Eismond
18.08.2006, 18:06
Angeregt durch meinen neuesten Spontankauf und einen entsprechenden Thread im Anime-Bereich dachte ich mir, warum nicht auch ein Soundtrack-Thread über Realfilmmusik. Ein guter Film funktioniert zwar auch ohne Musik, doch mit ihr ist er meist noch deutlich besser (zumindest wenn sie passt). Eine Soundtrack-CD kann wiederum die Atmosphäre eines Films in die heimischen vier Wände bringen oder auch einfach durch die Musik begeistern, auch wenn man den Film nicht gesehen hat. Die Musik macht viele Filme unverwechselbar. Was wäre beispielsweise „Indiana Jones“ ohne den „Raiders March“? Mittlerweile wird Filmmusik auch dort eingesetzt, wo man sie vielleicht nicht erwartet. So wurde der Einlauf der Biathleten ins Schießstadion bei den Olympischen Winter-Spielen 2006 in Turin mit dem Soundtrack von „Fluch der Karibik“ untermalt.
Lange Rede, kurzer Sinn: Hier ist der Platz um eure Lieblingssoundtracks vorzustellen. Schreibt was euch an ihnen gefällt, welche Stimmung sie bei euch auslösen. Möglicherweise könnt ihr auch andere Soundtracks nennen, welche in eine ähnliche Richtung gehen, so dass Leser, die den Film nicht gesehen haben einschätzen können welche Art von Musik sie erwarten können. Möglicherweise sucht ja jemand Musik „in der Art von...“. Nutzt diesen Thread um eine Review zu einem Soundtrack zu schreiben, um über Soundtracks zu diskutieren oder einfach Fragen zum Thema loszuwerden. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr auch schreiben, wer euer Lieblingskomponist ist und warum. Besonders interessant wäre dies, wenn ihr den Namen nicht in der obigen Liste findet.
Dann will ich auch mal beginnen:
Gladiator
Der Soundtrack zu „Gladiator“ stammt aus der Feder von Hans Zimmer. Dieser ist bekannt für seine epischen und bombastischen Scores. In dieser Hinsicht enttäuscht auch „Gladiator“ nicht. Bereits die drei Stücke: „Progeny“, „The Wheat“ und „The Battle“ geben einen Eindruck von der Kraft, die in Zimmers Musik steckt. Die Titel wurden so auf die CD gepresst, das beim Abspielen zwischen ihnen keine Pause entsteht und sie harmonisch in einander übergehen. Dadurch wird erreicht, dass sich die Musik vom leisen, aber dennoch dynamischen Anfang immer mehr steigert, um schließlich zu einem kraftvollen und dramatischen Ende zu kommen. Ähnlich laut und energiegeladen geht es auch in anderen Stücken zu, wie dem Titel „Barbarian Horde“. Doch der Soundtrack hat auch eine andere Seite: Diese erahnt man ebenfalls bereits am Anfang, und auch sie steigert sich. Über „Earth“ über „Elysium“ zu „Now we are free“, entwickelt sich eine eher leise Melodie, welche man so schnell nicht mehr loswird und die man am besten mit dem Wort “Schön” bezeichnen kann.
Mein Lieblingsstück ist „The Might of Rome“, bei welchem man förmlich die Stadt in all ihrer beeindruckenden Größe und Vielfältigkeit vor sich sehen kann.
Ähnliche Soundtracks: - The Last Samurai (Komponist: Hans Zimmer)
- Der König von Narnia (Komponist: Harry Gregson-Wiliams)
Die Geisha
Die Musik zum Film „Die Geisha“ schrieb John Williams. Künstlerische Unterstützung holte er sich dabei von den bekannten Musikern Yo-Yo Ma (Cello) und Itzhak Perlman (Geige). Williams bleibt seinem bekannten Stil treu, bestimmte Figuren mit eigenen Themen zu versehen. Das erste dieser Themen findet man gleich im ersten Stück der CD „Sayuris Theme“. Wie der Titel schon verrät, charakterisiert es die Hauptperson Sayuri. Ihr Instrument ist das Cello. Es spielt eine, sagen wir, „fernöstlich“ angehauchte Melodie, die zusätzlich mit Shakuhachi-Tönen (eine japanische Flöte) untermalt ist. Sayuris Thema zieht sich in Variationen durch den gesamten Soundtrack. Ihm gegenüber steht das Thema des Direktors: Ein Walzer, der von einer Violine gespielt wird. („The Chairman´s Waltz“) Beide Stücke sind sehr einprägsam und vermitteln ein Gefühl von Wehmut. Allerdings ist im Chairman´s Waltz auch eine Spur Fröhlichkeit enthalten (Irgendwie schwer zu beschreiben.)
Mein persönliches Lieblingsstück und Anspieltipp für jeden, der die Möglichkeit hat einmal reinzuhören, ist: „The Fire Scene and the Coming of War“. (Definitv das Stück mit dem längsten Titel.) Das besondere daran ist, das es Auszüge aus einer Theater-Aufführung enthält. (Ich glaube es ist No-Theater, aber ich bin mir nicht sicher. Wenn es jemand weiß, dann würde ich mich freuen, wenn er sein Wissen mit mir teilt. Das Stück heißt nach Auskunft des CD-Booklets: „Ogi no mato“-„ The folding fan as a target“.) Allein dieses kurze Stück rechtfertigt den Kauf dieser CD. Es schafft absolut Gänsehaut. (Zumal wenn man den Film gesehen hat und beim Hören dieses Stückes Hatsumomos spektakulären Abgang vor Augen hat.)
