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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Helfer in der Not (oder nicht?)


Master Jinnai
24.03.2004, 12:47
Hmmm... ich hab den Thread hier geöffnet um Mal zu Fragen wies mit dem Thema Hilfsbereitschaft steht...
Gestern bin ich mit meinem geschätzten Großvater in der Nähe von Augsburg auf einer Landstraße gefahren...wir reden so über etwaiges Glatteis und über Unfälle(was für eine Ironie), als plötzlich vor uns, in ca. 300 Meter Entfernung ein turkiser VW Polo ausbricht, und zuerst rechts in den Acker fährt, dann wird das Lenkrad herumgerissen und das Auto rast über die Gegenfahrbahn in einen zweiten Acker und überschlägt sich, bleibt aber anschliessend auf der Seite liegen.
Sofort bleiben auf der Gegenfahrbahn 3-4 Autos stehen und die Fahrer steigen aus.... als wir an der Unfallstelle eintreffen laufen schon 2 Männer zu dem Auto. Mein geschätzter Großvater fährt aber nach anfänglichem Zögern weiter und verständigt die Polizei.
Nun meine Frage, hättet ihr angehalten und geholfen....
Ich muss dazusagen dass ich jemanden kenne, der mit seiner vorschnellen Hilfe beinahe jemanden getötet hätte..
Und zwar fiel ein Kind vom Fahrrad auf die Bordsteinkante und erlitt Verletzungen an der Wirbelsäule...unser übereifriger Helfer hat ihn aufgehoben und in sein Auto gesetzt, und ist mit ihm ins Krankenhaus gefahren, die Folge davon war, dass sich die Wirbelsäule irgendwie nachhaltig schädigte, und das Kind beinahe gestorben wäre...

Kikkoman
24.03.2004, 12:54
Hmm...schwierige Frage...
Ich denke, das kommt auf den Kontext an...wenn
schon ein Dutzend Leute rumsteht und erste Hilfe
leistet, ist man selbst wohl eher hinderlich als nützlich...
Aber falls den unfall niemand sieht, würde ich sicher helfen;
Könnte das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren wenn
wegen mir jemand sterben würde;

JPF
24.03.2004, 13:40
Da hier schon Hilfe vor Ort war, hätte ich ähnlich gehandelt. Hätte vielleicht noch den Helfern Bescheid gesagt, daß ich den Notarzt verständige. Meine Fähigkeiten in erster Hilfe waren nie besonders gut. Wenn ich als Erster bei einem Unfall hinzukomme, würde ich natürlich stehen bleiben und so gut ich kann Hilfe leisten.

Ich neige halt dazu eher zu handeln, als nichts zu tun.
Sei es nun, wenn ein Teenager einen kleinen Jungen verkloppt oder wenn eine ältere Dame auf der Treppe stürzt.

Shingetsu
24.03.2004, 13:45
Es kommt auf die Situation an.
In einem einsamen Waldstück würde ich sicher nicht anhalten, denn der Trick daß man einen Unfall vortäuscht und gutgläubige Helfer ausraubt ist uralt. Das gab es schon im Altertum.
Ich würde weiterfahren und mit Handy die Polizei rufen, oder halt beim nächsten Notruf.
Mitten am Tag auf einer gut befahrenen Straße würd ich aber aussteigen und helfen, denn da wird mich wohl kaum einer überfallen wenn dauernd andere Autos vorbeifahren.

Briareos
24.03.2004, 18:05
Generell würde ich sagen, daß du, solange du keine reele Bedrohung für deine eigene Gesundheit befürchten mußt (siehe Shingetsus Post, gilt aber auch für brennende Tanklaster u.ä.), anhalten und dir ein Bild der Lage machen solltest. Wenn klar ist, daß schon fachmännische Hilfe da ist, kannst du weiterfahren, um keine Behinderung darzustellen. Aber es kann ja auch sein, daß die Helfer noch einen zweiten Verbandkasten brauchen, oder jemanden, der ein Warndreieck aufstellt, oder wer weiß was sonst. Daß dein Opa die Polizei gerufen hat, war auf jeden Fall gut. Was die Sache mit dem Radfahrer und der Wirbelsäule angeht, war es natürlich ein unglücklicher Fall und der Helfer hat eindeutig überreagiert (bei Rad und Motorradstürzen lehrt die Erste Hilfe, mit Wirbelsäulenverletzungen zu rechnen). Den Jungen mit seinem Rad einfach liegenzulassen wäre aber genauso falsch gewesen. Richtig wäre gewesen, den Krankenwagen zu verständigen und den Jungen gegebenenfalls zu beruhigen, damit er möglichst keinen Schock bekommt und/oder sich nicht selbst noch weiter verletzt.

