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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hat die Menschheit ein Ziel...?


sebas
07.05.2004, 16:31
Moin,

hatte am Donnerstag Abend nichts besseres zu tun um Nachzudenken und da fragte ich mich folgendes:

:? Hat die Menschheit ein merkbares lohnendes Ziel? ...oder dümpeln wir einfach nur vor uns hin? :?

Währe sehr Erfreut wenn es hiezu Meinungen gibt.


Das Heute ist das was wir Gestern begonnen haben,
Das Morgen wird das sein was wir aus dem Heute machen. :wink:

Shingetsu
07.05.2004, 16:35
Ein Thread namens "Der Sinn des Lebens":

http://www.animania.de/forum/viewtopic.php?t=5845

sebas
07.05.2004, 16:50
vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt.
Ich möchte wissen ob die gesammte Menschheit von ``oben gesehen`` (nicht falsch verstehen (also alle Menschen als ``einen`` betrachtet)) einem Ziel hinterher läuft.
Beispiel: Vielleicht verfolgt die Menschheit das Ziel -> Die eroberung des Weltalls.

Guts
07.05.2004, 16:53
Hmmm imo verfolgt die Menshheit nur das Ziel nach Allwissenheit ... Wenn der Mensch alles weiss auch das letzte Geheimniss gelüftet hat wird er vor Langeweile oder aus anderen Gründen sterben =)
hmmm aber einen richtigen Zweck im Universum erfüllen sie nicht grade ...

Shingetsu
07.05.2004, 16:54
hmm "Ziel der Menschheit" ist für mich der Sinn des Lebens aus objektiver Sicht, während "Ziel eines Einzelnen" der individuelle Sinn des Lebens ist.
Das Ziel der Menschheit ist natürlich die Fortpflanzung.

DATA
07.05.2004, 16:55
Hm, das Thema ähnelt schon sehr dem nach der Frage "Der Sinn des Lebens?".
Aber ok, meiner Ansicht nach, könnte die Konsequenz von menschlichem Streben in einem Ziel formuliert, Ausbreitung und Befriedigung von Neugierde/ Wissensbereicherung lauten.

madobe
07.05.2004, 17:01
Zerstörung der erde, ausbreitung, fortpflanzung.

DATA
07.05.2004, 17:03
Zerstörung der Erde? Oha.

madobe
07.05.2004, 17:06
Zerstörung der Erde? Oha.

guck dich doch einfach mal um ^^;

welsper-chan
07.05.2004, 17:08
Aber nicht nur zerstörung der Erde, sondern auch zerstörung von anderen Kulturen oder der Natur! Und die Herrschsucht und In-Besitz-Name-was-eigentlich-keinem-Gehört (z. B. der Mond) sind auch nicht zu übersehen!

Shingetsu
07.05.2004, 17:10
@Madobe:

Zerstörung ihrer eigenen Lebensgrundlage ist zwar das was die Menschen machen, kann aber unmöglich ihr von Gott gewolltes Ziel sein.

DATA
07.05.2004, 17:11
@ Madobe
Einspruch! Die räumliche Gestaltung der standartmäßigen Mc Donalds-Filialen hat einen hohen Ruhe und Wohlemfinden stimulierenden Wert und ähnelt farblich entfernt an bunte Frühlingsblumen. :mrgreen:

*grins* Ok, das war Off-Topic und ich halte meine Klappe. :wink:

madobe
07.05.2004, 17:14
@Madobe:

Zerstörung ihrer eigenen Lebensgrundlage ist zwar das was die Menschen machen, kann aber unmöglich ihr von Gott gewolltes Ziel sein.

jetz lass ma deinen gott ausm spiel, der hat hier leider nix verloren *g*

es is ne glaubenssache ob gott exestiert und ich bin mir leider noch nicht ganzs chlüssig darüber ob ich an so einen netten udn lieben gott glauben will, der den menschen ja soviel hilft etc.....nein danke, ich stell mir meine eigene religion auf ^^ (wenn überhaupt)

Shingetsu
07.05.2004, 17:22
@Madobe:

Ok. *g*
Aber die Frage nach Sinn und Ziel des Lebens hat für Christen halt viel mit Gott zu tun.

