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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Oscars


Eismond
27.01.2007, 15:47
Am 25. Februar (bei uns schon der 26.) ist es mal wieder so weit: Die Oscars werden vergeben. Favoriten dieses Jahr sind die Filme „Babel“ (7 Nominierungen) und „Dreamgirls“ (8 Nominierungen, davon allerdings drei in der Kategorie „Bester Song“). Auch für Deutschland könnte es dieses Jahr wieder eine der begehrten Trophäen geben. „Das Leben der anderen“ von Florian Henckel von Donnersmarck ist in der Kategorie, bester fremdsprachiger Film nominiert. „Letters vom Iwo Jima“, der Film gegen den „Das Leben der anderen“ noch bei den Globes verlor, ist diesmal in einer anderen Kategorie nominiert (Bester Film). Da es bei den Globes gerüchteweise nur einige wenige Stimmen Unterschied gab, könnten die Chancen diesmal sehr gut stehen.

Auf jeden Fall, sind die deutschen Filme in den letzten Jahren Dauergast bei den Nominierten ( „Nirgendwo in Afrika“, „Der Untergang“ und jetzt „Das Leben der anderen“) und ich denke, darauf kann man zu recht stolz sein. :mrgreen:

Die komplette Liste der Nominierungen gibt es hier: http://www.oscar.com/nominees/?pn=list
(Es gibt auch eine gute Printversion, die bewusst so gestaltet ist, dass man ein Tippspiel veranstalten kann, mit Feldern für Namen und Zahl der richtig geratenen Kategorien)

Was sagt ihr zu den Nominierten dieses Jahr? Habt ihr Favoriten oder könnt ihr vielleicht einige Entscheidungen überhaupt nicht nachvollziehen? Was denkt ihr generell über den Oscar (und andere Preisverleihungen)? Sind sie ein Zeichen für Qualität oder kann man die Nominierten getrost vergessen, weil die Filmindustrie eh nur sich selbst feiert? Verfolgt ihr die Oscars überhaupt?

Callista
27.01.2007, 20:58
Was sagt ihr zu den Nominierten dieses Jahr? Habt ihr Favoriten oder könnt ihr vielleicht einige Entscheidungen überhaupt nicht nachvollziehen? Was denkt ihr generell über den Oscar (und andere Preisverleihungen)? Sind sie ein Zeichen für Qualität oder kann man die Nominierten getrost vergessen, weil die Filmindustrie eh nur sich selbst feiert? Verfolgt ihr die Oscars überhaupt?
Ich hoffe Scorsese kriegt endlich seinen Oscar, der arme Kerl kann einem leid tun. diCaprio wirds wohl wieder nicht packen - die Konkurrenz ist zu gut, vorallem Forrest Whitaker. Helen Mirren hat ihn für The Queen verdient. Jennifer Hudson ist ja nach den Globes für die beste Nebendarstellerin gut im Rennen, obwohl ja die Kleine aus Little Miss Sunshine auch genial ist. Der Oberhammer ist für mich Eddie Murphy, wäre das genial wenn der einen Oscar kriegt :mrgreen: Bester Film ist für mich klar Babel und für den deutschen Beitrag drücke ich die Daumen ^^

Ich verfolge die Oscar´s gerne, weil es eigentlich immer eine gute Show ist. Vorallem die "Einleitung" ist immer amüsant - wer erinnert sich nicht noch an den breit grinsenden Jack Nickelsen als Gandalf *lach* Bin ja schon gespannt wie zynisch die Kommentare dieses Jahr werden - ein paar fiese Seitenhiebe sind ja immer nett. Letztes Jahr war das ganze zu harmlos ^^

Seit einigen Jahren gewinnen auch die Richtigen ^^ Bei den Globes und Emmys hingegen ist das Ergebnis nicht immer auch die beste Wahl...

btw: Das beste Oscarintro dass es gibt^^ http://www.youtube.com/watch?v=1pN4npDti38

Eismond
26.02.2007, 13:15
Jetzt ist das große Ereignis ja vorüber und die Sieger stehen fest:

Bester Hauptdarsteller: Forest Whitaker – The last King of Scotland
Bester Nebendarsteller: Alan Arkin – Little Miss Sunhine

