Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwarz, Rot, Gold... - Neues Gemeinschaftsgefühl oder gefährliche Entwicklung?
Usako Kirei
22.06.2006, 23:49
Also wie man durch die Fußball WM sehen kann ist bei vielen das gefühl des Patreotismus zurück gekommen. Wie findet ihr das? ich meine ich kann nichts dagegen haben denn ich meine man tut ja niemanden was. Aber ich finde kein gegenstand oder Produkt das nicht irgendwie mit Fußball oder mit der Deutschen Flagge bedruckt ist. Das kann mich erlich manchmal schon nerven. Aber gut denke ich mir," nach der WM geht das sicher zurück." Aber nun seit ihr dran. Was haltet ihr davon? Welche produkte habt ihr gesehen oder sogar gekauft? Und findet ihr den neuen Patreotismus gut? und wenn nicht Warum?
Also ich hoffe doch das sich niemand streitet deswegen, jeder hat seine Meinung. Ich möchte nur wissen wie ihr darüber denkt. Und da die Suchabfrage nichts ergab, denke ich das es keinen solchen Thread gibt. Bye Usako
Ken Hopkins
23.06.2006, 00:42
nö, is doch ne schöne sache. ^_^
find´s nur n weng assig wie die regierung diese zeit der ablenkung nutzt um nu ellegant alle steuererhöhungen und sonstige unangenehmen dinge durchzudrücken.
Slime Half 1/2
23.06.2006, 01:50
exzellente beobachtungsgabe mr. hopkins.
nachdem die wm vorbei ist ist es mit dem scheinpatriotismus auch wieder vorüber.wir müssen uns ja immer noch schämen weil irgendwelche der deutschen bevor die meisten von uns geboren wurden einen riesenscheiß gebaut habe obwohl jedes land nen ganz schönen dreck am stecken hat.wie lange soll das noch so gehen? ich finde es allerdings eh komisch stolz auf sein land zu sein.im heutigen deutschland gibt es nichts worauf ich stolz bin.ich finde es aber toll aus einem land mit solch genialen musikern,dichtern,erfindern usw zu kommen.aber das ist vergangenheit.wenn ich heute an deutschland denke bin ich eher um den schlaf gebracht.früher bach heute bohlen.ach ja und fussball interessiert mich nicht.find e ich komisch wie manche zu fussballfans mutieren sobald die wm ist.das endspiel sehe ich mir wohl an.ansonsten hab ich grad mal ein spiel so halb geguckt.
ich hab mir Schminke in den Fraben gekauft. Und auch schon ausprobiert. :-D Bei uns zu Hause hängt eine große Deutschland Fahne am Balkon. Mein Bruder hatte das Glück ein dickes "Fan-Paket" geschenkt bekommen zu haben mit allem möglichen Zeug drin. Autofahne, Winkehand etc. Ich fnde das gut, macht auch ein positives Gefühl des Zusammenhaltes.
Als ich aber letztens aus einem fahrenden Auto die erste Strophe des Deutschlandliedes vernehmen musste, war ich doch etwas iritiert. Aber von einer Handvoll unverbesserlicher lass ich mir die Stimmung nicht vermiesen. :-) Ich finde die momentane Entwicklung positiv!
Es gibt ja auch nicht nur Deutschland Flaggen Merchandise sondern auch von den anderen Laendern. Japan, Trinidad-Tobago und so weiter und so fort. Von daher find ich es nicht bedenklich.
Zudem loest so ne WM Flaggen Probleme, diverse Gruppierungen koennen da ihr Brennmaterial Vorrat aufstocken .. fuer die naechste Karikatur oder so ^^;;;
Ansonsten ist ein Land, wenn auch nicht durch Tote, so denn durch eine gewisse Kultur gepraegt [Was auch die Toten mit beeinflusst haben]. Dieser muss man sich m.E. nicht unbedingt schaemen und da kann man stolz drauf sein. Nur halt nicht stolzer als andere auf ihre sind.
EX-Slayer
23.06.2006, 10:43
Es wäre durchaus Begrüßenswert, wenn ein bisschen patriotischer Zusammenhalt über die Kickerei hinaus in den Köpfen der Leute haften bleiben würde. Würde diesem Land wahrlich nicht schaden.
Und wer nimmt schon diese ultralinken Panikmacher ernst, die jedem weiß machen wollen das es vom Fußballturnier zum Blitzkrieg nicht weit ist ? Die meinen halt, irgend einen Kommentar zur Situation beitragen zu müssen, auch wenn sie es besser gelassen hätten.
Ich finde es auch gut, gegen gesunden Patreotismus ist doch überhaupt nichts einzuwenden. Gerade Deutschland könnte mehr davon vertragen, um endlich mal diversen Sticheleien entgegenzuwirken, die uns sowieso bis ans Lebens Ende begleiten werden.
Ich habe nichts gegen den ganzen Fußballrummel, als WM-Stadt muss man so einiges "ertragen", andererseits ist es etwas besonderes, ich meine, wer weiß denn, wann wir das noch einmal erleben dürfen? Ich finde, man sollte es genießen uns sich einfach von der guten Stimmung anstecken lassen.
Das ist eben Fussball... und das ist eigentlich auch schon alles. Die ganzen Deutschland Fahnen, haben meiner Meinung nach, eh kaum was mit stolz auf das Land zu tun, als viel mehr mit Stolz auf die Fussballmannschaft.
Wenn es keine WM ist, dann hängen da eben Schalke, Bayern, Dortmund, whatsoever Fahnen.
Also seh ich da nicht wirklich was beängstigendes (mehr nervt es, mich persönlich, schon eher -.- ).
Klar gibt es nun Rechte, wie auch Linke die das ganze für sich auslegen und ausnutzen, aber das sind nicht so viele...
Ich seh da also weniger Patriotismus, als Fussballwahn darin. Von daher, geht das nach der WM auch wieder vorbei.
Ein wenig Nationalstolz, sollte aber auch uns Deutschen im allgemeinen vergönnt sein, auch trotz unserer Vergangenheit. Aber gerade wegen dieser bleibt so etwas für uns immer mit einem bitteren Nachgeschmack vergönnt...
Zum Thema:
Die Teutonen-Fahne weht dieser Tage von allen Fenstern, ziert jede zweite Wange und flattert stolz zur Schau getragen an zahllosen Autos
Hätten wir es hier wahrlich und wahrhaftig mit dem Aufkeimen eines neuen deutschen Patriotismus zu tun, ich wäre gottfroh! Doch ist dem wirklich so? Wer nur schnell hinblickt, der mag es meinen. Man erblickt Menschenmengen in Schwarz, Rot, Gold, die feiern, mit ihrer Mannschaft mitfiebern und hochemotional Siege wie auch Niederlage, Freude wie Schmerz teilen...
Sieht aus wie Patriotismus. - Oder doch nicht? Ändert das augenblickliche Fahnengeschwenke etwas an der Grundmisere, der alten Fehlschaltung, die das deutsche Nationalgefühl seit dem Krieg so nachhaltig gelähmt und zerfressen hat? Wenn wir ehrlich sind, und uns von der Euphorie in den Bereich der Logik zurückbegeben, dann nicht. Denn an der Grundhaltung der Menschen wird sich nichts oder wenn nur wenig ändern. Die meisten Deutschen werden auch zukünftig nicht ergriffen aufstehen und mitsingen, wenn die Nationalhymne erklingt, gefangen im eingeimpften Trott der unsinnigen Kollektivscham für längst Vergangenes. Sie werden es nicht als Ehre erachten im Dienste des Bundes ihre Wehrpflicht für Ihr Land zu erfüllen und sie werden sich auch nicht ein Deut mehr untereinander solidarisieren als bisher. - Die Deutschen bleiben leider ein Volk mit volksweiter Sozialstörung... Der WM-induzierte Patriotismus ist zwar ein guter Anfang, mehr aber auch nicht... Denn die meisten Landsleute sind nicht einmal mehr in der Lage, die Bedeutung des Begriffes "Stolz" wahrhaft zu erfaßen.
Im Gegenteil... Man kann sich des Eindruckes nicht ganz erwehren, dass der vermeintliche "neue Patriotismus" der Deutschen für die Meisten eher eine Art Modetrend ist. Ebenso wie etliche Verwirrte dieser Tage mit tuntigen Knallrosa-hemden, -shorts und was weiß ich noch durch die Straßen flanieren, so scheint eben auch Schwarz, Rot, Gold zu einer momentanen Trend-Angelegenheit zu avnacieren, die in dieser plumpen Verramschung als Modemuster den Symbolwert von Null hat, ja gar der Flagge spottet. - Wie viel Nationalstolz sich da wirklich hinter der Stirn der Einzelnen abspielt, die da als Masse vor uns auf den Public Viewings und sonstwo stehen, das sei dahingestellt. - Mutmaßlich ist es aber nur der Wunsch, am Erfolg einer Gruppe teilzuhaben (gleich welcher Art oder Zielsetzung, Hauptsache erfolgreich) und nicht zuletzt auch ein willkommener Anlaß und gesellschaftlich legitimer Grund sich ordentlich einen hinter die Binde zu gießen.
