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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Haltet Ihr Gen-Food für gefährlich?


Takuma
08.05.2004, 18:42
Also ich für meinen Teil kann's mir nicht vorstellen. Unser Körper macht ja nichts Anderes mit Nahrung, als sie zu "verbrennen", zu verwerten. Wie sollte da der genetische Code des Nahrungsmittels eine Rolle spielen?

=^ ^=
08.05.2004, 19:14
Ich schließe mich Nordine an.

Shingetsu
08.05.2004, 19:32
=^^=: Wie kannst du dich Nordine anschliessen obwohl der hier noch gar nichts gepostet hat ?


Also wegen Gen-Food:
Wenns schmeckt, und man davon nicht krank wird, find ich es toll.
Vor allem Wachstumsgene die das Gemüse größer und widerstandsfähiger machen sind doch praktisch.

Nachtmahr
08.05.2004, 19:36
Das Problem ist nicht der genetische Code sondern die resultierenden Veränderungen der Pflanzen. So wurde gewissen Getreidesorten eine Genspur hinzugefügt, welche es der Pflanze ermöglichte ein Gift auszustossen, wenn bestimmtes Ungeziefer es auf sie abgesehen hatte. Diese Praxis funktionierte ausserordentlich zu, und die Ernte war prächtiger denn je, für den experementierenden Bauern. Doch als er das Getreide seinen Kühen untermischte, kam es zu Komplikationen. Obwohl es nicht hätte passieren dürfen, setzte die Pflanze im Darm der Kuh ihre Abwehrtätigkeit fort, und so wurden die allermeisten Exemplare bei höherer Dosis dahingerafft, durch Vergiftung.

Das ist die Sorge bei genveränderten Produkten, nämlich die unvorherzusehenden Nebeneffekte, nicht die Verarbeitung in unserem Körper.

Ich nehme an diese Risiken lassen sich mit präziser Forschung und ausführlicher Testreihen vermindern, aber das traue ich den Konzernen nicht zu.

Maunzilla
08.05.2004, 20:25
Das Hauptproblem bei genetisch veränderten Organismen ist weniger die Vetrträglichkeit beim Menschen, die sich leicht testen läßt, obwohl man noch keine Langzeit-Erfahrungen hat. (wer weiß, ob man nicht zwanzig Jahre später Krebs bekommt oder andere schäden auftreten...)

Das eigentliche Problem besteht darin, daß sich die veränderten Pflanzen unkonntrolliert vermehren können, indem sie ihre Pollen und Samen vertbeiten und dann Mutationen und Kreuzungen mit natürlichen Planzen entstehen, wobei niemand weiß, wie sich das auf die Umwelt auswirkt.

Wenn die genetisch verbesserten Pflanzen z.B. gegen Schädlinge resitent sind, könnte das langfristig ein Aussterben der nicht veränderten Pflanzen zur Folge haben. Und die sog. schädling würde vielleicht ebenfalls aussterben und damit aus der Nahrungskette ausscheiden.

Weil man alle diese möglichen Folgen nicht abschätzen kann und niemand diese Schäden auch bezahlen könnte (geschweige denn rückgängig machen), halte ich es für besser auf diese Technologie weitgehend zu verzichten.

Abgesehen davon gibt es auch kaum einen praktischen Nutzen außer daß die Industrie eine Menge Geld verdient.

Seit neuestem versuchen die Amis Länder in der dritten Welt zu erpressen, ihre Genpflanzen zuzulassen, indem sie bei Hilfslieferungen nur noch Genmais verschicken.

(**\(T_T)/**)
08.05.2004, 21:51
Ich schließe mich Nordine an.
Dem kann ich nur beipflichten!
:top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top:

welsper-chan
08.05.2004, 22:02
Ob Gen Food tatsächlich so schädlich ist oder nicht, kann man meiner Meinung nach erst mit Langzeittests feststellen. Ich meine, mit dem Rauchen war das doch genauso.

Shingetsu
08.05.2004, 22:06
Ich schließe mich Nordine an.
Dem kann ich nur beipflichten!
:top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top:

und wo ist Nordine ?
Der hat hier noch gar nichts gepostet.

madobe
08.05.2004, 23:35
Das Hauptproblem bei genetisch veränderten Organismen ist weniger die Vetrträglichkeit beim Menschen, die sich leicht testen läßt, obwohl man noch keine Langzeit-Erfahrungen hat. (wer weiß, ob man nicht zwanzig Jahre später Krebs bekommt oder andere schäden auftreten...)

