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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : The weakness


Aiko Takekawa
10.04.2004, 17:59
Prolog

Die Menschheit - simpel und einfach. Fressen und gefressen werden. Lieben und geliebt werden. Nehmen und geben. Manch kluger Mensch fragte sich, war das alles? - Ja, meinte man, das war es. Alles.
Doch es gab vier Menschen die anders waren, die forschten, die Wissen wollten...
März 1959
Ein kleines Dörfchen namens Gampern brachte diese vier Personen zum Vorschein, ein Ort, ruhig, freundlich, eine kleine Kirche schückte den nicht großen aber mit Blumen überfüllten Hauptplatz, wo sich Rentner gemühtlich niederließen um ihre täglichen Klatschnachrichten auszutauscen, wo sich Kinder zum Räuber und Gendarm spielen trafen und dort den kleinen Brunnen als Revier beanspruchen. Ab und zu wurden sie von beim Lernen gestörten Schülern und Studenten verjagt, aber sie kamen stets zurück wie die Motten zum Licht.
Jener März war ein besonders heißer Monat in diesem Jahr, obwohl es unüblich in dieser Gegend war, erfreuten sich die von Arbeit gestressten Erwachsenen an den warmen Sonnenstrahlen die den Schnee allmählich schmelzen ließen.
Dort unter disen vielen Kindern die ihre Schultaschen in ein Eckchen geworfen haben, gab es vier die anders waren, speziell waren, die... zu neugierig waren.
Eliza Kamout war eine von ihnen, Liz, wie sie von allen genannt wurde, war ein rothaariges, hübsches und sehr schlankes Mädchen. Ihr hübsches Gesicht zeichnete sich durch große, leuchtend grüne Augen aus und die Sommersprosen auf ihrer Nase machten sie noch niedlicher. Ihre Familie war nicht sehr wohlhabend, ihr Vater war nach der Schwängerung ihrer Mutter ins Ausland verschwunden und ihre Mutter war damit beschäftigt Geld ins Haus zu bringen, dass sie auch wochenends nur selten zu Hause war und ihrer Tochter stets Geld auf ein Bankkonto überwies mit dem sich die erst 14-Jährige selbst versorgen musste. Trotz dieser Tatsachen war Liz sehr selbstbewusst und lebensfroh und heiterte ihre Mitmenschen gerne mit kecken Witzen auf.
Elleyne Schlourborn war die Zweite im Bund, sie wurde von ihren Mitmenschen meist Elli genannt. Sie zeichnete sich durch ihren Hang zu Tagträumen und übermenschlich viel Phantasie aus, In ihren Schulbüchern standen selbst geschriebene Gedichte und Verse aus Dichtungen berühmter Schriftsteller. Einer ihrer liebsten Sprüche war: "Love told us the way!" Dieser sich auf jedem Gegenstand in Ellis Besitz befand. Wenn es wirklich so einfach wäre, hätte die Welt wohl nur Probleme mit dem Verkehr und sonst keine.
Ellis Eltern hatten sich nach vier Jahren Ehe scheiden lasse und gingen nun getrennte Wege. Ihr Sorgerecht bekam die Mutter Morgane Schlourborn, die berühmteste Reporterin in dieser Gegend und ihr Ruf eilte ihr sogar bis Wien und darüber hinaus bis New York voraus. Das ihr Kind ebenso talentiert im reden werden würde, war also nur eine Frage der Zeit. Elli hielt sich dennoch am liebsten im "Kiddies" auf. Einer Jugendspielhalle für Kinder von 12 bis 18 die sich dort auf Billardtischen, Tischfußballgeräten, Flipperautomaten und etlichen anderen unterhaltenden Geräten mehr tummelten. Natürlich war Elli nicht ausschließlich an Geld ausgeben interessiert sondern an der attraktiven männlichen Bedienung, aber das war nichts neues bei ihr. Über Geld musste sich das blonde lockige Mädchen mit den strahlend blauen Augen nie Sorgen machen, ihre Familie war die wohlhabenste in Gampern und sicher noch einigen Orten um die Wohngemeinde.
