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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nationalstolz


JPF
27.04.2004, 21:30
2001 begann babayaga eine Diskussion im AnimaniA-Forum mit folgenden Post:

Das Thema hat nicht soviel mit Japan zu tun, außer das die
Japaner zuvie davon haben.
Was haltet ihr von Nationalstolz?

Darf ein Volk, das die einzigen Weltkriegen in der
Menschheitsgeschichte begonnen hat stolz auf andere
Errungenschafen sein?

Ich finde die Deutschen sind für den Rest ihrer Existenz
gebrandmark, und das ist auch nicht nicht schlecht, denn
Nationalstolz hat uns erst in 2 Weltkriege gestürzt.

Seid ihr stolz auf Deutschland und wenn ja warum?

Es entwickelte sich eine hochinteressante Diskussion, deren Log bei mir 86 DIN A4-Seiten füllt und die bis zum 23. Juli 2001 andauerte.

Darunter viele Namen, die den Alteingesessenen des AnimaniA-Forums bekannt seiin dürften.
Arab Zaraq, Doc Tomoe, Shining Tiger, DATA, Asukalein, dr.channard,...

Nun will ich sehen, wie die Diskussion nach so langer Zeit hier ablaufen wird. Ich bin gespannt.

Nordine
27.04.2004, 22:12
Hm.. auf die Frage hin, ob ich stolz auf Deutschland bin, dann lautet meine kurze Antwort: Nein.

Was aus diesem Land geworden ist, welches noch von meinen Großeltern aufgebaut worden ist, ist einfach nur traurig.

An allen Ecken und Enden wird nur rumgenölt. Das Prinzip Nach der Wahl ist Vor der Wahl trägt dazu bei, dass wichtige Reformen nicht angefasst werden. Wir leben in einem Land, welches von Lobbys zerfressen ist.

Wiederum bin ich doch stolz, ein deutscher Staatsbürger zu sein. Und das kann mir keiner nehmen. Das Problem ist, das viele Leute stolz sind, es aber niemand zugeben will, weil der dann gleich an Rechts diffamiert wird. Nur, wenn man nicht stolz auf seine Staatsbürgerschaft sein darf, worauf darf ich denn stolz sein?

Jedes Land hat gewaltige Fehler gemacht, nur Deutschland hat dem Genozid ein neues Gesicht gegeben, dass darf man nie vergessen.

So Paradox das vielleicht klingen mag, ist es mir auch wiederum peinlich in diveresen Ländern ein Deutscher zu sein... Mallorca um nur ein Beispiel zu nennen.

Vielleicht schaffen wir es, endlich wieder ein Nationalgefühl zu entwickeln, was im Einklang mit der Welt steht. und nicht wieder übertreiben...

DATA
27.04.2004, 22:22
Ich denke, Nationalstolz bzw. Selbstidentifikation mit dem eigenen Staat ist heute besonders in der jungen und den kommenden Generationen langsam und sicher von selbst wieder "salonfähig". Zumindest ist das Deutsche-Sein nicht mehr etwas, was man automatisch als negativ belastet empfinden und einfach davonschieben muss.

Die 68´er waren offen und sie waren "neu", aber sie konnten dieses Neue, den Willen zu Veränderung, in meinen Augen nicht mit dem Land Deutschland für sich selbst in Verbindung bringen. Ihre Gedanken gingen wohl mehr gegen und aus dem altem Staat, der Gesellschaft, heraus.
Heute ist das anders, heute richtet sich der Erneuerungswunsch der Jungen sicherlich noch immer gegen die Alten/ die Gesellschaft, aber es ist damit nicht auch zugleich gegen das alte, "beschmutzte" Deutschland. Das Land, ist das Land, in dem wir leben und wenn darin etwas nicht passt, dann ist dies das Problem und nicht die gesamte Herrkunft an sich.

Begünstigt wird dies natürlich durch das allmähliche Wegsterben der alten Kriegstraumata und Selbstverdrängungen der Kriegsgeneration. Aufklärung kann ohne dies viel unbelasteter stattfinden.
Auch die Medien gehen mit der deutschen Rolle immer ungezwungener und selbstverständlicher um. Genauso die "Pop-Industrie", deutsche Bands sind gerade wieder in, weil sie teilweise gut und cool sind...selbstverständlich (naja, mal sehen ;]).

Ich will nicht sagen, dass Patriotismus in diesem Land nun eine automatische Beigabe in die Wiege wäre, nur ist der Umgang mit der deutschen Identifikation wesentlich lockerer, als es noch vor 10/20/30 Jahren der Fall war.

Deutsche Fahnen in Schrebergärtchen sind nicht mehr so signalpolitisch, wie weiß-schwarze Schnürsenkel an Springerstiefeln und deutsche, moralische Selbstkritik ist nicht mehr der unumgängliche Standart zum guten Ton. ;]

=^ ^=
27.04.2004, 22:31
Darf ein Volk, das die einzigen Weltkriegen in der
Menschheitsgeschichte begonnen hat stolz auf andere
Errungenschafen sein?
Ja.
Sollte Deutschland nicht auf Goethe stolz sein dürfen, weil Hitler Deutscher war (ursprünglich zwar Österreicher, aber muss nun mal für mein Beispiel herhalten)? Inkohärent.

Allerdings ist die eigene Nationalität doch nichts, wozu man in irgendeiner Weise beigetragen hat (wenn man Änderungen dieser ausschliesst).
Wieso stolz darauf sein?
Wieso stolz auf Errungenschaften und all das sein, wenn es nicht im geringsten der eigene Verdienst ist, ja sogar vor der eigenen Existenz stattfand?
Zusammengehörigkeit und all dieses Zeug herrscht zwar in unseren Köpfen vor, logisch begründet weiss ich dies allerdings nicht.

Ich denke, Nationalität wird schrecklich überbewertet, besonders schlimm sind all die damit verbundenen Klischees.

Takuma
27.04.2004, 22:38
Kann mich noch erinnern. War'n lustige Diskussionen damals mit babayaga & Co. Na denn, lassen wir das Thema mal wieder aufleben:

Zum Thema:

Nationalstolz ist eine fantastische Sache. Er erzeugt ein Gruppengefühl, schweißt zusammen und bringt Menschen zu Leistungen und Taten, die sie ohne diesen Stolz nie erbringen/wagen würden. Doch das Alles gibt es bei uns nicht. Denn Deutschland ist das einzige Land der Welt, dass keinen Nationalstolz mehr hat. Daran ist der Nationalsozialismus Schuld. Angesichts der Greueltaten im 2. Weltkrieg traute sich nach Kriegsende kein Deutscher mehr, offen Stolz auf sein Land zu bekennen. Diese Grundhaltung fraß sich über die Jahrzehnte in die Volksmentalität ein wurde über die Erziehung an die nächsten Generationen weitergegeben.

Wie verquer unsere Haltung zu unserem eigenen Land ist, merkt man im Alltag immer wieder. Wir würden nie, wie beispielsweise die Amerikaner, einen Nationalfeiertag mit Paraden und aus den Fenstern wehenden Flaggen begehen. Die wenigsten von uns würden laut auf der Straße sagen, sie seien Stolz auf Ihr Land. Ein Großteil unserer Bürger kann die Nationalhymne nicht singen, ein Teil davon nicht einmal die Melodie auswendig komplett runtersummen. In den Schulen lehrt man uns nichts über unsere Vorfahren, Helden und Errungenschaften, man lehrt uns nur in Scham über die Kurze Periode des Nationalsozialismus den Blick zu senken. Wir sind ein Volk von "Einzelkämpfern" und Egoisten geworden, dass nicht für fünf Pfennig am Land und Volk Interesse hat. Und es wird auch in nächster Zeit kein solcher Stolz mehr aufkommen.

Das deutsche Volk hat nicht nur den zweiten Weltkrieg verloren, es ist darin gefallen. Als Gemeinschaft gestorben. - Übriggeblieben ist eine Flagge die leer, ohne Daseinszweck und Symbolgehalt für die unter ihr Gehenden vom Fahnenmast auf dem Bundestag hängt, herabblickend auf den Kadaver einer einst starken, stolzen Volksgemeinschaft.

Nordine
27.04.2004, 22:39
@all

in|kohärent

engl.: incoherent

ohne Zusammenhang.

i. Denken

engl.: i. thought processes
Fach: Psychologie
formale Denkstörung, bei der das Denken dissoziiert u. ein Sinnzusammenhang nicht mehr erkennbar ist.

i. Streuung
engl.: i. scattering
Fach: Radiologie

Streustrahlung ohne feste Phasenbeziehungen zwischen einfallender Anregungs- u. emittierter Streuwelle; s.a. COMPTON* Effekt.

falls jemand dieses Wort nicht kennt.

@=^^=
der Nationalstolz ist von der Ökonomischen Seite, der Wirtschaftsmotor Nr.1 im Binnenmarkt. Aus diesem Grund ist er garnicht so unlogisch.

Wenn ich einkaufen gehe, kaufe ich immer zuerst Obst und Gemüse aus Deutschland. Deutsche Produkte, die auch wirklich in Deutschland hergestellt werden, festigen den Mittelstand. Das kann man in vielen Fallbeispielen, aber auch in Ökonomischen Szenarien, darlegen.

Aber a bisserl Stolz ist eigentlich die Mehrheit, der Deutschen zumindest bei Sportereignissen.

DATA
27.04.2004, 22:54
Hm, naja, Takuma, den Beitrag hätten deine Eltern ihr ihrer Jugend wohl zu Recht in ihr Tagebuch schreiben können, aber heute sehe ich die Zustände und besonders den Blick auf das Kommende bei weitem nicht mehr so grau.

27.04.2004, 23:23
Nationalstolz ist immer so eine Sache, insbesondere bei Menschen meines Schlages. Als Türke, der hier in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, sah ich mich ehrlich gesagt selten bis gar nicht mit Gefühlen solcher Art konfrontiert - ich schreibe hier vom Nationalstolz als Gefühl, für die Langsamen - und gammle als fröhlicher Metropolit vor mich hin, der Nationalitäten keine große Bedeutung beimisst.

Deutscher, Türke, Engländer, Grieche? Wen kümmert´s?!

Nordine
27.04.2004, 23:28
Es ist zum Teil auch anerzogen, würde ich mal sagen. Gerade bei hiergeborenen Türken, Libanesen etc. zeichnet es sich ab, das sie sich eher mit dem Vaterland verbunden fühlen als mit Deutschland.

Ich fühle mich ja auch in einer gewissen weise mit meinem Vaterland (Marokko) und meinem Mutterland (Deutschland) in gleicherweise verbunden.

Das Nationalgefühl gehört in Deutschland mit zu dem am wenigsten verbreitesten überhaupt.

=^ ^=
27.04.2004, 23:28
Deutscher, Türke, Engländer, Grieche? Wen kümmert´s?!
Die Menschen, die Nationalitäten bestimmte Charaktereigenschaften oder sonstige Klischees zuweisen.
Simplizisten, oder anders genannt, Baka halt.

@=^^=
der Nationalstolz ist von der Ökonomischen Seite, der Wirtschaftsmotor Nr.1 im Binnenmarkt. Aus diesem Grund ist er garnicht so unlogisch.
Nun, die Benutzung als Antriebsfaktor beantwortet nicht die Frage, weshalb Menschen stolz auf ihre Nationalität sind. Eigentlich kann ich mir diese Frage mittels der Psychologie auch selbst beantworten, nur sehe ich den Grund dafür trotzdem nicht. Ich bin doch auch nicht auf meinen, mir angeborenen, Fuß stolz. Manchmal denke ich, Menschen sehen gewisse Dinge einfach viel zu weltlich, obwohl sie damit in Wirklichkeit garnichts zu tun haben.

Ich selbst habe noch niemals so etwas wie Nationalstolz empfunden, kann also praktisch nicht nachvollziehen, wie andere dazu kommen.

Nordine
27.04.2004, 23:32
oder, sie kennen die Bevölkerungsgruppen ziemlich genau mit ihren Eigenheiten und Marotten.

DATA
27.04.2004, 23:37
Tja, das Verständnis eines Menschen für seine Herrkunft ("Woher komme ich?") ist schon wichtig. Patriotismus ist für dieses Selbstverständnis zwar nicht absolut notwendig, aber in seinen positiven Eigenschaften macht es durchaus Sinn. In Naturvölkern ist es z.B. selbstverständlich seine Gruppen-/Stammesherrkunft als Teil seiner Identität zu begreifen -es komplettiert den schützenden, geistigen Rahmen für das Reale.

Slayer
28.04.2004, 00:30
Nun muss man sich aber auch die Frage stellen: Worauf kann ich den meinen Nationalstolz zurückführen ? Einfach darauf das ich Deutscher bin ? Das ist sinnlos. Genauso schwachsinnig als wäre ich stolz drauf geboren zu sein. Dazu habe ich auch nichts geleistet.

Allerdings könnte man als Deutscher stolz darauf sein was Deutschland heutzutage leistet. Bis auf ein paar Fleischkappen tragende Versager und unverbesserliche reaktionäre Faschisten (Richtig Rechtes Gesocks gibt es in jedem Land, und das oftmals sehr viel intensiver als in Deutschland, die Zeiten wo Deutschland den Rassismus für sich alleine gemietet hatt sind vorbei :D ) ist Deutschland ein verdammt tolerantes Land geworden. International gesehen ist Deutschland hilfsbereit, auch wenn es Logischerweise nicht überall tätig sein kann wo es nötig wäre, und wenn man sich mal umhört dann haben nur noch ein paar ewig gestrige Deutschland als Naziland in Erinnerung. Bis auf dieses ewige Selbstbemitleiden und diesen Innerländlichen Masochismus (JA,JA, WIR HABENS VERDIENT !!! :roll: ) Hatt sich die relativ junge Republik schon gemausert. Zweifellos Verbesserwungwürdig, aber nicht die größte Landeskatastrophe im alten Europa.

Allerdings dauert der Landes Interne Heilungsprozess an....und wird es noch sehr lange Tun. Ich befürchte das werden unsere Enkel noch erleben. Aber Deutschland ist auf dem Weg der Besserung. Für Äusserungen und Aktionen die sich die Jugend heute leistern hätte es damals satte Skandale gegeben. Und diese Heilung wird voranschreiten. Das hoffe ich zumindest sehr.

Nun, was mich angeht...es ist nicht so das ich DER Verfechter des Nationalstolz wäre, allerdings sehe ich auch keinen Grund mehr mich zu schämen. Wofür auch ? Für etwas was vor Jahrzenten passiert ist ? Seh ich nicht ein...und wenn jemand meint, er müsste Deutschland in Grund und Boden reden nur weil er mal in den Geschichtsbüchern gelesen hatt was vor ner halben Ewigkeit geschehen (So schrecklich es auch war), muss rt damit rechnen das ich ihm Paroli biete...kein Land ist frei von Fehlern, und weil Deutschlands Fehler eben so so groß dauert der Sanierungsprozess entsprechend lange an.

Gwydion
28.04.2004, 00:37
Interessant finde ich auch die Frage, wohin sich Nationalstolz ganz allgemein entwickelt. Stolz 2004 gut und schön... im Zuge der Globalisierung wird sich das Heimat-/Nationalbewußtsein sicher grundlegend ändern. Das, was wir momentan erleben, ist ja nur der Anfang. Vorausgesetzt es entwickelt sich in diesen Bahnen weiter.

Shingetsu
28.04.2004, 07:35
Das kommt darauf an wie man "stolz" definiert, und zum Mißverständnis zwischen den Menschen trägt auch immer die "Unschärfe der Sprache" bei weil jeder Mensch sich anders ausdrückt, selbst wenn man die gleiche Sprache spricht.
Vor allem Gefühle lassen sich nur schwer mit Worten ausdrücken.

Nach heutiger Konvention kann man nur auf eigene Errungenschaften stolz sein, und wenn man, so wie ich, Goethe und Schiller nichtmal persönlich gekannt hat, kann man auch nicht stolz darauf sein.
Andererseits kann man aber scheinbar doch auf andere stolz sein. Es sagt z.B. der Vater zum Sohne: "Ich bin stolz auf dich, mein Sohn"

Also ist es vielleicht nur eine Mischung aus "Ich bin froh hier geboren zu sein, weil`s mir hier gut geht" und "Ich liebe dieses Land, weil es hier so schön ist" und "Toll was die Deutschen so alles geleistet haben" was dann den Nationalstolz prägt ?
Das würde auch nicht heissen daß man selber an allem beteiligt war, sondern drückt einfach die oben beschriebenen Gefühle aus.

