Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : P.D.T. - Der politische Diskussionsthread
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Gruß,
JPF
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Entschuldigung, aber Bayern besteht nicht nur aus Landbevölkerung. Sonst käme keine Mehrheit von jenseits der 60 %...
Macht eine Regierung den Job gut, wird sie wiedergewählt. Macht sie ihn schlecht wird sie abgewählt.
Es werden auch keine neuen Parteien mit vernünftigen Programm geründet, weil bringt ja sowieso nichts.
Wer diese Einstellung hat --> selbst schuld
Shingetsu
28.04.2004, 12:44
@Nordine:
In den Städten wird weniger CSU gewählt als auf dem Land.
Darum haben wir in München beispielsweise einen SPD-Bürgermeister.
Ausserdem wählen die meisten Leute ihre Regierung ohne viel nachzudenken. Ich seh das bei meinen Verwandten auf dem Land. Da wird seit Generationen CSU gewählt, weil man halt traditionell rechts ist, aber dann schimpfen sie dauernd über die blöde Regierung. (z.B. während der Kohl-Ära)
Frag doch mal rum bei den Hauptschülern was die über CSU und SPD wissen. Die meisten wissen nur: "äh also.. die CSU ist halt rechts, und die SPD ist links. Der Gerhard Schröder ist glaub ich von der SPD"
und viel schlauer werden die auch nicht wenn sie über 20 sind.
Muss ich denn auf jeden Idioten stolz sein ?
Das heisst nicht daß ich die verachte, aber sie geben mir auch keinen Grund stolz auf sie zu sein.
Man muss sich auch nicht unbedingt für Politik interessieren, aber die meisten Menschen denken doch nur an Ficken und Saufen.
Shingetsu
28.04.2004, 15:08
Also, es gibt in der Tat Leute die denken, bevor sie wählen. Und bei meiner Stimme bin ich Egoistisch.
Sicher gibt es das. Leute die denken sind aber Ausnahmen. Ich muss aber nicht auf jeden stumpfsinnigen Bauern stolz sein der es geschafft hat sein Traditionskreuzchen bei CSU zu machen. Schliesslich ist das keine herausragende Leistung.
ja, aber kann man das denn den Leuten verübeln? Wenn eine Regierung für mich etwas tut, dann wähle ich sie auch. Das Traditionskreuzchen wird es nicht mehr geben, sobald Stoiber in den Ruhestand geht, oder die anfangen Müll zu bauen, den die Bauern betrifft.
Noch etwas, viele Leute gehen in Bayern schon nicht mehr zu Wahl, weil die denken, wird sowieso wieder die CSU. Ich glaube bei einer wesentlich höheren Wahlbeteiligung, sähe das Ergebnis anders aus.
Es ist doch schon verwunderlich, dass das meistverkaufteste Qualitätsblatt, die Süddeutsche Zeitung, eine linke Tedenz hat und ausgerechnet in Bayern verlegt wird...
Shingetsu
28.04.2004, 18:02
@Nordine:
So verwunderlich ist das gar nicht. ;-)
Ganz München hat eine linke Tendenz, weil die Stadt fast immer linker ist als das Land. In München hat die SPD meistens immer ein paar Direktmandate.
Wir haben ja auch einen linken Bürgermeister, und die Süddeutsche ist auch in München. (ihn wohn sogar in der Nähe vom Verlag)
Ich denke Rechts-Links-Gefälle zwischen Stadt und Land geht noch bis ins 19. Jahrhundert zurück wo die linken Revolutionäre bei den Arbeitern in den Fabriken mehr unterstützung gefunden haben als auf dem Land.
Auch während während Lenin und Stalin gab es diesen Zwist zwischen städtischem Proletariat und der Landbevölkerung die als Grundgrundbesitzer galten. Lenin hat das revolutionäre Potential der dumpfen Landbevölkerung auch als sehr gering eingeschätzt und hat von Anfang an nur auf das Proletariat gesetzt.
und was lernen wir daraus? Hauptstädte laufen Politisch immer eine andere Richtung als das Bundesland :D
Das würde erklären, warum Berlin so anders läuft... ;)
Es stimmt, daß in BAyern Städte, wie München und Nürnberg eher links sind, aber bei der letzten Bundestagswahl z.B. gewann die SPD nur AFAIR zwei Wahlkreise: München Nord und einen im Schwäbischen.
Vororte von München, in denen mehr Pendler, also Angestellte, wohnen wählen auch mehr CSU.
Es liegt nicht nur an den "dummen" Bauern. Bayern müßte sonst einen Bauernanteil von >50 % haben. :smirk: Und die Wahlbeteiligung ist i.d.R. höher als in anderen Bundesländern. Eher hat die CSU schwerer ihre Wähler zu mobilisieren, weil die eben auf eine Wiederwahl spekulieren, während Wähler anderer PArteien weitaus motivierter sind.
MAn darf nicht vergessen, daß die CSU eine sehr positive Bilanz hat. Innerhalb kürzester Zeit wurde aus einem Agrarland, ein Hochtechnologie Standort, der eine Spitzenposition in Sachen Sicherheit, Wirtschaftskraft, geinger Arbeitslosigkeit und Lebensqualität hat.
Es ist nicht verwunderlich, daß bei den letzten Umfragen zwei der ersten Regionen mit den zufriedensten Bürgern in Bayern waren. Auch bei dem Ergebnis zum Landkreis mit den besten Zukunftschancen lagen mehrere bairische Kreise ganz vorn, an der Spitze Eichstätt.
Jetzt frage ich Euch: Wieso sollte man eine andere Regierung wählen, wenn man mit den Leistungen und dem Status Quo so zufrieden ist ?
Nochwas hat die CSU der CDU voraus: Das Wählerspektrum ist weiter gefächert. Durch die Arbeitsgruppen, findet man ebenso den Arbeiter, wie den Mittelständler oder Senioren bei der CSU. Es gibt einen sehr aktiven AK Umwelt (Bayern war das erste Bundesland mit einem Umweltminister!) und für Probleme der Jugend ist die Junge Union da. Und die ist der Mutterpartei wirklich nicht immer angenehm. ;)
Ok, ich gebe es zu: Ich bin seit zwei Jahren in der CSU Mitglied. Aber diese Aussagen von mir, entsprechen meinen persönlichen Erfahrungen ud da sie zutreffen, frage ich Euch: Warum sollte ich mich woanders engagieren ?
die Antwort ist schnell gegeben: Es gibt keinen Grund, warum du dich in woanders engagieren sollst. Vielleicht bist du ja bald Ministerpräsi.
Jeder soll sich der Patei engagieren, die ihn am ehesten Vertritt. Und die CSU ist wahrscheinlich die einzige Volkspatei Deutschlands... obwohl ich nicht in Bayern wohne, bewundere ich die Patei, und deren Leistungen.
Sie vertritt nicht meine momentanen interessen als Student, aber ich bin ja ein springer...... :oops:
Shingetsu
29.04.2004, 09:06
@Nordine:
Die CSU vertritt leider nie die Interessen der sozial Schwachen sondern nur die der Bourgeoisie.
Willst du nicht den Schwachen helfen ? Du hattest doch auch mal so ein großes Herz für einen Obdachlosen. Die CDU/CSU kümmert sich nicht um Bedürftige, weil ihnen die Interessen der großen Firmenbosse viel wichtiger sind.
SPD und PDS sind viel besser.
"voting for CSU makes the baby Jesus weep"
(so, den doofen Spruch musste ich jetzt auch mal loswerden *g*)
Moment, jetzt interpretierst Du aber sehr freizügig. Die CSU ist nun mal eine Patei, die sich für die Interessen der Allgemeinheit einsetzt.
Minderheiten, wie Du gerade angesprochen hast, werden zwar nicht direkt geholfen, deswegen gibt es Private Organisationen, die diese Lücke schließen.
Man muss halt differenzieren. Was ist das geringere Übel? Gerecht wird es nie werden. Entweder werden die einen benachteiligt, oder die Anderen. Ich frage mich, wenn ich schon im Wohlstand lebe, kann ich persönlich anderen nicht daran teilhaben lassen? Das ist meine Intention.
Eine Volkspartei, setzt sich nunmal für die Massen ein, das sind sowahl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber.
Die durch Spektrum fallen, müssen von privater Hand aufgefangen werden, was ja nur ein geringer Teil ist.
Wenn jeder Bürger 10? pro Monat für Notleidene Spenden würde. Dann wäre schon sehr viel geholfen.
Ich verlange von keiner Patei, sich um jeden zu kümmern, das geht schon alleine von der Masse nicht.
Trotz Hilfsbereitschaft, sollte man immer auf den Boden der Tatsachen bleiben.
Shingetsu
29.04.2004, 09:24
Ich frage mich, wenn ich schon im Wohlstand lebe, kann ich persönlich anderen nicht daran teilhaben lassen? Das ist meine Intention.
Dann wähl doch SPD :-)
Die kümmert sich etwas mehr um die sozial Benachteiligten, aber sie tut auch noch genug für die Wirtschaftsbosse. (viel zu viel eigentlich)
Ja, dass habe ich 1998 auch gedacht. Ich wählte die SPD. Was kam?
- die 630? Jobs wurden in der Form abgeschafft. Sie waren jetzt Steuerpflichtig, und man musste Sozialabgaben zahlen. Und bekam keine Leistung daraus.
- Plötzlich war der Staat pleite. Die SPD sagte, dass sie nicht gewußt hat das es um den Staat so schlecht steht... toll die Bilanz des Staates ist öffentlich, also eine Lüge
- Die SPD kann mit Geld nicht Umgehen. Warum wurde Kindergeld und Bafög erhöht, obwohl kein Geld da ist? Man hätte auch die Steuern senken können.
- Sie hat zu viel Angst vor den Gewerkschaften, die meiner Meinung zu viel Macht haben.
und es gibt noch viel mehr Punkte die ich hier aufzeigen kann, die mir von 1998 - 2002 aufgefallen sind.
Aber ich muss jetzt in die Vorlesung. Deswegen, kommt nachher mehr.
Die SPD BEHAUPTET, daß sie die sozial Schwachen vertritt, aber tut sie das ? Stattdessen unterstützt sie die Gewerkschaften bei der Besitzwahrung der Leute, die einen Job haben (siehe Kündigungsschutz). Das liegt hauptsächlich daran, daß in den Spitzenpositionen weitaus mehr Gewerkschaftler sitzen, als deren Anteil in der Bevölkerung beträgt. Sie ist zwar schnell dabei, wenn es darum geht das Kindergeld zu erhöhen, aber daß die Investition in neue Arbeitsplätze mehr hilft, als das bloße Geld unter die Leute bringen, hat sie nicht begriffen.
Die wirtschftliche Kompetenz ist einfach nicht vorhanden (siehe Maut oder andere Pleiten Stolpes). Und wenn, wie bei Clement, kann sich die Vernunft nicht durchsetzen.
Die CSU ist sozial engagiert. Zusätzlich kümmert sie sich darum, daß die Leute wieder eine Arbeit kriegen und sich selbst versorgen können. Wieso hat Bayern den sonst den geringsten Anteil an Sozialhilfeempfängern, obwohl dies vom Bund bestimmt wird, wer das ist ?
ich finde es schade, dass die spd (wie von jpf schon gesagt) innenpolitisch nicht mehr drauf hat. was außenpolitik angeht hat die schröder-regierung mich allerdings überzeugt.
aber gleichzeitiger erfolg auf beiden gebieten ist wohl fast ein ding der unmöglichkeit :(
- die 630? Jobs wurden in der Form abgeschafft. Sie waren jetzt Steuerpflichtig, und man musste Sozialabgaben zahlen. Und bekam keine Leistung daraus.
Es gibt heutzutage die 400 Euro Minijobs. Mag relativ unbekannt sein, aber diese Leistung sollte doch wohl nicht verschwiegen werden.
- Plötzlich war der Staat pleite. Die SPD sagte, dass sie nicht gewußt hat das es um den Staat so schlecht steht... toll die Bilanz des Staates ist öffentlich, also eine Lüge
Es ist wohl eher so, dass Du auf einmal Interesse an der Politik hattest. Der Zustand Deutschlands ist bekanntlich seit ca. Anfang der 70er Jahre auf dem absteigenden Ast. Aus dem ersten Jahr Schulden machen zum Antreiben der Konjunktur wurde ein stetiges Wachstum, dass sich mit der Wiedervereinigung ins Extreme gesteigert hat. Jetzt sieht es so aus, dass jährlich 90 Mrd. Euro in den strukturschwachen Osten Deutschlands gepumpt wird ohne erkennbaren Effekt, ein Betrag, der sich aus dem produktiven Kern Dtl. speist. Unter Kohl wurde halt fleissig weiter angehäuft, ohne eine Regung zu zeigen, Geniestreiche wie das Arbeitslosengeld für 36 Monate wurden eingeführt, was eine Horde an Frührentern zum Ergebnis hatte, und im Osten wurden die Straßen und Innenstädte verschönert, weil sich das eben gehört. Wer weiß, vielleicht guckt ja mal ein potentieller Arbeitgeber vorbei...
Es ist einfach nur traurig, was all die Regierungen in der Vergangenheit für Mist gebaut haben, das lässt sich unmöglich alles auf die Schröderzeit beschränken. Wäre von Anfang an richtig mit dem Osten verfahren, hätte sich so einiges abwenden lassen...
- Die SPD kann mit Geld nicht Umgehen. Warum wurde Kindergeld und Bafög erhöht, obwohl kein Geld da ist? Man hätte auch die Steuern senken können.
Das eigentliche Problem ist, das die Ausgaben für Kindergelder - unabhängig von der Höhe - in den letzten zehn Jahren trotz stark rückläufiger Kinderzahlen immer weiter wachsen! Da muss doch eine ganze Stange an Bürgern ihre Kinder 'aus Versehen' mehrmals gemeldet haben.
Kindergeld ist dafür gedacht, einen gewissen Ausgleich für die Kosten zu stellen. Doch nach jetzigem Stand sind die kleinen Blagen - ich schreibe das nur, um mich nicht zu wiederholen - ein Freifahrtschein direkt in die Armut. Sicher muss man sich zurücknehmen, wenn Nachwuchs kommt, aber wenn das Geld für alltägliche Sachen kaum mehr ausreicht, ist etwas falsch.
urashima schrieb:
Es gibt heutzutage die 400 Euro Minijobs. Mag relativ unbekannt sein, aber diese Leistung sollte doch wohl nicht verschwiegen werden.
Das weiß ich, ich habe auch einen. Aber, das war der Vedienst von Herrn Hartz, dessen Papiere 1 zu 1 umgesetzt wurde.
Die Abgaben, bezahlt jetzt im Übrigen der Arbeitgeber und nicht der Arbeitnehmer.
Deutschland, hatte schon häufiger schlechte Zeiten erlebt, dass habe ich auch miterlebt, ich bin Politisch Interessiert, seit dem Tschernobyl uns um die Ohren geflogen ist, worauf ich hinauswollte:
Die SPD hat 1998 groß Angekündigt, was sie so alles besser wird, wieviel Steuern die Senken wollen etc, etc. Super. 3 Wochen an der Macht - Katastophe! Mir kann eine Partei nicht sagen:" ups, wir wußten garnicht das es uns so schlecht geht..." ich zeige nur mal auf die Bundesrat Verhältnisse von damals.
Du willst mir also erklären, dass die erhöhten Ausgaben für das Kindergeld nur von Betrügerischen Eltern stammen? Okay, dem habe ich nichts hinzuzufügen...
[/quote]
sieh dir mal wahlplakate auf den straßen an. auf jedem steht das gleiche: mit uns wird alles besser. so etwas nennt man wahlversprechen und nicht wahlgarantie. da muss ich Urashima recht geben. und dass sich deutschland während der ära kohl ohne die wiedervereinigung in ebendieselbe richtung entwickelt hätte, haben wir in der schule gelernt :wink:
tja, wenn wäre könnte sein.
Man weiß es aber nicht. Deswegen muss man versuchen, einen günstigen Weg zu beschreiten.
Ein paar Vorschläge anstatt nur rumzumäkeln:
1. Löhne unter 1000? werden pauschal 10% Sozialbeiträge abgezogen. Vorteil, die Leute haben mehr Geld, welches in der Gehaltgruppe grundsätzlich nur für den Konsum ausgegeben wird.
2. Moderate und Langfristige Abschaffung der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Leute müssen aber eine vernünftige Altersvorsorge treffen, privat ist das wesentlich günstiger. Die neu eingenommenen Versicherungssteuern in Höhe von 15% werden den jetzigen Rentern zugutekommen. Ältere Arbeitnehmer bekommen einen Zuschuß vom Staat. Die unter 35 Jährigen müssen sich komplett selbst versorgen.
3. Die Lohnsteuer wird exessiv Reformiert. Keine oder nur noch kaum Vergünstigungen in besonderen Härtefällen.
4. Die Subventionen werden Schritt für Schritt runtergeschraubt. Das erhöht die Preise für Lebensmittel zwar kurzfristig aber das pendelt sich wieder ein. Stichwort überproduktion.
5. Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfeempfänger, müssen, wenn sie einen Job abschlagen, Gemeinützige arbeit Leisten, es gibt ja viel zu tun.
6. Ärzte die Grundlos gelbe Scheine ausstellen, werden sanktioniert.
7. Professionelle Schwararbeit, wird schwer bestraft, auf jedenfall Knast. Das gilt für die Arbeitnehmer.
8. Der Bürokratiewulst wird verkleinert. Die Gesetze überarbeitet. Schwachsinn sofort beendet.
9. Staatsobjekte müssen öffentlich von unabhängigen Prüfern kontrolliert werden bevor sie entstehen, dadurch können Steuern gespart werden.
10. Zurückgetretene Staatsdiener bekommen nur noch eine niedrige Grundrente, die den eines normalen Bürgers nicht übersteigt.
11. Es werden nachgelagerte Studiengebühren fällig. PRo Semester meinetwegen 500?. Bekommt der Student einen Job, zahlt er die Gebühren an die HOchschule zurück. Das Geld geht direkt zur Universität bzw. Hochschule.
12. Das Bildungssystem wird einheitlich von der Bundesseite gesteuert. Die Schulen, handeln in eigen Regime und müssen mit ihren Etat, welches natürlich erhöht wird, ihre Lehrer bezahlen und den Laden aufrecht erhalten. Der Etat richtet sich nach der Schülerzahl.
13. Ausländer, die Straffällig werden, werden ohne wenn und aber abgeschoben. Die Integration wird gefördert. Ich spreche nicht von Ordnungswidrigkeiten.
14. Die Anzahl der Bundesländer wird verkleinert.
15. Firmen die Arbeitslose einstellen, bekommen vom Staat die Soziabgaben erstattet.
Das sind nur ein paar Punkte. Bei den anderen muss ich noch eine NAcht drüber schlafen. Ich habe bewußt, ein bisschen Provokant geschrieben. Also Auseinanderplücken gerne. Aber nur wenn konstruktive Gegenvorschläge kommen. Denn das ist das Kernproblem -->
Jeder meckert, aber niemand macht verbesserungsvorschläge. Ich verstecke mich auch nicht hinter einem Parteibuch. Das sind Vorschläge die ich für vernünftig halte.
Einige Langfristig, andere helfen Kurzfristig.
:umleitun:
soll man jetzt im ernst jeden punkt zerpflücken? hätten da nicht ein paar weniger gereicht?
zu2: heißt das, du willst zustände wie in den usa? wo rentner sich nicht selbst versorgen können, weil sie zu lebzeiten zu wenig für eine unabsehbar lange zeit sparen konnten? denn das geht vielen so. deswegen gibt es ja diese gesetzliche versicherung.
zu3: beispiele?
zu4: mach das und du wirst dir bald kostenintensive grundnahrungsmittel nicht mehr leiten können. deshalb gibt es subventionen. und subventionen gibt es z.b. auch auf kohle. und nun sag mal, wie du sämtliche anwendungen von kohle ersetzen möchtest.
zu5: falsch, so viel gemeinnützige arbeit gibt es nicht. zumindest nicht bezahlbar für den staat. und nebenbei, schon mal was von abm gehört? diese stellen werden u.a. aus obigem grund gekürzt.
zu6: passiert. nur sind es zu viele.
zu7: -"-
zu8: -"-
zu10: da hast du recht. ich finde schon die normale bezahlung mancher staatsdiener eine frechheit (naja, gesetzgeber bezahlen sich halt selbst). bei aller rücksicht auf ihre harte arbeit.
zu11: kennst du das prinzip von bafög? ohne könnten viele die es wollten und fähig dazu wären nicht studieren, sondern nur eine reiche oberschicht. *zu paris hilton schiel, lach*
zu12: ich bin auch der meinung, dass jedes kind, egal in welchem bundesland geboren, das selbe recht auf bildung haben sollte. sigh
zu13: also, da stimm ich doch eher jpf zu!
zu15: passiert. firmen bekommen zwar glaub ich nicht genau die sozialabgaben, wohl aber einen gewissen zuschuss für eingestellte arbeitslose. eine regelung, die allerdings ins wanken gerät, da viele firmen das ausnutzen und jedes jahr einen neuen arbeitslosen einstellen - wofür ein einjähriger mitarbeiter entlassen wird. du siehst das problem?
:roll: quad erum demonstrandum...
Also ich sagte erst lesen und dann zerpflücken und verbesserungs Vorschläge machen.
Und was passiert?
zu 2: in Amerika gibt es keine Staatlichen Beihilfen zur Rente, wie ich sie gefordert habe. In Amerika gibt es keine Pflicht sich zu versichern
zu3: Okay: alles wird gestrichen, außer dem Kinderfreibetrag,
zu4: Ich sagte, dass sich das einpendeln wird, denn alles was in Deutschland subventioniert wird, an Agraprodukten, ist im überschuss vorhanden, es müssen pro Jahr sogar Sachen vernichtet werden. Was glaubst um wieviel Euro die Tonne steigen wird? 100?? 200?? 1000?? Das wäre ein 1 pro Kilo. Hm... kann man überleben.
zu5: mein Vorschlag lautete Arbeit abgelehnt? Okay, Arbeitslosenhilfe oder Sozialhilfe gibt es weiter und raus an die frische Luft mir den gesunden Leuten.ABM ist ein anderer Begriff für oben genanntes.
zu6: tja, dann wird halt nicht genug sanktioniert. Praxis dicht für 3 Monate.Oder ganz dicht. Lizenentzug bei wiederholten fällen.
zu7: -"-
zu8: -"-
zu11: Bafög: Berufsausbildungsförderung. Soll dem Empfänger eine kleine Hilfestellung geben als Student zu überleben. Toll, bekomme ich auch. 580 Euro. Hat aber nichts mit meiner Forderung zu tun, dass Studenten nach dem Studium ihr Studium von 8 Semester à 500 Euro = 4000 Euro zahlen müssen. Durch das NACHGELAGERTE SYSTEM entfällt dein Kritikpunkt mit der Oberschicht. Da nur die Zahlen die auch einen Job bekommen.
zu13: ich sagte auch dass mein Wort nicht direkt von Gott kommt
zu15: ich weiß, ich stelle auch gerne Langzeitarbeitslose ein, denn da gibt mir das Arbeitsamt 1 Jahr den Arbeitgeberanteil am Jahresende wieder zurück, und wenn ich mit ihm zufrieden bin, dann behalte ich ihn auch.
Ich habe die ganzen Punkte nicht direkt zum Gesetzesentwurf gestaltet, dafür fehlte mir leider die Zeit, aber drücber kann man Diskutieren. Und GEGENVORSCHLÄGE machen.
zu APPD:
lustiger Wahlkampf? na ich weiß ja nicht, lachen konnte ich nicht darüber.. dafür nehme ich die Politik zu ernst
Oh, hier gehts ja weiter...
@ nordine: Ja, natürlich hast du recht, eigentlich nimmt das nur Stimmen weg die woanders wahrscheinlich besser am Platz wären, war nur hohles gelaber :)
Ich hoffe nur das sich das extrem Verschulden, von good ol`Germany lohnt. Der Karren steckt uiemlich tief im Dreck :?
mir geht es nicht um die Stimmen (wahrscheinlich wären diese Wähler ohnehin nicht zur Wahl gegangen) mir ging es um das Prinzip, wer sich alles zur Wahl aufstellen kann *roll*
Shingetsu
10.06.2004, 21:44
@Nordine:
Du hättest damals die ganzen APPD-Schriften mal lesen sollen. z.B. das Kampfprogramm etc.
Das war Satire pur, und Leute die das verstanden haben konnten sich schlapplachen.
:wink:
Und der ehrlichste Wahlkampf den es jemals gab war es sowieso.
Wenn die APPD sagt daß sie Saufgelage feiern wollen dann machen sie das auch.
Die SPD/CDU/Grünen usw. würden sowas nie zugeben, und feiern ihre Saufgelage lieber heimlich.
:wink:
Gut, so kann man das natürlich auch sehen :mrgreen:
klar war das Satire, hoffe ich zumindest... aber ich darf mich doch darüber aufregen, das soetwas möglich ist!!! :D
Shingetsu
10.06.2004, 21:52
@Nordine:
klar.
Das von dir ist jetzt auch nicht so schlimm.
Es gab damals leider ein paar Leute die das echt viel zu ernst genommen haben. z.B. der alte Opa der sich nach einer APPD-Veranstaltung auf`m Marienplatz in München darüber gefreut hätte wenn wir alle ins KZ kommen. Hat der echt zu mir gesagt: "Damals hätten sie Leute wie euch ins KZ gesteckt" und solche Sprüche, und daß wir ein "Studentenpack" sind usw.
Ay, übelst, da hört der Spaß wirklich auf *shocked*
Wie bist du mit dem dann weiter verfahren (Reaktion)?