Das eigentliche Problem besteht darin, daß sich die veränderten Pflanzen unkonntrolliert vermehren können, indem sie ihre Pollen und Samen vertbeiten und dann Mutationen und Kreuzungen mit natürlichen Planzen entstehen, wobei niemand weiß, wie sich das auf die Umwelt auswirkt.

Wenn die genetisch verbesserten Pflanzen z.B. gegen Schädlinge resitent sind, könnte das langfristig ein Aussterben der nicht veränderten Pflanzen zur Folge haben. Und die sog. schädling würde vielleicht ebenfalls aussterben und damit aus der Nahrungskette ausscheiden.

Weil man alle diese möglichen Folgen nicht abschätzen kann und niemand diese Schäden auch bezahlen könnte (geschweige denn rückgängig machen), halte ich es für besser auf diese Technologie weitgehend zu verzichten.

Abgesehen davon gibt es auch kaum einen praktischen Nutzen außer daß die Industrie eine Menge Geld verdient.

Seit neuestem versuchen die Amis Länder in der dritten Welt zu erpressen, ihre Genpflanzen zuzulassen, indem sie bei Hilfslieferungen nur noch Genmais verschicken.

dem schließ ich mich gerne an....es ist gefährlich zu naiv n die sache heranzugehen. man weiß nicht genug darüber, obwohl die tollen wissenschaftler das ja alles schon getestet haben bla bla. natürlich ist der grundgedanke wirklich nett aber der mensch sollte endlich aufhören überall herumzupfuschen.

Phoenix no Yume
09.05.2004, 01:05
ein problem ist natürlich der gentransfer bei pflanzen. wie schon erwähnt kann die veränderte erbsubstanz in das natürliche system eindringen. dabei sind verschiedene störungen möglich. hybride die keine lebensfähigen nachkommen mehr erzeugen können, pflanzen die sich unkontrolliert vermehren (ungeziefer das sich unkontrolliert vermehrt, weil es sich angepasst hat)... das natürliche gleichgewicht wird gestört und keiner kann absehen was passiert

madobe
09.05.2004, 01:13
ein problem ist natürlich der gentransfer bei pflanzen. wie schon erwähnt kann die veränderte erbsubstanz in das natürliche system eindringen. dabei sind verschiedene störungen möglich. hybride die keine lebensfähigen nachkommen mehr erzeugen können, pflanzen die sich unkontrolliert vermehren (ungeziefer das sich unkontrolliert vermehrt, weil es sich angepasst hat)... das natürliche gleichgewicht wird gestört und keiner kann absehen was passiert

ich möchte nicht wissen wieviel missgebildete tiere geboren werden mussten für diese versuche....

Nordine
09.05.2004, 17:22
Gen-Food eine wunderbare und vor allem völlig kontrovers diskutierte Debatte:

Warum soll Genmanipulierte Pflanzen den Körper schaden? Es wird immer gesagt: Die können Allergien hervorrufen!

Allergien sind aber nur eine Wohlstandskrankheit die durch, übertriebene Hygiene, Düngung oder benutzung von Pestizide ausgelöst wurde. Eine überreaktion eines Immunsystems, welches Langeweile hat.

Der genetische Code, verändert sich immer. Auch ohne das Zutun des Menschen. Früher wurde der genetische Code durch diverse Züchtungen geändert, um die Pflanzen resistenter gegen Schädlinge zu machen.

Heute wird die Code manuell geändert, und zwar nicht zufällig sondern gezielt, dadruch können gefährliche evtl. giftige Kreuzungen vorgebeugt werden.

Vor allem, kann evtl. auf Pestizide, die wesentlich gefährlicher sind als Genmanupulation, verzichtet werden. Und wer sagt, das Gen-Essen nicht austreichend getestet wurde, der sollte eins bedenken:

Es gibt kein nicht Manipuliertes Getreide mehr!

Im Amerika, und auch in Deutschland, wurden "Versuchsplantagen" direkt neben herkömmlichen Plantagen angebaut. Leider haben Pflanzen die unschöne Eigenschaft sich auch über Grenzen zu verbreiten...

Also ich halte diese Art für relativ ungefährlich, wenn man bedenkt wie Resitent und anpassungsfähig der Menschliche Körper ist, und welche anderen überaus gefährlicherer Gifte der Mensch täglich zu sich nimmt.

Die Diskussion mit der Dritten Welt...

