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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Japanische Krankheiten - Kurios oder Spiegel der modernen Gesellschaft?


Eismond
16.09.2006, 19:20
Japan begegnet uns immer wieder in seiner kuriosesten Form. Krankheiten oder Syndrome, von denen wir noch nie was gehört haben, die man aber möglicherweise nachvollziehen kann. Diese Meldung habe ich heute bei aol gefunden:

Paris macht Japaner krank
Reise in die "Stadt der Liebe" endet oft im Kulturschock

Paris - Für viele Japaner ist eine Reise nach Paris ein Lebenstraum - doch für einige wird der Aufenthalt in der "Stadt der Liebe" und des Lichts zur Katastrophe. Keine andere Besuchergruppe leidet so sehr unter der harten Realität in Frankreichs Hauptstadt. Der als "Paris-Syndrom" bezeichnete Kulturschock bringt pro Jahr dutzende Japaner ins Krankenhaus. Sie sehen ihre romantischen Vorstellungen von der Metropole brutal enttäuscht.

Angstgefühle und Verfolgungswahn

Aufmerksam auf das Phänomen wurde der japanische Psychiater Hiroaki Ota, nachdem er 1989 in Paris zu arbeiten begann. Jahr für Jahr entdeckte er Fälle von Landsleuten, die offenbar durch das Leben dort krank wurden. Dies beginnt regelmäßig mit einem leichten Angstgefühl, das sich dann bis zu einer Art Verfolgungswahn steigert. Betroffene trauen sich nicht mehr auf die Straße und schließen sich in ihren Hotel-Zimmern oder Wohnungen ein. In Extremfällen besteht sogar Selbstmordgefahr. Über hundert Paris-Syndrome pro Jahr diagnostiziert Ota, der im Pariser Saint-Anne-Krankenhaus arbeitet.

Einzige Abhilfe: Sofortige Abreise

Bei der japanischen Botschaft in Paris werden laut Konsulatschef Yoshikatsu Aoyagi jährlich etwa zwei Dutzend gravierende Fälle registriert: "Die eine Hälfte sind ortsansässige Personen und die andere Touristen." bei jedem vierten Fall muss die sofortige Rückkehr nach Japan veranlasst werden, um die Kranken zu heilen. In einigen Fällen kann die Genesung Monate dauern.

Viele seiner Landsleute stellten sich das Pariser Leben "als extrem aufregend vor, Paris als Kunst-Hauptstadt, des strahlenden und glanzvollen Lebens", erklärt Aoyagi das Phänomen. Die Realität sei dagegen "nicht immer einfach", vor allem wenn die Besucher kein Französisch sprächen. Dadurch könne es täglich zu Problemen kommen, die bei Häufung zu psychischer Instabilität führten.

Vor allem junge Frauen betroffen

Betroffen sind laut Ota vor allem junge Frauen, die "einen Schock durch die Konfrontation der beiden Kulturen" erlitten. Der kann für Besucher aus Japan tatsächlich hart ausfallen: Beim Gang in Geschäfte und Restaurants sind sie ein Höchstmaß an Freundlichkeit und Respekt gewohnt. Paris-Besucher erleben dagegen trotz von der Stadtverwaltung immer wieder aufgelegter Höflichkeitsinitiativen oft das Gegenteil: Gerade an touristischen Orten sind unfreundliche Kellner nicht selten, die Ausländer ohne Sprachkenntnisse ignorieren oder sichtbar ungeduldig warten, bis der radebrechende Gast seine Bestellung zusammenhat - oder schlimmer: sich über den Besucher aus Fernost auch noch lustig machen.

Schlechte Erfahrungen mit älteren Einheimischen

Der Ingenieur Kazuhiro Gamo, der gerade zwei Wochen in Paris verbracht hat, machte schlechte Erfahrungen vor allem mit älteren Franzosen, die kein Englisch sprachen. So habe ein Zeitungsverkäufer ihn trotz mehrfachen Versuchen nicht einmal angeschaut, als er nach dem Preis eines Magazins gefragt habe. "Das hat mich wirklich wütend gemacht." Junge Franzosen seien dagegen "offener und freundlicher".

Mitgebrachtes Paris-Bild bricht zusammen

Doch allein aus dem Verhalten der Franzosen erklärt sich das Paris-Syndrom nicht. Der Schock hänge auch mit dem mitgebrachten Paris-Bild zusammen, sagt Patricia Barthélemy vom städtischen Tourismusamt. "Japanische Besucher glauben oft, dass sie hier die Romantik wiederfinden, die es in Filmen wie 'Die fabelhafte Welt der Amélie' gibt". Hinzu komme ein "Bild Frankreichs auf sehr hohem Niveau rund um Wein, Feinschmecker-Küche, Parfüm und Luxus-Boutiquen". Die Kulisse stimmt dann, die Menschen sind dann aber oft ganz anderes als erwartet.

Bei Erkrankung: Nie wieder Frankreich

Barthélemy wirbt in Gastronomie und Hotels dafür, die jährlich 700.000 nach Paris reisenden Japaner mit ausgesuchter Höflichkeit zu behandeln. Regelrechte Warnungen vor dem möglichen Kulturschock gibt es in der Japan-Werbung der Tourismusbehörde nicht; schließlich will Paris die zahlungskräftige Klientel auch nicht verschrecken. Einmal Erkrankten empfiehlt die japanische Botschaft jedenfalls, den Traum von Paris für immer zu begraben und nie wieder nach Frankreich zu kommen. (ia/AFP)

Möglicherweise ist euch auch schonmal das "Mann-zu Hause-Stress-Syndrom" begegnet (Bericht von zdf.de):
Japans verlorene Ehen

Immer mehr Rentner
lassen sich scheiden

In Japan steigt die Zahl der Scheidungen rasant an. Gerade im Rentenalter verlassen viele Japaner nach Jahrzehnten der gemeinsamen Ehe ihren Partner. Und es sind vor allem Frauen, die die Scheidung wollen - weil ihr Mann sie nervt.

