Vargsang
28.07.2006, 20:19
Audioaufnahme aus der Fernsehsendung „Sepp Bauers luschtiger Musikandenstadl“
„Servus, Grietz euch Olle mitanand und a herzlichs Hallo zum heutigen Mutantenstadl, HäHä! I hoff’, euch geats au so gut wie mia,... wo issnt Musi, auf geats, bloasts uns halt a mal was voa,...!“
Einige der alten Menschen klatschen jetzt ab und zu in die verschrumpelten, alten Hände. Eine Frau im Rollstuhl zwinkert den vier kostümierten, wild trötenden Popelmattenträgern mit einem der vertrockneten, alten Augen zu. Die Vier haben die Alte bereits bemerkt und werfen ihr nun einen wollüstigen Blick nach dem nächsten zu. Morbide, knisternde Erotik liegt in der Luft. Dem Typ am Schlagzeug hängt dabei derart die Zunge runter, dass sie bereits plattgetrommelt auf der Snayer klebt. Als die Vier ihren Scheißmist beendet haben, lässt sich die immer noch zwinkernde Oma in ihrem Rollstuhl von dem Zivildienstleistenden zu den Popelmattentypen rollen, wo diese sich dann über die Urgroßmutter hermachen. Doch das antike Herz macht den Spaß einfach nicht mehr mit. Es zieht sich noch einmal kräftig zusammen, wie die Lunge eines Tauchers in 10.000 Meter Tiefe, um dann zu platzen wie ein Meerschweinchen in der Mikrowelle. Was anschließend passiert, läßt sich nur mit den nekrophilen Neigungen der 4 Spaßvögel erklären. Inzwischen beginnt der Moderator wieder irgend etwas zu blubbern,...
„Wie ia ja olle wissts, bin i da Bauer Sepp, eua Seppe, gäh, HaHa, und wos hoasst des jetz füa euch, genau, a gscherte Musi, HoHo. So und unsa nexta Gost, des is da Beppo, mit seina Kappeln, den Herzbuam. Da müssa doch d’ Herzal von den Damen höher schlong, oda. Aba net zu hoch, gäh, sonst schlongs ga nimma, HaHa! Also Deppo, hau rein...!“
Der aktuelle Interpret steht im künstlichen Nebel und singt irgend etwas von “HerziMausi, bist mei Lausi, bau ma aufm Hof a Hausi“ und von „Im Heustadl, da foa i Radl, denn davo kriegt ma stramme Wadl“, also derart hirnamputierten Quatsch, daß es selbst dem Moderator die Tränen in die Augen preßt. Mehrere der Alten trommeln jetzt mit den Füßen auf dem Boden herum. Ihre Gesichter sehen aus wie Totenschädel. Zwei oder drei der Omas spasteln sich dabei vor Schüttelkrämpfen die Zahnprotesen in den Rachen, woraufhin dieser sich zuzieht wie ein Doppelknoten über den man einen Lkw abschleppt. Die erstickenden Alten rutschen plump von ihren Stühlen wobei beim Aufprall auf dem Boden die alten Knochen zerbrechen wie ein Weinglas, das man gegen eine Hauswand wirft. Andere, die noch nicht völlig Alterstaub sind, verziehen bei dem erbarmungslosen Gedudel das Gesicht vor Schmerzen oder fangen an zu beten. Mitleid wird ihnen nicht zuteil. Nach 4 langen Minuten ist der Spuk vorbei und die Leute atmen auf,... das heißt genau genommen, einige nicht mehr,...
„Mei woa des a Gaudi, gut gmocht Peppo. Oba des woa ja no long net olles. Mia hom uns denkt, daß ia mea Stas verdiant hobt und desholb homa uns denkt, warum net au a mol an junga Buaschn und Froind da Volksmusi einlodn. Un hia komta, meine Domen und Herrn, i presendier eana n Psycho Franz!“ Der neue Interpret stapft in einer Art Cowboyoutfit auf die Bühne. Um die Hüften trägt er einen .45er Colt. Doch statt mit dem Musizieren zu beginnen, stapft er schnurstracks auf die erstbeste alte Dame zu, die er erspäht. Nun fordert er sie auf, zehn Schritte zu machen und dann zu ziehen. Die Frau weiß nun natürlich nicht so recht wie ihr geschieht und bittet den Psycho Franz, seine Bitte zu wiederholen. Doch dem ist gar nicht nach Wiederholen zumute und er beginnt wie ein Roboter zu zählen. Vielleicht hätten die Veranstalter die Gerüchte um die schwere LSD Sucht und um die Crack Abhängigkeit ihres Publikumslieblings ernst nehmen sollen, denn der zieht, bei zehn angekommen, den Colt und ballert der offensichtlich etwas irritierten Frau mitten zwischen die Augen. Ihr Mann, der direkt neben ihr sitzt, versteht die Welt nicht mehr und sieht nun mehr als verdutzt aus. Er ist der nächste, der zum Duell gefordert wird. Er beginnt auf den kostümierten Volksmusiker einzubetteln, doch der zählt unbeirrt weiter, denn er hat keine Zeit zu verlieren. Der Westen hat seine eigenen Gesetze.