Aber der Ball rollt nunmal nicht ewig und die WM währt nicht für immer... Und wenn die Zeit vorrüber ist und die Kollegen der Allianz Ihr Logo wieder an seinen angestammten Platz auf der Arena hiefen lassen, dann wird der Party-Patriotismus sich wie ein Furz im Wind verdünnisieren. - Die Fahnen landen im Keller und die Deutschen kehren zu ihrer stumpfen Normalität zurück, in der Patriotismus keine Platz hat und man sich ängstlich duckt, wenn der Name des Landes auch nur fällt. - Die WM ist für Deutschland "einmal Nationalstolz zum Mitnehmen". Eine Art Fast-Food-Pride, ein Luftballon der toll aussieht und doch im Grunde nur aus heißer Luft besteht und unweigerlich platzen oder in sich zusammenfallen wird... - Traurig, aber wahr...
In der Hoffnung auf eine echte, volksweite Wiederkehr des echten Nationalbewußtseins verbleibt
Takuma
Callista
23.06.2006, 13:16
Ich finde, man sollte es genießen uns sich einfach von der guten Stimmung anstecken lassen.
Genau der Meinung bin ich auch. Eine Fahne schnappen, oder sonstig wie sich dekorieren und ab zu Fan Festen oder in die WM Innenstädte und rein in den Trubel. Bisher ist die Welt wirklich zu Gast bei Freunden und warum sollte man sich nicht von der allgemeinen guten Laune anstecken lassen.
Gefährliche Entwicklung? Ja, dass hört man öffters und das ist so typisch deutsch 'reden wir wieder mal alles zu tode und machen uns Sorgen wo (jedenfalls im Moment) kein Grund zur Sorge ist'. Sicher kann man den ganzen Patriotismuss übertreiben, aber ich glaube der Spaß an der WM sollte im Vordergrund bleiben :mrgreen:
Das auch wirklich überall inzwischen eine dt Fahne oder ein Fußball abgebildet ist nervt vielleicht etwas, aber ich glaube das war in den bisherigen WM Gastgeberländern nicht anders und der Hype wird nach der WM wieder abflauen.
Ich weis nicht genau, ob ich stolz bin Deutsche zu sein, oder ich mich einfach nur von der Euphorie treiben lasse, aber ich glaube D steht insgesamt nicht mal so schlecht da wie es überall gemacht wird. Unser Gesundheitssystem ist vielleicht nicht der Oberhit, aber hey schaut euch die USA an. Die Mehrwertsteuer wird ansteigen und mich stört das auch, aber die Schweden zum Beispiel kennen es nicht anders. Kleine Beispiele, aber vieles was bei uns schlecht ist, ist in anderen Ländern besser und umgekehrt. D nur negativ zu sehen hilft auch keinem weiter. Ich glaube ich würde nie für immer D den Rücken kehren, vielleicht für ein paar Jahre um etwas von der Welt kennen zu lernen, aber so übel ist das Leben in D wirklich nicht.
Slime Half 1/2
23.06.2006, 14:42
@takuma
die stelle mit den rosa hemden war gut.grad die die auf macho machen und andere gerne als schwuchteln bezeichnen wie zb prolltürken laufen mit rosa hemdchen rum.kapier ich nicht und ich finds sehr peinlich.
die türken hier bei mir scheinen so stolz auf ihr land zu sein das sie sogar türkische(keine tunesischen! man könnte das ja auf die schnelle verwechseln) flaggen raushängen obwohl sie garnicht bei der wm dabei sind.auch übertrieben.wir untertreibens ja hingegen.
Usako Kirei
23.06.2006, 15:56
Ich bin froh das ihr so denkt. ich bin auch der Meinung das es den Zusammenhalt stärkt und vielleicht sind die Deutschen dann nicht mehr so negertiv eingestellt. Ich bin froh das die WM in vielen Ländern ausgestrahlt wird und dadurch haben wir schon viel positives der Ausländischen besucher zu hören bekommen.
Ich hoffe das sich das bild des Typischen Deutschen wandelt.
Ein sehr nette und vor allem liebe aussage kam von einem Japaner. Er meinte,"
das er es toll findet wenn die Deutschen sich zu ihrem Land bekennen und er meinte auch das die jetztige generation nichts für den misst der vergangenheit kann.Sie sollten stolz auf das sein was sie bis jetzt geleistet haben. Er persönlich mag die Deutschen sehr und würde gerne mal wieder kommen." (das ist nicht der genaue Wortlau).
Ich finde auch das jedes Land dreck am stecken hat und Deutschland ist seit jahren ein sehr friedliches land. In gegensatzt zu manch anderen. Aber das ist was anderes. Ich will das auch nicht runter spielen nie im Leben. Ich fühle mich sehr wohl^^. Bye Usako
Ich finde auch das jedes Land dreck am stecken hat und Deutschland ist seit jahren ein sehr friedliches land. In gegensatzt zu manch anderen. Aber das ist was anderes. Ich will das auch nicht runter spielen nie im Leben. Ich fühle mich sehr wohl^^. Bye Usako
Ja, das stimmt. Jedes Land hat so seine Flecken auf der weissen Weste.
Das Problem mit uns ist eben, das wir das 'Völkermorden' schon 'industrialisiert' haben, das macht es so schlimm und grausam, wie ich finde, und nicht mal die Tatsache das wir Menschen umgebracht haben (das ist auch schlimm, das darf man nun nicht falsch verstehen, ich hoffe was ich meine wird im weiteren Satz deutlicher), denn das haben eben die Amis und andere auch zu genüge getan, ohne das man ihnen das so vorwirft.
Ich finde gut Usako, das du auch sagst das du es nicht runter spielen willst! Das ist wichtig, ich finde wir müssen nunmal damit als unsere Vergangenheit leben, es zu ignorieren oder es runterzuuspielen wäre falsch.
Wir müssen uns immer dessen bewusst sein, was damals passiert ist, um es eben in Zukunft zu vermeiden!
Aber wir sollten trotzdem auch auf unser Land stolz sein dürfen, ohne als 'Nazis' verschrien zu werden. Es ist halt wie mit vielen, in der richtigen Menge gut, bei zuviel: schlecht. :mrgreen:
Usako Kirei
23.06.2006, 16:36
Ja, das stimmt. Jedes Land hat so seine Flecken auf der weissen Weste.
Das Problem mit uns ist eben, das wir das 'Völkermorden' schon 'industrialisiert' haben, das macht es so schlimm und grausam, wie ich finde, und nicht mal die Tatsache das wir Menschen umgebracht haben (das ist auch schlimm, das darf man nun nicht falsch verstehen, ich hoffe was ich meine wird im weiteren Satz deutlicher), denn das haben eben die Amis und andere auch zu genüge getan, ohne das man ihnen das so vorwirft.
Ich finde gut Usako, das du auch sagst das du es nicht runter spielen willst! Das ist wichtig, ich finde wir müssen nunmal damit als unsere Vergangenheit leben, es zu ignorieren oder es runterzuuspielen wäre falsch.
Wir müssen uns immer dessen bewusst sein, was damals passiert ist, um es eben in Zukunft zu vermeiden!
Aber wir sollten trotzdem auch auf unser Land stolz sein dürfen, ohne als 'Nazis' verschrien zu werden. Es ist halt wie mit vielen, in der richtigen Menge gut, bei zuviel: schlecht. :mrgreen:
Danke das du das versehst. Ich bin deiner Meinung. Wir sind friedlich und leider könne wir das geschehene nicht rückgängig machen. Unsere "vorfahren" sage ich mal haben leider viel falsch gemacht. Aber nun wissen wir das so etwas neimals mehr passieren darf, und das allein ist schon ein grund stolz zu sein.
Zum Thema:
Aber der Ball rollt nunmal nicht ewig und die WM währt nicht für immer... Und wenn die Zeit vorrüber ist und die Kollegen der Allianz Ihr Logo wieder an seinen angestammten Platz auf der Arena hiefen lassen, dann wird der Party-Patriotismus sich wie ein Furz im Wind verdünnisieren. - Die Fahnen landen im Keller und die Deutschen kehren zu ihrer stumpfen Normalität zurück, in der Patriotismus keine Platz hat und man sich ängstlich duckt, wenn der Name des Landes auch nur fällt. - Die WM ist für Deutschland "einmal Nationalstolz zum Mitnehmen". Eine Art Fast-Food-Pride, ein Luftballon der toll aussieht und doch im Grunde nur aus heißer Luft besteht und unweigerlich platzen oder in sich zusammenfallen wird... - Traurig, aber wahr...