"Vielleicht kann ich noch bis 80 arbeiten"


Japaner gelten als äußerst fleißig. Eine 80-Stunden-Woche, nur wenige Tage Urlaub im Jahr, ein Leben ganz im Dienst der Firma - so das Klischee. Man könnte meinen, dass Japaner sich nach einem derart erfüllten Berufsleben auf ihren wohlverdienten Ruhestand freuen.


Nichts als Arbeit im Kopf
Doch da gibt es ein Problem. Vor allem die japanischen Männer haben vor lauter Arbeit nie richtig gelernt, etwas mit ihrer freien Zeit anzufangen. Berufstätige Frauen sind davon kaum betroffen, denn sie mussten neben dem Beruf immer auch den Haushalt und die Kindererziehung schultern. Während arbeitswütige japanische Männer das Karoshi-Syndrom, den Tod durch Überarbeitung, fürchten, werden die japanischen Frauen durch die ungewohnte Dauerpräsenz ihrer verrenteten Männer krank.
Frau Masaki hat ihren Mann vor kurzem verlassen, weil sie seine Anwesenheit nicht mehr ertragen konnte und Angst vor dem Tag hat, an dem er in Rente geht. "Mein Mann ist ein absoluter Workaholic. Er lebt nur für die Arbeit, ist nie zu Hause bei mir. Ich kenne ihn gar nicht mehr, wir haben nichts mehr gemeinsam. Mir wird übel, wenn wir länger gemeinsam in einem Raum sind", klagt sie der Eheberaterin Ari Yabumoto ihr Leid.

Ari Yabumoto kennt viele ähnliche Fälle. Viele japanische Neurentner seien wie "nasse Blätter" - sie kleben am Schuh der Frau und sind zu nichts zu gebrauchen. "Die Männer fallen in ein Loch, sind völlig fremd im eigenen Haus, haben keine sinnvolle Aufgabe mehr. Sie werden zu einer Belastung. Die Frauen fürchten sich davor, werden krank." Diese Krankheit hat auch schon einen Namen bekommen: Das Mann-zu-Hause-Stress-Syndrom.

Die Symptome dieser Krankheit reichen von Rückenschmerzen, Depression über Asthma bis hin zu Herzbeschwerden. "Damit ist nicht zu spaßen", weiß der Arzt und Therapeut Dr. Kurokawa. Er versucht scheidungswilligen Ehepaaren zu helfen, vor allem der Mann müsse sich ändern. "Der Mann muss sich anstrengen, wenn es seiner Frau besser gehen soll. Er darf sie nicht kontrollieren wie eine Angestellte und er muss sich eine sinnvolle Beschäftigung suchen."

Zahl der Scheidungen steigt
Ein Ratschlag, den viele japanische Männer nicht rechtzeitig beherzigt haben. Die Zahl der Scheidungen im Rentenalter nimmt in Japan schneller zu als in jeder anderen Altersgruppe. Und sie wird wohl weiter steigen. Denn in Zukunft haben die Frauen ein Recht auf bis zur Hälfte der Rente des Partners. Bisher waren sie finanziell meist ganz von ihren Männern abhängig.

Schicksal vieler Rentner: Von der Frau verlassen

Vielen Neurentnern droht das Schicksal, nach der Arbeit und der Ehefrau auch noch einen Teil ihres Alterseinkommens zu verlieren. Während Frauen wie Frau Masaki in ihrem neuen Leben wieder aufblühen, brauchen viele japanische Männer die Unterstützung von Selbsthilfegruppen, um ihren Alltag alleine zu meistern.

Könnt ihr diese Symptomatiken nachvollziehen oder haltet ihr sie für total überzogen? Was meint ihr? Kennt ihr vielleicht noch andere Fälle wie diese?

Maunzilla
16.09.2006, 20:45
Das Mann-zu-Hause-Syndrom kann ich nachvollziehen. Wenn man bedenkt, daß viele Männer 30-40 Jahre lang nur zum Essen und schlafen nach Hause kommen, und dann von einem Tag auf den andern in der winzigen Wohnung rumhocken und nichts tun, kann man verstehen, daß manche Frau durchdreht.

Und was das Paris-Syndrom angeht. Nun ja, ich weiß nichgt. Ich glaube, wenn ich in Tokio leben müßte, würde ich wohl spätestens nach 3-4 Wochen Harakiri begehen, weil ich an dem Japan-ist-nicht-wie-im-Anime-Syndrom litte... :shock:

Eismond
16.09.2006, 20:56
Lustigerweise scheint es, wie in dem Artikel beschrieben, ja kein analoges "Frau-zu Hause-Stress"-Syndrom zu geben. Das sollte den Herren mal zu denken geben. *lol*

Ebenfalls einzigartig und in Japan mittlerweile als haftungspflichtige Todesart anerkannt, für die Arbeitgeber Entschädigung leisten müssen ist karoshi, der Tod durch Überarbeitung. Infos zu Karoshi (http://de.wikipedia.org/wiki/Karoshi)

Maunzilla
16.09.2006, 21:28
Für den Mann ist es ja sehr angenehm. Er wird bedient und umsorgt und braucht keine Hausarbeit zu erledigen (was er wahrscheinlich nicht einmal könnte.)