Das die Leute nicht zu Essen haben, liegt auch dadran, dass die örtlichen Gegebenheiten, kaum Ackerbau zu lassen. Wenn man jetzt resistente und widerstandsfähige Pflanzen anbauen könnte, dass die Länder wenigsten anfangen könnten auf eigenen Beinen zu stehen, dann werden sie auch irgendwann selbser entscheiden, ob sie die Pflanzen weiter anbauen wollen oder nicht.

Denn ist es primär ersteinmal egal, was sie für Grundnahrungsmittel sie bekommen, sie brauchen nur welche!

Unmenschlich so zu denken? Ist es denn menschlicher zu sagen, nein genmanipulierte Pflanzen sind schlecht, deswegen bekommen sie garnichts!?

Shingetsu
09.05.2004, 17:27
Off:

In dem Thread wurde ganz am Anfang schon auf Nordine verwiesen, der zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts geschrieben hat.
Kann es sein daß das Thema hier von einem anderen Thread abgezweigt wurde ? Wenn dem so ist schreibt das doch bitte dazu, damit jeder gleich weiß was Sache ist, und es nicht zu Verwirrungen kommt.

JPF as Mod support:

Ich glaube, unsere beiden Emoticons meinten nur, da Nordine in einigen Threads hier eine sehr gute Argumentation ablieferte, wird sie auch hier das Richtige sagen. ;)

Nordine
09.05.2004, 18:19
off:

ich glaube, die haben schon geahnt, dass ich hier meinen Senf dazu gebe :d

Maunzilla
09.05.2004, 20:10
Gentechnologie hilft der Dritten Welt nicht im Geringsten, Im Gegenteil:

Die Gentechnisch veränderen Pflanzen wurden nicht für die Dritte Welt entwickelt, sondern für großflächigen Anbau in Monokulturen, wie er z.B. In Nordamerika betrieben wird. Dadurch sind die Pflanzen gar nicht an die naturräumlichen Gegebenheiten etwa in Afrika angepaßt und müßen aufwenig bewässert und gedüngt werden. Abgesehen davon entsprechen sie nicht den Ernährungsgewohnheiten der lokalen Bevölkerung.

Die Genpflanzen sind Hybride, aus welchen sich kein Saatgut gewinnen läßt. Dieses muß für teuer Geld eingekauft werden (-> Geschäft für die Industrie.) Für das Saatgut, die Düngemittel und Pestizide haben die armen Länder kein Geld. Das gleiche Problem besteht schon seit vielen Jahren, als die Firmen versucht haben, den Bauern ind Afrika und Südamerika ihre überzüchteten Hochleistungssorten aufzuschwätzen...

Hinzu kommt, daß man für den Anbau dieser Pflanzen über spezielle Kenntnisse verfügen muß usw.

Ein weiteres Problem ist die Haftung bei Schäden. Das ist ähnlich wie bei der Kernenergie. Wenn etwas passiert (wie z.B. bei Tschernobyl) kann keine Versicherung die Milliardenschäden bezahlen und am Ende muß der Steuerzahler dafür herhalten.

JPF
09.05.2004, 21:25
Da ich ja in der Biotechbranche arbeite, ist das genau mein Thema.

1.Die Gesundheitsgefahr durch Genfood ist MEHR als unwahrscheinlich. Es sei denn man bringt damit eine Pflanze dazu Giftstoffe zu produzieren.
Die Möglichkeit, daß eine Genpflanze umgewandelte Gene auf den Mensch überträgt (die große Angst) ist genauso groß, wie bei natürlichen Pflanzen, also NULL ! Oder ist schon bei einem Bekannten von Euch ein Maiskeimling aus dem Ohr gewachsen ? Auch ist in den meisten Lebensmitteln kein einziges Gen mehr vorhanden, z.B. Sojaöl, weswegen man auch nicht nachweisen kann, ob das Öl aus gentechnisch veränderten Pflanzen stammt oder nicht.

2.DAS GROßE PROBLEM BEI GENSOJA UND -MAIS:
Das Saatgut wird nur von wenigen Unternehmen hergestellt, die gleichzeitig auch das Herbizid herstellen, gegen den die Pflanzen resistent sind. Dadurch können diese Firmen ein Monopol auf dem Weltmarkt errichten und die Preise bestimmen. Leider wird dieses einzige wirkliche Argument gegen Genfood von den Gegnern kaum aufgegriffen.