SweetMel
24.03.2004, 18:18
Selbst wenn noch ein paar Autos dastehen würden, würd ich anhalten und fragen, ob ich helfen kann. Als meine Cousine einen schweren Unfall hatte, hielten erst mal Menschen an, die tatsächlich kein Handy dabei hatten.
Allerdings würde ich mich dann nicht ewig da rumdrücken. Wenn da sechs Autos um jemanden rumstehen und so etwa 10 wildfremde Menschen, kann es dem mehr oder weniger Verletzen zu viel werden und er gerät in Panik.
Ob ich anhalten würde, wenn ein Auto vor mir im Graben landet, ist wohl ne blöde Frage. Wer hält da nicht an. Und je nachdem, was passiert ist, wäre es wirklich dumm, die Leute irgendwie zu bewegen wenn sie auf dem Bürgersteig liegen. Auf jeden Fall sollte man die Decke aus dem Erste-Hilfe Kasten holen, um den Verletzten vor Wind und Wetter zu schützen.

Seraphiel
24.03.2004, 19:02
Ob ich anhalten würde, wenn ein Auto vor mir im Graben landet, ist wohl ne blöde Frage. Wer hält da nicht an.
Also ich glaub, da gibt es immer Leute, die einfach weiterfahren würden... Was weiß ich warum, weil sie's eilig haben, Unannehmlichkleiten fürchten, Panik haben, blabla, da gibts bestimmt einige Gründe. Aber ich denke, wenn man schon zu feige ist/bzw. man sich nicht zutraut helfen zu können, kann man immer noch Polizei und Kraken wage anrufen- Handy hat heutzutage schließlich so gut wie jeder dabei.
Aber für mich persönlich kann ich sagen, dass ich höchstwahrscheinlich genauso reagieren würde, wie ihr hier schon beschrieben habt. Aber auch wenn schon Leute da sind, erst mal hingehen und fragen, ob man noch etwas tun kann, wenn nicht, weiterfahren und hoffen, dass alles gut ausgegangen ist...

Unbekannter Verfasser
24.03.2004, 19:29
Insofern die Situation eindeutig ist, muß ich helfen, alles andere wäre strafbar.
Weil was wäre wenn, ich da liegen würde und alle würden vorbeifahren, ne, ne,... Erste Hilfe ist schon wichtig.
Ich würde immer helfen.

@JPF
Wie wäre es mit einem Auffrischungskurs in Erster Hilfe, wo?
Caritas, Malteser DRK etc :wink: :D

Inkobus
24.03.2004, 20:48
Kommt drauf an:

Entweder nicht im Wegs tehen oder, wenn man das sowieso nicht kann, dann Hilfe holen und zwar schnell!

Mehr kann man meist nicht tun. Oftmals macht man sonst alles noch schlimmer.

tweee
24.03.2004, 21:12
Zu dem Thema kenn ich eine traurige Geschichte:

irgendwo bei uns in der Nähe ist mal auf der Autobahn n Unfall passiert! Ein Mann wollte helfen und hat angehalten. Ich weiß nicht ganz genau wie es dann weiter ging, jedenfalls ist der Mann von nem Laster überfahren worden! :angsthas:

Ich würde natürlich trotzdem helfen falls ich Zeuge eines Unfalls wäre, aber man darf sich dabei auch nicht selber gefährden!!!!!!!