Nordine
28.04.2004, 09:51
Das sind Gedanken eines Einzelgängers, der mit seinen Land (evtl.?) oder der Gesellschaft gebrochen hat. Denn es wurde hier gesagt, dass wir Stolz auf etwas sind, womit wir nichts zu tun haben.

Wie wir haben nichts damit zu tun?

Werden die Hilfseinsätze der Bundeswehr nicht mit unser aller Steuergelder bezahlt? Können wir nicht stolz darauf sein eine Armee zu besitzen die Hilft statt töten?

Die Regierungen, wurden die nicht durch uns gewählt? Kann man dann nicht stolz darauf sein, das uns das Auland respektiert?

Was ist also Nationalstolz? Was ist eine Nation, ein Staat?
Ein virtuelles Produkt, wohinter sich Menschen verstecken können. Um später sagen zu können (Wenn es mal schief geht) Das waren wir nicht. Bzw. Zu sagen Das waren wir.

Ich bin stolz in auf meine Nationalität, weil unsere Nation schwächeren Leuten hilft, obwohl wir keine Wirtschaftlichen Interessen haben --> Afghanistan, Demokratische Republik Kongo usw.

Ich werde auch diesem Weg einschlagen, anderen Ländern zu helfen, bei denen es sonst keiner tut

Shingetsu
28.04.2004, 10:38
@Nordine:

Das hat dann aber nichts mit der Nationalität sondern mit der jeweiligen Regierung zu tun. Die Nazis waren schliesslich auch Deutsche bzw. Mitglieder der deutschen Nation. Kann man auf die stolz sein, nur weil sie auch Deutsche waren ?
Also müssten wir eher auf unsere Regierung stolz sein, als auf unsere Nation zu der auch Nazis und DDR-Kommunisten gehörten. (und teilweise immer noch gehören)
Ausserdem besteht die Menschheit generell zu 90% aus Leuten die ich nicht leiden kann. Auch in Deutschland gibt es mehr Idioten als Dichter und Denker.
Ich bin höchstens auf die geistige Elite der Deutschen stolz, aber nicht auf jeden dahergelaufenen Deppen.
Unser Staat, als Gesamtheit aller Deutschen, besteht aber zum Großteil aus primitiven stumpfsinnigen Normalos, und die geistige Elite auf die man stolz sein kann ist nur ein kleiner Teil davon.

HotaruYagami
28.04.2004, 11:38
Nationalstolz ist nicht mehr sehr ausgeprägt, aber als Deutscher hat man eh Probleme wenn man durch die Gegend rennt und sagt, dass msn stolz auf sein Land ist, eben wegen der Geschichte...

Ich bin ganz froh hier zu leben, aber das aus reiner Gewohnheit und das hat nix speziell mit dem Land zu tun, ich könnte genausogut woanders leben...

Raziel Reaver
28.04.2004, 11:40
Zu den Deutschen mag ich mich zwar nicht unbedingt zählen, aber nun ja.

Was bitte versteht man unter "stolz darauf sein"?
Stolz im Sinne von - Ich feuer die National 11 bis zur letzten Minuten eines Spieles an-?
Oder im Sinne von - Ich werde mein Vaterland bis zu meinem Tode verteidigen und nicht dulden, dass Außenstehende es mit ihrer Anwesenheit verschmutzen-?

Da Letzteres wieder mal arg markant ist, lasse ich dies mal außen vor.
Denn wenn der Stolz so weit geht, dann ist klar, dass Stolz das falsche Wort ist. Es ist dann nur noch ein scheinheiliger Begriff, um seine eigenen Komplexe auszuleben. :roll:

Mir persönlich ist eigentlich relativ egal, was in meinem Heimatland passiert. Zumindest was die Nationalität angeht.
Ob jetzt in meiner Heimat oder in einem anderen Lande etwas passiert, es spielt nun wirklich keinen Unterschied. Und ich bin auch dankbar, dass ich so etwas wie Nationalstolz nicht ausgeprägt entwickelt habe. Thx.

Nordine
28.04.2004, 12:14
@shin Die Regierung gehört also nicht zu unserem Volk, oder wie?

Das sind auch nur normale Menschen, die vom der Mehrheit der zur Wahl gegangenen wahlberechtigten Staatsbürger gewählt worden sind.

Wie ich schon sagte, bin ich stolz auf die Hilfsbereitschaft unseres Volkes im Ausland. Hierzu zählen nicht nur die Staatlichen Instutitionen.

DRK, THW, ASB, Johanniter, SOS Kinderdörfer sind nur ein paar Beispiele.

Ich bin stolz darauf, dass viele Deutsche trotz angespannter Wirtschaftlichen Situation immer noch ein wenig Geld für Spenden übrig haben. Als ich für den WWF mal gesammelt habe, kam ein Obdachloser (keine Geistige Elite! Wie ich das Wort hasse, aber dazu später) zu mir und gab mir 50 Cent. Er hatte nicht viel Geld, roch nach Alkohol aber hatte trotzdem den Willen anderen zu helfen, weil ihm auch geholfen wird. Da bekam ich tränen in die Augen, und habe ihn zum Kaffee eingeladen. So etwas muss belohnt werden. Aus diesem Grund bin ich stolz.

Die Geistige Elite.... jaja. Was heißt geistige Elite?

Jeder der den Fremdwortduden auswendig kennt, vielleicht und dadruch menschliche Schwäche zeigt?

Sind das keine Durchschnittsmenschen, es gibt keine Durchschnittsmenschen, das sind alles Individuen. Und wenn du 90% der Menschen nicht Leiden kannst, dann bist du ja ziemlich weit herumgekommen, und du kannst nach dem Rückkehrschluss 600.000.000 menschen leiden. Das ist eine Leiden.

Jeder der von einer Elite redet, meint normalerweise da zu zugehören. Was hat sie denn in der letzten Zeit gemacht? Außer rumzuschwafeln?

Welche Ergebnisse? Es gibt noch ein anderen Begriff für die geistige Elite und zwar das Wort Arrogant.

HotaruYagami
28.04.2004, 12:16
Zu den Deutschen mag ich mich zwar nicht unbedingt zählen, aber nun ja.

Was bitte versteht man unter "stolz darauf sein"?
Stolz im Sinne von - Ich feuer die National 11 bis zur letzten Minuten eines Spieles an-?
Oder im Sinne von - Ich werde mein Vaterland bis zu meinem Tode verteidigen und nicht dulden, dass Außenstehende es mit ihrer Anwesenheit verschmutzen-?



Also mit dem ersten kann ich mich noch anfreunden, aber das andere nicht, ich finde so weit sollte Nationalstolz nie gehen.

Aber zum Thema Geschichte, ich hab da mal eine Story erlebt, auf einer Klassenfahrt nach England, wir kamen im Ort an und begegneten ein paar Jugendlichen, die uns gleich als Nazis beschimpft haben...manche denken auch, Hitler würde noch über uns herrschen...naja, hat vielleicht auch was mit mangelnder Bildung zu tun.

Slayer
28.04.2004, 12:21
Also, bei allem was man über die Engländer mitbekommt muss man sich nicht wundern...scheinbar ist es doch ungesund wenn ein Volk sich ewig auf einer Insel untereinander vermehrt (Nur ein schlechter Witz :wink: )

Ich meine, bei ner Umfrage hatt jeder dritte Engländer geglaubt das Hitler und der kalte Krieg nur Fiktion waren, aber die Schlacht um Helms Klamm aus HdR wirklich stattgefunden hatt. Das sagt schon alles, oder ?

Andererseits, es gibt auch in Deutschland genug Subjekte die ernsthaft glauben es hätte Hitler und Auschwitz nie gegeben. Tja, Idiotie hatt eben nichts mit der Nationalität zu tun :roll: .

Nordine
28.04.2004, 12:23
zum Thema Vaterlandverteidigung:

Ich würde, wenn wir angegriffen werden, dieses Land verteidigen. Bis zum Tod. Und ich glaube das würden mehr Leute machen würden als zugegeben wird. Wir leben nun in einem Land ohne Feinde an den Grenzen. Also ist diese Dikussion recht überflüssig

Shingetsu
28.04.2004, 12:27
Die Regierung gehört also nicht zu unserem Volk, oder wie?

Das sind auch nur normale Menschen, die vom der Mehrheit der zur Wahl gegangenen wahlberechtigten Staatsbürger gewählt worden sind.

Die Regierung gehört zum Volk, aber nicht das ganze Volk gehört zur Regierung. Das Volk wählt nur die Regierung, und es gehört nicht viel Intelligenz dazu ein Kreuz bei SPD oder CSU zu machen.
Ein Großteil der stumpfsinnigen Landbevölkerung wählt auch CSU. Die meisten wählen CSU weil es sich halt so gehört, und haben von Politik gar keine Ahnung.
Wie soll ich auf die Mehrheit der stumpfsinnigen Wähler die nichtmal wissen was genau sie da gewählt haben stolz sein ?
Oder kann man schon froh sein daß sie nicht NPD wählen ? ;)

DRK, THW, ASB, Johanniter, SOS Kinderdörfer sind nur ein paar Beispiele.

Das sind aber Ausnahmen. Die meisten Deutschen (genau wie die meisten Erdenbürger allgemein) denken nur an FFF (Fressen, Ficken, Fernsehen) und kümmern sich nicht um SOS Kinderdörfer.

Wegen "geistiger Elite"..
hmm ok. Ein anständiger Mensch der zwar nicht besonders intelligent ist, aber dafür eine gute edle Gesinnung hat gehört auch zur Elite.
Ich will damit nur die intelligenten, edlen Menschen, von den stumpfsinnigen Massen der primitiven Otto-Normal-Deppen abheben.

Lollirock Star
28.04.2004, 12:29
JA es gab mal ne Umfrage in England und Amerika bei Jugendlichen zwischen 17 und 15 Jahren und da haben 83% bei der Frage:
"Wer ist der Bundespräsident von Deutschland?"
"Adolf Hitler" geantwortet.... Da sieht man mal wie sich die Leute auf der Welt so auskennen und da braucht man sich dann nicht wundern wenn Deutschland immer noch nicht wirklich beliebt ist!

Zum Nationalstolz:
Ich weiß ned irgendwie find ich wird der meistens zu sehr übertrieben oder besser gesagt ihm wird zu viel Bedeutung beigemessen.
Solang er sich in Grenzen hält - okay. Aber ich find sowieso Stolz in jeglicher Form eher behindernd.

bussal
Lollirock Star

Misto
28.04.2004, 13:20
1.Darf ein Volk, das die einzigen Weltkriegen in der
Menschheitsgeschichte begonnen hat stolz auf andere
Errungenschafen sein?

2.Ich finde die Deutschen sind für den Rest ihrer Existenz
gebrandmark, und das ist auch nicht nicht schlecht, denn
Nationalstolz hat uns erst in 2 Weltkriege gestürzt.

1.Natürlich. Wieso denn auch nicht? Klar, wir haben Fehler gemacht, aber macht das nicht jedes andere Land auch mal? Außerdem hat unsere Generation so gesehen keine schuld daran, was einmal vor 90 Jahren passiert ist und es wird uns heute noch vorgeworfen und das finde ich nicht okay. Man nehme nur mal die nationalsozialistische Anspielung vor einigen Wochen von Pete Cox.
2.Ich würde nicht unbedingt sagen "für den Rest ihrer bzw. unserer Existenz". Es begleitet uns noch lange Zeit und man kann wohl auch nicht viel dagegen tun, außer Parole zu bieten aber ich finde die Deutschen werden durch ihre Vergangenheit immer vorsichtig sein (ob das für immer so bleibt, ist mal so dahingestellt) und das ist wahrscheinlig das einzigst positive daran.

DrJekyll_MrHyde
28.04.2004, 13:40
Eine gesunde Portion Nationalstolz hat noch niemanden geschadet!
Ich bin stolz auf Deutschland, denn wir haben tolle Dichter, Denker, Wissenschaftler, Maler, Künstler in aller Art, Arbeiter, Weisheiten, Sprachen, Geschichte, Gebäude, Landschaften und noch vieles mehr.
Ich als Deutsche habe ein Recht darauf stolz auf meine Heimat zu sein, denn wie auch die anderen auf ihre Heimaten stolz sind weil sie ihren ganz besonderen Reiz haben, so steht auch mir dieses Recht zu ohne als Nazi zu gelten!

Wie kann man Deutschland den Holocaust nachtragen?
Waren es die gesamten Deutschen? Wer von uns hier war den damals dabei, als es passierte? Wir können doch gar nicht mehr mitreden und ich fühle mich auch nicht verantwortlich dafür!
Warum sollen alle für etwas betstraft werden, was einer angezettelt hat der jetzt gar nicht mehr lebt?

Warum wird Nationlastolz immer gleichgesetzt mit Nationalismus?
Japaner sind auf ihre Insel sicher genauso stolz wie ich auf mein Deutschland, Sicher sind sie es sogar mehr!
Alleine auf Wikipedia finde ich drei verschiedene Bedeutungen für nationalismus, was ist denn für euch Nationalismus?
Die Amis sind ja auch stolz auf ihr Vaterland und wenn das einer bei denen sagt, nennt ihn keiner einen Nazi!

Das einzige was mich an Deutschland stört ist, dass es so tolle Technik wie den Transrapid erfindet und es nicht anwendet. Nein wir verkaufen dieses geniale Machwerk auch noch nach China! So etwas macht mich wütend, denn der Transrapid ist kein Einzelfall.

Nordine
28.04.2004, 14:10
Das Deutschland seinen Transrapid an China verkauft ist doch nur logisch. Denn:

1. Ist Deutschland a bisserl klein.

2. Bekommen wir durch den Verkauf Geld und müssen keines Aufwenden um eine Strecke zu bauen.

Im übrigen, ist das eine Sache die ich toll finde... man hat soviel Vertrauen in unserer Technologie, das man keine Vorführung brauch...

@Shin die Landbevölkerung wählt traditionell die Konserativen, denn die kämpfen für ihre Interessen. Also zurück zu Massentierhaltung etc. Also ist das garnicht so Idiotisch, das die Landwirte CSU/CDU wählen.

Ich wähle ja auch die Patei die sich für meine Ideale einsetzt.

1998 im Übrigen die SPD, weil ich Schüler war und danach Azubi. Da kann ich keine CDU regierung brauchen.

2002 habe ich die CDU gewählt, weil ich eher auf der Arbeitgeberseite war.

Bei den nächsten Landtagswahlen wähle ich die Grünen, weil ich jetzt meine, das die sich eher für die Bildung einsetzen als die SPD. (Studiengebühren etc.)

Also, es gibt in der Tat Leute die denken, bevor sie wählen. Und bei meiner Stimme bin ich Egoistisch.

@all Der Holocaust, hat nichts mit dem Nationalstolz zu tun. Sondern mit Fanatismus! In den KZ Deutsche, Polen, Russen etc. gestorben, also hatte das nichts mit der Nationalität zu tun.

Sondern mit Ihrer Gesinnung. Das Judentum ist eine Glaubensrichtung, und keine Nationalität.

Mein Kommilitone neben mir nickt auch gerade zustimmend. Er lebt den Jüdischen Glauben. Ist aber Deutscher, und stolz darauf.

DATA
28.04.2004, 14:46
Ich denke, dass nationalsozialistische Schreckgespenst wird spätestens 2080 auch in Deutschland kein Konfliktthema mehr sein. Rechtsextremismus, neo-faschistische Gesinnungen und natürlich Rassismus allgemein, werden zwar dann weiterhin existieren, der Nationalsozialismus wird in einigen Jahrzehnten gleichwohl als ein einfacher Teil unserer Vergangenheit verstanden werden, wie z.B. auch die Wiedervereinigung oder die deutsche Staatsgründung 1871 (natürlich als negative Station).

Gut, patriotistische Ausmaße gleich den USA, wird es hier zwar nicht so schnell geben, aber ich denke, weniger Arroganz schadet nicht ;] und da sind wir einfach liberaler. Vielleicht gibt es ja irgendwann das große, europäische Einheitsgefühl.

Nordine
28.04.2004, 14:49
das bleibt abzuwarten, denn erst unsere Kindeskinder werden ein Europagefühl entwickeln... oder wir, wenn es zum Krieg kommt.

JPF
28.04.2004, 15:29
JPF as Mod support:

Themen Transrapid und CSU bitte in den neuen Threads weiterführen !

Nordine
28.04.2004, 15:44
hey, es geht mir hier nicht um irgend ein Humanoiden. Sondern vielmehr um die Idealogie, die deutsche organisationen besitzen.

