen Filmen kennen (Oh nos, Full Metal Jacket, son quatsch), ist deren Meinung meist recht lächerlich getränkt.

JPF
12.03.2004, 12:08
@nachtmahr: War halt in einem anderen Beitrag. Und da habe ich es überlesen. ;) Habe ich aber auch inzwischen bemerkt.

@AoR:

Eine beeindruckende Liste. Wir wissen ja alle, daß die Amerikaner sehr aktiv mit ihrem Militär sind.

Aber Deine Liste sind nicht alles einzelne Kriege.
1.Hast Du verschiedene Operationen innerhalb eines Konflikts einzeln aufgezählt, z.B. beim Vietnamkrieg oder dem Kuwaitkrieg (2.Golfkrieg).
2.Leider habe ich in google nicht die Geduldalle Operationen zu überprüfen. Gibt man den Namen ein, erscheint diese Liste erstmal mehrfach. Aber diese Liste enthält auch Einsätze, bei denen westliche Bürger evakuiert wurden, ohne, daß die USA Partei im Konflikt ergriffen.
Andere Operationen waren Vorbereitungen zur Abwehr von eventuelen Angriffe, z.B. Operation "Nomad Edeavor": Taszar, Ungarn, ab März 1996.
Bei Operation "Safe Border" ging es um die Trennung zweier Kriegsparteien, damit diese in Ruhe in Verhandlungen treten konnten. Kein Eingriff in den Konflikt. Was soll das für eine kriegerische Operation "Wipeout" in Hawaii 1990 gewesen sein ? Gegen wenn sollen sie da vorgegangen sein ? Weitere Operationen waren UN-Missionen und andere zur Friedenssicherung und humanitären Hilfe, wie z.B. in Somalia, bei der auch die Bundeswehr beteiligt war.

Ja, die Amerikaner haben neben der Sowjetunion, Frankreich und Großbritannien sicher die größte Anzahl von kriegerischen Aktionen. Frankreich könnte sogar vielleicht mehr haben, da die ehemalige Kolonialmacht immer wieder in Afrika eingreift (Hast Du Zahlen, proteus?), von der franz. Öffentlichkeit kaum beachtet, weil mit der Berufsarmee ja nicht des Nachbarn Sohn inden Krieg zieht.

Womit wir wieder beim Thema sind:
Eine Berufsarmee in den Kampf zu schicken, fällt den Politikern weitaus leichter, wodurch sie vieleicht auch öfter zu Einsatz kommt.
Bei der Fremdenlegion fällt das noch leichter, da diese Soldaten noch nicht mal "richtige" Landsleute sind.

proteus
12.03.2004, 12:21
@ Slayer :

Bedauerlicherweise hast du mit Einschränkungen recht, umgekehrt wird aber auch ein Schuh draus. Wenn Soldaten als "Mörder in Uniform" tituliert werden ist das auch nicht schön.
Und wer hat denn schon aktiv an einem Kampfeinsatz teilgenommen?
Auch wenn es müssig ist, aber der Name " Videospielkrieg" stimmt doch.

@ AoR :

Ich habe mich ungenau ausgedrückt, ich meinte Krieg in Europa.
Wobei Kriege heute nicht mehr wie 1942 geführt werden. Mir musst du nicht erzählen, dass immer irgendwo Krieg tobt.
Um es ganz klar zu sagen, ich heisse die Interventionspolitik der USA auch nicht gut, aber die eingesetzten Kräfte sind nicht aus Jux dorthin gefahren und tun Ihre Pflicht, dh. Sie folgen Ihren Befehlen und führen Ihren Auftrag aus.
Und damit sind wir beim Punkt : Jeder Kommandierende ist bemüht, seine Leute am Leben zu halten. dabei werden "human casualties" einkalkuliert. Übersteigen diese einen bestimmten Prozentsatz wird jeder verantwortungsvolle KF eine Alternative erwägen. Dazu gehört aber die umfassende Information über alle Aspekte des Ees, und die werden oft verschwiegen. Du sitzt in der Füsse und wartest auf Unterstüzung, die kommt aber nicht, weil sie kurzfristig woanders hinbeordert wurde, ohne dir Ersatz zu schicken.
Auf meine Kameraden konnte ich mich immer verlassen, auf die etappe nicht so oft.

Warum? Muss dir jeder für sich selbst beantworten. Es gibt so abgedroschene Begriffe wie Disziplin, Ehre, usw. Man lernt sehr viel - und ist hinterher immer schlauer. Mit meinem heutigen Kenntnisstand würde ich unter Umständen auch einen anderen Weg wählen.

@ JPF

Das United Kingdom fände die Idee bestimmt toll, wenistens müssten wir uns dann keine Gedanken mehr um Kriegseinsätze machen. Und die Staaten der ehemaligen UdSSR springen vor Freude aus der Hose.
Zumal. was sind in diesem Zusammenhang 20 Jahre?
Ich hoffe nicht, das es zu einer europäischen Lösung kommt, die können sich doch noch nicht mal auf einen Standard für die Grösse von Schokoriegeln einigen.

JPF
12.03.2004, 12:26
JPF as Mod-support:

Falls Diskussionsbedarf über die Anzahl der amerikanischen Militäreinsätze und ihren Sinn gibt, bitte ich dafür einen neuen Thread zu öffnen

Mod mode off

proteus
12.03.2004, 12:32
@ jpf :

Ich glaube nicht, das eine Berufsarmee leichter in den Kampfeinsatz geschickt wird.
In erster Linie ist jede regierung mal bemüht, diese "schmutzigen Kriege" nicht auffallen zu lassen. Zum zweiten operiren hierbei fast nie grössere Verbände. Berufssoldaten sind effizienter.
Jede regierung sieht sich heute aber auch mit aufmerksamen Beobachtern in der Bevölkerung konfrontiert, die gegen den krieg demonstrieren, und die Wähler will ja auch keiner vergrätzen.
Sicherlich war die LE ursprünglich gegründet orden, damit keine "französische Mutter um Ihre Söhne weinen muss" , aber das ist nun ein paar Jahre her. Früher wurde LE dahin geschickt, wo Hopfen und Malz verloren war. Im Indochinakrieg sind 125,000 Legionäre gefallen, die Legion hatte zu der Zeit eine Sollstärke von 40,000 Mann. Auch die Wahrung der Interessen von franz. unternehmen in den ehemaligen Kolonien gehörte zu Ihren Aufgaben (Kongo) Wie das aussah, kann sich wohl jeder vorstellen.
Heute gehören aber, wie ich hörte, humaitäre Aufgaben verstärkt dazu.
Und dieser Einsatz in äthopien war durchaus ein Kampfeinatz, wenn man davon ausgeht, dass 45 % der Kameraden bei der Verteilung von Hilfsgütern sagen wir mal, "ums Leben kamen"

JPF
12.03.2004, 12:32
Das United Kingdom fände die Idee bestimmt toll, wenistens müssten wir uns dann keine Gedanken mehr um Kriegseinsätze machen. Und die Staaten der ehemaligen UdSSR springen vor Freude aus der Hose.
Zumal. was sind in diesem Zusammenhang 20 Jahre?
Ich hoffe nicht, das es zu einer europäischen Lösung kommt, die können sich doch noch nicht mal auf einen Standard für die Grösse von Schokoriegeln einigen.

