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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Buddhismus


Toxic
06.08.2005, 23:47
Konnichiwa meine Mitmenschen ich heise euch Respektvoll Willkommen hier in meinem neuem Thema zum Buddismus.

((Nur Lesen wenn ihr auch wircklich damit beschäftigen wollt)) Danke fürs verständnis.

Erst will ich... (versteht es bitte nicht falsch) .. wircklich als aller erstes was klar stellen.
Leider wird es oft gesagt, doch der Mensch vergisst es meistens ...... Ich Bitte euch verhaltet euch Respektvoll zu euren Mitmenschen und gebt nicht vorurteile zu anderen Menschen .. wieso fragt ihr ? .. weil man sobald man damit anfängt nicht mehr... Mit dem Thema sich zu beschäftigen...Sondern .. man fängt an das was einem nicht mehr passt also das was euch nicht mehr entspricht zu diskutieren, und das endet meistens nur sinnlos .. wircklich sinnlos und dafür ist das leben zu kurz und man hat ja auch nicht .. immer glück an einem ernsthaften thema oder an einem für sich wichtigem thema teil nehmen.
Worum es mir geht ist das man sich mit einer sache beschäfigt wenn man gerade was neues findet und nicht gleich alles durcheinander bringt als es schon ist im Leben. Warum ich es Unbedingt schreibe ist weil oft man vergisst wie man sich verhalten soll wenn man irgendwas besucht oder irgendwo hin geht, ich finde es ist gut seine meinung zu haben aber wenn man es nicht richtig tut dann kann man ja gleich überall rum rennen und ehrlich jedem ins gesicht sagen das man eh alles besser weiß. Ich Danke euch fürs Lesen.

Also Ich will hier über denn Buddismus Diskutieren, gerne dürft ihr euch zu alles aüsseren was euch einfällt und auch mit anderen Dingen Sachen Vergleichen doch versucht beim thema zu bleiben . Danke.
:) Ich Wünsche euch viel Spass, und hoffe das ihr was Neues oder Sinnvolles erkennt. Denn genau darauf baut unserer Leben Auf oder nicht ... :)

Eurer Toxic

Takuma
07.08.2005, 06:52
Kurzzusammenfassung über den Buddhismus:

Die buddhistische Religion wurde von dem jungen indischen Adligen Sidharta Gautama gegründet, der irgendwann auf den Trichter kam, dass das Leben nur Leid für den Menschen bereithalte. Um dieses Leid zu minimieren, entwickelte er für sich die Philosophie "Wer nichts hat, kann nichts verlieren" und führte fortan ein völlig asketisches und enthaltsames Leben. Seine entsprechenden, drastischen Einsparungen,unter anderem im ernährungstechnischen Bereich, machten ihm jedoch schnell klar, dass auch Hunger dem Seelenwohl nun nicht unbedingt zuträglich ist. Er korrigierte seine Ansichten folglich dahingehend, dass er zu dem Schluß kam man müße dem Körper geben was er braucht, um sich wirklich auf die Erlangung der absoluten geistigen Ruhe konzentrieren zu können. Von dieser Begebenheit rühren auch die oft sehr wohlgenährten Statuetenbildnisse des Religionsführers her.

Die Buddhisten glauben desweiteren an keinen Gott (der menschliche Hang zur Gottverehrung hat allerdings mittlerweile längst dazu geführt, dass Sidharta diese Stellung eingenommen hat und vom gemeinen Volk auch zu ihm gebetet wird), dafür aber an die Wiedergeburt. Diese sehen sie allerdings gemäß der Sichtweise ihres Gründers nicht als erstrebenswert, sondern als Höllenäquivalent. Man wird sozusagen mit ihr "verdammt" ein weiteres mühseliges Leben auf unserem ach so üblen Planeten zu fristen. Dabei kann der Mensch je nach der Summe seiner guten und bösen Taten als Tier, Insekt oder auch Mensch verschiedener Kasten wiedergeboren werden. Die Kasten unterteilen die Menschen von Geburt an und so gibt es unter Anderem die Kaste der unberührbaren, die die unterste Stufung einnehmen und mehr oder weniger auch Penner- und Sklavenkaste genannt werden könnte.