Insgesamt bietet „Die Geisha“ solide klassische Musik mit japanischen Einflüssen. (Wer die Nationalhymne Japans kennt, der weiß in welche Richtung es geht.) Die Stimmung der Musik ist wohl am besten mit wehmütig bis düster beschrieben, obwohl es auch dynamischere Stücke gibt, wie z.B.: Brush on silk“, welches in seiner Orchestrierung mit Shakuhachi, Koto (japanische Harfe) und Trommeln vermutlich das „japanischste“ Stück des Soundtracks ist.
Ähnliche Soundtracks fallen mir im Moment nicht ein, vielleicht kann hier ja jemand anderes weiterhelfen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Hier ist der Platz um eure Lieblingssoundtracks vorzustellen. Schreibt was euch an ihnen gefällt, welche Stimmung sie bei euch auslösen. Möglicherweise könnt ihr auch andere Soundtracks nennen, welche in eine ähnliche Richtung gehen, so dass Leser, die den Film nicht gesehen haben einschätzen können welche Art von Musik sie erwarten können. Möglicherweise sucht ja jemand Musik „in der Art von...“. Nutzt diesen Thread um eine Review zu einem Soundtrack zu schreiben, um über Soundtracks zu diskutieren oder einfach Fragen zum Thema loszuwerden. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr auch schreiben, wer euer Lieblingskomponist ist und warum. Besonders interessant wäre dies, wenn ihr den Namen nicht in der obigen Liste findet.
Dann will ich auch mal beginnen:
Gladiator
Der Soundtrack zu „Gladiator“ stammt aus der Feder von Hans Zimmer. Dieser ist bekannt für seine epischen und bombastischen Scores. In dieser Hinsicht enttäuscht auch „Gladiator“ nicht. Bereits die drei Stücke: „Progeny“, „The Wheat“ und „The Battle“ geben einen Eindruck von der Kraft, die in Zimmers Musik steckt. Die Titel wurden so auf die CD gepresst, das beim Abspielen zwischen ihnen keine Pause entsteht und sie harmonisch in einander übergehen. Dadurch wird erreicht, dass sich die Musik vom leisen, aber dennoch dynamischen Anfang immer mehr steigert, um schließlich zu einem kraftvollen und dramatischen Ende zu kommen. Ähnlich laut und energiegeladen geht es auch in anderen Stücken zu, wie dem Titel „Barbarian Horde“. Doch der Soundtrack hat auch eine andere Seite: Diese erahnt man ebenfalls bereits am Anfang, und auch sie steigert sich. Über „Earth“ über „Elysium“ zu „Now we are free“, entwickelt sich eine eher leise Melodie, welche man so schnell nicht mehr loswird und die man am besten mit dem Wort “Schön” bezeichnen kann.
Mein Lieblingsstück ist „The Might of Rome“, bei welchem man förmlich die Stadt in all ihrer beeindruckenden Größe und Vielfältigkeit vor sich sehen kann.
Ähnliche Soundtracks: - The Last Samurai (Komponist: Hans Zimmer)
- Der König von Narnia (Komponist: Harry Gregson-Wiliams)
Die Geisha
Die Musik zum Film „Die Geisha“ schrieb John Williams. Künstlerische Unterstützung holte er sich dabei von den bekannten Musikern Yo-Yo Ma (Cello) und Itzhak Perlman (Geige). Williams bleibt seinem bekannten Stil treu, bestimmte Figuren mit eigenen Themen zu versehen. Das erste dieser Themen findet man gleich im ersten Stück der CD „Sayuris Theme“. Wie der Titel schon verrät, charakterisiert es die Hauptperson Sayuri. Ihr Instrument ist das Cello. Es spielt eine, sagen wir, „fernöstlich“ angehauchte Melodie, die zusätzlich mit Shakuhachi-Tönen (eine japanische Flöte) untermalt ist. Sayuris Thema zieht sich in Variationen durch den gesamten Soundtrack. Ihm gegenüber steht das Thema des Direktors: Ein Walzer, der von einer Violine gespielt wird. („The Chairman´s Waltz“) Beide Stücke sind sehr einprägsam und vermitteln ein Gefühl von Wehmut. Allerdings ist im Chairman´s Waltz auch eine Spur Fröhlichkeit enthalten (Irgendwie schwer zu beschreiben.)
Mein persönliches Lieblingsstück und Anspieltipp für jeden, der die Möglichkeit hat einmal reinzuhören, ist: „The Fire Scene and the Coming of War“. (Definitv das Stück mit dem längsten Titel.) Das besondere daran ist, das es Auszüge aus einer Theater-Aufführung enthält. (Ich glaube es ist No-Theater, aber ich bin mir nicht sicher. Wenn es jemand weiß, dann würde ich mich freuen, wenn er sein Wissen mit mir teilt. Das Stück heißt nach Auskunft des CD-Booklets: „Ogi no mato“-„ The folding fan as a target“.) Allein dieses kurze Stück rechtfertigt den Kauf dieser CD. Es schafft absolut Gänsehaut. (Zumal wenn man den Film gesehen hat und beim Hören dieses Stückes Hatsumomos spektakulären Abgang vor Augen hat.)
Insgesamt bietet „Die Geisha“ solide klassische Musik mit japanischen Einflüssen. (Wer die Nationalhymne Japans kennt, der weiß in welche Richtung es geht.) Die Stimmung der Musik ist wohl am besten mit wehmütig bis düster beschrieben, obwohl es auch dynamischere Stücke gibt, wie z.B.: Brush on silk“, welches in seiner Orchestrierung mit Shakuhachi, Koto (japanische Harfe) und Trommeln vermutlich das „japanischste“ Stück des Soundtracks ist.
Ähnliche Soundtracks fallen mir im Moment nicht ein, vielleicht kann hier ja jemand anderes weiterhelfen.