Ich habe ja auch als Vorbedingung eine gemeinsame Außenpolitik genannt. :smirk: Und das kann noch dauern. Übrigens sind 20 Jahre garnichts in der Diplomatie. Man sehe nur wie schnell Deutschland und Frankreich nach dem WKII die engsten Verbündeten wurden.

Übrigens gibt es ja bereits eine multinationale europäische Truppe. Das Eurocorps. www.eurocorps.org

Messiah_of_Death
13.03.2004, 01:17
lustig war's schon

lustiger wär's gewesen, wenn ich körperlich gesund gewesen wäre .... :roll:

naja .. die sollten erstmal die "dämlichen" Ärzte aus den Kasernen und dem KWEA verbannen .. .

intolerante ..Arschlöxx da ...


mehr sag ich jetzt mal net ...

Nachtmahr
13.03.2004, 10:45
Tatsächlich ist der Bund nicht besonders lustig wenn man die ganze Zeit IK0 ist, das stimmt schon. Die Ärzte haben auch eher den Ruf zich Medikamente zu verschreiben, ohne dass sie wirklich aufeinander abgestimmt sind. Die verschreiben einem Antibiotika und dann noch zich andere Sachen dazu, die kein ziviler Arzt genehmigen würde.

Messiah_of_Death
13.03.2004, 11:09
..wenn man mal auf die Station "darf" :roll: (heißt soviel, wie KWEA Arzt und Stabsarzt war's völlig Schnuppe, was man denen für medizinische Unterlagen vorlegte)

aber Medikamente, ja das is schon die Härte an sich

gleich die höchste Dosis Paracetamol oder so (weis noch wie der erste vom Stabsarzt kam "Der ist an den Schrank, wie im Einkaufsladen und hat gemeint: 'Das da und das und das auch noch' ") ... ...

DrJekyll_MrHyde
13.03.2004, 11:47
Naja so schlecht würde ich nun nicht über die Medizinischeversorgung beim Bund schreiben. Es muss ja nicht überall so sein...
Ich kenne da jemanden der sehr gut seines Amtes waltet.

@MoD
Du wißt doch Anemone, du hast mit ihr an Silvester geredet. Ich weiß jetzt aber wirklich nicht mehr was für einen Rang sie hat! *schäm* :oops:

Noxiel
13.03.2004, 13:58
Jungens aufgepasst, nur weil ihr einen oder zwei Ärzte beim Bund kennt, heißt das nicht, dass alle sich gleich verhalten.
Sicher auch ich kenne viele Metzger beim SanDienst aber nichts desto trotz überwiegt die Zahl der brauchbaren bis höchst engagierten Ärzte bei weitem.

Vor allem in den BwK's kann man sich den Ärzten ruhig "hingeben". Achja solltet ihr zu Eurem Mediziner kein Vertrauen haben, entzieht ihr es ihm und geht zu einem anderen. Punktum Schluß

Messiah_of_Death
13.03.2004, 19:12
@MoD
Du wißt doch Anemone, du hast mit ihr an Silvester geredet. Ich weiß jetzt aber wirklich nicht mehr was für einen Rang sie hat! *schäm* :oops:

.... ich hab ja "nur" von den 2 Kasernen und dem KWEA, wo ich war, meine Meinung geäußert, da gab's halt nur inkompetene Idioten ...

JPF
13.03.2004, 22:38
Hmm, ich traf zwei Sanis, einen Arzt und einen Zahnarzt beim Bund. Und einer war schlimmer als der andere. Schön war z.B. als mir der Zahnarzt einen Zahn bohrte und nebenbei der Helferin erzählte, wie er am Vortag jemanden in die Backe gebohrt hatte.

Messiah_of_Death
13.03.2004, 22:58
@JPF http://animania.de/forum/images/smiles/icon_lol.gif
-----------------

das erinnert mich an mein Zahnarztaufenthalt (mir war ne Blombe rausgefallen)

also ich komm so rein

"Die Zahnärztin ist nicht da, wir haben eine Aushilfsärztin"

jo, ich hock mich auf den Stuhl

"Wollen Sie Betäubung ?"

- "Nein, brauch ich nicht"

"Prima, Zeit gespart"

[...]


so dann ging's ab:

die Aushilfe .. sitzt vor dem Stuhl und dem Instrumententerminal (oder wie das heißt)

und dann der Satz "So, wie funktioniert das jetzt ??"
Dann drückt die allen ernstes auf jeden einzelnen Knopf .. :!:

Ich auf dem Stuhl.. . => Stuhl hoch, Stuhl runter, Stuhl vorgelehnt, Stuhl rückgelehnt, Wasser geht an, Wasser geht aus

und jedes Mal ein "Aha, so geht das" .. dann noch die Frage "Wo schalt ich den Bohrer ein ?" dann sucht die das Fusspedal .. findet die das Ding .. => "ah so" ...

"Bitte Mund auf" ...

Ich sag euch ... hätte die net checken müssen, wo was .. die hätte wahrlich nur 5-7 Min für Bohren, Füllen und Härten gebraucht !!

Die Assi mit dem Supersauger in meiner Gosch rumgefuchtelt, die am Bohren, dann bekommt die die Halteklammer NICHT um den Zahn, dann hat sie es drum und bekomm es NICHT mehr ab ...

...nix mit Ausspülen oder so .. bohren, saugen, härten, fertig

... ich hab mir wirklich danach gefragt

"Stellen die hier wirklich Ärzte ein, oder nur welche die einfach auf der Straße rumlaufen und so aussehen als ob ?"


....in dem Sinne, sollte man mein Misstrauen gegen Bundeswehrärzte so langsam verstehen ....

Shingetsu
19.03.2004, 14:34
http://shingetsu.privat.t-online.de/pics/morddrama_bei_bundeswehr.jpg

Master Jinnai
19.03.2004, 14:38
Hmmm....
Der Artikel erinnert mich an Full Metal Jacket....
Fraglich is jedoch eher, was einen Mann dazu treibt sowas zu tun... :angsthas:

Nachtmahr
19.03.2004, 16:32
Tja das kann passieren, aber wenn die Ausbilder mit Absicht so ein assiges Klima aufrecht erhalten (selbst nach der Grundausbildung) dann musste so etwas ja früher oder später passieren. Es tut mir Leid um die zwei Kameraden, aber in diesem Stützpunkt ging wohl einiges nicht mit rechten Dingen zu.