Die finale Erlösung kann der Buddhist seiner Religion nach nach diversen guten Leben/gutem Kharma im sog. Nirvana erreichen. Wer sich hierunter eine Art "Himmel" im christlichen Sinne vorstellt liegt allerdings völlig falsch. Das Nirvana ist "das nicht sein", die Erlösung aus der Mühsal der eigenen Existenz.



Klingt komisch, is' aber so. - Und das wär's dann auch schon wieder mit der heutigen Folge "Wissenwertes und Interessantes von und mit Takuma". :mrgreen:

Vargsang
07.08.2005, 11:30
Ein Europäer kann niemals ein wahrer Buddhist werden, da er nicht in dieser Kultur und dem Volk aufgewachsen ist, geschweige denn seine Ahnen, um in diesem Glauben verwurzelt sein zu können.

Es ist steht einfach gegen den klaren Verstand das ein Mensch, z.B. aus Afrika, den europäisch heidnischen Glauben leben will. Und so ist es einfach mit jeder Kultur und jedem Glauben.

Varg

Kazuya_nb
07.08.2005, 11:43
Ein Europäer kann niemals ein wahrer Buddhist werden, da er nicht in dieser Kultur und dem Volk aufgewachsen ist, geschweige denn seine Ahnen, um in diesem Glauben verwurzelt sein zu können.

Es ist steht einfach gegen den klaren Verstand das ein Mensch, z.B. aus Afrika, den europäisch heidnischen Glauben leben will. Und so ist es einfach mit jeder Kultur und jedem Glauben.

Varg

Das muss man nicht so engstirnig sehen ... Die Erleuchtung kann jeden überall und nirgendwo treffen, sagte mir einmal meine Tante und ich denke sie hat damit Recht. Bedenke, du kannst nur wirklich von deiner eigenen Person aus Rückschlüsse ziehen und es gibt niemals eine vollkommene Wahrheit. Interessant find ich deine Denkweise bezüglich dieses Themas trotzdem. :)

Maunzilla
07.08.2005, 22:21
Da der Buddhismus nicht den Glauben an einen Gott beinhaltet, kann man ihn schwer als Religion bezeichnen. Eher ist es eine philosophische Richtung.

Ich finde die buddhistische Lehre eher unlogisch. Das Ziel des Lebens im endgültigen Verschwinden zu sehen, ist nicht wirklich erstrebenswert. Gegen eine unendliche Folge von Wiedergeburten spricht auch nichts, so lange man reich, gesund und glücklich ist.

Wenn ich mich recht entsinne gibt es fünf Daseinsstufen:
1. Himmlisches Wesen
2. Mensch
3. Tier
4. Dämon
5. hungriger Teufel in der Unterwelt.

Außerdem gibt der Buddhismus keine Erklärung für die Entstehung und den Ursprung der Welt und den Sinn des Lebens.

In seiner gelebten Realität ist mir der Buddhismus auch nicht wirklich sympathisch. Denn um die wahre Erleuchtung zu erlangen, muß man als Mönch leben und meditieren und sich bettelnd von der arbeitenden Bevölkerung aushalten lassen. In der Geschichte hat dies wie z.B. in Tibet dazu geführt, daß hunderttausend Möche in ihren Klöstern die armen Bauern ausgebeutet haben, welche dumm und ungebildet gehalten wurden, während die Mönche und das sprechende Lama sich mit prachtvollen Tempeln und goldenen Statuen umgaben.
Außerdem ist der Buddhismus eine "Religion", welche den Individualismus und nicht die Glaubengemeinschaft stärkt und somit keinen gesellschaftlichen Nutzen bringt.

Toxic
08.08.2005, 00:30
Danke für die antworten von euch allen.