Ich denke, das hat auch viel damit zu tun, daß japanische Wohnungen (in der Stadt) winzig klein sind, so daß man sich auch kaum aus dem Weg gehen und mal eine Weile für sich allein sein kann.

LuV
18.09.2006, 00:06
ヾ(@⌒ー⌒@)ノおはよう

CruelMalice
18.09.2006, 12:49
Das ist kein rein japanisches Phänomän.

Die Schwiegermutter einer meiner Freundinnen hat genau davor Angst.
Dabei haben die beiden ein Haus mit Garten um sich aus dem Weg zu gehen...

Haine-Chan
18.09.2006, 13:46
So wirklich kann ich das mit dem "Paris Syndrom" nicht verstehen, es gibt doch garantiert auch Dokumentationen im Tv dazu und auch garantiert zahlreiche Bücher über Paris wo alles drin steht wie das Leben dort ist und wie es in wirklichkeit ist. Werden die Japaner doch wohl besitzen,oder nicht ?

Zudem würde ich keinen Kulturschock bekommen wie Maunzilla, da ich mir schon oft Dokumentationen über Japan-China und Co angesehen habe, sowie viel gelesen habe über die Politik dort. Auch in Banzai und AnimaniA-Magazinen wird viel darüber erzählt.
Zudem habe ich keine Vorstellung wie Japan aussehen wird/sollte. Ich freue mich einfach darauf wenn ich mal hinfliegen kann und lasse dieses wunderbare Land auf mich wirken.
Achja auch Pastewka war mal in Japan und hat einem dort viel wissenswertes gezeigt xD.

Eismond
18.09.2006, 15:12
Naja, Paris ist für viele Japaner halt ein Traum, wo einige sicher ihre Träume reinprojezieren. Das "Stadt der Liebe"-Klischee gibt es hier in Deutschland ja auch. Diese Art der Überreaktion ist möglicherweise auch damit zu erklären, dass Konflike in der japanischen Gesellschaft eher vermieden werden. Das sieht man ja schon daran, dass das Wort "Nein" nach Möglichkeit vermieden wird. Einige überfordert diese geballte Unhöflichkeit da vielleicht dann doch.

Luci Hawk
21.09.2006, 20:21
In Deutschland ist es schließlich auch bekannt, dass die Franzosen gegenüber Ausländern und besonders englischsprechenden Touristen nicht wirklich freundlich und hilfsbereit sind. Außerdem ist Frankreich unser Nachbarland.liegt quasi im selben Kulturkreis, während es für Japaner am anderen Ende der Welt liegt.
Zudem sind die Kulturen doch sehr verschieden. ich kann mir gut vorstellen, dass ein wild gestikulierender, böse blickender Kellner, der laut "non" schreit für jemand, der nur äußerst höfliche, gedämpft sprechende und service-orientierte Mitmenschen kenn, ein Riesenschock ist.
Als ich in Paris mal mein Portemonee verloren hatte, waren die einzigen, die mit mir Englisch sprechen und helfen wollten, die vietnamesischen Nachbarn von dem Restaurant, wo ich es hatte liegen lassen. Das Portmonee hab ich übrigens auch nicht wiederbekommen...

Usako Kirei
25.09.2006, 22:31
Ist ja echt wahnsinn was du Berichtest. Ich habe schon davon gehört das viele entäuscht vom Urlaub sind aber das sie Krank werden ist echt krass. Ich muss sagen ist sehr Informativ das mal zu höre. Ich denke aber das es nicht nur den Japanern so geht. Ich glaube das es auch vielen anderen so geht. Ich hoffe nur das ich von der Krankheit verschont bleibe. Wenn ich nach japan fliege. Bye Usako

Maunzilla
26.09.2006, 01:15
Ich glaube, krank wirst du da nur vom japanischen Essen... :-P (Interessanterweise ist Magenkrebs in Japan die häufigste Krebsart.)

madobe
26.09.2006, 02:42
maunzilla, machh ihr nich solche angst :P

TOKYO is ne tolle stadt :P ich kenn keine wohungen, nur jap. häuser von innen un die sin meistens sehr schön groß :D

dass die franzmänner als nich freundlich gelten is bekannt. un das sie partout (ha welch wortwitz) nur französisch reden is auch bekannt. daher sind sie relativ unbeliebt bei ihren nachbarn oder kennt jemand der die franzosen maG? ;)

ernsthaft, für japaner isses schon ne umstellung. aber selbst innerhalb europa gibts kulturshocks. die deutschen sin auch nich die nettesten...

Maunzilla
26.09.2006, 20:45
Um es mit Goethe zu sagen: "Ein echter deutscher Mann mag keine Franzen leiden - doch ihre Weine trinkt er gern..." :-P

Das erinnert mich, an eine Reise, die mich vor ein paar Jahren mal nach Norddeutschland geführt hat. So unfreundliche Leute, wie in Hamburg sind mir noch nicht begegnet und in Rostock und Wismar kann man das Gruseln bekommen... :shock:
(upps, ich glaube, jetzt habe ich mich bei einigen Leuten unbeliebt gemacht... ich muß weg....)

Luci Hawk
26.09.2006, 20:48
die deutschen sin auch nich die nettesten...