Slayer
24.03.2004, 23:03
Kommt auf die Situation an. Versuchen zu Helfen würde ich in jedem Fall, jedoch entscheidet die Situation, wie ich helfe. Ob es nun ein Anruf bei der Feuerwehr, Polizei etc. ist oder das ich selber Hand anlegen...das kann man wohl nicht so pauschal beantworten, dazu muss es erst soweit kommen (Was hoffentlich nicht der Fall ist. Wer will schon nen andeen Menschen leiden sehen nur um sich selber und anderen was zu beweißen :? )

Messiah_of_Death
25.03.2004, 00:36
wenn jemand schnell sterben will http://animania.de/forum/images/smiles/icon_lol.gif

ich bin wohl net zum retten "gemacht"

1 Ziviler Sani und 1 Sani-Ausbilder beim Bund nach erste Hilfe: (85% Wortgetreu)

"Prima, sie haben die Gummipuppe umgebracht" ...

zum Thema stabile Seitenlage: "Schnell und effizient getötet"

?! dabei hab ich nru gemacht was er gesagt hat :roll:

Gold
25.03.2004, 07:08
Man kann bei Unfällen jedenfalls immer beim Notruf anrufen und Hilfe verständigen. In einem dunkelen Wald könnte man ja am Rand anhalten, das Auto verriegeln und dann den Notruf holen. Denkt immer daran das ihr selbst auch in so eine Situation geratten könnt und es wäre doch scheisse wenn euch keiner hilft.

Chrisha
25.03.2004, 12:07
Die Art meiner Hilfe kommt auf die Situation an, aber ich denke ich würde auf jedenfall versuchen zu helfen.

Wenn vor mir ein Auto irgendwie von der Straße abkommen würde, oder schon abgekommen wär, würd ich auf jeden Fall austeigen und fragen ob ich helfen kann, bzw. Notarzt rufen.

Nachts würde ich wahrscheinlich aber vorsichtiger sein. Den Notarzt rufen, aber nicht aussteigen, weil mir das persönlich zu gefährlich wäre.

Wenn bei der Unfallstelle schon viele Menschen sind und mir keiner ein Zeichen gibt, dass ich anhalten soll, würd ich wahrscheinlich weiter fahren.

Ob ich versuchen würde erste Hilfe zu leisten weiß ich ehrlich gesagt nicht. Wenn man es unterlässt wird man angezeigt wegen unterlassener Hilfestellung und ich denke, ich würd es auch versuchen wenn niemand anderes da ist, aber ansonsten lass ich allen anderen den Vortritt ^^;. Der erste Hilfe Kurs ist viel zu lang her und da war ich nie besonders gut drin und am Ende mach ich es noch schlimmer als es eh schon ist >_<

SweetMel
25.03.2004, 14:21
Der erste Hilfe Kurs ist viel zu lang her und da war ich nie besonders gut drin und am Ende mach ich es noch schlimmer als es eh schon ist >_<

Geht mir auch so. Wir können ja mal wieder einen Kurs machen ^^

Ich denke eh, dass man alle zwei Jahre mal auffrischen sollte. Sonst könnte es andere das Leben kosten.

JPF
25.03.2004, 15:10
Wie wäre es mit einem Auffrischungskurs in Erster Hilfe, wo?
Caritas, Malteser DRK etc :wink: :D

Aus meinem Erste-Hilfe-Kurs weiß ich nur leider zugut, wie wirkungsvoll meine Hilfe wäre... :smirk:

Briareos
25.03.2004, 16:54
Der erste Hilfe Kurs ist viel zu lang her und da war ich nie besonders gut drin und am Ende mach ich es noch schlimmer als es eh schon ist >_<

Was kann schlimmer sein, als den anderen Menschen einfach liegen und - schlimmstenfalls - sterben zu lassen? Wenn schon andere da sind, die helfen, sollt ihr ja auch nicht nach vorne stürmen und versuchen, eine Herz-Lungen-Massage hinzubekommen. Aber wenn ihr nun mal die ersten am Unfallort seid, kann es auch sein, daß es sich nicht vermeiden läßt. Und wenn ihr wirklich meint, keine Ahnung zu haben, was ihr tut und Angst habt, alles noch schlimmer zu machen, dann könnt ihr immer noch versuchen, mit dem anderen Menschen zu reden, ihm eine Decke oder sonst was zu bringen, was er braucht, oder ihm im ungünstigsten Fall versuchen klarzumachen, daß ihr nichts von erste Hilfe versteht, aber wenigstens bei ihm seid.
Also - tut mir leid aber "Angst, etwas falsch zu machen" halte ich für eine inakzeptable Ausrede. Und überlegt mal - selbst wenn ihr tatsächlich irgendwann einmal neben einem Verletzten sitzen solltet, ohne etwas tun zu können (sowas kann man sich kaum vorstellen, ich weiß), werdet ihr hinterher immer noch zufriedener sein mit dem Gedanken, es wenigstens versucht zu haben, als mit dem, voller Angst weitergefahren zu sein. Vielleicht meint es das Schicksal ja böse mit euch, und ihr kommt später nochmal in die Situation. Aus Erfahrung lernt man. Also drückt euch nicht. :wink:

Chrisha
26.03.2004, 07:58
@Briareos: ich hatte ja auch geschrieben, dass ich es versuchen würde, wenn niemand anderes da ist! Natürlich würd ich mich nicht daneben stellen und dem Mensch beim krepieren zu schaun. Das ist für mich eigentlich klar! :wink: Was ich in meinem Post meinte, wenn noch andere Leute dabei sind, würde ich denen auf jeden Fall den Vortritt lassen.

Wir können ja mal wieder einen Kurs machen ^^

@Sweety: *g* ob wir das zeitlich hinbekommen?! ^^

Master Jinnai
26.03.2004, 11:33
@JPF & Shingetsu
Ihr kennt euch doch aus, ab wann is denn das Vorbeifahren.. unterlassene Hilfeleistung...gibts da irgendeine Grenze???

JPF
26.03.2004, 12:19
@JPF & Shingetsu
Ihr kennt euch doch aus, ab wann is denn das Vorbeifahren.. unterlassene Hilfeleistung...gibts da irgendeine Grenze???

AFAIK ist es immer unterlassene Hilfeleistung, wenn nicht schon Hilfe da ist.
Du bist verpflichtet zu helfen bzw. Hilfe zu holen, solange Du Dich dabei selbst nicht in Gefahr bringst (z.B. als Frau nachts im Wald anhalten).

HotaruYagami
26.03.2004, 12:55
Über dasselbe Thema haben wir letztens in Religion geredet...also ich finde es auch sehr schwer, beim ersten Post jetzt hätte ich vielleicht angehalten und gefragt ob schon jemand die Polizei gerufen hat und ob man mich braucht sonst wäre ich auch Hilfe holen gegangen...

Bei dem Beispiel mit dem Mädchen...naja, er hat es ja gut gemeint, das ist halt immer die Gefahr, wenn die Leute nicht wissen, was sie am Besten tun sollen...

Naja, alles in allem finde ich, es kommt drauf an, also in einem einsamen Wald, nachts, würde ich nicht anhalten, sondern weiterfahren und Hilfe holen, eben wegen diesen Fällen, bei denen Leute dann überfallen wurden...aber sonst würde ich schon gucken, dass ich helfen kann.

Maruku-San
07.04.2004, 22:58
Erst letztens habe ich mitbekommen wie ein Oberschüler einen 5. Klässler zusammengeschlagen hat. Ich habs erst gemerkt, als der Kleine bereits Blut gespuckt hat. Bin da natürlich gleich dazwischen..zwar war der Typ unüberwindbar, aber zusammen mit meinen Kumpels haben wir den da weggerissen.

Haben natürlich gleich den Notarzt verständigt, die Eltern angerufen und des weiteren die Polizei eingeleitet.


Viele Menschen denken nur an sich und laufen vorbei, wenn etwas passiert. Wegen unterlassenener Hilfeleistung kann man da aber auch ganz schön ins Fettnäpchen treten.

Ich finde Sozialcourage und Hilfsbereitschaft müssen in der Welt viel mehr vorhanden sein.