Hah und grade Allianz ist da ein gutes Stichwort zur Zeit(die Allianz hat vor wenigen Tage massiven Stellenabbau angekündigt) ... den in baldiger zeit erwerbslosen Allianzmitarbeitern wird der allgemeine Freudentaumel wohl kaum über die Misere helfen.Genauso wenig den Leuten die sich dem Volksfest WM komplett entziehen und andere Sorgen haben als die Flagge zu schwenken.
Denke auch nicht dass es ein neues patriotisches Gefühl gibt sondern auch,dass es in erster Linie um die Party geht und um möglichst viele Tore zu sehen bzw.diese dann auch ordentlich zu betrinken.Nicht mehr und nicht weniger.
Vor gar nicht allzu langer Zeit waren ja auch ein paar Werbefuzis mit dieser"Du bist Deutschland"-Kampange zu gange wo auch schon wieder ein Vermächtniss des 3.Reiches von einigen armen Irren vermutet wurde.Auch damals nix gewesen und was hat man herzlich darüber gelacht.Dieses mal ist es nicht viel anders.
Nuja,zumindest kann ich viel Fussball gucken...
Shingetsu
23.06.2006, 22:23
Bei den Deutschen hat man immer bisschen angst daß sie das mit dem Patriotismus wieder übertreiben könnten.
Ausserdem fördert es dieses Grenz-Denken: "Du bist Deutschland, aber der da ist Polen, und der ist anders als wir."
Obwohl zwischen Deutschland und Polen oft nur ein paar Kilometer liegen.
Natürlich gibts da Unterschiede (z.B. die Sprache), aber auch da ist wieder die Sorge daß viele Deutsche das übertreiben. Gerade bei den Rechten werden die Unterschiede zwischen den Völkern besonders aufgebauscht, und Konkurrenzkampf gefördert statt Völkerverständigung.
Das merkt man schon an der Haltung zum EU-Beitritt der Türkei.
Die Rechten mögen das nicht, denn "die Türken gehören nicht zu Europa.
Die sind ganz anders als wir. Wir Europäer müssen uns vor der fremden Kultur schützen." während andere sich freuen daß Europa größer wird weil immer mehr Länder den Vorteil einer friedlichen Zusammenarbeit entdecken.
Die Rechten denken ja auch daß es einen Kampf der Rassen gibt wo nur die besten überleben, und die WM als Kampf der Nationen wirkt auf viele Dumpfbacken sehr ansprechend. Die sehen das dann nicht nur als Sport sondern als atmosphärischen Rahmen um ihren Nationalismus auszuleben.
Es gibt hier einen kritischen Kurzfilm zur WM:
http://de.indymedia.org/2006/06/150593.shtml
Maunzilla
23.06.2006, 22:43
Mal rein von der ästhetischen Seite betrachtet, ist die aktuelle Deutschlandflagge nicht schön, und nach den Farbregeln sogar falsch (der gelbe Streifen müßte in der Mitte sein). Da gefällt mir die alte viel besser.
Ich besitze keine Flagge und würde auch nie eine hissen, oder verwenden. Ich finde, der Staat mischt sich schon genug in das Privatleben des Bürgers, da brauche ich nicht noch die Staatsflagge als Privatmann zu nutzen.
Das Gemeinschaftsgefühl ist den Deutschen seit dem Krieg tüchtig ausgetrieben worden. In der heutigen Zeit zählen nur noch Geld, Konsum und Selbstverwirklichung; das wissen dank des Fernsehens schon die Kinder im Vorschulalter. Die deutsche Sprache und Kultur ist im Niedergang. Wen wundert das auch, bei rund 20% allochthoner Bevölkerung.
Usako Kirei
24.06.2006, 07:04
@Maunzilla. da bin ich aber froh das die WM nun etwas schwung nach Deutschland geholt hat ich meine wie man sieht, Sind die Deutschen wieder Stolz auf sich und ihr Land und das alles durch Fußball (hätte das nie geglaubt). Gut die Fahne ist vielleicht nicht die Schönste aber wenn ich mir andere ansehe finde ich das wir doch ein der Schönsten haben. Die alte Fahne, ich weiß ja wie die aussieht, aber die finde ich erlich nicht besonders schön die sieht so, "naja, fade aus^^". Aber das ist geschmack. Bye Usako
Slime Half 1/2
25.06.2006, 01:11
ja jetzt .aber aber nur bis zum 9. juli und vielleicht ein paar tage länger dann geht man wieder zum vorherigen über und die ganzen fahnen verstauben im wandschrank oder sonstwo.
kyu the coffin
25.06.2006, 01:28
Man mag mich einen Pessimisten nennen, einen typischen Deutschen,
verkappten Linken oder was auch immer sonst, aber jede dieser Flaggen
erregt bei mir einen seelischen Brechreiz. Erstens kommerzialisieren die
Hersteler, Vertreiber etc. hiermit ein Staatssymbol. Nicht, dass ich davor
besonderen Respekt fordern würde (eher das Gegenteil), aber finde es
gefährlich, weil es ein weiteres Zeichend er Verquickung von Staat und Wirtschaft ist. Ein Symbol das die Macht des Staates repräsentiert sollte
dicht zur untermauerung wirtschaftlciher Macht von Konzernen dienen.
Ich bin vielleicht ein Mensch der sich zu viele Sorgen macht, aber ich fürchte
die Zunehmende Machtbasis der Großunternehmen auf unserer Welt und
dies sehe ich als ein Zeichen. Vielleicht bin cih auch nur paranoid...macht euch ruhig über mcih lustig.
Ich will niemandem verbieten Flaggen zu schwenken oder zu feiern, aber im Gegensatz zu vielen anderen Usern des Forums hier bin ich froh, dass die Lektüre dieses Threads mir die Sorge genommen hat, dies könnte ein Zeichen
neuen, starken Patriotismus sein. Patriotismus ist unangenbracht in heutiger Zeit, meine zumidnest ich:
In fühstaatlicher Zeit, als jeder kleine Fürst noch seine Burg mit seinen Dörfern zu verteidigen hatte, hatte es durchaus Sinn, seinen kleinen Landstrich zu lieben, man hatte ihn schließlich zu schützen und damit seine Nahrungsgrundlage: Landwirtschaft. Später nutzten Herrscher großer Nationen diese Gefühle aus, unterstützten sie bewusst und macht so das Volk durch Massenpsychologie hörig, so meine Theorie. Tolle Sache so ein Patriotismus...zumindest, wenn man Soldaten sucht, die die eigenen politsichen und wirtschaftlcihen Interressen im Namen "hehrer" und "patriotischer" Ziele im Kampf durchzusetzen. Man werfe nur einen Blick nach Nordamerika mit seinen einzigartig geist- und gedankenlosen "Patriotismus". Ich fidne Deustche Kultur so wertvoll wie jede Kultur und bin durchaus stolz Wagner zu hören und ein Wenig Schiller udn Goethe zu kennen.
Doch "Liebe zum Staat" amcht blind für dessen Verfehlungen und Patriotismus verhidnert den Internationalen politischen Fortschritt. Eine Möglichkeit der Wirtschaftsglobalisierung Einhalt zu gebieten ist eine politsiche Globalisierung. Was ist so schlimm an internationalen Standarts oder eine EU-Verfassung? Rechtfertigt Fußball eine internationale Feindschaften künstlcih geschaffener Gebiete? Jedes GEbiet aht seine Kultur auf die die MEnschheit stolz sein solte, aber wieso ist immer noch ejder vom Heimatgdanken ebsessen?
Nun ja, ich möchte mich für meien auschweifende udn aufgeblasene Rede entschudligen, hier amcht sich einmal mehr der Zorn über die gesellschaft in mir breit und ich danke jedem der sich antut das zu lesen ^_^ (trotz vieler Tippfehler)
Und obwohl ich wohl ein Partymuffel bin (außer auf guten Konzerten) wünsche ich den Freunden des Fußballs oder auch nur des Feierns viel Spaß und eine Möglcihkeit unnötigen Frust abzubauen, aber bitte versucht nciht mcih zu überreden (meienr Menung nach) geschamcklose Plastikflaggen aufzuhängen
oder mich wegen Fußball hemmugnlos zu betrinken. Ich verstehe den Spaß an Sportübertragungen einfach nciht ^^
Maunzilla
25.06.2006, 07:54
Patriotismus ist grundsätzlich nichts schlechtes, aber er muß auf Gegenseitigkeit beruhen. Und ich habe nun einmal nicht den Eindruck, als ob der Staat (bzw. dessen Vertreter) sich besonders um die Wohlfahrt des Volkes scheren.