3.Ja, dieses Saatgut kann nicht benutzt werden, um neues Saatgut zu produzieren, aber dies ist schon seit Jahrzehnten normal, weil bereits die "normal" gezüchteten Pflanzen so herangezogen wurden. Kein Betrieb in Europa zweigt heutzutage noch einen Teil seiner Ernte ab zum erneuten Aussähen. (Vielleicht noch ein paar Ökobetriebe ?)

4.Schon jetzt wird in den verschiedensten Bereichen Gentechnologie verwendet. z.B. bei der Insulinherstellung. Käse aus Italien und mehreren anderen Ländern wird mittels eines aus gentechnisch veränderten Bakterien hergestellten Enzyms gewonnen. Seltsamerweise regt sich da niemand drüber auf.

5.Das ProArgument, daß man so Nahrung für die dritte Welt herstellen kann, ist natürlich Unsinn. Erstens produzieren diese Länder ihr Saatgut meist noch selber, zweitens können sich arme Bauern kein Saatgut von den Großkonzernen leisten, drittens wird jetzt schon mehr als genug Nahrung hergestellt. Nur die Verteilung an die dritte Welt funktioniert nicht.
Außerdem ibt es noch keine gentechnisch veränderte Pflanzen, die z.B. gegen extreme Trockenheit resistent sind, das Hauptproblem neben Krieg in den Hungergebieten. Das zu erreichen dürfte auch schwer sein. Gegen Ungeziefer bzw. Herbizide ist leichter eine Resistenz herzustellen.

Maunzilla:
Hinzu kommt, daß man für den Anbau dieser Pflanzen über spezielle Kenntnisse verfügen muß usw.

Das wäre mir neu, abgesehen davon, daß man wissen muß, wie man wildgewordene Ököfreaks von den Feldern forthalten kann. ;)
Klar hat jede Pflanze besondere Bedürfnisse, aber die der Genpflanzen dürften AFAIK nicht schwerer vermittelbar sein als bei normalen Pflanzen.

Nordine
09.05.2004, 22:40
@ JPF

meine Argumente proffessionell rüber gebracht :D

aber bei ein paar Themen muss ich widersprechen:

Die Genman. Pflanzen können sich sehr wohl verbreiten: Siehe Problematik im Norden der USA und Kanada:

Dort wurden Pflanzen mit genman. Muster unter den Normalen Pflanzen gefunden...

zum Argument in der 3. Welt:

Die Bauern brauchen es sich auch nicht zu leisten, denn dafür sind vorerst die Hilfsorganisationen zuständig, und nur weil es JETZT noch nicht möglich ist die Pflanzen gegen Trockenheit zu härten, heißt nicht, dass es GARNICHT möglich ist, ich sehe hoffnungsvoll in die Zukunft. Dennoch in den Gebieten wo genügend Regen fällt, herrscht teils katastophaler Einfall von Ungeziefer.

@Maunzilla

Die Pflanzen können genauso eingesät werden wie herkömmliche Pflanzen... ich stimmt JPF also zu.

Sephiroth's Angel
10.05.2004, 11:55
Getreu dem Motto "wenn ich sterbe, soll's wenigtens geschmeckt haben" ist es mir eigentlich egal, ob ich genmanipuliertes Gemüse esse oder nicht.
Und zu dem glaube ich auch nicht, dass es groß schädlich sein könnte. Nicht mehr und nicht weniger als alles andere auch, was wir zu uns nehmen.

Sorgen würde ich mir erst dann machen, wenn's Gemüse wäre, dass nach der Ernte noch weiter wachsen würde. :peinlich:

Aber so weit sind wir ja noch nicht. XD

DATA
10.05.2004, 11:58
Ich mache mir mehr Gedanken über die übermäßigen Rückstände von Hormonen und Antibiotika in z.B. Scheinefleisch, als darüber, wie hoch der Anteil Gen veränderter Pflanzen in einer Knorr-Gemüsesuppe ist.

Nordine
10.05.2004, 13:02
in der Knorr Gemüse Suppe, sind gar keine Gen-Man Zutaten drin, denn das kann sich so ein Konzern in Deutschland garnicht erlauben.

Es gab mal eine Diskussion, weil McDonald's seine Hähnchen für seine Nuggets mit Gen-Mais gefüttert hat.

Doch die Helden von Greenpeace haben, dass der Öffentlichkeit mitgeteilt, schade eigentlich, dass es niemanden interessiert hat, McDonald's hat daraufhin, das Futter gewechselt, jedenfalls für Europa.

Seht Ihr, im Grunde genommen ist es den meisten Leuten egal, ob das Essen Gen-Man ist, oder nicht.

