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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Steven Spielberg's "München"


Shingetsu
09.01.2006, 09:38
Ich hab gerade im Fernsehen einen Trailer von "München" von Steven Spielberg gesehen. Der Film über den Terroranschlag bei den Olympischen Spielen 1972 in München kommt bald ins Kino.
Ich schau mal wie der Film auf englisch heisst. "Munich" vielleicht ?

Jo, heisst "Munich".

Hier Info über den Film bei International Movie Database:

http://www.imdb.com/title/tt0408306/

Die User-Wertung von 7.8 Punkten ist vielversprechend,
und der Film dauert 160 Minuten. Ich mag lange Filme. :)
Der Soundtrack stammt von John Williams.
*gerade reinhör*
Der hat auch die Soundtracks zu "Star Wars" und "Harry Potter" gemacht.

Some Might Say
09.01.2006, 10:49
Wichtiger als Harry Potter war wohl der unfassbar gute Soundtrack von John Williams zu Indiana Jones.

München werde ich mir auf jeden Fall anschauen, Spielbergs Filme sind so gut wie immer sehenswert und immerhin sind auch eine Menge europäischer Schauspieler wie Moritz Bleibtreu und Mathieu Kassovitz dabei.

Phi (1,618)
09.01.2006, 15:24
nja der film wurde glaub ich voll kritisiert weil die terroristen zu menschlich dargestellt wurde.

Shingetsu
09.01.2006, 21:18
Ich glaub Steven Spielberg wollte sie absichtlich etwas menschlicher darstellen.
Man muss mal bedenken daß Steven Spielberg ein Jude ist, und schon öfter jüdische Themen verfilmt hat. z.B. "Schindler's List", und er hat auch die Shoah-Foundation gegründet.
Bei "Munich" geht es wieder um ein jüdisches Problem, nämlich "Palästinenser gegen Israelis". Ja, ich weiß daß nicht alle Juden Israelis sind, aber diese Differenzierung muss auch nicht unbedingt sein, da die Ereignisse in Israel auch die meisten nicht-israelischen Juden irgendwie berühren.
Wenn Spielberg die Terroristen als Monster dargestellt hätte hätte man ihm natürlich gleich Voreingenommenheit vorgeworfen, und in den arabischen Ländern würde man es sogar als pro-israelische Propaganda werten.
Vielleicht hat er in seinem Bemühen die Neutralität zu wahren die Terroristen bisschen zu menschlich dargestellt, aber das ist Ansichtssache.
Verreissen würd ich den Film deshalb nicht, und bei imdb.com haben ja auch schon über 5000 User abgestimmt, und eine durchschnittliche Wertung von 7.8 gegeben, was sehr gut ist.

ich
10.01.2006, 15:27
Hey Leute, seid doch froh, dass nicht George Lucas den Film gedreht hat, ansonsten hättet ihr brutale, frauenverachtende und undemokratiche Terroristen, vor denen sich selbst Romanfiguren verstecken würden.... :lol:

Im Ernst: Ich fand den Trailer etwas undurchsichtig, da man mittels Zeitlupe möglichst wenige Szenen auf möglichst langer Sendezeit verteilen konnte. Aber dennoch klingt der Film doch ganz vielversprechend.

HotaruYagami
18.01.2006, 19:21
Ich hab gehört, der Film soll übetrieben und unrealistisch sein. Die Idee, einen solchen Film zu machen, finde ich aber interessant. Dass einigen das nicht passt, war doch klar...

Shingetsu
18.01.2006, 19:33
Als Münchner find ich es natürlich ziemlich cool daß es von Regie-Legende Stephen Spielberg einen Film namens "München" gibt.
:-)

Kolt
18.01.2006, 20:53
Als "fast"-Münchener (die paar Kilometer bis in die Landeshauptstadt schenken wir uns dann ;) ) find ich die Idee eigentlich auch ganz gut. Nur was ich so mitbekommen habe, soll der Film mehr um die Zeit nach den Anschlägen bei Olympia spielen, irgendwie nicht soo interessant für mich, aber mal sehen.