Ich glaube auch nicht, dass ich unbedingt auf irgendwelche Landwirte stolz sein kann, die von Subventionen leben, und sobald sie dann gekürzt werden sollen, gehen sie auf die Straßen...

Kazuya_nb
28.04.2004, 15:58
Das Thema Nationalstolz ist schon eine eigenwillige Sache. Der gute alte Schopenhauer (1788-1860) meinte einmal dazu: "Die wohlfeilste Art des Stolzes ... ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein: Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." Ich schließe mich seiner Meinung an und finde das man niemals auf so etwas wie ein Land Stolz sein kann, oder irgendetwas anderen als man selbst. Wie kann ich Stolz auf etwas sein, was ein anderer und nicht ich selbst vollbracht habe? Sicher es mag mir vielleicht gefallen und ich finde es schön, aber kann man in so einem Fall wirklich von Stolz reden? Bei einer Nationalität sehe ich das ähnlich, man wird doch nur zufällig in einem bestimmten Staat geboren. Generell kann zuviel Nationalstolz sowieso gefährlich sein ...

Nordine
28.04.2004, 16:07
Du hast noch nichts für dieses Land getan? Kein Wehrdienst, oder Zivildienst abgeleistet?

Bezahlst du keine Steuern, mit denen der Wohlstandstaat finanziert wird?

Arbeitest du in keiner Firma, die ihren Teil dazu beträgt im Ausland angesehen zu werden?

Warst du noch nie wählen, und hast dich aktiv an der Regierungsbeteiligung, die uns im ausland erfolgreich vertritt beteiligt?

Das sind alles nur kleine Kieselsteine im Vergleich mit einem Berg. Aber 80.000.000 Kieselsteine, machen schon einen Berg. Will sagen, jeder hat seinen Beitrag geleistet, das wir so leben wie wir leben.

Es ist einfach immer nur die schlechten Beispiele zu nennen. Davon liest an in den Medien, und ich brauche nur die Copy und Paste funktion. Es geschehen aber noch immer Gute Dinge die Hoffnung machen. ein Beispiel?

Ein zum Tode verurteilter Mensch wurde begnadigt, weil eine Bürgerinitiative Unterschriften gesammelt hat. Insgesammt waren es über 1.000.000 Unterschriften. Somit hat jeder 1/1.000.000 Teil eines Menschen gerettet.

Will damit sagen: Jeder hat bereits et6was für unser Land getan. Der eine Mehr - der andere Weniger.

Kazuya_nb
28.04.2004, 16:17
Du hast noch nichts für dieses Land getan? Kein Wehrdienst, oder Zivildienst abgeleistet?

Bezahlst du keine Steuern, mit denen der Wohlstandstaat finanziert wird?

Arbeitest du in keiner Firma, die ihren Teil dazu beträgt im Ausland angesehen zu werden?

Warst du noch nie wählen, und hast dich aktiv an der Regierungsbeteiligung, die uns im ausland erfolgreich vertritt beteiligt?

Das sind alles nur kleine Kieselsteine im Vergleich mit einem Berg. Aber 80.000.000 Kieselsteine, machen schon einen Berg. Will sagen, jeder hat seinen Beitrag geleistet, das wir so leben wie wir leben.

Es ist einfach immer nur die schlechten Beispiele zu nennen. Davon liest an in den Medien, und ich brauche nur die Copy und Paste funktion. Es geschehen aber noch immer Gute Dinge die Hoffnung machen. ein Beispiel?

Ein zum Tode verurteilter Mensch wurde begnadigt, weil eine Bürgerinitiative Unterschriften gesammelt hat. Insgesammt waren es über 1.000.000 Unterschriften. Somit hat jeder 1/1.000.000 Teil eines Menschen gerettet.

Will damit sagen: Jeder hat bereits et6was für unser Land getan. Der eine Mehr - der andere Weniger.

Sicher kann man das so sehen, deshalb würde ich trotzdem nicht den Terminus Nationalstolz verwenden. Ich meine man kann den Begriff Stolz nur auf sich selbst beziehen, da man doch nur wirklich über seine eigene Leistung Stolz sein kann (z.B. eine Unterschrift, die aber nichts mit Nationalstolz zu tun hat).

Nordine
28.04.2004, 16:24
Ich sehe mich allerdings nicht als ein Individuum, sondern als Teil eines Kollektivs. Ich alleine wäre hoffnungslos verloren. Ich kann nur durch andere Überleben. Darum, ist bei mir das National und Internationalverständis etwas anders.

Kazuya_nb
28.04.2004, 16:37
Ich sehe mich allerdings nicht als ein Individuum, sondern als Teil eines Kollektivs. Ich alleine wäre hoffnungslos verloren. Ich kann nur durch andere Überleben. Darum, ist bei mir das National und Internationalverständis etwas anders.

Was hat das denn mit Nationalstolz zu tun? Entschuldige wenn dies zu harsch klingt, aber meines erachtens nach hat Stolz nicht wirklich etwas mit Überleben zu tun.

Ich sehe mich ebenfalls als ein Individuum und Teil von verschiedenen Kollektiven. Ach ja, sogar als ein Teil der Welt sebst. ;)

Nordine
28.04.2004, 17:14
entschuldige, ich meinte das überleben nicht in bezug auf den Nationalstolz, sondern auf der Bergründung, warum ich mich nicht als ein Individuum zähle.

Nationalstolz, heißt doch nichts anderes, als Loyalität für sein Land. So definiere ich das, für mich.

Stolz ist halt ein sehr, hartes Wort.

Shingetsu
28.04.2004, 17:41
@Nordine:

Du hast ja recht mit diesem Kollektivdenken, aber ich seh das nicht als große Leistungen. Wir sind aufeinander angewiesen, und jeder leistet seinen Teil, aber nicht weil wir alle so edle Menschen sind, sondern weil wir müssen.
Wer zahlt schon gerne Steuern ? 90% Der Leute zahlen nur deshalb Steuern weil sie müssen, und weil es sowieso direkt vom Lohn abgezogen wird. Sie sind nur deshalb brave Steuerzahler weil ihnen das Finanzamt im Nacken sitzt, und nicht wegen Sozialgefühl oder edler Gesinnung.
Sicher bin ich auch froh daß der Bäcker die leckeren Brötchen für mich backt, und der Busfahrer für mich den Bus fährt usw. aber das machen sie auch nicht weil sie mich mögen, oder weil sie was für die Gemeinschaft tun wollen, sondern einfach sie einfach nur Geld brauchen und man dafür arbeiten muss. Auch das hat nichts mit edler Gesinnung oder Idealismus zu tun. Sie wollen nur Geld verdienen damit sie besser FFF (Fressen, Ficken, Fernsehen) können.
Soll ich auf die Leute stolz sein, weil sie genauso eigennützig ihren täglichen Arbeiten nachgehen wie die Menschen auf der ganzen Welt ?
Da bin ich lieber auf die geistige Elite stolz die unseren Staat aufgebaut hat weil sie z.B. an höhere Ideale glaubten, und nicht auf all die Ameisen die nur ihre täglichen Arbeiten verrichten weil sie sowieso keine andere Wahl haben.
Loyal bin ich deshalb trotzdem wenn es darum geht unseren deutschen Garten Eden zu verteidigen. Schliesslich leb ich ja hier, und es geht mir relativ gut. Wär doch schade wenn die wilden islamistischen Horden mit ihren fanatischen Koranschulen hier die Macht übernehmen würden. Darum bin ich z.B. dafür daß radikale Gruppen die sich nicht zum Grundgesetz bekennen, wie z.B. der selbsternannte Kalif von Köln, umgehend abgeschoben werden.

Nordine
28.04.2004, 17:45
warum haben die denn keine andere Wahl? Sie sind einfach zufrieden. Viele Leute haben sich doch garnicht über Steuern (die im übrigen in Deutschland recht niedrig sind) beschwert, bis die erlesene Fachpresse (Bild) die ganze Diskussion angestachelt hat.

Jeder hat die Wahl, etwas zu tun. Sie wollen es aber nicht. Weil sie dem FFF Prinzip treu bleiben wollen.

Ich sagte ja bereits weiter oben, warum ich stolz auf dieses Land bin.

Shingetsu
28.04.2004, 17:48
warum haben die denn keine andere Wahl? Sie sind einfach zufrieden.

hmm zufrieden können sie aber nur sein wenn ihre Bedürfnisse befriedigt werden. Wenn der Bäcker aufhört Brötchen zu backen verdient er kein Geld mehr. Das ist der Grund warum er weiter Brötchen backt. Um Geld zu verdienen, aber nicht weil er uns so furchtbar gern hat.
Das meinte ich.

Nordine
28.04.2004, 17:56
ein Bäcker der seinen Beruf nicht mag, der backt Brötchen die man in die Tonne hauen kann.

Er backt Brötchen, weil er es kann und weil er damit eine Nachfrage befriedigen kann. Er ist stolz auf sein Machwerk, genauso wie die Kunden stolz auf ihren Bäcker sind.

Das gilt jetzt für kleinere Städte, in Großstädten sieht das anders aus. Dort ist so ein denken nicht üblich.

Shingetsu
28.04.2004, 18:09
@Nordine:

Nein. Er weiß daß er gute Brötchen backen muss weil ihm sonst die Kunden wegbleiben und er dann weniger Geld verdient.
Das hat nichts damit zu tun daß er gerne arbeitet. Er befindet sich lediglich im Konkurrenzkampf mit anderen Bäckern und kann es sich daher nicht leisten schlechtere Brötchen zu backen als die anderen.
Ausserdem kann er nicht so einfach einen anderen Beruf ergreifen. Selbst wenn ihn das Bäckerhandwerk ankotzt muss er es irgendwie weitermachen, denn wer gibt schon mit 40 seinen Beruf auf und lernt dann was anderes ? und wer stellt schon einen 40jährigen ein ?
Er könnte höchsten einen auf Aussteiger machen und generell nichts mehr arbeiten.

Faust VIII
28.04.2004, 18:11
Eine gesunde Portion Nationalstolz hat noch niemanden geschadet!
Ich bin stolz auf Deutschland, denn wir haben tolle Dichter, Denker, Wissenschaftler, Maler, Künstler in aller Art, Arbeiter, Weisheiten, Sprachen, Geschichte, Gebäude, Landschaften und noch vieles mehr.
Ich als Deutsche habe ein Recht darauf stolz auf meine Heimat zu sein, denn wie auch die anderen auf ihre Heimaten stolz sind weil sie ihren ganz besonderen Reiz haben, so steht auch mir dieses Recht zu ohne als Nazi zu gelten!
Genau so sehe ich es auch ein! Jede Nation soll stolz auf sich sein!
Sowas ist doch normal, warum sollte man nicht auf sich oder
auf die Nation stolz sein? Besonders die Deutsche sind weniger
stolz geworden nur weil sie angst haben wenn man dass sagt
dass man als Nazi gilt! Sowas ist schwachsinn, Nazis sind über stolz
auf ihrem Land und akzeptieren andere Länder nicht, sowas ist schrecklich!
Deswegen sollte man stolz sein aber auch loyal zu anderen Ländern
sein somit ist man doch überhaupt kein Nazi...

SweetMel
28.04.2004, 18:44
Ich liebe mein Land und bin auch stolz darauf. :top:
Was gibt es da groß zu diskutieren? :shrug:

Faust VIII
28.04.2004, 18:53
Ich liebe mein Land und bin auch stolz darauf. :top:
Was gibt es da groß zu diskutieren? :shrug:
Genau, Mel! ^_^
Jeder soll sein Land doch mögen oder was er ist, finde ich voll normal!
Nur wie gesagt, bei uns Deutschen werden wir wieder als Nazis
betrachtet wenn man sagt dass man stolz auf sein Land ist...
Ich hasse Nazis ohne Ende...

Nordine
28.04.2004, 18:57
genau wie die absolute Mehrheit der Bevölkerung! Es kann nicht sein, das es tatsächlich Leute gibt die nichts aus der Geschichte gerlent haben.

Slayer
28.04.2004, 19:40
Diese Typen wissen doch oftmals auch nicht wirklich was die Gesinnung bedeutet die sie Vertreten. Irgendeiner kreischt am lautesten das damals alles besser war, also schlucken sie es weil es ihnen Scheiße geht, ohne sich wirklich darüber Gedanken zu machen.

Was ich aber auch erlebt habe, ist das einigen das ganze nationalsozialistische komplett am Arsch vorbei geht und sie nur um den Zusammenhalt in so einer Gruppe froh sind. Weil diese Menschen vielleicht durch irgendein Unglück ihr ganzen Leben lang Ausgegrenzt waren und in einer rechtsradikalen Gruppe eben ihre "Kameradschaft" finden. Den Preis, auf ner Demo mitzumaschieren und Rassistensprüche zu brüllen bezahlen sie für den Zusammenhalt bereitwillig.

Manche von dennen sind gar nicht so dumm wie der Eindruck den sie rüberbringen. (Was nicht heißen soll das ich es befürtworte) Mit ein paar von dennen konnte ich schon über alle Möglichen politisch brisanten Themen reden, ohne nen Stiefen im Arsch zu haben, es war ne ganz normale Unterhaltung.

=^ ^=
28.04.2004, 20:03
Genau so sehe ich es auch ein! Jede Nation soll stolz auf sich sein!
Sowas ist doch normal
Es gab auch eine Zeit, wo es normal war Juden zu töten.

Weshalb solltest du stolz auf Deutschland sein, was verbindet dich damit?
Du lebst mit Menschen in einem abgegrenzten Gebiet, allerdings hat man selbst mit den Leuten auf der anderen Seite des Landes genauso wenig gemein wie mit Ausländern. In der Sprache gibt es Dialekte, die andererorts nichtmal verstanden werden. Auf die gemeinsame Regierung ist das Volk grösstenteils sicherlich nicht sonderlich stolz, so fällt auch diese weg.
Wieso sollte ich z.B. auf Schriftsteller stolz sein, welche vor langer Zeit lebten und die gleiche Staatsangehörigkeit wie ich hatten? Ich fühle mich ihnen emotional nicht im geringsten verbunden, aber irgendein Stück Papier, wo "Deutscher Staatsbürger" daraufsteht, soll uns auf einmal verbinden? Klingt nach billiger Verkaufsstrategie oder sowas.
Was bleibt, ist ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das unbegründet ist.

Meistens höre ich gerade die Leute am meisten darüber reden, welche durchweg gewöhnlich sind und nicht viel geschafft haben, auf dass sie selbst stolz sein können, deswegen lassen sie diese trügische Sicherheit der nationalen Zusammengehörigkeit unterbewusst als Kompensation für ihr unbedeutendes Leben einspringen.
Muss nicht bei allen so sein, ist halt meine Erfahrung mit dem Thema.

Nordine
28.04.2004, 22:45
hm.. resümieren wir doch was damals passiert ist:

Anfang der 30er Jahre hat die Wirtschaftskrise voll zugeschlagen. Die Parteien waren zerstritten, und die beiden Blocks, die der Kommunisten und die der Nazis.

Die Nazis hatten eine Propaganda maschine Aufgebaut, und den Leuten versprochen Arbeitsplätze und Wohlstand zu bringen, und hatten gleich einen Buhmann für die miserie Parat, die Juden.

Es sei gesagt, dass die Juden, aufgrund ihres Fortschrittlichen Denkens, welches bereits in ihrem Glauben gefestigt ist,
(Im Mittelalter waren sie weniger anfällig für krankheiten, aufgrund ihrer Hygiene, waren Wohlhabender, weil sie Zinsen erheben durften etc...)
häufig als buhmänner dargestellt.

Die Leute, völlig hoffnungslos wählten die NSDAP. Und Hilter schaffte, scheinbar unmögliche, er gab den Leuten Arbeit. Schottete das Land ab und bezahlte alles auf Pump, was den Leuten egal war, denn erstens interessierte sich keiner für Wirtschaft und zweitens sie hatten ja arbeit.

Und die Hasspropagande zog. Die Juden wurden verfolgt, und das Ende kennen wir ja alle.

Gefährlich wird es also, wenn man einfach jemanden glaubt, ohne wirklich zu verstehen was er sagt.

Und unsere Großeltern schworen, nie wieder.

@ =^^= gibt es denn nichts, wo du sagst:
"Wow, das haben die gut gemacht?"

Warst Du schon mal in einer Situation, wo du dir gedacht hast, das schaffe ich jetzt nicht alleine. Zum Beispiel Krieg?

@ all Am meisten schweißt ein Krieg zusammen. Oder die daraus resultierende Aufbauarbeit. Da bin auch stolz drauf, was unsere Großeltern geschafft haben.

=^ ^=
28.04.2004, 23:20
@ =^^= gibt es denn nichts, wo du sagst:
"Wow, das haben die gut gemacht?"
Ich denke nicht sonderlich viel darüber nach, was die Regierung nun macht und ob es relativiert gesehen besonders beachtenswert oder nur eine logische Konsequenz war.
Aber ne, kam bisher noch nicht vor, dass die Regierung etwas unerwartet gutes getan hätte (also mehr, als selbstverständlich ist/erwartet wird), wovon ich beeindruckt war.
Selbst wenn, es sind immernoch menschliche Individuen, die diese Entscheidungen fällen und nicht deutsche Helden oder sowas. Zumindest aus meiner Sichtweise. Der Bundeskanzler könnte meinetwegen auch kubanisch sein, würde er Lösungen für die Probleme des Landes wissen.


Warst Du schon mal in einer Situation, wo du dir gedacht hast, das schaffe ich jetzt nicht alleine. Zum Beispiel Krieg?
Ich deklariere anderen Ländern äusserst selten den Krieg und wenn, dann in Begleitung meiner Katze und meiner Ninja-Armee.
Sicherlich gab es Situationen, wo ich auf Hilfe angewiesen war, z.B. beim Rumtragen von Schränken. Allerdings stand auf meinen kläglichen Hilferuf in Richtung Familie nicht die Bundeswehr inklusive dem Reichstag vor der Tür und boten ihre Hilfe an.

Nordine
28.04.2004, 23:28
Ein paar kurze Fragen:

Was um Himmels willen ist Dir wiederfahren?
Was willst Du mit solchen Antworten erreichen?

Soll ich jetzt ein schlechtes Gewissen bekommen, nur weil ich mein Leben das Helfen anderer Leute gewidmet habe?

Ich spreche von Hilfslagen die Leib und Leben bedrohen und Du sprichst von Umzügen?

Ich möchte glaube ich auch garnicht wissen, in fern Du die Dienstleistungen des Staates benutzt.

Völlig neutral, gefragt, hast Du was mit Germanistik zu tun? Oder eventuell ein anderes Studienfach, wo man zu Gesellschaflichen Versagern ausgebildet wird?

=^ ^=
28.04.2004, 23:49
Ein paar kurze Fragen:

Was um Himmels willen ist Dir wiederfahren?
Was willst Du mit solchen Antworten erreichen?
Soll ich jetzt ein schlechtes Gewissen bekommen, nur weil ich mein Leben das Helfen anderer Leute gewidmet habe?
Deine Fragen zu beantworten. Threatralischer: Zu eradikieren. Hier endet meine Intention. Deiner Interpretation meiner Antworten kann ich nicht folgen. Ich bitte sowohl um Verzeihung, als auch um die Auslassung religiöser Redewendungen gegenüber meiner Person. Weil, sowas kotzt mich an.
Was du mit deinem Leben tust, ist mir egal. Sofern es dich erfüllt, anderen Leuten zu helfen, sehe ich daran nichts Schlechtes.

Ich spreche von Hilfslagen die Leib und Leben bedrohen und Du sprichst von Umzügen?
Halbrhetorik? Umzüge sind in meinem Leben halt präsenter als Kriege. Ich habe nur deine Frage beantwortet und zwar so gut ich konnte.

Völlig neutral, gefragt, hast Du was mit Germanistik zu tun? Oder eventuell ein anderes Studienfach, wo man zu Gesellschaflichen Versagern ausgebildet wird?
Ich studiere Germanistik. Um Elaboration bezüglich der gesellschaftlichen Versager wird gebeten.

Nordine
29.04.2004, 00:00
Die Elaboration wird verweigert. Denn da Du ja Germanistik studierst, fällst Du ich Kategorie 1. Und nicht in die 2. Solltest Du dich zur 2. hingezogen fühlen, tut mir das selbstverständlich leid.

Auf jeden Fall, fange ich langsam an Dein Treiben zu durchschauen. Gewählt Ausdrucksweise, in einem Forum, wo größtenteils Jugendliche sind. Aber ich bin in diesem Forum zur Anti-Polemik verpflichtet, deswegen lasse ich das an dieser Stelle mal sein.


Zum Thema:

Ich bin trotzdem Stolz auf dieses Land, auch wenn es hier zu viele Studiengänge gibt, wo Steuergelder verschwendet werden.

Noxiel
29.04.2004, 10:57
Die Frage nach dem Nationalstolz lässt sich so leicht nicht beantworten. Schon allein die Aussage: „Ich bin stolz ein Deutscher zu sein!“ behaftet den Ehrlichen doch schon mit dem Makel des Nationalsozialismus. Das Warum und Wieso Deutsche nicht stolz auf ihr Land sind, lässt sich einfach benennen, sie wissen es einfach nicht. Durch Generation zu Generation, wurde dem dt. Bewußtsein doch durch intensive Gehirnwäsche/Geschichts- und Politikunterrichtsstunden, dass Schuldbewußtsein des Dritten Reiches impliziert. Kein Zweifel, die Gräuel bis hin zum Holocaust sind unbestreitbar die schlimmste Zeit in der Geschichte der Welt aber die Faustregel für psychische wie physische Leiden, dass die Zeit alle Wunden heilt, warum sollte sie nicht auch für Geschichte gelten.
Vergeben aber nicht vergessen, dass sollte der Grundsatz sein, mit dem wir in der Öffentlichkeit auftreten mit dem wir aber auch gesehen werden sollten (von wollen kann keine Rede sein, bei den mannigfaltigen Antworten über eine Nicht-Existenz des Nationalstolzes), von Verbündeten, Partner und Freunden.

Ich bin stolz ein Deutscher zu sein, auch mit dem Wissen über das Dritte Reich. Ich bin stolz, das Dtl. formerly known as the country called Heiliges Römisches Reich deutscher Nation, die Wirren des 30jährigen Krieges überstanden hat, ich bin stolz darauf, das der Flickenteppich, wenn auch vom Sieger Napoleon, vereint, geeint und geordnet wurde und somit den Grundstein hatte, dass zu werden was wir heute unter Baden-Württenberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen usw. kennen. Ich bin stolz darauf, dass nach zwei Kriegen, unzähligen Verletzten und Toten, Leid und Zerstörung kein Revanchegedanke mehr zwischen uns und unseren besten Freunden, den Franzosen, steht. Wir ein vereintes Dtl. sind, nichtmehr getrennt durch Kapitalismus und Kommunismus.

Es gibt soviele gute Gründe auf Deutschland stolz zu sein, ohne sich gleich über das Naziregime verantworten zu müssen oder voller Demut davon zu schleichen. Natürlich muß es jeder für sich wissen, wie er zu dem Gedanken des Patriotismus steht, es bleibt nur wichtig zu sagen: Das dem Nationalstolz nichts negatives anhaftet, solange er nicht extrem, militant und/oder fanatisch ausgeübt wird. Man siehe den religiösen Aspekt der Kreuzzüge oder des Dschihad, wie ein friedliche Sache zu etwas Grausamen und Schändlichen werden kann.

Ist der fehlende Patriotismus bzw. das pervertierte Schuldbewußtsein über die Ereignisse 36 – 45 nicht vielleicht auch daran Schuld, dass Attentäter wie Muhamed Atta und Anderen, hier in Dtl. die Möglichkeit gegeben wurde, als Schläfer ausgebildet zu werden?; das der Kalif von Köln eifrig weiter seinen Fanatismus verbreiten kann. Ist es nicht vielleicht ein letzter Fluch des Naziregimes, dass dt. Politik in Sachen Einwanderung und Ausländer-Themen befangen bis handlungsunfähig ist, da allzu schnell der „Verdacht“ auf Rechtsradikalimus aufkommt?

Sollte es durch meinen Text vielleicht nicht klar rübergekommen sein, ich distanziere mich eindeutig von den Gräueln des Dritten Reiches, ich bin kein Befürworter des Naziregimes und ich weiß um die Vergangenheit.

Ich bin stolz ein Deutscher zu sein aber ich schäme mich für unsere Vergangenheit.

JPF
29.04.2004, 15:19
Ich bin stolz auf Deutschland.

In erster Linie bezieht sich mein Stolz auf die Gegenwart. Deutschland hat eine i.A. florierende Wirtschaft aus dem Nichts aufgebaut. Mit Deutschland verbindet man in der Welt Ordnung, Pünktlichkeit, Qualität und Fleiß. Viele Länder sehen in Dt.land ein Vorbild (Südafrika und Timor Leste haben unser Grundgesetz als Vorbild für ihre Verfassung gewählt). Politisch sind wir eine gefestigte Demokratie, mit einem beispielhaften föderalen System und einem klaren Bekenntnis zu den Menschenrechten (Gleichheit, persönliche Freiheit und Sicherheit). Es gibt kaum ein Land in der Welt, daß soviel Entwicklungshilfe in anderen Ländern leistet und sich der europäischen Vereinigung verschrieben hat.

Man kann auch stolz auf die Erfolge Deutschlands in der Vergangenheit sein. Sei es in der Kunst (Beethoven, Bach, Spitzweg, Goethe), der Wissenschaft (Kepler, Humboldt, Max Planck, Otto Hahn), der Technik (Gutenberg, Daimler) oder der Politik (Bismarck, Brandt, Adenauer). Es gibt nicht viele Länder, die so ein breites Spektrum und so eine große Anzahl von Größen

Kann man stolz auf etwas sein, was man nicht selber geleistet hat (siehe Zitat Johannes Rau) ? Ja, weil wir alle sind Teil dieser Gruppe, jeder von uns leistet seinen Anteil an den Erfolgen, selbst wenn er „nur“ in der Schule lernt, um später in der Gesellschaft seinen Part zu übernehmen. Wer sich bereit erklärt, seine Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft zu erfüllen, der darf auch stolz auf diese Gesellschaft sein. Das ist übrigens absolut unabhängig von der Herkunft des einzelnen.

Natürlich darf die dunkle Vergangenheit nicht vergessen werden. Jeder, der stolz auf Deutschland ist, ist verpflichtet sich auch der Fehler zu erinnern. Dabei geht es weniger darum Buße zu tun (was in der Vergangenheit reichlich passiert ist), sondern darum Ähnliches in der Zukunft zu verhindern. Krieg, Unterdrückung, Völkermord, Diskriminierung und Diktatur dürfen nie wieder bei uns einen Platz finden. Das schulden wir sowohl den Opfern, als auch den Menschen, die das positive Bild Deutschlands geschaffen haben.

Was in Deutschland zu bedauern ist, daß Patriotismus lange Zeit mit Nationalismus gleichgesetzt wurde. Patriotismus ist die Liebe zum eigenen Land, Nationalismus ist der Haß auf die anderen Länder. Wir können stolz auf die Leistungen sein. Mehr wert als ein anderes Land sind wir trotzdem nicht.

Teilweise fehlt es sehr deutlich an Patriotismus: Bürger hinterziehen Steuern, Unternehmer produzieren lieber im Ausland, ohne zu bedenken, daß so demnächst die Kunden hier fehlen werden und der natürliche Wunsch einer Gemeinschaft, ihre Traditionen und Werte zu erhalten, wird immer wieder außer acht gelassen, indem man Verfehlungen Einzelner mit dem Recht auf Multi Kulti gerechtfertigt. Immer wieder wird die Mehrheit dadurch diskriminiert Gerade erst durch solches Verhalten, wird dem Nationalismus der Boden bereitet und braune unterbelichtete Gestalten greifen solche Fälle mit Begeisterung auf. Es sollte langsam in allen Köpfen der Gedanke Form annehmen, daß weder rechter, noch linker Extremismus einer Gesellschaft Frieden geben und sie voranbringen kann. Die politische Mitte ist der Weg der Vernunft.

Takuma
29.04.2004, 21:43
@ JPF

Amen.

JPF
29.04.2004, 22:49
Mann, da schreibe ich einen riesigen Beitrag und der einzige Kommentar besteht us einem Wort ! :roll:

Ok, ich verstehe es als Lob, daß ich alles gesagt habe, was es zu sagen gibt. ;)

Noxiel
29.04.2004, 23:03
Mann, da schreibe ich einen riesigen Beitrag und der einzige Kommentar besteht us einem Wort ! :roll:

Ok, ich verstehe es als Lob, daß ich alles gesagt habe, was es zu sagen gibt. ;)

Immerhin besser als garnicht gewürdigt zu werden.......

Batou
29.04.2004, 23:22
Ich kann JPF eigentlich nur zustimmen.
Kann man nicht stolz darauf sein, was Deutschland nach dem Krieg geschaffen und aufgebaut hat. Wir haben uns mit unseren ehemaligen Feinden versönt, ja Freundschaft geschlossen. Darf man darauf nicht stolz sein? Sicherlich es gibt Höhen(Wirtschaftswunder) und Tiefen (Aktuelle situation) Aber alles in allem, ist es verboten.

IMHO gibt es in Deutschland noch ein ganz anderes Problem. Darf man öffentlich Patriotismus zeigen? Nein, weil soetwas gleich als extrem Rechtsradikal bezeichnet wird. Jetzt der Blick über dem großen teich, alle stellen fest, das die amerikaner den Patriotismus übertreiben, aber besser ein bissel zu viel als garkeinen, oder?

CroNeo
30.04.2004, 18:32
Ich verstehe nicht was viele von euch haben:

Ihr sollt ruhig STOLZ auf Deutschland sein!
Die Deutschen haben mit ihren Erfindungen die Welt verändert!
(Fernseher, Auto, Computer, uvm.)
Dieser Staat hat meiner Familie die Chance gegeben eine neue Existenz zu gründen, als vor 40 Jahren Deutschland aus den südeuropäischen Ländern Gastarbeiter ins Land geholt hat!
Ohne Deutschland, würde ich jetzt nicht leben!

=^ ^=
30.04.2004, 19:03
Ohne Deutschland, würde ich jetzt nicht leben!
Das rechtfertigt ausnahmsweise mal ein Emoticon: :roll: .

Shingetsu
30.04.2004, 19:10
Ohne Deutschland würd ich auch nicht leben. Ich denke das geht vielen so die von deutschen Eltern gezeugt wurden. ;)
Aber ich kann mir natürlich denken wie das gemeint war.

Kittychan
30.04.2004, 19:41
Man soll ruhig stolz sein auf sein Land in dem man aufgewachsen ist, es ist nur schade mit anzusehn wie das manche als nationalsozialistische äusserungen ansehen.
Die Amis blasens allerdings wieder zu viel auf, das is echt schon nicht mehr schön was die machn, teilweise echt lästig.(z.B. sich für das beste Land zu halten)

palu
01.05.2004, 14:41
ich finde es schade, dass leute, die nicht an irgendeiner staatlichen identität hängen hier von vielen bemitleidet werden. ich selbst sehe auch keinen grund darin auf sein land (oder besser gesagt, das land in dem man geboren ist) stolz zu sein. für viele mag ein solches gefühl, wie schon erwähnt, wichtg sein für die festigung der eigenen persönlichkeit, aber habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, dass das, worauf ihr stolz seid, wirklich nichts mit eurer eigenen person zu tun hat?
versteht mich nicht falsch, ich bin nicht negativ gegenüber menschen eingestellt, die nationalstolz empfinden, solange es aus oben genanntem oder änlichen gründen erfolgt (ich denke eine gefestigte persönlichkeit braucht keinen nationalstolz), ich mag nur vor allem die art nicht, wie leute, die anders denken, erniedrigt werden. ihr habe hier etwas von perversion und ausgegrenztsein gelesen, sowie etwas von dekadenz und dummheit. ehrlich leute, das muss nicht sein. ihr könnt doch nicht einfach jeden verurteilen und verteufeln, der anders denkt als ihr.

zum thema nationalsozialismus und deutschland hab ich wohl auch eine so etwas andere denkweise, zumindest von einigen posts ausgehend. ich sehe dieses phänomen nicht als grund zur demut oder zur scham, da ich weiß, dass ich rein gar nichts damit zu tun htte und hab. ich sehe es eher als eine art mahnmal, das zeigt, zu was übertriebener nationalstolz gepaart mit egoismus, blindheit und konservativem führen kann. sehr schön zu beobachten sinddiese folgen übrigens gerade in den usa, wo sich die menschen keine gedanken darüber machen ob das, was die regierung macht richtig ist - was ameika tut ist immer richtig und gut. da werden persönliche politische konflikte zu staatsinteressen ausgeweitet und alle ziehen fanatisch mit (ich hab es selber erlebt, also nicht übertrieben).

oder die situation in "terroristischen" gebieten (meine meinung zum grund von "terror" hab ich ja im entsprechenden thread schon mal dargelegt): die menschen da sind mit sicherheit auch stolz auf ihr land und auf ihre regierung, so wie amerikaner auch stolz sind auf ihr land und ihre regierung, so wie deutsche auch stolz sind auf ihr land und ihre regierung. nur würde etwa jemand sagen, das iraker beispielsweise grund dazu hätten? wohl kaum, denn nationalstolz ist zu subjektiv. und durch gegenseitiges unverständnis und gegenseitige intolleranz entstehen konflikte und kriege. das ist für mich das vermächtnis des 2. weltkrieges. ich denke man sollte diese wahrheit für sich daraus ziehen und nicht scham und schande für etwas womit man nichts zu tun hat.

ich persönlich kann nur stolz auf das sein, was ich geleistet habe. wenn ich damit auch noch anderen helfe, um so besser. einem bundeskanzler kann es auch auch egel sein, in welchem land er die regierung führt, solange er anderen menschen (menschen(!), nicht dem land) hilft. die vergangenheit deutschlands ist mir deshalb egal. ich bin nicht stolz auf goethe, nur weil er deutscher war und ich in deutschland geboren bin. um nur einmal das beispiel der künste aufzugreifen: ich bewundere künstler für ihr können, sehe aber keinen anlass dieses können mit mir zu identifizieren. goethe wäre sicher auch als pole oder chinese literarisch begabt gewesen. ich habe, so wenig wie deutschland etwas damit zu tun. also kein falscher stolz.
ach ja, nur mal ein wort zu den "deutschen" steuergeldern: ihr selbst zahlt diese steuergelder und wenn ihr so sehr ihren nutzen herauskehrt, tut ihr das wohl auch freiwillig und gerne, also seid auch stolz darauf (also auf euch selbst), durch euren eigenen beitrag anderen zu helfen.

Nachtmahr
01.05.2004, 16:45
Vielleicht ist Stolz das falsche Wort, aber ich habe eine unheimliche Ehrfurcht vor unseren beiden Kriegsgenerationen.

Heutzutage ist jeder grundsätzlich nur auf seinen eigenen Lustgewinn aus, die allermeisten wissen einfach nicht, was sie an der Gegenwart zu schätzen haben sollten.

Nun vergleichen wir die Gegenwart mit der Vergangenheit vor 5 bzw. 10 Dekaden. Die Männer sind elendig in ihren Gräben krepiert, oder sind bei -50 Grad vor Moskau einfach umgefallen nachdem ihre Hirnflüssigkeit eingefroren war. Von einem Panzer überrollt oder einer MG-Salve zerfetzt zu werden, gehörte wohl noch zu den gnädigeren Arten, sein Leben hinter sich zu lassen. Für gewöhnlich ist der Soldat jedoch langsam erfroren, verhungert, verblutet oder zu Tode geprügelt worden. Von den 6 Millionen Soldaten, die ausgezogen sind, kehrten nur 3 Millionen wieder nach Hause zurück.
Den Zivilisten ging es nicht besser. In einer Nacht wurden in Dresden 200.000 Zivilisten bei lebendigem Leibe verbrand oder unter Trümmern begraben. Den Russen erging es in beiderlei Hinsicht allerdings auch nicht besser.

Dennoch, jeder einzelne dieser Individueen hätte es mehr verdient heute zu leben, als die meisten der drecksverwöhnten heutigen Zeitgenossen, die schon anfangen zu jammern wenn sie 40€ weniger im Jahr haben.

Insofern empfinde ich nicht direkt Stolz, sondern eher einen unheimlichen Respekt vor das, was unsere Vorfahren bewältigt haben.

palu
03.05.2004, 21:29
also ich halte ja kriege im allgemeinen für mehr als nutzlos und dumm, deshalb glaube ich auch nicht, dass es für die soldaten damals besonders ehrenvoll war für ihr vaterland zu sterben. ich zumindest weiß mit meinem leben etwas besseres anzufangen.
aber was die verwöhntheit unserer generation angeht hast du schon recht. das ist ja auch bei den meisten rechts orientierten jugendlichen der fall. sie feiern dinge deren wahres ausmaß und brutalität sie gar nicht begreifen können.
ich hab da mal so nen ganz interessanten film gesehen (name ist mir leider entfallen): es ging um ein paar soldaten aus england, die (glaub als un-truppen) in den kosovo geschickt wurden, wo sie hautnah leid und elend miterlebt haben. der eine ist zu anfang noch mit übertriebenem nationalstolz an den einsatz rangegangen, hat dann aber schnell gemerkt, dass er auf nichts stolz sein muss und das seine herkunft nichts mit ihm als menschen zu tun hat. er hat sich nach seiner heimkehr für seine mitmenschen geschämt (naja gut, das hatte auch andere gründe). ich glaub, er hat sich dann auch erschossen.
kennt den jemand?

Nordine
03.05.2004, 21:59
Ich kenne nur den Kanadischen UN-General der in Ruanda den Genozid miterlebt hat und nichts dagegen tun konnte, weil die Behörde ihre Augen geschlossen hat.

JPF
03.05.2004, 22:44
Was jetzt nichts mit dem Thema zu tun hatte, Nordine. :smirk:

Takuma
03.05.2004, 22:46
Ich bin stolz! Ich bin stolz auf unsere Großväter, weil sie für Ihr Land gekämpft haben. Dass es unter falschen Intentionen geschah, lag nicht immer in ihrer Macht. Ich bin stolz auf sie, weil sie unser Land danach wieder aufgebaut haben und Sühne für ihre Verbrechen geleistet haben. Ich bin stolz auf meine Eltern, die mir durch ihre harte Arbeit ermöglicht haben, durch eine schöne Kindheit hindurch zu einem mündigen, denkenden Menschen heranzureifen. Ich bin stolz auf mich, weil ich meine eigenen Existenz habe, arbeite und alles was ich habe kein Allmosen, sondern Selbsterarbeitetes ist.

DAS ist MEIN Nationalstolz.

Nordine
03.05.2004, 23:26
@JPF
ups.... ist mir so raus gerutscht... verzeihung, ich bin auf diesem Thema etwas sensibel...

Aber ich denke auch mal an die Japaner, auch die haben den Weltkrieg verloren (ich glaube beide, aber ich bin mir nicht sicher), und deren Nationalstolz ist ungebroch, ich denke nur so an den Traditionellen Festen.

palu
03.05.2004, 23:48
ich würde tradition und nationalstolz nicht in einen topf werfen. im allgemeinen verehrt man bei religiösen veranstaltungen nicht sein land. sollte zumindest nicht so sein.

Nordine
04.05.2004, 00:10
eine Tradition zu leben, die es nur in seinem Land gibt, zählt für mich auch zum Nationalstolz.

taunebulamond
04.05.2004, 13:17
Ich habe kein Nationalstolz.

Nachtmahr
04.05.2004, 17:12
Ich habe kein Nationalstolz.
Auch kein Grammatik.

also ich halte ja kriege im allgemeinen für mehr als nutzlos und dumm, deshalb glaube ich auch nicht, dass es für die soldaten damals besonders ehrenvoll war für ihr vaterland zu sterben.

Das habe ich nicht behauptet. ICH bin Stolz auf sie, das hat nichts mit ehrenvollen Toden zu tun. Trotz allem haben sie ihren Mann gestanden.

Apex
04.05.2004, 17:15
Wer hat den in Jahre 2004 den wirklich Nationalstolz und sagt es offen raus , in der heutigen geselschafft wird doch gleich einer in die rechte ecke geschoben wenn er es offen darlegt .

Ich habe so machmal schon ärger bekommen als ich sagte ich sei stolz nen Deutscher zu sein was leider eiinige Türkische jungendelichen gar nicht gefiel weil sie mit ihren mangel an Geschichte und den heutigen rechten mich gleich als Nazi abgetan haben .

Aber ohne zu wissen meine ex war Asiantin ich bin auch ein halber pole auch stolz drauf und nen guter freund ist Jude

taunebulamond
05.05.2004, 09:03
Ich habe kein Nationalstolz.
Auch kein Grammatik.

´


Mh, hiermit entschuldige ich mich bei dir für meinen Schreibfehler. Natürlich wollte ich schreiben, dass ich keinen Nationalstolz habe.

Machst du nie Rechtschreibfehler wenn du schnell schreibst ?

Apex
05.05.2004, 14:28
:lol: Ich finde es toll das du nix besseres zu tun hast als meine fehler zu kommenteiren na wieivel hab ich jetzt wohl eingebaut :lol:

05.05.2004, 21:38
Klappe zu und kehrt bitte zum eigentlichen Thema zurück.

MfG,
Urashima Keitarou.

dr.channard
18.05.2004, 10:10
Wenn ich schon im Eingangs-Posting genannt werde *stolz* muss ich mich natürlich auch noch einmal zum Thema äußern:

Also Nationalstolz und Deutschland sind ab der Zeit nach 1945 zwei Wörter die man besser von einander separieren sollte. Selbstverständlich ist es jedem Bundesbürger überlassen, wie er sich gegenüber dem Thema äußert (Prinzip der freien Meinungsäußerung) solange dadurch nicht andere (Grund-)rechte eingeschränkt werden.

Ich kategorisiere drei Personenkreise in unserer Gesellschaft, die vom Thema Nationalstolz tangiert werden:

01) Nationalsozialisten
...sind voreingenommen vom Nationalstolz und berufen sich auf die
Zeiten des 3. Reiches!

02) Nationalstolze Bürger mit Demokratieverständnis
...sind aus Protest vom Nationalstolz voreingenommen, weil sie zum
Beispiel negative Erfahrungen mit Ausländern/Politikern gemacht haben und versuchen durch die Wahl bestimmter Parteien dem entgegen-
zu wirken. Stehen aber der inneren Einstellung nach der friedlichen Demokratie "mit wenigern Ausländern" nahe.

03) Linksradikale
...halten von Nationalstolz überhaupt nichts. Im Gegenteil. Angestrebt wird eine offene Multi-Kulti Gesellschaft in der am besten Anarchie gilt und jeder machen kann was er will. Wenn nicht Anarchie, dann favorisieren sie einen ausländischen Staats- und Regierungschef.

Nationalstolz wird uns ewig negativ anhaften, weil unsere (deutsche) Gesellschaft sowie das Ausland dafür Sorge tragen wird. Anders hätte es vielleicht ausgesehen, wenn der zweite Weltkrieg gar nicht erst durch deutsche Hand initiiert worden wäre.

Die Frage ist aber auch: "Brauchen wir überhaupt Nationalstolz?"

Ich meine, zum Beispiel kann man an den Amerikanern und deren Nationalstolz ganz eindeutig erkennen, wie lächerlich es einfach ist, an jeden Baum, an jeden Zaun und dann noch im Garten eine nationale Flagge wehen zu sehen. So ein Quatsch! Was soll das? Die machen sich doch in der ganzen Welt lächerlich damit - siehe hierzu die ganzen Ami und Bush Verarschungen in Filmen, Merchandise, Büchern u.s.w.

Was Deutschland angeht, stellt sich mir auch die Frage in wie weit Nationalstolz angebracht ist. Bis jetzt ist mir nämlich ziehmlich unschlüssig, was mich an Deutschland "stolz" machen müsste? Die Gesellschaft? Die Wirtschaft? Die Infrastruktur? Das Wohlstandsland? Der aufgeblähnte Verwaltungsapparat?

Ich meine, liest man täglich die Zeitung wie ich es tue, kommt einem ganz schnell die Erkenntniss, dass irgendwie alles Scheiße ist.

Aus welchem Säckel sollte ich den meinen Nationalstolz kramen, wenn diese leer sind?

JPF
19.05.2004, 19:45
@dr.channard:

Wieso verbindest Du Nationalstolz automatisch mit der Ablehnung von Ausländern ("weil sie zum
Beispiel negative Erfahrungen mit Ausländern/Politikern gemacht haben ") ?
Das eine hat nicht zwangsweise mit dem anderen zu tun.
Nationalstolz ist ein Gemeinschaftsgefühl einer Gruppe, die eben in einem Land zusammen wohnt.
Soweit ich es sehe, wird der deutsche Nationalstolz auch bei weitem nicht so stark im Ausland als negativ gesehen, wie die Deutschen immer meinen. Eher wundert oder amüsiert sich das Ausland über die Komplexe der Deutschen dem betreffs. Eine Ausnahme dazu mag Israel sein, in gewissen Maße die USA.
Natürlich ist der Nationalismus der USA abzulehnen. Aber ein gesunder Patriotismus wäre hier schon von Nöten. Kann es gut gehen, wenn jeder nur sagt "Scheiß' auf das Land, ich bin mir selbst am wichtigsten !" (Beispiel, die Spitzensportler, die lieber im Ausland wohnen wegen der Steuer)? Wo bleibt das soziale Denken dabei ?

Mir ist es egal, woher ein Mensch stammt. Solange er sich zu unsere Gesellschaft, unser Moralverständnis und Rechtsystem bekennt, wenn er sich mit Deutschland solidarisch stellt, ist er für mich als deutscher Staatsbürger absolut aktzeptabel. ;) Jetzt könnte man wieder von dem mißverständlichen Wort der "Leitkultur" sprechen... ;)

Unbekannter Verfasser
19.05.2004, 21:13
Natürlich ist der Nationalismus der USA abzulehnen. Aber ein gesunder Patriotismus wäre hier schon von Nöten. Kann es gut gehen, wenn jeder nur sagt "Scheiß' auf das Land, ich bin mir selbst am wichtigsten !" (Beispiel, die Spitzensportler, die lieber im Ausland wohnen wegen der Steuer)? Wo bleibt das soziale Denken dabei ?


Das ist ein natürliches Phänomen der Individualiesierung, meiner Meinung nach. "Jeder ist sich selbst der nächste" lautet das Motto, sowas wie Kompromisse, Zurückhaltung etc. sind kaum noch gegeben, die Primäre Gruppe ist die eigene, der Staat fungiert nur noch als notwendiges übel.
Wobei sich die Frage stellt, warum ich stolz auf "mein" Land sein soll.
Weil es tolle Straßen hat, ein gutes Gesundheitssystem, eine Demokratie...

Ich persöhnlich bin nicht stolz auf "mein" Land, bin schon froh wenn es nicht soviel unsinn veranstaltet, aber stolz empfinde ich nicht.

dr.channard
21.05.2004, 14:59
@dr.channard:

Wieso verbindest Du Nationalstolz automatisch mit der Ablehnung von Ausländern ("weil sie zum
Beispiel negative Erfahrungen mit Ausländern/Politikern gemacht haben ") ?


...weil ich mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehe und an jeder Ecke höre, wie auf Ausländer geschimpft wird. Dies ist u.a. auch darin begründet, dass man Ausländern weniger vertraut als evtl. Einheimischen. Dies könnte darin begründet sein, dass wohl noch keine deutsche Terrorzelle in frühester Zeit Menschen im Ausland in die Luft gesprengt hat.

Oder ein anderes Beispiel:

Hast du schonmal einen deutschen Lehrer im Ausland gesehen, der mit aller Macht versucht sein goldenes Jesuskreuz-Kettchen im türkischen Koranunterricht anziehen zu können?

Oder ein anderes Beispiel:

Weisst du, dass viele ausländische "Groß"familien ihre Arztkosten über 1 Versicherungskarte abrechnen und somit nur 1 Familienmitglied Sozialversicherungsbeiträge abführen muss. Clever, gell?

So, ich sag jetzt dazu nichts weiter. Kann jeder denken was er will.

Takuma
21.05.2004, 15:05
@ Docs

Hätte nicht gedacht, das Du zu der Fr5aktion gehört die Nationalstolz als Übel betrachtet. Was ist falsch an einem zusammenschweißenden Gemeinsamkeitsgefühl. Das geht nicht zwangsweise mit einer Ablehnung anderer einher.

Ich für meinen Teil habe die Menschen satt, die Angst haben irgendeinen Stolz zu empfinden und sich lieber in endlosem Martyrium für vergangene Taten vorheriger Generationen für alle Zeit "selbstgeißeln".

Piichi
22.05.2004, 10:57
Das Thema hat nicht soviel mit Japan zu tun, außer das die
Japaner zuvie davon haben.
Was haltet ihr von Nationalstolz?

Darf ein Volk, das die einzigen Weltkriegen in der
Menschheitsgeschichte begonnen hat stolz auf andere
Errungenschafen sein?

Ich finde die Deutschen sind für den Rest ihrer Existenz
gebrandmark, und das ist auch nicht nicht schlecht, denn
Nationalstolz hat uns erst in 2 Weltkriege gestürzt.

Seid ihr stolz auf Deutschland und wenn ja warum?

O.O Ich kann kaum glauben, was ich da lese.. Natürlich bin ich stolz auf "mein" Vaterland, Ich bin stolz Deutsche zu sein. Deutschland hat viele geniale Wissenschaftler hervorgebracht, viele Erfindungen und weltbewegende andere Dinge. Deutschland ist nicht weniger würdig als andere Länder ,wie zum beispiel Italien.
Ich will auf keinen Fall bestreiten, dass Deutschland viel Mist gemacht hat. Deutschland hat im 2. Weltkrieg grausamen Massenmord begangen. Das ist wohl wahr, aber nicht nur Deutschland, Italien zum Beispiel war nicht weniger beteiligt. Ich will jetzt nicht sagen, dass Deutschland deswegen weniger Schuld daran hat, aber es waren halt nicht nur die Deutschen . und wer sich ernsthaft mit dem 2 Weltkrieg beschäftigt, vielleicht auch im Geschichtsunterricht mal aufpasst, wird auch ein paar Hintergründe erkennen.
Das mit der Rassenteilung, dass die arische Rasse mehr wert sei, ist natürlich kompletter Unsinn.. Ich bin zwar (höchstwahrscheinlich)100% deutsch (bis..ähm *mom* o.o hui ,ich hab Informationen, die gehen zurück bis 1600 .. aber da steht nichts von ausländischen Ehefrauen oder Männer..naja egal) , trotzdem finde ich andere Rassen nicht minderwertig.. Das ist totaler Blödsinn.. und genauso ist es Blödsinn nicht stolz auf sein Land zu sein, andere Länder haben andere Fehler, sollen die Amis jetzt nicht mehr irhen übertriebenen Patriotismus ausüben, weil Folterfotos im Irak gefunden worden sind? Nein, man ist sicher stolz darauf, was das Land geleistet hat und Deutschland hat geleistet. :P ich geb ja zu,dass ich einige patriotistische Züge hab..

Guts
22.05.2004, 11:09
Imo gibts nich grade viel worauf man hier stolz sein könnte aber wenn es etwas gäbe wäre ich aus vollem Herzen stolz drauf! Ich habe keine Juden gehetzt oder Weltkriege angefangen was meine Vorväter gemacht haben kann ich nicht ändern und bin ich nicht bereit für grade zu stehen! Bloss nunja worauf soll man hier schon stolz sein? >___> Ich bin stolz aufs Dosenpfandgesetz! ~.~

Noxiel
22.05.2004, 11:58
Selbst wer im Geschichtsuntericht schläft könnte Dir diese Frage beantworten Guts.

Wissenschaft: Nicht nur das erste Benzinautomobil der Welt, der Zeppelin oder der erste Computer wurden in deutschen Laboratorien und Werkstätten gebaut. Auch grundlegende Entdeckungen der Quantenphysik, die Entwicklung der Antibiotika und der drahtlosen Kommunikation gehen auf die erfolgreichen Forschungsarbeiten deutscher Wissenschaftler zurück.

1835: Zwischen Nürnberg und Fürth fährt die erste Dampfeisenbahn mit einem Tempo von gerade mal 40 km/h eine Strecke von wenig mehr als sechs Kilometern, Ärzte befürchteten, die Fahrgäste müßten angesichts der hohen Geschwindigkeit geistesgestört werden.

1900: Genau zur Jahrhundertwende schickte sich der deutsche Physiker Max Planck an, mit seiner Quantentheorie das Gebäude der klassischen Schulphysik ins Wanken zu bringen, ohne selbst die revolutionären Ausmaße seiner Erkenntnisse auf die wissenschaftliche Welt in ihrer vollen Tragweite zu erkennen.

1906: Die Geburtsstunde der Chemotherapie schlägt, als der Arzt Paul Ehrlich begann, mit chemischen Substanzen gezielt Krankheiten erregende Bakterien und andere pathogene Kleinlebewesen zu bekämpfen.

1905 und 1915: Albert Einstein versetzt der Physik erst mit seiner Speziellen und danach mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie einen gehörigen Stoß. Und noch etwas erkannte Einstein: Es gibt keine größere Geschwindigkeit als die Lichtgeschwindigkeit. Genau das aber widerlegen Experimente von Günter Nimtz, dem es 1996 gelang, Mozarts 40. Symphonie mit mehrfacher Lichtgeschwindigkeit zu übertragen, und der den Nachweis erbrachte, daß durch so-genanntes ?Tunneln? Informationen sogar mit unendlich hoher Geschwindigkeit über beliebig weite Strecken gelangen können.

1916: Die Firma Agfa bringt erste Farbdiapositivfilme auf den Markt, auch die Kleinbildkamera ist eine deutsche Entwicklung: Oskar Barnack konstruierte sie in Gestalt der ?Leica?,? die Firma Leitz brachte sie 1925 auf den Markt.

1922: Das erstmals vorgestellte Lichttonverfahren, nach dem bis heute alle Tonfilme produziert werden.

1935: Gerhard Domagk erkannte die bakterientötende Wirkung des orangeroten Farbstoffs Prontosil, das erste Antibiotika war erfunden.

1937: Männer wie Wernher von Braun unter der Leitung von Walter Robert Dornberger entwickeln als die ?A1? eine erste Mittelstreckenrakete.

1938: Otto Hahn findet mit seiner Mitarbeiterin Lise Meitner einen Weg heraus, Atomkerne (von Uran) in einer sich selbst erhaltenden Kettenreaktion technisch zu spalten, damit beginnt eine neue Ära: das Zeitalter der Atombombe, aber auch der friedlichen Kernenergienutzung.

1942: Mit einem solchen Projektil (?A4?) gelang es erstmals, ein von Menschen gemachtes Objekt 90 Kilometer hoch ins All zu schicken

1945: Ende des Zweiten Weltktieges, wurde die ?A4? zur Grundlage der US-amerikanischen Raumfahrtentwicklung.



So natürlich habe ich das alles nicht aus der Schule sondern über das Netz zusammengetragen, einen großen Teil davon, wenngleich auch ohne Daten, waren mir bekannt. Also Guts wir haben viele Gründe auf Deutschland stolz zu sein.


http://www.id.unizh.ch/publications/ps/flagge.gif

Nachtmahr
22.05.2004, 12:06
Gut gesprochen Kamerad.

Anzumerken ist noch, dass wir mit Bismarck einen der größten Staatsmänner in der Geschichte Europas als Kopf unseres Landes gehabt haben. Wir haben ihm einiges zu verdanken, genauso wie die Vereinigung des heiligen römischen Reiches deutscher Staaten eine Leistung ist auf die man Stolz sein kann.

Leider kann ich als Geschichts-LKler sagen:
Der deutsche Geschichtsunterricht ist Dreck.

DATA
22.05.2004, 15:05
@ Noxiel
Meinst du in den letzten beiden Punkten nicht die V2?

Noxiel
22.05.2004, 15:09
@ Noxiel
Meinst du in den letzten beiden Punkten nicht die V2?

Der Kandidat hat 100 Punkte. Die A2 wurde erst durch Adolf in V2 umgetauft, der Gründername für dieses Projekt war aber richtigerweise "A"

Hatake_Kakashi
22.05.2004, 15:11
Steht das V nicht für Vernichtungsrakete 2

Sollte damit nicht England Bombadierd werden ?

Nachtmahr
22.05.2004, 15:33
Vergeltungswaffe. Werner von Braun hat dieses Gerät erfunden und wurde nach dem Krieg überredet mit in die USA zu kommen um dort weiterzuforschen.

Piichi
22.05.2004, 15:34
@Guts
Wie Noxiel schön gezeigt hat, gibt es ne Menge ,worauf man stolz sein kann und das war ja nur ein kleiner Ausschnitt.. (Allein in den Goldenen Zwanzigern haben deutsche Wissenschaftler etliche Preise bekommen)

Guts
22.05.2004, 16:17
Och Gott Leute wann war das denn? (blöde frage Daten stehen dahinter) Was gibt es HEUTE worauf man stolz sein kann? Darum geht es doch! Auf ein Kulturdeutschland wär ich auch noch stolz aber dieser Assihaufen hier .... Heutzutage gibts nichts worauf man stolz sein kann höchstens auf die Vergangenheit aber davon kann ich mir nichts kaufen

Lechloan
22.05.2004, 18:27
Soweit ich weiss, sind wir der EU-Hauptsponsor und eines der 4 oder 5 Exportstärksten Länder der Welt. Wenn man das mal in Zusammenhang mit der Teiling und dem Aufwand der Wiedervereinigung betrachtet, ist das schon nicht schlecht.

JPF
22.05.2004, 18:52
Und Deutschland zahlt am meisten Entwicklungshilfe weltweit.

Übrigens, nachtmahr: Bismarck hat das Deutsche Reich vereinigt. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation hatte 1806 geendet.

Maunzilla
23.05.2004, 01:14
Um noch ein paar Großtaten Deutscher Erfinder zu nennen:
-Der Buchdruck mit beweglichen Lettern durch Joh. Gutenberg
-Die Glühfandenlampe durch Heinrich Göbel (~1872)
-Der Fernsprechapparat durch Phillip Reis (1866)
-Das Fernsehen durch Paul Nipkow (1884)
-Die Kathodenstrahlröhre durch Wilh. v. Braun & Conrad Roentgen (1895)

Vielleicht können wir nicht persönlich auf solche Taten stolz sein, aber sie entsprangen einem deutschen Geist und einer deutschen Mentalität, an der wir uns ein Beispiel nehmen könnten.

Nationalstolz heißt m.E. nicht daß man sich auf den Lorbeeren der Altvorderen ausruht, sondern, daß man sie zum Vorbild nimmt, für eigene Leistungen.

Wenn man sich die heutige Welt so anschaut, dann gibt es doch zahlreiche Dinge, um die es in Deutschland besser gestellt ist als im Rest der Welt:

-Wir führen keine aktiven Kriege (höchstens als Hilfstruppen)
-Wir haben ein gut funktionierendes Staatswesen.
-Es wird kaum gefoltert (und wenn, dann wie in Leipzig ohne Fotos)
-Die Korruption hält sich in Grenzen.
-Es müssen nur wenige Menschen verhungern.
-Es gibt keine Todesstrafe und keine KZ mehr.
-Fast alle können lesen und schreiben.
-Es gibt gratis Schulunterricht für alle.
-Kinderarbeit wurde abgeschafft.
-Wer keine Arbeit hat (oder will) wird vom Staat unterstützt
-usw.

Fragt Euch doch mal, in welchem Land ihr lieber leben würdet als in Deutschland, wenn Ihr die freie Wahl hättet, und wo es Euch besser ginge?

Guts
23.05.2004, 21:16
Ja ich bin stolz in dem Land mit dem höchsten Export zu leben das am meisten Geld für andere rauswirft obwohl es selbst Geldprobleme hat oO

Maunzilla: In einem Land in dem die Chancen eine Arbeit zu finden höher sind ;) Vielleicht würds weniger Sozialschmarozzer geben wenn wir net so spendabel mit der Arbeitslosenhilfe wären ... k leider ein Nachteil für alle die, die einfach nix kriegen obwohl sie wollen ...

Viel Spaß dabei meine Meinung auseinanderzunehmen und zu versuchen mich vom Gegenteil zu überzeugen ... die meisten Deutschen die was geleistet haben sind tot es gibt nichts worauf ich aktuell stolz sein könnte! Andererseits ist es imo sowieso viel einfacher zu kritisieren als zu loben vielleicht verblinde ich auch nur den positiven Punkten gegenüber

dr.channard
24.05.2004, 13:11
@ Docs

Hätte nicht gedacht, das Du zu der Fr5aktion gehört die Nationalstolz als Übel betrachtet.


Wie kommst du darauf? Ich halte mich hier im Forum nur deswegen zurück, weil ich nicht als ausländerfeindlich abgestempelt werden möchte. Das ist nämlich ganz ganz schnell passiert. Leider.

Callista
24.05.2004, 14:16
Stolz auf Deutschland direkt war ich eigentlich noch nie... nicht dass ich nicht einiges an D liebe, aber mit der Vergangenheit, die sich einfach nicht abschütteln lässt, ist es manchmal verdammt schwierig stolz auf sein Herkunftsland zu sein...

JPF
24.05.2004, 19:17
Was haltet Ihr von der Aussage unseres neuen Bundespräsidenten "Ich liebe mein Land" ?

Endlich mal jemand, deres ausspricht !

Ich glaube, ein Vorgänger hat auf die Frage, ob er Deutschland liebt geantwortet "Ich liebe meine Frau !".

Auch nicht schlecht. :mrgreen:

Nachtmahr
24.05.2004, 19:35
http://forumimages.somethingawful.com/images/smilies/emot-love.gif love Horst Köhler

Endlich mal jemand, der den Mut hat genau das auszusprechen. Und es ist traurig, dass man dafür heutzutage Mut braucht.

dr.channard
25.05.2004, 10:23
Wenns nach SPD und Bündnis90 ginge hätte man schon längst den Schriftzug "dem deutschen Volke" am Reichstag abgerissen! Ist schon irgendwie erbärmlich.

Han-ai
01.06.2004, 17:15
Wenn ich mal meine Meinung als halbe Ausländerin hier posten darf :

Ich stelle manchmal immer noch fest, das die Deutschen sich ab und zu mal auch ganz gern selbst ins Bockshorn jagen. Ein simples, aber nicht weltbewegendes Beispiel?

Der Eurovision Song Contest.
"Unser Vertreter" wurde mit einer überragenden Prozentzahl in die Türkei geschickt und seid langem stellte man mal wieder eine Spur von Zusammenhalt fest, dann landet der "nur" auf Platz 8 und schon isses vorbei mit 'Cool-wir sind Deutsche!'

Warum bloss?!
Wie gesagt das hat zwar nur einige interessiert, aber sowat passiert immer wieder. Mir graust's ja schon vor dem "Super Sommer" mit all seinen berühmten Sportereignissen. Warum kann man sich's dann net einfach machen und sagen : Hey, wir fanden unseren Mann/Team/Sportler/Wasimmerauch gut und dabei bleibt's...?

Nee, stattdessen kommen wieder Fragen auf wie "Liegt's daran das wir Deutsche sind?" oder "Warum mag uns niemand?"

Das nur so als kleiner Denkanstoss.
Ich lebe seid meiner Geburt hier und finde es toll eine Deutsche zu sein.
Und jeder der mich jetzt in die Nazi Schulade stecken will soll von mir aus zum Teufel gehen.

JPF
01.06.2004, 21:37
@Han-ai: Schon komisch, daß gerade wir halben Portionen so ungezwungen mit Patriotismus umgehen oder ist das vielleicht sogar logisch ? Schließlich kann niemand uns als ausländerfeindlich bezeichnen. Wir wären ja sonst gegen uns selber. :mrgreen:

WoDCloud
01.06.2004, 23:28
was ich auch noch klasse find von horst köhler ist das er sein gehalt kürzt wegen der z.zt. schlechten lage

mein respekt hat der mann schon, so einen bundeskanzler könnten wir sehr gut gebrauchen das ist einer der deutschland wieder zurück bringen kann

@topic
ich bin stolz ein deutscher zu sein und ich steh dazu besonderst auf unsere wissenschaftler dichter und komponisten bin ich sehr stolz da diese auch in der welt sehr angesehende leute sind und ich steh dazu das einer meiner großen idole erwin rommel ist auch wenn er bis zu letzt an hitler geglaubt hatte hatte er sich wiedersetzt seine soldaten in den sicheren tod zu schicken und er war einfach nur ein genialer stratege der auch bei den alliierten großen respekt hatte und später hatte er sich den wiederstand angeschloßen und hatte sogar den plan unterstützt hitler zu stürzen. angeblichen gerüchten zufolge sollte er dann an hitlers stelle tretten und mit den alliierten einen friedensvertrag aushandeln weil rommel bei dehnen doch anerkennung hatte

Han-ai
02.06.2004, 08:55
@Han-ai: Schon komisch, daß gerade wir halben Portionen so ungezwungen mit Patriotismus umgehen oder ist das vielleicht sogar logisch ?

Halbe Portionen *ggg

Aber ich finds irgendwie scho logisch. Schliesslich kann jemand neutrales etwas immer besser beurteilen als derjenige der es nie anders gekannt hat.

