Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Therapien - Ob nun Ergo- oder Logopädien etc. pp....
Bunnylein
12.03.2006, 18:24
Ich weiß nicht obs das Thema hier schon so gibt, aber bei meiner suche hab ich nix gefunden.
Mein Bruder muss zu einer Ergotherapie, ich weiß nicht ob das jeder hier kennt? Jedenfalls hat er Schwierigkeiten in der Schule und auch mitlerweile mit uns, seiner Familie. Obwohl eigentlich kann man das nicht Problem nennen, er meint er hätte eines und wenn dann haben wir es mit ihm, denn keiner versthet ihn mehr. Er ist nun fast 9 Jahre alt und ist der Meinung keiner würde ihn lieb haben! Er hatte sogar eine Zeitlang so eine herbe Einstellung das er am liebsten seine Sachen gepackt hätte und gegangen wäre und noch schlimmer er meinte schon er könne sich auch gegen ein Auto werfen. Kennt ihr ähnliche Fälle? Ich find es hart das er so Jung ist und schon so denkt. Dabei sind wir alle für ihn da, er ist quasi derjenige von den beiden Jungs in meiner Familie der am meisten Aufmerksammkeit bekommt. Wobei ein Kinderpsychologe nun meinte, er würde sich nicht geliebt fühlen und zu wenig aufmerksammkeit bekommen.
Sowas macht mich traurig. Nun will ich mal hören was ihr so für Erfahrungen habt und über Therapien denkt?
Topictitle edited by Takuma
therapien sind sinnvoll, besonders bei einem so jugen menschen. irgendwas scheint beio euch nicht zu stimmen, schließlich denkt er sich seine probleme nicht aus... die familie bemerkt solche probleme oft nich daher isses ganz hilfreich sowas vonaußen beleuchten zu lassen.
Bunnylein
12.03.2006, 18:42
therapien sind sinnvoll, besonders bei einem so jugen menschen. irgendwas scheint beio euch nicht zu stimmen, schließlich denkt er sich seine probleme nicht aus... die familie bemerkt solche probleme oft nich daher isses ganz hilfreich sowas vonaußen beleuchten zu lassen.
Deshalb bekommt er ja nun auch eine Therapie, weil uns aufgefallen ist das er mit seinen Beschimpfungen und Drohungen ja nicht so scherzhaft umgeht, sondern doch was dahinter stecken könnte. Denn ich denke auch das ein so kleiner Junge sich nicht mal eben ausdenkt, ich schmeiss mich vors Auto. Aber wir verstehen ihn nicht, warum er so denkt, denn wie gesagt er kann sich nicht beklagen, er bekommt alles, er bekommt die ganze Aufmerksammkeit meiner Eltern und auch die meine....also warum das ganze? :confused: Ich hoffe echt das klärt sich bald...
Slime Half 1/2
12.03.2006, 19:30
ich mache seit 8 jahren eine psyschotherapie(thread*angststörungen).eine ergotherapie ist in der angesprochenen sache eher eine komische wahl.
versteh allerdings auch nich wieso es ne ergotherapie is.
versteh allerdings auch nich wieso es ne ergotherapie is.
Klär' mich mal bitte wer auf, was das überhaupt ist? :kratz:
Slime Half 1/2
13.03.2006, 01:01
ich hätte es in eigenen worten sagen können aber ich spar mir die arbeit und poste mal diesen link : http://de.wikipedia.org/wiki/Ergotherapie
hm...also ich bin selber in Therapie....seit...*kopfkratz* auch 8 Jahren...
ich muss sagen, angefangen hab ich wiel mein Vater das wollte, da er meinte die Probleme unserer Familie sind nur meine Schuld ><
naja seit 2002 bin ich bei einer anderen als damals...und seitdem hilft dsa ganze auch sehr...ich muss sagen...mit keinem anderen kann ich so gut reden....und weiß dass sie darauf reagiert.Mit Freundein darüber zu reden, ist immer etwas anders...und die Familie...in meinem Fall der Auslöser....versteht es selten
Wenn nun ein 8 jähriger so denkt....kommt das irgendwoher...ich hab meinem Vater immer versucht begreiflich zu machen..dass es vollkommen egal ist, ob die Eltern denken, dass er recht damit hat oder nciht...das einzig wichtige ist,was bei dem jungen rüberkommt und wenn er das gefühl hatte nicht geliebt zu werden....muss da irgendwas sein
*seufz* die idee ne therapie zu machen...is denke ich das richtige...nur sollte die ganze familie einbezogen werden
das sin ja harte worte von deinem vater... der sollte sich ma an den kopf fassen.
Maunzilla
14.03.2006, 01:59
Ich frage mich, ob heutzutage nicht viel zu viel therapiert wird. Früher sind die Leute auch nicht ständig zum Seelenklempner gefahren. (Aber da gab es auch noch keine staatliche Krankenversicherung, die alles bezahlt.) Vielleicht haben die Leute heute auch die Vorstellung, daß man alles "reparieren" kann. Vielleicht haben die Leute auch überzogene Vorstellung vom Leben und der Familie. Wenn nicht alles perfekt ist wie in der Seifenoper, muß man eben zum Therapeuten, damit der es wieder einrenkt.