Zwar sagt jeder ''Ich würde helfen'' aber wirklich tun machen das vielleicht nur 1/3 oder so. Aber ist klar..wenn man meint nicht gut helfen zu können oder selbst zu Schaden kommen zu können. Aber in irgendeiner Weise kann man imemr helfen.

morbus
12.07.2004, 01:04
Denke auch,dass man dazu verpflichtet ist Hilfe zu leisten(zumindest die 112 kennt jeder und ein Telefon bedienen schafft man dann auch noch).
Ok,manche Ersthelfer sollten dann auch nur ein Telefon bedienen.Oft genug sah ich schon bei Übernahme von Patienten,dass schwer rückgängig machbare Fehler durch selbsternannte Sanitäter verübt wurden("Wie jetzt?Da muss der Luftröhrenschnitt eigentlich sein?").
Gerade die selbsternannten Sanitäter(dann doch nur schaulustige Idioten)sind das letzte was man in solchen Situationen um sich haben will.Nur die machen einem erst richtig Arbeit.

Callista
12.07.2004, 09:02
Ich persönlich denke schon, dass ich helfen würde, vorallem weil ich am eigenen Leib erfahren habe, dass es tatsächlich Leute gibt die einen nur doof anglotzen oder gar einen ignorieren, obwohl man dringendst Hilfe bräuchte...
Ich bin mal im Zug ausgerutscht und habe es geschafft mir dabei den Knöchel zu brechen :peinlich: und als ich nun flennend versucht habe nicht ohnmächtig zu werden und einen gefragt habe, ob er nicht Hilfe holen kann, hat der reizende Mensch seine Sachen gepackt und hat sich ein paar Reihen weiter hinten hingesetzt und sich dann lieber mit seiner Zeitung beschäftigt als mir zu helfen... das Ende der Geschichte, kein Schwein hat mir geholfen und ich musste mir selber helfen...

Am allerschlimmsten finde ich aber die Gaffer auf den Autobahnen, wenn ich sehe, dass ich nicht helfen muss, da schon Hilfe da ist, oder ich mir das nicht zutraue, sollte man weiterfahren und nicht auch noch die Leute behindern ihre Arbeit zu tun...

Master Jinnai
12.07.2004, 11:44
Oh mein Gott...der Kerl hat dir echt nicht geholfen...was`n Arsch so wie der Gernot......(steht grad neben mir) *Aua* Nicht hauen oder mit Sachen schmeissen..das tut weh....

madobe
12.07.2004, 12:56
wenn ich mich recht erinnere haben wir in der fahrschule gelernt das man auf jeden fall helfen soll, auch wenn die gefahr einer weiteren verletzung beim opfer besteht. das ist bessser als nichts tun...oder?

Faye10
13.07.2004, 10:01
Also das mit dem helfen is ja schön und gut aber das kann auch nach hinten losgehen. Wie zum Beispiel mein Vater, der wollte gerade nach Hause, als er auf der Strasse einen Mann liegen sieht. Natürlich hat mein Vater ihn gepackt und zum Fußgängerweg geschleppt, nur leider hat er dabei ausversehen das auto eines anderen etwas beschädigt. Der Besitzer des Autos hatte das beobachtet und zeigte meinen Vater an, wegen Sachbeschädigung.
Ich helfe auch wenn jemand in Not is, aber wenn dann sowas kommt, hat man doch ganz schön die Schnauze voll, oder?

madobe
13.07.2004, 10:03
ich find ehrlich gesagt wichtiger nem mann zu helfen als darauf aufzupassen das ein auto nicht kaputt geht oder?

Sephiroth's Angel
13.07.2004, 11:29
wenn ich mich recht erinnere haben wir in der fahrschule gelernt das man auf jeden fall helfen soll, auch wenn die gefahr einer weiteren verletzung beim opfer besteht. das ist bessser als nichts tun...oder?

Na ja, so einfach finde ich das nicht.
Z.B. bei einem verletzen Motorradfahrer.
Nimmt man ihm den Helm falsch ab, verdreht sich mal eben hier und dan ein Wirbel.. und boom! Auf eiwig gelähmt, nur weil der Helfer im Erste Hilfe-Kurs nicht gelernt hat, wie man nem Verletzten den Helm richtig abnimmt. Ob ich das dann ohne Zögern sofort wagen würde, glaube ich nicht. http://smilies.jeeptalk.org/kao/msroom/m-u-n.gif

~-=\AoR/=-~
13.07.2004, 12:06
Im Grunde beantwortet sich die Frage von selbst. Was man in einer solchen Situation ist, hängt ganz davon ab, was man selbst von anderen erwartet, wenn man selber einmal Hilfe braucht. Ich krieg bestimmt auch nicht mehr alles zusammen, was mir damals beigebracht wurde, aber sein möglichstes versuchen sollte schon jeder.