Usako Kirei
25.06.2006, 11:14
Ich glaube auch nicht das einer von den flaggen besitzern sich gedanken darüber macht, "Oh nein das ist ja ein Zeichen von Staat und Wirtschaft." Ich denke jedes Land hat seine Flagge. Und bei uns, ist es diese. Daher kann man sie denke ich, ohne problem mit sich rum tragen. Für die Leute ist es das Sybol Deutschlands nicht mehr und nicht weniger.
Die Leute sind endlich mal glücklich und feiern. Das kann doch nicht schlecht sein. Ich finde es gut, das es zur zeit, so einen Aufschwung giebt. Denn wenn man sich den Deutschen in den letzten jahren ansieht, sieht man nur einen Pessimist der an allem und jeden zu Meckern hat. Und daher finde ich es gut (wenn auch nur für Kurz) das wir entlich etwas auf blüen. Bye Usako
Mir missfällt dieser Aufschwung an Patriotismus, wobei auch ich ihn nicht für solchen halte, eher. Ich denke, über Fußball werden, gerade in der heißen Phase der WM, Feindschaften erhalten/aufgebaut, die dann in gewissem Maße auf andere Bereiche übergreifen. So etwas ist ja schon bei Vereinsmannschaften zu beobachten, und auch bereits bei den Nationalmannschaften present.
Wenn nach der WM die guten und schönen Szenen bei den meisten rasch vergessen sind, bleiben die Rivalitäten bestehen.
Sollen die Leute ruhig "ihre" Elf anfeuern, sich über sie freuen, mit ihr leiden, doch sollten sie das imo nicht mit der Flagge, sondern mit dem Verbandsemblem ausdrücken. (Leider sind diese ja wirklich unschön)
Zu allerletzt, mir gefällt uns're Flagge nicht...
Usako Kirei
25.06.2006, 12:24
@ -M2-: In gewissen mahse hast du sicher recht. Klar das die WM nicht nur seine vorteile hat. Sicher gibt es Rewalen und auch leute die sich da durch Prügeln ect. Aber in großen und ganzen bekommen wir entlich unser verstaubtes Image weg. Und das sollte uns doch freuen. Denn die WM wird in die ganze Welt übertragen und da kamm schon viel positives bei rum. Sicher gibt es auch negatives. Doch das überwiegt nicht.
Gut die Flagge gefällt dir nicht. Das ist geschack denke ich ^^. Ich finde es aber gut das du auch mal etwas negatives bei getragen hast. Denn es gibt 2 Seiten einer Medalie^^. Bye Usako
Shingetsu
25.06.2006, 13:31
Als ich in der Zeitung gelesen hab "Politiker fordern Staatsbeflaggung bei WM" hab ich mir schon gedacht daß das einfach zu weit geht.
Es herrscht eh schon eine patriotische Stimmung. Muss man das zusätzlich noch durch politische Forderungen anheizen ? Staatsbeflaggung ist Politik und hat eigentlich nix mit Fußball zu tun.
Was fordern sie als nächstes ? Daß wir im Stadion die Reichskriegsflagge schwenken ?
Ich fordere Staatsbeflaggung beim Christopher Street Day !
;-)
Slime Half 1/2
25.06.2006, 14:37
ja die reichsflagge.als ich das erste mal durch die stadt gegangen bin als diese ganzen flaggen da hingen hab ich direkt an eine zeit bis 1945 gedacht.
diese schreckensherrschaft jetzt geht aber zum glück nur einen monat lang.dann muss ich die gröhlenden fußballfreaks auch wieder nur am wochenende ertragen wenn allemania spielt.jetzt jeden tag.
@ shin
let the colors of the rainbow fill your heart
societyhater aka Maddin
25.06.2006, 14:50
Ich bin froh das ihr so denkt. ich bin auch der Meinung das es den Zusammenhalt stärkt und vielleicht sind die Deutschen dann nicht mehr so negertiv eingestellt.
Bwahahahahahahahaha.
Zurück zum Thema: Ist wieder einmal typisch, dass sich die Deutschen über so etwas den Kopf zerbrechen, auch wenn es im Ausland niemanden wirklich juckt.
Siehe hier (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5637454,00.html)
Ich finde schon, das sportlicher Wettkampf auch etwas mit dem Staat/ Land zu tun hat. Für Deutschland ist es eine Möglichkeit sich zu präsentieren und auch mit gewissen Vorurteilen aufzuräumen. Dies geschieht unter anderem über die Bilder, die ins Ausland übertragen werden und da sind auf der Straße friedlich feierende Menschenmassen doch besser als betrunkene Schläger, die es zum Glück bis jetzt in sehr geringem Maße gab. Wenn man sich entsinnt, wie es 1998 war, als deutsche Hooligans den französisches Polizisten Daniel Nivel ins Koma geprügelt haben, dann sollte man sich über die positive Ausstrahlung dieser WM auf das Deutschlandbild freuen.
Jetzt zum Thema Sport und Staat: Jede WM, EM oder olympische Spiele sind doch genau genommen nichts weiter als ein friedlicher Wettkampf zwischen verschiedenen Völkern. Daran ist sicherlich nichts auszusetzen, besser als wenn man sich irgendwo die Köpfe einschlagen würde. Da es imo im Menschen selber festgelegt ist, dass er sich immer mit anderen vergleicht, bewusst oder unbewusst, ist diese Art Wettkampf für ihn wichtig, auch wenn er stellvertretend von einigen Personen ausgetragen wird.
Zu guter Letzt darf man die Ausstrahlungskraft von Erfolg nicht unterbewerten: Wenn es den Deutschen gelingen sollte, wirklich Weltmeister zu werden, dann bin ich überzeugt, würde dieses Ereignis doch schon längerfristig ausstrahlen als nur eine oder zwei Wochen.
Shingetsu
25.06.2006, 15:55
Was mich etwas irritiert ist dieses "Wir sind Deutschland, Wir sind Papst, Wir sind Weltmeister"-Getue was dann kommen wird.
Ich bin "Deutschland" weil ich zufällig hier geboren wurde.
Ich bin ganz sicher NICHT Papst, weil ich mich mit dem Typen
überhaupt nicht identifizieren kann. Er ist Bayer. Ich bin Bayer.
Warum soll ich jetzt in patriotischen Jubel ausbrechen ?
Ich will mich nicht mit dem Papst in einen Topf werfen lassen.
Darum hat mich die Bild-Schlagzeile "Wir sind Papst" schon so genervt.
Wenn Deutschland Weltmeister wird hat das ebenfalls nichts mit mir
zu tun, es sei denn ich hätte mitgespielt.
Ich seh mich auch nicht durch die WM oder deren Darstellung in den
Medien repräsentiert. Schliesslich interessier ich mich kaum für
Fußball.
Wie jemand hier schon geschrieben hat: Heutzutage wird man zu Individualismus und Selbstverwirklichung erzogen.
Ich seh mich nicht durch schwarz-rot-goldene Flaggen oder Michael Ballack
repräsentiert. Das bin alles NICHT ICH.
Slime Half 1/2
25.06.2006, 16:10
und außerdem geht mir dieses grammatikalisch falsche auf den sack.unsere sprache ist schon genug verhunzt worden mit anglizismen und allem scheiß und dann sind wir papst usw.da werden sie geholfen ja.langsam nicht mehr lustig.gähn.bild dir deine meinung sagt die bild meint aber bild dir unsere meinung.wieviele hohlköpfe von sowas beeinflusst werden ist unfassbar.
Usako Kirei
25.06.2006, 16:36
Ich weiß nicht was daran schlimm sein soll? wenn es ne Staatsbeflaggung gibt. Ich meine das macht doch jedes Land und ich denke nur weil wir das wollen, heißt das nicht gleich das wir sorry "Nazis" sind. ich finde nicht das es schlimm ist. Wir tuen doch niemanden was. Wenn das so gemacht wird. Ich denke wir tuen viel gegen "Nazis" was ich auch gut finde. Aber was hat die Flagge damit zu tuen? ich meine jedes Land tut dies, die auch ihre schlimmen fehler gemacht haben und ich denke das können wir ja auch. Was passiert ist ist passiert und ich denke wir haben lange dafür gebühst. Was ich nicht falsch finde denn es war schrecklich. Aber es ist zeit, zu sagen wir haben aus unseren fehlern gelehrt, und dies wierd nie mals mehr passieren. Ich sage das auch obwohl meine Familie damals schwer unter dem "Nazis" gelitten hat. Aber Deutsch ist doch ich mehr Nazie. Ich denke es wäre schön wenn alle länder entlich frieden hätten und bewusst sagen ich bin froh Amerikaner, Franzose, Österreicher, Deutscher ect. zu sein egal welches Land denke ich. Ich möchte nicht das es jemand falsch versteht, Ich respektiere die meinug von anderen und ich möchte nur das man auch meine Meinung respecktiert. Ich möchte nur das gefühl haben mich nicht entschuldigen zu müßen wenn ich sage das ich Deutsche bin^^. Ich hoffe ihr versteht mich nicht falsch. Bye Usako
Shingetsu
25.06.2006, 17:22
Nur weil die Nazi-Zeit lange vorbei ist heisst das noch lange nicht daß Patriotismus und Nationalismus wieder salonfähig werden kann.