Viele Menschen suchen den Sinn des Lebens .. aber habt ihr auch mal gefragt was das auf die dauer bringen soll ? ... Fragt euch lieber mal was es für einen Sinn hatt es den Sinn des Lebens herraus finden zu wollen.
Ich finde es weitaus wichtiger für das hier und jetzt sich sorgen zu machen.

Dann Nochwas Nicht jeder kann Reich und gesund sein. Man weiß ja das Wenn man Reich sein will andere Leiden müssen. Wer sorgt den für den ganzen Reichtum eines Reichen Menschen's bestimmt nicht jemand reiches.

Im Vergleich zum Westen finde ich das die Menschen sich jedenfalls mehr Respektieren und weniger Depprisiv sind als wir hier .. ganz im gegenteil die armen menschen tun alles und kämpfen um alles, auch wenn sie vielleicht nicht genug gebildet sind um sich zu helfen und die welt mehr zu verstehen.

Ganz im gegensatz zu uns .. wir Meckern nur über die Ganzen Politischen und Wirtschaftlichen angelegenheiten. Statt was zu tun sehen wir nur wie es weiter uns runter zieht .. Leider ...

Und ich glaube wenn man das gesamtbild betrachtet dann liegt es auf jedenfall an unsere Einstellung zu unserer Lage in der wir sind.. Ich bin der Meihnung die ist nicht Schlecht .. Wircklich !! Man muss halt sich wirklich bewegen und sagen ich will Mutig was Tun .. und nicht alles den anderen überlassen .. die tun das bestimmt schon. Nein ! so ist es nicht wenn wir uns nicht selber motivieren wird es bald wircklich schluss sein . Also wie gesagt es liegt doch an der Zwischenmenschlichen Beziehung (Metapyhsik) als an irgendwelche Komische Leute die Da oben sitzen und alles kontrollieren.

Warum ich gerade die Politische Sache Reinfüge ist .. da man es gut als beispiel nehmen kann warum die sachen so sind wie sie sind !
Man kann ja als beispiel alles nehmen wenn man will.

Ich freue mich auf weitere antworten. arigato sayonarahttp:

mycroft
08.08.2005, 02:09
un noch eine religion.
sorry, nur meine meinung dürfte so weit bekannt sein.
der mensch braucht religionen um sich an was klammern zu können.

un leider bin ich jemand der sich von solchen dingen abgewand hat.
ich glaube was bewiesen werden kann und an die wissenschaft, un nicht an irgendeinen gott.

ob der nun gott, jahwe, jehova, budda oder sonstwie heißt, es is nur eine vorstellung die man nicht beweisen kann.

quod erat demonstrandum, was zu beweisen war, un da die nicht bewiesen sind, is es für ich net glaubwürdig.

punkt um.

EX-Slayer
08.08.2005, 11:24
@Mycroft

Wieso denn "leider" ? Bereust du deine Abkehr von Religiösen Dingen ?

mycroft
08.08.2005, 12:26
@Mycroft

Wieso denn "leider" ? Bereust du deine Abkehr von Religiösen Dingen ?
ich meinte das in dem zusammenhang das man nicht zu versuchen brauch mich von dem sinn und zweck einer religion zu überzeugen.
im gegenteil, ich bin froh über meine abkehr...

JPF
08.08.2005, 13:18
Da Ich finde die buddhistische Lehre eher unlogisch. Das Ziel des Lebens im endgültigen Verschwinden zu sehen, ist nicht wirklich erstrebenswert. Gegen eine unendliche Folge von Wiedergeburten spricht auch nichts, so lange man reich, gesund und glücklich ist.

AFAIK sieht der Buddhismus das Leben allgemein als Qual und Ursache allen Leidens. Auch wenn Du reich und schön bist (wie Siddharta aka Buddha am Anfang seines Leben), kannst Du Leid erfahren und sei es nur ein Gefühl nicht ausgefüllt oder gelangweilt zu sein.
Erst wenn der ständige Kreis der Wiedergeburt durchbrochen ist, findet das ein Ende.