=^ ^=
07.05.2004, 17:29
Nun, ich denke es gibt mehrere Ziele:

1. Das Leben für jeden Menschen lebenswert zu machen. Keine 3. Welt Länder, keine unheilbaren Krankheiten usw. . Ach, möglichst viele Pflanzen- und Tierarten zu erhalten, bzw. ausgestorbene mittels irgendwelcher DNA oder sowas "wiederzubeleben", wäre auch eine tolle Sache, als Oberbegriff würde wohl "Die Restauration der Natur" gelten. Momentan ist das kaum möglich, weil die Menschen mit der Erhaltung ihrer eigenen Rasse schon genug Probleme haben, aber irgendwann wird es schon noch möglich sein.

2. Die Erhaltung der Menschheit. Nun, klingt vorerst einfach, jedoch wird die Erde nicht ewig als Lebensraum ausreichen und wenn die Sonne in vielen Milliarden Jahren als kleiner weißer Zwergstern endet, werden wir uns daran wohl auch irgendwie angepasst haben müssen.

Zerstörung ihrer eigenen Lebensgrundlage ist zwar das was die Menschen machen, kann aber unmöglich ihr von Gott gewolltes Ziel sein.
Welches ist das von Gott gewollte Ziel?

madobe
07.05.2004, 17:30
@Madobe:

Ok. *g*
Aber die Frage nach Sinn und Ziel des Lebens hat für Christen halt viel mit Gott zu tun.

du musst aber bedenken das hier einige leute nichts mit dem christentum zutun haben und trotzdem über das zeil nachdenken ;)

was ist denn deiner meinung das ziel aus christlicher perpektive?

Shingetsu
07.05.2004, 17:35
Das Ziel aus christlicher Perspektive ist es ein gottgefälliges Leben zu führen, indem man sich an die 10 Gebote hält.
(mehr oder weniger)
Ausserdem ist das Ziel vorgegeben: Himmel, oder Hölle. Wir können uns aussuchen welches dieser beiden Ziele wir erreichen wollen.
Die Vereinigung mit Gott im Himmel ist das höchste Ziel.

Gold
07.05.2004, 17:37
Ich denke das die Menschen vielleicht ein Ziel haben, aber bevor sie das erreichen haben sie sich längst selbst ausgerottet...

himeno
07.05.2004, 17:57
@ shin
wie definierts du himmel und hölle?
in der hölle hat man bestimmt nicht mit der globalen erwärmung zu kämpfen, da ist es eh schon gemütlich heiß ^_~

Shingetsu
07.05.2004, 18:04
@kaze:

Meine Vorstellungen sind natürlich nicht so klischeehaft. Im Himmel gehts mir gut, und in der Hölle gehts mir schlecht. Müssen auch keine realen Orte sein, sondern Gefühlszustände. Nirvana ist sicher auch der Himmel wenn man es erreicht hat.

daiya
07.05.2004, 18:08
Ich denke eigentlich ähnlich, wie die meisten hier.
Das Ziel für die Menschen ist sicherlich möglichst viel zu erfahren und zu verstehen. Sicher nicht für jeden einzelnen Menschen, aber ich persönlich kann diesen "Wissensdurst" gut nachvollziehen. Ich stelle es mir furchtbar vor, meine rund 80 Jahre auf diesem Planeten zu verbringen, ohne anschließend sagen zu können, dass ich auch nur annähernd weiß, wo ich jetzt überhaupt gelebt habe. Damit mein ich nicht konkret nur Deutschland, Europa oder auch den Rest der Welt, sondern auch das Weltall, von dem wir alle irgendwie etwas in uns haben. Ich empfinde irgendwie auch das Weltall in gewisser Weise als "Heimat".