Das Argument "Andere Länder machen das auch" zieht hier irgendwie nicht,
denn ich finde sowas auch bei den anderen Ländern schlecht.
Statt froh zu sein daß wir in irgendwelche Schubladen gehören (Deutscher, Franzose, Holländer usw.) können wir auch über alle möglichen anderen Dinge froh sein.
Ich bin froh wenn es mir gut geht, und wenn es mir in China gut geht bin ich auch dort froh. Da hat doch nichts mit dem Staat zu tun.
Brauchen wir Nationalstaaten um froh zu sein ?
Bisher hat auch noch niemand verlangt daß ich mich entschuldigen soll weil ich in Deutschland geboren wurde. Ich hab auch nicht das Gefühl mich dafür entschuldigen zu müssen. Das sind alles nur subjektive Probleme die ich zum Glück nicht hab.
CruelMalice
26.06.2006, 02:09
Dem kann ich mich nur anschließen.
Mir ist Patriotismus jeglicher Coleur suspekt.
EX-Slayer
26.06.2006, 10:50
Sport war insoweit schon immer wichtig, als das ein Staat sich mit Erfolgen international profilieren, sprich sein ansehen steigern kann. Ich bin zwar alles andere als ein Sportler, aber mir ist es immer noch lieber wenn die Kinder zu einem Ballack aufsehen als zu einem Sido.
Und was habt ihr gegen Patriotismus, tut doch keinem weh, und wenn man davon genervt ist muss man sich ja nicht drum kümmern. Dieser Über-Individualismus, der einen lehrt, sich um`s verrecken in jedem Fall nur um sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zu kümmern, selbst wenn das heißt, es auf Kosten anderer zu tun, ist mir eher suspekt. Etwas patriotischer Zusammenhalt, der dazu dient, die Deutschen als Gemeinschaft einem gesteckten Ziel näher zu bringen, ist sicher etwas was uns nicht schaden würde. Und dieses Ziel muss ja nicht lauten "Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt".:-)
Ist doch schön wenn man sich mit anderen über den Erfolg (dauerhaft wie ich hoffe) der Nationalmannschaft freuen darf. In jedem Land werden Flaggen geschwenkt und vor die Tür gehangen, sogar ohne WM. Jetzt wo es auch mal bei uns wieder soweit ist machen sich einige sorgen darüber, das in uns Deutschen evntl. die alte Nazi Saat aufgehen könnte. Sagt mal seit ihr noch zu retten? Realitätsfremder kann man ja wohl nicht sein. Außerdem wird es Zeit das auch hier zulande endlich mal ein bisschen Nationalbewusstsein einkehrt. Wenn die WM dabei hilft, solls mir recht sein.
Etwas patriotischer Zusammenhalt, der dazu dient, die Deutschen als Gemeinschaft einem gesteckten Ziel näher zu bringen, ist sicher etwas was uns nicht schaden würde. Und dieses Ziel muss ja nicht lauten "Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt".:-)
Immerhin waren die Deutschen ja nicht diejenigen, die den Nationalstaat erfunden haben. Wovon ja auch zitierte Liedzeile kündet, die so oft falsch interpretiert wird. Sie kündet nicht von den (Wunsch-)Grenzen des Deutschen Reiches, sondern vom Gebiet in dem Deutsch gesprochen wurde. Man entsinne sich, dass es bis 1871 kein solches Reich gab, sondern nur Hunderte zersplitterter Kleinst-Fürstentümer. Und dies wurde von vielen Menschen als schlechter Zusatnd angesehen. Man sucht nach einer gößeren Einheit. Um wieder auf die zitierte Liedzeile zurück zu kommen, das entschiedende Kriterium eines Volkes, ist bis heute immer noch die Sprache. Menschen die die gleiche Sprache sprechen, fühlen sich einander näher als andere. Wenn man wirklich die Grenzen aufheben wollte, dann müsste man wohl Esperanto als Zwangssprache für alle einführen...
Eine Flagge ist nicht nur ein Zeichen von Staat und Wirtschaft sondern auch das einer Nation respektive der Personen der entsprechenden Nationalitaet. In sofern ist der verkauf von Landesflaggen ein Akt der Kommerzialisierung der Werte, sondern das Zugestaendnis einer entsprechenden Zugehoerigkeit.
Klar waere es unter dem Gesichtspunkt besser sie zu verschenken, aber das geht ja auch nicht.
Dann kaeme das ganze wertlos rueber.
Ganz subjektiv betrachtet finde ich die Deutsche Flagge schoener als die belgische. Die wirkt naemlich fett, also fett wie dick. Horizontale Streifen machen schlank.
Auch vom Farbaufbau, schwarz, dunkel, hell, passt, meiner Meinung nach.
@Maddin:
Die WM sorgt durchaus fuer ein positives Image von Deutschland im Ausland.
Belgische Moderatoren versuchen deutsch zu sprechen, das belgische MTV veranstaltet 'Wir lieben Deutschland' Abende und allgemein wird man hier etwas aufgeschlossener.
@Shingetsu:
'Wir sind Papst' ist Grammatikalisch vollkommen richtig.
Das niemand von dir verlangt hat das du dich entschuldigen sollst ist gut fuer dich.
Als ich, mehr scherzhaft, gegenueber Leuten die mir von Freunden vorgestellt worden meinte "I'am german, sorry" [Das Thema kreiste mal wieder um mock the germans]. Meinte man spaeter zu mir das dies eine positive Einstellung gute Idee sei.
Ich bin "Deutschland" weil ich zufällig hier geboren wurde.
Richtig, um mal amerikanische Populaer Kultur zu zitieren: Shit happens.
Ob es dir passt oder nicht, hat dich das zum Deutschen gemacht.
Du hast die Sprache dieses Land gelernt, du musstest durch dieses Schulsystem, weil du hier lebst wurde dir eher Goethe als Satre und eher Beethoven als irgendeinfanzoesischer Kuenstler naeher gebracht. Es laesst sich auch nicht vermeiden, das du der Tatsache das du hier geboren wurdest noch eine ganze Portion Kultur, Denkmuster vermittelt bekommen hast die nunmal deutsch sind.
Individualismus hin oder her, weil man aus Deutschland kommt denkt man eben auch in China wie ein Deutscher in China und nicht wie ein chinese. Man kann zwar versuchen wie ein Chinese zu denken, aber genau wie mit der Sprache hat man dabei einen mehr oder weniger fetten deutschen Akzent und landet schonmal im kulturellen Fettnaeppchen.
Zu behaupten man sei kein Deutscher ist ein verleugnen der eigenen Identitaet, dessen was zum eigenen Individualismus gehoert.
Darauf kann man nun auch ganz normal stolz sein, wenn man so moechte, vom Patriotismus erfuellt. Man kann nur nicht sagen 'Ich bin Deutscher und stolz. Du bist Franzose und hast weniger stolz zu sein'. Patriotismus ist nicht besser, nicht schlechter sondern etwas das jeder, bezogen auf seinen kulturellen Hintergrund, haben darf und sollte. [Das mit dem kategorische Imperativ war auch 'nen deutscher]
Ich bin ganz sicher NICHT Papst,
Bist du doch.
Natuerlich bist du nun nicht Benedict der Zweite formaly known as Kardinal Ratzinger.
Aber du hast denn selben kulturellen Hintergrund wie er. Du haettest demnach auch ein deutscher Papst sein koennen. Bist du nicht geworden, haettest du auch vielleicht nicht gewollt, aendert aber nichts am Konzept.
Shingetsu
26.06.2006, 12:28
@Shingetsu:
'Wir sind Papst' ist Grammatikalisch vollkommen richtig.
Nein. Hier trifft Mehrzahl auf Einzahl, und das ist grammatikalisch falsch.
Richtig müsste es heissen:
"Wir sind Päpste !"
;-)
Ausserdem finde ich immer noch daß durch so ein Zitat eine Gemeinsamkeit heraufbeschworen wird die gar nicht existiert.
Der Papst und ich haben nur einen gemeinsamen kulturellen Hintergrund, aber ansonsten total verschiedene Ansichten und Weltanschauungen.
Soll ich mich deshalb mit allen Deutschen identifizieren ?
Dann bin ich nämlich nicht nur Papst sondern auch der besoffene Hooligan der letzte Nacht an seiner eigenen Kotze erstickt ist. Der ist nämlich auch Deutscher.