Es doch seltsam. Nie ging es den Menschen besser, nie hatten sie mehr Wohlstand und Sicherheit und trotzdem sind alle unglücklich.
der mensch ist heute nich mehr derselbe wie vor einigen jahrhunderten.
früher hatten die menschen keine zeit sich um sich mit seinen seelischen lastern auseinanderzusetzen, außer die waren faule adlige, un die waren auch meistens verückt ;) außerdem gabs immernoch gott der zuversicht und hilfe bot.
der heutige mensch ist verwöhnt vom luxus, abgestumpft. seine gedanken kreisen um sich selbst, er ist umgeben von medien die ihn abstumpfen lassen. der mensch is irgendwo ein weichei geworden, instabil. oder war er das vielleicht schon immer un merkt es erst jetz? oder isses doch eher eine fehlentwicklung?
das ganze is sehr komplex um von laien geklärt zu werden. sind hier irendwo soziologen? *gÜ
Bunnylein
14.03.2006, 17:28
Also das dein Vater sagt die Probleme lägen nur an dir @Aredhel, find ich aber auch nicht gut.
Mein Bruder ist in der Ergotherapie um ein bisschen mehr selbstvertrauen zu bekommen und nicht immer gleich zu sagen 'ich kann das nicht' ohne es nicht erstmal versucht zu haben.
Wegen den anderen Problem geht er demnächst in eine andere Therapie die darauf abgestimmt ist.
Manchmal denk ich mir, da könnt ich schon glatt mitgehen >.<
@bunny....wenn du dir denkst mitzugehen...versuch es einfach mal
....mein vater hat noch ganz andere dinge gesagt...*Seufz*
@maunzilla.....es geht oft gar nicht darum geheilt zuwerden...sondern einfach nur hilfe zu bekommen....wenn ich sehen,wie froh ich darüber bin, wenn ich wieder zu meiner therapeutin kann..und wie extrem meine stimmungstiefs sein können ,wenn ich mal ein halbes jahr nicht war....
es tut einfach gut zuwissen da ist jemande...."geheilt"in dem sinne werd ich sicher nie *gg*
Maunzilla
15.03.2006, 20:17
Alkohol hilft auch.... Und ist billiger (wenn man ihn auch auch nicht auf Rezept bekommt...) :wink:
HotaruYagami
23.03.2006, 20:17
Ich habe vor Jahren auch mal eine Therapie machen müssen( fragt nicht wieso, das tut nichts zur Sache) und ich hatte eigentlich nicht das Gefühl, dass mir das geholfen hat, aber das kann man sicherlich nicht verallgemeinern.
Ich denke, ich bin über meine Probleme mit eigener Kraft und mit Hilfe meiner Familie hinweggekommen, aber dafür braucht man eine gewisse Kraft, vielleicht hatte ich die zufällig, aber wer sie nicht hat, dem kann eine Therapie vielleicht helfen...
Und Alkohol ist keine Lösung, aber ich denke, das sollte klar sein, ;)
Ich habe vor Jahren auch mal eine Therapie machen müssen( fragt nicht wieso, das tut nichts zur Sache) und ich hatte eigentlich nicht das Gefühl, dass mir das geholfen hat, aber das kann man sicherlich nicht verallgemeinern.
hm..das hat viel mit dem eigenen willen zu tun...als ich angefangen hab mit THerapie da war ich 13...und hab def nicht eingesehen warum ich den schwachsinn machen sollte.....natürlich hat es so ncihts geholfen *gg*
naha meine letzte Therapie hab ich mit 18 angefangen...freiwillig und ich muss sagen es war das beste...
allerdings verängstigt mich das immer ein bisschen ><
HotaruYagami
24.03.2006, 18:47
Was? Die Therapie an sich oder dass es wirkt?
..die Therapie an sich...die Dinge die dort rauskommen...
ich werd im laufe des Jahres Hypnose machen müssen ><
HotaruYagami
24.03.2006, 20:56
..die Therapie an sich...die Dinge die dort rauskommen...
ich werd im laufe des Jahres Hypnose machen müssen ><
Da interessieren mich die Ergebnisse, ich will nämlich echt mal gerne wissen, ob das wirklich funktioniert...
Slime Half 1/2
24.03.2006, 21:31
bei mir hats nicht geklappt.kann aber an der unfähigkeit des arztes oder an meiner konzentrationsschwäche liegen.ich bin ein grübler und das abschalten fällt mir echt schwer wenn jemand versucht mich mit einem stift zu hypnotisieren und dabei immer den gleichen text runterleihert.mal davon abgesehen war es da auch zu kalt(im keller) und zu laut von oben her.
Zitat von Aredhel
..die Therapie an sich...die Dinge die dort rauskommen...
ich werd im laufe des Jahres Hypnose machen müssen ><
Da interessieren mich die Ergebnisse, ich will nämlich echt mal gerne wissen, ob das wirklich funktioniert...
hm..also wenn ich das dieses Jahr noch mach^^ kann ich dir gerne davon erzählen..