Im letzten Moment fällt dem Familienvater doch noch ein, daß er besser fliehen sollte, doch zu spät: Er steht auf, während seine Nase und ein Auge auf dem Tisch liegen bleiben. Etwas desorientiert stolpert er kopfüber direkt in den nächsten mit Gästen besetzten Tisch. Doch der Cowboy bringt seinen Job zu Ende. Der nächste Schuß trifft den gesichtslosen Volksmusikfan in die Leber und streift das Rückrat. Wie ein Strohsack fällt er in sich zusammen, da das Rückrat den Spaß einfach nicht mitmacht. Die Gäste am Tisch sehen aus wie Ölgötzen, wobei ihnen das pechscharze Blut aus der Leber des Familienvaters im Gesicht klebt. Doch nicht nur sie finden das gar nicht witzig. Auch der Psycho Franz hat offensichtlich etwas gegen diese Art der Gesichtsbemahlung, denn schon wittert er feindliche Indianer. Diesmal fängt er nicht an zu zählen, da er genau weiß, daß man einem Indianer zuvor kommen muß. Er schießt einer der Omas am Tisch, die er für den Häuptling hält, mitten durch den Hals, einer weiteren in den Fuß und einem Opa fehlt nach dem Feuerzauber die rechte Backe. Dieses nun recht breite „Grinsen“ im Gesicht des Alten macht dem Cowboy zunehmend Angst. Sollte er die Wilden doch unterschätzt haben. Er zieht den taktischen Rückzug vor und stolpert aus dem Studio, um auf seine Farm in die Berge zurückzukehren. Dort hat er vor Biber, zu fangen und mit den ansässigen Trappern die Friedenspfeife zu rauchen.
Der Moderator sagt indessen garnichts mehr, da ihm ein Querschläger die Stirnhöhle erforscht hat,... ihm also sozusagen ein für allemal über den Mund gefahren ist.
Varg
„Servus, Grietz euch Olle mitanand und a herzlichs Hallo zum heutigen Mutantenstadl, HäHä! I hoff’, euch geats au so gut wie mia,... wo issnt Musi, auf geats, bloasts uns halt a mal was voa,...!“
Einige der alten Menschen klatschen jetzt ab und zu in die verschrumpelten, alten Hände. Eine Frau im Rollstuhl zwinkert den vier kostümierten, wild trötenden Popelmattenträgern mit einem der vertrockneten, alten Augen zu. Die Vier haben die Alte bereits bemerkt und werfen ihr nun einen wollüstigen Blick nach dem nächsten zu. Morbide, knisternde Erotik liegt in der Luft. Dem Typ am Schlagzeug hängt dabei derart die Zunge runter, dass sie bereits plattgetrommelt auf der Snayer klebt. Als die Vier ihren Scheißmist beendet haben, lässt sich die immer noch zwinkernde Oma in ihrem Rollstuhl von dem Zivildienstleistenden zu den Popelmattentypen rollen, wo diese sich dann über die Urgroßmutter hermachen. Doch das antike Herz macht den Spaß einfach nicht mehr mit. Es zieht sich noch einmal kräftig zusammen, wie die Lunge eines Tauchers in 10.000 Meter Tiefe, um dann zu platzen wie ein Meerschweinchen in der Mikrowelle. Was anschließend passiert, läßt sich nur mit den nekrophilen Neigungen der 4 Spaßvögel erklären. Inzwischen beginnt der Moderator wieder irgend etwas zu blubbern,...