@kaze-no-uta:
Ich zumindest stelle mir die Hölle nicht als Feuergrotte und den Himmel sonniges, weiches Wolkenreich vor. Im "Himmel" ist man Gott nahe, in der "Hölle" ist man ihm fern. Also weniger eine Ortsangabe als ein Zustand.

himeno
07.05.2004, 18:09
das mit der hölle war ja auch nur ein witz ^^
aber wer entscheidet wann der zustand himmlisch oder höllisch ist? vom gefühl her sag ich, dass mit der regenwald abholzung ist übel (-> hölle) ein anderer sagt, ja supi endlich hab ich ne straße vor meiner holzhütte, bin nicht mehr so von der welt abgeschnitten oder toll, jetzt hab ich platz für meine felder (->himmel)
man kann es den menschen wohl nie einheitlich recht machen

Shingetsu
07.05.2004, 18:14
@Kaze:

In der materiellen Welt ist man Gott eh schon fern, aber ich könnte mir vorstellen daß ein Leben in maßloser Sünde die Menschen von Gott noch weiter entfernt. Dann werden sie furchtbare Qualen erleiden, wie es in der Bibel steht: Sie werden alle in einen See aus Feuer geworfen. Und dieses Leid ist nicht subjektiv, wie manche Satanisten meinen: "Aber in der Hölle ist es doch toll."

madobe
07.05.2004, 18:14
Das Ziel aus christlicher Perspektive ist es ein gottgefälliges Leben zu führen, indem man sich an die 10 Gebote hält.
(mehr oder weniger)
Ausserdem ist das Ziel vorgegeben: Himmel, oder Hölle. Wir können uns aussuchen welches dieser beiden Ziele wir erreichen wollen.
Die Vereinigung mit Gott im Himmel ist das höchste Ziel.

du weißt schon dass atheisten darüber nur müde lächeln können?*g*

das problem bei der frage nach einem ziel ist, das man völig neutral an die sache gehen sollte sonst komtm man erst recht nicht auf einen nenner 8wenn sowas möglich is..)

Shingetsu
07.05.2004, 18:18
@alle:

Madobe hat recht.
Wir sollten allgemein philosophisch darüber diskutieren und die Einzelheiten über Himmel und Hölle lieber im "Jesus und Gott"-Thread vertiefen.

Noxiel
07.05.2004, 18:20
Das Ziel aus christlicher Perspektive ist es ein gottgefälliges Leben zu führen, indem man sich an die 10 Gebote hält.
(mehr oder weniger)
Ausserdem ist das Ziel vorgegeben: Himmel, oder Hölle. Wir können uns aussuchen welches dieser beiden Ziele wir erreichen wollen.
Die Vereinigung mit Gott im Himmel ist das höchste Ziel.

Um genau zu sein, werde ich nach meinem Tod in Walhalla an Odins Tafel Platz nehmen und mich an dem Fleisch des Ebers Sährimnir laben. Und wenn die letzte Stunde schlägt, Fenris seine Ketten sprengt und die Midgardschlange die Welt überschwemmt. Dann werde ich mit den Einherier in die Schlacht reiten.....

madobe
07.05.2004, 18:21
ansonsten wird das hier zugemacht.

also shingetsu, was ist nun das zeil der menschheit?

Shingetsu
07.05.2004, 18:22
@Madobe:

Ich würde sagen: Fortpflanzung und Weiterentwicklung

Takuma
07.05.2004, 21:30
Zum Thema:

"Hat die Menschheit ein Ziel...?"

Nein hat sie nicht. Der einzelne Mensch hingegen schon.
Die beiden Primären Ziele sind zu überleben und sich fortzupflanzen.

U_san
07.05.2004, 22:36
DIe Menschheit hat IMO nur das Ziel, sich Fortzupflanzen und sich selber zu schaden - aber hey - wir haben ja immer eine Wahlmöglichkeit! Also können wir ja uach wählen, wie unsere Zerstörung aussieht ... welch Glück :roll:

himeno
07.05.2004, 22:41
fortpflanzen... hier in deutschland scheint das aber kein ziel zu sein :roll:

DATA
07.05.2004, 22:43
Es ist zu teuer, bzw. wird Verhütung wirtschaftlich stärker subventioniert.

welsper-chan
07.05.2004, 22:45
Fortpflanzung ist doch auch eher ein Urtrieb! Früher ging es halt nur darum, Kinder in die Welt zu setzen und die Bevölkerung zu vergrößern! In manchen Ländern ist das ja noch heute so, das man viele Kinder in die Welt setzen muss, um im Alter eine Versorgung zu haben.