Takuma
08.08.2005, 19:43
...Und ich glaube wenn man das gesamtbild betrachtet dann liegt es auf jedenfall an unsere Einstellung zu unserer Lage in der wir sind.. Ich bin der Meihnung die ist nicht Schlecht .. Wircklich !! Man muss halt sich wirklich bewegen und sagen ich will Mutig was Tun .. und nicht alles den anderen überlassen .. die tun das bestimmt schon. Nein ! so ist es nicht wenn wir uns nicht selber motivieren wird es bald wircklich schluss sein .

Und genau hier beweist Du, dass Du den Buddhismus nicht verstehst. Sich engagiert aufzuraffen und eine politische Änderung herbeiführen zu wollen wäre ein Ziel, ein Anliegen das man passioniert verfolgt. Und genau dieses "Streben nach Zielen" ist es ja gerade, was Buddha als Quell allen Leids verteufelte: Wer etwas will, der kann enttäuscht werden. Wer etwas erreicht, der kann es wieder verlieren. - Insofern wäre zurücklehnen und Nichts tun wesentlich buddhistischer.

Maunzilla
08.08.2005, 19:55
Wer etwas will, der kann enttäuscht werden. Wer etwas erreicht, der kann es wieder verlieren. - Insofern wäre zurücklehnen und Nichts tun wesentlich buddhistischer.

Wow, dann bin ich ja der geborene Buddhist. :shock: Im Nichtstun bin ich nämlich absoluter Meister. 8-)

Takuma
08.08.2005, 20:49
Wow, dann bin ich ja der geborene Buddhist. :shock: Im Nichtstun bin ich nämlich absoluter Meister. 8-)

Das ist ja gerade das Groteske an dieser Religion. ^^ Im Grunde könnte man sie als eine "Leckt mich am Arsch Philosophie" bezeichnen. Alles regungslos erdulden und bloß nichts wollen, man könnte es ja irgendwann verlieren. - Ich für meinen Teil habe lieber etwas und verliere es dann, als es gänzlich zu entbehren.

Kazuya_nb
08.08.2005, 21:21
In seiner gelebten Realität ist mir der Buddhismus auch nicht wirklich sympathisch. Denn um die wahre Erleuchtung zu erlangen, muß man als Mönch leben und meditieren und sich bettelnd von der arbeitenden Bevölkerung aushalten lassen. In der Geschichte hat dies wie z.B. in Tibet dazu geführt, daß hunderttausend Möche in ihren Klöstern die armen Bauern ausgebeutet haben, welche dumm und ungebildet gehalten wurden, während die Mönche und das sprechende Lama sich mit prachtvollen Tempeln und goldenen Statuen umgaben.
Außerdem ist der Buddhismus eine "Religion", welche den Individualismus und nicht die Glaubengemeinschaft stärkt und somit keinen gesellschaftlichen Nutzen bringt.


Sicher hast du hier ein paar nicht zu vergessende Schattenseiten aufgeführt, aber es gibt auch positive Dinge. Es wurde im Gegensatz zu den anderen Weltreligionen noch nie ein Krieg rein des Glaubens wegen vangezettelt, oder der Glauben für derartiges Missbraucht.

Wieso kann der Individualismus nicht auch dazu führen eine andere und vielleicht bessere Form der Gemeinschaft zu schaffen, im Rahmen einer Religion. Des weiteren würde ich keine Religion nur auf die Glaubensgemeinschaft reduzieren ... Jeder in und für sich selbst kann möglicherweise viel höhere Ebenen des Glaubens erreichen ...

Btw, ist euch mal aufgefallen das es keine weiblichen B.Mönche oder ähnliches gibt? Liegt das darin begründet, dass Siddhartha in seiner Jugend in tiefer Meditation in sich selbst, an einem Baum gelehnt, ein spezielles Erlebnis hatte?? War das nicht so das des Teufels Töchter ihn verführen sollten, bevor er zu seiner Erleuchtung kam???