Gab es da nicht mal was in diesem Forum von Gartennazis? Ich glaube Faust hat das mal erwähnt :kratz:
Studentenpack... lol könnte von mir kommen. Also ich muss zugeben, die Auftritte der APPD waren extrem genial :nick:... war selten so... na wie soll ich sagen... naja ihr wißt schon was ich meine
@ nordine: Unverfroren ehrlich? Dreistigkeit siegt?
So kam mir das vor, auch wenn die Ziele dieser Partei doch mehr auf Fun abzielen :o
Shingetsu
10.06.2004, 21:59
@Alex:
Ich war davon schon etwas betroffen und erschreckt, aber ich hab versucht mir nichts anmerken zu lassen.
Ich hab mir gedacht daß der alte Mann halt keinen Sinn für Satire hat, und wir haben uns ja schon ziemlich provokant verhalten mit Sprüchen wie "Abschaffung der Altersrente und Einführung von Jugendrente"
Ich hab einfach gelächelt und normal weiterdiskutiert, aber dann kam ein anderer alter Mann daher und hat den KZ-Opa zurechtgewiesen daß solche Hitler-Sprüche scheisse sind, und wir froh sein können daß es keinen Hitler mehr gibt. Ausserdem hat er auch erkannt daß das nur Provokation ist was wir da machen.
Da war ich schonmal sehr erfreut daß es auch intelligentere alte Opas gibt.
:D
@shin
ja, ältere Herrschaften, kommen manchmal mit den sehr zynischen Sinn für Humor nicht mehr so richtig klar...
(Merk ich auch schon in meiner FH bei meinen Professoren)
@ shingetsu: Ah righty, das ist eh so ne Sache. Das Gedankengut des 3. Reiches ist halt noch manchmal (naja, eher selten) bei älteren Generationen zu finden, ist ja auch klar. Aber in Ordnung ist das natürlich nicht (besonders bei jüngeren)
Bei einer Vorstellung in der ARD hat mir die APPD auch gut gefallen.
Moderator: Würden Sie Ihre Partei als Spaßpartei bezeichnen ?
APPD: Gerne, wenn Sie das auch von Union, SPD, FDP, Grüne und den anderen sagen.
Der MLPD-Mann hat sich damals tierisch aufgeregt ! Peinlich, wie er nicht die Satire erkannte. :mrgreen:
ich bin ehrlich... ich habe anfangs die Satiere auch nicht erkannt... zumindest die gleich war wahrscheinlich der Schock :shock:
Shingetsu
11.06.2004, 20:17
Bei einer Vorstellung in der ARD hat mir die APPD auch gut gefallen.
Moderator: Würden Sie Ihre Partei als Spaßpartei bezeichnen ?
APPD: Gerne, wenn Sie das auch von Union, SPD, FDP, Grüne und den anderen sagen.
Der MLPD-Mann hat sich damals tierisch aufgeregt ! Peinlich, wie er nicht die Satire erkannte. :mrgreen:
lol
Wo war das denn ?
MLPD und DKP kommen mir auch etwas bieder vor.
Es ist ein ungeschriebenes Gesetz in der APPD daß man nie zugibt daß es sich um Satire oder "Spaßpartei" handelt, denn da müssen die Leute schon selber draufkommen.
Kann es sein daß das vielleicht auch rechtliche Hintergründe hat ?
Vielleicht würden sie nicht als Partei anerkannt werden wenn sie offen zugeben daß es sich nur um Satire handelt.
Das war eine ARD-Sendung, in der die nicht im Bundestag vertretenden Parteien sich zur vorletzten Bundestagswahl vorstellten.
Klasse war auch die Vorsitzende der Frauenpartei. Hat statt einen Vortrag, ein Liedchen mit ihrer Gitarre vorgespielt und sogar sehr vernünftige Sachen gesagt (weiß nur nicht mehr was :smirk: ). Die Wahlkampfspots von denen haben mich dann aber doch wieder geschockt.
Da ich gerade bei der Frauenpartei bin. Bei meinem ersten Einsatz als Wahlhelfer bekamen in unserem Wahllokal die Frauenpartei eine Stimme ud die Tierschutzpartei zwei Stimmen. Was kann man daraus schließen ? Das den Leuten das Wohl der Tiere wichtiger ist, als die Gleichberechtigung der Frau ? :mrgreen:
UscmHudson
12.06.2004, 20:13
Naja, Gleichberechtigung haben wir ja in deutschland genug. Wir sind mitlerweile schon so weit an wir Frauen in einem breiten Bereich bevorteiligen.
Das sehen auch die Frauen so, sonst würden sie ja die Frauenpartei wählen.
Solche Parteien haben keine wichtigen Ziele und werden nie von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt werden.
Dummerweise gibt es eh keine andere Wahl als CDU und SPD. Was immer wieder zu Frusst der Wähler führt. Wer aber morgen nicht wählen geht ist selber Schuld.
Wieso keine andere Wahl ? Grüne und FDP haben doch auch Chancen die 5 %-Hürde zu schaffen. Und wenn man immer so denkt, haben die kleineren Parteien nie eine Chance.
Früher dachte man, wir werden immer nur drei Parteien im Parlament haben. Plötzlich waren die Grünen da. In Ostdeutschland kam die PDS dazu. Auf kommunaler Ebene haben es z.B. ÖDP und Zentrum bereits geschafft, wenn sie dort gute Arbeit machen, hätten sie eine Chance auch woanders verdient. ;)
Shingetsu
13.06.2004, 17:55
PDS hat auch Chancen.
Sogar die NPD war mal im Bundestag (bei den 98er-Wahlen), aber die haben hoffentlich keine Chancen mehr !
:fluch: @ NPD
UscmHudson
13.06.2004, 20:08
Grüne und FDP sind nicht gerade die Parteien die ich wählen würde. Andere Parteien haben jetzt nun wirklich keine Chance.
Es macht schließlich auch keinen Sinn sich nur ein Ziel zu setzten. Eine Partei die für Frauen ist und eine die Tiere in den Vordergrund setzt haben wenn es um wirtschaftliche Dinge geht schnell keine Ahnung mehr weil sie sich nie mit solchem aufgehalten haben.
Also bleiben am Ende nur die bisher genannten Parteien.
Wenigstens gut das beide Parteien CDU, SPD wenigstens bestrebt sind deutschland zu fördern und nicht runter zu wirtschaften, auch wenns manchmal nen anderen Eindruck vermittelt.
PDS hat auch Chancen.
Sogar die NPD war mal im Bundestag (bei den 98er-Wahlen), aber die haben hoffentlich keine Chancen mehr !
:fluch: @ NPD
Bin jetzt zu faul nachzuschauen, aber die NPD war nicht 1998, sondern in den 60ern oder Anfang 70ern im Bundestag. ;)
Es gibt weitere rechtsradikale Parteien, die schon in Landesparlamenten waren: DVU, Republikaner (die wurden sogar wiedergewählt in BW). Dann populistische Parteien in Hamburg: PRO (Schill), Stattpartei.
Die meisten kleinen Parteien sind radikal. Links, rechts, christlich, feministisch, esoterische...
Es gibt aber auch vernünftige Parteien, wie Zentrum oder ÖDP oder vielleicht auch die Grauen und die Rosa Liste. :mrgreen:
@USCMHudson: Wenn Dir die Alternativen nicht gefallen, kannst Du nicht sagen, daß es sonst nichts gibt. Und es gehört zu einer Demokratie auch die kleinen Parteien zu berücksichtigen. Schließlich schaffen auch sie immer wieder mal den Sprung. Man muß sich nur trauen, sie zu wählen und wenn sich ddann viele trauen... ;)
Shingetsu
13.06.2004, 20:59
@JPF:
Ich kann mich erinnern daß es damals einen Aufschrei gab weil eine rechtsradikale Partei in den Bundestag einzog.
War es dann nicht die NPD sondern die Republikaner ?
Maunzilla
13.06.2004, 21:26
Die NPD ist ja auch gar keine richtige Partei, sondern eine Unterabteilung des Verfassungsschutzes. Ich glaube, da sitzen mehr verdeckte Ermittler drin, als echte Mitglieder.
Das ist doch ein genialer Schachzug: Man gründet eine Pseudo-Nazi-Partei und schafft sich damit selber einen Feind, den man dann jahrelang bespitzeln kann. So werden Arbeitsplätze erhalten... 8)
Der Witz ist gut, Maunzilla.
@Shingetsu: Zu dieser Zeit waren rechte Parteien nur in Landtagen. Und schon garnicht die Reps. Deren Hochzeit ist schon lange vorbei. Ich tippe darauf, daß Du Dich an einen Landeswahlerfolg der Reps oder DVU erinnerst. ;)
hmh.. gar nich viel los hier, dafür das grade ne Europawahl war... schade eigentlich, ich finde das ergebnis recht erschütternd!
Kommt darauf an welcher politischer Couleur man ist. ;)
naja, als münchner is deine stellung wohl eindeutig :wink:
Oha, böses Vorurteil gesichtet!
Frage: Denkst Du, die CSU hat in München 100% der Stimmen? XD
Shingetsu
22.06.2004, 22:00
Oft wird vergessen daß gerade in München die SPD am stärksten ist. (auf Bayern bezogen)
Es war schon immer das schwere Los der CSU nur auf dem Land richtig populär zu sein, während in München die SPD absahnte.
Zur Zeit haben wir auch einen beliebten oft wiedergewählten SPD-Bürgermeister.
http://www.tu-muenchen.de/menschen/kuratorium/gfx_big/ude.jpg
Christian Ude (SPD)
naja, als münchner is deine stellung wohl eindeutig :wink:
Wenn Du meinst, daß ich Grüner bin, dann irrst Du Dich. Die Grünen sind in vier Stadtbezirken Münchens stärkste Kraft geworden und im Lkr. München und meinem Lkr. Ebersberg zweitstärkste Kraft.
Ich weiß, das du in CSUMitglied bist. Natürlich sind nicht alle Münchner CSU oder grün-wähler, doch die konservativen Parteien hatten in Bayern schließlich immer schon ein großes plus...
:mrgreen: Stimmt schon, daß ich CSU-Mitglied bin, aber ich muß auch im Interesse der Minderheit hier solche Verallgemeinerungen zurückweisen. Shingetsu z.B. ist auch Münchner und wenn man dem Link in seiner Sig folgt landet man bei der PDS.
Schließlich ist auch Bayern (kaum zu glauben) eine Demokratie, in der Meinungsfreiheit und ein Mehrparteiensystem existiert. Auch wenn bei den Wahlen in den letzten Jahren die Wähler mit >50% eine bestimmte Partei wählten. Kann es vielleicht einfach so sein, daß die meisten Bewohner des Freistaats einfach zufrieden mit dieser Politik ist ? ;)
Keiner käme auf die Idee zu vermuten, daß ein Bewohner von NRW automatisch SPDler ist. Auch die Demokratie dort wird nicht so oft in Frage gestellt, obwohl gerade in letzter Zeit weitaus mehr Korruptionsfälle dort an die Öffentlichkeit kamen, als in Bayern. Dabei ist die SPD ungefähr genauso lange in NRW an der Macht, wie die CSU in Bayern. Aber das ändert sich ja eventuell im nächsten Jahr. :smirk:
Vielleicht liegt es einfach an dem selben Grund, warum bei einer konservativen Regierung sofort die Straßen voll Demonstranten wäre, wenn sie solche sozialen Böcke wie die jetzige rot-grüne schießen oder einen Militäreinsatz, wie in Jugoslawien beschließen würde, dies aber nicht bei unserer jetzigen Regierung der Fall war.
Auf dem linken Auge sind die Roten blind, wenn es um notwendige, aber der Ideologie widersprechende Maßnahmen geht.
Auf dem linken Auge sind die Roten blind, wenn es um notwendige, aber der Ideologie widersprechende Maßnahmen geht.
Würde ich so nicht ausdrücken. Bilnd ist wohl das falsche Wort, denn schließlich werden die Lücken ja erkannt nur nicht ganz korrekt geschlossen. Ich sehe auch eher die Schwarzen als eine Richtung, die mehr an der Ideologie arbeitet und um Erhaltung derer bemüht ist. Und wenn du damit auf die Nichtteilnahme Deutschlands am Irakkrieg anpielst, die notwendig gewesen wäre für die individuellen und wirtschaftlichen Beziehungen zum guten alten Amerika, jedoch mit der pazifistischen Ideologie, die nach dem 2ten Weltkrieg enstanden ist, nicht vertretbar wäre, so finde ich persönlich die wertschätzung und Erhaltung eines Friedens wichtiger als die Verhinderung einer wirtschaftsflaute und sozialen Problemen mit dem "Land der freiheit". Schließlich ist allgemein bekannt, das die schwarze regierung hinsichtlich dieser Frage anders reagiert hätte.
*seufz* Ich sprach ausdrücklich von JUGOSLAWIEN. Ein Militäreinsatz im Irak unter diesen Voraussetzungen, wie er durchgeführt wurde, sehe ich als absolut indiskutabel, ebenso wie es Stoiber damals sah.
Es ist unglaublich, wie man übersehen kann, daß die Unionsposition damals war, daß erstmal die UNO nach Beweisen für ABC-Waffen suchen sollte und erst, wenn die UNO feststellt, daß ein Militäreinsatz nötig wäre, interveniert werden sollte. Das war die selbe Position, die Frankreich inne hatte. Schröder sagte egal unter welchen Umständen auch immer, kein Krieg. Es klingt zwar gut so, aber genauso, wie damals in Jugoslawien, hätte es eine Situation geben können, die ein Eingreifen nötig gemacht hätte. Hätte die UNO im Irak wirklich ABC-Waffen gefunden, dann wäre der Krieg zu Recht geführt worden, da Hussein sonst eine zu große Bedrohung gewesen wäre.
Dann sind wir uns ja einig, das unter den eingetroffenen Umständen, nämlich, dass die UNO keine ABC-Waffen gefunden hat, dieser Krieg absolut unnötig war. Doch selbst bei der Entdeckung von Massenvernichtungswaffen, wäre ein Krieg, in der Form des vergangenen Irakkrieges falsch gewesen. Schröder hatte Recht, indem er sagte, auf jeden Fall kein Krieg, es git schließlich noch andere Mittel, als die Hauptstadt und tausende Unschuldige zu bombardieren, wie es die Art der Amerikaner und Engländern war. Und wenn Hussein tatsächlich Wafen gehabt hätte, dann wären die bei einem so aufgeblasenen Krieg, mit 50 Flugzeugpanzern vor der Küste, eher zum Einsatz gekommen ,als auf jede andere Weise. Und auch um ine Diktatur zu stürzen gibt es genug andere Mittel als einfach draufloszukämpfen und das ganze Land zu zerstören... Von dem her fand ich Schröders Stellungsnahme absolut legitim und stoibers Meinung etwas oberflächlich.
ich weiß nicht, denn Schröder war ziemlich vorschnell, stell dir mal vor, der Irak hätte ABC-Waffen gehabt...
Aber es war halt Wahlkampf, und da denkt man manchel etwas weniger nach, und geht eher auf Bild-Niveau
~-=\AoR/=-~
28.06.2004, 02:20
Egal ob der Irak ABC-Waffen gahbt hätte oder nicht ... ein Präventionskrieg nach dem Motto "Der könnte ja vielleicht eine Gefahr für unsere eigene Machtposition darstellen" ist immer falsch und mit den Menschen- und Völkerrecht nicht vereinbar. Die USA besitzen ABC-Waffen im Überfluss und keiner sagt "Wenn ihr die nicht sofort abrüstet, dann marschieren wir ein." Es wird mit zweierlei Mass gemessen. Die einen dürfen das haben, die anderen sind böse wenn sie solche Waffen besitzen.
Und wenn jetzt einer kommt wegen "Nationaler Sicherheit" und solchem Quatsch ... Ist die Welt seit dem Irakkrieg sicherer geworden? Gibt es weniger Terroristen? Gibt es weniger Anschläge? Gibt es weniger unschuldige Opfer?
Wenn man sich diese Fragen stellt, dann wird einem die Unsinnigkeit dieses Kriges ziemlich schnell klar. Und nocheinmal: Kein Staat hat das Recht, sich in die internen Angelegenheiten eines anderen Staates einzumischen, schon gar nicht mit Gewalt. Das müssen die Bürger dieses Landes schon selbst machen. Die Bürger der ehemalige DDR haben ihren Staat auch von sich aus in die Knie gezwungen ... Man kann niemanden seine Ansichten von Demokratie und dem einzig wahren Leben aufzwingen.
@~-=\AoR/=-~
Genau meine Meinung - Schließlich is der einzige Staat der hier wirklich Massenvernichtungswaffen besitzt Amerika. Freut mich, dass ich nich allein so denke....
~-=\AoR/=-~
28.06.2004, 11:10
@~-=\AoR/=-~
Genau meine Meinung - Schließlich is der einzige Staat der hier wirklich Massenvernichtungswaffen besitzt Amerika. Freut mich, dass ich nich allein so denke....
Danke, ich komm mir mit meiner Meinung auch manchmal allein vor. Und das unser Schröder den Irakkrieg konsequent abgelehnt hat, war menschlich gesehen das einzig Richtige. Die amerikanische Regierung (ich will das ja nicht verallgemeinern und alle Amis in diese Richtung drücken) bombardiert alles, was zwei Beine hat und nicht ihrer Meinung ist. Ein Wunder das es uns noch nicht getroffen hat. *lach*
Sicher hatte Schröder recht. Nur war die Art und Weise, wie er den Amis vor den Kopf stieß, bei einer Kundgebung auf einem Marktplatz, nicht gerade Taktvoll.
~-=\AoR/=-~
28.06.2004, 11:22
Sicher hatte Schröder recht. Nur war die Art und Weise, wie er den Amis vor den Kopf stieß, bei einer Kundgebung auf einem Marktplatz, nicht gerade Taktvoll.
Sorry, aber in dem Punkt ist das Taktgefühl scheißegal. Wenn die Mist bauen, müssen wir nicht auch applaudieren! Sollen die ihren Scheiß doch alleine auslöffeln, dann werden sie sehr bald sehen, wie weit sie ohne "good old Europe" kommen werden. Und wie hat man in der DDR schon so schön über unsere sowjetischen Brüder gesagt: "Freunde kann man sich aussuchen, Brüder bekommt man."
Moment!
Das was Du beschrieben hast, ist NACH der Aktion mit dem Marktplatz passiert. Ergo, war das nur eine taktlose Reaktion auf eine taktlose Aktion.
Aber ist ja auch wurscht, denn rot-grün hatte recht. Die Amis glücklicherweise nicht.
~-=\AoR/=-~
28.06.2004, 12:04
Sorry, aber ich weiß gerade nicht, was du mit der "Aktion auf dem Marktplatz" meinst ... man kann ja nicht alles wissen.
Achso...
Schröder hat seinen Standpunkt, also gegen den Krieg, auf einer Wahlkampf veranstaltung in einer kleinen Stadt im Osten dargebracht.
Das war auf einem Marktplatz.
Genau, allein die Art, wie Schröder die Sache gehandhabt hat war dieltantisch und undiplomatisch. Ich wage sogar zu behaupten, daß daher die Amis endgültig auf Stur geschaltet haben und der Krieg dadurch noch wahrscheinlicher wurde.
@~-=\AoR/=-~
Genau meine Meinung - Schließlich is der einzige Staat der hier wirklich Massenvernichtungswaffen besitzt Amerika. Freut mich, dass ich nich allein so denke....
Falsch. Mindestens acht Staaten besitzen Atomwaffen, dutzende weitere Staaten haben Chemiewaffen und Biowaffen. Was den Irak betrifft: Er war der einzige Staat, dessen bestehende Regierung ABC-Waffen eingesetzt hatte. Nach dem zweiten Golfkrieg (Kuwait) wurde ihm in den Waffenstillstandsvereinbarungen auferlegt, daß er sämtliche ABC-Waffen abrüstet. Wer einmal sowas eingesetzt hat, macht es auch ein zweites Mal.
Ja, auch die USA hat zwei Atombomben eingesetzt und im ersten Weltkrieg setzten alle Seiten Giftgas ein, aber in diesen Staaten hat sich die Einstellung dazu geändert. ABC-Waffen werden als zu schrecklich von den Regierungen und dem Großteil der Bevölkerung abgelehnt und dienen nur noch zur Abschreckung. Es stimmt natürlich, daß die USA darüber nachdenkt strategische A-Waffen zu bauen, aber was wir von dieser Regierung halten, da sind wir uns wohl alle einig. Diese Regierung bedroht aber trotzdem niemand direkt mit ABC-Waffen und sie steht auch unter Beobachtung der Bevölkerung.
Ganz abgesehen davon, daß wohl niemand die USA zu etwas zwingen kann. ;) Sie hat aber auch nie einen Vertrag zur Abschaffung dieser Waffen unterschrieben, wie Hussein es tat.
@AoR & Manara:
Was hättet Ihr vorgeschlagen, was man hätte tun sollen, wenn der Irak ABC-Waffen gehabt hätte ?
Sicher hatte Schröder recht. Nur war die Art und Weise, wie er den Amis vor den Kopf stieß, bei einer Kundgebung auf einem Marktplatz, nicht gerade Taktvoll.
In dem Zusammenhang fällt mir ein dass es auch nicht grade taktvoll war wie Angie damals dann danach nach Amerika gefolgen ist und das ganze Land verraten hat! Peinlich! :(
~-=\AoR/=-~
29.06.2004, 00:46
@Yshary
Jup, die meisten scheinen zu vergessen, dass im Wahlkampf die CDU am liebsten Hand in Hand mit den Amis in den Krieg gezogen wäre. Hatten wir ja auch seit 50 Jahren nicht mehr, da sind die Soldaten etwas ausgehungert. Klingt etwas drastisch, aber es ist leider wahr.
@JPF
was wäre wenn der Irak Massenvernichtungswaffen gehabt hätte? Hmm ... eigentlich müssig darüber zu reden, denn viel interessanter ist doch die Frage: Von wem hat er denn die Waffen bekommen? In den meisten Fällen waren das amerikanische Firmen, unter anderem eine Firma, wo der jetzige Vizepräsident Chewny im Aufsichtsrat sitzt. Und vergessen wir auch nicht, wer in den 80ern den Irak mit Geld und Waffen gegen den muslimischen Iran beliefert hat. Hoppla, das waren ja auch die USA. Ähnlich wie in Afgahnistan. Zuerst beliefern wir die größten Idioten der Welt mit Waffen, von denen jedes andere Land träumt, damit sie unsere Feinde auslöschen, und dann, wenn wir sie nicht mehr brauchen und sie zu gefährlich für uns werden, stellen wir uns hin und schreien: Der böe, böse Hussein, der hat ja Massenvernichtungswaffen.
Das ist pervers! Und um keinen Preis der welt will ich, dass sich Deutschland an diesen schmutzigen Machenschaften beteiligt. Was soll's! Dann verscherzen wir es uns eben mit den Amis! In einer Zeit, in der einige Länder der Opec daran denken, das Öl nicht mehr in Dollar sondern in Euro zu handeln, in einer solchen Zeit sind die Amis sowieso bald pleite.
@Yshary
Jup, die meisten scheinen zu vergessen, dass im Wahlkampf die CDU am liebsten Hand in Hand mit den Amis in den Krieg gezogen wäre. Hatten wir ja auch seit 50 Jahren nicht mehr, da sind die Soldaten etwas ausgehungert. Klingt etwas drastisch, aber es ist leider wahr.
Ich darf gar nicht daran denken was passiert wäre wenn sich Deutschland an dem ganzen Irakkrieg beteiligt hätte! Dann hätten wir hier bestimmt noch mehr Terror! Und hätten uns auch noch von den USA da mit hineinziehen lassen! Ich sag Dir: Die CDU hätte uns damals mit ihrer bilnden proamerikanischen Art direkt ins Unglück gestürzt. So schlimm die SPD-Regierung auch manchmal mit allem ist (Arbeitslosigkeit, Gesundheitsreform, Dosenpfand), mit der CDU wären wir noch viel schlimmer dran!
~-=\AoR/=-~
29.06.2004, 02:24
So schlimm die SPD-Regierung auch manchmal mit allem ist (Arbeitslosigkeit, Gesundheitsreform, Dosenpfand), mit der CDU wären wir noch viel schlimmer dran!
Leider denken nur die wenigsten so. Außerdem: So schlimm ist die SPD-Regierung nun auch nicht. Sie müssen halt den Mist ausbaden, den 16 Jahre Kohl hinterlassen haben. Und das wir uns diesen Sozialstaat schon seit Jahrzehnten nicht mehr leisten können, sollte eigentlich jedem klar sein. Nur unter Kohl wurde das mit immer mehr Schulden wieder wett gemacht. Aber das kann nicht gut gehen.
Im Volksmund heißt es "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not." Wer aber immer das nichtvorhandene Geld zum Fenster rauswirft, der braucht sich nicht zu wundern, dass alles den Bach runter geht. Außerdem: Das Dosenpfand ist bereits von der CDU-Regierung verabschiedet wurden, nur in der SPD-Regierungszeit wurde es halt notwendig, das auch umzusetzen.
man muss allerdings dazusagen, das die weltwirtschaftliche lage, in der jetzigen zeit net wirklich toll ist.... was will man da im eigenen land groß erwarten? und auch jetzt trägt die CDU meiner meinung nach ne mitschuld. Wenn man sich mal vernünftig unterhalten könnte und mal bundespolitik betreibt, anstatt parteipolitik, wäre unser land möglicherweise besser dran...
Gehen wir mal davon aus, der Irak hätte tatsächlich ABC-Waffen besessen:
Womit wären diese auf die Bevölkerung losgelassen worden?
In Molotov-Cocktails? Keramiktassen? Oder diese schicken, topmodernen und stylischen Raketen mit knapp 150km Reichweite? o_O
Ein Land, dass mehr als 15 Jahre lang isoliert wurde von der Öffentlichkeit konnte nur schlecht über Kapazitäten verfügen, diese Waffen auch richtig einzusetzen.