DATA
07.05.2004, 22:47
Also das könnte wieder Konzept werden, wenn wir die Billigjobs gleich noch mit durchkriegen... >__>

Annonymus
07.05.2004, 22:50
Der Mensch gehört ja zu den Säugetieren und deshalb würd ich sagen, dass es uns nur einzig und allein um das Überleben der menschl. Zivilisation geht, mit andren worten sich fortzupflanzen.

madobe
07.05.2004, 23:04
Der Mensch gehört ja zu den Säugetieren und deshalb würd ich sagen, dass es uns nur einzig und allein um das Überleben der menschl. Zivilisation geht, mit andren worten sich fortzupflanzen.

was auch immer das mit säugetieren zutun hat...das gilt für alle lebewesen, ob tier oder pflanze, mensch etc, jede art will ihren bestand durch nachkommen sichern...

Annonymus
07.05.2004, 23:09
Hast recht, det hab ich ganz und gar vergessen!

madobe
07.05.2004, 23:18
Hast recht, det hab ich ganz und gar vergessen!

wie, vergessen? wie kann man das vergessen?

Aoi
08.05.2004, 07:19
*kommentar schreib*
also,ich denke ,dass es wie schon gesagt kein Ziel der Menschheit mehr gibt,also hat jeder für sich ein Ziel.Immerhin,wenn es auf der Welt schlimmer wird,werden einpaar Menschen schon ein Ziel sehen und zwar die Rettung der Welt im ökologischen oder sozialem Sinn,aber das dann auch nur,weil es sie selber trifft d.h.dass es im Moment ingewisserweiße eine Art von selbstsüchtigem Individualismus gibt und das Ziel der Menschheit beliebig ist,dchließlich hat sich die Zahl der Selbstmordraten(im Vergleich zu früher)und Patienten in psychologischer Behandlung gesteigert,diese Ziellosigkeit macht vielleicht auch Seelenkrank.Wie auch immer.....

Takuma
08.05.2004, 09:03
Euer grundsätzliches Mißverständnis ist, das die Menschheit ein gemeinschaftliches Ziel habe. Hat sie nicht! Jeder von uns verfolgt instinktiv zuerst den eigenen Vorteil. Dadurch sind wir ja so selbstzerstörerisch. WIr scheißen auf die Anderen.

Nachtmahr
08.05.2004, 11:45
Das Ziel aus christlicher Perspektive ist es ein gottgefälliges Leben zu führen, indem man sich an die 10 Gebote hält.
(mehr oder weniger)
Ausserdem ist das Ziel vorgegeben: Himmel, oder Hölle. Wir können uns aussuchen welches dieser beiden Ziele wir erreichen wollen.
Die Vereinigung mit Gott im Himmel ist das höchste Ziel.

Um genau zu sein, werde ich nach meinem Tod in Walhalla an Odins Tafel Platz nehmen und mich an dem Fleisch des Ebers Sährimnir laben. Und wenn die letzte Stunde schlägt, Fenris seine Ketten sprengt und die Midgardschlange die Welt überschwemmt. Dann werde ich mit den Einherier in die Schlacht reiten.....

Und trotz allem, trotz des unendlichen Trainings mit den anderen Kriegern in Valhalla, würdest du das Ragnarok nicht aufhalten können..ja.

Die nordische Mythologie gehört zu den interessantesten, wenn auch deprimierendsten Mythologien überhaupt.

Kazuya_nb
08.05.2004, 12:13
Ziele allgemein:

1. überleben
2. fortpflanzen
3. sich selbst vernichten ...

Takuma
08.05.2004, 14:23
Das Ziel aus christlicher Perspektive ist es ein gottgefälliges Leben zu führen, indem man sich an die 10 Gebote hält.
(mehr oder weniger)
Ausserdem ist das Ziel vorgegeben: Himmel, oder Hölle. Wir können uns aussuchen welches dieser beiden Ziele wir erreichen wollen.
Die Vereinigung mit Gott im Himmel ist das höchste Ziel.

Um genau zu sein, werde ich nach meinem Tod in Walhalla an Odins Tafel Platz nehmen und mich an dem Fleisch des Ebers Sährimnir laben. Und wenn die letzte Stunde schlägt, Fenris seine Ketten sprengt und die Midgardschlange die Welt überschwemmt. Dann werde ich mit den Einherier in die Schlacht reiten.....