Maunzilla
08.08.2005, 23:52
Wieso kann der Individualismus nicht auch dazu führen eine andere und vielleicht bessere Form der Gemeinschaft zu schaffen, im Rahmen einer Religion. Des weiteren würde ich keine Religion nur auf die Glaubensgemeinschaft reduzieren ... Jeder in und für sich selbst kann möglicherweise viel höhere Ebenen des Glaubens erreichen ...

Weil eine solche auf Individualität und Verinnerlichung ausgerichtete "Religion", in ihrem Wesen zutiefst asozial ist. Die Erleuchtung erlangt jeder nur durch eigenes auf sich selbst bezogenes Tun und nicht durch gute Werke oder Barmherzigkeit gegenüber dem Nächsten. Es besteht auch gar keine Veranlassung an der bestehenden gesellschaftlichen realität etwas zu ändern, denn das Ziel der "Religion" besteht nicht in der Schaffung einer besseren Welt oder dem Erreichen eines besseren Jenseits sondern in dem Nicht-Sein.
Insofern mag diese Religion/Philosophie für den Einzelnen nützlich, für die Gesellschaft aber eher schädlich sein.

Btw, ist euch mal aufgefallen das es keine weiblichen B.Mönche oder ähnliches gibt?

Natürlich, irgend einer muß ja die ganze Arbeit machen, während die Männer meditierend vor einer Wand sitzen bis ihnen die Beine absterben... :-P

Shingetsu
09.08.2005, 04:16
Natürlich gibt es weibliche buddhistische Mönche !
Es gibt ganze Nonnenklöster nur für weibliche buddhistische Mönche.
Das erste Frauenkloster wurde schon zu Buddhas Lebzeiten von dessen Stiefmutter gegründet. Er hatte aber schon kleine sexistische Bedenken dagegen, und ging davon aus daß sich die buddhistische Lehre dann nicht so lange halten wird als wenn es nur männliche Mönche gibt.
Ausserdem gab es noch weitere Restriktionen: Die Nonnen waren den Mönchen in allen Bereichen untergeordnet. Die ranghöchste Nonne war dem niedrigsten Mönch untergeordnet.
Ausserdem waren die Geschlechter streng getrennt, und den Mönchen wurde empfohlen sich nicht mit Frauen einzulassen.
Es gab aber auch Laienmönche denen es erlaubt war zu heiraten.

Was mich bei fast jeder Religion etwas stört sind diese Widersprüche die auftauchen je mehr Details man liest, und in fast jeder Religion finden dann große Versammlungen statt die zur Aufgabe haben die Widersprüche auszumerzen. Im Buddhismus gab es auch solche Versammlungen, und man hat das Problem gelöst indem einfach kluge Erklärungen gefunden wurden.
Beispiel:
Der Buddha wird einerseits als normaler Mensch beschrieben. Sein ringen um Erleuchtung wird dargestellt, und seine Ahnungslosigkeit in der Zeit wo er noch als Prinz am Hof seines Vaters gelebt hat.
Andererseits wird berichtet wie Buddha schon vorher als Erleuchteter im Tushita-Himmel gelebt hat, und daß er einer von fünf immer gleichbleibenden Buddhas ist die in jedem Weltzeitalter periodisch wiederkehren.
Bei seiner Geburt wuchsen Lotusblüten unter seinen Füßen bei jedem Schritt den er tat, und er konnte auch gleich nach der Geburt schon rumlaufen.
Er wird also laut diesen Texten schon von Anfang an als ein göttliches Wesen dargestellt, denn normal ist das nicht.
Trotzdem lebt er danach als ahnungsloser Prinz am Hof seines Vaters, und muss erst jahrelang als Asket mühsam um Erleuchtung ringen ?
Als ich eine Buddhistin darauf angesprochen hab hat die mir erklärt daß der Buddha nur so getan hat als würde er um Erleuchtung ringen, um sich den anderen anzupassen, um menschlicher zu wirken, denn so konnte er die Leute besser erreichen.
Im Christentum gab es ähnliche Widersprüche, nur da hat man die widersprüchlichen Texte ganz einfach verboten. (z.B. die Apokryphen)

Kazuya_nb
09.08.2005, 13:29
@Maunzilla
rofl ... die Frauen und die ganze Arbeit ...^^

@Shingetsu
Sehr interessant, dass mit den Klostern und der dazugehörigen Ausführungen. Gab also doch so was wie weibliche Mönche.