*seufz* :smirk:
btf Merkel: Damals war Stoiber der Kanzlerkandidat. Er ist derjenige, der damals die politische Richtlinien der Union festlegte. Was Merkel da angestellt hat, war ihr eigener Sch..., äh Blödsinn. Genauso könnte man Achröder jeden Mist anhängen, den Trittin verzapft (warum tut das eigentlich keiner ?).
@AoR:
Die Frage ist nicht müssig. Ihr wirft der Union vor, daß sie unter bestimmten Bedingungen für einen Krieg gewesen wäre. Wie Eure Position unter diesen Bedingungen gewesen wäre, sagt Ihr nicht.
btf Waffenlieferungen:
Alte Geschichte. "Er ist zwar ein Bösewicht, aber es ist unser Bösewicht."
Egal, ob Afghanistan oder Irak/Iran, die andere Seite wurde ja damals von der Sowjetunion unterstützt, dem damaligen Feind der USA. ABC-Waffen an den Irak zu geben war natürlich ein Fehler der USA, ich stehe ja hier auch nicht auf Seiten der USA und muß sie deswegen auch nicht verteidigen. Insgesamt egal, da Hussein sein "Recht" auf ABC-Waffen durch den Überfall auf Kuwait verlor. Es ist müssig davon zu reden, wodurch er sie Möglichkeiten dazu bekam, ganz abgesehen davon, daß jeder Staat mit einer chemischen Industrie ohne Probleme C-Waffen herstellen kann. Oder glaubt Ihr, der Irak mit seiner Ölindustrie war weniger entwickelt, als die europäischen Staaten anno 1914/1918 ?
@Urashima:
Selbst die Raketen, die der Irak haben durfte (und hatte) sind außreichend für C-Waffen. Im WK1 wurden C-Waffen mit Granaten von Geschützen aus abgeschoßen.
~-=\AoR/=-~
30.06.2004, 11:22
Okay, nochmal der Reihe nach.
Zuerst mal eine Meldung vom Dezember 2002, als der Irak den UN-Waffeninspekteuren eine genaue Auflistung seiner Waffenbestände und-produktionen vorlegen musste. Aus dem 12.000 Seiten langen Bericht gingen einige interessante Infomationen hervor.
Dass der irakische Machthaber in der Vergangenheit vom Westen aufgerüstet wurde, ist keine Neuigkeit. Viele Informationen über diese teilweise illegalen Lieferungen waren jedoch unter Verschluss gehalten worden. Bagdad liefert nun die erste detaillierte Übersicht. Besonders unangenehm dürfte der Bericht für die US-Regierung sein. Denn er belegt, dass der heutige Feind früher ein Freund war. Als Saddam Hussein in den 80er Jahren Krieg gegen den Iran führte, griff ihm die US-Regierung kräftig unter die Arme; auch Material für Massenvernichtungswaffen wurde dem Irak geliefert. Der Senator Robert Byrd stellte deshalb bereits vor einer Weile mit Blick auf den möglichen Krieg gegen den Irak die ketzerische Frage, ob die USA selbst "das Monster geschaffen haben, das sie vernichten wollen".
In seinen Brandreden gegen Saddam Hussein hebt George W. Bush hervor, dass der irakische Präsident in der Vergangenheit nicht davor zurückscheute, chemische Waffen gegen den Iran und die eigene Bevölkerung einzusetzen. In den 80er Jahren waren Giftgasangriffe der irakischen Armee auf die iranischen Truppen sowie die kurdische Bevölkerung im Nordirak für Washington jedoch keineswegs ein Anlass, den irakischen Herrscher fallen zu lassen.
Daran sieht man: Solange die Schurken dieser Welt nur die Leute töten, die wir auch net leiden können, ist alles in Ordnung und es besteht kein Grund irgendwie auf das Völkerrecht zu pochen.
Besorgt waren der damalige US-Präsident Ronald Reagan und seine Berater vor allem über die anti-westliche islamische Revolutionsregierung im Iran. Die Furcht war, dass die iranischen Truppen die Revolution in die ölproduzierenden Staaten am Persischen Golf exportieren würden. Eine irakische Niederlage musste deshalb dringend verhindert werden - mit welchen Methoden, war zweitrangig. Das Pentagon sei vom irakischen Giftgaseinsatz "nicht so entsetzt" gewesen, zitierte die "New York Times" einen Veteran des US-Militärgeheimdienstes DIA. "Es war lediglich eine andere Methode, Menschen zu töten - ob mit einer Kugel oder Phosgen, machte keinen Unterschied".
Bereits 1983 lieferten die USA 72 "Bell-" und "Hughes"-Hubschrauber nach Irak - "für zivile Zwecke". Ein Teil dieser Hubschrauber soll gleichwohl für den Giftgas-Angriff auf die kurdische Stadt Halabdscha im März 1988 eingesetzt worden sein, bei dem 5000 Menschen getötet wurden. Aus offiziellen US-Dokumenten geht zudem hervor, dass zwischen 1985 und 1989 größere Mengen Giftstoffe, Krankheitserreger und andere gefährliche Materialien legal aus den USA nach Irak exportiert wurden, die sich für die Produktion von biologischen und chemischen Waffen eigneten. Zu den gelieferten Stoffen gehörten Botulinum-Gift, Anthrax-Sporen, e.Coli-Bakerien und Westnil-Viren.
Daran erkennt man die zweiseitige Moral, mit der vor allem die USA (aber nicht nur die) sich die Welt so zurechtbiegen wollen, wie sie ihnen passt. Zuerst verdienen wir ein Heidengeld mit dem teils illegalen Export von Massenvernichtungswaffen und dann überfallen wir das Abnehmerland, weil es ja plötzlich Massenvernichtungswaffen besitzt. Man duldet den Einsatz gächteter Waffen, solange es den eigenen Interessen dienlich ist, aber danach stellt man sich hin und mimt den friedliebenden Verteidiger der Menschen- und Völkerrechte. BAH!
So, und da JPF nicht wieder behaupten kann, ich würde meine Position zum Irakproblem nicht darlegen, fass ich das noch mal kurz zusammen. (Eigentlich dachte ich, dass ich das bereits zur genüge getan habe, aber okay.) Zum Zeitpunkt des Krieges der USA gegen den Irak, waren die Aussichten, dass der Irak mit den UN-Waffeninspekteuren zusammenarbeitet so gut wie nie davor. Wahrscheinlich auch, weil der Irak Angst vor einer Invasion durch die USA hatte. Man hätte also eine militärische Machtposition außerhalb der Grenzen des Iraks beziehen sollen, um die irakische Regierung unter Druck zu setzen. Da es sich ja im Nachinein herausgestellt hat, dass der Irak keinerlei Massenvernichtungswaffen besessen hatt, hätte er auch keinerlei Gründe gehabt, nicht mit den Inspektoren zusammenzuarbeiten. Im gleichen Zug hätte man so auch zivile Hilfsorganisationen ins Land bekommen, die die notleidende Bevölkerung medizinisch versorgen könnten und sich auch am Aufbau einer sozialen Struktur im Land beteiligen hätten können. So hätte man nämlich die Zustimmung der zivilen Bevölkerung hinter sich gehabt und nicht wie jetzt, wo fast das gesamte land zu Recht stinkig auf die ausländischen Besatzer und auch alle anderen Ausländer ist.
Und angenommen der Irak hätte Massenvernichtungswaffen gehabt ... Was hätte er denn tun können? Ein einziger Angriff auf ein ausländisches Ziel hätte eine sofortige Invasion bedeutet, die mit einer Niederlage der irakischen Armee geendet hätte. Das wußte auch Hussein. Und das hätte das Ende seiner Macht bedeutet, und das ist etwas, was er auf jeden Fall vermeiden wollte.
Wie man es mehr oder weniger richtig machen kann, sieht man am Beispiel Lybien. Dort hockt der Gadafi seit ich weiß nicht wieviel Jahren als Diktator auf dem Thron, und hat sich jetzt auch langsam aber sicher zum "Freund" Europas entwickelt.
So, JPF, ich hoffe das war Erklärung genug.
Wenn mein Schurke, meinen Feind vernichtet, hat das nichts mit Moral zu tun, sondern mit Politik und Notwendigkeit zum Überleben. Unterstützt man nicht andere Länder gegen einen gemeinsamen Feind, werden diese schließlich vom Feind geschluckt und stärken dann dessen Position. Wieso werden sonst jetzt die Regime in Libyen, Saudi-Arabien und Pakistan vom Westen unterstützt ? Weil sie sonst über kurz oder lang unter islamistischen Einfluß geraten würden, was für uns eine größere Gefahr bedeuten würde, als sie heute schon herrscht. Leider kann der Westen es nicht genauso wie die kleine Schweiz machen und sich komplett vom Rest der Welt isolieren und sagen wir sind neutral, egal was kommt. Die Schweiz verläßt sich darauf, daß die anderen Staaten die Arbeit machen.
Bereits 1983 lieferten die USA 72 "Bell-" und "Hughes"-Hubschrauber nach Irak - "für zivile Zwecke". Ein Teil dieser Hubschrauber soll gleichwohl für den Giftgas-Angriff auf die kurdische Stadt Halabdscha im März 1988 eingesetzt worden sein, bei dem 5000 Menschen getötet wurden.
In einem Land mit der Infrastruktur und Geographie des Iraks sind Hubschrauber sinnvoll, so z.B. im Katastrophenfall, für Verwundetentransport und auch für herrkömmliche Kriegsführung. Das man diese Hubschrauber extra zum Giftgas-Einsatz bestellt hat, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Einen Hammer kann man ja auch zum Nägel und zum Köpfe einschlagen verwenden. :smirk:
Seit wann sind denn E.Coli-Bakterien denn Teil biologischer Waffen ? Ich arbeite in einem stinknormalen Labor täglich dabei und jeder Mensch scheidet diese aus.
Im übrigen: Die USA hat den Irak nicht überfallen, weil dieser ABC-Waffen von ihnen gekauft hat, sondern weil er angeblich diese nicht nach dem Verbot vernichtet hat.
So, und da JPF nicht wieder behaupten kann, ich würde meine Position zum Irakproblem nicht darlegen, fass ich das noch mal kurz zusammen. (Eigentlich dachte ich, dass ich das bereits zur genüge getan habe, aber okay.) Zum Zeitpunkt des Krieges der USA gegen den Irak, waren die Aussichten, dass der Irak mit den UN-Waffeninspekteuren zusammenarbeitet so gut wie nie davor. Wahrscheinlich auch, weil der Irak Angst vor einer Invasion durch die USA hatte. Man hätte also eine militärische Machtposition außerhalb der Grenzen des Iraks beziehen sollen, um die irakische Regierung unter Druck zu setzen. Da es sich ja im Nachinein herausgestellt hat, dass der Irak keinerlei Massenvernichtungswaffen besessen hatt, hätte er auch keinerlei Gründe gehabt, nicht mit den Inspektoren zusammenzuarbeiten. Im gleichen Zug hätte man so auch zivile Hilfsorganisationen ins Land bekommen, die die notleidende Bevölkerung medizinisch versorgen könnten und sich auch am Aufbau einer sozialen Struktur im Land beteiligen hätten können. So hätte man nämlich die Zustimmung der zivilen Bevölkerung hinter sich gehabt und nicht wie jetzt, wo fast das gesamte land zu Recht stinkig auf die ausländischen Besatzer und auch alle anderen Ausländer ist.
Du beschreibst den Weg, den Chirac und Stoiber verfolgen wollte. :smirk:
Und angenommen der Irak hätte Massenvernichtungswaffen gehabt ... Was hätte er denn tun können? Ein einziger Angriff auf ein ausländisches Ziel hätte eine sofortige Invasion bedeutet, die mit einer Niederlage der irakischen Armee geendet hätte. Das wußte auch Hussein. Und das hätte das Ende seiner Macht bedeutet, und das ist etwas, was er auf jeden Fall vermeiden wollte.
Letzendlich also wäre es bei Deinem Weg also auch zum Krieg gekommen, Du hättest nur darauf gewartet, bis Saddam Hussein die ABC-Waffen eingesetzt hätte. Was Du bei einen Diktator, der schon vorher mehrfach Krieg geführt, C-Waffen eingesetzt und Verträge verletzt hat, der allgemein annerkannt als größenwahnsinnig und realitätsfern gilt, nicht erwartest.
Wie man es mehr oder weniger richtig machen kann, sieht man am Beispiel Lybien. Dort hockt der Gadafi seit ich weiß nicht wieviel Jahren als Diktator auf dem Thron, und hat sich jetzt auch langsam aber sicher zum "Freund" Europas entwickelt.
Ghadafi nutzt die Gunst der Stunde, daß der Westen im Islamismus eine größere Gefahr sieht. Außerdem sieht er die Bedrohung für sich, nachdem der Irak nach ähnlichen Vorwürfen, wie gegen ihn so radikal abgerüstet wurde. Früher konnte sich Ghadafi darauf verlassen, daß wohl nichts schlimmeres als ein Luftangriff stattfindet. Leider ist Bush jr. unberechenbar.
DAS der Irakkrieg, so wie er ablief die größte Völkerrechtsverletzung der USA seit Vietnam war, ist unbestritten.
~-=\AoR/=-~
30.06.2004, 15:19
Wenn mein Schurke, meinen Feind vernichtet, hat das nichts mit Moral zu tun, sondern mit Politik und Notwendigkeit zum Überleben. Unterstützt man nicht andere Länder gegen einen gemeinsamen Feind, werden diese schließlich vom Feind geschluckt und stärken dann dessen Position. Wieso werden sonst jetzt die Regime in Libyen, Saudi-Arabien und Pakistan vom Westen unterstützt ? Weil sie sonst über kurz oder lang unter islamistischen Einfluß geraten würden, was für uns eine größere Gefahr bedeuten würde, als sie heute schon herrscht.
Dieser Weg ist es, der uns immer weiter in den Sumpf der Gewalt zieht. "Gewalt erzeugt Gegengewalt!", diesen Grundsatz scheinst du immer wieder zu vergessen. Es gibt nicht's, aber absolut nichts, was einen Krieg rechtfertigt. Und wer als Grund die eigene Machtposition vorschiebt, ist im Grunde nicht besser als Deutschland in den 30er, wo Kriege auch nur geführt wurden, um die eigene Machtposition zu stärken und auszubauen. Wer es duldet, dass ein Staat einen anderen angreift, nur weil er dadurch eigene Vorteile sieht, der handelt genauso, nein noch widerwärtiger, pervers und hintehältig, als der staat, der den Angriff tatsächlich ausführt. Die Duldung des Leides von tausenden unschuldigen Menschen nur um des eigenen Wohles ist für mich persönlich untragbar. Und du wunderst dich, dass die islamistischen Länder wütend auf den Westen sind? Bei der Politik hab ich nichts anderes erwartet. Anstatt den ersten Schritt zu machen, anstatt diesen Ländern zu helfen, vor allem der Zivilbevölkerung, lassen wir s zu, dass dort unschuldige Menschen zusammengebombt werden. Glaubst du nicht, dass diese Leute uns wesentlich freundlicher gesinnt wären, wenn wir statt Bomben auf ihre Häuser zu werfen, ihnen lieber eine Schule errichten würden. Ist imo auch weentlich billiger!
In einem Land mit der Infrastruktur und Geographie des Iraks sind Hubschrauber sinnvoll, so z.B. im Katastrophenfall, für Verwundetentransport und auch für herrkömmliche Kriegsführung. Das man diese Hubschrauber extra zum Giftgas-Einsatz bestellt hat, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Einen Hammer kann man ja auch zum Nägel und zum Köpfe einschlagen verwenden. :smirk:
Seit wann sind denn E.Coli-Bakterien denn Teil biologischer Waffen ? Ich arbeite in einem stinknormalen Labor täglich dabei und jeder Mensch scheidet diese aus.
Ich bin kein Biologe oder Chemiker, ich kann nur das zitieren, was ich lese. Und imo glaube ich schon mehrmals Berichte über Angriffe mit Coli-Bakterien gelesen zu haben. Aber ich kann mich natürlich irren ... man kann ja nicht alles wissen.
Im übrigen: Die USA hat den Irak nicht überfallen, weil dieser ABC-Waffen von ihnen gekauft hat, sondern weil er angeblich diese nicht nach dem Verbot vernichtet hat.
Wie gesagt: Zuerst machen die USA einen Riesen-Reibbach und dann stecken sie der UN, dass der böse Hussein ja ABC-Waffen hat und diese vernichten müst. Meinst du nicht auch, dass das twas merkwürdig ist? Das wäre ja genauso, als wenn ich einem 10-jährigen ein Auto verkaufe und dann zur Polizei gehe, und denen stecke, dass der ein Auto hat, aber noch gar keinen Führerschein.
Du beschreibst den Weg, den Chirac und Stoiber verfolgen wollte. :smirk:
Das wäre mir neu. Aber nch in wenig Recherche habe ich folgendes gefunden.
CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer wiegelte am Donnerstag ab: Die Zahl der Kriegsgegner in seiner Partei sei verschwindend gering. SZ, 4.4.2003, S.7
Edmund Stoiber, CSU, u.a.: Schröder isoliert Deutschland durch sein "Nein" zum Irakkrieg. Egal ob man die Zahl der Länder nimmt, ihre Fläche oder die Einwohnerzahl: der Vorwurf der Isolation ist lächerlich.
Gerhard Merkl, CSU, kritisierte die scharfe Haltung Stoibers zur Friedenspolitik Schröders und forderte ihn und die CSU zu einem Kurswechsel auf. Alois Glück, CSU, verteidigte Edmund Stoiber: "Die Stimmung in der Fraktion ist eine andere." Die Linie des Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (pro Bush; angeblich sich Deutschland isoliert) habe in der CSU große Zustimmung. OVB, 21.2.2003, S.4
Kümmerlich begründete Edmund Stoiber, CSU, seine Missbilligung der deutschen Linie in Nato und um den Krieg im Irak. Jahrzehntelang sei das transatlantische Bündnis Tiel der deutschen Staatsräson gewesen. Nun spalte Schröder mit seinen Festlegungen auch Europa. SZ, 12.2.2003, S.2
Dem ist entgegen zu halten:
1. Jahrzehntelang profitierte Bayern vom Länderfinanzausgleich. Als es zu den Geberländern mutierte wollte Stoiber eine Änderung dieser Regelung.
2. Als die Regierung unter SPD/Grüne im Bundesrat die Nase vorn hatte, wollte Stoiber eine Entmachtung des Bundesrats (im Wahlkampf 2002). Seit CDU und CSU den Bundesrat dominieren kam zur Einschränkung des Bundesrats keine Vorlage mehr.
Also: entweder gibt es zwei Edmund Stoiber in der CSU (was ich nicht hoffen will ... einer ist mehr als genung *g*) oder der Herr Stoiber sagt etwas anderes als er meint. Nun, dass Leute ide sich nicht vernünftig ausdrücken können in der Politik tzrotzdem Erfolg haben können, sieht man ja an Herrn Bush. :wink:
Letzendlich also wäre es bei Deinem Weg also auch zum Krieg gekommen, Du hättest nur darauf gewartet, bis Saddam Hussein die ABC-Waffen eingesetzt hätte. Was Du bei einen Diktator, der schon vorher mehrfach Krieg geführt, C-Waffen eingesetzt und Verträge verletzt hat, der allgemein annerkannt als größenwahnsinnig und realitätsfern gilt, nicht erwartest.
Und das sehe ich anders! Militärische Drohungen sind zwar auch nicht ganz okay, da es ja mehr einer Erpressung gleicht, aber in Ausnahmefällen wie diesem würde ich dem zustimmen. Aber in meinem Beispiel wäre es nur zum Krieg gekommen, wenn der Irak angefangen hätte. Dann wäre auch der Krieg mehr oder weniger legitim gewesen, soweit man das von einem Krieg überhaupt sagen kann. Aber: DEr Hussein mag größenwahnsinnig und bekloppt gewesen sein, aber er hätte nie etwas getan, was seine Machtposition 100%tig gefährdet hätte. Und wie ein Krieg für den Irak ausgeht, das haben wir ja gesehen. Hussein hätte alles getan, um auf seinem Thron sitzen bleiben zu können. Das vergißt du in deiner Annahme.
DAS der Irakkrieg, so wie er ablief die größte Völkerrechtsverletzung der USA seit Vietnam war, ist unbestritten.
Das würde also bdeuten, wenn der Irakkrieg anders abgelaufen wäre, wäre es keine so große Verletzung des Menschen- und Völkerrechts gewesen? Die USA sind in ein autonomes Land einmarschiert, sie haben den Irak überfallen, wie dieser weiland Kuwait. In diesem Krieg waren eindeutig die USA die Aggressoren, nicht der Irak. Wie unser Aussenminister kurz vor dem Beginn des Irakkrieges feststellte: "Die Chancen auf eine friedliche lösung des Konflikts sind besser als jemals zuvor." Na ja, aber die USA wollten diesen Krieg ja mit allen Mitteln, da ist Diplomatie fehl am Platz. Und Frieden ist eh scheiße ... da kann man ja keine Geld mit verdienen ... Frieden kostet nur!
Puh, ich hoffe ich habe jetzt nix übersehen.
... mit der CDU wären wir schlechter dran...
hm... ich weiß nicht, aber die SPD, hat in den 6 Jahren sehr gut gezeigt, wie wenig sie (genauso wie die Bevölkerung) mit Geld umgehen kann.
Es ist sehr nett von der SPD, dass sie das Bafög erhöht hat. Nur WARUM? Auch damals war das Geld knapp, aber jetzt gibt es ein Problem, denn wenn jetzt das Bafög wieder auf das vorherige Niveau gekürzt wird, dann stehen wir Studenten wieder auf der Matte.
Kindergeld das gleiche Drama. Es wird erhöht, ohne dass das Geld da ist.
Wenn es nicht erhöht worden wäre, dann wäre auch niemand auf die Straße gegangen.
Subventionen. Wenn die SPD die Patei des kleinen Mannes ist, warum werden denn nicht endlich die Subventionen gestrichen? Gerade die großkonzerne brauchen m.E. kein großangelegten Subventionen. Das haben Mittelständische Betriebe viel eher nötig.
Landwirte. Brauchen die Subventionen? Bei den überproduktionen, glaube ich das eher nicht.
Also, wenn die ach so tolle SPD das land auf vordermann bringen soll. Dann soll die zeigen, dass sie auch unliebsame Entscheidungen treffen kann. Und nicht nur populistische.
Die CDU wird unschöne Entscheidungen treffen. Das ist so sicher wie das amen in der Kirche. Es wird auch ein paar Jahre weh tun. (Allerdings gewöhnen sich die Menschen ja an alles. Früher haben wir über ein Spritpreis von 1,80 DM gemeckert... und jetzt? Oh! 1,07 Euro! Ist das wieder günstig.) Aber diese Entscheidungen, werden diesen Standort wieder nach vorne bringen.
Ich beziehe mich jatzt nicht auf den Krieg. Da ich es ziemlich erbärmlich finde, auf den Toten Zivilisten eine Wahltaktische Diskussion zu führen.
Die CDU hatt immer große Versprechen gemacht, und noch größer waren sie darin die Versprechen zu brechen. Die SPD ist nun auch nicht grade der Triumph deutscher Politik, aber immer noch besser als die CDU :? .
Ach, wer kann sich denn noch genau an die 90iger Erinnern? Wir hatten eine brummende Konjunktur, die CDU brauchte garnichts zu tun.
Jetzt stecken wir in einer Krise. Die Partei namens SPD bringt Reformen heraus, die zwar grundsätzlich richtig sind, aber im großen und ganzen nur ein verschwindend Geringen Teil dazu beitragen, unser Land wieder auf vordermann zu bringen.
Die CDU ist nunmal bereiter, unliebsame Entscheidungen, die wir unbedingt brauchen, zu fällen.
Die Grünen können das auch ganz gut. Deswegen, bin ich auch für eine Schwarz/grüne Politik. Oder rot/gelb.
Das sind mir die liebsten Konstellationen.
Vielleicht würde es besser funktionieren wenn die beiden großen Parteien sich nicht immer auf Teufel kommt raus gegenseitig blockieren würden. Machtkämpfchen wie im Kindergarten, und sowas regiert ein ganzes Land :? .
das wäre auch eine Möglichkeit.
SPD in solzialen Ministerien
CDU in wirtschaftlichen Ministerien
Das gäbe auch eine vernünftige Konstellation.
Du hast auch recht, der Kindergarten im Moment ist einfach nur schrecklich.
~-=\AoR/=-~
30.06.2004, 21:42
Die CDU ist nunmal bereiter, unliebsame Entscheidungen, die wir unbedingt brauchen, zu fällen.
Au, das ist gut. Die CDU hatte 16 Jahre lang Zeit unliebsame Entscheidungen zu treffen und was hat si gemacht. Schulden! Die haben diese Entscheidungen solange aufgeschoben, bis ein anderer an die Macht kam, was ja zwangsläufig irgendwann mal passiert, meist dann wenn alles bergab geht. Aber wenn man dann die Macht verliert, dann erwarte ich von einer Partei, dass sie eigene Fehler in der Vergangenheit eingesteht und mit der neuen Regierung zusammenarbeitet, um diese Fehler schnellstmöglich wett zu machen. Aber nein, dass könnte ja dem Ansehen der SPD dienen, also blockieren wir alles, sagen immer das Gegenteil von dem, was die Regierung sagt, und versprechen den Bürgern das Blaue vom Himmel runter. Wie das zu bezahlen ist, ist ja erstmal Nebensache. Das kotzt mich an.
@aor
vor den 16 Jahren CDU, hatte die SPD die Chance etwas zu ändern. Und der Schmidt, ist leider über seine Partei gestürzt. Er war ein sehr fähiger Politiker und genießt mein volles Ansehen.