Aber es gibt ja glückerlicherweise noch unsere Ökö-Fundis, die uns objektiv über die Gefahren aufmerksam macht :top:

@off
die nordine ist der nordine

JPF
10.05.2004, 13:32
Die Genman. Pflanzen können sich sehr wohl verbreiten: Siehe Problematik im Norden der USA und Kanada:

Dort wurden Pflanzen mit genman. Muster unter den Normalen Pflanzen gefunden...

zum Argument in der 3. Welt:

Die Bauern brauchen es sich auch nicht zu leisten, denn dafür sind vorerst die Hilfsorganisationen zuständig, und nur weil es JETZT noch nicht möglich ist die Pflanzen gegen Trockenheit zu härten, heißt nicht, dass es GARNICHT möglich ist, ich sehe hoffnungsvoll in die Zukunft. Dennoch in den Gebieten wo genügend Regen fällt, herrscht teils katastophaler Einfall von Ungeziefer.

Du hast mich mißverstanden. Ich sprach von der Übertragung von manipulierten Genen von der Pflanze auf den Menschen. Daß Pflanzen der gleichen Art Gene durch die Fortpflanzung austauschen ist natürlich klar.

Der Bauer wäre aber dann ewig davon abhängig, daß man ihm das Saatgut spendet.
Ich habe nur gesagt, daß es BISHER keine Pflanzen gibt, die gegen Trockenheit resistent sind und daß es "leichter" ist gegen Pflanzenschutzmitel und Freßfeinde eine Lösung zu finden.
Hinzu kommt nun die Frage, welcher Konzern soviel Geld in die Forschung investiert, wenn die potentiellen Abnehmer kein Geld haben, das Saatgut zu kaufen. Vielleicht noch die Ölscheichs, aber da ist es nochmal eine Nummer trockener als z.B. in Äthiopien oder den Sudan.

Nordine
10.05.2004, 13:46
@jpf

ach so...

klar, aber irgendjemand muss den Teufelskreis durchbrechen, der Sudan ist ja rel. reich an Ressourcen. Es gibt garantiert Unternehmen die ein gewissen interesse an solchen Projekten haben...

Shingetsu
10.05.2004, 13:54
Du hast mich mißverstanden. Ich sprach von der Übertragung von manipulierten Genen von der Pflanze auf den Menschen. Daß Pflanzen der gleichen Art Gene durch die Fortpflanzung austauschen ist natürlich klar.

:tropf: Die manipulierten Gene der Pflanze übertragen sich auf den Menschen ? :tropf:

Wie geht das denn ? Wird der Mensch dann auch resistent gegen Pestizide ? (sicher nicht. Die Frage soll auch nur verdeutlichen wie in etwa man sich das vorstellen kann)

Nordine
10.05.2004, 14:02
nein! Menschen können Chlorophyll produzieren, und dazu beitragen, dass Kohlendioxid in Sauerstoff umgewandelt wird! Wir könnten unseren Traubenzucker auch selbst herstellen!

@ JPF

ran an die Arbeit! Ich erwarte nächste Woche ein Ergebnis! Nobelpreis mit eingeschlossen :nick:

Shingetsu
10.05.2004, 14:07
nein! Menschen können Chlorophyll produzieren, und dazu beitragen, dass Kohlendioxid in Sauerstoff umgewandelt wird! Wir könnten unseren Traubenzucker auch selbst herstellen!

:tropf: Willst du mich veräppeln ? :tropf:

*sich das gar nicht vorstellen kann daß Menschen Chlorophyll produzieren können*
Das wäre dann doch diese Photosynthese von der ich im Bio-Unterricht gelernt hab. Sowas kann es bei Menschen doch gar nicht geben.

Nordine
10.05.2004, 14:10
richtig, weil wir unter anderem kein Chlorophyll produzieren können. Und da es einige Stimmen gibt, die Behaupten dass sich Gen-Man Pflanzen auf das Erbgut beim Menschen niederläßt, habe ich ein wenig Satire betrieben :D

kawaii
11.05.2004, 18:12
also ich bin definitif GEGEN gentechnisch veränderte pflanzen!!
wer braucht die schon? hier sind 10 GUTE gründe dagegen~> http://www.naturkost.de/schrotundkorn/genfood/dossier/gruende.html
im aufbau: http://www.gegen-gentechnik.de.vu
erst heute stand wieder ein kleiner artikel in der zeitung,dass der genmais,dr in deutschland angebaut wird möglicherweise schmetterlinge schädigt...