Shingetsu
09.08.2005, 13:45
@Maunzilla
rofl ... die Frauen und die ganze Arbeit ...^^

@Shingetsu
Sehr interessant, dass mit den Klostern und der dazugehörigen Ausführungen. Gab also doch so was wie weibliche Mönche.

Buddhistische Nonnen gibt es immer noch.
Die sind ein ganz normaler und fester Bestandteil der buddhistischen Kultur.

DATA
09.08.2005, 16:40
Da der Buddhismus nicht den Glauben an einen Gott beinhaltet, kann man ihn schwer als Religion bezeichnen. Eher ist es eine philosophische Richtung.

Ich finde die buddhistische Lehre eher unlogisch. Das Ziel des Lebens im endgültigen Verschwinden zu sehen, ist nicht wirklich erstrebenswert. Gegen eine unendliche Folge von Wiedergeburten spricht auch nichts, so lange man reich, gesund und glücklich ist.

Wenn ich mich recht entsinne gibt es fünf Daseinsstufen:
1. Himmlisches Wesen
2. Mensch
3. Tier
4. Dämon
5. hungriger Teufel in der Unterwelt.

Außerdem gibt der Buddhismus keine Erklärung für die Entstehung und den Ursprung der Welt und den Sinn des Lebens.

In seiner gelebten Realität ist mir der Buddhismus auch nicht wirklich sympathisch. Denn um die wahre Erleuchtung zu erlangen, muß man als Mönch leben und meditieren und sich bettelnd von der arbeitenden Bevölkerung aushalten lassen. In der Geschichte hat dies wie z.B. in Tibet dazu geführt, daß hunderttausend Möche in ihren Klöstern die armen Bauern ausgebeutet haben, welche dumm und ungebildet gehalten wurden, während die Mönche und das sprechende Lama sich mit prachtvollen Tempeln und goldenen Statuen umgaben.
Außerdem ist der Buddhismus eine "Religion", welche den Individualismus und nicht die Glaubengemeinschaft stärkt und somit keinen gesellschaftlichen Nutzen bringt.

1.
Der Buddhismus ist schon eine Religion. Er Begründet sich natürlich auf einem Glauben und als Religion umgibt ihn ein Glaubensgerüst, auch Richtlinien und in in seiner Praxis existieren gewissermaßen Moralvorstellungen, welche sich aus diesem Gerüst, den Richtlinien und landestypischen Mentalitäten (oft andere Religionen) ergeben.

Die buddhistische Lehre ist zunächst mal "nur" ein Wegweiser. In dieser Lehre gibt es dann auch weder Ziel noch Sinn, sofern man von Erleuchtung und Nirvana absieht (diese sind mit konkreter Zielverfolgung nicht zu erreichen). Man kann sagen, Lebe! Und lass deine Sorgen, deine Sorgen sein.

Und was Reichtum und Gesundheit betrifft: Die buddhistische Lehre spricht sich (im Großen und Ganzen*) nicht gegen diese aus, weißt aber darauf hin, dass die Suche bzw. das Verlangen nach Gesundheit und Reichtum etc. zwangsläufig Leiden mit sich führt, sowohl für dich, wie auch für deine Umwelt.

2.
Der Buddhismus fragt nicht nach Sinn oder Unsinn des Lebens, er weißt auf das Hier und Jetzt hin, also auf den unmittelbaren Sinn (worttauglich ausgedrückt).

3.
Um Erleuchtung zu erfahren muss man weder Mönch werden, noch sich einseitig von der Allgemeinheit ernähren oder den ~9. Dan~ in Meditation erreichen. Es gibt kein unbedingtes Muss und auch nicht "den wahren Weg zum wahren Weg".