Du wirst nichts dergleichen. Um Wallhalla überhaupt betreten zu dürfen, müßtest Du im Kampf fallen. Und da stehen Deine Chancen als BW-Soldat denkbar schlecht. :D :D :D

JPF
08.05.2004, 18:05
Euer grundsätzliches Mißverständnis ist, das die Menschheit ein gemeinschaftliches Ziel habe. Hat sie nicht! Jeder von uns verfolgt instinktiv zuerst den eigenen Vorteil. Dadurch sind wir ja so selbstzerstörerisch. WIr scheißen auf die Anderen.

Wobei es auch Tendenzen gibt, sich als Gruppe voran zu bringen und es soll sogar solche Menschen geben, die an die gesamte Menschheit und ihr Wohlergehen denken. ;)

Takuma
08.05.2004, 18:32
Wobei es auch Tendenzen gibt, sich als Gruppe voran zu bringen und es soll sogar solche Menschen geben, die an die gesamte Menschheit und ihr Wohlergehen denken. ;)

Wobei die meist gnadenlos untergehen. Frag' Ghandi... Oops... Den hat's ja auch schon erwischt. ^^

madobe
08.05.2004, 23:32
Wobei es auch Tendenzen gibt, sich als Gruppe voran zu bringen und es soll sogar solche Menschen geben, die an die gesamte Menschheit und ihr Wohlergehen denken. ;)

Wobei die meist gnadenlos untergehen. Frag' Ghandi... Oops... Den hat's ja auch schon erwischt. ^^

er ist nicht untergegangen, sonst wpürde sich keiner mehr an ihn erinnern oder seine taten begreifen. solange man etwas bewirkt hat, ist man nicht untergegangen.

09.05.2004, 22:08
Eine äußerst merkwürdige Frage, wo doch selbst der Threadersteller im Innersten wissen müsste, dass es de facto keins gibt und wir einfach fröhlich vor uns hinleben, um unsere Gene weiterzugeben.

Eine kurze, aber sehr treffende Beschreibung, will ich meinen. ;)

waschbaer
09.05.2004, 22:34
Wer mal BWL oder VWL hatte, müßte es mal gehört haben.

(hab das erstbeste genommen, was mir google.de rausgespuckt hat) ;)

Die Bedürfnispyramide nach Maslow:

Der amerikanische Psychologe Abraham H. Maslow hat schon 1962 in einem seiner Bücher die Theorie aufgestellt, dass wir Menschen von zwei Arten von Bedürfnissen beeinflusst werden: den Defizit- und den Wachstumsbedürfnissen. Es gibt vier Bereiche bei den Defizitbedürfnissen und einen Bereich bei den Wachtumsbedürfnissen:

Defizitbedürfnisse 1:
Körperliche Bedürfnisse
Durst, Hunger, Sexualität, Schlaf, Bedürfnis nach Bewegung / Anregung / Erregung / Ruhe, Schutz vor Witterung

Defizitbedürfnisse 2:
Sicherheitsbedürfnisse
Stabilität, Zuverlässigkeit, Regeln, Ordnung, Gesetze und Grenzen, Freiheit von Angst / Bedrohung / Chaos, Schutz der Existenz, des Arbeitsplatzes und Eigentums, Altersvorsorge, Gesundheit

Defizitbedürfnisse 3:
Soziale Bedürfnisse
Zuneigung, Abneigung gegen Einsamkeit / Ablehnung / Fehlen von Freunden, Kommunikation, Kontakt, Bedürfnis nach Akzeptanz der eigenen Person, Liebe, Geborgenheit, Mitgliedschaft, Sorgen und Umsorgen, „dazu gehören"

Defizitbedürfnisse 4:
Bedürfnis nach Achtung
Stärke, Erfolg, Tüchtigkeit, Macht und Wissen, Anerkennung, Prestige, Status, Aufmerksamkeit, Bedeutung, Respekt, Selbstbestätigung, „differenziert sein von anderen"

Wachstumsbedürfnisse:
Selbstverwirklichung
Volle Ausschöpfung und Entfaltung des im Menschen angelegten Potentials und das Ausleben der Einzigartigkeit. Weltverständnis, Spontaneität, Natürlichkeit, Zielorientiertheit, Wunsch nach Alleinsein, Autonomie, Aufgeschlossenheit, Gemeinschaftsgefühl, Kreativität, Individualität, Selbstentfaltung, Selbstwertgefühl, Gestaltung des eigenen Lebens und der Umwelt, Ausschöpfung des eigenen Potentials