DATA
11.05.2004, 20:32
nein! Menschen können Chlorophyll produzieren, und dazu beitragen, dass Kohlendioxid in Sauerstoff umgewandelt wird! Wir könnten unseren Traubenzucker auch selbst herstellen!

:tropf: Willst du mich veräppeln ? :tropf:

*sich das gar nicht vorstellen kann daß Menschen Chlorophyll produzieren können*
Das wäre dann doch diese Photosynthese von der ich im Bio-Unterricht gelernt hab. Sowas kann es bei Menschen doch gar nicht geben.

Selbstverständlich und zwar über den Fußpilz. o__o


erst heute stand wieder ein kleiner artikel in der zeitung,dass der genmais,dr in deutschland angebaut wird möglicherweise schmetterlinge schädigt...

Der einzelne Schmetterling schädigt sich überwiegend selbst durch sein exzentrisches Nach-Paarungsverhalten...

Nordine
12.05.2004, 12:05
Fußpilz hat kein Chlorophy, dann wohl eher Schimmel :D


Wenn man die Gegenargumente von Genfood aufzählt, muss man auch die pro Argument aufzählen. Das Verhältnis ist zwar egal, aber soviel fairness muss sein.

JPF
12.05.2004, 23:28
Natürlich stirbt die Schmetterlingsraupe, wenn sie von dem Mais frißt. Das war ja auch der Sinn, der Manipulation, daß Schädlinge davon krepieren. :roll:

Maunzilla
13.05.2004, 00:43
Das mit dem Chlorophyll scheint mir aber eine gute Idee. Wenn es vermittels der Gentechnologie gelänge, grüne Menschen zu züchten, wäre das Problem mit dem Hunger in Afkrika gelöst... :shock:

Überhaupt scheint mir die Gentechnologie, ein geeignetes Mittel zu sein, um die Evolution des Menschen voranzutreiben. Da Die Zivilisation eine effiziente Auslesezucht verhindert (Schwache, Kranke und Dumme haben größere Überlebenschancen als in der "freien Natur"), bleibt nur die Gentechnologie, um zu verhüten, daß sich Defekte vererben.
Wenn man bedenkt, daß rund 40% der Bevölkerung fehlsichtig sind und eine Sehhilfe benötigen, kann man sich leicht vorstellen, daß durch natürliche Vererbung dieses Problem nicht gelöst werden kann. (Bei den Urmenschen wären die schlecht Sehenden einfach verhungert, oder verunglückt...)

Überhaupt finde ich die Vorstellung interessant, eine Rasse mutierter Übermenschen zu züchten und mit ihrer Hilfe die ganze Welt zu beherrschen --Nyahahaha!!! :P

madobe
13.05.2004, 01:24
Das mit dem Chlorophyll scheint mir aber eine gute Idee. Wenn es vermittels der Gentechnologie gelänge, grüne Menschen zu züchten, wäre das Problem mit dem Hunger in Afkrika gelöst... :shock:

Überhaupt scheint mir die Gentechnologie, ein geeignetes Mittel zu sein, um die Evolution des Menschen voranzutreiben. Da Die Zivilisation eine effiziente Auslesezucht verhindert (Schwache, Kranke und Dumme haben größere Überlebenschancen als in der "freien Natur"), bleibt nur die Gentechnologie, um zu verhüten, daß sich Defekte vererben.
Wenn man bedenkt, daß rund 40% der Bevölkerung fehlsichtig sind und eine Sehhilfe benötigen, kann man sich leicht vorstellen, daß durch natürliche Vererbung dieses Problem nicht gelöst werden kann. (Bei den Urmenschen wären die schlecht Sehenden einfach verhungert, oder verunglückt...)

Überhaupt finde ich die Vorstellung interessant, eine Rasse mutierter Übermenschen zu züchten und mit ihrer Hilfe die ganze Welt zu beherrschen --Nyahahaha!!! :P

das hat eine noch gesteigerte überbevölkerung zur folge. und ich finde eine sehschwäche wirklich nicht allzuschlimm....schon mal was von den buch "brave new world(Schöne neue welt" gehört? lest es...es is erschreckend aber eine sehr wahre utopie.

die vorstellung an menschen ohne krankheiten, ohne defekte, ohne fehler ist erschreckend und ängstigend...der mensch spielt gott, er tat es, er tut es und es wird immer schlimmer.