Bester Hauptdarstellerin: Helen Mirren – The Queen
Beste Nebendarstellerin: Jennifer Hudson – Dreamgirls

Bester Animationsfilm: Happy Feet
Beste Ausstattung: Pan’s Labyrinth

Beste Kamera: Pan’s Labyrinth
Bestes Kostümdesign: Marie Antoinette

Beste Regie: Martin Scorsese – The Departed
Bester Dokumentarfilm: An inconvenient Truth (Eine unbequeme Wahrheit)

Bester dokumentarischer Kurzfilm: The Blood of Yingzhou District
Bester Schnitt: The Departed

Bester ausländischer Film: Das Leben der Anderen
Bestes Make-Up: Pan’s Labyrinth

Bester Soundtrack: Babel
Bester Song: “I need to wake up” – An inconvenient Truth

Bester Film: The Departed
Bester animierter Kurzfilm: The Danish Poet

Bester Kurzfilm: West Bank Story
Bester Ton: Letters from Iwo Jima

Beste Ton-Effekte: Dreamgirls
Beste visuelle Effekte: Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest

Bestes adaptiertes Drehbuch: The Departed
Bestes Originaldrehbuch: Little Miss Sunshine

Ehrenoscar für das Lebenswerk: Ennio Morricone


Ich freue mich riesig für Florian Henckel von Donnersmarck, dass der Oscar für den besten ausländischen Film zum dritten Mal nach Deutschland gegangen ist. (Zumal er gar nicht als Favorit galt, sondern der Film „Pan’s Labyrinth“).

Der große Abräumer war mit vier Auszeichnungen „The Departed“. Endlich hat auch Martin Scorsese den Oscar, auf den er schon so lange gewartet hat. Drei Auszeichnungen gab es für den Film „Pan’s Labyrinth“, allerdings eher in untergeordneten wie Make-Up und Ausstattung. Die „Verlierer“ sind „Dreamgirls“, das trotz 8 Nominierungen (von denen es aber selbst im günstigsten Fall nur 6 Oscars hätte gewinnen können), nur zwei einstreichen konnte, und "Babel", das trotz sieben Nominierungen nur die Trophäe für den besten Soundtrack erhielt.


Letztendlich kann man sagen, dass es kaum Überraschungen gab. Die Favoriten haben gewonnen.

Maunzilla
26.02.2007, 19:29
Ich hatte es auf Video aufgenommen, aber trotzdem den Schluß verpaßt. :-(

Callista
26.02.2007, 20:41
Hab mir das ganze auch aufgenommen und vorhin angeschaut. Der Anfang der Show hat mir gut gefallen. Ich finde ja Ellen DeGeneres hat ihre Sache ganz gut gemacht - wie sie Scorcese das Drehbuch andrehen wollte "Good Mama" XD
Super, dass "Das Leben der anderen" gewonnen hat und das war auch DIE Überraschung vorallem für Florian Henckel von Donnersmarck, wenigstens eine emotionale Dankesrede - obwohl ich es Pan´s Labyrinth auch gegönnt hätte.

Gut gemacht war auch die Livevertonung der Effekttruppe, lustig die Comedyeinlage von Black und Co und Al Gore hat doch Humor :mrgreen: und am besten hat mir der Auftritt der 3 Regisseure gefallen und das Scorcese endlich zu seinem Oscar kam. Traurig fand ich, dass Babel nicht mehr abgeräumt hat... finde den Film besser als The Departed.

Letztendlich haben die üblichen Verdächtigen gewonnen und ich bin gespannt ob Dicaprio nächstes Jahr wieder unter den Nominierten steht (und leer ausgeht)...

Eismond
25.02.2008, 11:13
Da der Thread ja noch vorhanden ist, dachte ich, ich stell die Gewinner dieses Jahres mal dazu. Vielleicht gibt es ja auch Diskussionsbedarf.

Bester Film
- «Abbitte» (Atonement)
- «Juno»
- «Michael Clayton»
- «No Country For Old Men»
- «There Will Be Blood»

Beste Hauptdarstellerin
- Cate Blanchett für «Elizabeth – Das goldene Königreich» (Elizabeth – The Golden Age)
- Julie Christie für «An ihrer Seite» (Away From Here)
- Marion Cotillard für «La Vie en Rose»
- Laura Linney für «Die Geschwister Savages» (The Savages)
- Ellen Page für «Juno»

Bester Nebendarsteller
- Casey Affleck für «Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford» (The Assasination of Jesse James by the Coward Robert Ford)
- Javier Bardem für «No Country for Old Men»
- Philipp Seymour Hoffman für «Der Krieg des Charlie Wilsons» (Charlie Wilson’s War)
- Hal Holbrook für «In die Wildnis» (Into the Wild)
- Tom Wilkinson für «Michael Clayton»

Bester Hauptdarsteller
- George Clooney für «Michael Clayton»
- Daniel Day-Lewis für «There Will Be Blood»
- Johnny Depp für «Sweeney Todd: Der teuflische Barbier aus der Fleet Street» (Sweeney Tood: The Demon Barbar of Fleet Street)
- Tommy Lee Jones für «No Country for Old Men»
- Viggo Mortensen für «Tödliche Versprechen» (Eastern Promises)

Beste Nebendarstellerin
- Cate Blanchett für «I’m not There»
- Ruby Dee für «American Gangster»
- Saoirse Ronan für «Abbitte» (Atonement)
- Amy Ryan für «Gone Baby Gone»
- Tilda Swinton für «Michael Clayton»

Bester Animationsfilm
- «Persepolis»
- «Ratatouille»
- «Könige der Wellen» (Surf’s Up)

Beste künstlerische Leitung
- Arthur Max für «American Gangster»
- Sarah Greenwood für «Abbitte» (Atonement)
- Dennis Gassner für «Der goldene Kompass» (The Golden Compass)
- Dante Ferretti für «Sweeney Todd: Der teuflische Barbier aus der Fleet Street» (Sweeney Tood: The Demon Barbar of Fleet Street)
- Jack Fisk für «There Will Be Blood»

Beste Kamera
- Roger Deakins für «Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford» (The Assasination of Jesse James by the Coward Robert Ford)
- Seasmus McGarvey für «Abbitte» (Atonement)
- Roger Deakins für «No Country for Old Men»
- Janusz Kaminski für «Schmetterling und Taucherglocke» (The Diving Bell and the Butterfly)
- Robert Elswit für «There Will Be Blood»

Beste Kostüme
- Albert Wolsky für «Across the Universe»
- Jacqueline Durran für «Abbitte» (Atonement)
- Alexandra Byrne für «Elizabeth – Das goldene Königreich» (Elizabeth: The Golden Age)
- Marit Allen für «La Vie en Rose »
- Colleen Atwood für «Sweeney Todd: Der teuflische Barbier aus der Fleet Street» (Sweeney Tood: The Demon Barbar of Fleet Street)

Beste Regie
- Paul Thomas Anderson für «There Will Be Blood»
- Ethan Coen und Joel Coen für «No Country for Old Men»
- Tony Gilroy für «Michael Clayton»
- Jason Reitman für «Juno»
-Julian Schnabel für «Schmetterling und Taucherglocke» (The Diving Bell and the Butterfly)

Bester Dokumentarfilm
- «No End in Sight»
- «Operation Homecoming: Writing the Wartime Experience»
- «Sicko»
- «Taxi zur Hölle» (Taxi to the Dark Side)
- «War Dance»

Bester Kurz-Dokumentarfilm
- «Freeheld»
- «La Corona»
- «Salim Baba»
- «Sari’s Mother»

Bester Schnitt
- Christopher Rouse für «Das Bourne Ultimatum»
- Juliette Welfing für «Schmetterling und Taucherglocke» (The Diving Bell and the Butterfly)
- Jay Cassidy für «In die Wildnis» (Into the Wild)
- Ethan Coen und Joel Coen für für «No Country for Old Men»
- Dylan Tichenor und Tatiana S. Riegel für «There Will Be Blood»

Bester ausländischer Film
- «Die Fälscher» (Österreich)
- «Beaufort» (Israel)
- «Katyn» (Polen)
- «Mongol» (Kasachstan)
- «12» (Russland)

Bestes Make-Up
- Didier Lavergne und Loulia Sheppard für «La Vie en Rose»
- Rick Baker für «Norbit»
- Ve Neill und Martin Samuel für «Pirates of the Carribbean: At World’s End» (Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt)

Bester Soundtrack
- Dario Marianelli für «Abbitte» (Atonement)
- Michael Brook, Kaki King und Eddie Vedder für «In die Wildnis» (Into the Wild)
- James Newton Howard für «Michael Clayton»
- Michael Giacchino für «Ratatouille»
- Marco Beltrami für «3:10 to Yuma»

Bester Song - „Raise it Up“ für «Der Klang des Herzens» (August Rush)
- „Happy Working Song“ für «Verwünscht» (Enchanted)
- „So Close“ für «Verwünscht» (Enchanted)
- „Thaht’s How You Know“ für «Verwünscht» (Enchanted)
- „Falling Slowly“ für «Once»

Bester animierter Kurzfilm
- «Même les pigeons vont au paradis»
- «I Met the Walrus»
- «Madame Tutli-Putli»
- «Moya lyubov»
- «Peter and the Wolf»

Bester Kurzfilm
- «At Night»
- «Il Supplente»
- «Le Mozart des pickpockets»
- «Tanghi argentini»
- «The Tonto Woman»

Bestes Sounddesign
- Scott Millan, David Parker und Kirk Francis für «Das Bourne Ultimatum»
- Skip Lievsay, Craig Berkey, Greg Orloff und Peter F. Kurland für «No Country for Old Men»
- Randy Thom, Michael Semanick, Vince Caro und Doc Kane für «Ratatouille»
- «3:10 to Yuma»
- Kevin O'Connell, Greg P. Russell, Peter J. Devlin für «Transformers»

Bester Soundmix
- Karen M. Baker und Pel Hallberger für «Das Bourne Ultimatum»
- Skip Lievsay für «No Country for Old Men»
- «Ratatouille»
- Matthew Wood und Christopher Scarabosio für «There Will Be Blood»
- Mike Hopins und Ethan Van der Ryn für «Transformers»

Beste visuelle Effekte
- «Der goldene Kompass» (The Golden Compass)
- «Pirates of the Caribbean: At World’s End» (Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt)
- «Transformers»

Bestes adaptiertes Drehbuch
- Christopher Hampton für «Abbitte» (Atonement)
- Sarah Polley und Alice Munro für «An ihrer Seite» (Away From Here)
- Ronald Harwood für «Schmetterling und Taucherglocke» (The Diving Bell and the Butterfly)
- Joel Coen und Ethan Coen für «No Country for Old Men»
- Paul Thomas Anderson für «There Will Be Blood»

Bestes original Drehbuch
- Diablo Cody für «Juno»
- Nany Oliver für «Lars und die Frauen» (Lars and the Real Girls)
- Tony Gilroy für «Michael Clayton»
- Brad Bird für «Ratatouille»
- Tamara Jenkins für «Die Geschwister Savages (The Savages)

Lebenswerk
- Robert Boyle

EX-Slayer
25.02.2008, 16:35
Hab mir die Show auf Pro7 angesehen. Zum Glück stand bei mir heute nix wichtiges an...:mrgreen:

Beim Oscar für den besten männlichen Hauptdarsteller hab ich ja so gehofft das Depp ihn nicht kriegt. Als Daniel Day-Lewis Fan war ich dann auch sehr zufrieden. Tommy Lee Jones kann einem aber langsam schon leid tut. Nie kriegt er einen als Hauptdarsteller.

Maunzilla
25.02.2008, 19:34
Ich hatte keine Lust, die ganze Nacht aufzubleiben und habe es auf Video aufgenommen. Konnte aber erst die erste Hälfte sehen.
Wie immer eine gute Show. Bei der Präsentation der besten Filme der letzten 80 Jahre mußte ich doch mit Erschrecken feststellen, wie viele der großartigen Klassiker ich noch nicht gesehen habe.

Teyl
26.02.2008, 10:39
Ich haette Persepolis eher den Preis gegoennt als Ratatouille.
Aber ernste Zeichentrickfilme ueber fremde Kulturen sind da wohl noch ein Tabu ...

EX-Slayer
26.02.2008, 11:11
Noch dazu war Persepolis handgezeichnet. Der konnte gar nicht bestehen, egal wie gut er ist.

Maunzilla
26.02.2008, 23:36
Ich habe mir gerade "No Country for Old Men" runtergeladen (das Script, nicht den Film :wink: ). Mal sehen, wo ich das "Juno"-Script bekomme.