Shingetsu
02.06.2004, 09:14
@Han-Ai

Wegen dem Grand Prix:

Ich finds grauselig daß Deutsche überhaupt mit ENGLISCHEN Liedern beim Grand Prix antreten. Wir repräsentieren unser Land mit englischen Liedern ???
Viele andere Teilnehmer machen das leider auch. Früher musste man beim Grand Prix noch in seiner Landessprache singen, und so sollte es wieder sein. Wie soll ich mir denn ein Bild über ungarische Sangeskunst machen wenn die auf englisch singen ?
Früher war der Grand Prix die einzige Möglichkeit um überhaupt mal Lieder auf dänisch, norwegisch, ungarisch usw. zu hören.
Schliesslich bestehen die deutschen Charts zu 90% aus Englisch, und der Rest ist deutsch, und paar einzelne Sachen auf Französisch und Italienisch.

USCM-Hicks
06.06.2004, 16:18
Ich kann mit fug und recht behaupten dass ich Großen Nationalstolz für mein Vaterland BRD empfinde! Sonst könnte ich meinen Beruf auch garnicht ausüben, und ich bin schließlich von der Deutschen Armee ausgesucht worden unser Land vor der Weltöffentlichkeit zu vertreten (NATO)! Und hätte Ich keinen Nationalstolz hätte Ich auch nicht den Schwur auf mein Vaterland leisten können, das Recht und die Freiheit dess Deutschen Volkes mit meinem Blute zu verteidigen :!: :!: :!:

Jing
15.06.2004, 22:44
also ich kann deutschland aus versiedenen gründen nicht ausstehen. hmm...guts hat gesagt ich sollte hiereinschrieben. aber was soll ich sagen. ich mag deutshcland einfach nicht und ich denke oft daran weg zu ziehen. ich bin auf deutachland abzulut nicht stolz.

Nachtmahr
15.06.2004, 22:54
Das ist kein Wunder, denn du scheinst offensichtlich auch unsere Sprache nicht zu beherrschen. Man hat viel Spass hier wenn man etwas über das eigene Land nachdenkt und Ahnung von der Geschichte hat.

und edit:
Ich kann es nicht ertragen wenn das versnobte Küken sich im äusserst warmen Nest aufführt als hätten die anderen Junghühner ein besseres Leben. Ich bin stolz darauf, dass sich die Menschen hier, egal aus welchem Stand sie kommen, verwirklichen können mit etwas Anstrengung. Bei manchen schlagen jedoch offenbar die Lernanstrengungen fehl.

edit edit edit edit edit edit:
Vielleicht bin ich nach dem EM-Spiel etwas aufgewühlt, aber versuch doch bitte wenigstens DEUTSCHLAND richtig zu schreiben. GRRR, meine Güte.

Noxiel
15.06.2004, 23:00
also ich kann deutschland aus versiedenen gründen nicht ausstehen. [...] Darf ich annehmen, dass deine Abneigung, gegen dieses Land etwas mit der Rechtschreibreform zu tun hat?

Jing
15.06.2004, 23:02
ich kann nicht wirklich so gut deutsch. aber das hat andere gründe. mich regt es auf das es hier so viel narzis noch gibt oder welche die auch gegen andere ausländer haben.die denken das sie nicht rassistisch sind obwohl sie die ganze zeit türken, americaner etz. beleidigen. und der zweit grund warum ich deutschland nicht mag sind die politiker hier. die deutsche geschichte kenne ich

Noxiel
15.06.2004, 23:04
Ok Gegenfrage: Welches Land magst Du und warum bist Du noch nicht dort?

Jing
15.06.2004, 23:06
ich hasse ja deutschland nicht. ich mag es nur nicht. und auserdem habe ich kein geld um wegzuziehen und hier leben zu viele meiner freunde. ich mag die asiatschen länder (auser nord korea) besonders japan. aber ich mag auch noch brazilien, obwohl es sehr krimminel da ist hmm...ich glaube irgendwie hat jedes land seine macken

15.06.2004, 23:07
Lol, gute Frage. ^^

Aber das mit dem latenten Rassismus ist mir auch schon ein paar mal begegnet, kann dem nur beipflichten.

Nachtmahr
15.06.2004, 23:10
Aha, der Groschen fällt Pfennigweise.

Man kann in Jamaica übrigens ohne Probleme sein Geld nur mit dem Fischfang verdienen und da gibt es auch mit absoluter Sicherheit keine NaRis oder Menschen, die Türken und Amerikaner diskriminieren. Der Flug ist mit Sicherheit einfach einmalig zu bezahlen, das sollte kein Problem sein.

Jeder Mensch hat in diesem wunderschönen Lande die gleichen Chancen sich effektiv weiterzubilden. Gebildete Menschen sind überall gefragt, vielleicht schafft man es dann ins Hauptland des semi-modernen Nationalismus Nippon zu reisen. Ein Brasilianer wird diese Möglichkeit wahrscheinlich nie wahrnehmen können.

JPF
19.06.2004, 15:35
Wir befinden uns ja hier nicht in einem Rechtschreibethread, daher kein Kommentar zu den Fehlern, aber Du kannst mir glauen, daß Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern trotz der derzeitigen Situation weitaus lebenswerter ist.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß man als Europäer gerade in ostasiatischen Ländern oft diskriminiert wird. Und wenn man sich genauer informiert, stellt man fest, daß andere europäische Länder ebenso wenig tolerant gegenüber Ausländern und Minderheiten sind. Die meisten sind sogar schlimmer.
Brasilien ist ein wunderschönes Land mit netten Menschen, aber es ist nicht nur die Kriminalität, die dort einem das Leben schwer macht. Derjenige, der kein Geld hat ist dort nichts wert. Es gibt kein soziales Netz, daß einen auffängt. In Brasilien wird man weniger wegen der Nationalität, sondern wegen Armut diskriminiert.

G4rrett
23.06.2004, 15:06
Die Regierung gehört zum Volk, aber nicht das ganze Volk gehört zur Regierung. Das Volk wählt nur die Regierung, und es gehört nicht viel Intelligenz dazu ein Kreuz bei SPD oder CSU zu machen.
Ein Großteil der stumpfsinnigen Landbevölkerung wählt auch CSU. Die meisten wählen CSU weil es sich halt so gehört, und haben von Politik gar keine Ahnung.
Wie soll ich auf die Mehrheit der stumpfsinnigen Wähler die nichtmal wissen was genau sie da gewählt haben stolz sein ?


Mag sein das man nicht allzuviel Ahnung von Politik hat, aber sind wir mal ehrlich wer hat das schon? In einem Land wo die Steuerpolitik so kompliziert ist das selbst die Professoren nicht mehr blicken was da abgeht. Wer wird den dann die gesamten Themen und Diskussionsrunden der ganzen Parteien kennen? Wahrscheinlich auch niemand und selbst wenn dann gibt es ausser Politik nicht mehr viel in seinem Leben. Außerdem CSU oder SPD zu wählen ist doch egal, weil ändern kann man sowieso nichts egal wen man wählt.

JPF
24.06.2004, 09:08
JPF as Mod support:

Was aber auch wieder ein Thema für den Politik-Diskussionsthread ist. ;)

JPF
17.08.2004, 21:26
Dieser Artikel war heute im Münchner Merkur:

Viele schämen sich für Landsleute im Ausland
Negativ-Beispiel Ballermann- Tourist
München (dpa) - Drei von fünf deutschen Urlaubern haben sich laut einer Umfrage schon einmal für ihre eigenen Landsleute im Ausland geschämt. Laut, betrunken, nörgelig - diese Verhaltensweisen führen nach einer repräsentativen Studie im Auftrag des Online-Reisebüros travelchannel.de die Negativliste an.
„Das Paradebeispiel für den lauten Deutschen, der den Ruf schädigt, ist der Mallorca-Tourist am Ballermann", teilte das Online-Reisebüro mit. Ein UrlaubsKnigge soll nun Abhilfe schaffen.
Als Grund für den schlechten Ruf deutscher Touristen im Ausland gaben 88 Prozent an, ihre Landsleute seien laut. Für 82 Prozent sind die Deutschen unbeliebt, weil sie sich häufig beschweren. 69 Prozent meinten, ihre Landsleute achteten nicht die einheimische Kultur. „Zwei Drittel (66 Prozent) sehen in der Bevorzugung deutschen Essens, wie zum Beispiel Schnitzel und Pommes, fast ebenso viele (65 Prozent) in der unpassenden Kleidung deutscher Touristen einen Grund für den beklagenswerten Ruf." Dabei scheint das Schamgefühl mit der Schulbildung und dem Einkommen zu steigen.


Irgendwie stimmt es schon. Man ist froh, wenn man im Ausland keinem Deutschen begegnet. :mrgreen:

SweetMel
18.08.2004, 00:33
Also, wenn wir in Florida mal Deutschen begegnet sind, haben wir uns immer gefreut - wobei diese Socken in den Birkenstocks oder Sandalen echt einen Mordgedanken wert wären XD
Dort sind die Deutschen eigentlich gern gesehen.... hab noch kein negatives Wort über uns dort gehört :kratz:

Wobei der Ballermann.... is ja auch nicht gerade ein Prunkstück unserer Gesellschaft ^^''

J.C.Denton
18.08.2004, 00:59
Natinalstolz... Da sollten wir mal ein referat in politik zu halten,... habe da glaube ic blau gemacht, weil ich da keine bock drauf hatte!
Aber mal im ernst, ich bin stolz deutscher zu sein! Wir haben super poltitker die uns super im ausland vertreten (den netten herrn köhler mal ausgeschlossen, der ist wirklich super!) unser sportler erst, gehören zur weltelite!!!! Deutsche schauspieler sind in hollywood sehr gefragt! Ironie bei seite, auf aktuelle leistungen braucht man nicht stolz sein! im gegenteil ich schäme mich eher! Weniger wegen schlechter leistungen o.ä. als wegen der mangelnden courage zu sagen wir sind deutsche und wir stehen dazu! Gut es ist nicht immer gut für uns gelaufen, EM ausgeschieden, Olympia sieht auch nicht so gut aus! Wir werden dauernd verwrnt wweil wir zu viele schulden haben, und aktionen wie die maut machen uns in ganz Europa zum gespött! Dennoch ´wir könne stolz sein auf unser Land, wir haben viel erreicht, Goethe,Currywurst und michael schuhmacher!
Und trotzdem, so richtig überzheugend ist das alles nicht! Aber da ich die hoffnung nicht aufgebe und einer verloren zu scheinenden sache nicht den rücken kehre sage ich:
Ich bin stolz ein deutscher zu sein!

Yshary
18.08.2004, 22:04
Natinalstolz... Da sollten wir mal ein referat in politik zu halten,... habe da glaube ic blau gemacht, weil ich da keine bock drauf hatte!
Aber mal im ernst, ich bin stolz deutscher zu sein! Wir haben super poltitker die uns super im ausland vertreten (den netten herrn köhler mal ausgeschlossen, der ist wirklich super!) unser sportler erst, gehören zur weltelite!!!! Deutsche schauspieler sind in hollywood sehr gefragt! Ironie bei seite, auf aktuelle leistungen braucht man nicht stolz sein! im gegenteil ich schäme mich eher! Weniger wegen schlechter leistungen o.ä. als wegen der mangelnden courage zu sagen wir sind deutsche und wir stehen dazu! Gut es ist nicht immer gut für uns gelaufen, EM ausgeschieden, Olympia sieht auch nicht so gut aus! Wir werden dauernd verwrnt wweil wir zu viele schulden haben, und aktionen wie die maut machen uns in ganz Europa zum gespött! Dennoch ´wir könne stolz sein auf unser Land, wir haben viel erreicht, Goethe,Currywurst und michael schuhmacher!
Und trotzdem, so richtig überzheugend ist das alles nicht! Aber da ich die hoffnung nicht aufgebe und einer verloren zu scheinenden sache nicht den rücken kehre sage ich: Ich bin stolz ein deutscher zu sein!

Bitte nicht böse sein, aber ich frage mich wirklich wie man überhaupt auf sein Land stolz sein kann? Man kann doch nur auf etwas stolz sein dass man selbst erreicht hat, oder? Wie kann man nur auf seine Nationalität stolz sein? Auf irgendwelche Leute die irgendetwas getan haben und dabei zufällig auch noch Deutscher sind? Nur weil man selbst auch Deutscher ist?

Wenn z. b. Geothe jetzt Russe gewesen wär bist Du nicht stolz auf ihn, aber da er Deutscher war schon? Warum?

Kann man jetzt auch stolz sein wenn man einer anderen Gruppe angehört, z. b. ich bin schwarz, da bin ich stolz drauf? Was hat man denn dafür getan schwarz oder weiss zu sein?

Ich kann jedenfalls nur auf etwas stolz sein wo ich selbst mitgewirkt habe und auf sonst gar nichts!

Slayer
19.08.2004, 07:06
Also, wenn jemand den du kennst und magst nun wirklich gute Leistungen vollbringt darfst du nicht stolz auf ihn sein weil du nicht mitgewirkt hast ? Wow, also wenn dein Kind eines Tages mit den Worten "Mama, ich habe eine 1 geschrieben, bist du jetzt stolz auf mich ?" von der Schule kommt möchte ich nicht in seiner Haut stecken. :roll:

Yshary
19.08.2004, 12:18
Also, wenn jemand den du kennst und magst nun wirklich gute Leistungen vollbringt darfst du nicht stolz auf ihn sein weil du nicht mitgewirkt hast ? Wow, also wenn dein Kind eines Tages mit den Worten "Mama, ich habe eine 1 geschrieben, bist du jetzt stolz auf mich ?" von der Schule kommt möchte ich nicht in seiner Haut stecken. :roll:

Natürlich bin ich dann stolz, schliesslich hab ich es dann ja auch erzogen! :roll:

In dem Fall den J C (und viele andere auch) schildert ist es jedoch etwas völlig anderes, wie kann ich auf die Fussballmanschaft oder die Currywurst stolz sein wenn ich absolut nichts mit denen zu tun hab ausser meiner Natzionalität, die ich dadurch erlangt hab dass ich zufällig in einem bestimmten Platz auf der Erde geboren wurde oder bestimmte Eltern hab.

JPF
19.08.2004, 12:26
Nationalstolz ist der Ausdruck, wie stark man sich der Gruppe der Deutschen verbunden fühlt und in wie weit man sich mit ihr identifiziert.
Gerade deswegen finde ich es sehr befremdlich, daß Ex-Bundespräsident damals genau Deine Meinung vertrat, daß man nur auf das stolz sein kann, was man selbst gemacht hat. Und so jemand ist der oberster Repräsentant der Deutschen, jemand, der anscheinend Probleme hat, sich zu seiner Gruppe zu bekennen. :roll:

Wenn jemand Schalke-Fan ist, freut er sich auch und ist stolz, wenn seine Mannschaft gewinnt, auch wenn er selber nicht gespielt hat. ;)

Slayer
19.08.2004, 12:35
Yshary@

Aber für die Note hast du nicht direkt was getan, oder ? :P

Yshary
19.08.2004, 12:46
Yshary@

Aber für die Note hast du nicht direkt was getan, oder ? :P

Nein, nicht direkt, aber mit einer guten Erziehung hab ich dafür die Vorraussetzungen geschaffen dass mein Kind erst in der Lage ist diese zu erreichen!

Genauso wie ich als Fussballfan meinen Club (oder wie man da so sagt) unterstütze indem ich Karten kaufe, sie anfeuere, usw., da ist man ja schon mitverantwortlich für dessen Erfolg.

Aber was hat man selbst für die Erfindung der Currywurst, oder Goethes dasein getan (um nur mal diese beiden Beispiele zu bringen) ? :wie:

Slayer
19.08.2004, 13:32
Sieh mal, das ist doch wie mit Amnesty International (Du bist doch Mitglied, oder). Von der Masse her gesehen bist GAR NICHTS. Nur ein kleines Zahnrad im Getriebe. Aber wenn Amnesty es Geschafft hatt das die Welt ein Stücken besser wird, bist du doch auch stolz und froh darüber oder ? Auch wenn du direkt nichts dazu getan hast.

JPF
19.08.2004, 13:34
Manchmal schreibt das Kind TROTZ der Erziehung der Eltern gute Noten. :smirk:

@Yshary: Gruppensolidarität scheint Dir also nicht wichtig ?
Freust Du Dich nicht über eine deutsche Medallie bei Olympia ? Oder wenn ein deutscher Sänger beim Gran Prix gewinnt ? Oder die deutschen Fußballer Weltmeister werden ?
Was ist dmit, daß Deutschland eines der Länder ist, daß an meisten Entwicklungshilfe zahlt? Bist Du nicht über sowas stolz, auch wenn Du persönlich nicht die Entscheidungen getroffen hast, wieviel Geld dafür aufgewendet wird ?