Mir ist das mal wieder so richtig aufgefallen, als meine Freundin aus Japan bei mir zu Besuch war. Wir sind in ein großes Kaufhaus gegangen, weil sie einen Messerblock von Zwilling haben wollte, auf dem auch das Logo drauf ist. Aber die Verkäuferin wollte ums Verrecken nicht den Karton aufmachen, als wir nachsehen wollten, ob da auch wirklich das Logo drauf. Zuerst sollte meine Freundin bezahlen und dann nachsehen.
Die Verkäuferin war auch superunfreundlich und durch die Diskussion hat sich auch ne Riesenschlange an der Kasse gebildet..die Verkäuferin konnte nicht mal ansatzweise Englisch und dass in der Weltstadt Frankfurt...naja zum Glück war das Logo drauf, als wir den Karton aufgemacht hatten.
Wenigstens zu zahlungskräftigenTouristen könnte man ja freundlich sein, aber nein...das gehört wohl nicht zur Ausbildung :roll:

Achso, nen Schock hat meine Freundin nicht gekriegt, die wusste schon, dass Deutschland ne Servicewüste ist...

Yamazaki
13.10.2006, 15:19
So wirklich kann ich das mit dem "Paris Syndrom" nicht verstehen, es gibt doch garantiert auch Dokumentationen im Tv dazu und auch garantiert zahlreiche Bücher über Paris wo alles drin steht wie das Leben dort ist und wie es in wirklichkeit ist. Werden die Japaner doch wohl besitzen,oder nicht ?

Zudem würde ich keinen Kulturschock bekommen wie Maunzilla, da ich mir schon oft Dokumentationen über Japan-China und Co angesehen habe, sowie viel gelesen habe über die Politik dort. Auch in Banzai und AnimaniA-Magazinen wird viel darüber erzählt.
Zudem habe ich keine Vorstellung wie Japan aussehen wird/sollte. Ich freue mich einfach darauf wenn ich mal hinfliegen kann und lasse dieses wunderbare Land auf mich wirken.
Achja auch Pastewka war mal in Japan und hat einem dort viel wissenswertes gezeigt xD.


Tjaa, viele JapanerINNEN haben leider ein ziemlich marken- und werbegeprägtes Weltbild. Leider ist für Japaner Japan immer noch der Mittelpunkt der Welt wenn nicht des ganzen Universums. Die Infos die da über den Rest der Welt abfallen sind eben meist ausm TV oder den Filmen.

Suite Chic
13.10.2006, 16:43
die deutschen sin auch nich die nettesten...

mir ist das auch letztens aufgefallen als ich in schottland war, da ist echt jeder total nett zu jedem, es wird auf der straße nicht gehupt, wenn mal n kleiner stau mitt´n in der stadt ist, und auch sonst, wenn irgendwo was rumliegt wird einfach aufgehoben.

und wenn man irgend was fragt, z.b. wo was ist, dann wird man vor freundlichkeit nur so überschüttet. :wink:

bin mir aber auch ziemlich sicher das die japaner echt nen totalen schock kriegen wenn in japan paris tatsächlich nur als "die romantische" stadt schlecht hin gepriesen wird.

madobe
13.10.2006, 19:13
ja die schotten sind echt toll :D Durfte das diesen Sommer selbst erfahren. aber ichhab nix anderes erwartet *g*

Mi_chan
21.10.2006, 19:19
Ich kann mir das mit dem "Paris-Syndrom" schon gut vorstellen. Viele haben in Japan einfach ein (durch TV, Reisezeitschriften etc.) vorgefertigtes Maerchenbild von Frankreich (und wahrscheinlich von allen anderen Laendern auch), was sich (in Japan) nur schwer revidieren laesst. Die Medien/Reiseunternehmen werden sich ihre potentiellen Kunden nicht verschrecken wollen und die Japaner selbst wollen sich ihre liebgewonnen Idealvorstellungen nicht wegnehmen lassen. Selbst wenn man einen Franzosen dort hinstellt, der mal erzaehlen soll, wies wirklich ist, wird ihm keiner glauben oder es ueberhaupt hoeren wollen.
Zitat von Haine-Chan
So wirklich kann ich das mit dem "Paris Syndrom" nicht verstehen, es gibt doch garantiert auch Dokumentationen im Tv dazu und auch garantiert zahlreiche Bücher über Paris wo alles drin steht wie das Leben dort ist und wie es in wirklichkeit ist. Werden die Japaner doch wohl besitzen,oder nicht ?
Deshalb glaube ich, dass, selbst wenn es solche Buecher geben sollte, sie keiner kaufen wird (wahrscheinlich werden entsprechende Manuskripte von vornherein von den Verlagen abgelehnt).
Und so hegt man in Japan seine Fantasiewelt vom Ausland...

Maunzilla
21.10.2006, 20:47
Geht das nicht allen Völkern so? Was weiß denn der durchschnittliche Deutsche über das Leben und die Kultur von Völkern, die er nicht jeden Tag im TV sehen kann (also alle außer den Amis)? Habt Ihr eine Ahnung, wie die Menschen in China, in Kamerun oder in Venezuela leben? Kennt ihre Sitten, Bräuche und Manieren?

Mi_chan
22.10.2006, 12:25
Naja, momentan habe ich kein Beduerfnis, China, Kamerun oder Venezuela zu besuchen. Deshalb bin ich auch ziemlich ignorant den Lebensverhaeltnissen/Sitten/Manieren dort gegenueber. Aber ich bin mir dessen zumindest bewusst (ich weiss also, dass ich eigentlich nichts weiss), und wenn ich dorthin gehen muesste, wuerde ich mich wohl eingehend damit beschaeftigen und versuchen, Informationen aus erster Hand zu bekommen damit ich weiss, was mich erwarten kann. Dann ist der Kulturschock, wenn er denn eintreten sollte, nicht so heftig. Und wenn ich doch depressiv werden sollte, dann liegt das nicht daran, dass jemand mein "China-Idealbild" zum Platzen gebracht hat.

In gewissen Maßen geht es vielleicht schon allen Völkern so, aber bestimmt nicht ueberall in den gleichen Ausmaßen. Und was Japan angeht, seh ich das aehnlich skeptisch wie Yamazaki.

Yamazaki
22.10.2006, 23:07
Geht das nicht allen Völkern so? Was weiß denn der durchschnittliche Deutsche über das Leben und die Kultur von Völkern, die er nicht jeden Tag im TV sehen kann (also alle außer den Amis)? Habt Ihr eine Ahnung, wie die Menschen in China, in Kamerun oder in Venezuela leben? Kennt ihre Sitten, Bräuche und Manieren?


Wir himmeln sie aber nicht an. Oder wollen auf Teufel komm raus nach Kamerun ;(

Teyl
30.10.2006, 12:46
Das "Paris-Syndrom" klingt mehr als ein Kulturschock verbunden mit Heimweh. Irgendwie verstehe ich nicht, wieso die nun derart die Welle darum machen.

So etwas passiert einem deutschen der nach Japan fliegt weil er die Welt wie aus einem Anime erwartet,.. oder aus einem Samurai Film. Jemanden der nach Italien wegen den Spagethie faehrt oder nach Amerika wegen dem amerikanischen Traum.

Zudem, wenn ich das richtig verstanden habe, die fahren ernsthaft nach Frankreich, wollen da *leben*, also nicht nur Touristen sein, sprechen aber nur englisch? Irgendwie klingt das reichlich bloed.
Zumal Japan nicht unbedingt den Ruf hat nun sehr viel unkomplizierter zu sein wenn man nur englisch spricht.


Zu den Rentern.
Laut Weltspiegel Reportage ist das Problem weniger das die nicht wissen was sie zu tun haben, sondern sich zu Haustyrannen aller erster Guete entwickeln. Von dem Problem das sie mit ihren Frauen zusammenleben muessen ganz abgesehen.
Weshalb die Scheidungsrate dabei ist mit den vermeehrten Rentnern raketenartig abzuheben.

Eismond
31.10.2006, 10:36
Zu den Rentern.
Laut Weltspiegel Reportage ist das Problem weniger das die nicht wissen was sie zu tun haben, sondern sich zu Haustyrannen aller erster Guete entwickeln. Von dem Problem das sie mit ihren Frauen zusammenleben muessen ganz abgesehen.
Weshalb die Scheidungsrate dabei ist mit den vermeehrten Rentnern raketenartig abzuheben.

Woran allerdings in gewisser Weise auch die Regierung "Schuld" ist. Wie in dem Artikel ja auch angesprochen, wurde das Gesetz dahingehend geändert, dass die Ehefrau die Hälfte der Altersbezüge für sich beanspruchen kann.

Letztens habe ich mal gehört, dass es auch extra Kurse gibt, wo die Männer lernen sollen auf ihre Frau einzugehen. Da gibt es dann so ein Stufensystem, allerdings hat noch keiner der Männer die höchste Stufe erreicht. Die Aufgabe dazu ist: "Sagen sie ihrer Frau, dass sie sie lieben." (Hat wohl aber weniger damit zu tun, dass die Männer ihre Frauen nicht lieben, sondern einfach nicht gerne Gefühle zeigen)

Teyl
31.10.2006, 11:17
Woran allerdings in gewisser Weise auch die Regierung "Schuld" ist. Wie in dem Artikel ja auch angesprochen, wurde das Gesetz dahingehend geändert, dass die Ehefrau die Hälfte der Altersbezüge für sich beanspruchen kann.
Das, das Abhaengigkeits Verhaeltnis geloest wird und die Frau nicht gaenzlich auf die Gnade des Herrns angewiesen ist, wuerde ich jetzt nicht als negativ ansehen.

Letztens habe ich mal gehört, dass es auch extra Kurse gibt, wo die Männer lernen sollen auf ihre Frau einzugehen. Da gibt es dann so ein Stufensystem, allerdings hat noch keiner der Männer die höchste Stufe erreicht. Die Aufgabe dazu ist: "Sagen sie ihrer Frau, dass sie sie lieben."
Ja. Das Stufensystem bzw. diese Seminare, waren auch ein grosses Thema im Weltspiegel. Dabei gab es neben "Seiner Frau sagen das man sie liebt" Punkte wie kleinere Arbeiten im Haushalt mit uebernehmen, mit einander reden, zu hoeren, Komplimente machen / Loben, einmal einen gemeinsamen Spaziergang machen, Haendchenhalten in der Oeffentlichkeit und akzeptieren das die Frau nicht per se duemmer ist als man selbst weil sie eine Frau ist.

Zwar behaupten die Maenner ihre Frauen zu lieben, allerdings behandeln sie mehr als Hausmaedchen, Sklaven bzw. untergebenen. Weshalb die Kurse helfen sollen den gegenueber als (gleichwertigen) Mensch zu akzeptieren, ihm nahe zu kommen und etwas wie eine Beziehung aufzubauen.

Eismond
31.10.2006, 13:17
Das, das Abhaengigkeits Verhaeltnis geloest wird und die Frau nicht gaenzlich auf die Gnade des Herrns angewiesen ist, wuerde ich jetzt nicht als negativ ansehen.

Deshalb stand Schuld ja in Anführunszeichen. :mrgreen:

Zui
14.12.2006, 17:41
schon mal was von hikikomori gehört? die sind mit zu hohen erwartungshaltungen von eltern, lehrern, etc. überfordert. sie verbarrikadieren sich in ihrem zimmer und verlassen es nur selten (meistens nachts) zum essen trinken und klogehen.
meistens verbringen sie ihre zeit am computer und oft sind diese leute auch otakus.
is woanders glaub ich auch nich sooooooooo häufig :wink:

Mi_chan
13.01.2007, 01:39
und um die hikikomoris wieder aus den Zimmern zu locken, kann man sich dann jemanden mieten, der das fuer einen uebernimmt: "Rental Onê-san", oder so aehnlich. gabs sogar mal eine Fernsehserie darüber...

Yamazaki
17.01.2007, 14:49
Hab jetzt während meines Aufenthaltes dort mal wieder die Sendung "Bari Bari Nihon" gesehen. Die wo die ganzen Reichen besucht werden.

Da war neulich wieder eine Frau mit ner Riesenwohnung und nem Ferrari, die als Hostess in der Ginza arbeitet. Finds jedesmal krass wie es dort ist verglichen mit hier.

Oder kennt wer diese beiden rothaarigen Schwestern? Sollen ja beide Edelprostituierte sein.
Die waren mal bei ner Sendung da sollte erraten werden wieviel die Sachen wert sind, die sie jeden Tag am Körper haben.

Die einer der beiden kam auf 7Mio(!)€. Davon waren 5Mio diverse Ringe mit Edelsteinen und der Rest ein Pelzmantel, Uhr und Unterwäsche!!!!!!!

Hirame
17.01.2007, 21:53
Schon krass das mit dem Pariser Syndrom, da trauen sich mal welche Urlaub zu nehmen um ins Ausland zu fliegen und dann sowas. *lol*

Wirkliche Krankheiten kenne ich leider nicht, aber dafür einige Macken die es so gibt, wie z.B:
- Frauen stehen oft im Gespräch oder sonstigen - wenn sie eine Kaffeedose in beiden Händen halten- gebeugt da uns sehen ziemlich traurig aus der Wäsche.
- Männer hingegen fangen an irreales Golf zu spielen oder ihren Nacken zu drehen.

Und das alles nur, weil sie nicht wissen was sie mit freier Zeit anstellen sollen.
Einfach genial *lachen muss*

Eismond
28.01.2007, 14:25
Ich wußte nicht ganz, wo ich diese Meldung hinstecken sollte, aber da es im übertragenen Sinne um die krankende Gesellschaft geht (wie in Deutschland auch) dachte ich, hier passt es rein:

Minister nennt Frauen Gebärmaschinen
Aufschrei der Empörung unter Japanerinnen

Tokio - Einen Aufschrei der Empörung hat ein japanischer Politiker mit einem frauenfeindlichen Vergleich in der Heimat ausgelöst. Der 71-jährige Gesundheitsminister Hakuo Yanagisawa nannte Frauen Gebärmaschinen: "Die Zahl der Frauen zwischen 15 und 50 steht fest. (...) Da die Zahl der Maschinen zum Kinderkriegen (...) feststeht, fragen wir uns nur, ob sie ihr Bestes tun", zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo den Minister von der regierenden LDP.

"Sein wahres Gesicht"

Yanagisawa gab sich anschließend offiziell zerknirscht über seine Entgleisung und entschuldigte sich für den "Maschinen"-Vergleich. Seine Äußerungen seien "zu grob" gewesen.

Die japanische Schriftstellerin Michiko Yoshinaga warf Yanagisawa zutiefst realitätsferne Ansichten vor. Er solle sich lieber um die Ursachen dafür kümmern, dass Japaner immer weniger Nachwuchs bekämen. Der Minister habe mit seinen Äußerungen "sein wahres Gesicht" gezeigt.

Japans Bevölkerungszahl schrumpft

Die Geburtenrate in Japan lag 2005 bei durchschnittlich 1,26 Kindern pro Frau und war damit niedriger als je zuvor. Bis 2013 wird sogar erwartet, dass der Durchschnitt bis auf 1,21 fallen wird. Nach wissenschaftlichen Studien dürfte die Zahl der Japaner von heute mehr als 127 Millionen auf unter 100 Millionen im Jahr 2046 sinken.

Die Regierung bemüht sich daher, Paare zu mehr Kindern zu ermutigen. Sie schlug im Juni die Verbesserung der Kinderbetreuung und die Umsetzung der Gleichberechtigung der Geschlechter vor. Außerdem sollen Unternehmen mit flexibleren Arbeitszeiten auf die Bedürfnisse der Eltern eingehen. (joe/AFP/AP) Quelle: aol

Mit solchen Aussagen werden die Japaner bestimmt nicht mehr Kinder in die Welt setzen. Allerdings wundert es mich nicht, dass es diese Ansicht gibt. Wenn man ein bisschen an der Oberfläche kratzt, dann findet man die bestimmt auch hierzulande...

Hirame
28.01.2007, 20:37
Nyo harte Worte xD
Ja die Geburtenrate in Japan ist wirklich stark gesunken, wundert mich auch, da sehr wenige, wenn überhaupt die Pille nehmen.
Soweit ich weiß lassen viele Studentinnen auch wieder abtreiben, wegen des Studiums.
Nehme mal an, Frauen wollen lieber arbeiten gehen, ihr eigenes Geld verdienen, somit haben sie natürlich keine Zeit für ein Kind,
Im übertragenen Sinne gesehen, nicht anders wie hier bei uns.

LuV
28.01.2007, 23:07
ヾ(@⌒ー⌒@)ノおはよう

sue-sama
29.01.2007, 00:35
Nyo harte Worte xD
Ja die Geburtenrate in Japan ist wirklich stark gesunken, wundert mich auch, da sehr wenige, wenn überhaupt die Pille nehmen.
Soweit ich weiß lassen viele Studentinnen auch wieder abtreiben, wegen des Studiums.
Nehme mal an, Frauen wollen lieber arbeiten gehen, ihr eigenes Geld verdienen, somit haben sie natürlich keine Zeit für ein Kind,
Im übertragenen Sinne gesehen, nicht anders wie hier bei uns.

Im übertragenen Sinne gesehn? O_o Den Satz musst du mir jetzt erklären, der ergibt für mich in dem Zusammenhang keinen Sinn.

Der Grund, dass in Japan die Pille nicht genommen wird, ist der, dass sie dort ganz schlicht und ergreifend verboten ist. Aber Kondome gibbet ja auch noch...

Das sind dann halt die Folgen der Emanzipation '_' Bzw. der schlechten Angebote für Frauen, auch mit Kind Karriereaussichten zu haben. Da hat Yoshinaga Michiko natürlich schon recht damit, dass man die Ursache finden sollte. Is ja nich so, als ob man da groß suchen müsste. Liegt ja wie erwähnt schon auf der Hand. u_u Is wie in allen anderen industrialisierten Ländern. :shrug:
Aber wenn die Japaner mehr Kinder kriegen sollen - wohin mit denen? Die Gebirge abtragen und Wohngebiet schaffen?

Maunzilla
29.01.2007, 04:59
Das hat doch auch sein Gutes: In 20-40 Jahren bekommt man vielleicht sogar auch in Tokio wieder einen Sitzplatz in der U-Bahn. :-)

Gebärmaschinen? Hm, Warum nicht. Mich würde es nicht wundern, wenn ein findiger japanischer Tüftler eines Tages so etwas erfinden würde. Die habne ja eine gewisse Affinität zu Mechas. XD

LuV
29.01.2007, 18:25
Das sind dann halt die Folgen der Emanzipation '_' Bzw. der schlechten Angebote für Frauen, auch mit Kind Karriereaussichten zu haben.

Frauen ohne Kind haben Karriereaussichten? Ich dachte, es sei soweit "Theorie", dass Frauen auch etwas anderes als Teilzeitverträge angeboten werden.
Und falls eine Frau mal fest angestellt wird, ist das noch keine Garantie für eine Karriere... vielleicht als Kaffekocherin

sue-sama
30.01.2007, 13:14
Frauen ohne Kind haben Karriereaussichten? Ich dachte, es sei soweit "Theorie", dass Frauen auch etwas anderes als Teilzeitverträge angeboten werden.
Und falls eine Frau mal fest angestellt wird, ist das noch keine Garantie für eine Karriere... vielleicht als Kaffekocherin

Jow, weil die meisten Frauen eben noch immer die Kurzuni besuchen, die nicht genügend ausbildet, um mehr zu lernen als nur Kaffee für den Chef zu kochen. Is ja noch immer so, dass es das höchste Ziel vieler Frauen ist, kurz mal in ne Firma zu kommen, sich da nen Mann auszusuchen, den zu heiraten, aus der Arbeitswelt zurückzutreten und ne Familie zu gründen. Andere Frauen, deren Ziel dies vielleicht auch, aber nicht das höchste, ist, die besuchen dann eben keine Kurzuni und studieren was "richtiges", mit dem sie später eben auch was anfangen können/könnten.

LuV
30.01.2007, 15:25
ヾ(@⌒ー⌒@)ノおはよう

erusa
30.01.2007, 20:11
Also von wegen Paris Syndrom. Das ist in ganz Frankreich so. Englisch geht noch, aber versuchts nicht unbedingt mit Deutsch- Bei den Jüngeren gehts wieder. Bei Personen unter 30 ist das meiner Meinung kaum ein Problem.
Aber keine Angst wenn ihr einfach nen vernünftiges Bonjour rausbekommt und Vouz parlez anglais? gehts. Und das dürfte ja wohl auch für nen Japaner nicht zuschwer sein.
Aber Japner sprechen doch die Leute garnicht erst an. Also in D'dorf musste ich erst letztens nen Japaner ansprechen und fragen ob er den Hilfe braucht (der hat ganz verzweifelt auf seiner Karte rumgesucht).

Mi_chan
02.02.2007, 17:22
@LuV
Ich glaube, so allgemein kann man das nicht formulieren... Man sollte zumindest bei den (Studien-)Fachrichtungen differenzieren.
Es stimmt schon, dass in vielen großen Firmen die Studieninhalte nicht die entscheidende Rolle darstellen, weil sie sich sagen, "was wir brauchen, bringen wir den Absolventen selber bei". Aber ich denke, überall dort wo Fach- und Spezialkenntnisse gebraucht werden (Forschung&Entwicklung, Ingenieurs- und Naturwissenschaften etc) ist ein entsprechendes Hochschulstudium mit guten Noten genauso unerlässlich wie hier.