Nebenbei ist die Bild mal wieder gewaltig unfähig beim Recherchieren. Jäger sind mit Sicherheit keine Eliteeinheit.

Shingetsu
19.03.2004, 19:03
@Nachtmahr:

Woher weißt du daß dort ein "assiges Klima" herrschte ?
Glaubst du der wurde gemobbt oder so ?

Red Dragon
20.03.2004, 12:33
Nächste Woche ist für mich die letzte beim Bund :D Fand es eigentlich ganz ok, wobei natürlich die AGA am "interessantesten"/witzigsten war. Seit 3 Wochen bin ich schon zu Hause (KZH) wegen Knieoperation-die nicht ganz angenehm war, aber dank Vollnakose hab ich nichts gespürt. Nun trage ich die hübschen Trombosestrümpfe und darf mir jeden Tag ne Spritze in meinen Bauch verpassen (teilweise hab ich deshalb schon blaue Flecke). Hab auch ein paar Fotos von der Bundzeit auf meine Hp gepackt...

CroNeo
23.03.2004, 12:27
@Shingetsu:
Das wurde vermutet...

Zum Thema:
Bin für wehrpflichtige Armee.
Eine Berufsarmee kann sich der Staat nicht leisten...

Noopi
26.03.2004, 17:02
aloa,
ich hoffe ich darf hier mal den forumsacc meiner freundin missbrauchen um meine (geringeschätzige) meinung kund zu tun.
zum thema:

eine berufsarmee bring in vielerlei hinsicht vorteile für den einzelnen (Mann): 9 verplemperte, magere monate voller nixtun und arsch dick sitzen bleiben mir erspart, ich werde nicht aus dem berufsleben, lernrythmus oder familienlenben gerissen, der wiedereinstieg in diese ist nicht immer einfach. 3 monate, bei denen mein selbstwertgefühl erst irgendwo auf ein niveau in richtung keller gestürzt wird, um es dann wieder schrittweise aufzubauen, bleiben dem 08/15 mann ebenfalls erspart (was passiert wenn man dieses selbstwertgefühl nicht aufbaut oder bewirkt das kameraden dieses systematisch zerstören sieht man in dem bildartikel...)

Allerdings: die leistungen der zivildienstleistungen sind in unserer gesellschaft nicht mehr wegzudenken. jede alte oma ist dankbar für ihren "zivi" der ihr essen bringt, ihr im haushalt hilft und sie durch die gegend kutschiert. dieses system ist richtig und funktioniert nahezu, wenn da nicht diese blöde klausel im grundgesetz wäre, die es frauen verbietet zu kämpfen (übrigens eine ziemliche entmündigung der frau und doch arg sexistisch) denn gerade deswegen ist dieses system wieder ungerecht, da z.b. zwar alle männer nach dem abi schön in den matsch spazieren oder omis helfen, frauen aber schnurstracks richtung uni marschieren um dort ihre bevorzugten studien aufzunehmen.
abhilfe würde folgendes prinzip schaffen: grundsätzlich wird jede/r deutsche/r zum sozialdienst herangezogen, der eine dauer von 9 monaten hat. (übrigens jeder: d.h. auch jemand der t5 gemustert ist, weil er es zeit seines lebens versäumt hat, seine knochen an die frischen luft zu befördern, jeder heißt auch das millionärssöhnchen, das sich zZ für einen betrag von 12500 euro (achtung halbwissen!) freikaufen kann. wer umbedingt im wald kämp(f)en will muss dies durch einen antrag fordern. wirkung wäre u.a. auch das die bw sich nicht mehr mit unmotivierten halbstarken rumärgern müsste.
naja aber das prinzip hier wird eh nie angewandt, also scheiss drauf :(

red dragen: gute besserung und falls das mit deinem knie während der bw passiert ist (aga oder so) denk an den ganzen scheiss mit verletzung während der wehrdienstzeit usw. am besten gehst du zu einem arzt deines vertrauens und lässt dein knie da untersuchen (röntgen) das wird dich zwar was kosten, aber ansonsten wird es schwer deine möglichen ansprüche geltend zu machen...

so weitermachen :D

JPF
06.01.2005, 21:37
AoR im Thread "Tsunami in Südasien":
Wir verpulvern zig Milliarden Euro im Jahr für die Bundeswehr und was bringt mir persönlich das? Außer das ich mal 10 Monate bei diesem Verein mitspazieren durfte.


Es sind genau 27,871 Mrd. Euro in diesem Jahr. Aber ich möchte gerne wissen, wer denn sonst bitte Aufbauhilfe und Friedenssicherung in Afghanistan und Balkan betreiben soll (was sehr in unserem Interesse ist)
oder die Verletzten Touristen nach Deutschland zurück fliegen soll
oder dort unten Feldlazarette und Wasseraufbereitungsanlagen aufbauen soll
oder bei der nächsten Elbe/Oderflut helfen soll
...

Die Bundeswehr hat heutzutage mehr Aufgaben als je zuvor und dafür immer weniger Geld zur Verfügung.

Sanzo-sama
06.01.2005, 21:41
Ich weiss gar nicht, wieso man sich das entgehen lassen sollte. Die Zeit beim Bund war für mich richtig klasse. Für so einen Fraß, den man da bekommt und die kostenlosen Schlammpackungen beim Dreckwälzen, würde manch eine Frau viel Geld auf den Tisch legen. :roll:

Master Jinnai
06.01.2005, 21:47
AoR im Thread "Tsunami in Südasien":
Wir verpulvern zig Milliarden Euro im Jahr für die Bundeswehr und was bringt mir persönlich das? Außer das ich mal 10 Monate bei diesem Verein mitspazieren durfte.


Es sind genau 27,871 Mrd. Euro in diesem Jahr. Aber ich möchte gerne wissen, wer denn sonst bitte Aufbauhilfe und Friedenssicherung in Afghanistan und Balkan betreiben soll (was sehr in unserem Interesse ist)
oder die Verletzten Touristen nach Deutschland zurück fliegen soll
oder dort unten Feldlazarette und Wasseraufbereitungsanlagen aufbauen soll
oder bei der nächsten Elbe/Oderflut helfen soll
...


Hmm alles ausser der Friedenssicherung sind nicht militärische Ziele und/oder Aufgaben..was wiederum nahelegt das Budget im Bezug auf militärische Forschung/Einkäufe zu kürzen, was durchaus etwas ausmachen würde...wenn ich allein an die hunderte von Übungsflüge in Lagerlechfeld denek *erinner*..
was die da an Kerosin verpulvern..sicher sind das nur Peanuts, aber auch Kleinvieh macht Mist...