Luci Hawk
30.03.2007, 21:59
der mensch ist heute nich mehr derselbe wie vor einigen jahrhunderten.
früher hatten die menschen keine zeit sich um sich mit seinen seelischen lastern auseinanderzusetzen, außer die waren faule adlige, un die waren auch meistens verückt ;) außerdem gabs immernoch gott der zuversicht und hilfe bot.
der heutige mensch ist verwöhnt vom luxus, abgestumpft. seine gedanken kreisen um sich selbst, er ist umgeben von medien die ihn abstumpfen lassen. der mensch is irgendwo ein weichei geworden, instabil. oder war er das vielleicht schon immer un merkt es erst jetz? oder isses doch eher eine fehlentwicklung?
das ganze is sehr komplex um von laien geklärt zu werden. sind hier irendwo soziologen? *gÜ
Also ich persönlich denke, dass es psychische Probleme schon immer gab. Nur dass Leute, die sie hatten entweder gleich als verrückt abgestempelt wurden, oder es nicht nach außen gekehrt haben, wie es jetzt möglich ist.
Wenn ich mich so mit meiner Oma unterhalte und sie von "früher" erzählt, gab es auch schon Dinge wie Missbrauch von Kindern, häusliche Gewalt und psychisch gestörte Menschen, das waren auch die "einfachen" Leute und nicht nur die Reichen. Nur wurde vieles soweit wie möglich verdrängt oder wenn unter vorgehaltener Hand erzählt.
Soziologin bin ich nicht, aber angehende Pädagogin. In einem Seminar mit dem Schwerpunkt Beratung, erzählte der Prof., dass nach dem 2.Weltkrieg sehr viele Kinder in Deutschland psychische Probleme hatten, was sich z.B. im Bettnässen äußerte.
Nur gab es ganz wenige Fachleute, die sich um die Kinder kümmern konnten. Und wahrscheinlich noch weniger Leute haben sich getraut, über so etwas zu reden.
Shava-chan
30.03.2007, 22:25
Ich kenn mich jetzt mit Therapien garned aus, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es ned schlecht is, über solche Probleme zu reden...
Wenn ich mal mies drauf bin, dann hilft das auch schon, wenn ich drüber red...
Und ich mein, die Leut, die da helfen, die haben das ja irgendwie gelernt und ich denk auch, dass die sich gut auskennen und wirklich helfen können und wenn sie nur das Problem verstehen oder auch umreissen können... ich kann mir gut vorstellen, dass das sehr hilfreich sein kann!
Manchmal muss einem ja auch der Spiegel vorgehalten werden um wirklich zu sehen, dass da ein Problem is und das das auch zu lösen ist!
Und früher war das alles eh immer was anderes, denn da wurden ja die meisten Probleme solcher Art einfach verdrängt oder versteckt... jeder, der anderes war, der wurde ja ausgestoßen und da wollt auch keiner seine Probleme vorzeigen...
Aber wir haben ja hier und heute und da wird doch anders damit umgegangen! Aber ich glaub, das Klischee, dass Leute, die zur Therapie gehen, "verrückt" sind, hält sich immernoch irgendwie und deswegen nutzen vielleicht viele ned das Angebot mit der Therapie... und es gibt ja sicher auch viele schwarze Schafe unter den Therapeuten...
Dazu kann ich aber wirklich ned viel sagen, weil ich das nochnie gemacht hab...
Aber ich denk im Allgemeinen, dass solche Therapien schon helfen können!
natürlich gab es schon immer depressive menschen und psychische störungen. aber ich denke, dass es nich in diesem ausmaß war wie heute. auch die psychosen haben sich im laufe der zeit geändert, heute gibt es viel mehr als damals. klar, damals wurden einige als psychopathisch abgestempelt wo man heute sagen würde dass er ja eigentlich nix hat. ich red auch nich von einem jahrhundert unterschied, ich red von mittelalter oder noch früher. . es waren andere zeiten, andere umstände, sehr harte aber dennoch denke ich nich dass es das gleiche ausmaß hat wie heute-
EX-Slayer
31.03.2007, 00:22
Ich bin mir da nicht so sicher. Warum sollte es den Menschen damals gerade psychisch besser gegangen sein, wenn es ihnen doch sonst runderum schlechter ging ? Entweder hatt man damals vieles was heute als Krankheit angesehen wird einfach nicht erkannt und als solche gewertet, was ich für warscheinlich halte, oder das Leben der Menschen war...menschlicher, natürlicher, eher für sie geschaffen, so das sie seelisch nicht so krank wurden.
Luci Hawk
31.03.2007, 00:37
Ob es so viel besser und natürlicher war sich den ganzen Tag für die Adligen den Buckel krumm zu schuften, in Angst vor der Hölle zu leben und dann wie die Fliegen an der Pest zu sterben :confused: Das bezweifle ich aber sehr..
Shingetsu
31.03.2007, 02:52
Ich frage mich, ob heutzutage nicht viel zu viel therapiert wird. Früher sind die Leute auch nicht ständig zum Seelenklempner gefahren. (Aber da gab es auch noch keine staatliche Krankenversicherung, die alles bezahlt.) Vielleicht haben die Leute heute auch die Vorstellung, daß man alles "reparieren" kann. Vielleicht haben die Leute auch überzogene Vorstellung vom Leben und der Familie. Wenn nicht alles perfekt ist wie in der Seifenoper, muß man eben zum Therapeuten, damit der es wieder einrenkt.