Aber die Vergangenheit ist Vergangenheit. Und wenn ich mir die CDU regierten Länder jetzt anschaue, dann machen die im Moment sehr unbeliebte Entscheidungen. Studiengebühren nur um eine zu nennen Tut mir zwar weh, aber was sein muss, muss sein.
Schau Dir Lafontaine an. Er hatte schon die richtigen Ansätze. Hat sich aber verabschiedet, weil er über die Partei stürzte.
Die CDU ist nicht das allheilmittel. Aber die Führung hat sich geändert. Genauso wie es die SPD auch tun sollte.
~-=\AoR/=-~
30.06.2004, 23:10
Studiengebühren sind das schlimmste was man machen kann, in einem Land, das nur sein Wissen exportieren kann. Und der Lafontaine ist in idologisches Arschloch, der allen alles verspricht. Das ist meine Meinung dazu.
@AoR: Nicht, wenn das Geld für die Unis ist und nicht zum Stopfen der Haushaltslöcher! Fakt ist, dass die Bildung in den letzten 10 Jahren gewaltig zurückstecken musste, Deutschland europaweit das höchste Durchschnittalter der Studenten aufweist und noch dazu einen nicht unbeträchtlichen Teil an Abbrechern hat. Bildung ist nichts mehr wert, viele studieren doch, obgleich ihre Aussichten auf einen Abschluss minimal sind. Die wollen nur Bafög.
Die CDU ist nunmal bereiter, unliebsame Entscheidungen, die wir unbedingt brauchen, zu fällen.
Au, das ist gut. Die CDU hatte 16 Jahre lang Zeit unliebsame Entscheidungen zu treffen und was hat si gemacht. Schulden! Die haben diese Entscheidungen solange aufgeschoben, bis ein anderer an die Macht kam, was ja zwangsläufig irgendwann mal passiert, meist dann wenn alles bergab geht.
Na klar. Die böse, böse CDU! Sie hätten schon vor Jahren handeln sollen wie die SPD: Nämlich die Wirtschaft überbesteuern und mit Umweltangaben eindecken, bis sie sich in ein anderes Land absetzt und Arbeitslose zurückläßt. Dann noch den Bürger mit Erhöhungen von so ziemlich jeder Steuer geißeln und seine Kaufkraft soweit zusammnschrumpfen, damit sie keine Investitionsfähigkeit mehr haben und die rasante Talfahrt der Wirtschaft endgültig zum freien Fall wird und noch mehr Menschen arbeitslos werden. Und wenn das noch nicht reicht, kürzt man halt noch die Sparzulage, Zuschuß für Eigenheime etc. Hurra!
Und mit einem für den Bürger teuren und reduzierten Gesundheitssystem wird man ja auch die ganzen Rentner endlich los, die soviel Geld kosten. Wunderbar! Gleichzeitig hätte man damals seitens der CDU auch wie heute die SPD natürlich darauf achten müssen, dass der Strom der zureisenden Ausländer nie versiegt. "Was nicht umbringt, das macht stark. Also überbelasten wir das Sozialsystem doch ruhig ein bißchen", sagt der Gerhard immer. Und ab und zu muß man ja in Berlin auch was zu Lachen haben. Also hätte die CSU schon vor einem Jahrzehnt ein lustiges, hahnebüchenes, nutzloses und nicht funktionierendes Dosenpfandsystem einführen müssen. Auch die Milliarden für ein, weitere Kleinbetriebe (Spediteure) zerschmetterndes, Mautsystem mußten endlich mal raus. Gut: Es, funktioniert zwar bis heute nicht. Aber a bißl an Verlust hat man ja immer. Ja, Rot grün ist schon ein wahrer "Segen" für unser Land. *pukes*
*Man beachte den 'kaum herauslesbaren' Sarkasmus*
~-=\AoR/=-~
01.07.2004, 08:33
Dazu sag ich nichts mehr ... außer: Der Dosenpfand wurde von einem gewissen Herrn Töpfer als Gesetz verabschiedet, das Dosenpfandsystem ist Problem der Wirtschaft. Als Informatiker muss ich sagen, dass die Abänderung des Erkennungsprogramms von Mehrwegautomaten, so dass diese auch gültige Dosen korrekt erkennen, ein Klacks ist. Eine Sache von ein paar Tagen zu Kosten, die absolut nicht ins Gewicht fallen im Vergleich zu den Aktionen zur Zeit. Und wenn die Wirtschaft ihre Mehrwegquote eingehalten hätte, die übrigens auch von Herrn Töpfer stammt, gäbe es das Problem gar nicht.
BtW: Das war eines der wenigen guten Dinge, was der Herr Töpfer in seiner Amtszeit als Umweltminister getan hat.
Dazu sag ich nichts mehr ...
*laughs out loud*
Truth hurts, eh? :lol:
~-=\AoR/=-~
01.07.2004, 12:02
Dazu sag ich nichts mehr ...
*laughs out loud*
Truth hurts, eh? :lol:
Really! There's no matter!
And not everything what you believe that's right or good, really is it!
The truth is out there!
AoR:
Dieser Weg ist es, der uns immer weiter in den Sumpf der Gewalt zieht. "Gewalt erzeugt Gegengewalt!", diesen Grundsatz scheinst du immer wieder zu vergessen. Es gibt nicht's, aber absolut nichts, was einen Krieg rechtfertigt. Und wer als Grund die eigene Machtposition vorschiebt, ist im Grunde nicht besser als Deutschland in den 30er, wo Kriege auch nur geführt wurden, um die eigene Machtposition zu stärken und auszubauen. Wer es duldet, dass ein Staat einen anderen angreift, nur weil er dadurch eigene Vorteile sieht, der handelt genauso, nein noch widerwärtiger, pervers und hintehältig, als der staat, der den Angriff tatsächlich ausführt. Die Duldung des Leides von tausenden unschuldigen Menschen nur um des eigenen Wohles ist für mich persönlich untragbar. Und du wunderst dich, dass die islamistischen Länder wütend auf den Westen sind? Bei der Politik hab ich nichts anderes erwartet. Anstatt den ersten Schritt zu machen, anstatt diesen Ländern zu helfen, vor allem der Zivilbevölkerung, lassen wir s zu, dass dort unschuldige Menschen zusammengebombt werden. Glaubst du nicht, dass diese Leute uns wesentlich freundlicher gesinnt wären, wenn wir statt Bomben auf ihre Häuser zu werfen, ihnen lieber eine Schule errichten würden. Ist imo auch weentlich billiger!
Ich wundere mich nicht über die Einstellung der Islamisten gegenüber den USA. Diese resultiert aber nicht von den vor 2001 Einmischungen der USA in Afghanistan, Irak, der Unterstützung der Golfstaaten oder Ägyptens. Schon garnicht von der Haltung des Westens beim Kuwaitkrieg. Diese resultiert von dem Protektionismus der USA von Israel. Du mischst hier mehrere Themen miteinander.
Wie gesagt: Zuerst machen die USA einen Riesen-Reibbach und dann stecken sie der UN, dass der böse Hussein ja ABC-Waffen hat und diese vernichten müst. Meinst du nicht auch, dass das twas merkwürdig ist? Das wäre ja genauso, als wenn ich einem 10-jährigen ein Auto verkaufe und dann zur Polizei gehe, und denen stecke, dass der ein Auto hat, aber noch gar keinen Führerschein.
Da liegt Dein Mißverständnis. Um bei Deinem Beispiel zu bleiben: Die USA haben einem 18jährigen mit Führerschein ein Auto verkauft. Dieser Führerschein wurde ihm entzogen, nachdem er einen Mord mit dem Wagen begangen hat. Nun hat die USA behauptet, daß der Typ immernoch Auto fährt.
In Deinen Zitaten sehe ichkeinen Widerspruch zu dem, was ich gesagt habe. Stoiber kritisiert hier Schröders Haltung der absoluten Verweigerung (wie war das noch mit der "uneingeschränktenSolidarität" nach 9-11-2001?). Du wünschst Dir hier mehr hinein. ;)
jetzt zu den ganz anderen Themen, die Du eröffnet hast:
zu 1.) jedem Land steht es frei seine Politik der Situation anzupassen. Welcher Sozialhilfeempfänger sagt schon "ey, ich bekomme zuviel Geld !" ? Hinzu kommt, daß in den letzten Jahren die Nehmerländer immer weniger das Geld in sinnvolle Projekte zur Entwicklung steckten, sondern das Geld verschwendeten (bestes Beispiel Brandenburg).
zu2.) Es gibt deswegen keine Vorlagen mehr, da Bundestag und -rat zusammen in einer Kommission z.Zt. Vorschläge zur Reform des Föderalismus ausarbeiten. Mit anderen Worten: Die Sache läuft, auch wenn Du es anscheined nicht mitbekommst. Vorher hatte die SPD im Bundesrat fortwährend jegliche Reformen blockiert.
Und das sehe ich anders! Militärische Drohungen sind zwar auch nicht ganz okay, da es ja mehr einer Erpressung gleicht, aber in Ausnahmefällen wie diesem würde ich dem zustimmen. Aber in meinem Beispiel wäre es nur zum Krieg gekommen, wenn der Irak angefangen hätte. Dann wäre auch der Krieg mehr oder weniger legitim gewesen, soweit man das von einem Krieg überhaupt sagen kann. Aber: DEr Hussein mag größenwahnsinnig und bekloppt gewesen sein, aber er hätte nie etwas getan, was seine Machtposition 100%tig gefährdet hätte. Und wie ein Krieg für den Irak ausgeht, das haben wir ja gesehen. Hussein hätte alles getan, um auf seinem Thron sitzen bleiben zu können. Das vergißt du in deiner Annahme.
Wie gesagt, Du vertraust des lieben Friedens Willen auf die Vernunft eines Diktators und wartest lieber, bis durch seine ABC-Waffen Zehntausende sterben. Ich glaube dieser Fehler wurde in den 1930ern auch schon mal gemacht... :roll:
Das würde also bdeuten, wenn der Irakkrieg anders abgelaufen wäre, wäre es keine so große Verletzung des Menschen- und Völkerrechts gewesen?
Das bedeutet, wenn die UNO ihre Untersuchungen abgeschlossen hätte und ABC-Waffen entdeckt hätte, hätte die UNO den Bruch des Abkommens zum Waffenstillstand festgestellt. Eine multinationale Truppe wäre dann MIT SEGEN der UNO und der Arabischen Liga in den Irakl einmarschiert. Getreu dem Völkerrecht.
Slayer:
Die CDU hatt immer große Versprechen gemacht, und noch größer waren sie darin die Versprechen zu brechen. Die SPD ist nun auch nicht grade der Triumph deutscher Politik, aber immer noch besser als die CDU
Verwechselst Du das nicht mit Schröder nach der letzten Bundestagswahl ? :smirk:
AoR:
Au, das ist gut. Die CDU hatte 16 Jahre lang Zeit unliebsame Entscheidungen zu treffen und was hat si gemacht. Schulden! Die haben diese Entscheidungen solange aufgeschoben, bis ein anderer an die Macht kam, was ja zwangsläufig irgendwann mal passiert, meist dann wenn alles bergab geht. Aber wenn man dann die Macht verliert, dann erwarte ich von einer Partei, dass sie eigene Fehler in der Vergangenheit eingesteht und mit der neuen Regierung zusammenarbeitet, um diese Fehler schnellstmöglich wett zu machen. Aber nein, dass könnte ja dem Ansehen der SPD dienen, also blockieren wir alles, sagen immer das Gegenteil von dem, was die Regierung sagt, und versprechen den Bürgern das Blaue vom Himmel runter. Wie das zu bezahlen ist, ist ja erstmal Nebensache. Das kotzt mich an.
Ich wiederhole mich, ich weiß. Der extreme Schuldenanstieg war genau zur deutschen Einheit. Keine Partei hätte hier das verhindern können, es sei denn, es hätte keine deutsche Einheit gegeben, kein Geld für den Osten und jeder Ostdeutscher wäre wieder zurück abgeschoben worden.
Die nötigen Reformen wurden von Lafontaine im Bundesrat blockiert. Es war offen seine Politik hier nichts durchzulassen. Hast Du nicht davon gesprochen, daß die CSU eine Veränderung der Aufgaben des Bundesrat wollte. Wieso wohl ? ;)
Studiengebühren sind das schlimmste was man machen kann, in einem Land, das nur sein Wissen exportieren kann. Und der Lafontaine ist in idologisches Arschloch, der allen alles verspricht. Das ist meine Meinung dazu.
btf Studiengebühren: Kommt darauf an in welcher Form.
btf Lafontaine: Richtig
btf Schmidt: Er war der beste Kanzler, den wir hatten, seitdem ich geboren wurde. Leider hat das seine Partei bis heute nicht verstanden.
Dazu sag ich nichts mehr ... außer: Der Dosenpfand wurde von einem gewissen Herrn Töpfer als Gesetz verabschiedet, das Dosenpfandsystem ist Problem der Wirtschaft.
Ja, und Trittin hat sich nicht darum gekümmert, daß dies funktioniert. Er hat es verschlafen.
Es ist schwer mit der Politik...der Vorteil der CDU liegt auf der Hand. Sie können beweißen was die SPD in den letzen Jahren für Fehler gemacht hatt. Die SPDler können über den Saustall den die CDU wiederum angerichtet "hätte" nur spekulieren. Aber da es die Spezialität der CDU ist Generationenübergreifend Schaden anzurichten werden wir alle noch in den Genuss ihrer Führung kommen :roll: .
...And not everything what you believe that's right or good, really is it!
Ach ja? :lol: Ich warte ja immer noch auf Deine Gegenrede und Entkräftung meiner Argumente. Bis jetzt kam ja nur sinngemäß ein "Ich... äh... Aber... Dazu sag' ich Nichts." Von Deiner Seite. :roll:
@JPF
Dosenpfand: Da kann Trittin nun wirklich nichts dafür. Wenn der Handel meint, wir klagen bis zum letzten Punkt, anstatt sich mal Gedanken zu machen, sind diese selber Schuld.
@aor
Studiengebühren:
Bildung muss wieder ein Wert bekommen. Es ist ein Trugschluss zu sagen, dass nur wegen den Gebühren, niemand mehr bzw. nur noch reiche Studieren können. Es gibt Stipendien. Ein Studium ist nun mal der höchste Abschluss den man hier erreichen kann. Also sollen die Studenten doch später der Gesellschaft etwas davon zurück geben. Soetwas nennt man Solidarität.
@all
Hussein:
Ich wollte zwar nicht mehr darüber diskutieren aber:
Die UNMOVIC war im Irak. Und hat keinerlei ABC Waffen gefunden. Das hat sich jetzt im Nachhinein auch noch bestätigt. Als Bush an die Macht kam hieß es schon: Der geht in den Irak.
~-=\AoR/=-~
01.07.2004, 19:50
Oh mein Gott, weiso habe ich mich auf diese Diskussion eingelassen. Ich sehe es schon wieder kommen: Bei der Beantwortung dieses Threads bekommt mein zuständiger AoL-Mitarbeiter schon wieder Dollar-Zeichen in den Augen. Na ja, was tut man nciht alles für die Demokratie. Auf geht's.
Ach ja? Ich warte ja immer noch auf Deine Gegenrede und Entkräftung meiner Argumente. Bis jetzt kam ja nur sinngemäß ein "Ich... äh... Aber... Dazu sag' ich Nichts." Von Deiner Seite.
Genau, dazu sage ich auch nichts mehr. Wir reden eh aneinander vorbei, was an den politischen Meinungen liegen kann. Aber da du ja so net fragst:, will ich mich nochmal zusammennehmen. Es ist müssig darüber zu reden, was die SPD alles falsch und die CDU alles anders gemacht hätte. Es ist nun mal die SPD an der Macht und nicht die CDU. Meiner meinung nach hätte die CDU vielleicht an ein paar Stellen was besser gmacht, an anderen wiederum was schlechter. Und der Ausstieg aus der Atomenergie und auch die Ökosteuer sind imo längst überfällig gewesen. Die CDU hätte das imo nie gemacht. Dadurch, dass der Strom etwas teurer gewoden ist, achten die Menschen wesentlich mehr darauf, was sie verbrauchen. Mein Vater hat sich von Arbeit extra ein Stromverbrauchmessgerät mitgebracht und eine Woche lang den Verbrauch aller größeren elektrischer Geräte gemessen (Kühlschrank, Tiefkühltruhe etc.). Ergebnis: Er hat einen der alten Kühlschränke gegen einen neueren, wesentlich stromsparenderen ausgetauscht. Ich schalte alle meine elektrischen Geräte über nacht über eine Zentralsteckdose ganz aus, da auch der standby-mode über die Zeit ganz schön teuer werden kann. Etc. pp.
Und der Ausstieg aus der Atomindustrie hat auh die Wirtschaft dazu gebracht, langsam aber sicher, über erneuerbare Energien nachzudenken. Und sie hat ja noch über 20 Jahre Zeit sich was einfallen zu lassen. Hoffen wir dass die Wirtschaft nicht ganz so einfallslos ist wie beim Dosenpfand.
Dosenpfand: Da kann Trittin nun wirklich nichts dafür. Wenn der Handel meint, wir klagen bis zum letzten Punkt, anstatt sich mal Gedanken zu machen, sind diese selber Schuld.
Meine Rede. Die wusstn seit 10 Jahren das, wenn sie die Mehrwegnorm nicht erfüllen, dass das Dosenpfand kommt. Und was haben sie getan ... nichts. Frei nach dem Motto: Die Politiker machen das eh nicht. Tja, bei der CDU hätte das vielleicht funktioniert.
Bildung muss wieder ein Wert bekommen. Es ist ein Trugschluss zu sagen, dass nur wegen den Gebühren, niemand mehr bzw. nur noch reiche Studieren können. Es gibt Stipendien. Ein Studium ist nun mal der höchste Abschluss den man hier erreichen kann. Also sollen die Studenten doch später der Gesellschaft etwas davon zurück geben. Soetwas nennt man Solidarität.
Da geb ich dir recht, aber: Gebühren erhöhen die Schwelle, die sozial schlechter gestellte Menschen überwinden müssen, um studieren zu können. Und es ist imo nich akzeptabel, dass in Deutschland einige Studenten mehrere Semester dranhängen müssen, weil sie einfach soviel arbeiten müsse und andere sich voll auf's Studium konzentrieren können, weil sie von den eltern genug Geld bekommen und so nicht arbeiten müssen. Ich kenn selbst genug Leute aus beiden Lagern. Jeder sollte die gleichen Chancen haben, vor allem im Bildungsbereich. Sicher hast du recht, dass man solche "ewigen Studenten" nicht tragen sollte, aber das darf nicht auf Kosten der anderen 95% richtigen Studenten gehen.
Die UNMOVIC war im Irak. Und hat keinerlei ABC Waffen gefunden. Das hat sich jetzt im Nachhinein auch noch bestätigt. Als Bush an die Macht kam hieß es schon: Der geht in den Irak.
Genau! Der eigentliche Drehpunkt dieser Diskussion ist doch eigentlich: Hat der Husssein Massenvernichtungswaffen gehabt? Und er hatte keine! Und es kann mir keiner erzählen, dass die USA mit ihrem weltumspannenden Geheimdiensten wirklich nicht wußten, dass der keine derartigen Waffen bsessen hat. Wenn das so wäre, könnten di ihre CIA und DIA gleich auflösen.
Und nun zum längsten Teil. *seufz*
@JPF
Den Missmut der islamuistischn Länder nur auf deren Israel-Politik zu schieben ist wohl etwas einseitig. Die egoistische Politik der USA, die Macht um jeden Preis erlangen will, ist imo auch nicht ganz unschuldig daran. Und wer wie die USA ganz offensichtlich auf der einen seite die Feinde des Islams mit Waffen und Geld unterstützt (Irak), auf der anderen seite aber auch den Islam unterstützt (Afgahnistan), der macht sich nicht gerade einen großen Namen als ehrlicher Freund. Und das sind bei weitem keine unterschiedlichen Themen ... eines bedingt das andere.
In Deinen Zitaten sehe ichkeinen Widerspruch zu dem, was ich gesagt habe. Stoiber kritisiert hier Schröders Haltung der absoluten Verweigerung (wie war das noch mit der "uneingeschränktenSolidarität" nach 9-11-2001?). Du wünschst Dir hier mehr hinein.
"Uneingeschränkte Solidarität" hat aber nichts mit blindem Gehorsam zu tun. Man muss Freunde unterstützen und ihnen helfen, aber dies darf nie soweit gehen, dass man für sogenannte "Freunde" seine eigenen moralischen und ethischen Wertvorstellungen über Bord wirft. Und was sind das eigentlich für Freunde, di ihre eigene Wirtschaft mit Strafzöllen gegen die Wirtschaft ihrer Freunde schützt? Die nachweislich jahrzehntelang die deutsche Wirtschaft bespitzelt hat und aus den gewonnen Informatione die eigene Wirtschaft gestärkt hat.
jetzt zu den ganz anderen Themen, die Du eröffnet hast:
Das waren nicht meine Thesen. Wie du vielleicht an der Kursiv-Schreibweise erkennst, gehören die noch zu dem Zitat davor. Ich habe dummerweise vergessen, die Leerzeile zu entfernen.
Wie gesagt, Du vertraust des lieben Friedens Willen auf die Vernunft eines Diktators und wartest lieber, bis durch seine ABC-Waffen Zehntausende sterben. Ich glaube dieser Fehler wurde in den 1930ern auch schon mal gemacht...
Du würdest also lieber auf das Niveau der Leute sinken, die du zu bekämpfen versuchst? Du würdest lieber zu den selben Mitteln greifen, wie die verbrecher, die du zu bestrafen versuchst? Dann bist du nicht besser als diese Leute! Und wenn alle so denken, dann ist mir um die Zukunft der Menschheit Angst und Bange! Da ist es wieder, das nette zitat "Gewalt erzeugt Gegengewalt!" Begreift denn eigentlich niemand, dass man so niemals Ruhe im Nahen Osten bekommt. Hey, die Israelis versuchen es mit dieser Methode seit 50 Jahren. Und was hat es ihnen gebracht? Mehr Selbstmordattentäter als je zuvor. Und mit ständigen militärischen Eingreifen in die Souveränität der islamischen Staaten macht man sich da unten weiß Gott keine Freunde.
Mal andersrum gefragt: Was würdest du denn machen, wenn die islamischen Staaten in der Machtposition wären, wie heute die mehr oder weniger christlichen? Nehmen wir mal an, die Sache wäre umgedreht. Westeuropa wäre ständig unter der Bedrohung einer islamistischen invasion, nur weil denen die christlichen Wertevorstellungen nicht passen. Weil die eine andere Meinung davon haben, wie ein demokratisches Leben zu leben ist. Vor meinem geistigen Auge formen sich gerade Kompanien von bayrisch-katholischen "Gotteskommandos" und von evangelischen "Suizidtruppen". Der nächste Kreuzzug kommt bestimmt ...
@aor
natürlich will ich die Studiengebühren nicht um jeden Preis. Deswegen bin ich verfechter, des Nachgelagerten Systems. Jeder muss erst zahlen, wenn er anschließend einen Job hat.
Stipendien gibt es ja auch schon jetzt. Dieses Mittel wird es auch in Zukunft geben. Und:
500 Euro / Semester * 8 Semester = 4000 Euro. Und das sollte einem jedem die Bildung wert sein.
Vorallen anstatt zu meckern, fange ich jetzt schon für meine Geschwister an zu sparen. Denn diese Gebühren kommen so oder so.
Das mit der Arbeit ist auch hart. Aber:
Ich glaube nicht, dass es so krass sein kann. Allein wg. Bafög. Dann kann man noch 400/Monat dazu verdienen. Das sind summa 900 Euro. Wer damit nicht hinkommt, sollte sich überlegen, ober er an seinen Lebensstil nicht ein wenig runterschrauben sollte.
ansonsten Stimme ich dir im groben und ganzen zu. Aber der Irak-Krieg ist mir ein wenig zu heikel.
~-=\AoR/=-~
01.07.2004, 20:50
@Nordine
Das mit dem Bafög ist so schlimm. Ein Freund von mir studiert Jura. Jeder weiss wie lange das dauert. Und er bekommt kein Bafög, weil sine Eltern knapp über der Einkommensgrenze liegen. Das die noch ca. 25 Jahre den Kredit für's Haus abbezahlen müssen, fragt keiner. Und da wird einem immer gesagt: Schafft Wohneigentum zur Altersvorsorge. Für mich sieht das so aus wie: Entweder ihr sorgt euch um eure Altersversorgung oder ihr lasst eure Kinder studieren. Die Eltern von meinem Freund können sich glücklich schätzen, dass sin Bruder nicht auch noch studieren will, auch wenn er gut genug dafür wäre. Sie könnten es sich einfach nicht leisten. Da liegt das Problem.
Okay. Solche Ausnahmen sind einfach schrecklich. Da ich ja nun nicht die genauen Umstände kenne, kann ich auch nur den Kopf schütteln.
Aber er kriegt das hin, oder?
Drum sollte zusammen mit den Studiengebühren auch ein umfangreiches, überarbeitetes System für Stipendien eingeführt werden, es soll ja schließlich nicht sein, dass Leute, die was aus sich machen können, diese Chance aufgrund ihrer Lebensumstände nicht wahrnehmen.
Problem:
mit den Stipendien wird das Leben noch nicht finanziert.
~-=\AoR/=-~
01.07.2004, 20:59
Aber er kriegt das hin, oder?