Es ist schade daß eine nationale Identifikation scheinbar mehr zählt als eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Papst und seinen Ansichten.
Als ich gelesen hab: "Wir sind Papst" dachte ich nur: "IHR seid Papst. ICH bin
Christ."
Der Politiker der die Staatsbeflaggung fordert will in ganz Berlin ein schwarz-rot-goldenes "Fahnenmeer" sehen.
Sorry, aber dieser Fahnenenthusiasmus mit dem "Fahnenmeer" erinnert
mich einfach zu stark an die Reichsparteitage in Nürnberg wo die NSDAP auch solche Fahnenmeere beeindruckend inszeniert hat.
Nur damals kam die Idee nicht von Frank Henkel (CDU) sondern von Albert Speer (NSDAP).
Richtig müsste es heissen:
"Wir sind Päpste !"
Falsch den es kann nur einen geben. ;)
'Papst' ist, soweit ich weis, nicht Plural faehig.
Genauswenig wie Plural, man hat einen Plural oder zwei Plural. Aber keine Pluralae.
Der Papst und ich haben nur einen gemeinsamen kulturellen Hintergrund, aber ansonsten total verschiedene Ansichten und Weltanschauungen.
Hab ich doch geschrieben?
Was verbindet ist eben der gemeinsame kulturelle Hintergrund.
Dann bin ich nämlich nicht nur Papst sondern auch der besoffene Hooligan der letzte Nacht an seiner eigenen Kotze erstickt ist. Der ist nämlich auch Deutscher.
Ja. Der hatte auch den selben kulturellen Hintergrund.
Ist ja nicht alles gold glaenzend in Deutschland.
Genausowenig in anderen Laendern.
Es ist schade daß eine nationale Identifikation scheinbar mehr zählt als eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Papst und seinen Ansichten.
Wieso?
Gerade wenn man ueber den kulturellen Hintergrund verbunden ist kann man sich wesentlich besser mit dessen Inhalte auseinandersetzen und gegebenfalls die dazugehoerigen Ansichten ueberpruefen.
Wohingegen es, wuerde man es im gleichen Masse, bei einem anderen Papst machen, man in Konflikt damit geraet das einem Informationen, kultureller Art, fehlen die Inhalte nachzuvollziehen oder man in Gefahr geraet ihm eine Kultur ueberzustuelpen der er nicht entsprechen kann und will.
Was wiederum wesentlich nationalistischer ist als Patriotismus.
Patriotismus selbst ist nichts weiter als das Zugestaendnis eines kulturellen Hintergrund an sich selbst sowie eines unterschiedlichen, gleichwertigen kulturellen Hintergrund von Leuten aus anderen Laender.
Als ich gelesen hab: "Wir sind Papst" dachte ich nur: "IHR seid Papst. ICH bin Christ."
Wie katholisch, evangelisch, griechisch orthodox, [..]?
Zudem bist du nunmal Papst. Was aber nicht heisst das du nicht auch Christ sein kannst. Zumal der Papst schliesslich auch ein Christ ist. Ebenso, wenn du das 'Ich' derart herraushebst, [..] sind die andern dann keine Christen oO?
Der Politiker der die Staatsbeflaggung fordert will in ganz Berlin ein schwarz-rot-goldenes "Fahnenmeer" sehen.
Staatsbeflaggung heisst einfach nur das die Fahnen bei Regierungsgebaeufen raus gehaengt wird.
So etwas hat meines Erachtens nichts mit Fackelzuegen, sowie uebersteigerten Fahnenenthusiasmus zu tun. Zudem gibt es doch schon so Fahnenmeere, zum Beispiel zu Karneval.
öööh... wieso soll es das wort päpste nicht geben? nur weil es nur einen gibt in einer amtszeit? wenn du dich ma umsiehst gibts überall das wort päpste.
Stimmt *drop*
Sprech wohl zu wenig ueber paepstliche Angelenheiten *drop*
Shingetsu
26.06.2006, 15:54
Staatsbeflaggung heisst einfach nur das die Fahnen bei Regierungsgebaeufen raus gehaengt wird.
Warum sagt Frank Henkel dann daß er: "in ganz Berlin ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer sehen will" ?
Das ist ja schliesslich nicht meine eigene Interpretation sondern Original-Zitat.
Zudem gibt es doch schon so Fahnenmeere, zum Beispiel zu Karneval.
Höchstens mit Spaßfahnen, aber doch nicht mit Nationalflaggen.
Zudem bist du nunmal Papst.
Nein. Ich bin nicht Papst. Genau das ist ja das Problem.
"Wir sind Papst" lässt ganz Deutschland katholisch erscheinen,
obwohl es auch viele Protestanten gibt die garantiert nicht
Papst sein wollen.
Wenn der kulturelle Hintergrund als Identifikation ausreichen soll
pfeiff ich darauf, denn für mich zählen nur Taten und Ideen,
und nicht dem sein "kultureller Hintergrund", denn der interessiert
mich in diesem Zusammenhang nicht die Bohne.
Natürlich ist es nett zwischen den Menschen Gemeinsamkeiten zu suchen, aber warum will man solche Gemeinsamkeiten nur zwischen Leuten aus dem gleichen Land sehen ? Ich finde auch zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen Gemeinsamkeiten z.B. gleiche Ansichten über dies und jenes, gleiche Religion obwohl man aus verschiedenen Ländern kommt , gemeinsame Hobbies usw.
Das sind dann wenigstens Gemeinsamkeiten für die man sich bewusst entschieden hat, und nicht weil man zufällig im gleichen Land geboren wurde.
Internationalismus ist doch viel besser als stumpfer Nationalismus.
Ich fühl mich z.B. mit Gothics aus verschiedenen Ländern viel mehr verbunden als zu einem deutschen Bierdimpfel der gleich bei mir um die Ecke wohnt. Zu dem seh ich eher gar keine Gemeinsamkeit, und daß er "auch Deutscher" ist ist mir eigentlich scheissegal, denn ich mag ihn trotzdem nicht. Da bin ich lieber mit italienischen Grufties unterwegs.
also mich erinert das nich an naziaufmärsche. und ich bin mir sehr sicher, dass der liebe herr da auch nich dran gedacht hat... außerdem is eh schon alles voll mit deutschlandfahnen. da machts auch keinen unterschied mehr.
Warum sagt Frank Henkel dann daß er: "in ganz Berlin ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer sehen will" ?
Das ist ja schliesslich nicht meine eigene Interpretation sondern Original-Zitat.
*shrug*
Keine Ahnung.
Zunaechst mal sagt mir Frank Henkel nichts. Auf Google, wohl ein CDU Mann, maessig bedeutend.
Zudem fehlt bei dem Zitat ein ganzes Stueck: "Wenn die holländischen Fans Leipzig in Oranje hüllen, dann muss doch die Hauptstadt während der Fußball-WM ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer sein". Imho kein Aufruf zu einem nationalistisch orientierten Auflauf, sondern einfach neben den Hollaendern genauso selbstbewusst auftreten zu koennen, zudem wo man Fan ist stehen.
Die Hollaender sind mit ihrem Oranje, und den Flaggen, uebrigens um einiges heftiger.
Zudem gibt es doch schon so Fahnenmeere, zum Beispiel zu Karneval.Höchstens mit Spaßfahnen, aber doch nicht mit Nationalflaggen.[/Quote]
Spassfahnen? Also die meisten Karnevalsvereine sehen ihre Flaggen und so, so lustig wie ein deutscher Schaeferhund Verein 'nen Dackel Besitzer. Irgendwie nicht.
Wenn der kulturelle Hintergrund als Identifikation ausreichen soll pfeiff ich darauf, denn für mich zählen nur Taten und Ideen, und nicht dem sein "kultureller Hintergrund", denn der interessiert mich in diesem Zusammenhang nicht die Bohne.
Kultrureller Hintergrund =! Gemeinsamkeiten
Natuerlich gibt es hier Leute mit bestimmten Hobbies, Fandoms die sich ueberschneiden, Religionen die gemeinsame sind.
Der Mensch an sich hat aber 'ne bestimmte Art es zu betrachten. Wenn man sich z.B. mal die Anime Fans hier an sieht und die in Frankreich, sind die zwar auch irgendwie gleich, dann aber auch wieder anders. Schon weil die 'ne andere Basis an Anime haben. Bei denen laeuft gerade die neuste, oder eine, Leji Serie im Fernseh, irgendwas mit Harlock ebenso wie Great Teacher Onizuka. Bei uns liegen die Leji's in der Grabbelkiste und wird teilweise von den Fans mit dem Hintern nicht angekuckt [wie alt].
Daneben gibt es andere Eigenheiten. In Deutschland gibt man sich die Hand, knuddelt sich wenn es ganz arg kommt. In Frankreich gibt man Kuesschen, derer 3, in Belgien 2 und dann haengts auch noch zusammen wie Dicke man ist. Also die Anzahl.