Noxiel
06.01.2005, 21:58
Die Bundeswehr hat heutzutage mehr Aufgaben als je zuvor und dafür immer weniger Geld zur Verfügung.

Was ich äußerst bedauerlich finde....naja wir werden kleiner und spezialisierter. Sicher mehr Geld wäre fein aber ich denke auf die Dauer gesehen werden wir uns mit dem Budget schon arrangieren können.

Allerdings gewisse Dinge, wie eben die Flut in Asien, sind nicht vorherzusehen und die Flüge der MedEvac kosten auch Geld. Die Berlin steuert mit Kurs Südost Asien gerade nach Indonesien und wird dort als Rettungszentrum fungieren.

Für die Bundeswehr, die nach der Umstruckturierung zu einer international schnell einsatzfähigen Armee wird sind solche Aufgabengebiete wichtig.

Achja nochmehr sollten wir den Bundeswehr Etat aber nicht kürzen, ich will schließlich pünktlich meinen Sold. 8)

JPF
06.01.2005, 22:06
@Jinnai:
Wer sagt denn, daß die Bundeswehr nur militärische Aufgaben hat ? ;)
Nein, aber eine Organisation, die klare Strukturen und ständig zur Verfügung steht, dabei vielseitig einsetzbar ist, ist einfach notwendig. Du kann st schlecht einen Katastrophenschutz aufbauen, der sich dann in den Krisengebieten nicht selbst schützen kann. Das THW tößt bei diversen Einsätzen an seine Grenzen. Nach Somalia hätte man die nicht schicken können.

Und auch die größeren Waffensysteme haben immernoch ihren Sinn. Die Welt hat immernoch ihre Gefahren und Probleme. Das zeigt uns der Kosovokonflikt, das zeigt uns der Kongo und das zeigt uns Afghanistan.

Man kann nicht die Feuerwehr abschaffen, weil es gerade nicht brennt.

Master Jinnai
06.01.2005, 23:09
@Jinnai:
Man kann nicht die Feuerwehr abschaffen, weil es gerade nicht brennt.

Sehr passend :?
Aber wenn man 20 Feuerwehren im Dorf hat, dann wird man bei einer wohl den Löschwagen ausser Dienst stellen dürfen?!?

Shingetsu
06.01.2005, 23:23
Man sollte einen Großteil der Armee in bewaffnete Internationale Hilfstruppen umwandeln. Sie sollten eine umfassende Grundausbildung haben die Sanitätsdienst, Waffentraining, und Polizeiaufgaben umfasst. Wenn die bösen afrikanischen Regierungen die die Hilfsorganisationen behindern gestürzt werden können wir die bewaffneten Hilfstruppen hinschicken um den Übergangsregierungen zu helfen.
Das Hungerproblem in Afrika kann nämlich nicht durch Spenden gelöst werden solange die unfähigen Regierungen ständig neues Leid verursachen. Dadurch wird Afrika nämlich zu einem Faß ohne Boden, und ihr wisst wie sinnlos es ist ein Faß ohne Boden füllen zu wollen.
Die Hilfe für Afrika muss politisch erfolgen, durch Stürzung aller undemokratischen korrupten Regierungen !

Master Jinnai
06.01.2005, 23:32
Die Hilfe für Afrika muss politisch erfolgen, durch Stürzung aller undemokratischen korrupten Regierungen !
Gilt das auch für die ganze Welt...wenn ja dann fangen wir mit russland an(viel Spass dabei) 8)

Shingetsu
06.01.2005, 23:50
@Master Jinnai:

Den Russen gehts noch nicht so schlecht.

Master Jinnai
06.01.2005, 23:54
nee nich deswegen...eher wegen der korrupten Regierung ^^

JPF
07.01.2005, 10:59
@Jinnai:
Man kann nicht die Feuerwehr abschaffen, weil es gerade nicht brennt.

Sehr passend :?
Aber wenn man 20 Feuerwehren im Dorf hat, dann wird man bei einer wohl den Löschwagen ausser Dienst stellen dürfen?!?

Das hat man aber schon getan. Inzwischen ist es schon fraglich, ob wir überhaupt genug Soldaten für alle Aufgaben haben.

Mod support mode on
@Shingetsu:
Du weichst vom Thema ab. Die Regierungen Afrikas sind hier nicht das Thema !
Mod support mode off

@Shingetsu: Im Prinzip ist die Bundeswehr zum größten Teil nichts anderes. Nur der Name besteht weiterhin.

~-=\AoR/=-~
07.01.2005, 11:13
Ach JPF, immer so meine Zitate so aus dem Zusammenhang reißen. Ich brauchte an der Stelle nur ein Beispiel für etwas was viel kostet und mir persönlich (also in meinem egoistischen Interesse) nichts bringt.

aber gehen wir mal spaßeshalber drauf ein ...

Aber ich möchte gerne wissen, wer denn sonst bitte Aufbauhilfe und Friedenssicherung in Afghanistan und Balkan betreiben soll (was sehr in unserem Interesse ist)
Aufbauhilfe braucht Afghanistan und der Irak nur, weil die "Allianz der Willigen" alles putt demacht haben. Bei mir im Kindergarten hieß es immer "Wer es kaputt macht muss es auch wieder ganz machen."^^
Und um den Balkan sollte sich eine EU-eigene Armee kümmern.

oder die Verletzten Touristen nach Deutschland zurück fliegen soll
Ähm ... gibt's keine zivilen Transportflugzeuge mehr? Dat wär aber Schade. Bei meinem nächsten Flug wollte ich eigentlich nicht mit "Struck Airlines" fliegen.

oder dort unten Feldlazarette und Wasseraufbereitungsanlagen aufbauen soll
Das THW

oder bei der nächsten Elbe/Oderflut helfen soll...
Ebenfalls das THW, die Polizei, Feuerwehr etc.

Zufrieden?

Edit:
Ihr seid ein Haufen von Spammer! Kaum wird ein uralter Thread ausgegraben, hat man noch nicht mal fünf Minuten Zeit zu antworten, da habt ihr den schon wieder zugebombt mit Posts. HimmelHerrgottnocheins!

Shingetsu
07.01.2005, 11:21
Das mit den Regierungen Afrikas hab ich doch nur nebenbei erwähnt, als Beispiel.

eX!zt
07.01.2005, 11:24
Ich war noch nicht beim Bund, aber so wie es aussieht, werde ich da wohl bald hinkommen. Ich hab jedenfalls keine Lust Zivi zu machen. Interessiert mich nicht. Außerdem habe ich da Angst drogenabhängig zu werden :D (Spaß). Ok, im ernst. Wehrpflicht an sich ist ja nicht mal schlecht. Nur wird das bei uns ein bisschen (wie ich es bis jetzt mitbekommen habe) Falsch gehandhabt. Einige Leute kommen als halbe Invaliden zur Musterung und werden genommen, ob sie wollen oder nicht, andere werden, übertrieben gesagt, wegen einer schiefen Nase ausgemustert. Schonmal blöd, da man ständig die Falschen Leute auf eine bestimmte Tätigkeit ansetzt. Da müsst sich auch mal was ändern. Abschaffen würde ich die Wehrpflicht nicht, den irgendetwas müssen die Leute außer Zivildienst ja auch noch machen können. Ohne Wehrpflicht würde es auch kaum Berufssoldaten geben, den Grundausbildung dient ja quasi als Praktikum.
Aber wie schon gesagt, die Regierung sollte sich auf die Berufssoldaten konzentrieren, da diese einfach besser für evntl. anstehende Einsätze geeignet sind.