Df3nZ187
18.01.2006, 21:32
Das Problem ist, das der Film auf einem Buch basiert das zu einem nicht geringen Teil mehr Fanatsie des Autors (einer der Mossad Agenten) als Realität ist.
Die Episode rund um Lillehammer, wo die Mossadagenten einen Unschuldigen umbrachten (Verwechslung) und einige von ihnen geschnappt wurden, wird komplett unter den Tisch fallen gelassen und auch anderen Sachen können so wie in dem Buch beschrieben nicht stattgefunden haben.

Da gibt es zum Beispiel auch eine Passage um 3 palästinensische Terroristen die in einer Kirhcenbibliothek von den Mossadagenten geötet worden sein sollen. Dummerweise hatte die benannte Kirche nie eine Bibliothek und auch einen 3fach Mord hat es dort nie gegeben.

Solche Unstimmigkeiten treten immer wieder auf, was vermuten lässt das auch spielerbergs Film am Ende lediglich eine tolle Geschichte, aber nicht wirklich dokumentarisch ist. Spielberg selbst soll auch schon in Interviews, mit diesen Vorwürfen konfrontiert, geäußert haben das es ihm mehr um eine gute Geschichte als um Genauigkeit ging.

Shingetsu
18.01.2006, 21:56
Das find ich sehr schade.
Durch solche pseudo-dokumentarischen Abenteuerfilme verändert sich total das Bild der Realität, denn die meisten Leute recherchieren nicht die damaligen Ereignisse aus Geschichtsbüchern, sondern schauen sich nur den Film an, und akzeptieren das Gesehene als historische Tatsachen.

Crichton
21.01.2006, 15:44
Ich schau mir den schon gar net mehr an. Die Hochjubelei im Vorfeld schon wieder geht mir tierisch auf den Keks. Spielberg hat den Film doch eh wieder nur in der Hoffnung ein paar Oscars abzusahnen gedreht. Wenn man nach der Golden-Globe Verleihung geht, wird ja wohl witzigerweise nix draus... Pech gehabt Steven!!!^^

Aredhel
03.02.2006, 00:03
hm....also ich hab den Film letzte Woche gesehen...

nun ja..als Müncherin ist es etwas seltsam einen Film mit diesem Titel zu sehen^^ und auch das Thema..ist nicht ganz ohne denke ich.

Was den Soundtrack betrifft...wie weiter oben erwähnt...es ist wundervolle Musik, ich freu mich auch auf die CD *g*

Zu dem Film selber..ich fand ihn sehr gut...auch wenn es heißt dass Avner teilweise lügt und das alles ein wenig undurchsichtig ist

was die problematik der Darstellung der Terroristen betrifft...es sind doch Menschen, oder? täusche ich mich da? warum sie also nicht menschlich darstellen...ich persönlich hab es ein wenig vermisst, dass man ncihts darüber erfährt warum das ganze geschehen ist. Wie die Palästinenser soweit gekommen sind....abeer naja...
zu der Sache sagt spielberg selber:

"Natürlich ist es verabscheuungswürdig, wenn wie in München Geiseln genommen, wenn Menschen getötet werden. Aber es entschuldigt die Tat doch nicht, wenn man fragt, was die Motive der Tätaer sind, und zeigt, dass auch sie Indivduen sindmit Familie und einer Geschichte.."

naja im Film beschreibt er die Geschichte der Mossad Agenten....

zu dem Vorwurf den Terror zu vermenschlichen, sagt er folgendes


"Ich habe versucht auch die Täter nicht zu dämonisieren. Noch einmal: Mit Relativierung ihrer Verbrechen oder gar Sympathie hat das überhaupt nichts zu tun."

hm..naja im endeffekt hat mir der Film gefallen..gerade weil es ein Thema ist, über das nicht mehr wirklich gesprochen wird. Es gab ein paar sehr gut gemacht Szenen, eindrucksvolle Szenen.

Das man natürlich darüber diskutieren kann ist klar