Es doch seltsam. Nie ging es den Menschen besser, nie hatten sie mehr Wohlstand und Sicherheit und trotzdem sind alle unglücklich.
Früher wurden psychische Störungen auch erst dann erkannt wenn es schon für jedermann offensichtlich, und der Patient reif für's Irrenhaus war, wo aber auch nicht geheilt sondern nur die schimmsten Fälle weggesperrt wurden.
Ricky [rl]
31.03.2007, 03:13
Ich denke, es gab früher nicht weniger Menschen mit psychischen Problemen als heute. Allerdings wurde damals längst nicht so offen damit umgegangen. Unser heutiges Umfeld ermöglicht es uns mittlerweile unsere seelischen Beschwerden - seien es jetzt große oder kleine Probleme - voll auszuleben.
Damals hatten die Leute gar nicht so viel Zeit, sich mit sich selbst zu beschäftigen, wie in der heutigen Wohlstandsgesellschaft. Unsere Gesellschaft unterstützt mit ihrer Akzeptanz diese "Fehlentwicklung" ja z.T. noch. Mit "Fehlentwicklung" meine ich jetzt nicht Menschen, die wirklich krank sind oder mit schweren traumatischen Erlebnissen zu kämpfen haben, sondern schwarze Schafe, die diesen Trend in unserer Gesellschaft nur allzugern ausnutzen.
Und es wird IMO noch schlimmer werden, weil unsere Gesellschaft zusehends verweichlicht. Wir leben es unseren Kindern vor, diese geben es an ihre Kinder weiter, usw. Das wird so lange gut gehen, bis hier irgendwann alles zusammenbricht oder eine große Naturkatastrophe über uns hereinbricht, nach der nur die überleben, die gelernt haben, sich allen Widrigkeiten zum Trotz durchzubeißen, anstatt sich hängen zu lassen...
Shingetsu
31.03.2007, 03:28
@Bunnylein:
Dein Bruder tut mir leid. Ich war auch erst 9 als es anfing mit so ähnlichen Problemen wie bei deinem Bruder.
Ricky [rl]
31.03.2007, 03:35
Ich möchte hier vorsorglich schon mal auf die Forenregeln (http://www.animania.de/forum_neu/showthread.php?t=4) hinweisen:
Starke psychische Probleme, Selbstmordgedanken, oder sonstige Inhalte die andere psychisch belasten könnten, haben im Board nichts zu suchen. Wenn ihr Probleme habt, wendet euch an die betreffenden Beratungsstellen, aber zieht nicht andere User in euer Unglück mit rein. Sie sind nicht für euch verantwortlich. Wir behalten uns vor, solche Inhalte zu entfernen.
Bitte geht sachlich-neutral und nicht allzu persönlich mit der Thematik um. Danke.
Luci Hawk
31.03.2007, 13:12
']Ich denke, es gab früher nicht weniger Menschen mit psychischen Problemen als heute. Allerdings wurde damals längst nicht so offen damit umgegangen. Unser heutiges Umfeld ermöglicht es uns mittlerweile unsere seelischen Beschwerden - seien es jetzt große oder kleine Probleme - voll auszuleben.
Und ist das jetzt schlimm?
']Damals hatten die Leute gar nicht so viel Zeit, sich mit sich selbst zu beschäftigen, wie in der heutigen Wohlstandsgesellschaft. Unsere Gesellschaft unterstützt mit ihrer Akzeptanz diese "Fehlentwicklung" ja z.T. noch. Mit "Fehlentwicklung" meine ich jetzt nicht Menschen, die wirklich krank sind oder mit schweren traumatischen Erlebnissen zu kämpfen haben, sondern schwarze Schafe, die diesen Trend in unserer Gesellschaft nur allzugern ausnutzen.
Was ist denn für dich wirklich krank, nicht krank oder ein bisschen krank? Als ich Depressionen hatte, meinten bestimmte Leute, ich müsste mich ja nur zusammenreißen und mich nicht hängen lassen. Und zur Therapie bin ich auch nur gegangen, weil ich von meinem damaligen Freund überredet werden musste. Das war das beste, was mir passiert ist.
Sicher gibt es Leute, die etwas markieren, aber wenn der Arzt gut ist, erkennt er das auch und spielt nicht mit.
']Und es wird IMO noch schlimmer werden, weil unsere Gesellschaft zusehends verweichlicht. Wir leben es unseren Kindern vor, diese geben es an ihre Kinder weiter, usw. Das wird so lange gut gehen, bis hier irgendwann alles zusammenbricht oder eine große Naturkatastrophe über uns hereinbricht, nach der nur die überleben, die gelernt haben, sich allen Widrigkeiten zum Trotz durchzubeißen, anstatt sich hängen zu lassen...
Das hört sich stark nach Dekadenz an...oder irre ich mich? Ich denke, dass es gut und richtig ist, sich helfen zu lassen. Gerade bei den Möglichkeiten, die man hier hat.
Ein Bekannter, der aus Russland kommt, findet, dass man in Deutschland die ganzen Möglichkeiten und Rechte noch viel zu wenig nutzt.
Wenn man sie nicht hat, schreien alle, oh wir haben nichts und wenn man es hat, ist es verweichlicht? Meine Großeltern waren heilfroh, als es nach dem Krieg aufwärts ging, dass es die ganzen Annehmlichkeiten wie gutes Essen, Autos, Fernsehen usw. gab.