Carolynn Norris, war die Dritte des geselligen Quartetts. Kaum jemand wusste das sie Carolynn hieß, da man sie nach ihrer Taufe nur noch Lynn nannte. Sie ist sehr klug und kommt aus einem friedlichen Elternhaus. Ihre Eltern waren beide berufstätig, aber hatten sets für Familienfeiern, Verwandtenbesuche, Feste und Bälle, Zeit und bescherten ihrer Tochter ein angenehmes, meist problemloses Leben. Lynn zeichnete sich durch einen Notendurchschnitt von 1,0 aus. Sie war das, was man eine echte Streberin nennt, jedoch war sie nicht hässlich und auch keine Brillenträgerin, sie hatte hellbraunes schulterlanges Haar, das geschmeidig über ihre zarten Schultern strich, ihre braunen Augen zeigten den Mitmenschen, dass man Lynn nichts vormachen oder vorlügen konnte, sie wusste im Alter von drei Jahren über den Weihnachtsmann und den Osterhasen bescheid und wusste dass das Christkind kein Mädchen oder Engelchen war sondern der kleine frierende Jesus in der Krippe.
Sie hasste Lügen, ebenso vielwie wenn sie zum Narren gehalten wurde weil sie erst 14 war, aber schon dermaßen klug.
Das vierte Kind das Gampern hervorbrachte und die Vierergruppe vollendete war Bill Crawstone. Ein groß gewachsener Bursche der sicher gern mt anderen prügelte, gern Fußball spielte und Lehrer ärgerte. Er unterschied sich nicht durch sein Äußeres von anderen, sondern durch seinen eigensinnigen Charakter. Er konnte nicht schnell auf Leute eingehen und war nicht sonderlich kontaktfreudig und als er in das Örtchen zog fanden ihn neunzig Prozent unsympathisch und überheblich. Sein Vater hatte eine Stelle in der berühmten Bierbrauerei im Ort neben Gampern namens Zipf gefunden, und so haben sie sich kurzer Hand entschieden sich in Gampern niederzulassen. Das Geld, welches dieser Job einstrich reichte dass Mrs. Crawstone nicht arbeiten musste und täglich damit beschäftigt war, einzukaufen, zu tratschen, zu putzen und allgemein den Haushalt zu führen. Bills kopf schmückten dunkelbraune fast schwarze Haare und er hatte grün-graue Augen.
Durch seine Angst vor neuen Kontakten fand er anfangs keine Freunde. Liz, Elli und Lynn kannten sich schon seit einigen Jahren und Bill tat ihnen einfach Leid, wenn er so alleine da stand und niemand mit ihm reden wollte. Also ging Elli in einer der Schulpausen zu ihm hinüber, wo er wie erwartet einsam und verlassen sein Pausenbrot verschlang. "Schmeckt's?" Waren die ersten Worte die sich Elli unbewusst reden hörte.
"Sehr danke. Und du isst nichts?" fragte der junge Bursche.
Diese Freundlichkeit hatte das Mädchen nicht erwartet, sie streckte ihm ihre mit Tinte beschmierte Hand entgegen.
"Ich bin Elli und wie heißt du?" Ihre Wangen tauchten sich in Scharmesröte.
"Ich bin Bill." Er wischte sich die Brotkrümel von den Händen und schüttelte die Hand des blonden Lockenkopfes.
Elli deutete mit einem Handzeichen ein kommt her an.
Ein paar Augenblicke später standen auch Liz und Lynn vor dem nun verwunderten Jungen.
"Das sind Lynn und Liz." Zerschnitt Elli die Stille und zeigte auf die beiden Mädchen.
"Bill. Ich bin Bill."
Er ist netter als man erwartet (WAS erwartet man denn? Boshaftigkeit? Er war neu, da ist es doch mehr als normal noch keine Freunde zu haben!), dachte Liz und schüttelte ebenfalls die Hand des großen Jungen, Lynn tat es ihr gleich und beendete die Handlung mit einer kurzen Verbeugung.
"Jetzt wo wir uns kennen, können wir auch Freunde sein!"
So begann die Freundschaft vierer Personen, die von diesem Tag an wie Pech und Schwefel zusammenhielten, bis das Berufsleben sie einholte und sich die Wege der vier Menschen trennten. Kontakt pflegten sie noch ab und zu, Briefe und Telefonate war ihnen die Freundschaft Wert, was heut' zu Tage ja eher ungewöhnlich ist. Sie verließen Gampern mit ihren Träumen, doch ein Teil holte sie manchmal zurück.
Sehnsucht
Manchmal saßen sie am kleinen Hauptplatz und unterhielten sich miteinander und mit anderen Leuten.
Was wr es, was diesen Ort so atemberaubend machte, dass man einfach immer wieder zurück kehren musste? War es die unberührte Natur? Waren es die sympathischen Ortsbewohner? Heute würde man sagen, es wäre einfach der Ort selbst, der Sympathie und Harmonie ausstrahlt.

Crazy
10.04.2004, 23:27
Wann kommt denn der erst Kapitel :mrgreen: