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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Black Angels


Jules
09.10.2006, 13:27
Nach sechzehn Jahren Gefangenschaft, gelingt vier jungen Menschen die Flucht aus einem Genforschungslabor. Sie beschließen sich gegen die machtgierigen Wissenschaftler Genious Walter und Haygton Bourne zu widersetzen. Auf der ewigen Flucht vor Soldaten des Veteidigungsministeriums müssen sie sich allerdings einigen Gefahren stellen. Um ihre Identitäten zu wahren, nehmen sie neue an und mischen sich unter die Menschen.

Der Anfang vom Ende

Auf einem Bahnhof in Brooklyn würde sich niemand freiwillig alleine aufhalten wollen. Besonders nicht mitten in der Nacht. Es war kalt, windig und die Beleuchtung auf den Gleisen ließ zu wünschen übrig. Man hörte schnelle Schritte. Eine junge Frau eilte über die Rolltreppe hinunter zum Bahngleis 2. Ihr Gesicht war durch die Kapuze ihres schwarzen Mantels vollständig bedeckt. Dennoch merkte man ihr ihre Angst an.
Sie schien vor jemanden zu flüchten.
Hinter ihr verfolgte sie ein großer Schatten. Lautlos strich er durch das Bahnhofsgelände der jungen Frau nach und nahm erst am Gleis Gestalt an.
Er formierte sich vor der verschreckten Dame zu einem menschenähnlichem Wesen. Doch statt menschlichen Händen, hatte das Wesen große Krallen, seine langen Haare waren mit einem Seetang zusammen gebunden. Aus seinen dunklen Augenhöhlen tropfte eiterartige Flüssigkeit.
Die junge Frau schrie lautlos auf und machte kehrt, um weg zu laufen, doch das Schattenwesen packte sie am Arm und warf sie zurück auf den Boden.

Doch welche Verrückte würde sich schon in solch einer Nacht freiwillig auf einen verlassenen Bahnhof wagen? Niemand.
Das Mädchen zog ihre Kapuze zurück, zog hastig ein kleines Messer aus ihrem Hosenbund und warf es ihrem Gegner entgegen. Die scharfe Klinge traf das überraschte Wesen direkt in der Brust und brachte ihn sofort zum Fall. Sora Monthagan sprang auf und stieß noch einmal zur Kontrolle mit dem Fuß gegen ihren vermuteten toten Feind.
"Idiot!" meinte sie nur, nahm das Messer aus der Brust des Wesens und startete zur Rolltreppe. Sie warf noch einen prüfenden Blick über die Schulter. Ihr Widersacher lag noch immer reglos am Boden. Zufrieden fuhr sie hinauf in die Bahnhofshalle und schlenderte zum Ausgang.
Sora hatte heute eigentlich vorgehabt, sich mit ihren Freunden zu treffen. Doch der Rouwer, das Schattenwesen, hatte sie vermutlich auf ihrem Weg entdeckt. Nun hatte sie ihn zur Strecke gebracht und ihrer Meinung nach, war ihre Arbeit für heute getan.

Sora schwang sich auf ihr Motorrad, dass sie direkt vor dem Bahnhofseingang abgestellt hatte. Sie fuhr los und kam nach einer viertelstündigen Fahrt vor einem kleinem Cafe zum Stillstand. Sie stieg ab und betrat das einstöckige Gebäude, nachdem sie die Tür aufgerissen hatte. "Hey Lou!" rief sie und am anderen Ende des Cafes winkte ein stärkerer Kellner mit Glatze der jungen Frau entgegen. Sora ging in den hinteren Bereich und nahm am Tisch Platz, an denen bereits drei junge Männer saßen und sich köstlich unterhielten.

Sie sahen auf. "Hey, Süße!" begrüßte sie Devon und rutschte ein wenig zur Seite. "Was gibts Neues? Warum bist du so spät?" Sora stieß einen Seufzer aus. "Ein Rouwer. Er hat mich aufgehalten und das war schon der vierte in dieser Woche." erklärte sie genervt. "Glaubst du, dass sie geschickt werden?" fragte Raven, der neben Devon saß. "Ich denk schon. Sie suchen uns."
"Das heißt wohl, dass wir vorsichtiger sein müssen. Aber wisst ihr was? Heute ist Sonntag, gönnen wir uns einen freien Tag." meinte Cell, der älteste der Gruppe. Er lebte mit seiner jüngeren Schwester Sora in einer kleinen Mietwohnung im Stadtzentrum. Sora war nicht seine richtige Schwester doch er hatte schon immer einen Beschützerinstinkt gehabt und hielt es für richtig, sie nicht alleine zu lassen. Schon gar nicht in einer Stadt wie Brooklyn.
An diesem Abend hatten die vier Freunde vor bei Raven einen DVD Abend zu veranstalten.
"Willst du wirklich mit deinem Motorrad hinfahren, Sora?" fragte er und öffnete die Tür nach draußen. Es regnete wie aus Kübeln, doch Sora ließ sich davon nicht aufhalten. "Ich stecke voller Abenteuerlust." grinste sie, stieg auf ihr Gefährt und fuhr vor. Cell schüttelte den Kopf und stieg in Ravens Auto, mit dem auch Devon mitgefahren war. Raven ließ den Motor laufen und hielt kurz inne. "Spürt ihr das?" meinte er plötzlich und Cell warf einen prüfenden Blick aus dem Fenster. "Ich habe das Gefühl, als würden wir beobachtet..."

Einige Kilometer entfernt, auf einem großflächigem Landgut befand sich eine gigantische Anlage. Sie war durch einen hohen Sicherheitszaun geschützt und wurde von Soldaten bewacht. Was sich im inneren abspielte wusste niemand so genau. Vor dem Tor, dass zur Anlage führte, stand ein Mann mitte 40, er trug eine Brille und einen langen, weißen Mantel. Ein kleines Ettikett klebte auf der Brusttasche mit dem Namen: "Boult Cooperation".
Der Mann disskutierte gerade mit seinem Kollegen, der ihm sehr ähnelte, allerdings war er etwas kleiner und nicht so kräftig gebaut.
"Sie sind Mutanten. Niemand wird sie übersehen können, auch wenn sie ihre Kräfte noch so sehr unterdrücken können." meinte der eine. "Sie sind unvorsichtig. Wenn sie einen falschen Schritt machen, fliegt die gesamte Organisation auf!" erwiderte der andere. Ein Soldat eilte herbei. Er war völlig durchnässt vom Regen und rutschte beinahe auf der nassen Erde aus.
"Doctor Bourne?" Der Mann mit der Brille drehte sich um. "Ja?" "Wir haben Informationen über den derzeitigen Wohnort der Abgängigen." Die zwei Männer in den weißen Mänteln folgten dem Soldaten ins Innere der Organisation. In der riesigen Halle befanden sich mehrere Büros, einige merkwürdige Glassäulen, in denen sich in einer Flüssigkeit getauchten menschenartige Wesen befanden, die an jede Menge Schläuche angeschlossen waren.

Der Soldat führte die beiden Wissenschaftler zu einem gigantischen Monitor, der die gesamte Wand bedeckte. Der Bildschirm zeigte eine Art Weltkarte.
"Sie leben als Geschwister zusammen und haben andere Identitäten angenommen, um unerkannt zu bleiben." erklärte der Soldat und übergab den beiden Professoren vier Akten. "So ist das also." meinte Dr. Walter. "Sie sind unvorsichtig. Schick morgen eine Truppe los. Und sorgt dafür, dass die Festnahme möglichst unbemerkt über den Tisch geht." befahl er, drehte dem Soldaten den Rücken zu und warf seinem Kollegen einen Blick zu.
"Wenn sie wieder in unserem Besitz sind, werde ich dafür sorgen, dass sie aus dem Weg geräumt werden."

Der nächste Morgen schien für Raven, Cell, Devon und Sora schon gut anzufangen. Alle verschliefen sich, das Auto von Raven wollte nicht anspringen und schließlich kamen alle vier zu spät in die Arbeit.
Raven arbeitete in einer großen Autowerkstatt. Sie lag zirka eine viertel Stunde von seiner Wohnung entfernt. "Du bist zu spät, Raven." erinnerte ihn sein Boss Mason Mount. Raven entschuldigte sich und startete los in die Gardarobe um sich umzuziehen.