JPF
07.01.2005, 11:28
1.Afghanistan war schon vorher kaputt, nach 20 Jahren Krieg und Bürgerkrieg. Die unsichere Situation jetzt, hat auch nichts damit zu tun, daß der Westen einmarschiert ist. Erst jetzt durch den Westen hat Afghanistan erst eine Chance zur Ruhe zu kommen.

2.EU-eigene Armee ? Sind da etwa keine Deutsche mehr dabei ? Wir sind bereits auf dem Weg zu einer EU-Armee (z.B. Eurokorps), aber bis es soweit ist, muß noch viel passieren, z.B. eine gemeinsame Außenpolitik.

3.Die zwei einzigen Lazarettflugzeuge der Welt gehören der Bundeswehr. Ist auch logisch, schließlich kann man keine Zivilisten in gefährliche Gebiete (z.B. DR Kongo) schicken.

4.Ich hatte ja schon gesagt, daß es genug Krisengebiete gibt, in die man das THW nicht schicken kann, bzw. das THW einfach überfordert wäre. Ein THW, daß alle diese Aufgaben übernehmen könnte, wäre nichts anderes als eine Bundeswehr unter anderen Namen.

~-=\AoR/=-~
07.01.2005, 11:37
Und ich hatte erwähnt, das ich nur spaßeshalber drauf eingegangen bin, weil das Zitat so ein klein wenig aus dem Zusammenhang gerissen war.

BtW: Ich frage mich warum die Bundeswehr die einzigsten zwei medizinischen Transportflugzeuge hat und nicht solche Organisationen wie das Rote Kreuz oder die WHO.

JPF
07.01.2005, 22:45
Da mußt Du diese Organisationen fragen. ;) Aber nicht mal die USA haben sowas.

Masato_Wakamatsu
08.01.2005, 11:00
Bei manch einem soll die Bundeswehr-Zeit schon charakterbildend gewirkt haben :roll:
Ansonsten fand ich das "Überleben" im Gelände nicht schlecht...kann man ja vielleicht mal beim Camping gebrauchen :wink:
Tja, die Führerscheinausbildung und das Rumschrauben in der Inst hätte ich jetzt auch als nützlich bezeichnet.
Ach ja, die Auslandserfahrung nicht zu vergessen...

Alles in allem wars ganz ok... :vogel:

Shingetsu
08.01.2005, 11:08
Bei einigen wirkte die Ausbildung eher charakterzersetzend als -bildend.
Ein Bekannter von mir hat nur noch rumgebrüllt und auch bei seinen Freunden den Feldwebel gespielt, weil er Bundeswehr nicht mehr von Realität unterscheiden konnte.
Ich denke daß die Bundeswehr die Leute nur aggressiv macht.

Master Jinnai
08.01.2005, 11:15
^^ genau!!
überhaupt Bundeswehr stinkt!!!!
was soll das?
das kommt doch auf den Charakter an!
wenn man sich zersetzen lassen will..dann geschied das auch...

hmmm alle meine Raucherbekannten ham beim Bund angefangen...
---------> nur son einwurf!

Shingetsu
08.01.2005, 11:21
Wenn man Pech hat wird man beim Bund sogar gefoltert. Da gibts doch immer wieder diese Skandale. Ich mein nicht erst den von letztem Jahr, sondern auch in den 80er-Jahren gab es immer wieder mal Berichte über Soldaten die misshandelt wurden.

Master Jinnai
08.01.2005, 11:24
hmm stimmt...Bund suxXX
xD
hmm das kommt aber nioch nur im Bund vor, sondern in allen Armeen..also kein eindeutiges Argument gegen den Bund xP

Shingetsu
08.01.2005, 12:16
Mein Bekannter (der der so rumgeschrieen hat) hat mir auch von Misshandlungen erzählt. Wenn ein Kamerad Mist gebaut hat haben sie ihn in einen Spint (Spind ?) gesperrt und die Treppe runterkugeln lassen.
Ich geh doch nicht zu so einem Verein wo ich von Neandertalern misshandelt werde !

Master Jinnai
08.01.2005, 12:22
Die waren bestimmt mit dem Essen unzufrieden..obwohl ichs ganz gut fand...die Schaschlikspiesse warn lecker.aber der Saft-------->*kotz*

hmm das wär doch was...besseres Essen (undBier) beim Bund

Noxiel
08.01.2005, 12:42
Was muß ich da hören, Verallgemeinerungen. Oh je, oh je...naja das können wir gleich in die lange Liste einreihen in der auch steht: "Alle Ausländer sind Schmarotzer und Alle Deutschen sind Nazis". :evil:

Misshandlungen bei der Bundeswehr, genau wie das Spindkugeln sind Einzelfälle und spiegeln nicht den Alltag bei der Armee wieder. Idioten findest du in alle Zweigen der Arbeitswelt, da ist es natürlich das es die auch bei der Bundeswehr gibt.

Wer hat nicht schon von schwerem Mobbing in der Firma gehört, dem Schickanieren in der Werkstatt usw. ?

Es ist immer leicht mit dem Finger auf etwas zu zeigen und wie Jinnai schon gesagt hat. "das kommt doch auf den Charakter an!
wenn man sich zersetzen lassen will..dann geschied das auch..."

Also solch eine "Beweisführung" lasse ich bei meinem Arbeitsgeber nicht gelten.

Shingetsu
08.01.2005, 12:54
Immerhin scheinen die Foltermethoden häufig genug zu sein daß man sich schon Namen dafür ausgedacht hat z.B. Spindkugeln. Eine andere ist "Helmrollen", da wird das Opfer zu einer Kugel zusammengerollt, und kriegt Helme über die Ellebogen und Knie gestülpt, und dann wird er wie eine Kugel den Gang entlanggerollt.
Das schlimme ist ja daß sowas meistens nicht öffentlich bekannt wird. Hohe Dunkelziffer !

:zitter: :zitter: :zitter:

Master Jinnai
08.01.2005, 13:36
Was hat das mit dem Topic zu tun..sowas kommt in allen Armeen der Welt vor...ich bezweifle, dass es speziell bei der Bundeswehr mehr Folterfälle gibt... :?

