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Von Video Games verdorben - Was wäre wenn...
Ja, wir alle kennen das. Altersbegrenzungen machen es den jüngeren unter uns schwer an die begehrtetsten Shooter und Prügelgames zu kommen, bei den Volljährigen hingegen sorgen die Indizierungen durch die BpjM (Bundesprüfstelle für jugendgefährende Medien) für anhaltende Fluchtiraden. Auf die Frage nach dem warum kommt von Zensoren und Politikern immer das Gleiche Argument: Videospiele verderben den Charackter und regen zur Gewalt an.
Nun, wenn dem so ist: Laßt uns also einmal in diesem Thread fiktiv nachspielen wie es wirklich wäre wenn man Vorgehensweisen aus Videogames wirklich stets so treubrav und Eins zu Eins ins Alltagsleben übernehmen würde. :mrgreen:
Ich mach dann mal den Anfang...
München - Am Samstagabend trug ein Türsteher einer Diskothek schwerwiegende Halswirbelverletzungen nach einer ungewöhnlichen Attacke davon. Nachdem er einen Gast aufgrund seiner unpassenden Bekleidung (rote Latzhose) der Lokalität verwiesen hatte, griff ihn dieser unvermittelt an. Mit einem gewaltigen Sprung hüpfte er dem überrumpelten Türsteher auf den Kopf und wiederholte dies mehrmalig, selbst nachdem der Angegriffene schon zu Boden gegangen war. Der Sicherheitsmann überlebte nur, weil die einsetztende Wirkung eines giftigen Fliegenpilzes den Angreifer durch starke Magenschmerzen von weiteren Sprüngen abhielt. Der offenbar Verwirrte gab gegenüber den Ärzten später an, er habe das am Straßenrand gefundene, toxische Gewächs vor seiner Attacke verzehrt um "größer zu werden und mehr Kraft für das Besiegen des Endgegners zur Verfügung zu haben. ...
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Asmodeus
19.12.2005, 10:10
Stuttgart:
Gestern kam es in Stuttgart zu einem verherenden Verkehrsunfall als ein vermutlich geistig verwirrter Mann bei der Flucht vor der Polizei frontal ins Porschewerk hinein fuhr.
Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass der Mann zuerst einen Autofahrer aus seinem Wagen gezerrt, verprügelt und danach mit seinem Wagen geflüchtet sei.
Später überfuhr er noch eine Prostituierte welche er vorher am Strassenstrich aufgegabelt hatte.
Als der Mann auch noch versuchte laut "GOURRANGA" schreiend einige buddhistische Mönche zu überfahren, wurde die Polizei auf ihn aufmerksam.
Im Kofferraum des verunfallten Wagens fand die Polizei zahllose Waffen.
Berlin:
In der Hauptstadt ereignete sich gestern ein höchst setsames Ereignis, welches anfangs noch nach einen ganz normalen Selbstmörder aussah.
Die Person, dessen Name der Polizei zur Zeit noch unbekannt ist, fand sich gestern auf einem Hochhaus mit einem weißen Piyama und lilanen Plastikflügeln ein. Sofort versammelten sich die Leuute unter dem Haus, um den vermeindlichen Selbstmörder von seiner Tat abzuhalten. Unter lautem Geschrei, die Anwohner berichteten etwas vom "Holy Judgement", bewarf er dann die Menge mit Lametta. Er befindet sich nun in U-Haft.
Der angebliche Selbstmörder sagte aus, dass er der Lord von Kirche sei und die neue Ära der Halbelfen ausrufen werde. Danach verweigerte er "dem Gewürm" weitere Aussagen.
Kommisar Kugelblitz zur Morgenpost:"Schon die ganze Nacht lang turnte er durch seine Zelle und murmelte irgendwelchen Kauderwelsch. Als man ihn darauf ansprach, befahl er uns, das Siegel abzustellen, damit er sich teleportieren könne.!