Vor den meisten Kriegen oder Katastrophen hat niemand wirklich gelernt mit so einer Situation umzugehen.
Ich finde es auch nicht richtig, vom Verhalten eines Menschen in normalen Zeiten auf die schlechten Zeiten zu schließen, bevor man es nicht selbst erlebt hat.
Ricky [rl]
31.03.2007, 14:07
Und ist das jetzt schlimm?
Grundsätzlich kann man es weder mit Ja noch mit Nein beantworten. Es hat positive wie negative Aspekte. Positiv ist auf jeden Fall, dass denjenigen, die etwas für sich tun wollen, um aus dem Sumpf rauszukommen, mehr Möglichkeiten geboten werden, es zu schaffen, wie etwa Therapien, therapeutische Wohngemeinschaften, etc.
Negativ anzumerken ist, dass es leider auch hier, wie überall anders auch, Leute gibt, die diese Entwicklung ausnutzen. Solche, die erwarten, dass der Therapeut und/oder die Medikamente es schon richten werden und sie selbst keinen Finger krumm zu machen brauchen. Leute die jede Form von Hilfe, die ihnen zu unbequem ist, ablehnen. Leute, die sich damit brüsten, evtl. die gleiche Krankheit zu haben wie irgendein Promi. Leute die ganz bewusst versuchen, für sich Vorteile aus ihrer Krankheit zu ziehen.
Was ist denn für dich wirklich krank, nicht krank oder ein bisschen krank? Als ich Depressionen hatte, meinten bestimmte Leute, ich müsste mich ja nur zusammenreißen und mich nicht hängen lassen. Und zur Therapie bin ich auch nur gegangen, weil ich von meinem damaligen Freund überredet werden musste. Das war das beste, was mir passiert ist.
Sicher gibt es Leute, die etwas markieren, aber wenn der Arzt gut ist, erkennt er das auch und spielt nicht mit.
Depressionen sind auf jeden Fall eine ernstzunehmende Krankheit, die sich auch körperlich bemerkbar macht und eine langwierige Behandlung bedürfen. Dass du auf deinen Freund gehört hast und eine Therapie gemacht hast, ist in jedem Fall gut und du sagst selbst, dass es die richtige Entscheidung war. Ich gehe auch davon aus, dass du in deiner Therapie willens warst, die Hilfe anzunehmen und mitzuziehen, auch wenn es evtl. manchmal unangenehm war...!? Ich vermute du hast während deiner Therapie auch selbst aktiv an dir gearbeitet, oder!?
Ich kenne aber leider auch Fälle, wo Leute sich überhaupt nicht helfen lassen wollen und jeden gutgemeinten Ratschlag in den Wind schießen. Die meinen, sie hätten keine Motivation zu arbeiten aber gleichzeitig sehr viel Energie und Motivation für ihre Hobbies aufbringen. Die einem selbst sagen, dass sie eigentlich keine Hilfe sondern nur Mitleid und Aufmerksamkeit wollen. Die einem selbst sagen, dass sie ihr Leben so mögen und nichts ändern wollen, gleichzeitig aber jammern, wie schlecht es ihnen geht.
Das hört sich stark nach Dekadenz an...oder irre ich mich? Ich denke, dass es gut und richtig ist, sich helfen zu lassen. Gerade bei den Möglichkeiten, die man hier hat.
Das ist richtig. Sich helfen zu lassen, um etwas an seiner Situation zu ändern, ist in jedem Fall sinnvoll. Aber sich helfen zu lassen bedeutet ja, dass man selbst aktiv etwas für tut und der Therapeut einem die nötige Hilfestellung gibt (es heißt, sich helfen zu lassen und nicht machen zu lassen). Es bedeutet nicht, dass einem der Therapeut alles abnimmt und man selbst nix machen muss. Der Therapeut kann einem nur den Weg weisen, gehen muss man ihn selbst.
Vor den meisten Kriegen oder Katastrophen hat niemand wirklich gelernt mit so einer Situation umzugehen.
Natürlich hat das niemand vorher gelernt. Aber ich denke eben, dass die individuelle Willensstärke den Unterschied macht. Menschen, die bereit sind, sich auch schwierigen Herausforderungen zu stellen, werden mit Sicherheit größere Überlebenschancen haben als jene, die sich ausschließlich auf andere verlassen.
sue-sama
31.03.2007, 14:57
']
Negativ anzumerken ist, dass es leider auch hier, wie überall anders auch, Leute gibt, die diese Entwicklung ausnutzen. Solche, die erwarten, dass der Therapeut und/oder die Medikamente es schon richten werden und sie selbst keinen Finger krumm zu machen brauchen. Leute die jede Form von Hilfe, die ihnen zu unbequem ist, ablehnen. [...]
Aber warum gehen dann solche Leute in eine Therapie? Um sich so etwas zu unterziehen, muss man doch von selbst Beweggründe haben etwas ändern zu wollen. Manche brauchen sicherlich Hilfestellung sich behandeln zu lassen (wie Luci das geschildert hat), aber wenn man es partout nicht will und nicht einsieht, dann geht man nicht hin.