*Es gibt verschiedene Richtungen im Buddhismus, welche in Ansicht und Praxis teilweise auch sehr unterschiedlich ausfallen. Im Zen heißt es z.B. nicht "Sei ein armer Habenichts, dadurch bist du der Erleuchtung näher."



Und genau hier beweist Du, dass Du den Buddhismus nicht verstehst. Sich engagiert aufzuraffen und eine politische Änderung herbeiführen zu wollen wäre ein Ziel, ein Anliegen das man passioniert verfolgt. Und genau dieses "Streben nach Zielen" ist es ja gerade, was Buddha als Quell allen Leids verteufelte: Wer etwas will, der kann enttäuscht werden. Wer etwas erreicht, der kann es wieder verlieren. - Insofern wäre zurücklehnen und Nichts tun wesentlich buddhistischer.

Buddha sagte vielleicht etwas wie, dem Verlangen zu folgen führt im besten Fall zu mehr Verlangen. Es gibt keinen Grund sich selbst vergessen zu machen oder am Dasein anderer Menschen keinen Anteil zu nehmen. Wenn man also bsp. einer anderen Person hilft, dann tut man lediglich genau das. Was sich daraus ergibt, wer weiß das?
Sich und Anderen, wenn möglich Gutes zu tun schadet auch nicht mehr, als gar nichts zu machen. Ob ich dadurch aber ein besserer Mensch werde? Muss mich das antreiben?
Buddhismus ist jedenfalls nicht mit Lethargie zu verwechseln. Man ist nicht dadurch Buddha nah, in dem man versucht ein Stein zu sein. ;]

Shingetsu
09.08.2005, 17:20
Sich zurücklehnen und Nichtstun ist auch nicht optimal.
Buddha sagte daß man auch für das verantwortlich ist was nicht tut.
Durch Nichtstun kann also auch Karma entstehen.
Der Trick ist daß man nicht mit weltlichen Begierden (Zielen) "verhaftet" sein soll,
also handeln ohne zu begehren, quasi selbstlos handeln. Jeder erntet die Früchte seiner Taten, ausser wenn er handelt ohne etwas zu erwarten.
So hab ich das mal gelesen.

JPF
10.08.2005, 13:30
Allgemein kann man ja sagen, daß kein Religionskrieg nur wegen der Religion geführt wurde. Da waren immer Machtinteressen dahinter.

Und auch der Buddhismus ist nicht frei von solchen Geschehen. In China gab es oft Konflikte zwischen Buddhisten und Taoisten, in Thailand zwischen Hinduisten und Buddhisten und in Sri Lanka war der Bürgerkrieg mit den Tamilien mit ein Konflikt zwischen der buddhist. Mehrheit und der hinduist. Minderheit.

DATA
20.08.2005, 20:02
Nützliche Literatur zum Thema:

Damien Keown - Der Buddhismus : Eine kurze Einführung

Daisetz T. Suzuki - Die große Befreiung (Werk über Zen-Buddhismus)

Taisen Deshimaru Roshi - Za-Zen, die Praxis des Zen

Kodo Sawaki - Zen ist die größte Lüge aller Zeiten


positive Bewertung: Gute Idee auf weiterführende Literatur zu verweisen ! JPF as Mod support


[edit2]
Weiteres:

Hans W. Schumann - Buddhismus

Taisen Deshimaru Roshi - Die Stimme des Tales

Ricky [rl]
24.08.2005, 19:17
Weil eine solche auf Individualität und Verinnerlichung ausgerichtete "Religion", in ihrem Wesen zutiefst asozial ist. Die Erleuchtung erlangt jeder nur durch eigenes auf sich selbst bezogenes Tun und nicht durch gute Werke oder Barmherzigkeit gegenüber dem Nächsten. Es besteht auch gar keine Veranlassung an der bestehenden gesellschaftlichen realität etwas zu ändern, denn das Ziel der "Religion" besteht nicht in der Schaffung einer besseren Welt oder dem Erreichen eines besseren Jenseits sondern in dem Nicht-Sein.
Insofern mag diese Religion/Philosophie für den Einzelnen nützlich, für die Gesellschaft aber eher schädlich sein.