Shingetsu
13.05.2004, 03:46
Das mit dem Chlorophyll scheint mir aber eine gute Idee. Wenn es vermittels der Gentechnologie gelänge, grüne Menschen zu züchten, wäre das Problem mit dem Hunger in Afkrika gelöst...

Aber auch Pflanzen müssen gegossen werden.
Sollen die Afrikaner dann Wurzeln schlagen, und auf den Regen warten ?
XD

Maunzilla
13.05.2004, 10:52
Die Nährstoffproduktion durch Chlorophyll könnte wahrscheinlich nur den Grundumsatz decken. Für alle ansterengenderen Tätigkeiten müßten sie weiterhin essen. Aber es wäre doch ein enormer Fortschritt, wenn man zumindest einen guten Teil seines Nährstoffbedarfs durch Sonnenlicht decken könnte.

Was ist so schlecht an einer Menschheit ohne Defekte? Hättest Du gerne ein behindertes Kind?

Es gibt grundsätzlich drei Methoden der Eugenik:
1. Man rottet alle Kranken aus
2. Man treibt alle Erbkranken rechtzeitig ab
3. Man sorgt dafür, daß Erbkrankheiten gar nicht erst entstehen, bzw. heilt sie mittels Gentechnologie.

Mir scheint die dritte Methode als die humanste und vernünftigste.

Shingetsu
13.05.2004, 11:39
grübel.
grübel.
Wissenslücke. (bzw. Bio-Unterricht ist schon so lange her)

Warum müssen Pflanzen mit Nährstoffen versorgt werden, sei es durch einfaches gießen oder verschiedenste Arten von Dünger, wenn "Nährstoffproduktion durch Chlorophyll" ausreicht um sie am Leben zu halten ?

hmm aha .. In Wikipedia nochmal nachgelesen hab:

Die Pflanze kann mit Hilfe des Sonnenlichts Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasser in Kohlenhydrate umwandeln.
Aber wozu braucht sie dann die ganzen Nährstoffe die im Dünger enthalten sind ?

Batou
13.05.2004, 11:51
Pflanzen brauchen auch Mineralstoffe und die nehmen sie in gelöster form mit dem wasser auf.

Im übrigen hab ich kein problem mit gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln.
Bei denen, die sagen sie haben kein gentechnisch verändertes essen. Wie wollen sie denn an Pflanzensamen kommen die nicht verändert sind?
Die frage, ob sich die gentechnische veränderung auf den menschen überträgt, da sag ich mal warum? Wenn des zutrifft, nehemen wir auch die gene von anderen Nahrungsmitteln auf. Werden wir in ein paar Generationen selber die gesuchte Eierlegende Wollmilsau sein? Kein Rinderfleisch, kein Schweinefleich, nichts mehr? Dann kann ich mich auch gleich einsargen lassen.

madobe
13.05.2004, 14:04
Was ist so schlecht an einer Menschheit ohne Defekte? Hättest Du gerne ein behindertes Kind?

Es gibt grundsätzlich drei Methoden der Eugenik:
1. Man rottet alle Kranken aus
2. Man treibt alle Erbkranken rechtzeitig ab
3. Man sorgt dafür, daß Erbkrankheiten gar nicht erst entstehen, bzw. heilt sie mittels Gentechnologie.

Mir scheint die dritte Methode als die humanste und vernünftigste.

les mal das buch brave new world, oder einige andere utopien, dann erweitert sich vielleicht dein vorstellungshorizont. eine menschheit ohne defekte und fehler ist zum kotzen, es ist unnatürlich und führt zur ÜBERBEVÖLKERUng und zu einem noch größeren desaster, es würden arbeitsplätze verloren gehen (*g*) und es wäre wahrscheinlich die spitze der arroganz des menschen.

ich will keine kinder, von daher kann mir das egal sein. hab keine lust mein kind in sone welt zu setzen. ich finds einfach nur falsch dass der mensch gott spielt uns sich übr alles hinweg setzt, er hat schon lsnge den respekt vor der natur und vor sich selbst verloren.

Shingetsu
13.05.2004, 14:18
hab keine lust mein kind in sone welt zu setzen.