Und WENN man dennoch hingeht und meint, dass man keinen Finger krumm machen muss, denn der Arzt und die Pillchen richten das schon, denen wird doch hoffentlich auch der Arzt selbst sagen, dass es so nicht weitergehen kann. Das ist doch ein gelehrter Mensch, der merkt, wenn sich Leute anstrengen oder einfach nur hängen lassen. In einem solchen Fall ist es dann auch Sache des Arztes dem Patienten zu sagen, was geht und was nicht.
Ich kenne einen Fall, der wusste auch nicht mehr weiter und hat sich überlegt in Therapie zu gehen und hat es mit Hilfestellung auch gemacht. Aber dass die Therapie nicht wirklich angeschlagen hat lag wohl daran, dass er sich dem Arzt nicht vollkommen anvertraut hat, nicht richtig öffnen konnte. Die Therapie hat er abgebrochen und als es ihm wieder schlecht ging, hat er sich von sich aus, freiwillig (ich meine hier freiwillig im Sinne von "musste nicht ermutigt/überredet werden") einer neuen Therapie unterzogen. Ich denke, dieses Mal wird es erfolgreicher, da er sich nun wirklich öffnen kann und wird, weil er Hilfe will und selbst etwas ändern will.
Irgendwo hier hat jemand geschrieben, dass man als verrückt gilt, wenn man sich einer Therapie unterzieht, oder Angst hat als verrückt zu gelten (oder so). Das kenne ich (nicht bei mir, bei nem Bekannten). Der Bekannte glaubt, dass er als Verrückter abgestempelt wird, sobald er nur die Praxis betritt. Man kann es ihm noch so oft sagen, dass es NICHT so ist, aber so richtig akzeptieren kann er es nicht. Es hat sich in seinem Kopf einfach die Meinung festgesetzt, dass ihm niemand helfen kann. Und das aus dem Grund, weil er sich nie einem Fremden anvertrauen könnte (es fiel ihm schon schwer, sich seinen besten Freunden anzuvertrauen und es sich selbst einzugestehen).
Ich denke, dass er irgendwo noch nicht bereit ist, Hilfe entgegen zu nehmen - und es KANN ihm wirklich geholfen werden. Aber wenn er sich entscheidet, dass es nicht mehr so weitergehen kann und den Weg zu einem Arzt auf sich nimmt, dann denke ich, dass er dann auch "hilfeaufnahmefähig" ist.
Also um aus meinen/diesen Erfahrungen zu sprechen: ich denke, dass es bestimmt Leute gibt, die auf der faulen Haut sitzen und sich mit Pillchen zudröhnen und warten, dass alles besser wird, aber dass schon ein Großteil, der professionelle (!) Hilfe braucht oder will, diese Hilfe auch richtig nutzen kann - allein schon vom Arzt her, der, wie oben erwähnt, mit Sicherheit merkt, ob sich einer Mühe gibt oder nicht.
Ricky [rl]
31.03.2007, 20:03
@ sue-sama: Es gab da beispielsweise vor ein paar Jahren mal den Fall eines Lehrers, der aus psychischen Gründen krankgeschrieben wurde, da er Angst vor den Schülern hatte. Darüber gab's einen Bericht im Fernsehen, nachdem er schon einige Monate krankgeschrieben war. In dieser Zeit sahen seine Kollegen ihn oft auf dem Tennisplatz und bei anderen Freizeitbeschäftigungen, bei denen er es sich gut gehen ließ. Einen Krankgeschriebenen kann man ja auch nicht so ohne Weiteres entlassen (zumindest war das in seinem Fall recht schwierig). Später ist er dann, soweit ich gehört habe, in Frühpension gegangen.
Sowas ist nun leider kein Einzelfall und hier ist unser System IMO etwas zu lasch. Wenn er Angst vor Schülern hat, sollte er doch eine andere Arbeit machen können. Ich denke die Auflagen, um aus psychischen Gründen für arbeitsunfähig erklärt zu werden, sollten sehr streng sein und es sollte zweifelsfrei belegt werden müssen, dass demjenigen wirklich keine Arbeit zugemutet werden kann.
Maunzilla
31.03.2007, 22:44
Gerade was die Psychotherapie anbelangt, bin ich doch sehr skeptisch, wie und ob das überhaupt funktioniert.
Da ist einer schwermütig und läßt sich 1-2 mal in der Woche eine Stunde lang beschwatzen und dann wird er wieder gesund???
Ricky [rl]
01.04.2007, 00:20
@ Maunzilla: Nee, da hast du völlig falsche Vorstellungen. So einfach isses längst nicht und es würde so auch kaum funktionieren.
Es gibt völlig verschiedene Therapieformen. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt von den unterschiedlichen Beschwerden ab. Ein Phobiker wird z.B. langsam mit seinen Ängsten konfrontiert und lernt so langsam sie zu bewältigen. Grob erklärt: Jemand mit Höhenangst fängt z.B. mit 'ner kleinen Leiter an, dann kommt 'ne höhere Leiter, usw. bis er irgendwann in der Lage ist, sich auf die Außenplattform eines Wolkenkratzers zu stellen.