Das will ich doch hoffen. *lach*
Na, er ist jetzt glaub ich im vorletzten Semester ... ich kenn mich im Jurastudium nicht so aus. Aber eine Ausnahme ist das nicht gerade: In meinem Studiumskurs waren wir 15 Kernkomilitonen, davon haben 9 oder 10 kein Bafög erhalten, mich eingeschlossen. Und meine Eltrn können sich ebenfalls glücklich schätzen, dass meine Schwester nicht auch noch studiert hat. Das hätten die sich nämlich ebenfalls nicht leisten können. Ich habe das Kindergeld von meinen Eltern erhalten, plus so um die 200 bis 300 Mark im monat. Machte zusammen so an die 500 Mark. Wenn dafür schon 450 Mark Miete weggeht (das waren kanpp 25m², für Mannheim keine Seltenheit), dann muss man einfach nebenbei arbeiten. Dass das Studium darunter zwangsläufig leiden muss, ist wohl nur vorherzusehen.
Mannheim! Schwabelland! *das gibt ärger...*
Ja klar, die Mieten dort unten sind schon fast unverschämt... wenn ich bedenke, das ich mir hier oben für 450 Euro ein Haus mieten kann....
Dann dauert das Studium auch noch so lange, ich kenne keinen, der das in der Regelstudienzeit schafft.
Aber das sind leider Sonderfälle. Und die wird es immer geben...
~-=\AoR/=-~
01.07.2004, 22:14
Also, ich hab's in der Regelstudienzeit geschafft. Und Ausnahmen sind das bei der Menge an Fällen, die ich kenne, garantiert auch nicht.
Du bist Jurist? o.O... dann muss ich mal aufpassen was ich sage...
edit: sorry für off
~-=\AoR/=-~
01.07.2004, 22:38
@Nordine
Na ... ich bin Informatiker! Keine Angst! *lach*
So, genug off!
Nordine:
Dosenpfand: Da kann Trittin nun wirklich nichts dafür. Wenn der Handel meint, wir klagen bis zum letzten Punkt, anstatt sich mal Gedanken zu machen, sind diese selber Schuld.
Wenn man sich weigert mit der Wirtschaft zu reden/verhandeln, ist es kein Wunder, wenn diese auch auf stur stellt. ;)
Die UNMOVIC war im Irak. Und hat keinerlei ABC Waffen gefunden. Das hat sich jetzt im Nachhinein auch noch bestätigt. Als Bush an die Macht kam hieß es schon: Der geht in den Irak.
Das bestreitet auch niemand, auch nicht, dass die USA ein Verbrechen begangen haben. Es geht bei dieser Diskussion nur darum, dass von einer politischen Seite aus, die Stellung Stoibers falsch dargestellt wurde/wird.
AoR:
Genau! Der eigentliche Drehpunkt dieser Diskussion ist doch eigentlich: Hat der Husssein Massenvernichtungswaffen gehabt?
Und das wollte Stoiber, wie Chirac, vor einer endgültigen Entscheidung eben wissen. Bush war von vornherein auf Krieg aus, Schröder gab sich aus wahlpolitischen Gründen als Radikal-Pazifist und sagte, egal was rauskommt, kein Krieg auf keinen Fall.
Den Missmut der islamuistischn Länder nur auf deren Israel-Politik zu schieben ist wohl etwas einseitig. Die egoistische Politik der USA, die Macht um jeden Preis erlangen will, ist imo auch nicht ganz unschuldig daran. Und wer wie die USA ganz offensichtlich auf der einen seite die Feinde des Islams mit Waffen und Geld unterstützt (Irak), auf der anderen seite aber auch den Islam unterstützt (Afgahnistan), der macht sich nicht gerade einen großen Namen als ehrlicher Freund. Und das sind bei weitem keine unterschiedlichen Themen ... eines bedingt das andere.
Du siehst die islamische Welt als zu homogen. Du kannst die damaligen Konflikte in Afghanistan und im Irak/Iran nicht einfach aus einen Blickwinkel sehen. z.B. ging es im Iran/Irak-Krieg nicht nur um Fundamentalisten gegen säkularen Staat, sondern auch Araber gegen Perser, Schiiten gegen Sunniten. Der Islam hat viele Gesichter, Strömungen und Interessensgruppen. Deine Schlussfolgerung zum Thema „USA als ehrlicher Freund“ kann ich mir hier nicht vorstellen.
"Uneingeschränkte Solidarität" hat aber nichts mit blindem Gehorsam zu tun. Man muss Freunde unterstützen und ihnen helfen, aber dies darf nie soweit gehen, dass man für sogenannte "Freunde" seine eigenen moralischen und ethischen Wertvorstellungen über Bord wirft. Und was sind das eigentlich für Freunde, di ihre eigene Wirtschaft mit Strafzöllen gegen die Wirtschaft ihrer Freunde schützt? Die nachweislich jahrzehntelang die deutsche Wirtschaft bespitzelt hat und aus den gewonnen Informatione die eigene Wirtschaft gestärkt hat.
Wo habe ich bitte das Wort „uneingeschränkt“ falsch verstanden ? :roll:
Spielst Du auf die Abhörantenne in Bad Aibling an ? Schöne Großstadtlegende, nicht wahr ? Leideer saß die ganzen Jahre, der BND mit den Amis zusammen dort und es gab keinerlei Bespitzelung der deutschen Wirtschaft. (Quelle: ZDF)
Strafzölle gibt es auch von unserer Seite. Wieso muß ich eigentlich immer diese Sch…USA verteidigen ? Wenn Du schon Argumente gegen die USA bringen willst, wie wäre es mit Kyoto, dem internationalen Gerichtshof, verspätete Zahlungen an die UNO,… ? Ganz abgesehen davon, dass nicht ich den USA als Freund diese Solidarität versprach, sondern Gerhard Schröder.
Das waren nicht meine Thesen. Wie du vielleicht an der Kursiv-Schreibweise erkennst, gehören die noch zu dem Zitat davor. Ich habe dummerweise vergessen, die Leerzeile zu entfernen.
Ich habe nicht gesagt Deine Thesen, sondern, dass Du diese Themen hier neu reingebracht hast, die sonst nichts mit dem bisherigen Thema zu tun haben.
Du würdest also lieber auf das Niveau der Leute sinken, die du zu bekämpfen versuchst? Du würdest lieber zu den selben Mitteln greifen, wie die verbrecher, die du zu bestrafen versuchst? Dann bist du nicht besser als diese Leute! Und wenn alle so denken, dann ist mir um die Zukunft der Menschheit Angst und Bange! Da ist es wieder, das nette zitat "Gewalt erzeugt Gegengewalt!" Begreift denn eigentlich niemand, dass man so niemals Ruhe im Nahen Osten bekommt. Hey, die Israelis versuchen es mit dieser Methode seit 50 Jahren. Und was hat es ihnen gebracht? Mehr Selbstmordattentäter als je zuvor. Und mit ständigen militärischen Eingreifen in die Souveränität der islamischen Staaten macht man sich da unten weiß Gott keine Freunde.
Du verwechselst Präventivmaßnahmen mit Strafmaßnahmen. Wenn ein Polizist einem Mann der mit gezogener Waffe in die Bank geht, die Pistole entreißt, wird keiner darüber schimpfen. Schlägt er ihm nach dem Bankraub brutal zusammen, auch wenn er sich nicht mehr wehrt, wird der Polizist ein Verfahren bekommen.
Entscheidet die UNO, dass Hussein eine Gefahr darstellt, hat sie die Unterstützung der arabischen Welt. Die USA hat diese Unterstützung auch in Afghanistan gehabt. Im Irak waren sie im Unrecht, daher haben sie die arabische Welt nun gegen sich.
Politik ist halt nicht so eine einfache Sache 1=1 .
Mal andersrum gefragt: Was würdest du denn machen, wenn die islamischen Staaten in der Machtposition wären, wie heute die mehr oder weniger christlichen? Nehmen wir mal an, die Sache wäre umgedreht. Westeuropa wäre ständig unter der Bedrohung einer islamistischen invasion, nur weil denen die christlichen Wertevorstellungen nicht passen. Weil die eine andere Meinung davon haben, wie ein demokratisches Leben zu leben ist. Vor meinem geistigen Auge formen sich gerade Kompanien von bayrisch-katholischen "Gotteskommandos" und von evangelischen "Suizidtruppen". Der nächste Kreuzzug kommt bestimmt ...
:lol: Ich glaube nicht, dass die USA die gesamte islamische Welt mit Invasion bedroht. Daß vielleicht islamisch-fundamentalistische Irre so was glauben, mag ja stimmen, den Tatsachen entspricht das nicht. Selbst mit einer USA unter dem Idioten Bush jr.
@jpf
nun der Dosenpfand:
Trittin hat sehr wohl mit Wirtschaftsvertretern gesprochen. Die haben sich sogar auf eine Verlängerung bis Oktober geeinigt. Und anstatt sich auf ein System zu konzentrieren, hagelt es ein Eilantrag nach dem anderen. Das ist doch nicht normal.
Unsere Gerichte sind schon überlastet genug. Außerdem, was soll das Theater mit den Einwegverpackungen?
Gerade in der heutigen Zeit, ist es auch wichtig nachhaltig mit den Ressourcen umzugehen. Der Meinung ist im Übrigen auch die CSU und CDU.
Die Stellung Stoibers wurde ja auch nicht von mir Kritisiert. Ich hätte ihn schon gerne als Kanzler gehabt. Er hat eine Gewisse natürliche Authorität. Ich glaube er hat den Mut, unliebsame Entscheidungen zu treffen.
Aber, musste Merkel in die USA fahren? Ich glaube nicht. Stoiber hat es ja auch nicht gemacht. Das sagt im Übrigen einer, der aus Norddeutschland kommt, und im Grunde nichts mit der CSU zu tun hat.
btf Dosenpfand: Ja, die Union wollte es auch. Die Umsetzung ist deutlich in die Hose gegangen.
Die Stellung Stoibers wurde ja auch nicht von mir Kritisiert.
Habe ich auch nicht so verstanden. Ich habe nur darauf hingewiesen, daß wir genau darüber diskutieren. ;) Dein Post zum Irak ist unstrittig. :mrgreen:
Ich hätte ihn schon gerne als Kanzler gehabt. Er hat eine Gewisse natürliche Authorität. Ich glaube er hat den Mut, unliebsame Entscheidungen zu treffen.
Jo !
Aber, musste Merkel in die USA fahren? Ich glaube nicht. Stoiber hat es ja auch nicht gemacht. Das sagt im Übrigen einer, der aus Norddeutschland kommt, und im Grunde nichts mit der CSU zu tun hat.
Die Merkel ist IMO auch eine :fluch: ! Zum Glück kann ich immer noch sagen, daß sie in einer anderen Partei ist, als ich. Ich habe sie neulich mal live erlebt (Staatsbesuch in Bayern :mrgreen: ). So etwas von 08/15-Rede und hohle Phrasen ! Ich glaube, Deutschland hat sich einen Bärendienst angetan, als es Stoiber nicht wählte. Erstens wegen Schröder, zweitens weil bei der nächsten Bundestagswahl Merkel oder Koch wahrscheinlich Kanzlerkandidat der Union werden. Und dann sehe ich im doppelten Sinne schwarz ! :roll: Aber wie war auf einem Transparent bei einer Stoiber-Rede in Bremen zu lesen ? "Wir wollen keinen Bayern als Kanzler !" Purer, dummer Rassismus meiner Meinung nach.
~-=\AoR/=-~
02.07.2004, 10:28
@JPF:
Um kurz mal was zu Stoibers Position zu sagen. Ich habe mich mal ein wenig auf der Website der CSU umgeschaut, auch wenn sich mein Browser fast geweigert hätte. *g*
„Friedenswille allein genügt nicht, um den Frieden zu bewahren. Der
Friedenswille der Bundesregierung hat den Diktator in Bagdad nicht
beeindruckt. Es war die britisch – amerikanische Entschlossenheit, die zur
Wiederaufnahme der Inspektionen und zu den diplomatischen Initiativen
geführt hat. Der deutsche Beitrag dazu war gleich Null.“
Äh ... wieso sollte D denn anregen, die Waffeninspektoren in den Irak zu schicken? Es gab keine Beweise dafür, das Hussein Massenvernichtungswaffen hatte, was ja auch stimmt wie wir mittlerweile wissen.
„Die Erfahrung der letzten Monate zeigt doch eindeutig: Partner mit Einfluss auf die USA kann nur ein einiges Europa sein. Der Bundeskanzler hat heute ein – ich zitiere - „starkes, geeintes Europa“ angemahnt und einen „geeinten Kontinent“, der „Nationalismen“ überwindet. Was wir aber gegenwärtig erleben, ist eine Renaissance nationalstaatlicher Sonderwege, die der deutsche Bundeskanzler mit der Ausrufung des „deutschen Weges“ im August letzten Jahres eingeleitet hat. Eine solche Spaltung Europas hätte es mit der Union niemals gegeben.“
Also: Die Briten waren die ersten, die sich voll auf die Seite der USA geschlagen haben, ohne auch nur einmal bei den anderen europäischen Ländern nachzufragen. Der Alleingang der Briten hat Europa gespalten.
So, eines noch. Ich habe mir diese Rede, aus der die zwei Zitate sind jetzt mal komplett durchgelesen und festgestellt: Es ist eine typische Stoiber-Rede. Er wirft Schröder vor, das dieser Europa spaltet blah blah bla ... aber er erwähnt mit keinem Wort, was er getan hätte, wenn er an Schröders Stelle gewesen wäre. Das ist das Problem der CDU. Große Töne spucken kann jeder und kritisieren ist immer leicht. Aber konstruktive, bezahlbare Vorschläge macht auch die CDU in den seltensten Fällen.
Nun ja, das Restdeutschland keinen Bayern als Kanzler haben will kann ich teilweise sogar verstehen, und das obwohl ich selber einer bin :oops: .
Die Bayern sind halt oftmals ein sehr....spezielles Völkchen, und Stoiber als Kanzler ? Der trifft doch nur die unangenehmen Entscheidungen wenn sie ihn oder die Menschen um deren Wohlwollen er bemüht ist nicht persönlich treffen :roll: .
Ich habe mich mal ein wenig auf der Website der CSU umgeschaut, auch wenn sich mein Browser fast geweigert hätte.
Seltsam, hast Du Deinen Browser von der SPD geschenkt bekommen. Mit den Standard-Browsern, die ich so kenne funktioniert es einwandfrei. Selbst die türkischsprachige Seite.
„Friedenswille allein genügt nicht, um den Frieden zu bewahren. Der
Friedenswille der Bundesregierung hat den Diktator in Bagdad nicht
beeindruckt. Es war die britisch – amerikanische Entschlossenheit, die zur
Wiederaufnahme der Inspektionen und zu den diplomatischen Initiativen
geführt hat. Der deutsche Beitrag dazu war gleich Null.“
Äh ... wieso sollte D denn anregen, die Waffeninspektoren in den Irak zu schicken? Es gab keine Beweise dafür, das Hussein Massenvernichtungswaffen hatte, was ja auch stimmt wie wir mittlerweile wissen.
Die Beweise sollten ja die Inspektoren suchen. ;) Denn Hinweise gab es. Schröder hat aber zugunsten seiner Wiederwahl über jegliche Möglichkeiten der Existenz von ABC-Waffen hinweggesehen. Zu keinem Zeitpunkt, hat Schröder gesagt, er glaube nicht, daß der Irak ABC-Waffen habe. Er unterließ es von dieser Möglichkeit zu reden, da er genau wußte, daß sein ganzes Friedensgebilde zusammenbrechen würde. Hätten die UNO-Inspekteure ABC-Waffen gefunden, hätte Schröder einbrechen müssen und deutsche Truppen wären ebenso im Irakfeldzug dabei gewesen. Begleitet vom Spott und Hohn der Opposition, da die Regierung erneut ihre Ideologie hinter der Realität zurückstecken mußte. Wenn Schröder wirklich so ein Friedensmensch wäre, der auc hbei notwendigen Gründen keinen Krieg führt, hätte es keinen Jugoslawien-Einsatz und keine kämpfende deutsche Truppen in Afghanistan gegeben.
„Die Erfahrung der letzten Monate zeigt doch eindeutig: Partner mit Einfluss auf die USA kann nur ein einiges Europa sein. Der Bundeskanzler hat heute ein – ich zitiere - „starkes, geeintes Europa“ angemahnt und einen „geeinten Kontinent“, der „Nationalismen“ überwindet. Was wir aber gegenwärtig erleben, ist eine Renaissance nationalstaatlicher Sonderwege, die der deutsche Bundeskanzler mit der Ausrufung des „deutschen Weges“ im August letzten Jahres eingeleitet hat. Eine solche Spaltung Europas hätte es mit der Union niemals gegeben.“
Also: Die Briten waren die ersten, die sich voll auf die Seite der USA geschlagen haben, ohne auch nur einmal bei den anderen europäischen Ländern nachzufragen. Der Alleingang der Briten hat Europa gespalten.
Und die Deutschenhaben das andere Extrem gestellt. Hätte Schröder wenigstens Frankreich mit seiner moderaten Friedenspolitik unterstützt, hätte man vielleicht noch was erreichen können. Gut an der Spaltung Europas ist Deutschland nicht alleine schuld, aber es ist mit daran beteiligt.
So, eines noch. Ich habe mir diese Rede, aus der die zwei Zitate sind jetzt mal komplett durchgelesen und festgestellt: Es ist eine typische Stoiber-Rede. Er wirft Schröder vor, das dieser Europa spaltet blah blah bla ... aber er erwähnt mit keinem Wort, was er getan hätte, wenn er an Schröders Stelle gewesen wäre. Das ist das Problem der CDU. Große Töne spucken kann jeder und kritisieren ist immer leicht. Aber konstruktive, bezahlbare Vorschläge macht auch die CDU in den seltensten Fällen.
Stoiber ist CSU. :smirk:
Ich weiß ja nicht wieviele Reden Du von Stoiber gehört/gelesen hast, aber komischerweise kriege ich schon mit, was Stoiber anstelle der Regierung jeweils gemacht hätte. In Sachen Irak, habe ich hier die Meinung der Union auch versucht Dir zu erklären.
Es ist halt einfacher sich den Slogan "Wer die Union wählt, wählt den Krieg" zu merken, als eine Erklärung zu lesen, in der drinsteht, wie Stoiber sich eine Konfliktlösung vorstellt. :roll:
Nun ja, das Restdeutschland keinen Bayern als Kanzler haben will kann ich teilweise sogar verstehen, und das obwohl ich selber einer bin :oops: .
Die Bayern sind halt oftmals ein sehr....spezielles Völkchen, und Stoiber als Kanzler ? Der trifft doch nur die unangenehmen Entscheidungen wenn sie ihn oder die Menschen um deren Wohlwollen er bemüht ist nicht persönlich treffen :roll: .
Seltsam nur, daß dieser Vorwurf nur bei CSUlern aufkommt. Andere bairische Politiker, wie Hans Jochen Vogel oder Claudia Roth wird ihre bairische Herkunft nicht vorgeworfen.
oh... da is man mal 5 Tage weg und hier gehts ab wie noch nie! Muss erst mal alles durchlesen....
@~-=\AoR/=-~
Hmh... Habe das Gefühl, dass wir diese Ansicht bezüglich des Kriegs teilen.
@all
Ich denke ein Pladoyer für den frieden und gegen den Krieg ist immer richtig und kann niemals falsch sein. Wenn die besagten ABC- waffen gefunden worden wären, hätte man mit saddam Hussein verhandeln können und ihm einen Krieg androhen, wenn er die waffen nicht rausrückt und ihn nicht einfach überrennen und Unschuldige töten. Daher finde ich die Äußerung von Schröder, dass ein Krieg mit deutscher Teilnahme auf keinen Fall statt finden wird, sehr mutig und couragiert, da er sich nicht von der unbesiegbaren weltmacht Amerika hat anstecken lassen und seiner Einstellung zu Mord und Totschlag treu geblieben ist. Schröder ist sich selbst treugeblieben und hat sich nicht beeindrucken lassen von Amerika. Stoiber hat man schon beinahe angemerkt, dass er in der Situation anders gehandelt hätte aus Angst und Feigheit vor Bush und seinen Leuten. Inzwischen sehen auch 60% der Amis den Irakkrieg als unnötig und verblödet und das war er auch! Noch ist Amerika nicht die welt und unter Schröder wird Deutschland auch nicht mitziehn bei Dingen, die Menschenleben fordern.
Die von Stoiber angesprochene Spaltung europas hötte auch nicht stattgefunden, wenn die Politiker der anderen europäischen Länder sich ebenfalls treu geblieben wären und demokratisch gehandelt hätten. Shließlich war das europäische Volk sich einig, was die vielen Proteste gezeigt haben. Nur die Regierung hatte Schiss. Und Deutschland hat demokratisch gehandelt, im Nahmen des Volkes, schließlich gab es hierzulande keine Proteste für Teilnahme...
ich glaube, dass jedes Völkchen in Deutschland a bisserl gewöhnungsbedürftig sind. Da sind die Schwaben, Grüßle, die Sachsen, Hallö, die Bayern, Servus, und die Norddeutschen, Schönen guten Tag. :D
Äh ... wieso sollte D denn anregen, die Waffeninspektoren in den Irak zu schicken? Es gab keine Beweise dafür, das Hussein Massenvernichtungswaffen hatte, was ja auch stimmt wie wir mittlerweile wissen.
das war meiner Meinung nach schon richtig. Denn damit konnte man Bush den Wind komplett aus den Segeln nehmen.
Also: Die Briten waren die ersten, die sich voll auf die Seite der USA geschlagen haben, ohne auch nur einmal bei den anderen europäischen Ländern nachzufragen. Der Alleingang der Briten hat Europa gespalten.
die Briten sind immer auf der Seite der Amis. Nicht umsonst, wurde die tolle Karikatur abgedruckt, wo Blair als Hund von Bush gezeichnet wurde.
~-=\AoR/=-~
02.07.2004, 22:44
Und da waren es schon zwei die mich verstehen. Und ich dachte die ganze Zeit, ich drücke mich unverständlich aus. *erleichtert ist*
@JPF
Der Schröder hat das gemacht, wofür wir eine Regierung wählen: Er hat dem Willen des Volkes entsprochen! Und der Wille des Volkes war es nun einmal, keinen Krieg um jeden Preis! Es heißt doch: Die gewählten Vertreter vertreten die Meinung des Volkes. Nun, meiner Meinmung nach tuen sie es viel zu wenig. Aber in dieser Situation hat der schröder das einzig richtige gemacht. Er hat auf die Stimme des Volkes gehört, das mit über 80% der Meinung war, das ein Krieg im Irak unnötig und völkerrechtswidrig ist. Und das verdient meinen höchsten Respekt. Ein Politiker, der gegen die allgemeinen Grundsätze auf die Stimme des Volkes hört, das ihn gewählt hat, trifft man heute nur noch selten. Und ja ... auch der schröder und die SPD haben Fehler gemacht, das will ich gar nicht leugnen. Auch mir gefällt nicht alles, was diese Regierung macht. Aber seien wir mal ehrlich ... was hätte es in Deutschland für einen Aufstand gegeben, wenn der erste deutsche Soldat im Irak getötet worden wäre. Ich prsönlich freue mich über jede Meldung, in der ich höre, das wieder ein paar amerikanische Soldaten diesen schwachsinn mit ihrem Leben bezahlen mussten. Klingt pervers, ist aber die harte Realität in der wir leben. Und wenn die amis es nicht anders begreifen, dass sie Scheiße bauen, dann soll es so sein. Wie sagen die Katholiken so schön: "Alles geschieht mit Gottes Gnaden!".
Ich denke ein Pladoyer für den frieden und gegen den Krieg ist immer richtig und kann niemals falsch sein. Wenn die besagten ABC- waffen gefunden worden wären, hätte man mit saddam Hussein verhandeln können und ihm einen Krieg androhen, wenn er die waffen nicht rausrückt und ihn nicht einfach überrennen und Unschuldige töten. Daher finde ich die Äußerung von Schröder, dass ein Krieg mit deutscher Teilnahme auf keinen Fall statt finden wird, sehr mutig und couragiert, da er sich nicht von der unbesiegbaren weltmacht Amerika hat anstecken lassen und seiner Einstellung zu Mord und Totschlag treu geblieben ist. Schröder ist sich selbst treugeblieben und hat sich nicht beeindrucken lassen von Amerika. Stoiber hat man schon beinahe angemerkt, dass er in der Situation anders gehandelt hätte aus Angst und Feigheit vor Bush und seinen Leuten. Inzwischen sehen auch 60% der Amis den Irakkrieg als unnötig und verblödet und das war er auch! Noch ist Amerika nicht die welt und unter Schröder wird Deutschland auch nicht mitziehn bei Dingen, die Menschenleben fordern.
Auch Du scheinst vergessen zu haben, daß Schröder, der, nach Deiner Meinung nach, "seiner Einstellung zu Mord und Totschlag treu geblieben ist", als erster deutscher Kanzler seit Adolf Hitler deutsche Soldaten in den Kampf geschickt hat, nämlich nach Jugoslawien und Afghanistan. :smirk:
Verhandlungen mit Hussein, der ABC-Waffen hat ? Gute Idee ! Wahrscheinlich wären diese ebenso erfolgreich gewesen, wie damals, als man monatelang versuchte ihn durch Reden aus Kuwait zu vertreiben. Ich hoffe, daß war jetzt nicht zu sarkastisch.
Stoiber hatte keine Angst vor Bush. Er hatte den selben Standpunkt, wie Chirac, der, da ihm jegliche weitere Unterstützung fehlte, ebenso wie unser Schröder schließlich zum alten Europa gezählt wurde.
Die Amerikaner sehen den Irakkrieg, so wie er abgelaufen ist, als unnötig und verblödet und das war er auch! Das (zum wievielten Mal wiedrhole ich das ?) bestreitet hier niemand.
Noch ist Amerika nicht die welt und unter Schröder wird Deutschland auch nicht mitziehn bei Dingen, die Menschenleben fordern.