Deine Taten, Ideen, wie du sie um setzt, wie du sie siehst und teilweise ob du sie ueberhaupts hast kommen nunmal durch deinen kulturellen Hintergrund. Natuerlich ist der Patrotismus kein Rund um Identitaets-Wellness Paket, aber er ist kein gaenzlich redundanter Teil. Er wirkt sich, ob man sich Patriot nennt oder nicht, im Kontakt mit anderen aus.
Ich finde auch zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen Gemeinsamkeiten z.B. gleiche Ansichten über dies und jenes, gleiche Religion obwohl man aus verschiedenen Ländern kommt , gemeinsame Hobbies usw. Das sind dann wenigstens Gemeinsamkeiten für die man sich bewusst entschieden hat, und nicht weil man zufällig im gleichen Land geboren wurde.
Du hast dich nur in gewisserweise fuer sie tatsaechlich bewusst entschieden. Das Land in dem du lebst, die Leute die um dich herum sind haben dich bei der Entscheidung gepraegt. Ebenso, selbst bei den Gemeinsamkeiten wird es noch Unterschiede geben. Was gut so ist, normal und nicht schlimm oder so.
Internationalismus ist doch viel besser als stumpfer Nationalismus.
Die viel propagierte Multikultur ist meines Erachtens nichts als wahlweise ein totalitaerer Auswuchs von Konzernen sowie der haessliche Teil der fachistoiden Linken.
In dem man behauptet das andere die selbe Kultur haben wie man selbst, in dem man die persoehnliche/individuelle Kultur zur Leitkultur macht, spricht man der Kultur der anderen die Existenz Berechtigung ab, erniedrigt sie. Genauso wie es ein rechtsradikaler mit allem was ihm nicht deutsch erscheint macht.
Ich fühl mich z.B. mit Gothics aus verschiedenen Ländern viel mehr verbunden als zu einem deutschen Bierdimpfel der gleich bei mir um die Ecke wohnt. [..] Da bin ich lieber mit italienischen Grufties unterwegs.
Wie oft ziehst du mit italienischen Grufties, also solche die 90% ihres Lebens in Italien verbracht haben durch tatsaechlich die Gegend?
Ich spiele recht viel Go, bin daher auch gleich nach dem Umzug nach Belgien zu hiesigen Go Clubs. Natuerlich hat man als gemeinsame Basis Go, das man das Spiel mag und es gerne spielt. Abgesehen davon kann es aber dann an verschiedenen Stellen auseinander gehen. Zum Beispiel wenn man ueber die Popkultur labert, die eine Haelfte verstehen die nicht, die andere fehlt mir. Dann gibt es Feste, das Koeningshaus, verschiedene Verhaltensweisen .. Kleinigkeiten aber man merkt doch das da kulturelle Unterschiede sind.
Genau da ist nun der Punkt wo man nicht sagen muss 'Ja eure Kultur ist besser' oder 'He, da seid ihr aber schrott' sondern jeder fuer sich, ganz patriotisch, auf seinen Background stolz sein darf. Ohne das man sich kabbelt oder zu stolz wird.
Wenn man nun so tut als gaebe es keine Kultur, als haetten einen 25 Jahre Deutschland ueberhaupt nicht tangiert, fuehrt das zum Identitaetsverlust. Man kann nicht innerhalb 9 Monate 25 Jahre Belgien nachholen und auf die anderen wirkt man bestenfalls dann 'Fake'. [Etwas Leute an Deutschen im Ausland stoert, das sie krampfhaft versuchen so zu tun als kaemen sie nirgendwo her]
Zum Thema Gruftie, also in Belgien gibt es da auch so eine Wave Szene, die produzieren echt ne Menge selber. Die meisten da glauben das, eigentlich, da sogut wie nichts mehr aus Deutschland kommt. Naja und wenn ich so die Diskos betrachtet, also das hatte doch 'nen wesentlich anderen Flair als die deutschen Gegenstuecke.
Shingetsu
26.06.2006, 19:40
@Teyl:
hmm Ich sag ja nicht daß alle die gleiche Kultur haben. Natürlich gibt es da Unterschiede die einen prägen. Die Frage ist nur wie wichtig man das nimmt, und wie "stolz" man darauf sein muss.
Ich kann sagen daß ich mich in meiner gewohnten Umgebung wohl fühle, und mir eine Umgewöhnung an ein Leben in Afrika schwer fallen würde,
aber deshalb muss ich ja nicht gleich "Deutschland ! oh geiles Deutschland !" brüllen und den Patrioten raushängen lassen.
Sephiroth's Angel
27.06.2006, 14:35
Na ja, wenn man sonst nix hat, worauf man stolz sein kann, klammert man sich halt an Strohhalm "Fußball".
Im ernst, ich finde es faszinierend, wie "stolz" die Deutschen diesbezüglich auftreten, wo sich doch sonst so zurückhaltend sind, was die Liebe zu ihrem Vaterland angeht.
Welche Nation wird von ihren Bewohnern am meisten geliebt? Forscher haben nach Umfragen in 33 Ländern eine Weltrangliste des Patriotismus aufgestellt. Wo die Deutschen landeten, überrascht kaum. Dafür aber verblüffen die Österreicher.
Jetzt haben wir es schriftlich: Die Deutschen sind vaterlandslose Gesellen, das traurige Schlusslicht der internationalen Patriotismus-Liga. Meinungsforscher sind gleich zweimal durch zahlreiche Staaten gezogen und haben deren Bewohner zu ihrem Nationalgefühl befragt. Das wenig überraschende Ergebnis: Deutschland liegt auf dem letzten Platz.
[...]
*kompletter Artikel* (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,403830,00.html)
Ich bin ja (das weiß hier gewiss jeder) das absolute Zuckerschnittchen http://www.crazypics.de/kaos/froehlich/008.gif, trotzdem hätt ich nix dagegen, wenn die Deutschen endlich mal aus der WM rausflliegen. Je eher das passiert, desto schneller legt sich auch wieder der Schein-Patriotismus.
@Shingetsu:
Das man Patriot ist heisst nicht das man gleich 'Deutschland olè olè' rufend oder bruellend durch die Strassen rennt.
Aus meiner Sicht heisst es zunaechst das man die eigene Kultur nicht verleugnet. Damit zurecht kommt das man, gewollt oder ungewollt, sowas wie eine deutsche kulturellen Hintergrund abbekommen hat.
Das man sich damit auseinandersetzt um sich selbst zu verstehen.
Das man die Kultur anderer Laender ansieht um damit zu recht zu kommen und als gleichwertig zu akzeptieren.
Das man sich in Bezug auf das eigene Land vielleicht einmal etwas verantwortlich sieht und nicht nur auf die schlechtn Seiten schimpft sondern, als Teil von allen, versucht es zu aendern. Ohne langwierige Schuldzuweisungen oder Verdraengung von Problemen.
Waer doch nicht schlecht wenn statt dem ewigen Meckern vielleicht einfach mal was geandert wuerde, ohne Mecker Attacke. Das geht aber nur wenn man etwas patriotisch ist.
Shingetsu
27.06.2006, 16:45
@Teyl:
So harmlos wie du das schilderst wär ich ja auch ein Patriot,
aber ich glaub Patrioten sind schon etwas schlimmer.
Ich denk mal die Leute die es haerter sehen sind Nationalisten.
Maunzilla
27.06.2006, 20:38
Daß Deutschland so wenig Nationalgefühl hat, liegt bestimmt auch daran, daß das deutsche Volk sich nicht freiwillig zu einem Staat zusammengeschlossen hat, sondern, daß verschiedene Völker und Staaten zusammengezwungen wurden. Auch ist der Staat als solcher dem Volk aufgezwungen worden. Das deutsche Volk hat sich in seiner ganzen Geschichte nie eine eigene Verfassung geben dürfen. Das Kaiserreich wurde vom preußischen König installiert, die erste Republik von den Kommunisten, das dritte Reich von den Nazis und die DDR und BRD von den Besatzungsmächten. Eine Volksbewegung hat es nie gegeben.
Außerdem glaube ich, daß viele Deutsche ihre Heimat lieben, aber nicht den Staat.
Und ich galube, auch daß es mehr patriotisch oder nationalistosch eingestellte Menschen gibt, aber die meisten es nicht wagen, dies öffentlich zur Schau zu stellen. Denn in Deutschland war es noch nie klug, öffentlich zu sagen, was man denkt.
Sephiroth's Angel
28.06.2006, 12:39
Und ich galube, auch daß es mehr patriotisch oder nationalistosch eingestellte Menschen gibt, aber die meisten es nicht wagen, dies öffentlich zur Schau zu stellen. Denn in Deutschland war es noch nie klug, öffentlich zu sagen, was man denkt.