In jedem Fall läuft es nicht so, dass der Therapeut einfach nur auf einen einquasselt, was man zu tun und zu lassen hat, sondern er gibt Ansätze mit denen man arbeiten kann und er hilft einem, bestimmte Zusammenhänge besser zu erkennen.
sue-sama
01.04.2007, 01:44
@Ricky
Das hört sich so an, als dürfte er nichts anderes machen, als depressiv auf der Arzt-Couch liegen. °_°
Ich bin jetzt mal so naiv und behaupte, dass das etwas Entspannendes für ihn war, das er gebraucht hat, ohne sich den Stress als Lehrer zu geben.
Und leider ist es so, dass man als Lehrer nicht wirklich viel anderes machen kann, als nunmal Lehrer zu sein. Er kann nicht entlassen werden und als Beamter hat man in Pension gut Geld. Klar, das ist einfach die bequemste Option. :shrug: Und nen "alten" Menschen kriegst du kaum bei irgendeiner Arbeitstelle unter, mag ich mal behaupten.
Zum Thema Ablauf:
Ich stelle mir das auch so vor: manche wissen einfach nicht genau, woher ihre Depressionen kommen, aber ahnen es vielleicht. Und der Arzt ist in der Lage, Gespräche in die Richtungen zu lenken, damit man die Möglichkeit hat, sich selbst zu reflektieren, zu hinterfragen, was einen jetzt in eine solche Gefühlslage versetzt. Ein Arzt gibt einem ja nicht vor, woran man nun leidet und redet auf einen ein; er gibt, wie Ricky schon sagte, Denkanstöße und Ansätze, an denen man dann zusammen arbeiten kann.
Dass es so weit kommt, muss aber das Verhältnis zwischen Arzt und Patient schon stimmen. Wenn der Patient mit der Person des Arztes nicht klarkommt oder sich unwohl bei ihm fühlt, da kann man leider nicht viel machen, außer sich nen anderen suchen. Ist fast schon Glückssache. '_'
(jetzt wurde ich gerade abgelenkt und weiss nich mehr, ob ich noch was schreiben wollte xD Dann mach ich einfach mal Schluss '__')
Luci Hawk
01.04.2007, 01:58
Gerade was die Psychotherapie anbelangt, bin ich doch sehr skeptisch, wie und ob das überhaupt funktioniert.
Da ist einer schwermütig und läßt sich 1-2 mal in der Woche eine Stunde lang beschwatzen und dann wird er wieder gesund???
Zuerst muss geklärt werden, was für eine Therapie am sinnvollsten ist. Dazu schickt der Hausarzt den Patienten erstmal zum Neurologen, ob es vielleicht körperliche Ursachen sind oder ein Medikament das Leiden verursacht hat. Wenn das auszuschließen ist, kommt man zu einem Psychologen. In den ersten fünf Sitzungen versucht der Psychologe den Patienten und seine Probleme kennenzulernen und herauszufinden, ob man miteinander auskommt. Dann wird entschieden was für eine Art Therapie die sinnvollste ist, es gibt da verschiedene Ansätze, Verhaltenstherapie, systemische oder Gesprächstherapie. Oder wenn man nicht miteinander auskommt, muss der Patient sich einen anderen Therapeuten suchen.
Bei mir war es eine Gesprächstherapie und meistens musste ich reden. Die Psychologin hat mir eher Denkanstöße oder Denkaufgaben gegeben als dass sie mir gesagt hat, was ich tun soll. Denn darauf musste ich selbst kommen, außer wenn ich natürlich komplett ratlos war.
Ich muss sagen, dass es mir sehr viel gebracht hat. Einen Menschen komplett verändern kann eine Therapie nicht und ich habe oft noch schwermütige Phasen. Doch dadurch wird mein Leben nicht mehr so beeinträchtigt wie es früher mal war und ich kann mir da immer wieder selbst heraushelfen. Freunde, die mich sehr lange kennen (oder meine Familie) sagen, dass ich mich sehr zum Positiven verändert habe. Mir kommt es zwar nicht so krass vor, aber es freut mich zu hören.
Ricky [rl]
01.04.2007, 02:28
@ Lucy Hawk: Freut mich, dass es bei dir so gut gelaufen ist. So wie sich das bei dir anhört, hattest du eine sehr gute Therapeutin und das was du dort mitbekommen hast, wird dich dein Leben lang begleiten und dir helfen ^^
@ sue-sama: Der Lehrer war noch nicht besonders alt und hätte IMO eine Umschulung machen können.
Shingetsu
01.04.2007, 04:52
Was man nicht vergessen sollte ist die medikamentöse Therapie.
Bei Depressionen werden Anti-Depressiva verschrieben, bei Schizophrenien
gibt es Neuroleptika und teilweise auch Anti-Depressiva.
Bei manischen Depressionen gibt es Lithium. etc.
In einer psychiatrischen Klinik wird man erstmal auf das richtige Medikament eingestellt bevor irgendwelche anderen Therapien beginnen.
In den ersten fünf Sitzungen versucht der Psychologe den Patienten und seine Probleme kennenzulernen und herauszufinden, ob man miteinander auskommt. Dann wird entschieden was für eine Art Therapie die sinnvollste ist, es gibt da verschiedene Ansätze, Verhaltenstherapie, systemische oder Gesprächstherapie. Oder wenn man nicht miteinander auskommt, muss der Patient sich einen anderen Therapeuten suchen.