Seltsam nur, daß Deutschland das schon unter Schröder getan hat. Aber die Leute scheinen vergesslich zu sein.
Die von Stoiber angesprochene Spaltung europas hötte auch nicht stattgefunden, wenn die Politiker der anderen europäischen Länder sich ebenfalls treu geblieben wären und demokratisch gehandelt hätten. Shließlich war das europäische Volk sich einig, was die vielen Proteste gezeigt haben. Nur die Regierung hatte Schiss. Und Deutschland hat demokratisch gehandelt, im Nahmen des Volkes, schließlich gab es hierzulande keine Proteste für Teilnahme...
*seufz* :umleitun:
:arrow: Und die Deutschenhaben das andere Extrem gestellt. Hätte Schröder wenigstens Frankreich mit seiner moderaten Friedenspolitik unterstützt, hätte man vielleicht noch was erreichen können. Gut an der Spaltung Europas ist Deutschland nicht alleine schuld, aber es ist mit daran beteiligt.
@AoR: Schröder hat das gesagt, was das Volk hören wollte. Stoiber hat gesagt, was das Richtige gewesen wäre.
Und Schröder hat noch was getan: Er hat dem Volk erzählt, daß die Union das wolle, was das Volk auf keinen Fall wolle.
Leider haben die meisten auf Mr. Charming boy gehört, statt sich wirklich zu informieren. Von der Flut in Sachsen-Anhalt wollen wir garnicht erst reden. :smirk:
Aber seien wir mal ehrlich ... was hätte es in Deutschland für einen Aufstand gegeben, wenn der erste deutsche Soldat im Irak getötet worden wäre. Ich prsönlich freue mich über jede Meldung, in der ich höre, das wieder ein paar amerikanische Soldaten diesen schwachsinn mit ihrem Leben bezahlen mussten. Klingt pervers, ist aber die harte Realität in der wir leben.
Es sind bereits deutsche Soldaten in Afghanistan im Kampfeinsatz gestorben. Und sich über den Tod von armen Schweinen zu freuen, denen falsche Ideale vorgegaukelt wurden und die von einen schwachsinnigen Präsidenten in die Hölle geschickt wurden, weil er an eine göttliche Sendung glaubt, ist IMO nicht nur pervers, sondern absolut unter aller Sau. Und dies nur aus blinden Antiamerikanismus.
Amen.
~-=\AoR/=-~
03.07.2004, 22:17
Verhandlungen mit Hussein, der ABC-Waffen hat ? Gute Idee ! Wahrscheinlich wären diese ebenso erfolgreich gewesen, wie damals, als man monatelang versuchte ihn durch Reden aus Kuwait zu vertreiben. Ich hoffe, daß war jetzt nicht zu sarkastisch.
Und wir scheinen mal wieder zu vergessen, dass der Irak gar keine Massenvernichtungswaffen hatte.
@AoR: Schröder hat das gesagt, was das Volk hören wollte. Stoiber hat gesagt, was das Richtige gewesen wäre.
Und Schröder hat noch was getan: Er hat dem Volk erzählt, daß die Union das wolle, was das Volk auf keinen Fall wolle.
Leider haben die meisten auf Mr. Charming boy gehört, statt sich wirklich zu informieren. Von der Flut in Sachsen-Anhalt wollen wir garnicht erst reden. :smirk:
Also, meiner Meinung nach wählen wir Politiker, damit sie unsere Meinung vertreten. Und wenn dann ein Politiker, einmal in seinem Leben, wirklich auf das hört, was das Volk will und das so sagt und macht, dann wird ihm das von der konservativen politischen Seite als Fehler vorgeworfen. Du meinst also, es wäre besser gewesen, der Schröder hätte sich, wi in Spanien, gegen den Willen von über 80% der Bevölkerung stellen sollen. Er hätte also Politik für weniger als ein Fünftel der Bevölkerung machen sollen. Wenn das deine Vorstellung von Demokratie ist, dannkann ich nur hoffen, dass die CDU/CSU niemals wieder an die Macht kommt. Denn: Demokratie, griech. demokratia, "Herrschaft des Volkes" ...
Es sind bereits deutsche Soldaten in Afghanistan im Kampfeinsatz gestorben. Und sich über den Tod von armen Schweinen zu freuen, denen falsche Ideale vorgegaukelt wurden und die von einen schwachsinnigen Präsidenten in die Hölle geschickt wurden, weil er an eine göttliche Sendung glaubt, ist IMO nicht nur pervers, sondern absolut unter aller Sau. Und dies nur aus blinden Antiamerikanismus.
Amen.
Wer in den USA Soldat wird, weiss welch Risiken er eingeht. Dasselbe gilt übrigens auch für Deutschland. Und wer so dämlich ist, sich freiwillig für so ein Land verheizen zu lassen, der ist selbst schuld. Er hat sich dieses Leben ja freiwillig ausgesucht. Und ich soll Mitleid mit Menschen haben, die in fremde Staaten einmarschieren, unschuldige Zivilisten über den Haufen schiessen, Schulen bombardieren und sich einen Scheiß um die Genfer konvention kümmern? Nein, tut mir leid, das kann ich nicht. Außerdem: Jeder tote amerikanische (oder britische, spanische, polnische etc.) Soldat, sorgt dafür, dass die Stimmung in der Bevölkerung der Kriegsländer immer weiter gegen den Krieg steigt. Damit ist es wenigstens kein sinnloses Opfer ...
Und wir scheinen mal wieder zu vergessen, dass der Irak gar keine Massenvernichtungswaffen hatte.
Ich rede die ganze Zeit davon, daß VOR dem Krieg keiner (außer Hussein) wußte, ob der Irak ABC-Waffen hatte oder nicht. Und genau DESWEGEN hätte die UNO die Zeit bekommen müssen, daß zu kontrollieren und DESWEGEN mußte man auch die Möglichkeit berücksichtigen, daß der Irak solche Waffen haben könnte.
Politik sollte kein Lotteriespiel sein, bei dem man ein paar Millionen Menschenleben auf's Spiel setzt, nur um durch Populismus eine Wahl zu gewinnen.
Genauso lehne ich die von christlichen Fundamentalismus verblendete Politik der USA ab.
Schröder und Bush haben falsche Wege in dieser Situation beschritten. Schröder hatte nur das Glück, daß seine Lotterie keine negativen Folgen (außer seine Wiederwahl) hatte. Extrimistische Positionen haben in der Politik nichts zu suchen.
Also, meiner Meinung nach wählen wir Politiker, damit sie unsere Meinung vertreten. Und wenn dann ein Politiker, einmal in seinem Leben, wirklich auf das hört, was das Volk will und das so sagt und macht, dann wird ihm das von der konservativen politischen Seite als Fehler vorgeworfen. Du meinst also, es wäre besser gewesen, der Schröder hätte sich, wi in Spanien, gegen den Willen von über 80% der Bevölkerung stellen sollen. Er hätte also Politik für weniger als ein Fünftel der Bevölkerung machen sollen. Wenn das deine Vorstellung von Demokratie ist, dannkann ich nur hoffen, dass die CDU/CSU niemals wieder an die Macht kommt. Denn: Demokratie, griech. demokratia, "Herrschaft des Volkes" ...
Nein. Ich hätte mir eine Positon gewünscht, wie sie Frankreich (und Stoiber)eingenommen hatte: Komplette Aufklärung, ob der Irak ABC-Waffen hat und in dem Fall, daß dem so ist und der Irak nicht abrüstet, Intervention. Meines Wissens hat in Frankreich die Bevölkerung nicht gegen die Regierung demonstriert.
Ich stelle fest, obwohl ich schon die ganze Zeit versuche, es Dir zu erklären, bist Du immer noch der Meinung, daß Stoiber, eine Position, wie Aznar hatte, was einfach nicht der Fall ist. Nur die SPD hat dies behauptet. Du bist auf diese billige Propaganda reingefallen und fällst immer noch darauf rein.
Wer in den USA Soldat wird, weiss welch Risiken er eingeht. Dasselbe gilt übrigens auch für Deutschland. Und wer so dämlich ist, sich freiwillig für so ein Land verheizen zu lassen, der ist selbst schuld. Er hat sich dieses Leben ja freiwillig ausgesucht. Und ich soll Mitleid mit Menschen haben, die in fremde Staaten einmarschieren, unschuldige Zivilisten über den Haufen schiessen, Schulen bombardieren und sich einen Scheiß um die Genfer konvention kümmern? Nein, tut mir leid, das kann ich nicht. Außerdem: Jeder tote amerikanische (oder britische, spanische, polnische etc.) Soldat, sorgt dafür, dass die Stimmung in der Bevölkerung der Kriegsländer immer weiter gegen den Krieg steigt. Damit ist es wenigstens kein sinnloses Opfer ...
Ganz abgesehen davon, daß gerade in den USA die Soldaten aus den am schlechtesten ausgebildeten Schichten kommen und sie auch oft einen sehr niedrigen IQ haben (ich spreche von den normalen Combat-Einheiten) und sie daher eben nicht wissen worauf sie sich einlassen, verwundert es mich, daß gerade Du den Tod von Menschen begrüßt, der den Krieg ablehnt.
Es ist die Aufgabe der Regierungen dafür zu Sorgen, daß ihre Soldaten nur dann ein Risiko eingehen, wenn es wirklich notwendig ist. Bush hat seine eigenen Soldaten verraten.
Übrigens ist das Problem mit der mangelnden Intelligenz der Bewerber für die Armee eines, daß alle Berufsarmeen haben. Ein Grund mehr, eine Wehrpflichtsarmee beizubehalten, da hier auch bei Leute für diesen Beruf Interesse geweckt wird, die sonst in der freien Wirtschaft genug Chancen hätten.
auch ein schönes Thema: die Wehrpflicht.
Ich bin der Meinung, dass die Wehrpflicht umstruktuiert werden sollte. Zivildienst für jeden, und auf Wunsch Wehrdienst.
Ich glaube, damit kann man das Gesundheitssystem a bisserl entlasten. Und die jungen Menschen lernen, mir kranken Mitmenschen umzugehen.
Solange wir uns auf ein Beibehalten der Wehrpflicht aussprechen, bin ich mit jedem Kompromis einverstanden.
Ich, als Soldat, bin ebenfalls ein Befürworter der Wehrpflicht aus den Gründen die auch schon JPF angesprochen hat. Desweiteren wird so auch das stabile Verhältnis zwischen Zivilbevölkerung und Bundeswehr gestärkt. Man weiß, was die "Armee" so tut und natürlich ist die Hemmschwelle höher, einem Auslandseinsatz zuszustimmen, wenn die eigenen Söhne und Töchter dabei sind. Es kommt allgemein mehr Verständnis für das Wirken und Handeln der Bundeswehr auf, auch wenn ich sooooo einen Hals bekomme, wenn ich Grundwehrdienstleistende im Zug sehe, die sich in Uniform betrinken.
Vorteile der Wehrpflicht sind auch noch: Es kommt frisches Blut, neue Ideen und Wissen aus den verschiedensten Schichten hinzu. So erscheint der Abiturient ebenso zur Einberufung wie der Haupt- oder Realschüler. Nicht zu vergessen, hilft die Armee auch den vielen vielen Eltern dort draußen, denn welche Mutter freut sich nicht, wenn der eigene Sohn anfängt die Hemden auf DIN A4 zu falten, etwas mehr Eigeninitiave übernimmt und auch Verantwortung für sein Handeln zeigt.
Ha, sind wir uns also einig die allgemeine Wehrplicht ist unentbehrlich für Deutschland.
Mannem gehört ja wohl zur Kurpfalz!
~-=\AoR/=-~
05.07.2004, 21:19
@Noxiel
Wenn ich an meine Wehrpflichtzeit in Ebern/Franken denke, dann kann ich mich an mehr betrunkene Uffze/Stuffze erinnern, als an Wehrdienstleistende. Scheinbar ist die Stumpfsinnigkeit dort nicht anders zu ertragen. *lach* Die meisten Wehrdienstleistenden, die ich in meiner Zeit erlebt habe, waren zumindest in Uniform immer nüchtern ... okay, vom letzten Abend einmal abgesehen, aber das ist imo verständlich. Aber ich habe Unteroffiziere erlebt, die 8, 12 Jahre gedient hatten, und die ich nur noch als seelisches Wrack bezeichnen kann. Außerdem scheint die Bundeswehr nicht sehr viel für die allgemeine Bildung ihrer Soldaten zu tun. Anders kann ich mir das scheinbar sehr bniedrige Bildungsniveau nicht erklären, es sei denn die bildungstechnischen Anforderungen der Bundeswehr sind so niedrig angesetzt. Okay, welcher halbwegs gebildete Mensch würde diesen Job auch ein Leben lang machen wollen. Vor allem wenn man bedenkt, was darauf steht, wenn ein Soldat seinem Gewissen folgt und nicht einem Befehl.
@JPF
Ich antworte morgen darauf, heut bin ich zu müde dafür. Da kommt sonst nix vernünftiges zustande.
Mannem gehört ja wohl zur Kurpfalz!
... ich sagte doch, das gibt Ärger XD
@topic
Ich habe ja nun auch die Wehrpflicht abgeleistet. 10 Monate, und ich sgae, dass ist die äußerste Grenze. (nach unten)
Aber ich frage mich was sinnvoller ist, junge Menschen, die alten Menschen helfen - oder junge Menschen die Ideen in einer Armee einbringen.
Nun darüber kann man natürlich streiten. Denn beides hat absolute Vorzüge.
@Noxiel
Okay, welcher halbwegs gebildete Mensch würde diesen Job auch ein Leben lang machen wollen. Vor allem wenn man bedenkt, was darauf steht, wenn ein Soldat seinem Gewissen folgt und nicht einem Befehl.
Das du es mit deinem Gewissen noch vereinbaren kannst, dich mit jemandem zu unterhalten, der noch nichtmal halbwegs gebildet ist. schnüff
Ich halte mich für recht gewitzt und intelligent, nicht auf den Kopf gefallen und auch nicht Geil auf Gehorsam. Natürlich hat der Vorgesetzte das letzte Wort aber er wird sich vorher die Anmerkungen und Vorschläge seiner Unteroffiziere anhören und diese mit einbeziehen.
Und nur weil du in deiner Einheit mehr Uffze/Stuffze gesehen hast die betrunken waren so muß das ja nicht für alle gelten. Auch halte ich es für ziemlich überheblich, den Bildungstand der Bundeswehr allgemein anzuzweifeln, denn damit beleidigst du auch indirekt mich und jeden anderen Kamerad, der diesen Beruf auch noch lebt.
Unnötig zu erwähnen, dass die Vorstellung BS schon fest steht.
~-=\AoR/=-~
05.07.2004, 22:37
qNoxiel
Ich wollte das keineswegs verallgemeinern ... ich kann aber nur über das sprechen, was ich erlebt habe ... und das war nun einmal so. Kann ich ja nix dafür. Und ich wollte dich weiss Gott net beleidigen ... Ausnahmen bestätigen schließlich die Regel. *lach* Und auch ich habe ein paar sehr intelligente Menschen beim Bund kennengelernt. Unser Hauptmann zum Beispiel, oder mein Gruppenführer-Uffz, oder unseren Versorgungsdienstfeldwebel. Das waren alles prächtige Menschen.
Und gerade deshalb tun mir diese Menschen leid. Was könnten diese Menschen in der freien Wirtschaft bewegen? Ich kann nur nicht verstehen, was einen intelligenten jungen Mann dazu treibt, sich freiwillig bei der Bundeswehr zu verpflichten. Eigentlich sollten wir alle von unseren Eltern gelernt haben, das töten falsch ist, aus welchem Grund auch immer. Wir alle sollten durch unsere Erziehung eine Abneigung dagegen haben, eine Waffe auf einen anderen Menschen zu richten.
Dennoch scheint es genug Leute zu geben, die gerade das als ihren Lebenssinn ansehen ... womöglich andere Menschen über den haufen zu schiessen. Ich bin kein Pazifist und ich glaube, ein gewisser Grad an Gewalt ist normal unter Menschen, aber sind wir denn geboren um zu töten? Ich glaube nicht. Ich bin kein religiöser Mensch, aber in allen Religionen wird das Leben als das höchste Gut angesehen, egal wer es lebt. Das sollte man als Soldat mal erkennen.
Und ich wäre, glaube ich, ein schlechter Soldat, da ich Befehle, die ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann, nicht ausführen würde. Im kriegsfall würde das Exekution bedeuten. Ich würde lieber mein eigenes Leben riskieren, als mein lebenlang mit dem Gedanken leben zu müssen, den Vater einer Familie erschossen zu haben.
Das Thema über den Unterschied von Mensch und Tier wurde abgetrennt als "Das Tier im Mensch oder der kleine Unterschied"
JPF as Mod support
Ich hab den Thread lange nicht mehr besucht und habe jetzt auch keine Lust alle Beiträge zu lesen, daher habe ich nur so die letzten nachgeschlagen und bemerkt, dass viele auch meinen, dass Kaum einer aus Deutschland einen Bayer(n) als Kanzler sehen will!
Meines Erachtens ist das doch uninteressant woher jemand kommt, hauptsache er hat Ahnung und redet nicht alles schön(wie gewisse Leute :roll: )!
Ich komme aus Ahlen und das liegt im Münsterland und da war auch einmal eine Bergkolonie! Und im ganzen Ruhrgebiet und den Bergarbeiterstädten war es doch immer unter den Bergarbeiter Gang und Gebe Rot zu wählen, wer was anderes wählt war keiner von Ihnen! So hab ich es zumindest immer mitbekommen!
Was ich damit andeuten möchte ist, dass es nicht nach Bundesländer geht, sondern nach den Menschen die ihre Meinung haben und von dem Entschlossen sind was für sie das beste ist! (Auch wenn es manche Bundesländer kaputt gemacht hat! :()
In einer Kurzmeldung stand am Wochenende in der Zeitung, daß laut Spiegel die Anhänger der Grünen im Durchschnitt 1750-2000 € verdienen, die Anhänger der angeblichen "Partei der Besserverdiener" FDP verdienen "nur" 1500-1750 €.
Eigentlich logisch. Wer solch hahnebüchenen Ideen hat, wie die Ökosteuer, der muß ja Geld haben. Kein Wunder, daß den Grünen-Anhängern es nicht weh tut, daß Benzin nun 1,20 € kostet. Die können sich das ja leisten. :twisted:
@jpf
wer wählt denn die Grünen? Das sind halt vor allen Familien in besser gestellten Städen. Vor allem auf dem Land sind es die jenigen die von den Windrädern profitieren, die unsere Landstriche hier verunstalten und Ökologisch und Ökonomisch völlig sinnfrei sind :motz:
Aber, fairerweise, muss man sagen, dass die Ökosteuer seit letzten Jahr nicht mehr gestiegen ist... die Rohölpreise sind nun mal so hoch.
Daran werden wir uns alle gewöhnen müssen oder, wie ich, mit öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.
Bald werden wir soweit sein, dass sich die GRünen den Kanzler stellen und sich die Koalitionspartner sucht. Vielleicht sollte die CDU mal über ihren Schatten springen, denn aus Schwarz/Grün könnte wirklich etwas werden.
Shingetsu
18.08.2004, 18:00
@JPF:
Das lässt sich sehr leicht erklären.
Die Grünen tun was für unseren Planeten. Ihr gutes Handeln bringt ihnen gutes Karma und somit Wohlstand.
Die FDP hat schlechtes Karma.
Man kann mit Politik noch soviel erreichen, aber seinem Karma entkommt man nicht. Das ist unabhängig von Wählerstimmen.
Wenn es nach dem Karma gehen würde, müßten die Anhänger der Naturgesetzpartei stinkreich sein. Das waren doch die, die 10.000 fliegende Yogi als Truppe für ein gutes Karma schaffen wollten. XD
Shingetsu
19.08.2004, 11:10
Wenn es nach dem Karma gehen würde, müßten die Anhänger der Naturgesetzpartei stinkreich sein. Das waren doch die, die 10.000 fliegende Yogi als Truppe für ein gutes Karma schaffen wollten. XD
Das wollten die ??
Nichtmal in Indien gibt es 10.000 fliegende Yogis.
:roll:
Es war als eine Truppe, ähnlich der Bundeswehr gedacht. :mrgreen:
Shingetsu
19.08.2004, 13:02
:lol:
Die haben halt Sinn für Humor.
Thema: Die Bundesregierung will künftig jeden fünften Langzeitarbeitslosen mit einem so genannten Ein-Euro-Job beschäftigen. "Ich rechne mit einer erheblichen Verstärkung öffentlicher Arbeitsgelegenheiten, vielleicht auf 20 Prozent der heutigen Langzeitarbeitslosen, das wären mindestens 600.000", sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Clement
Frage: Ist das eine sinvolle Idee oder wird sie in der Versenkung verschwinden ?
Shingetsu
21.08.2004, 13:42
1 Euro hat ja nur einen symbolischen wert.
Von einem 1 Euro-Job kann niemand leben.
Ich glaub da verdient man sogar als BISS-Verkäufer noch mehr (wenn man entsprechend viel verkauft)
BISS = "Bürger in Sozialen Schwierigkeiten". Das ist die Zeitschrift die in München von Obdachlosen verkauft wird.
Der Staat muss also trotzdem noch einiges draufzahlen, damit derjenige leben kann. Allein schon für die Miete.
Ausserdem frag ich mich wo da nun der Unterschied zum früheren Modell liegt. Sozialhilfeempfänger mussten schon immer arbeiten, weil ihnen sonst die Stütze gekürzt wurde.
Ich hab das ja bei einem Kumpel von mir mitgekriegt. Dem rückten sie dauernd mit Jobs auf die Pelle, und weil er die nicht angenommen hat wurde ihm die Sozialhilfe um 100 Euro gekürzt.
Daß man Sozialhilfe geschenkt kriegt und nichts dafür tun muss ist eine urbane Legende.
Das ist, wie so vieles im Leben, Individuell. Die einen kriegen es (fast) geschenkt, die anderen müssen sich für ein Gnadenbrot den Buckel krumm schuften.
Um ehrlich zu sein, der Schadenfreude, wenn ich die Krone der Sozialen Schicht, sprich das "Britt" und "Vera am Mittag" Klientel beim Hundehaufen beseitigen beobachten könnte, das wäre schon verlockend... :roll:
Die Wahlergebnisse in Sachsen und Brandenburg sind ja wirklich zum Kotzen. Man kann ja verstehen, daß die Leute enttäuscht sind, aber daß sie deswgen den radikalen linken und rechten Rattenfängern in die Arme laufen ?
Da demonstrieren die Leute vor 15 Jahren für Demokratie und 40 % wählen jetzt undemokratische Parteien.
Daß sowohl Links-, als auch Rechtsradikale teilweise die selben Parolen verwendet haben, ist mehr als bezeichnend. :roll:
Was mich wirklich erschüttert ist die Tatsache, dass die NPD unter den Erstwählern zweitstärkste Partei geworden ist.
~-=\AoR/=-~
19.09.2004, 21:28
Da demonstrieren die Leute vor 15 Jahren für Demokratie und 40 % wählen jetzt undemokratische Parteien.
Das ist falsch ... Demokratie ist doch die freie Wahl der Entscheidung. Ob dir oder mir diese Entscheidung gefällt, ist eine ganz andere Sache. Und undemokratisch sind diese Parteien net, ansonsten würden sie ja net zur Wahl zugelassen.
BtW: Abgesehen vom erschrenkenden Einziehen der NPD in Sachsen und der DVU in Brandenburg, ist es dennoch eine gute Wahl. Die CDU hat in Sachsen ihre absolute Mehrheit verloren (absolute Mehrheit, egal von welcher Partei, ist immer schlecht) und in Brandenburg ist die SPD sogar stärkste Partei. Vielleicht haben die Leute im Osten doch mehr von Hartz IV verstanden, als manche glauben.
Shingetsu
20.09.2004, 10:17
Die PDS ist eine demokratische Partei, und gar nicht linksradikal sondern einfach nur links, und das ist gut so, denn wir brauchen linke Kräfte im Parlament.
Die PDS will eine tolerante multikulturelle Gesellschaft.
Die NPD ist eine Nazi-Partei, und ihren Spitzenkandidat Holger Apfel kenn ich aus den Antifa-Archiven noch mit Vollglatze, Bomberjacke und Hitlergruß ! Typischer Neo-Nazi.
Nur weil er sich jetzt die Haare ein bisschen wachsen ließ, und äusserlich einen auf seriös macht, hat sich aber an seiner Gesinnung nichts geändert, und so einer sitzt jetzt im Landtag.
:-(
P.S. Normalerweise wär es mir egal ob H. Apfel früher ein Skinhead mit Glatze und Bomberjacke war, aber wenn er sich geändert hätte wäre er wenigstens aus der NPD ausgetreten, um zu zeigen daß die Veränderung nicht nur äusserlich ist.
Die PDS als Nachfolgepartei der SED ist ungefähr so demokratisch wie die NPD und ihr Vorgänger, die NSDAP. Nur weil sie auf einmal einen auf Multikulti machen, kann ich nicht vergessen, was sie vor 15 Jahren noch für Bockmist angerichtet haben in der DDR.
Shingetsu
20.09.2004, 11:48
@Urashima:
Die PDS hat sich aber zu einer modernen demokratischen Partei entwickelt, und sie hat sich tatsächlich von ihren SED-Wurzeln gelöst.
Die Differenz zwischen PDS und SED ist viel größer als zwischen NPD und NSDAP.
Die NPD lehnt das demokratische System ab, und befürwortet das sogenannte "Führerprinzip", während die PDS sich offiziell von den Fehlern der Vergangenheit distanziert, und sich zum demokratischen System bekennt.
(fairerweise muss man hinzufügen daß sich auch DVU und Republikaner zur Demokratie bekennen, aber die NPD halt nicht !)