Shingetsu
08.01.2005, 13:43
@Jinnai:

Nur weil es in allen Armeen vorkommt heisst das nicht daß es in Deutschland nicht vorkommt, sondern im Gegenteil: Da es in allen Armeen vorkommt kommt es auch in Deutschland vor.
Das heisst: Eigentlich müsste man alle Armeen auf Berufsarmee umstellen damit wenigstens niemand gezwungen wird bei so einem Verein mitzumachen.
Da wir aber bei anderen Armeen nichts mitzureden haben können wir wenigstens hier in Deutschland was ändern.

Master Jinnai
08.01.2005, 14:03
hmm das hab ich ja auch gar nicht behauptet, dass es in Deutschland keine Folterfälle gäbe, oder?
Meineserachtens lässt sich das mit keiner Massnahme in dn Griff kriegen, denn wie Noxiel(glaub der wars) so schän sagte gibts auch in der Arbeit Mobbingfälle und Diskriminierung....und eine Söldnerarmee wird an den zwischenmenschlichen Zuständen nich allzuviel ändern...

Takuma
08.01.2005, 19:21
@ Topic

Jedes Land braucht eine Armee. Sie dient nicht nur zur Abschreckung und zum Schutz im Verteidigungsfalle, sie ist auch bei Kathastrophen oder anderen Einsätzen als schnelle Eingreiftruppe verwendbar. Inwieweit uns die Bundeswehr schützen könnte im Kriegsfalle? Wohl nicht gerade. Dafür ist sie zu klein und ihr Budget und Equipment zu jämmerlich. Eine derart wenig wehrfähige Armee kann sich nur ein Land "leisten", dass nicht mit einem Kriegsfall zu rechnen hat. Und ein Solches sind wir im Moment. - Dennoch würde ich einen Ausbau unseres Heeres sehr begrüßen. Wir Leben zwar im Moment in Friedenszeiten, aber man weiß nie was die Zeit bringt.

JPF
08.01.2005, 22:06
Solche Vorfälle haben nichts mit der Armee zu tun.
Sowas kannst Du an jedem Ort finden, in dem viele Menschen eng zusammen leben. ;) Egal ob im Gefängnis oder im Internat.

Und trotzdem ist sowas selten.

~-=\AoR/=-~
10.01.2005, 12:04
Jedes Land braucht eine Armee.
Leider. -.-

BtW: Ich persönlich kann über meine Wehrdienstzeit eigentlich nichts negatives berichten, hätte schlimmer kommen können. Und zu zwei meiner Kollegen (ich sag bewußt nicht Kameraden ... Wenn Soldat ein Job wie jeder andere ist, dann sind das dort auch Kollegen wie bei mir hier im Büro) hab ich auch heute noch Kontakt. Und wie gesagt: Ich hab zwar nicht wirklich was sinnvolles gelernt (MG zerlegen und zusammenbauen oder durchs WBG des Luchses mit 20mm auf beheizte Scheiben zu schießen ist nicht gerade sinnvoll für mein restliches Leben), aber es war eine Erfahrung die ich net missen will.

Van Helsing
10.01.2005, 12:31
Ich konnte mich nicht entscheiden zwischen Berufsarmee und EU- armee.

Beides ist von durchaus großen nutzen.


Aber das sollen dann lieber die politiker abstimmen

~-=\AoR/=-~
10.01.2005, 14:40
Ich konnte mich nicht entscheiden zwischen Berufsarmee und EU- armee.

Beides ist von durchaus großen nutzen.


Aber das sollen dann lieber die politiker abstimmen
1. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
2. Ich könnte ja hier wieder mein Sprüchlein aufsagen von wegen "Wer nichts zu sagen hat ...", aber das hab ich schon so oft gemacht, das ich es langsam selber nicht mehr hören kann.

mycroft
10.01.2005, 16:11
warum wollt ihr eigentlich noch dieses relikt aus der steinzeit behalten. ich meine, die bundeswehr, gegründet als reine verteidigunsstreitmacht, erfüllt derzeit auch aufgaben, für die sie überhaupt nicht aufgestellt wurde.
sie sollte im ernstfall da sein, sollte das land verteidigen.
aber vor wem müssen wir jetzt noch angst haben??
ok, ich bin nicht dafür, das sie ganz abgeschafft wird. aber man sollte vielleicht an eine reform denken. eine grundlegende.
ich persönlich bin für eine reine berufsarmee, denn dann müssen leute wie ich sich nicht mehr mit der musterung rumschlagen. ich musste nicht zur bundeswehr, wäre im ernstfall auch nicht gegangen (obwohl ich laut prüfung das zeug zum offizier hab, aber trotzdem, grün steht mir nicht).
wenn man eine reine berufsarmee hätte, dann würden und könnten nur die bei den bund und dienst an der waffe tun, die es auch wirklich wollen.

hinzu kommt, das ich das system des wehrdienstes total überaltet finde. seid doch mal ehrlich, es bringt den männern nur nachteile. diefrauen sind uns dann im schnitt ein jahr voraus in der ausbildung.
also, entweder gleichberechtigung in allen bereichen oder gleich halt die berufsarmee, wo dann jeder eintreten kann, der lust darauf hat grün zu tragen und der gerne mit waffen und schweren autos spielt.

aber lasst den anderen ihre freiheit und schränkt sie dann nicht als strafe weil sie nicht bei den bund wollten durch den zivi ein.


zu einer eura-armee kann ich nur sagen, ich würde es begrüßen!!wir sind doch jetzt immerhin ein europa, also sollten wir uns auch gemeinsam verteidigen!!

~-=\AoR/=-~
10.01.2005, 16:24
Das Prinzip was hjinter der Wehrpflicht steht ist eigentlich, dass die Bundeswehr immer im engen Kontakt zum Volk steht und nicht als ein seperates Machtinstrument. Und das ist imo ein sehr wichtiger Punkt.

Noxiel
10.01.2005, 18:18
Außerdem sinkt mit der Berufsarmee auch die Hemniss vor Auslandseinsätzen. Das Volk ist also vielleicht eher bereit einem ungerechtfertigtem Einsatz zuzustimmen anstatt dagegen zu sein.

Der Kontakt zur Öffentlichkeit bleibt bewahrt und Dinge wie in Coesfeld oder damals in Nagold passieren nicht so häufig, wie es bei einer Berufsarmee klar der Fall wäre.

Es kommt Euch alle billiger eine Wehrpflichtigen Armee zu behalten, denn wenn ihr schon bei 500 Mio Euro Fluthilfte jammert wird euch das nötige Budget für eine Berufsarmee glatt aus den Socken hauen. Außerdem bleibt eine freiwilligen Armee immer in der Gesellschaft integriert. Da junge Männer aus allen sozialen Schichten zu Bundeswehr kommen bringen sie neue Ideen, Vorschläge in einem Wort...neues Blut in die Armee.