Bei mir war es eine Gesprächstherapie und meistens musste ich reden. Die Psychologin hat mir eher Denkanstöße oder Denkaufgaben gegeben als dass sie mir gesagt hat, was ich tun soll. Denn darauf musste ich selbst kommen, außer wenn ich natürlich komplett ratlos war.
Denke aber, das bei diesen Therapien auch viel davon abhängt, in wiefern der Patient diese Therapie will. Wenn der Patient zwar krank ist und das vieleicht auch weiss, aber dadurch vorteile hat, die er bei einer erfolgreichen Therapie nichtmehr hat(Siehe das Lehrerbleispiel von Ricky), dann denke ich, können nochsoviele Sitzungen anstehen. Wer nicht willens ist auf mögliche "Privilegien" durch eine Heilung zu verzichten, dem kann auchnicht geholfen werden. Da denke ich liegt auch eines der Hauptprobleme. Was man allerdings mit denen machen soll? Tja... da hab ich auch keine Lösung für.
Es freut einen aber auf jeden Fall zu hören, das es dir geholfen hat.
Maunzilla
01.04.2007, 19:44
Aber so eine Gesprächstherapie macht dann nur Sinn, wenn der Patient nicht weiß, warum es ihm schlecht geht. Wenn er die Ursachen seiner Depression kennt, nützt es ihm auch nichts. Schließlich kann der Psychiater ihm auch nicht seine Häßlichkeit, Arbeitslosigkeit oder Mißerfolg, oder was immer die Ursachen sind wegtherapieren.
Ob eine Behandlung mit Psychodrogen sinnvoll ist, wage ich ebenfalkls zu bezweifel. Vielleicht, wenn der Patient organisch krank ist. sonst aber ist das doch nur für die Pharmaindustrie gut. Denn Medikamente behandeln nur die Symptome, müssen jahrelang (evtl. sogar lebenslänglich) eingenommen werden, und schädigen mit ihren Nebenwirkungen den Rest des Körpers. Ich denke, so eine Behandlung sollte man nur in Betracht ziehen, wenn einer so bekloppt ist, daß er Leute absticht, oder Häuser anzündet oder sonst gemeingefährlich ist.
Luci Hawk
01.04.2007, 19:54
Es können dem Patienten aber auch Wege gezeigt werden, wie er mit seinen Unzulänglichkeiten umgehen kann. Oft ist Misserfolg ja auch ein Frage der Einstellung zu sich selbst. Oder wie man mit der Reaktion seiner Umwelt umgeht, wenn jemand "hässlich" ist.
Von heute auf morgen kann das natürlich nicht geschehen und es ist harte Arbeit. Rückschläge kann es auch geben. Man muss halt bereit sein, diese Aufgabe auf sich zu nehmen.
Bei sehr schweren Depressionen denk ich sind Medikamente schon sehr sinnvoll und können einem Patienten zumindest den Leidensdruck nehmen. Ich kenn mich da nicht wirklich aus, aber ich glaube nicht, dass da nur jemand die Pillen in die Hand gedrückt werden und gut is.
sue-sama
01.04.2007, 20:06
Aber so eine Gesprächstherapie macht dann nur Sinn, wenn der Patient nicht weiß, warum es ihm schlecht geht. Wenn er die Ursachen seiner Depression kennt, nützt es ihm auch nichts. Schließlich kann der Psychiater ihm auch nicht seine Häßlichkeit, Arbeitslosigkeit oder Mißerfolg, oder was immer die Ursachen sind wegtherapieren.
Dem kann ich so nicht wirklich zustimmen. Ein Bekannter von mir (der oben von mir zweite geschilderte Fall) weiß ja, woher seine Probleme kommen, aber bräuchte Hilfe, diese hinter sich zu lassen, bzw. richtig damit klar zu kommen, sonst ist er sein Leben lang nicht in der Lage, ein normales, angstfreies Leben zu führen.
Ich denke mal, dass Leute, die sagen, dass sie nicht wissen, woher ihre Depressionen/Sorgen/Probleme etc. kommen, es vielleicht nur ahnen, jedoch nicht wahrhaben wollen oder akzeptieren, dass genau DIESES Ereignis oder so jetzt der Grund dafür ist. Man macht sich doch seine Gedanken und hinterfragt sich.
Shingetsu
01.04.2007, 20:34
"Die Medikamente behandeln "nur" die Symptome"
aber oft ist es so daß die Ursache nicht behandelt werden kann,
und die Symptome müssen sowieso behandelt werden, egal
ob man die Ursache behandeln kann oder nicht.
eine therapie ist dann sinnvoll wenn man hilfe braucht. eine therapie is nich nur dazu da amit dir einer sagt was du hast(so funzt ne therapie eh nich) sondern helfen dir damit umzugehen und es zu ändern. selbst wenn du weißt was du hast isses doch gut zuner therapie zu gehen damit dir geholfen werden kann. außerdem spart man viel zeit dadurch.
ab tabletten glaube ich nur bedingt, die sollten nur zum einsatz kommen wenn man wirklich schwere depressionen hat. un selbst dann is eine psycho-therapie immer sinnvoll.
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