Wenn du die SED nach ihren Wurzeln beurteilst musst du auch bedenken daß die SED aus einer Vereinigung von SPD und KPD hervorgegangen ist. Sogar viele KPD-Mitglieder waren noch weiter vorher mal bei der SPD.
So gesehen kannst du die traditionsbegründete Ächtung der PDS auch bis zur SPD zurückführen.
Wenn die Wähler auch nur ein Minimum an Intelligenz hätten würden sie eher APPD statt NPD wählen.
Hatake_Kakashi
20.09.2004, 16:23
Naja so tiefgründige Wahlsprüche wie
"Hartz 4 stinkt" sprechen halt jeden sofort an
Als die von den großen Parteien :roll:
Die PDS hat sich aber zu einer modernen demokratischen Partei entwickelt, und sie hat sich tatsächlich von ihren SED-Wurzeln gelöst.
Vor allem wenn man daran denkt, daß zumindest vor drei Jahren 60 % der PDS-Mitglieder ehem. SEDler waren. :roll:
Shingetsu
24.09.2004, 22:29
@JPF:
Das wird sich ändern mit der Zeit.
In den 50er-Jahren waren viele CSUler ehemalige NSDAP-Mitglieder, oder noch schlimmer (SS).
Hätte man deshalb früher keine CSU wählen dürfen ?
Damals war die CSU noch ein Sammelbecken für alle ehemaligen Hitler-Begeisterten die ihre Vergangenheit vertuschen, aber trotzdem politisch aktiv bleiben wollten.
Klingt jetzt bisschen hart, aber ist doch so. Die wirklich Linken waren nicht Hitler-begeistert, und gingen auch danach nicht zur CSU.
Die Hitler-begeisterten die den Mut hatten zu ihrer Vergangenheit zu stehen (wie Franz Schönhuber) gründeten eigene Parteien.
Die Vertuscher aber, die sich auch damals schon brav angepasst haben, schlossen sich der CSU an. (aber ohne sich wirklich geändert zu haben. Sie wollten nur nicht auffallen. Das ist alles.)
Ausserdem haben sie in der BRD als CSU-Mitglieder viel bessere Chancen gehabt wieder hoch aufzusteigen. z.B. Hitler's Ost-Spion Gehlen, der dann den Verfassungsschutz der BRD geleitet hat, oder SS-Mann Schleyer, der zum Wirtschaftsboss und Arbeitgeberpräsident aufstieg.
Als bekennende Neo-Nazis hätten sie das nicht geschafft. Anpassung lohnt sich also immer, egal in welchem System.
Maunzilla
25.09.2004, 05:06
Das wird sich ändern mit der Zeit.
In den 50er-Jahren waren viele CSUler ehemalige NSDAP-Mitglieder, oder noch schlimmer (SS).
Hätte man deshalb früher keine CSU wählen dürfen ?
Dann ist die NPD also auf dem besten Wege zur künftigen Volkspartei... :shock:
Wenn man sich die Typen von der NPD im Interview so anschaut, dann kommt einem schon das Grausen. (Nicht wegen der Politik, sondern wegen ihrer Inkompetenz. :P ) Aber ich denke, das liegt einfach daran, daß es im wesentlichen nur vier Kategorien von Menschen/Politikern gibt:
1. die schlauen Gutmenschen: gehen nicht in die Politik (weil es ein dreckigens & verlogenes Geschäft ist)
2. die schlauen Gauner: gehen in große Parteien (SPD/CDU), weil da die Chance auf einen Sitz im Parlament (Macht & Geld) am größten ist.
3. die dummen Gutmenschen: gehen in kleine linke, Öko oder religiöse Parteien (vergeuden viel Zeit & Energie, ohne etwas zu erreichen)
4. die dummen Gauner: gehen in kleine radikale Parteien (vergeuden viel Zeit & Energie, ohne etwas zu erreichen.)
:)
oder es gibt da sowas wie subtile politiker, die man heute auch als führer oder diktatoren bezeichnet... :roll:
Shingetsu
25.09.2004, 10:43
@Maunzilla:
Gute Einschätzung. Schlaue Gutmenschen schliessen sich aber auch manchmal großen Parteien an, weil man ja auch eine große Partei von innen heraus umkrempeln kann.
z.B. die Linksruck-Jusos, die erreichen wollen daß die SPD linker wird.
Das wird sich ändern mit der Zeit.
In den 50er-Jahren waren viele CSUler ehemalige NSDAP-Mitglieder, oder noch schlimmer (SS).
Hätte man deshalb früher keine CSU wählen dürfen ?
Dann ist die NPD also auf dem besten Wege zur künftigen Volkspartei...
Kann man so nicht ganz vergleichen.
Einige spätere CDU-Politiker (z.B. Konrad Adenauer) waren sogar im KZ.
Die CDU gab es damals noch nicht, aber die CDU-Politiker waren vorher schon in anderen Partei z.B. Zentrumspartei usw.
Doch nach dem "Untergang" gingen halt viele ehemalige Nazis in die CDU/CSU, weil SPD aufgrund der zu großen Gesinnungsunterschiede nicht in Frage kam.
Leider hatte die CDU wohl auch kein großes Interesse an einer gründlichen Entnazifizierung ihrer eigenen Partei.
Rechtsradikale Parteien gab es glaub ich erst etwas später, so in den 60er-Jahren, aber da hatten die Alt-Nazis schon ihre festen Posten in der CDU/CSU, und wären verrückt gewesen wenn sie das aufgegeben hätten nur um bei der NPD mitzumachen.
Ausserdem wussten sie ja daß man mit dem Nazi-Stempel auf der Stirn in der BRD nicht weit kommt.
Oh ja, die böse, böse PDS ! Als sie aufkam, hieß es : Die SED-Nachfolgepartei. So getreu dem Motto : Wenn ihr die wählt, ziehen die einen Zaun um die ganze BRD und klonen Erich Honnecker :twisted:
Der Begriff "SED-Nachfolgepartei" begleitete sie dann über Jahre, bis das dann mehr und mehr nachließ (Was wir auch Gregor Gysi zu verdanken haben). Doch als dann daß Hartz 4-Debakel losging und es für die PDS wieder besser aussah, hieß es auf einmal wieder : Die SED-Nachfolgepartei. Kein Wunder, dass die Rechtsextremen so viele Stimmen bekommen, wenn man nur vor den bösen Linken warnt.
Es ist ja wohl ein extremer Unterschied, wenn sich eine Partei selbst als Nachfolgepartei einer diktatorischen Partei gründet, wie die PDS als Nachfolgepartei der SED oder ob sich ehem. Mitglieder einer extremist. Partei in eine demokratischen Partei beitritt, zumal sie dann dem demokratischen Parteiprogramm verpflichtet sind.
Und die Ostdeutschen müßten schon sehr blind sein, wenn sie wirklich deswegen rechtsextrem wählten, weil sie Angst vor linksextrem hatten.
@ JPF : Ja, du hast ja recht, so einfach, wie ich das sagte, ist es ja auch nicht.
Wer rechts wählt hat auch rechtes Gedankengut und keine angst vor den Linken. *JPFzustimm*
Ich hab mal wieder gepostet, ohne richtig nachzudenken, das kam wohl, weil mich das Wahlergebnis sehr erschüttert hat.
~-=\AoR/=-~
28.09.2004, 15:04
Und die Ostdeutschen müßten schon sehr blind sein, wenn sie wirklich deswegen rechtsextrem wählten, weil sie Angst vor linksextrem hatten.
Ich glaube net, dass das der Grund ist, ansonsten würde die PDS im Osten ja net soviele Stimmen bekommen. Aber bleiben wir doch mal beim Thema: Wenn eine Partei wie die NPD oder die DVU zu einer Wahl zugelassen wird, dann haben die Leute schließlich die freie Entscheidung diese auch zu wählen. So ist das nun mal in einer Demokratie. Und wenn die Leute sich entschließen aus Protest NPD zu wählen ... es ist ihr gutes Recht!
Mir gefällt das auch net, das ich in einem Bundesland lebe, wo die NPD mit knapp 10% in den Landtag eingezogen ist, aber: Das ist Demokratie! Und da braucht man net über die Wähler zu schimpfen und diese beleidigen, wie dämlich sie sind, denn diese haben einfach nur von ihrem Recht auf freie Wahl Gebrauch gemacht. Und das ist allemal besser, als rein aus Tradition immer wieder ein und diesselbe Partei zu wählen, denn dann hätten mer die DDR auch behalten können, da war das schließlich auch so.
Du mißverstehst mich. Natürlich gehört es zur Demokratie den Leuten die Möglichkeit zu geben auch NPD, DVU und PDS zu wählen. Es ist aber ein Zeichen dafür wie desinformiert die Leute sind bzw. wie dämlich (wenn sie hinter dieser Ideologie stehen), wenn sie die extremen Parteien wählen.
Du hast ja auch das Recht Dich täglich mit Alkohol zu zu schütten. Wenn Du aber so verantwortungslos bist, daß auch zu tun, ist das trotzdem nicht richtig, weil es Dir über kurz oder lang schaden wird. ;)
Das ist halt der Unterschied, wenn man ei freier, mündiger Bürger ist. Du hast die Möglichkeit was falsch zu machen. Es liegt an Dir, nicht diesen Fehler zu begehen.
~-=\AoR/=-~
29.09.2004, 11:18
@JPF
Was falsch ist, hängt immer vom Standpunkt des Betrachters ab. Und ich bin fest davon überzeugt, das jeder, der zur Wahl geht, sein Kreuzel an der Stelle macht, wo es seiner Meinung nach richtig ist.
Desweiteren hört sich das für mich folgendermassen an: Du hast zwar das Recht alle Parteien auf dem Zettel zu wählen, aber wenn du die falschen wählst, dann bist du ein Depp. Und was falsch ist, das legen wir vorher fest."
Wer in einer Demokratie nichtdemokratische Parteien wählt, handelt gegen die Demokratie. Aus Sicht der Demokraten ist diese Wahl natürlich falsch. ;)
~-=\AoR/=-~
29.09.2004, 11:53
Wer in einer Demokratie nichtdemokratische Parteien wählt, handelt gegen die Demokratie. Aus Sicht der Demokraten ist diese Wahl natürlich falsch. ;)
In einer Demokratie kann man keine nicht-demokratischen Parteien wählen, da diese nicht zur Wahl zugelassen werden. Außerdem ist die Verbindung undemokratisch und Partei eigentlich ein Widerspruch in sich.
Am Beispiel der NPD hat man ja gesehen wie schwer es in einer Demokratie ist, eine undemokratische Partei zu verbieten. ;)
Auch wenn eine undemokratische Partei ein Widerspruch ansich ist, kannst Du eine Menge Beispiele dafür finden, bei denen wohl niemand widerspricht. NSDAP, KPdSU, SED,... .
Einen extremeren Widerspruch finde ich anarchistische Parteien, wie sie z.B: schon in den Niederlanden im Parlament waren. :roll:
~-=\AoR/=-~
29.09.2004, 13:45
Wenn eine Partei nachweislich gegen die Demokratie und die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland verstößt, bzw. diese in Zukunft schaden wollen, wird sie in Deutschland nicht zur Wahl zugelassen. Da die NPD zugelassen wurde, muss man also erstmal davon ausgehen, das diese Partei demokratische Ziele verfolgt. Welche das sind, steht auf einem anderen Blatt. Schließlich gilt in Deutschland der Grundsatz "Jeder ist so lange unschuldig, bis seine Schuld eindeutig bewiesen ist."
Was mich aber wirklich stört ist, das du jeden, der ein bisschen abseits der üblichen Parteien wählt, als dämlich oder politisch desinformiert hinstellst. Das würde mich nämlich einschließen ... und ich habe das eine Mal, als ich einen Kandidaten der PDS gewählt habe, dies aus sehr gut überlegten Schritten heraus getan.
Wie gesagt, mir gefällt auch net, das ich in einem Bundesland lebe, in dem die NPD mit knapp 10% in den Landtag eingezogen ist. Vor allem weil ich hier nicht wählen kann. Aber es ist nun mal nicht zu ändern, und die Leute werden schon merken was sie davon haben. Und außerdem glaube ich, daß jeder, der zur Wahl geht, davon überzeugt ist, dass das was er wählt das Richtige und Beste ist. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Shingetsu
29.09.2004, 14:28
@AOR:
Daß die NPD zugelassen wurde muss nicht heissen daß sie demokratisch ist.
Als Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde musste er auch einen Eid leisten Demokratie und Republik zu schützen.
Das hat er dann auch feierlich geschworen. War er deshalb ein Demokrat ?
Momentan wissen wir nur daß es der NPD gelang einer Mehrheit vorzutäuschen daß sie demokratisch sind.
Politiksendungen wie "Monitor" oder SpiegelTV haben auch schon von Partei-internen Rundschreiben berichtet in denen es hieß: "Im Gegensatz zu DVU und Republikanern bekennen wir uns nicht zur demokratischen Grundordnung sondern lehnen diese entschieden ab." (oder so ähnlich)
und es ist unter Neo-Nazis allgemein bekannt daß in der NPD das "Führerprinzip" verwirklicht werden soll.
Ich hab selber mal mit einem Neo-Nazi gelabert der mir erzählt hat daß man Reps und DVU vergessen kann weil die zu lasch sind. Als ich ihn gefragt hab welche Partei für ihn dann richtig wäre hat er gesagt: "NPD"
Ich meine .. Wenn eine Partei ganz offensichtlich sogar noch RECHTS von DVU und REPS steht .. Stell dir das doch mal vor. Sind uns nicht schon diverse CSU-Sprüche unheimlich ? Was halten wir dann erst von den Republikanern ? und nun stell dir mal eine Partei vor die noch rechter als die REPS ist.
:zitter: :zitter: :zitter:
Das sind doch abartige Perversos.
@JPF:
Aber da zeigt sich auch der Unterschied zur PDS. Die bekennen sich nämlich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, und das steht auch im Grundsatzprogramm.
Maunzilla
29.09.2004, 22:15
Gehört es aber nicht zum Grundprinzip der Demokratie, daß die Bürger ihre Staatsform selbst wählen können. Wenn die Mehrheit keine Demokratie will, darf man sie ihr dann aufzwingen?
Streng genommen, sind die CDU und die SPD die verfassungsfeindlichsten Parteien, denn sie haben das Grundgesetz schon etliche Male für ihre Zwecke geändert. Wohingegen die NPD noch nie an der Verfassung gerüttelt hat. (Außer daß einige sie grundsätzlich ablehnen. Aber das ist auch wieder ihr gutes Recht.)
Ich finde, daß es überhaupt gleich ist, ob man eine demokratische oder andere Staatsordnung hat, solange die Menschen zufrieden sind. (Der Dalai Lama war auch ein Dikator und das Volk hat ihn gerne gemocht.)
Shingetsu
29.09.2004, 22:36
@Maunzilla:
Der Dalai Lama ist aber auch ins Exil gegangen statt sein Volk zum totalen Krieg aufzurufen.
Eine Diktatur die auf den Lehren Buddhas beruht kann gar nicht so schlecht sein. Der Buddhismus verbietet schliesslich anderen Wesen Leid zuzufügen.
Normale Diktaturen sind aber zu jeder Schandtat bereit wenn es darum geht die Macht zu erhalten.
Man kann nicht die NPD ranlassen um auszuprobieren ob ein bisschen Diktatur funktionieren würde wenn die Mehrheit es so will.
Wenn die einmal an der Macht sind werden sie nicht einfach abdanken nur weil die Mehrheit es irgendwann dann NICHT mehr will.
Anschliessend müssten wir wieder Jahrzehnte lang für unsere Freiheit kämpfen, Montagsdemontrationen abhalten, und rufen "Wir sind das Volk" und uns von den Unterdrückern plattschiessen lassen, bis wir die dann wieder wegkriegen. Oder "Die Weiße Rose - The Next Generation".
Denk mal daran daß die Widerstandskämpfer gegen das Dritte Reich immer noch als Helden gelten.
Ergo ist Widerstand gegen Diktatur sowas wie die Heilige Kuh. (soll heissen: Eine gerechte Sache an der es nichts zu rütteln gibt.)
Warum sollten wir also einer Partei eine Chance geben die wir dann sowieso mit allen Mitteln bekämpfen müssten wenn sie tatsächlich an die Macht kommt ?
Ausserdem haben wir keine Demokratie sondern Demokratie 2.0
Das nennt sich auch "wehrhafte Demokratie", und ist vom Prinzip her sowas ähnliches wie "soziale Marktwirtschaft".
Maunzilla
01.10.2004, 12:15
@ Shingetsu: Unter der Lama-Herrschaft gab es auch drakonische Strafen wie Händeabhacken oder die Todesstrafe. (abgesehen davon, daß es in dem kleinen Land zehntausend Klöster gab, die auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung lebten.)
Für mich sind nicht alle Widerstandskämpfer im 3. Reich Helden. Wer wie Stauffenberg zuerst als Nazigeneral Karierre macht und maßgeblich an den Verbrechen des Angriffskrieges beteiligt ist, und hinterher heimtückisch versucht, seinen Chef um die Ecke zu bringen, um sich selbst an die Staatspitze zu puschen, ist für mich nur ein feiger Verräter.
Die NPD wird es niemals bis an die Macht bringen. Dazu sind ihre vetreter nicht kompetent genung, und ihre Ziele zu radikal. Aber ich finde es ganz gut, daß sie im Parlament sitzen und den etablierten Parteien ein bißchen Angst machen. Mit knapp 10% können sie nichts anrichten, aber den anderen zeigen, daß man nicht jahrelang am Volk vorbei regieren kann.
~-=\AoR/=-~
01.10.2004, 13:59
@AOR:
Daß die NPD zugelassen wurde muss nicht heissen daß sie demokratisch ist.
Doch, genau das heißt es. Alle Mitglieder des Landtages, also auch die NPD-Abgeordneten, müssen ihren Eid auf die Verfassung leisten. wenn sie den dann brechen, dann handeln sie undemokratisch. Außerdem kann man sich nicht hinstellen, und 10% der Bevölkerung an den Kopf werfen, dass sie allesamt dämlich Idioten seien, die von demokratie keine Ahnung haben, nur weil sie ihr im Grundgesetz verankertes Recht auf frei Meinung und freie Wahl in Anspruch genommen haben.
Da könnte ich genausogut, nur weil ich die politischen Ansichten der CDU/CSU nicht mag, sagen, dass über 50% der Bayern hirnverbrannte Idioten sind. Man muss aber unterscheiden zwischen eigenen politischen Anschauungen und den demokratischen Möglichkeiten. Demokratie ist nun mal nicht einfach, aber da muss man halt was machen, damit die Extremisten nicht gewählt werden. Man kann sich einfach nicht hinterher hinstellen und sagen "Mit den Idioten von der NPD arbeiten wir nicht zusammen." DAS ist undemokratisch, denn schließlich vertreten diese "Idioten" 10% der Bevölkerung ... auch wenn uns das nicht passt.
Shingetsu
01.10.2004, 17:26
@AOR:
10% der (Ost-)Bevölkerung ?
Das wissen wir aber erst seit den letzten Wahlen in Thüringen.
Die NPD würde gar nichts vertreten wenn man sie rechtzeitig verboten hätte.
Sie haben einen Eid auf die Verfassung geleistet ? Na und ? Genau darum brachte ich doch das Beispiel vom Eid den Adolf Hitler als Reichskanzler geleistet hat, und wo er sich auch nicht daran gehalten hat.
Man muss sich auf Ermittlungsergebnisse innerhalb der Parteien verlassen, auf Äusserungen die hinter vorgehaltener Hand gemacht wurden, auf partei-interne Rundschreiben, also auf die Ergebnisse die uns ein effektiv arbeitender Verfassungsschutz liefern sollte, und nicht auf offizielle Worthülsen, denn letztendlich ist ein Eid nur Schall und Rauch.
Das sind schliesslich Machiavellisten die auf dem Weg zur Machtergreifung keine moralischen Schranken kennen.
Wie ernst NPD-Leute ihre Aufgabe als Volksvertreter nehmen zeigt z.B. folgendes Szenario:
TV-Reporter fragt NPD-Abgeordneten: "Warum wollen sie sich dazu nicht äussern ? Sie sind doch ein gewählter Volksvertreter."
Darauf die patzige Antwort: "Sie vertret ich nicht !"
Das ist schonmal ein kleiner Vorgeschmack darauf wie die NPD mit Andersdenkenden umgeht. Stoiber und Schröder geben sich wenigstens Mühe zu allen Leuten freundlich zu sein.
Wenn ich die NPD verbieten will bin ich vielleicht auch nicht besser, doch paradoxerweise muss man potentielle Unterdrücker unterdrücken damit man selbst nicht unterdrückt wird.
Darum heisst es auch "wehret den Anfängen"
Denn wenn die NPD an die Macht kommt müsste ich mich sowieso einer Resistance- oder Partisanengruppe anschliessen um die neue Nazi-Diktatur mit allen Mitteln zu bekämpfen.
Doch warum so lange warten ? Bei Hitler haben auch alle gewartet, waren ratlos, haben gewartet, haben toleriert, haben gewartet ...
Was dabei rauskam sieht man ja.
Da könnte ich genausogut, nur weil ich die politischen Ansichten der CDU/CSU nicht mag, sagen, dass über 50% der Bayern hirnverbrannte Idioten sind.
und eventuell würde ich dir gar nicht widersprechen, obwohl ich selbst ein Bayer bin. :wink:
Doch solang in München unser Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) regiert ist Bayern nicht verloren.
@Maunzilla:
Warum muss man NPD wählen um zu zeigen daß man mit der Politik der herrschenden Parteien nicht zufrieden ist ?
Wenn man die herrschenden Parteien der Mitte nicht mag kann man doch auch PDS wählen.
Die PDS ist wenigstens nicht radikal, aber trotzdem eine starke Alternative zur SPD.
In meinem Bekanntenkreis gibts auch so Typen die sagen: "Ich mag die NPD nicht, denn wenn die an der Macht sind würden sie auch gegen uns Kiffer vorgehen, aber ist ganz gut wenn die den Etablierten mal bisschen angst machen."
und warum muss man den Etablierten ausgerechnet mit rechtsradikalen Parteien angst machen ? Warum nicht mit linksradikalen ???
Wenn das ihre Art von Protest ist könnten sie doch auch DKP oder MLPD wählen. Die sind auch radikal, und vor dem "Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD" hat die CDU mindestens genauso viel angst wie vor der NPD.
Darum frag ich mich warum bestimmte Leute sich eher am rechten Rand orientieren und total vergessen daß es auch einen linken Rand gibt.
Was deine Meinung über Stauffenberg anbelangt stimm ich dir mal zu.
Die Wehrmachtsführung war allgemein mit Hitlers Führungsstil an der Ostfront unzufrieden, und Stauffenberg war ja nicht gerade ein Linker.
Da find ich Georg Elser (http://www.georg-elser.de), oder zahlreiche Resistance- und Partisanenkämpfer die unbekannt blieben viel besser.
Jedes Jahr feiern sie den Putschversuch gegen Hitler. Hallo ... Stauffenberg war nicht der einzige der versucht hat Hitler umzubringen !
Maunzilla
02.10.2004, 01:45
Natürlich könnte man auch die extrem linken Parteien wählen, wenn es um Protest geht, aber nicht jeder ist nun einmal ein Linker. Außerdem haben die gerade die rechten Parteien es trefflich verstanden auf die Ängste und Ärgernisse der Bevölkerung einzugehen. (z.B. Angst vor Ausländern und Überfremdung, Kriminalität, gegen EU) Auf solche Fragen haben die Linken keine Antwort parat.
Hinzu kommt, daß gerade die PDS/SED ja ihre Chance gehabt hat und in vierzig Jahren DDR die Folgen ihrer Politik zeigen konnte. Die NPD/DVU usw. waren ja noch nie an der Macht.
Der Vergleich mit Hitler ist insofern problematisch, als daß man hinterher immer klüger ist. Zumal die Menschen damals nicht so umfassend über Politik informiert waren, wie heute. Außerdem; wenn er den Krieg gewonnen hätte, würden wir ihn heute als großen Nationalhelden feiern.
Meines Erachtens spielt es ohnehin keine große Rolle, wer im Parlament und in der Regierung sitzt, weil die Karten woanders gemischt werden.
Shingetsu
02.10.2004, 08:21
Hinzu kommt, daß gerade die PDS/SED ja ihre Chance gehabt hat und in vierzig Jahren DDR die Folgen ihrer Politik zeigen konnte. Die NPD/DVU usw. waren ja noch nie an der Macht.
PDS war noch nie an der Macht, und SED war was anderes.
Wenn man das in einen Topf wirft könnte man nämlich erst recht behaupten daß NSDAP auch schon an der Macht war, und daß man bereits nach 10 Jahren (1934-1944) die Folgen ihrer Politik sehen konnte, und daß es dann bei Nachfolgeparteien wie NPD auch nicht besser sein wird.
Nur das haben die Leute wohl schon wieder vergessen. Der Schrecken der Nazi-Zeit liegt halt länger zurück als die SED-Ära, und weil das so lange her ist traut man sich auch wieder Nazis zu wählen, während man sich an die Kommunisten noch ganz gut erinnern kann, weil das erst 15 Jahre her ist.
Kein Wunder daß es immer heisst "Gegen das Vergessen", denn das Volk ist so vergesslich.
Und da wundert man sich warum an jeder Ecke ein Mahnmal steht ?
Das nächste Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus sollte gleich mal in Thüringen gebaut werden.
Maunzilla
03.10.2004, 20:56
Das kann man aber nicht vergleichen. Viele PDS-Mitglieder waren auch schon in der DDR Funktionäre und trugen politische Verantwortung, während die NPD-Leute nichts mit dem 3. Reich zu tun haben. (Außer ihrer Gesinnung...)