Ale
16.03.2007, 22:45
Der Grund, dass in Japan die Pille nicht genommen wird, ist der, dass sie dort ganz schlicht und ergreifend verboten ist.

Verboten? Ist damit Verhütung generell gemeint?

sue-sama
17.03.2007, 01:18
Verboten? Ist damit Verhütung generell gemeint?

Nein nein, Kondome gibt es ja.

Ale
17.03.2007, 18:14
Nein nein, Kondome gibt es ja.

Trotzdem blöd. Pille wird auch als hormonelles Medikament verschrieben, als Medizin halt.

sue-sama
17.03.2007, 19:59
Trotzdem blöd. Pille wird auch als hormonelles Medikament verschrieben, als Medizin halt.

Allerdings. Und leider is die Pille auch nur als ein solches in Japan geduldet. Kann mir aber sehr gut vorstellen, dass durch ein wenig Schmiergeld plötzlich ganz viele Frauen Hormonstörungen haben und die Pille deswegen brauchen... xD

Ale
18.03.2007, 02:04
Kann mir aber sehr gut vorstellen, dass durch ein wenig Schmiergeld plötzlich ganz viele Frauen Hormonstörungen haben und die Pille deswegen brauchen... xD

Haben auch viele. Na ja, ob es für Japan gilt... übrigens, es wird so geheimnisvoll über asiatische Heilmetoden gesprochen. Oder ist damit eher China gemeint?
Woher weisst du alles so genau? :hust:

eli-chan
18.03.2007, 12:23
Aber Japner sprechen doch die Leute garnicht erst an. Also in D'dorf musste ich erst letztens nen Japaner ansprechen und fragen ob er den Hilfe braucht (der hat ganz verzweifelt auf seiner Karte rumgesucht).
das ist bei denen normal. Sie würden jetzt auch nie zugeben, dass sie den Weg (oder so) nicht kennen. Deswegen wenn man einen Japaner nach dem Weg fragt, muss man damit rechnen ganz woanders geschickt zu werden.

Was die abnehmende Geburtenrate betrifft - die Ausbildung in Japan ist sehr, sehr teuer (1600€ pro Simester ohne Wohnkosten etc). Deswegen muss man wirklich viel Geld haben, um sich ein Kind leisten zu können. Letztens hat bei uns auf der Schule ein Japaner etwas über die japanische Gesellschaft und so erzählt und er hat gemeint, dass wenn er nicht 2 Kinder hätte, könnte er sich 4/5 Mercedes leisten. Also ist es bei denen schon hart.

Maunzilla
18.03.2007, 20:41
Das kommt natürlich darauf an, ob man unbedingt eine sauteure Elite-Uni besuchen muß, oder ob es ein normaler Handwerksberuf auch tut.
Aber leider ist es inzwischen in Japan so, daß eigentlich keiner mehr danach fragt, was einer kann, sondern auf welcher (möglichst berühmten) Schule er gewesen ist.

eli-chan
19.03.2007, 16:01
Das kommt natürlich darauf an, ob man unbedingt eine sauteure Elite-Uni besuchen muß, oder ob es ein normaler Handwerksberuf auch tut.
Aber leider ist es inzwischen in Japan so, daß eigentlich keiner mehr danach fragt, was einer kann, sondern auf welcher (möglichst berühmten) Schule er gewesen ist.
Ja, das stimmt. Deswegen geben die meisten apaner bei der Aufnahmeprüfung einfach alles, lernen dann aber später, während dem Studium, kaum was. Es zählt halt nur, ob du eine gute Uni abgeschlossen hast und nicht mit welchem Durchschnitt. da finde ich unser Bildungssystem doch etwas besser ;-)

Yamazaki
16.04.2007, 23:38
das ist bei denen normal. Sie würden jetzt auch nie zugeben, dass sie den Weg (oder so) nicht kennen. Deswegen wenn man einen Japaner nach dem Weg fragt, muss man damit rechnen ganz woanders geschickt zu werden.

Was die abnehmende Geburtenrate betrifft - die Ausbildung in Japan ist sehr, sehr teuer (1600€ pro Simester ohne Wohnkosten etc). Deswegen muss man wirklich viel Geld haben, um sich ein Kind leisten zu können. Letztens hat bei uns auf der Schule ein Japaner etwas über die japanische Gesellschaft und so erzählt und er hat gemeint, dass wenn er nicht 2 Kinder hätte, könnte er sich 4/5 Mercedes leisten. Also ist es bei denen schon hart.


Die abnehmende geburtenrate ist zum großen Teil aber auch auf die extrem vielen Abtreibungen zurückzuführen, welche wiederrum durch das kinderfeindliche Klima in den Firma verstärkt wird.

Yamazaki
16.04.2007, 23:41
Das kommt natürlich darauf an, ob man unbedingt eine sauteure Elite-Uni besuchen muß, oder ob es ein normaler Handwerksberuf auch tut.
Aber leider ist es inzwischen in Japan so, daß eigentlich keiner mehr danach fragt, was einer kann, sondern auf welcher (möglichst berühmten) Schule er gewesen ist.


Bei einer Rate von 90%+ an Schülern die auf ne Uni weitergehen siehst nunmal sehr schlecht aus wenn man nach der Highschool aufhört.

Als Freeter hat mans net leicht.