Maslow bringt die Defizitmotive und die Wachstumsmotive in eine hierarchische Anordnung (die Maslowsche "Bedürfnispyramide"). Die höheren Bedürfnisse innerhalb der Hierarchie werden erst dann wichtig bzw. verhaltenswirksam, wenn die darunterliegenden Bedürfnisse befriedigt sind. Die physiologischen und Sicherheitsbedürfnisse (auf den untersten beiden Stufen der Bedürfnis-Hierarchie) haben Priorität und höchste Motivationskraft, solange sie unbefriedigt bleiben. Die Bedürfnisse einer höheren Ebene können nicht motivieren, solange Bedürfnisse der unteren Schichten nicht angemessen befriedigt sind

Maslow glaubt, dass

* die Nichterfüllung von Defizit-Bedürfnissen Krankheit hervorruft
* ihre Erfüllung Krankheit vermeidet
* der Mensch Defizit subjektiv als bewusste oder unbewusste Sehnsucht und mit einem Gefühl des Mangels und der Entbehrung erlebt
* bei einem gesunden Menschen Defizit-Bedürfnisse inaktiv, unwichtig oder sogar abwesend sind.

Nordine
09.05.2004, 22:48
wußtest Ihr schon, dass uns genau dieses Thema von den Tieren unterscheidet? Wir denken über uns selber nach...

JPF
09.05.2004, 22:59
Da wäre ich mir nicht so sicher. Wenn man so manchen Affen dasitzen sieht, wie das Standbild des Denkers oder eine Katze liegt in der Sonne, ähnlich wie Garfield: "Fressen, schlafen, fressen, schlafen,...da muß es doch noch was anderes geben...Hoffentlich nicht !" :mrgreen:

Wir wissen ja wirklich nicht, ob sie nicht auch über sich nachdenken, zumal Schimpansen ja auch schon sich selbst erkennen können und eine ähnliche Intelligenz, wie ein dreijähriger Mensch haben.

Nordine
09.05.2004, 23:01
denkt ein 3jähriger Mensch über sich selber nach?

Vielleicht ist dem Affen einfach nur langweilig... mann! du weißt schon wie ich das meine... :D

JPF
09.05.2004, 23:19
"Ich denke, also bin ich..."

Ein Dreijähriger denkt wohl schon daran, was er mal machen möchte oder was er jetzt will. In Begriffen, wie "Menschheit" denkt er wohl nicht, aber wer kann sich schon an die Zeit genau zurückerinnern ? Und ein "Dreijähriger" mit der Erfahrung eines alten Schimpansen... Man kann einfach nicht sowas von vornherein ausschließen. ;) Unsere Verwandten überraschen uns immer wieder auf's Neue.

Nordine
09.05.2004, 23:24
ich sage ja auch nicht, dass sie strohdumm sind. Ich bezweifel aber, dass sie über solch Philosophischen Themen nachdenken. Vielleicht denken sie nach, wie sie sich das nächste essen verdienen können.

JPF
09.05.2004, 23:41
Womit wir bei meinem nächsten Gedanken wären:

Nur ein Mensch, der alle seine primären Bedürfnisse befriedigt hat, kann philosophieren. Für Tiere müßte das selbe gelten. ;)

Nordine
09.05.2004, 23:51
hm... interessanter Einwand, vor allem wenn Menschen müde werden, fangen sie an zu philosophieren :d

Aber, dass Tiere selbiges tun, wage ich dennoch zu bezweifeln. Vielleicht irre ich ja auch, aber unsere Fähigkeit zu denken was wir denken und darüber nachzudenken, hebt uns dennoch von der allgemeinen Tierwelt ab.

madobe
10.05.2004, 00:00
hm... interessanter Einwand, vor allem wenn Menschen müde werden, fangen sie an zu philosophieren :d

Aber, dass Tiere selbiges tun, wage ich dennoch zu bezweifeln. Vielleicht irre ich ja auch, aber unsere Fähigkeit zu denken was wir denken und darüber nachzudenken, hebt uns dennoch von der allgemeinen Tierwelt ab.

wer sagt das tiere nicht denken können? sie haben ihre eigene art zu denken, sie können nichts planen, aber ich denke schon das sie auf ihre art denken. nicht alles basiert auf instinkt.