Shingetsu
03.10.2004, 21:00
@Maunzilla:
Aber auf die Gesinnung kommt es an. Wenn eine bestimmte Gesinnung an die Macht kommt wird das Ergebnis immer ähnlich sein. NPD-Gesinnung wird logischerweise zu etwas führen das dem 3. Reich sehr ähnlich ist. Wir können also in den Geschichtsbüchern nachlesen was die Folgen einer NPD-Regierung sein werden.
Dazu fällt mir ein Zitat von ABBA ein:
"the history book on the shelf is always repeating itself .. Waterloo .."
Maunzilla
05.10.2004, 00:48
Dann müßte eine PDS-Regierung aber zu einem Staat wie der DDR führen (oder wie der Sojetunion), und das wollen wir doch auch nicht.
Ich denke, daß es heutzutage gar keine große Rolle mehr spielt, welche Partei an die Macht kommt. Unser Staat wird derart umfassend von der Wirtschaft und von ausländischen Einflüssen bestimmt, daß die Politik gar keine große Gestaltungsmöglichkeit mehr hat. Und das Volk ist dank dem Fernsehen so auf Konsum gedrillt, daß es gar kein Interesse mehr an irgend einer Ideologie hat.
~-=\AoR/=-~
05.10.2004, 08:32
Passt gerade zwar nicht zur Diskussion, aber mit sowas muss man halt in einem derartigen Thread leben.
Bayerischer Sonderweg
Der Freistaat hat dem Grundgesetz niemals zugestimmt.
Es war eine lange und tumultartige Sitzung, die der Bayerische Landtag am 19. und 20. Mai 1949 absolvierte. 15 Stunden lang wurde heiß debattiert, und dann folgte die Abstimmung: 63 Abgeordnete stimmten für das Grundgesetz, 101 dagegen. Damit lehnte die CSU-Mehrheit des Landesparlaments die Verfassung der Bundesrepublik ab. Begründet wurde die Ablehnung damit, dass der Bund zu viel Macht gegenüber den Ländern besäße. Bayern hätte zum Beispiel gern Bundestag und Bundesrat als gleichberechtigte gesetzgebende Organe gesehen.
[..]
Inzwischen lebt auch Bayern ganz gut mit dem Grundgesetz. Zugestimmt hat das Land allerdings tatsächlich nie - auch eine Petition an den Landtag, anlässlich des 50-jährigen Verfassungsjubiläums diese Zustimmung nachzuholen, verhallte 1999 ungehört.
Ich habe schon immer gewußt, dass dies ein undemokratisches Bundesland ist. *lach*
Das nächste Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus sollte gleich mal in Thüringen gebaut werden.
Wie kommst du ausgerechnet auf Thüringen?
Shingetsu
05.10.2004, 15:23
Dann müßte eine PDS-Regierung aber zu einem Staat wie der DDR führen (oder wie der Sojetunion), und das wollen wir doch auch nicht.
Nee. Denn die PDS ist nicht so links wie die NPD rechts ist.
Hier mal zum Verdeutlichen:
KPD*************** ****************Mitte ***************************NSDAP
|-------------------------|------ | ---|---------------------|--|
******************************PDS*********FDP***** *****************NPD
@AOR:
Echt krass. Aber was hat es ihnen gebracht die Verfassung abzulehnen, wenn sie sich dann doch daran gehalten haben ?
Blieb ihnen doch eh keine andere Wahl, ausser sich unabhängig zu erklären, aber dann würde Bayern nicht mehr zur BRD gehören.
Man hat sich nichtmal bemüht einen Kompromiss zu finden damit Bayern doch noch zustimmen konnte.
Scheint also keine Rolle gespielt zu haben ob Bayern zustimmt oder ablehnt, und das ist auch eine seltsame Auffassung von Demokratie.
Die Abstimmung über das Grundgesetz war also total überflüssig.
~-=\AoR/=-~
05.10.2004, 15:37
Das Grundgesetz bedurfte einer 2/3 Mehrheit im Bundesrat, und da alle anderen Bundesländer ordentlich wie es sich gehört für die Verfassung gestimmt haben, konnte das Grundgesetz in Kraft treten. Was auch immer die Bayern gegen das Grundgesetz haben ... dran halten müssen sie sich trotzdem, da Bundesrecht über Landesrecht steht. Aber die Bayern machen ja eh immer was sie wollen, also quasi wie England in der EU. *lach*
BtW: Du hast mir immer noch net gesagt, wieso du mit dem Mahnmal gerade Thüringen angesprochen hast?
BtW²: Deiner komischen Skizze zufolge müsste die PDS also zwischen SPD und FDP sitzen. *lach* Ich glaube wenn der Bisky das sieht ist er net gerade erbaut darüber, wenn du die PDS so weit in der Mitte einordnest. Sagen wir einfach sie sind ein kleines Stück linker als die SPD es eigentlich sein sollte.
Shingetsu
05.10.2004, 15:41
@AOR:
Weil doch die Thüringer die NPD in den Landtag gewählt haben.
Deshalb ein fettes Mahnmal.
Wegen der Skizze: FDP ist ja auch eher Mitte, und die PDS ist halt bisschen links der Mitte.
Doch die NPD ist so weit rechts daß sie schon der NSDAP auf die Pelle rückt.
Ich hab jetzt noch eingetragen wo ich die FDP sehe.
~-=\AoR/=-~
05.10.2004, 15:58
@Shin
Noch eine Beleidigung meiner Heimat und ich komm vorbei. *lach* Mer Thüringer sind nette Leute, die Sachsen waren so dämlich genug. *auf die Karte östlich von Thüringen deut*
Shingetsu
05.10.2004, 16:08
@AOR:
ach so. Thüringen ist doch da wo das Erzgebirge ist, oder ?
Also da wo der alte Holzmichel wohnt ?
:wie: :wie:
~-=\AoR/=-~
05.10.2004, 16:19
@AOR:
ach so. Thüringen ist doch da wo das Erzgebirge ist, oder ?
Also da wo der alte Holzmichel wohnt ?
:wie: :wie:
Wir sollten mal eine ernsthafte geographische Diskussion führen. Das Erzgebirge liegt östlich vom Vogtland und ist tiefstes Sachsen (also so südlich vom Chemnitz). westlich davon liegt das Vogtland, wo ein Teil zu Sachsen, einer zu Franken (nicht Bayern *g*) und ein Teil zu Thüringen gehört.
http://www.thw-sachsen-thueringen.de/_bilder/landkarte.gif
So, ich wohne in Plauen das ist Vogtland. Alles klar?!
Shingetsu
05.10.2004, 16:32
@AOR:
Aber Plauen liegt doch in Sachsen, auch wenn es zum Vogtland gehört.
Das Erzgebirge liegt südlich von Chemnitz ? Dann ist Plauen aber ganz nah dran am Erzgebirge.
~-=\AoR/=-~
06.10.2004, 16:45
@Shin
Wenn du hier zu jemandem Sachse sagt bist du wahrscheinlich genauso tot, wie wenn du in Köln ein Altbier bestellst oder einen Franken als Bayern bezeichnest. Ich weiß schon net mehr wieso ich dir hier geografische sachen erzähle, deswegen lass ich es jetzt.
BtW: Morgen wäre der 55. Geburtstag der DDR. Ist mir gerade so aufgefallen. *lach*
Shingetsu
06.10.2004, 17:08
@AoR:
Da ein Teil des Vogtlandes zu Franken gehört, und Franken zu Bayern gehört, wäre es doch toll wenn sich auch das ganze Vogtland uns anschliessen würde.
Dann wärst du ein Bayer, genau wie ich.
:wink:
~-=\AoR/=-~
06.10.2004, 17:17
So, das letzte OT jetzt dazu: Wenn das passieren sollte, dann wander ich aus! Aber wir könnten es ja so machen, wie es vor knapp 1000 Jahren mal war: Da gehörte Franken und Teile Bayerns, die Hälfte des heutigen sachsen und Teile von Sachsen-Anhalt und Hessen zum Thüringer Königreich. *g*
JPF as Mod support:
Und es wäre nicht der erste Anschluß von Thüringer Lande an Bayern. Coburg ist 1920 an Bayern gefallen.
Und damit beenden wir diesen kleinen Exkurs in die Geographie der der deutschen Bundesländer und kehren zurück zur Politik.
Falls gewünscht könnt Ihr ja einen kleinen Geographie-Thread aufmachen. ;)
Shingetsu
07.10.2004, 01:31
Anlässlich des 55. Geburtstags der DDR:
"Den Kommunismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf"
Erich Honnecker
Kurze Zeit später war die DDR am Ende.
~-=\AoR/=-~
07.10.2004, 09:01
"Die Mauer wird in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben, wenn die dafür vorhandenen Gründe noch nicht beseitigt sind."
Wie wahr, wie wahr. Uns Ehrich meinte damit aber wahrscheinlich nicht, dass das Volk den Kommunismus als Grund für die Mauer sah und diesen abschaffte. *lach*
"Den Kommunismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf"
Erich Honnecker
Die wollten ihn auf den Weg in den Abgrund auch nicht aufhalten. ;)
~-=\AoR/=-~
07.10.2004, 13:31
Wie sagte man bei uns so schön: "Der Kapitalismus steht am Abgrund, der Sozialismus ist ihm wie immer einen Schritt vorraus." *lach*
Shingetsu
31.10.2004, 01:31
Ich hab gehört es gab vor kurzem eine Schlägerei unter deutschen Politikern. Hat jemand was darüber gehört ?
Nach der Wahl des Stuttgarter Bügermeister, haben sich der BW-Staatsminister Palmer und ein CDU-MdB gestritten, ob Teufel zurücktreten soll. Schließlich hat Palmer dem MdB zwei Ohrfeigen verpaßt. Am nächsten Tag sind Teufel und Palmer zurückgetreten.
Ist aber nicht das erste Mal, daß deutsche Politiker handgreiflich werden.
~-=\AoR/=-~
01.11.2004, 08:04
Jetzt prügelt sich die CDU schon uintereinander und nicht mehr nur mit dem politischen Gegner. *lach*
Jetzt prügelt sich die CDU schon uintereinander und nicht mehr nur mit dem politischen Gegner. *lach*
Nur keine Vorfreude. - Sollte das deutsche Volk noch einen geringen Rest von Verstand besitzen, wird die CDU/CSU bei der nächsten Wahl siegen. - Wir haben somit eine 50/50-Chance Rot/Grün abzulösen... :?
~-=\AoR/=-~
01.11.2004, 11:06
@Takuma
Wenn das so ist ... aber das deutsche Volk neigte schon immer dazu sich selbst vernichten zu wollen. Warum sollte es bei der nächsten Wahl anders sein.^^
Wenn die Mehrheit der Menshcen vernünftig wären, wäre Bush jr. auch nie gewählt worden. :roll:
Hier aus dem Münchner Merkur noch eine kleine Auflistung von politischen Schlägereien:
Als im Bundestag die Fäuste flogen ...
In den vergangenen Jahrzehnten waren Handgreiflichkeiten deutscher Parlamentarier eher die Ausnahme, Im Ausland sind Tumulte und Schlägereien dagegen keine Seltenheit.
- 1999 kam es bei einer Extremismusausstellung im Stuttgarter Landtag zum Eklat, als Abgeordnete der Republikaner und ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes handgreiflich wurden.
- Im selben Jahr beklagte sich die grüne Kieler Abgeordnete Adelheid Winking-Nikolay über Handgreiflichkeiten einer Parteikollegin.
- Bei einem Empfang für hohe US-Militärs im Wiesbadener Landtag stürzte sich der grüne
Abgeordnete Frank Schwalba-Hoth 1983 auf den Kommandierenden General Paul S. Williams und Landtagspräsident Jochen Lengemann (CDU) und beschmutzte beide mit einer roten Flüssigkeit.
- Wenig vorbildlich gab sich im Jahr zuvor Hessens SPD-Ministerpräsident Holger Börner, der den grünen „Kerlen" am liebsten „eins in die Fresse" hauen wollte und mit „der Dachlatte" drohte.
- Zu den deutschen Akteuren der frühen Jahre gehört der legendäre SPD-Politiker Herbert Wehner, der 1950 einen fraktionslosen Bundestagsabgeordneten durch die geschlossene Glastür eines Ruheraums stieß.
- Der rechtsradikale Parlamentarier Wolfgang Hedler war zuvor wegen judenfeindlicher Äußerungen für mehrere Tage von den Sitzungen ausgeschlossen worden.
- Im selben Jahr kam es im Plenum zu einem Boxkampf zwischen dem kommunistischen Abgeordneten Friedrich Rische und einem Saaldiener.
- Tödlich endete 2001 ein Streit mit Fäusten und Wurfgeschossen im türkischen Parlament. Ein Oppositionspolitiker, der die Auseinandersetzung schlichten wollte, erlitt einen Herzinfarkt.
- 2003 kam es in den Volksvertretungen der Ukraine, von Japan und Venezuela zu regelrechten Saalschlachten.
Auch in Taiwan und Thailand gab es solche Vorfälle.
~-=\AoR/=-~
09.11.2004, 20:57
So, mal was erfreuliches in diesem thread!
Heute haben wir also den 15. Jahrestag des mauerfalls. Der 9. 11. war schon immer ein besonderer Tag in der Geschichte der Welt, aber besonders der deutschen geschichte. Ich erinner mich noch daran, wie mein Vater im Spätsommer 1989 mit vielen anderen damals in Jena nicht auf Arbeit gegangen ist, um am nachmittag friedlich für reformen in der DDR zu demonstrieren. mein vater hat mir mal erzählt, was für eine angst er vor seiner ersten Demo hatte. Keiner wußte wie dioe Polizei reagieren würde. Keiner wußte ob nicht wie 1954 die Russenpanzer aus den Kasernen fahren würden. Und dennoch sind die Leute damals das Risiko eingegangen, ihr eigenes Leben zu riskieren, um den Staat in dem sie lebten zu verändern, zu verbessern. Und ich bin stolz darauf, das mein vater einer von ihnen war.
Und ich gedenke an diesem Tag den 1065 Menschen, die am deutsch-deutschen Todesstreifen den Tod fanden. Das erinnert mich an einen Ausspruch, den ich heute im Fernsehen von einem 15-jährigen Mädchen gehört habe. "Ich werde nie verstehen können, wie Deutsche auf Deutsche schiessen konnten."
Ich finde es nur traurig, das im Geschichtsunterricht diese Zeitspanne so wenig beachtung findet.
~-=\AoR/=-~
01.02.2005, 14:13
So, um diesen Thread auch mal wieder aus der Versenkung zu holen. Zur Zeit gibt es ja doch eine sehr interessante Diskussion über Politiker und deren Nebeneinkünfte. Dazu erstmal ein Zitat.
"Die Arbeit im Parlament und in meinem Wahlkreis leidet darunter nicht, denn natürlich hat das Parlamentsmandat im Zweifel immer Vorrang."
Friedrich Merz, CDU, MdB und ehem. Vize-Parteichef
Hmm ... geht es unseren Politikern so schlecht, dass sie auch noch einen Zweit- oder Drittjob brauchen, um sich ein halbwegs anständiges Leben leisten zu können? Weiter meint der gute Mann:
"Wenn man neben dem Abgeordnetenmandat Bundeskanzler, Bundesminister, Parteivorsitzender und Fraktionsvorsitzender sein kann, dann kann ein Abgeordneter ohne solche Aufgaben neben seinem Mandat in begrenztem Umfang auch weiter seinen Beruf ausüben."
Hmm ... Also sind unsere Politiker mit ihrem politischen Aufgaben einfach nicht ausgelastet, wenn sie ab und an die Langeweile packt und sie noch Zeit finden sich um ihren erlernten Beruf zu kümmern.
Um das mal auf den Punkt zu bringen. Politiker verdienen viel Geld. Okay, manche sagen zuviel, aber das ist nicht wahr. Sie verdienen deshalb soviel Geld, damit sie nicht von anderen Einnahmequellen abhängig sind. Denn nur so können sie, theoretisch zumindest, eine neutrale und sachbezogene Entscheidung fällen.
Politiker sollen unabhängig sein. Wie kann es dann angehen, dass derartige Nebenbeschäftigungen auch noch erlaubt sind? Wenn der verkehrspolitische Experte irgendeiner Partei gleichzeitig im Aufsichtsrat von VW, Daimler-Chrysler und BMW sitzt, wie soll der denn bitte schön neutral bleiben?
Ach so, bevor das wieder kommt: Ich habe das Zitat von Herrn Merz nicht ausgewählt, weil er von der CDU ist, sondern einfach, weil es mir ins Auge stach. Die anderen Politiker scheinen etwas cleverer zu sein und posaunen net solche Sprüche in die Öffentlichkeit. Aber was diese Nebenverdienste anbelangt, betrifft das selbstverständlich nicht nur die CDU sondern so ziemlich alle halbwegs wichtigen Parteien.
~-=\AoR/=-~
23.02.2005, 13:41
Hier will wohl keiner mehr schreiben. Na ja, aber die Wahl in Schleswig-Holstein hat ja einiges aufgeworfen und eben in meiner Mittagspause hab ich einen schönen Kommentar gelesen. Seltsamerweise taucht da schon wieder Roland "Gollum" Koch auf ...
Frust frisst Vernunft (http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,343116,00.html)
@ Df3nZ187
Der grundliegende Fehler de Kommunismus ist es von der Annahme auszugehen, der Mensch wäre in der Lage sein Bestes, seinen vollen Einsatz zu geben nur um dem großen Ganzen, dem Nutzen der Gemeinschaft zu dienen. Fakt ist: Das ist er nicht und kann er nicht. Der Mensch bringt nur dann sein volles Potential, seine volle Kraft ein, wenn er selbst als Individuum einen unmittelbar erfahrbaren, eigenen Nutzen (in Form von Gewinn, welcher Art auch immer) daraus zieht. Da dies in kommunistischen Systemen aber in keinem Falle gegeben ist (Die Höhe des Lohnes z.B. ist in Benannten unabhängig von der erbrachten Arbeit oder dem erwirtschafteten Ertrag) geht jeder Einzelne unabwendbar dazu über, lediglich das von ihm geforderte "Mindest-Soll" abzuleisten. "Kein Handstrich breit mehr als nötig", um es salopp auszudrücken. Diese, nicht abänderbare, Grundeinstellung des menschlichen Wesens führt zu einer verheerenden Ineffizienz, die die diversen kommunistischen Systeme von innen heraus auffrißt und ihre Betriebe und Kommunen, ja ihre ganze Wirtschaft stets unweigerlich in's Desaster steuert. Auch in den Führungsebenen siegt der Egoismus des Menschen über die heeren Ideale. Predigt der Kommunismus per se auch die Gleichheit Aller, funktionieren wird dieses Konzept in der Realität nie. Menschen brauchen Führung. Und die Führenden erlangen automatisch Macht. Und Macht korumpiert bekanntlich. Das führt wiederum dazu dass die Gleichheit Aller nicht mehr gegeben ist und sich wie gehabt eine Elite entwickelt, die ihren Lebensstandard weit über den des restlichen Volkes hebt, dieses aber immer noch unter dem Vorwand der erwähnten (zum Verzicht auffordernde) Ideale in Armut niederdrückt. Politische Entscheidungen mehr nach dem eigenen Wohle als nach dem des Volkes/Landes trifft, etc. Aus den daraus zwingend entstehenden Spannungen zwischen diesen "Kasten" ergibt sich dann wieder wachsende Unzufriedenheit unter den Massen, die das Staatssystem irgendwann berechenbar "implodieren" läßt. - Der Kommunismus könnte ergo nur dann funktionieren, wenn die Menschheit durchgängig ein Haufen von gänzlich selbstlosen Wohltätern wäre. Da wir aber von der Evolution zu natürlichen Kapitalisten (Stichwort: "Jeder ist sich selbst der Nächste") geformt sind, ist dieses politische System zwar eine gutgemeinte Utopie, die aber (zumindest für den Menschen) in der Praxis nie funktionieren kann und das flogerichtig auch noch nie hat.
Df3nZ187
17.09.2006, 12:34
@ Df3nZ187
...Der Kommunismus könnte ergo nur dann funktionieren, wenn die Menschheit durchgängig ein Haufen von gänzlich selbstlosen Wohltätern wäre. Da wir aber von der Evolution zu natürlichen Kapitalisten (Stichwort: "Jeder ist sich selbst der Nächste") geformt sind, ist dieses politische System zwar eine gutgemeinte Utopie, die aber (zumindest für den Menschen) in der Praxis nie funktionieren kann und das flogerichtig auch noch nie hat.
Das Zitat sagt aber etwas anderes.
"Der Kommunismus strauchelt stets daran, dass er davon ausgeht das der Mensch von Grund auf gut ist."
Dies ist es was nicht stimmt. Der Kommunismus geht NICHT davon aus "das der Mensch von Grund auf gut ist".
Er erkennt sogar im Gegenteil an, das "Kapitalismus" (einigen) den Menschen im Blut liegt. Er unternimmt sogar verschiedene Aktionen um dagegen zu wirken. (selbst bei Marx und Engels wird das schon angesprochen)
Die haben nur leider nicht funktioniert.
Man kann dem Kommunismus aber nicht (wie es der Spruch tut) unterstellen er wäre daran gescheiter, dieses Problem NICHT erkennt zu haben. Er ist nur daran gescheitert es zu lösen.
Das Zitat sagt aber etwas anderes.
"Der Kommunismus strauchelt stets daran, dass er davon ausgeht das der Mensch von Grund auf gut ist."
Dies ist es was nicht stimmt. Der Kommunismus geht NICHT davon aus "das der Mensch von Grund auf gut ist".
Er erkennt sogar im Gegenteil an, das "Kapitalismus" (einigen) den Menschen im Blut liegt. Er unternimmt sogar verschiedene Aktionen um dagegen zu wirken. (selbst bei Marx und Engels wird das schon angesprochen)
Die haben nur leider nicht funktioniert.
Man kann dem Kommunismus aber nicht (wie es der Spruch tut) unterstellen er wäre daran gescheiter, dieses Problem NICHT erkennt zu haben. Er ist nur daran gescheitert es zu lösen.
Für mich ist das ein und dasselbe. Der Kommunismus in seinen Grundfesten beruht auf dem Konzept, alle Mitglieder/Menschen (ohne individuellen Eigengewinn) in der effizienten Arbeit am Gemeinwohl zu einen. Diese Grundlage beinhaltet folglich den Glauben, dass ein Solches möglich sei. - Gut möglich, dass einige wenige, denkende Köpfe in den roten Reihen noch ein zwei Schritte weitergedacht haben und so das "Problem" des menschlichen Grundkapitalismuses erkannt haben. Trotzdem begingen sie den Fehler, diesen Zug für ausmerzbar zu halten, womit wir wieder beim Festhalten am Glauben in die grundsätzliche Gutartigkeit wären.
so, politik ist ja nicht immer bier ernst.
und da ein großer mann der politik in den letzten tagen zurückgetreten ist, hier noch mal ein best off von ihm.
http://www.handelsblatt.com/News/Default.aspx?_p=300025&_t=ig_p&ig_xmlfile=hb_stoiberzitate.xml&ig_page=1
Kazuya_nb
11.11.2007, 10:27
Ach ja unser heuchlerischer Staat ist schon was dolles, warum so wnig gegen demonstrieren belibt mir ein Rätsel. In Frankreich würden schon die ersten Autos brennen ...
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/158/1/lang,de/
gläserne E-Mail, wie geil ist der Ausdruck denn? Email is doch zumeist eh wie eine Postkarte XD
ich meine, die können mir viel erzählen, von wegen, wie vertraulich unsere daten behandelt werden.
oder jetzt auch nicht mehr.
aber das is das risiko das man nun mal eingehen muss wenn man im internet unterwegs is...........
~-=\AoR/=-~
12.11.2007, 09:04
Ich frag mich sowieso, was das alles soll. Jeder halbwegs Technikbegabte (und potentielle Terroristen, die das Internet nutzen, zähle ich hier mal mit dazu) hat zumindest soviel Ahnung, dass er weiß wie er diese "Abhörmaßnahmen" umgehen kann. Ich mein Techniken wie IP-Verschleierung, force-Routing etc. sind seit Jahren gängig und werden genutzt. Und Terroristen, die zu dämlich sind, dass sie mit diesen Überwachungsmethoden erwischt würden, wären auch auf anderen Wegen geschnappt.
Maunzilla
12.11.2007, 20:49
Wahrscheinlich dachte man, daß "Terroristen", die noch zu blöd sind, eine einfache funktionstüchtige Bombe zu bauen, auch nicht schlau genug sind, solche IT-Tricks zu beherrschen. (Allerdings frage ich mich, warum, man vor solchen Flaschen Angst haben sollte.) :roll:
In Wirklichkeit geht es doch nicht um Terroristen, sondern um Kontrolle. Jedes Regime auf der Welt will, daß seine Untertanen Angst vor ihm haben. Wer damit rechnet ständig überwacht zu werden, riskiert nicht so leicht eine dicke Lippe. In der DDR hat das 40 Jahre lang prächtig funktioniert.
Außerdem ist das erst der Anfang. Man gewöhnt die Leute stückchenweise daran, daß sie nichts mehr zu melden haben, sondern nur noch Verfügungsmasse des Staates und der Wirtschaft sind.
Ich wette, wenn in 10-20 Jahren jeder einen Chip eingepflanzt bekommt, wird kaum noch einer dagegen protestieren. Schließlich brächte so etwas gewaltige Vorteile: Man braucht keinen Ausweis mehr, keinen Fahrschein und jede Reklametafel, an der man vorbeigeht, zeigt einem personalisierte Werbung, die einen garantiert anspricht.... :shock:
Wäre unser Leben nicht viel einfacher, friedlicher und beruhigender, wenn jeder einfach das tut, denkt, und kauft, was man ihm sagt? :roll:
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