Nun das große Aber: Jeder hat schon einmal davon gelesen, dass solche Unfalle auch zum Zwecke eines Überfalls simuliert werden. Und diesen Gedanken hat ja dann wohl jeder zumindest im Hinterkopf, wenn er irgendwo im Nirgendwo auf einen gestürzten Motorradfahrer oder ein Auto im Straßengraben trifft.

Master Jinnai
13.07.2004, 13:04
Stimmt......apropos mir fällt da was ein....ich hab früher mal in der Vorstadt von Augsburg gewohnt.....soweit so gut:da war ich so 10
Auf jeden Fall bin ich da mal über einen Zaun geklettert und bin irgendwie mit dem Bein in der Lücke zwischen den Zaunlatten hängengeblieben :shock: .
Dort hing ich dann kopfunter direkt an einer Hauptstrasse wo 20 Autos in der Minute fahren....Ich weiss nur noch dass ich da verdammt lang hing ca. 10 Minuten während mich die Autofahrer blöd angeschaut haben....
Dann wurde mir langsam schwindlig....und irgendwann kam dann ein Pärchen aus ULM :shock: 80 Kilometer von Augsburg weg und hat mich da runtergeholt....ich fand das nicht so lustig wie sich das jetzt liest....

Callista
13.07.2004, 15:36
....ich fand das nicht so lustig wie sich das jetzt liest....
Ist auch nicht lustig, eher traurig, dass keiner schon früher angehalten und geholfen hat...

Sephiroth's Angel
13.07.2004, 17:21
Nun das große Aber: Jeder hat schon einmal davon gelesen, dass solche Unfalle auch zum Zwecke eines Überfalls simuliert werden. Und diesen Gedanken hat ja dann wohl jeder zumindest im Hinterkopf, wenn er irgendwo im Nirgendwo auf einen gestürzten Motorradfahrer oder ein Auto im Straßengraben trifft.

Ehm.. nö, ich nicht. :peinlich:
Wundert mich eigentlich, wo ich doch sonst auch immer erst 3 Augenbrauen hochziehe. Hn.. strange. http://instagiber.net/smiliesdotcom/cwm/cwm/disgust.gif
Aber jetzt, wo du's sagst, stimmt. Ich werd's im Hinterkopf behalten. Obwohl da hier in unserem kleinem Dörfle eh keiner abziehen würde. :shrug:

morbus
13.07.2004, 17:45
Nun das große Aber: Jeder hat schon einmal davon gelesen, dass solche Unfalle auch zum Zwecke eines Überfalls simuliert werden. Und diesen Gedanken hat ja dann wohl jeder zumindest im Hinterkopf, wenn er irgendwo im Nirgendwo auf einen gestürzten Motorradfahrer oder ein Auto im Straßengraben trifft.
Bin wohl dann zu gutgläubig dafür,um über solches nachzudenken.Hoffe auch nicht,dass jeder sofort daran denkt.

Master Jinnai
19.07.2004, 11:55
Da wir ja grsd schon so in dieser Ecke mit Helfen und so sin..öhömmm
Bremst ihr für Tiere?????
Unser netter Zugfahrer fährt so ziemlich alles über den Haufen....vom Hasen über KAtzen bis zum Reh....und zwar mit voll Speed....letztes Jahr hat er auch mal einen 18-jährigen überfahren....der war dann TOT

Rufus
19.07.2004, 13:33
Wenn es darauf ankommt, Leuten zu helfen, die mir persönlich bekannt und auch vertraut sind, zögere ich natürlich nicht.
Aber ich gestehe gerne ein, dass es bei Fremden da schon etwas anders aussieht. Wie schon gesagt wurde, ist auch mir das Risiko etwas zu hoch. Man weiß schließlich nie, ob das lediglich eine schaupspielerische Darbietung sein könnte, die rein zum Überfallen gutmütiger Helfer dient.