„Wie ia ja olle wissts, bin i da Bauer Sepp, eua Seppe, gäh, HaHa, und wos hoasst des jetz füa euch, genau, a gscherte Musi, HoHo. So und unsa nexta Gost, des is da Beppo, mit seina Kappeln, den Herzbuam. Da müssa doch d’ Herzal von den Damen höher schlong, oda. Aba net zu hoch, gäh, sonst schlongs ga nimma, HaHa! Also Deppo, hau rein...!“
Der aktuelle Interpret steht im künstlichen Nebel und singt irgend etwas von “HerziMausi, bist mei Lausi, bau ma aufm Hof a Hausi“ und von „Im Heustadl, da foa i Radl, denn davo kriegt ma stramme Wadl“, also derart hirnamputierten Quatsch, daß es selbst dem Moderator die Tränen in die Augen preßt. Mehrere der Alten trommeln jetzt mit den Füßen auf dem Boden herum. Ihre Gesichter sehen aus wie Totenschädel. Zwei oder drei der Omas spasteln sich dabei vor Schüttelkrämpfen die Zahnprotesen in den Rachen, woraufhin dieser sich zuzieht wie ein Doppelknoten über den man einen Lkw abschleppt. Die erstickenden Alten rutschen plump von ihren Stühlen wobei beim Aufprall auf dem Boden die alten Knochen zerbrechen wie ein Weinglas, das man gegen eine Hauswand wirft. Andere, die noch nicht völlig Alterstaub sind, verziehen bei dem erbarmungslosen Gedudel das Gesicht vor Schmerzen oder fangen an zu beten. Mitleid wird ihnen nicht zuteil. Nach 4 langen Minuten ist der Spuk vorbei und die Leute atmen auf,... das heißt genau genommen, einige nicht mehr,...
„Mei woa des a Gaudi, gut gmocht Peppo. Oba des woa ja no long net olles. Mia hom uns denkt, daß ia mea Stas verdiant hobt und desholb homa uns denkt, warum net au a mol an junga Buaschn und Froind da Volksmusi einlodn. Un hia komta, meine Domen und Herrn, i presendier eana n Psycho Franz!“ Der neue Interpret stapft in einer Art Cowboyoutfit auf die Bühne. Um die Hüften trägt er einen .45er Colt. Doch statt mit dem Musizieren zu beginnen, stapft er schnurstracks auf die erstbeste alte Dame zu, die er erspäht. Nun fordert er sie auf, zehn Schritte zu machen und dann zu ziehen. Die Frau weiß nun natürlich nicht so recht wie ihr geschieht und bittet den Psycho Franz, seine Bitte zu wiederholen. Doch dem ist gar nicht nach Wiederholen zumute und er beginnt wie ein Roboter zu zählen. Vielleicht hätten die Veranstalter die Gerüchte um die schwere LSD Sucht und um die Crack Abhängigkeit ihres Publikumslieblings ernst nehmen sollen, denn der zieht, bei zehn angekommen, den Colt und ballert der offensichtlich etwas irritierten Frau mitten zwischen die Augen. Ihr Mann, der direkt neben ihr sitzt, versteht die Welt nicht mehr und sieht nun mehr als verdutzt aus. Er ist der nächste, der zum Duell gefordert wird. Er beginnt auf den kostümierten Volksmusiker einzubetteln, doch der zählt unbeirrt weiter, denn er hat keine Zeit zu verlieren. Der Westen hat seine eigenen Gesetze.
Im letzten Moment fällt dem Familienvater doch noch ein, daß er besser fliehen sollte, doch zu spät: Er steht auf, während seine Nase und ein Auge auf dem Tisch liegen bleiben. Etwas desorientiert stolpert er kopfüber direkt in den nächsten mit Gästen besetzten Tisch. Doch der Cowboy bringt seinen Job zu Ende. Der nächste Schuß trifft den gesichtslosen Volksmusikfan in die Leber und streift das Rückrat. Wie ein Strohsack fällt er in sich zusammen, da das Rückrat den Spaß einfach nicht mitmacht. Die Gäste am Tisch sehen aus wie Ölgötzen, wobei ihnen das pechscharze Blut aus der Leber des Familienvaters im Gesicht klebt. Doch nicht nur sie finden das gar nicht witzig. Auch der Psycho Franz hat offensichtlich etwas gegen diese Art der Gesichtsbemahlung, denn schon wittert er feindliche Indianer. Diesmal fängt er nicht an zu zählen, da er genau weiß, daß man einem Indianer zuvor kommen muß. Er schießt einer der Omas am Tisch, die er für den Häuptling hält, mitten durch den Hals, einer weiteren in den Fuß und einem Opa fehlt nach dem Feuerzauber die rechte Backe. Dieses nun recht breite „Grinsen“ im Gesicht des Alten macht dem Cowboy zunehmend Angst. Sollte er die Wilden doch unterschätzt haben. Er zieht den taktischen Rückzug vor und stolpert aus dem Studio, um auf seine Farm in die Berge zurückzukehren. Dort hat er vor Biber, zu fangen und mit den ansässigen Trappern die Friedenspfeife zu rauchen.
Der Moderator sagt indessen garnichts mehr, da ihm ein Querschläger die Stirnhöhle erforscht hat,... ihm also sozusagen ein für allemal über den Mund gefahren ist.
Varg