Hamburg:
In der Nacht zu Montag wurde die Polizei von Anwohnern der Parkstraße zu Hilfe gerufen, die aus Angst um die Unversehrtheit ihrer Autos die Beamten alarmiert hatten. Wie sich herausstellte, warfen Kinder aus dem angrenzenden Hochhaus zusammengesetzte Duplosteine aus dem Fenster auf die Straße, an der diverse PKW geparkt waren. Durch den Steinschlag wurde niemand verletzt, allerdings erlitt eine zufällig vorbeikommende Joggerin einen Schock, als nach Vollendung einer Mauer von 4 Duplosteinen Höhe eine Rakete ausgelöst wurde, die kreischend in den Himmel aufstieg.
Die Eltern der nächtlichen Unruhestifter wurden ermahnt, künftig sämtliche Bausteine aus der Reichweite ihrer Kinder fernzuhalten.
Edit: Terroristische Hintergründe konnten ausgeschlossen werden.
chreis sensei
19.12.2005, 20:11
Letzten Freitag oder vielleicht morgen:
Ein Irrer mit einer Brechstange läuft durch den Supermarkt und zerschlägt wahllos Kisten. Die Angestellten, die ihn bitten dies zu unterlassen, versucht er zu "Benutzen". Nach zahlreichen missglückten Versuchen fragt er, ob sie "Medi-Paks" im Angebot haben. Beim Versuch den Manager im Anzug zu erschlagen, wird er dann schließlich rausgeschmissen und erhält Hausverbot.
Als er merkt, dass das neue Level nicht laden will, verzweifelt er bei dem Versuch die Konsole zu öffnen. Da ihm langweilig wird, beginnt er weitere Unschuldige anzugreifen und bewirft sie mit Käfern.
Soest:
In der idyllischen Kleinstadt ereignete sich gestern etwas recht außergewöhnliches. Eine Gruppe von 4 Jugendlichen versammelte sich auf dem Weihnachtsmarkt und verursachte eine große Unruhe unter den Leuten, als sie mehrere Glühweinstände nach Terroristen absuchten und dabei 2 der Bücherstände abbrannten. Augenzeugen berichteten, die Jungen wären schreiend an ihnen vorbeigelaufen und hätten unverständliche Sätze geschriehn. Ein Passant musste schwer verletzt ins Krankenhaus eingelieferten worden, nachdem ihn die Jugendlichen brutal zusammen geschlagen hatten. Nach eigenen Aussagen sei er "Ein gemeiner Cheater". Am Ende ihrer Verwüstungen schoss einer der Jungen seinem Freund in den Kopf. Woher die Waffe stammte ist noch unbekannt. Bei der Polizei zeigte er keine Reuhe für seine Tat. Er wiederholte mehrfach, was für ein "perfekter Header" der Mord an seinem Freund gewesen sei. Schon in einer Woche wird allen 3 Jugendlichen wegen schweren Körperverletzungen und Mord der Prozess gemacht.
Der Tag war alles andere als nach Plan verlaufen. Erst hatte ich mich der strapaziösen Bahnreise in eine ferne Stadt aussetzen müssen, dann kam der Geschäftsabschluß mit den Verhandlungspartnern nicht wirklich zustande. Kein Wunder, hatte ich diese halbseidenen Schmeißfliegen doch bereits von Anfang an in Verdacht Handlanger des Shadowlawsyndicats zu sein. Zügig brachte ich die aussichtslose Angelegenheit zu einem Ende, wohlwissend dass diese Verbrecher mir wortlos den Krieg erklärt hatten. Ein Taxi brachte mich zum Hotel und als das große Gebäude in der Innenstadt schließlich in Sichtweite kam, vermeinte ich mich schon fast vor dem Zugriff der Unterweltorganisation in Sicherheit. Wie hätte ich ahnen sollen, was mir an diesem Abend noch bevorstehen würde.
Kaum dem Taxi entstiegen trat unerwartet ein Mann vor die Tür des Hotels. Er trug eine rote Uniform und eine gleichfarbige Schirmmütze. Hinter seinem Grinsen offenbahrte sich mir seine tiefsitzende Bosheit. Kein Zweifel: General M. Bison mußte es höchstselbst sein. Er hatte sich eigenst aufgemacht, um meinem Widerstand gegen Shadowlaw ein Ende zu setzen. Die Stunde des Showdowns war gekommen. Würde ich stark genug sein um der Gerechtigkeit zu ihrem Recht zu verhelfen? - "Bitte treten sie ein." warf er mir mit seinem wiederlichen Grinsen entgegen und hielt mir scheinheilig die Tür des Hoteleinganges auf. Zweifelsohne eine Falle, wie ich jedoch geistesgegenwärtig erkannte. "Niemals!", rief ich entrüstet aus, "Eher finde ich den Tod im Kampf als in die Dienste von Shadowlaw einzutreten!" Meine energische Entschlossenheit schien selbst den Unterweltboss zu verblüffen, zumindest deutete sein verdattertes Gesicht darauf hin, was mir zur Genugtuung gereichte.
"Stell Dich zum Kampf, Du Schlächter!" Ich fühlte mich stark, ich fühlte mich der Aufgabe gewachsen. Ich würde die Schreckensherrschaft Bisons beenden! Doch es schien nicht mein bester Tag zu sein. Es gelang mir einfach nicht, genug Energie für einen Hadoken zu sammeln und auch der multiple Drehkick wollte sein Ziel nicht recht finden. Doch trotz dieser Ungereimtheiten blieb meine Kampftechnik schließlich überlegen. Ein Sho Ryu Ken-Uppercut an das Kinn des Gegners streckte diesen mit einem Streich nieder und kostete ihn einige Zähne. Meine Euphorie kannte keine Grenzen. Der mächtige M. Bison lag vor mir im Staub, winselnd und um Verschonung flehend.
Doch noch während ich, im Taumel des wohlverdienten Triumphes, meine Siegespose einnahm, tauchte bereits die nächste Prüfung für mein Können auf. Dieses Mal in Gestalt eines blaulichtbeleuchteten Gefährts, dem eilig zwei durchtrainiert wirkende Gestalten entstiegen. Der eine war komplett in weiß gewandet, der andere trug rote Kleidung. Der Schriftzug "BRK" auf der Kampfmontur von Zweiterem mußte wohl den Namen seines Dojos oder eine Ehrenbezeugung an seinen Sensei darstellen. Mein atemloses Erstaunen hätte größer nicht sein können, denn die Kampfanzüge ließen keinen Zweifel daran, wer sich mir da in den Weg stellte: Ken Masters und der legendäre Ryu mußten wohl von Bison einer Gehirnwäsche unterzogen worden sein und schickten sich nun an, mir im Auftrag ihres immer noch winselnden Befehlshabers den Garaus zu machen. Dieser taumelte derweil, immer noch benommen von meinem meisterhaften Schlag, auf seine beiden Schergen zu und bedeutete ihnen aufgebracht und unfehldeutbar, meiner habhaft zu werden. Jeder letzte Zweifel über den gänzlich verwirrten Geisteszustand von Ryu verflog, als dieser absurderweise begann, mit einer weißen Jacke mit abstrus langen Ärmeln vor mir herumzufuchteln. Mein Bedauern für den armen, seines Verstandes beraubten Kämpfer war groß, doch ich würde nichtsdestotrotz wohl notgedrungen gegen ihn antreten müssen. Während die beiden sich mir in bedrohlicher Gestik näherten, machte ich mich mental bereit. Bereit für den finalen Kampf: Meine jahrelang trainierten Martial Arts-Kenntnisse gegen die beiden Legenden des Kampfsports schlechthin. Trotz der dramatischen Situation reizte mich diese Vorstellung. Mit einem entschlossenen Kampfschrei stürtzte ich mich auf meine fehlgeleiteten Widersacher...
~-=\AoR/=-~
20.12.2005, 07:55
Schwedt, irgendein Tag in irgendeinem Jahr
Unter noch nicht näher geklärten Umstände konnte ein junger Mann gestern am späten Nachmittag im örtlichen Obi-Baumarkt eine Kettesäge Modell "Steel meets Meat" erstehen. Anschließend begab er sich Augenzeugen zufolge auf den ortsansässigen Weihnachtsmarkt. Anwesende beschrieben den Mann später als "nervös", "panisch umsichschauend" und "extrem gewaltbereit".
Wie dei Polizei mitteilte, hat er sich zunächst hinter einer Bude mit Schokoäpfeln versteckt und ist ca. 2 Minuten später mit laufender Kettensäge aus dem Schutz des Verkaufsstandes in die Masse der Besucher gesprungen. Während die Besucher des Weihnachtsmarktes panisch die Flucht ergriffen, hat der Täter wild mit der Kettensäge um sich geschlagen und soll dabei laut "Ihr könnt rennen, aber ihr entkommt mir nicht!" geschrieen haben.
Als er anschließend von 4 Polizisten überrumpelt wurde, hat er die Uniformierten freudestrahlend angeschaut und unter Tränen "Oh mein Gott, ihr lebt. Ich bin doch nicht der einzigste Space Marine hier." von sich gegeben. Er hat sich gegenüber den Polizisten auch entschuldigt, das er nur so wenige der Dämonen erledigen konnte, da ihn die ganzen Weihnachtsmarktbuden am vernünftigen Strafen gehindert hätten. In seinem Rucksack fanden die Polizisten dann noch ein ganzes Arsenal an Waffen, angefangen vom Schlagring über eine doppelläufige Schrotflinte bis hin zu einer kleinen Kanone, auf der sie nur einen Aufkleber "I love my BFG" fanden.
Ich hätte mich diesem Terrorists-Kader nicht anschließen sollen. Die Bewaffnung war pathtetisch, der Modus ließ offenbar nur eine Steinschleuder und ein Messer zu, und die Kommunikation mit den Teammembern war schlicht unmöglich. Denn das Funkgerät war untransportabel groß, ganz zu Schweigen von seinem Kiloschweren Bildschirm. Ein Headset war zwar vorhanden, jedoch idiotischerweise mit seiner unhandlichen Haupeinheit über ein kurzes Kabel verbunden, was es durch seine Immobilität völlig nutzlos werden ließ. Trotz dieser widrigen Umstände war es mir aber bereits gelungen, ein gegnerisches Teammember von einem Fenster aus mit einem sauberen Header zu erlegen. (Der Blutcheat schien erfreulicherweise schon aktiviert zu sein) Normalerweise campe ich ungerne, aber die schlechten Randbedingungen der Stage ließen diese Strategie verzeihbar wirken. Überrascht von meinem Schützentalent hatten sich die gegnerischen Teammember aber nun wohl auf mich eingeschworen, villeicht waren aber auch meine restlichen Teammates bereits erledigt worden. Zumindest war keiner von ihnen in der Umgebung zu sehen. Im Gegensatz zum S.W.A.T.-Gegner der, wie ich aus der Deckung des Fensters heraus beobachten konnte zahlreich und unfaiererweise mit voller Bewaffnung den Eingang des Hauses zu stürmen begann, das ich mir für den Moment als Versteck gewählt hatte. Schienen Pros zu sein, schließlich hatten sie für ihre Charas sogar eigene Suits geproggt, auf deren Ärmeln das Clankürzel "SEK" zu erkennen war. Diverse Schüße vom Fenster aus mit der Zwille verfehlten die lamen Cheater auf ihrem Weg zum Hauseingang leider samt und sonders. Aber durch Taktik war die Runde immer noch zu gewinnen. Als die Zimmertüre aus den Angeln flog, schnellte ich herum und duckte mich hinter den Schreibtisch, um weniger Zielfläche zu bieten. Der feindliche Spieler aktivierte ein Sprachsample. "Lassen sie die Waffe fallen". Hah! Den Cheater würde ich Mores lehren und ihn demütigen, indem ich ihn mit dem Messer erledigen würde. Wild hüpfend um ihn das Zielen zu erschweren bewegte ich mich auf ihn zu, die Klinge bereits angewählt. Aber der Typ schien einiges drauf zu haben und streckte mich mit zwei gezielten Schüßen aus der Halbautomatischen nieder. In der nächsten Runde würde ich das Sackgesicht dafür bluten lassen! Zumindest wenn der verdammte Server mitmachte. Denn plötzlich wurde das Bild immer dunkler und auch der Ton blendete mehr und mehr aus. Nun ja, Im Zweifelsfalle würde ich eben neu hochladen...
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