Ein weiterer Punkt ist das die Wehrpflicht das letzte Instrument ist um seinen Land einen Dienst zu tu. Es ist schon erstaunlich, dass der Gedanke einer Berufsarmee im selben Maße wie der Wohlstand der jungen Leute steigt. Man ist zu bequem, einige Monate...läppische Neun wie ich hier mal erwähnen möchte...für Volk und Land aufzubringen. Achja beinahe jeder Zweite entscheidet sich für eine längere Dienstzeit erst in der Grundausbildung.

Die soziale Ungerechtigkeit lasse ich insoweit nicht gelten, als das auch damals nicht alle Leute aus einem Jahrgang zum Wehrdienst herangezogen wurden.

Ich glaube einfach mal, die Masse der jungen Männer hat einfach Angst von Mamas Rockzipfel loszukommen und charakterlich ist jeder schon in der Bundeswehr gewachsen.

kenjin
10.01.2005, 20:26
Irgend wo weiter vorher wurde doch gesagt das das THW, die Feuerwehr und der gleichen in Katastrophenfälle allein die Einsätze bewältigen söllten.
Aber das geht wohl nicht immer den es wären bestimmt nicht genug Leute vorhanden die man einsetzen kann. Was wäre wohl z.B. bei der Oderflut bzw. die Flut 2002 geschehen wenn der Bund nicht mitgeholfen hätte, denn der Bund hatte und hat die nötigen Leute zum einsetzen.
Ich war ja auch auf den Deichen bei der Flut 02 als Soldat und ich muß da wirklich sagen was da die Jäger aus Berlin an nur einem Tag geschaft haben Respekt :top:, und als es auf den Deichen zu gefärlich wurde waren nur noch Leute vom Bund da.
Demnach erachte ich die Armee doch als sinnvoll und zwar mit dem Wehrdienst, denn da lernt man nicht nur schießen sonder auch ein bischen Ordnung (Ordnung ist das halbe Leben). :wink:

Liete
11.01.2005, 20:52
Um die langen Reden meines Lehrers kurz zu machen. Eine berufsarmee hat mehr Vortteile..Die paar Leute die ihre Pflichtzeit absitzen können nachher esh nichts.....das ist reine Geldverschwendung.
ZUm Prinzip Euroarmee: Das klappt nie.....ich möchte keine Hetzte machen...aber die Polen wären nicht beggeistert ihr Schicksal, in den Händen von unS "Exnationalisten" zu sehen....oder die Iren sollen sich auf den Schutz der Briten verlassen? Das gibt ein Massaker. Was ist mit den Sprachbarrieren? Es rennen immer noch Idioten rum, die kein Englisch können........

Noxiel
11.01.2005, 22:13
Um die langen Reden meines Lehrers kurz zu machen. Eine berufsarmee hat mehr Vortteile..Die paar Leute die ihre Pflichtzeit absitzen können nachher esh nichts.....das ist reine Geldverschwendung.

Glatt gelogen, eine Berufsarmee wäre um vieles teurer als eine Wehrpflichtigen Armee. Da hau' deinem Lehrer nochmal auf die Finger.


ZUm Prinzip Euroarmee: Das klappt nie.....ich möchte keine Hetzte machen...aber die Polen wären nicht beggeistert ihr Schicksal, in den Händen von unS "Exnationalisten" zu sehen....oder die Iren sollen sich auf den Schutz der Briten verlassen? Das gibt ein Massaker. Was ist mit den Sprachbarrieren? Es rennen immer noch Idioten rum, die kein Englisch können........

Kaum vorstellbar, es gibt Leute im eigenen Land die ihre angeborene Sprache auch nicht können und deswegen nicht weniger idiotischer sind als Ausländer die eine Fremdsprache lernen. Depp.... :evil:

Wenn ich sowas schon lese: Über kurz oder lang wird es eine Europäische Armee geben, wobei wir hier von einem Zeitrahmen sprechen der mindestens 15-30 Jahre (meiner Einschätzung) breit ist. Die Franzosen haben uns schließlich auch verziehen, den Revanche Gedanken nieder gelegt und sind jetzt Gut-Freund mit Deutschland. Mit den Polen ist es nicht anders, ich erwähne da mal Kniefall. Was Iren und Briten angeht, wird das auch schon irgendwann klappen, die Zeit heilt alle Wunden.

Alpha Tenshi
12.01.2005, 00:12
Also da könnte ich jetzt aus dem Nähkästchen (Zivialltag) plaudern, aber ich glaube das Thema ist einfach nur leidig. Es ist traurig das wir Soldaten brauchen, aber das liegt halt an der Menschheit als ganzes. Es würde auch nichts helfen wenn 2-3 Länder ihre Armee auflösen. Solange Menschen es nicht schaffen weltübergreifend friedlich und mit respekt zusammen zu leben, solange wird es auch Armeen geben müssen.

Der Gedanke das alle Völker, bedingungslos in Frieden zusammen leben.. da mach ich mir keine Illusionen, das ist einfach (heute zumindest) unrealistisch. Ob die Menschheit das je hinbekommt? Wäre wünschenswert. Aber das dauert noch hunderte, wenn nicht tausende Jahre. Hauptsache wir haben uns bis dahin nicht gegenseitig ausgerottet. :?

Vargsang
12.01.2005, 07:26
Wehrpflicht ist doof!
Wieso soll ich mich 8 Monate von so UNTERMENSCHEN niederschreien und rumkommandieren lassen, die im realen Leben keiner mag und nix wert sind und deshalb ihren Frust beim Heer an die Wehrpflichtigen auslassen müssen...
Für's Vaterland dienen und zu ihm stehen und der Scheiß ist ja recht schön, aber das ist die falsche Art. Wenn ich dem Vaterland diene und helfe indem ich niedergeschrien und rumkommandiert werde und in den Dreck springen muss kann ich nur sagen: armes Vaterland...

Wohlan, hab meinen Bescheid für den Zivi eh schon bekommen. Da helfe und diene ich auch und zwar auf einer vernünftigen Basis.

Aber wem's gefällt...

Varg

Van Helsing
12.01.2005, 07:52
Wehrpflicht ist doof!
Wieso soll ich mich 8 Monate von so UNTERMENSCHEN niederschreien und rumkommandieren lassen, die im realen Leben keiner mag und nix wert sind und deshalb ihren Frust beim Heer an die Wehrpflichtigen auslassen müssen...
Für's Vaterland dienen und zu ihm stehen und der Scheiß ist ja recht schön, aber das ist die falsche Art. Wenn ich dem Vaterland diene und helfe indem ich niedergeschrien und rumkommandiert werde und in den Dreck springen muss kann ich nur sagen: armes Vaterland...