Ohne ein Buddhist zu sein, ich tendiere eher zum Individualismus. Natürlich ist es für die Gesellschaft nützlicher, wenn die Menschen an Werte wie Bescheidenheit, Nächstenliebe, Opferbereitschaft, Großzügigkeit, etc. glauben. Es mögen ja auch gute Werte sein - so lange sie ehrlich gelebt werden.

Und da geht's auch schon los mit dem Eigennutz... Wie viele gute Taten wurden begangen, um sich einen Platz im Himmel zu sichern oder um vor Anderen als guter Mensch dazustehen!? Wie viele Spenden an Bedürftige wurden gegeben, um sie von der Steuer abzusetzen oder um als möglichst großzügig (und oft auch besser als Andere) zu gelten (letzteres oft bei Prominenten oder Staaten)!? Oder auch nur um sich selbst sagen zu können, was man doch für ein guter Mensch ist.

Viele Menschen neigen dazu, sich selbst etwas vorzumachen, wollen vor sich selbst und Anderen (in welcher Form auch immer) "glänzen". Und gerade das macht sie manipulierbar und nützlich für die "Gesellschaft". Im Grunde oft nur wirklich für die, die die Spielregeln durchschaut haben und davon profitieren.

Individualismus finde ich nicht verkehrt, so lange er nicht zum Schaden Anderer gelebt wird. Es ist schließlich mein Leben. Warum sollte ich es nicht für mich nutzen, um mich weiterzuentwickeln, um Erfahrungen zu machen, um Spaß zu haben,...!? Warum ist es "böse", wenn man etwas für sich selbst tut? Individualismus bedeutet für mich nicht um jeden Preis gegen den Strom zu schwimmen, sondern schlicht und einfach, selbst abzuwägen und zu entscheiden was für mich gut und was für mich schlecht ist. Bisher hab ich damit überwiegend gute Erfahrungen gemacht. Und auch ein Individualist ist durchaus in der Lage etwas für Andere zu tun. Allerdings wird er sich wohl nicht so leicht ausnutzen/manipulieren lassen... :wink:

Bacus
30.09.2005, 17:29
Buddha, eigentlich Siddharta Gautama, gilt als der Begünder des Buddhismus. Seine Philosophie geht davon aus, Begierden und Leidenschaften zu überwinden. Als Weg dorthin wird der "achtgliedrige Pfad" gelehrt - eine Aufzählung allgemeiner moralisch-religiöser Gebote, die in der Predigt von Benares zusammengefasst worden sind. Nach diesem Pfad folgt die Darlegung der 'vier edlen Wahrheiten'.

Dies ist ferner ihr Mönche, die edle Wahrheit vom Leiden. Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Tod ist Leiden, mit Unliebem vereint zu sein ist Leiden, von Liebem getrennt zu sein ist Leiden, wenn man etwas wünscht und es nicht erlangt, auch das ist Leiden, kurz die fünf Gruppen (Körperlichkeit, Empfindung, Bewusstsein, Gestaltungen, Erkennen) des Ergreifens sind Leiden. [...]

Dieser Weg wird als der mttlere Pfad bezeichnet, da er sowohl das Asketentum als auch das rücksichtslose Ausleben weltlicher Wünsche ablehnt. Buddha wandte sich mit dieser Lehre an alle Menschen ohne das Ansehen ihrer Kaste. Eine revolutionäre Ansicht in einem Land, das ganz vom gottgewollten Kastenwesen ausging.

Ich habe mal ein Märchen aus der Dschatakasammlung gelesen (Inhalt: ca. 500 Märchen).
Diese wurden nach einem bestimmten Muster gestaltet: Buddha erzählt selbst eine Rahmenhandlung, die in der Gegenwart spielt. Ein Mönch oder Laienbruder hat ihren Sinn nicht richtig verstanden und deshalb versucht Buddha durch die eigentliche Geschichte auf bestimmte Verhaltensmaximen aufmerksam zu machen.