Ein Grund mehr, wieso wir dieses Land lieben, yiiiiihaaa! http://www.crazypics.de/smilies/froehlich/0680.gif
Okay, tut mir leid, aber mal ehrlich; Wenn jemand wirklich stolz auf etwas ist, dann steht er auch dazu. Das ist doch gerade der Gag dabei, ein Patriot zu sein; Es zu zeigen, Klugheit hin oder her. Hier geht's doch um Begeisterung, Gefühl, Stolz, Liebe! Es geht darum, für seine Meinung und seine Überzeugung einzustehen, egal ob es einem Schwierigkeiten macht oder nicht. Wer sein Land wirklich liebt, der nimmt auch gerne Unannehmlichkeiten dafür in Kauf.
Wie viele Aufstände und Kriege wurden deswegen geführt? Patrioten, die schweigen, bewegen rein gar nichts. Nur sprechenden, leidenschaftlichen Menschen kann geholfen werden.
Wenn man nicht öffentlich zu seiner Meinung steht, ist's Heuchelei und das ist imo wesentlich schlimmer, als wenn man die Klappe hält, nur weil's "bequemer" ist. Was bitte sind denn das für Patrioten, die öffentlich nicht zu ihrer Meinung stehen? Traurig.. *schnief* ;__;
Und von wegen hier "wir haben uns besser etwas zurückzuhalten, weil wir eh den Nazi-Ruf weg haben". Pah! Wenn ich so was schon höre (Anm.: Allgemein jetzt, nichts was Maunzilla geschrieben hat). Da lachen ja die Bockwürste in der Kiste. Selbst in 100 Jahren wird Deutschland diesbezüglich noch mit einem Augenbrauenrunzeln beäugt werden, völlig unabhängig davon, ob die Deutschen sich stolz geben oder nicht. Das ist ergo kein Argument, seinen (wenn denn vorhanden) Patriotismus zurückzuhalten.
Ich hab kein Problem damit, wenn die Deutschen patriotischer werden, aber dann doch bitte auch richtig und nicht solche Scheinheiligen-Aktionen Marke WM.
Und nein, ich habe nicht zu viele Revolutionsfilme gesehen, ich mein das völlig ernst.
http://img509.imageshack.us/img509/2431/rock7gb.gif
Wenn wir Deutsche uns nicht endlich mal zu ihrem Land bekennen, die falsche Übertoleranz ablegen und den Arsch hochkriegen, können wir bald in Zelten hausen und unser Land "Germanistan" nennen.
Usako Kirei
28.06.2006, 20:08
Wenn wir Deutsche uns nicht endlich mal zu ihrem Land bekennen, die falsche Übertoleranz ablegen und den Arsch hochkriegen, können wir bald in Zelten hausen und unser Land "Germanistan" nennen.
Da stimme ich dir zu. Es gibt Sachen die mir nicht ganz einleuchten. Also ich meine was kann einen Persönlich daran stören, wenn ein andere, stolz auf sein land ist? Wenn er es nicht ist, und es nicht sein will," bitte ich zwinge ihn/ sie nicht dazu." Aber es sollte umgederht eben auch so sein. Jedem das seine. Ich kann mir auch nicht unbedingt vorstellen das es länder spezifisch ist. Warscheinlich wäre es in jeden anderen land ebenso. Weil man immer was negatives finden würde. Das ist meine Meinung ein paar haben eine andere Meinung und das ist gut. Und auch sinvoll so. Sonst gäb es ja nicht mehr viel zu reden^^. Bye Usako
Auf jeden Fall hat die WM schon mal einen positiven Effekt: Der ifo-Geschäftsklimaindex ist so hoch wie noch nie, allerdings wird er wohl im nächsten Jahr so tief sein wie noch nie....
Christian
04.07.2006, 21:02
Zudem gibt es doch schon so Fahnenmeere, zum Beispiel zu Karneval.
Da frage ich mich jetzt ernsthaft, warum noch keiner auf den Gedanken gekommen ist, den Karneval als bedenklich einzustufen und Vergleiche zur NS Zeit zu ziehen. Es mögen vielleicht bunte Flaggen sein, die nichts mit dem Staat zu tun haben, aber trotzdem kann man hier durchaus auch Vergleiche ziehen, wenn man ein Haar in der Suppe finden will: Bei den Faschingsumzügen marschieren irgendwelche uniformierten Faschingsvereinsmitglieder zu strammer Marschmusik durch die Straßen, es wird 'Hellau' und 'Allaaf' geschrien und dabei gemeinsam die passende Handbewegung vollfürt. Es gibt Orden usw., die man sich an die stolzgeschwellte Brust pinnen kann.
Das klingt weit hergeholt, total überzogen und absolut lächerlich? Mag sein, aber diese künstliche Aufregung das aktuelle - fußballbedingte - Gemeinschaftsgefühl, klingt in meinen Ohren mindestens ebenso übertrieben.
Takuma wird wahrscheinlich recht behalten, der Patriotismus wird sich nach der WM wahrscheinlich wieder legen und die Deutschen das schwarz-rot-goldene WM Trikot wieder gegen das bewährte Büßerhemd eintauschen. Schade. :|
Immerhin hat es dem Deutschen ansehen im Ausland tierisch gut getan.
:victory:
Stimmt, das Image vom langweiligen WM-Land hat sich nicht bewahrheitet und ich habe größtenteils viele positive Äußerungen gehört zu Deutschland als Gastgeber.
hm...ich muss gestehen.....ich zeichne lediglich für en Treffpunkt auf nem Schild unsere Flagge. Hatte sonst nie im entferntesten gedacht mir irgendwas davon zu kaufen. Ich hab kein Geld für sowas. -.-
Es ist itiotisch was es alles gibt: Wurst in Fussballform, Brot mit Fussballmuster etc.... gut das die Zeit vorbei ist.
Ich habe mich schon fast gefreut als Deutschland zum Schluss nicht durchkam. Ihr müsst verstehen. Wenn D-Land ein Tor schieß fühlt man sich wie bei silvester - überall kracher und sonstwas.
Ich sage nicht das es schlecht ist das wir nun endlich in nem besseren Licht stehen. Im gegenteil, es ist vorteilhafter. Jedoch manche Fans sind einfach nur dumm -.-
Ich bin ebenfalls nicht stolz auf mein Land, aber auch nicht auf irgendein anderes. In Punkto Geschichte verteidige ich gerne D-Land da wirklich so ziemlich jedes Land Dreck am Stecken hat oder hatte. USA mal auf Platz eins von allen.
Daher sehe ich die WM-Geschichte neutral: Gut was "unser" Gesicht in den der anderen Länder angeht - schlecht wegen dem ganzen Übertriebenen Gehabe. Und nun....zwar hängen noch immer ein paar Fahnen aber sonst ist es wieder so als wäre nie was gewesen -.- DAS ist idiotisch.
das mit der wm euphorie emfpand ich als sehr schön. noch nie war die stimmung im land besser bei einer wm, die stimmung war einmalig. anfangs hat mich dieses rumgehupe un der krach auch genervt aber am ende hab ich mich mitgefreut wenn ich feierne menschen gesehen habe. was nich gilt wenn ich in die statd nich reinkomme weil alles mit autos blockiert is un lauter besoffene rumgröhlen.
aber teilweise fand ich es ganz lustig was es für wm artikel gab. es is übertrieben aber mein gott... es is nur alle 4 jahre so ;)
Shingetsu
15.07.2006, 18:31
und es war wenigstens mal eine WM die man anschauen konnte, weil's keine Zeitverschiebung gab.
Ich kann mich noch WM's und Olympiaden erinnern wo man gar nix davon hatte weil die Spiele live von 3-5 Uhr morgens übertragen wurden, und am nächsten Tag gabs dann nur die Zusammenfassungen zu sehen.
Ich finde wir Länder mit der gleichen Zeitzone sollten zusammenhalten. Lang lebe die Deutsch-Afrikanische Freundschaft. :-)
Mal ehrlich, wer hätte VOR der WM hier gesagt, er würde die deutsche Fahne aus seinem Fenster hängen? ;-)
http://fotw.vexillum.com/images/d/de.gif
Usako Kirei
16.07.2006, 13:59
ich habe die Flagge immer noch am Auto so wie viele bei uns. Alle meinen das man doch trotzdem stolz sein kann. von ausländischer seite wurde gesagt das sie das gut finden das Deutschland sich zu seinem land bekennt. Das einzigste was sie nicht gut fanden war das ewige gerede ob das gut ist oder nicht. Hollander, Schweden, America und und und fanden das sehr gut und positiv wenn uns das Ausland verziehen hat können wir uns doch auch selber verzeihen oder?^^ Bye Usako
vBulletin® v3.8.1, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.