Wohlan, hab meinen Bescheid für den Zivi eh schon bekommen. Da helfe und diene ich auch und zwar auf einer vernünftigen Basis.

Aber wem's gefällt...







Varg



ich finde es nicht schelcht das es die wehrpflicht gibt. es sind dnicht acht sonder neun monate.

So wie es bei uns hier in deut5schland zu geht mit rumkomandiueren haben wir es doch noch super getroffen im gegensatz zu den amerikanern.


sei doch froh das wir kein land sind und alle paar jahre in den krieg ziehen

~-=\AoR/=-~
12.01.2005, 08:49
Varg ist Össi, dort ist die Wehrpflicht nur 8 Monate lang und soll laut neuesten Gerüchten eventuell auf 6 Monate verkürzt werden.

Noxiel
12.01.2005, 10:25
Varg ist Össi, dort ist die Wehrpflicht nur 8 Monate lang und soll laut neuesten Gerüchten eventuell auf 6 Monate verkürzt werden.

Und die Armee besteht nur aus Untermenschen, mein Gott die Wehrpflichtigen der Österreicher können einem ja richtig leid tun. Vielleicht sollten wir sie mal nach Deutschland einladen und ihnen das Konzept der "Inneren Führung" näher bringen.

Master Jinnai
12.01.2005, 16:25
@Suchfunktion

^^ gibts eigentlich schon einen Thrad:
"geht ihr zum Bund?"

JPF
12.01.2005, 22:38
Um die langen Reden meines Lehrers kurz zu machen. Eine berufsarmee hat mehr Vortteile..Die paar Leute die ihre Pflichtzeit absitzen können nachher esh nichts.....das ist reine Geldverschwendung.


Dein Lehrer soll sich mal erkundigen, was der Bundeswehrverband, der Reservistenverband und die Wehrexperten der großen Parteien sagen. Die sind alle der Meinung, daß eine Berufsarmee weitaus teurer und vom Personal her qualitativ schlecher ist. Das ist die Erfahrung aus den Nachbarländern. In den USA überlegt man sogar schon zur Wehrpflichtigenarmee zurückzukehren...

Mod support mode on
@Master Jinnai:
Danke für den Hinweis. Könntest Du mal einen Link setzen ? Ich finde nämlich weder unter "Bund" noch "Wehrpflicht" noch "Soldaten" noch "Armee" diesen Thread.

Liete
13.01.2005, 21:24
@JPF: Mein Leherer war selber bei der Bundeswehr(Rang weiß nicht mehr, aber besser als Soldat) deswegen kennt er sich damit aus. Und er ist zufällig unser Lehere eben......das ist seine Meinung...nicht die meine...

Shingetsu
13.01.2005, 21:32
@JPF:

Das kann die USA vergessen. Im Vietnamkrieg starben viele tausende Wehrpflichtige für einen sinnlosen Krieg, und das Land erlebte einen Boom linker Protestkultur.
Die heutige Generation in den USA ist ohne Wehrpflicht aufgewachsen, und so häufig wie die USA Krieg führen müsste jeder damit rechnen mal an die Front zu kommen. Das werden die Wähler nicht mitmachen. Ich denke die werden nur einen Präsident wählen der keine Wehrpflicht einführen will.



now come on mothers throughout the land,
pack your boys off to vietnam,
come on fathers don't hesitate,
send your sons off before its too late,
be the first one on your block,
to have your boy come home in a box

- Country Joe & The Fish - Fixing to die rag

JPF
14.01.2005, 10:11
@Liete: Selbst wenn er Offizier war, heißt das noch lange nicht, daß er sich mit dem Thema dort befaßt hat. Dazu hätte er schon in einem Stab sein müssen. Dann wäre aber die Frage, wieso er nun plötzlich Lehrer und nicht weiter beim Bund ist.

@Shin: Verwechsle nicht die USA mit Deutschland. Die Meinung, daß man für sein Land notfalls sterben muß, ist dort wesentlich weiter verbreitet. Den Wahnsinn, den Bush mit seinem Krieg betreibt, bemerken die Leute erst, wenn ein direkter Bekannter/Verwandter im Zinksarg zurückkommt.

Aber das führt uns zu einem anderen Thema, daß in zu einem anderen Thread gehört.

Lechloan
15.01.2005, 03:35
Ich bin für die Wehrpflicht. Abgesehen davon, dass es die Armee ans Volk bindet, frisches Blut bringt, billiger ist und bei der Katastrophenhilfe vermutlich etwas effektiver ist, ist es einfach auch eine gute Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln, wie es sie vermutlich nur einmal im Leben gibt.

Ich leiste gerade meine letzten drei Monate vom GWD ab, und erhalte gerade meine SGA zum Panzergrenadier. Es ist natürlich fraglich, was der Staat davon hat, dass ich lerne, mit einer Panzerfaust oder einem MG umzugehen, wenn ich eh nie in den Kampf gehe, aber das ist nicht die Frage, die mich bewegt. Die Frage, die mich bewegt, ist, was habe ich davon, und die beantworte ich mit mehr als genug. Das werde ich nie wieder machen können, also nutze ich Gelegenheit, solange ich sie habe. Ich werde die meisten Sachen aus meine Wehrdienst nie wieder im Leben brauchen, aber sie machen mich als Person einfach reicher, sie boten mir Denkansätze und neue Blickwinkel.
Ausserdem verhilft es mir , als notorischem Faulpelz und Stubenhocker mal zu etwas Bewegung. :roll:

Ich verstehe nicht wirklich, warum hier manche die BAschaffung der Wehrpflicht fordern und gleichzeitig ein Soziales Jahr o. ä. wollen. Niemand muss zum Bund, jeder kann, wenn er will Zivildienst machen. Preiswerter ist die Berufsarmee auch nicht, normale Wehrdienstleistende werden nicht in den Auslandseinsatz geschickt, also wo ist das Problem? Das einzige problematische an der Wehrpflicht, das ich im moment erkennen kann, ist, dass nicht jeder gemustert wird. Wenn man das System in irgendeinerweise dahingehend ändern könnte, dass alle zum Dienst für den Staat berufen werden, bloss halt alle überzähligen, nachdem der Bund sein Kontingent zusammenhat, Zivildienst leisten müssten, wäre ich eigentlich schon zufrieden. Was Frauen angeht, die ja dann angeblich bevorteilt wären, würde ich mal sagen, ist das durch Schwangerschaften und die Rolle der Hausfrau mehr als ausgeglichen.

WoDCloud
15.01.2005, 13:19
also ich werd am 4.4 eingezogen und ich muss ehrlich sagen ich freu mich schon drauf... bei mir sind es aber keine 9 monate sondern 23 und wenn alles klappt kann ich sogar zeitsoldat werden also ^^