Nordine
10.05.2004, 00:04
@madobe

sorry, dass kam schlecht rüber. Ich denke auch das Tiere denken können, schon alleine diverse Knopfversuche belegen das, aber ich glaube nicht dass sie die Fähigkeit haben darüber nachzudenken was sie gerade denken.

Takuma
10.05.2004, 00:11
Tiere sind größtenteils instiktgesteuert. Sicher können sie zu einem gewissen Maße Denken. Sie haben jedoch nicht unsere Fähigkeit zu planen, vorrauszudenken. Sie sind z.B. nicht imstande eine Falle o. Ä. als solche zu erkennen. Soweit reicht es einfach nicht. Und genau das ist es, was uns von ihnen unterscheidet.

Shingetsu
10.05.2004, 00:38
Dazu möchte ich mal ein aktuelles Beispiel sagen.

Seit einigen Tagen kommt ein nettes Amsel-Männchen in unser Haus, und wird richtig zutraulich, weil es gemerkt hat daß es von uns gefüttert wird.
Jetzt hat es aber gemerkt daß mein Vater es nur noch im Garten füttern will, und jetzt hüpft der Bursche immer ein Stück ins Haus, und wartet dann bis man ihm nach draußen folgt.
Da kommt mir das Tierchen auch nicht dümmer vor als beispielsweise eine Katze. Man merkt daß die denken können und irgendwie eine Seele haben.
Der Unterschied ist wohl nur daß ihre Gedanken nicht so komplex sind, und sie mit ihren Pfoten oder Klauen nicht in Foren schreiben können.

Nordine
10.05.2004, 01:20
wie? dein Vater hüpft ins haus? unverschämtheit :D

sorry...

Tiere können sehr wohl denken bzw. zusammenhänge bilden (vor allem wenn es ums Essen geht...) aber da ist dann auch schluß.

Ich glaube kaum, dass sich zwei AMsel Männchen über den Sinn des Lebens unterhalten.

Shingetsu
10.05.2004, 01:45
@Nordine:

nein. *lach* Der rumhüpfende Bursche ist natürlich nicht mein Vater sondern das Amsel-Männchen, das uns mit seinem (imho intelligenten) Verhalten zu verstehen gibt daß man ihm nach draußen folgen soll um es zu füttern.
So putzig. :wink:

Slayer
10.05.2004, 10:28
Die Menschheit ist momentan noch nicht soweit das sie ein gemeinsames großes Ziel anstreben kann. Dazu wird die Welt noch zu sehr von den unzähligen Konflikten verschiedener Nationalitäten, bzw. religiöser Gruppen und ähnlichen Stolpersteinen behindert. Aber über kurz oder lang wird der Mensch seine Maxime ändern müssen. So wie bisher wird es wohl nicht lange weitergehen. Fragt sich nur wann das erkannt wird :? .

JPF
10.05.2004, 13:20
JPF as Mod support:

Womit wir wieder zurück beim Thema sind. ;)

Wenn Ihr weiter über das Denken der Tiere diskutieren wollt, dann in einem neuen Thread oder unter "Haben Tiere eine Seele ?" (Paßt wohl am besten zum Thema)
http://www.animania.de/forum/viewtopic.php?t=6532&start=75

Feanor
13.07.2005, 15:19
Also meine Meinung ist einfach.

Biologisch gesehen:
Ja die Menschheit hat ein Ziel. Vermehrung zum Zweck der Arterhaltung.

Realistisch gesehen:
Nein. Aber sie sollte ein Ziel haben. Zusammen in Frieden auf diesem Planeten leben. Vor allem in Frieden.

Leider ist das nahezu unmöglich (für Menschen).

Sephiroth's Angel
13.07.2005, 16:41
Ziele allgemein:

1. überleben
2. fortpflanzen
3. sich selbst vernichten ...


1 und 2 stimme ich zu. 3 ist imo lediglich das Resultat aus unserer rücksichtslosen Denkweise und Handeln.

Alles andere wie Wissenschaft, Forschung, Streben nach Perfektion (hö, hö.. ^^) ist lediglich ein Zeitvertreib, um das Unausweichliche so lange wie möglich herauszuzögern.