Ich verstehe nicht, wieso so viele Leute was negatives in Nationalstolz sehen. Das heißt doch nichtautomatisch, daß man andere Nationalitäten deswegen haßt. :roll:

Yshary
19.08.2004, 14:02
Sieh mal, das ist doch wie mit Amnesty International (Du bist doch Mitglied, oder). Von der Masse her gesehen bist GAR NICHTS. Nur ein kleines Zahnrad im Getriebe. Aber wenn Amnesty es Geschafft hatt das die Welt ein Stücken besser wird, bist du doch auch stolz und froh darüber oder ? Auch wenn du direkt nichts dazu getan hast.

Ich bin immer froh darüber wenn sich Menschen engagieren damit es anderen besser geht. Stolz darauf kann ich allerdings nur sein wenn ich selber mitgewirkt habe, also z. b. bei Amnesty durch Schreiben von Protestbriefen erreicht habe dass ein unschuldig Inhaftierter freigelassen wurde oder nicht mehr gefoltert wird.

Manchmal schreibt das Kind TROTZ der Erziehung der Eltern gute Noten. :smirk:

Das hat dann aber nichts mit Stolz zu tun.

@Yshary: Gruppensolidarität scheint Dir also nicht wichtig?

Doch, die ist mir sehr wichtig, aber Stolz und Solidarität sind 2 verschiedene Dinge die leider oft verwechselt werden

Freust Du Dich nicht über eine deutsche Medallie bei Olympia ? Oder wenn ein deutscher Sänger beim Gran Prix gewinnt ? Oder die deutschen Fußballer Weltmeister werden ?

Das kommt darauf an, Fussball interresiert mich nicht besonders, aber wenn bei Olympia z. b. jemand eine Medaillie gewinnt den ich mag freue ich mich darüber, na klar. Aber nicht weil er als Deutscher gewonnen hat sondern weil ich ihn als Person mag!

Was ist dmit, daß Deutschland eines der Länder ist, daß an meisten Entwicklungshilfe zahlt? Bist Du nicht über sowas stolz, auch wenn Du persönlich nicht die Entscheidungen getroffen hast, wieviel Geld dafür aufgewendet wird ?

Nicht, wenn ich die Partei nicht gewählt hab. Dass ich mich darüber freue ist wiederum etwas anderes, wieso wird dass nur dauernd verwechselt? :wie:

Ich verstehe nicht, wieso so viele Leute was negatives in Nationalstolz sehen. Das heißt doch nichtautomatisch, daß man andere Nationalitäten deswegen haßt. :roll:

Das hat hier ja auch niemand gesagt, aber es ist meiner Meinung nach total unsinnig auf jemanden oder etwas nur wegen der Nationalität stolz zu sein, weil diese so gut wie gar nichts über die Person oder die Sache aussagt.

Liete
03.12.2004, 15:32
Auf Deutschland kann man nur Stolz sein, wenn man mal ein paar histor. Tatsachen weg lässt. Aber da haben auch die Politiker mit Schuld. Das ist doch fast die gleiche Geschichte, wie Bush mit seiner politik. Es würde mich wundern wenn es einen politiker gäbe, dr auch mal richtige entscheidungen trifft. Lest mal die Zeitung und ihr werdent mindestens 5 verschiedene Fehlentscheidungen finden!

SweetMel
03.12.2004, 15:40
Auf Deutschland kann man nur Stolz sein, wenn man mal ein paar histor. Tatsachen weg lässt. Aber da haben auch die Politiker mit Schuld. Das ist doch fast die gleiche Geschichte, wie Bush mit seiner politik. Es würde mich wundern wenn es einen politiker gäbe, dr auch mal richtige entscheidungen trifft. Lest mal die Zeitung und ihr werdent mindestens 5 verschiedene Fehlentscheidungen finden!

Menschen machen auch Fehler, und trotzdem kann man auf sie stolz sein. Unsere berühmteste Vergangenheit ist zwar schlimm, aber Vergangenheit. Das möchte ich noch einmal betonen, wie kann man heute (zumindest als "junger" Mensch, der nach dem Krieg geboren wurde) noch Schuldgefühle haben?
Politiker sind auch Menschen, die mal Fehler machen. Da Fehler aber viel interessanter sind als richtige Entscheidungen, stehen sie auch regelmässig in der Zeitung.
Und da unsere Gesellschaft so vielschichtig ist, guckt immer jemand in die Röhre: Seien es die Reichen, die Armen, Singles, Nazis, Kommunisten usw.
So, reicht jetzt mit Off-Topic ^^'

Angua
03.12.2004, 21:06
Stolz? Das Wort ist mir zu hart. Ich habe Respekt, Respekt vor den Generationen die die Trümmer genommen und daraus wieder ein Land gemacht haben. Vieles ist nicht so gut wie es sein könnte aber uns geht es doch gut (im Vergleich zu den ärmeren Ländern). Ich schäme mich nicht für eine Vergangenheit mit der ich nichts zu tun hatte, wiso auch? Im ein paar Jahrzehnten redet da auch keiner mehr drüber - oder sagt noch irgendwer was gegen die Amis weil die die Indianer (zum großen Teil) ausgerottet haben?
Stolz bin ich nur auf Sachen, die ich selber mache, z.B. ein guter Abschluss oder wenn ich von Leuten gelobt werde, die besser sind als ich (Da vergisst man die blauen Flecke wenn der Teamcaptian der Targets einem 10 Gummipunkte für Style verleiht *freu*)

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten *g*

eX!zt
03.12.2004, 22:58
Ich habe jetzt nicht alles durchgelesen, da ich den Trad zu spät entdeckt habe. Ist einfach zuviel. Ich sag mal meine Meinung:

Stolz darauf ein Deutscher zu sein? Auf die Menschen in unserem Land die damals aus den Trümmern etwas neues schufen, auf die Menschen die heute versuchen das beste aus ihrem Leben zu machen, der Gemeinschaft nützlich sind, sich um den Erhalt unserer Kultur bemühen und die Wirstschaft vorantreiben. Das und vieles mehr. Der Nationalstolz soll für die Positiven Dinge im Land stehen und keiner sollte sich scheuen auszusprechen er sein "Stolz Deutscher zu sein" oder er sei "Stolz auf Deutschland".

Allerdings ist es heutzutage einfach nur schade, das man ständig Angst haben muss, wenn man sich in dieser Richtung äußert, als Nazi abgestempelt zu werden. Was hat den bitte die heutige Generation mit den Verbrechen von damals zu tun? Wir sollten endlich unsere Vergangenheit hinter uns lassen und aufhören unseren Kindern zu erzählen, was wir doch für ein schlimmes Volk waren/sind.

JPF
04.12.2004, 13:10
Auf Deutschland kann man nur Stolz sein, wenn man mal ein paar histor. Tatsachen weg lässt. Aber da haben auch die Politiker mit Schuld. Das ist doch fast die gleiche Geschichte, wie Bush mit seiner politik. Es würde mich wundern wenn es einen politiker gäbe, dr auch mal richtige entscheidungen trifft. Lest mal die Zeitung und ihr werdent mindestens 5 verschiedene Fehlentscheidungen finden!

Sind Politiker etwa nicht Teil des Volkes ? ;)

JPF as Mod support:
Sephirots Beitrag abgetrennt als eigenes Thema

Nicodemus
07.12.2004, 03:41
Es ist nun einmal Tatsache, dass den Deutschen immer noch die Schandtaten ihrer Vorväter angehängt und sie daher stets von anderen Ländern mit kritischem Auge begutachtet werden. Dafür sind eben diese Taten einfach noch zu jung, so dass es heute schon fast als nazistisch(!) gilt, stolz auf seine deutsche Abstammung zu sein.

Masato_Wakamatsu
07.12.2004, 08:24
Warum reduziert man die deutsche Abstammung immer auf die Zeit zwischen 1933 und 45? War da nicht noch mehr...? Ich finde es gibt eine Menge um auf Dtl. stolz zu sein. Schaut euch zum Beispiel mal die architektonischen Leistungen an: Kölner Dom, Kirchen, Klöster, Schlösser und Burgen...(was halt vom Krieg so verschont blieb)...und das ist nur ein Aspekt...von Musik, Kunst, Literatur, Wissenschaft etc. will ich gar nicht reden. :tropf:

R-U-Real
07.12.2004, 12:02
Warum reduziert man die deutsche Abstammung immer auf die Zeit zwischen 1933 und 45?

Weil Extreme schneller in Erinnerung bleiben als anderes. Und diese Zeit war nun einmal ein Extrem.

Van Helsing
07.12.2004, 13:16
Ich bin schon stolz daruf Deutscher zu sein, denn
wenn man es mal geschichtlich betrachtet haben wir viele Positive, leider auch negative, Ereignisse durchlebet.

Zum einem wäre da die ersten jahre nach dem zweiten Wektkrieg wo wir unsere Städte wieder aufbauten (Dresden, Köln, Berlin usw.)
Zum andren wäre da die Restauration vieler alter Denkmäler die im Krieg getroffen wurden (Dom, Kirchen, Burgen usw.)
Dann wäre da noch die öffnung der Grenzen zur DDR 1989. Dadurch wurden wir wieder ein einheitliches und kein geteiltes Deutschland.

Ich denke mal diese Beispiele zeigen doch das mei stolz sein kann ein deutscher zu sein.

Gut durch solche Posts wird man schnell als NAZI hingestellt aber das denken auch nur die, die nicht an den Geschichtlichen Hintergrund im positivem sinne denke

Aredhel
07.12.2004, 17:39
Hey,warum sollte man nicht Stolz auf Deutshcland sein können?
Nur desshalb,dass es in unserer Vergangenheit eine Zeit gab, die verständlicherweise Anlass dazu gibt anders zu denken (*lol* gar nicht kompliziert ausgedrückt)...was ich damit sagen will is folgendes: Ich kann doch stolz auf Deutshcland sein,oder nicht? Vor der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts gibt es genug Anlass dazu ...Literatur, Kunst, industrielle Revolution....und nach dem zweiten Weltkrieg ist es auch nciht so, als dass wir nur Scheiße gebaut haben. Ich denke, diese 2 Kriege haben dem Nationalstolz der Deutschen einen gehörigen Dämpfer verpasst- und das war auch gut so. Aber letztendlich war Deutschland nicht so feige und hat immer alles abgestritten (klar ein Teil schon). Wir reden über dieses thema, jeses Kind weiß darüber Bescheid, hat Großeltern die davon betroffen waren, daraus lernen wir.
Stellt euch doch mal vor, wir würden das ganze wie die Türkei handhaben- der türkische Völkermord an den Armeniern 1914/15 war Vorbild für Hitler , Hitler war beeindruckt,dass die Türken ein Volk innerhalb von 1 Jahr zu 2/3 ausrotten (und nichts anderes war das) konnten. Aber in der Türkei darf keiner über dieses Thema reden, keiner darüber unterrichten, Bücher schreiben gescheige denn an die Öffentlichkeit gehen----wär euch das lieber. Könnte man nicht auch stolz darauf sein, dass wir uns mit unserer Vergangenheit auseinandersetzen, versuchen teilweise wieder gutzumachen(was man eigentlich nicht gut machen kann)...?
Vllt erscheine ich jetzt als superstolz-...aber das bin ich nicht. es gibt genug Felder wo man sich denkt:" oh Gott, was haben wir jetzt schon wieder verbockt"..aber es gibt doch Dinge auf die man stolz sein kann. und im Vergleich zu anderen .......

Van Helsing
08.12.2004, 08:58
stimmt ich bin seiner meinung

JPF
08.12.2004, 21:27
Es ist nun einmal Tatsache, dass den Deutschen immer noch die Schandtaten ihrer Vorväter angehängt und sie daher stets von anderen Ländern mit kritischem Auge begutachtet werden. Dafür sind eben diese Taten einfach noch zu jung, so dass es heute schon fast als nazistisch(!) gilt, stolz auf seine deutsche Abstammung zu sein.

Hmm, meist sind es Deutsche, die das einem vorwerfen, von Ausländern habe ich bisher SEHR selten diesen Vorwurf gehört.

Noxiel
11.12.2004, 10:36
Es ist nun einmal Tatsache, dass den Deutschen immer noch die Schandtaten ihrer Vorväter angehängt und sie daher stets von anderen Ländern mit kritischem Auge begutachtet werden. Dafür sind eben diese Taten einfach noch zu jung, so dass es heute schon fast als nazistisch(!) gilt, stolz auf seine deutsche Abstammung zu sein.

Hmm, meist sind es Deutsche, die das einem vorwerfen, von Ausländern habe ich bisher SEHR selten diesen Vorwurf gehört.

Weil man Ausländer die man näher kennt meistens als Bekannte betrachtet und diese einem so einen Batzen nicht vor den Kopf hauen würden?

Oder:

Weil man so wenig Kontakt mit "unbekannten" Ausländern hat mit denen man sich über solche Dinge unterhält?

JPF
12.12.2004, 01:10
Auch Ausländer lernt man erstmal kennen, bevor sie Bekannte werden. ;)

UNd ich bin schon ein bißchen um die Welt herum gekommen. Nur in England hatte ich einmal Probleme alsDeutscher (und in Japan als Europäer, weil man dann gleich für ein Amerikaner gehalten wird)

Angua
14.12.2004, 22:46
Also in Holland hab ich mit allen nur englisch gesprochen weil ich nach ein paar Tagen gemerkt hab, das die Leute dann viel freundlicher waren. Z.B. wurden wir in den Kneipen VIEL schneller bedient wenn wir englisch sprachen. Was haben die Holländer gegen uns? Die kommen doch jeden Sommer zu uns an die Bigge Urlaub machen :?
Liegt das an der Geschichte oder an den vielen Klassenfahrten ans Ijsselmeer das wir da nicht soo beliebt sind?

Azzy
15.12.2004, 10:40
Ich hab jetzte nicht alles gelesen aber ich finde es ist schwer möglich Stolz darauf zu sein dass man rein zufällig nicht im Luftraum über den USA geboren wurde sondern von Deutschen Eltern auf Deutscher Erde.

Ich finde es vielleicht klasse was Goethe geschrieben hat (nicht alles) oder das die deutsche Nationalmannschaft im Frauenfußball so super spielt oder sowas, aber ich kann nicht stolz drauf sein, weil es nicht meine Leistung ist.
Vielleicht freue ich mich auch über ein Olympisches Gold für nen Deutschen weil er deutsch ist und mich somit mehr mit dem verbindet als mit den anderen Sportlern, die gegen ihn antraten, aber ich kann wiederum nicht stolz drauf sein weil ich ihn (oder sie) nicht im geringsten kenne.
Stolz kann man auf sich selbst oder eine Person sein mit der einen viel verbindet und der man in bestimmten bereichen geholfen hat, weil dann ist man stolz darauf das die Hilfe angeschlagen hat.
Aber man kann nie auf ein Land Stolz sein, nicht zuletzt weil ein Land selber nie etwas leistet, und der Stolz auf die Nation wird überall auf er Welt so getrübt das nirgendwo jemand das Recht hat zu sagen, meine Nation erfüllt mich nur mit Stolz.

Noxiel
16.12.2004, 14:24
Azzy deine zukünftigen Kinder tun mir Leid, wenn du nur auf Dinge stolz sein kannst die du selbst zustande gebracht hast, wirst du dann auch deine Kinder nie für gute Noten loben?

Das heißt in einem Fußball-Team freust du dich nicht für die eigene Mannschaft, weil du es nicht warst der das Tor geschossen hat?

Ein freudloses Leben, meiner Ansicht nach

Azzy
16.12.2004, 20:39
Sich über etwas freuen oder auf etwas Stolz zu sein sind zwei verschiedene Paar Schuhe, genauso ob man jemanden für etwas lobt oder ob man auf eine fremde Leistung stolz ist.
Hier ist differenzierungsfähigkeit gefragt.

Apropos auf die Kinder kann man stolz sein da man sie selbst zustandegebracht hat.

madobe
16.12.2004, 20:50
jop, auf kinder kann man stolz sein da man sie erzogen hat und das beeinflusst js auch das lernen. (also je nachdem wie man erzogen wurde.)

Azzy
17.12.2004, 16:20
Das mit dem selbst zustandebringen der Kinder fängt schon vorher an,...

aber ich werde gerade wieder unreif.

Vargsang
19.04.2005, 20:13
Bild entfernt, weil OFF TOPIC. JPF as Mod support

Varg