Solche Gedanken waren auch in den 70er-Jahren schon verbreitet, und vor allem in den letzten Kriegsjahren.
Meine Großeltern hätten dann meine Eltern nicht gezeugt, weil man ja in so eine ungewisse Zukunft wo alles zerbombt ist keine Kinder reinsetzen soll, und meine Eltern hätten sich in den 70er-Jahren das gleiche gedacht, und ich wär jetzt gar nicht hier. (Bin Jahrgang 73)
Keine Ahnung was damals war. Vielleicht hing es mit den Studenten-Revolten, dem Vietnamkrieg, der Kuba-Krise und dem Kalten Krieg, oder sonstwas zusammen.

kawaii
13.05.2004, 14:25
http://www.gegen-gentechnik.de.vu ~> Info+ueber uns

Maunzilla
16.05.2004, 00:01
ich will keine kinder, von daher kann mir das egal sein. hab keine lust mein kind in sone welt zu setzen.

Na, dann gewöhn' dich schon mal an den Gedanken, keine Rente mehr zu kriegen und in einem Altersheim von Robotern gepflegt zu werden...

Die Welt ist so gut oder schlecht, wie wir sie machen.

Ich glaube nicht daß, eine Überbevölkerung drohen würde, im Ggenteil. In unterentwickelten Ländern, wo es mehr (Erb-)Krankheiten gibt, ist das Bevölkerungswachstum viel größer als bei uns.

Sollen wir auf die Heilung von Erbkrankheiten verzichten, nur um uns ein paar "Quoten-Krüppel" zu halten, die uns daran erinnern, wie gut es uns Nichtbehinderten geht?

Den Roman von Huxley habe ich nicht gelesen, aber Huxley ist weder Wissenschaftler noch Prophet. Und ein Roman ist nur ein Roman... und hat nichts mit der Realität zu tun.

Nordine
16.05.2004, 02:14
hm... ich glaube wir sollten diesbezüglich mal ein neuen Threat aufmachen...

madobe
16.05.2004, 21:53
Den Roman von Huxley habe ich nicht gelesen, aber Huxley ist weder Wissenschaftler noch Prophet. Und ein Roman ist nur ein Roman... und hat nichts mit der Realität zu tun.


als ob es bei einer utopie um realtität oder fiktion geht. er soll lediglich zum nachdenken anregen und den horizont erweitern.

PreyPacer
25.05.2004, 10:37
Hi!

Zum Thema Gen-Food möchte ich eigentlich nur kurz Dieter Nuhr zitieren der meine Sicht der Dinge sehr gut trifft:
"Ich ESSE Nahrungsmittel, ich PAARE mich nicht mit ihnen!"

Gen-Food = Züchtung, nur gezielter + schneller

Carpe Noctem!
Thomas "Preypacer" Gottlieb

Callista
25.05.2004, 12:12
@madobe stimmt schon das Buch kann ganz schön schocken... aber die Überbevölkerung kriegt man mit einer Zukunft wie "The day after tomorrow" auch wieder in Griff XD

Tja ansonsten will ich schon gar nicht mehr wissen, was so alles in unserer Nahrung drin ist...

Shingetsu
25.05.2004, 16:13
Welchen Roman von Huxley meint ihr, und was ist das schockierende daran ?

Callista
25.05.2004, 16:16
@Shingetsu ich hoff mal dass "Schöne neue Welt" von dem ist... naja vielleicht war schockierend übertrieben, aber nachdenklich macht der schon... :oops:

Shingetsu
25.05.2004, 16:59
Ich hab "Brave New World" noch nicht gelesen.
:(

deathsamariter
28.11.2004, 20:03
@ JPF

meine Argumente proffessionell rüber gebracht :D

aber bei ein paar Themen muss ich widersprechen:

Die Genman. Pflanzen können sich sehr wohl verbreiten: Siehe Problematik im Norden der USA und Kanada:

Dort wurden Pflanzen mit genman. Muster unter den Normalen Pflanzen gefunden...

zum Argument in der 3. Welt:

Die Bauern brauchen es sich auch nicht zu leisten, denn dafür sind vorerst die Hilfsorganisationen zuständig, und nur weil es JETZT noch nicht möglich ist die Pflanzen gegen Trockenheit zu härten, heißt nicht, dass es GARNICHT möglich ist, ich sehe hoffnungsvoll in die Zukunft. Dennoch in den Gebieten wo genügend Regen fällt, herrscht teils katastophaler Einfall von Ungeziefer.

@Maunzilla

Die Pflanzen können genauso eingesät werden wie herkömmliche Pflanzen... ich stimmt JPF also zu.

Also mal um nur eines Vorher zu sagen:
Genmanipulation ist nicht anderes als Künstliche Evolution.
Naja oder Herumprobiererei.
Bei der Evolution sowie bei der herumprobiererei kann man nie wissen was rauskommt!!!

Van Helsing
29.11.2004, 07:45
nein wegen dem gen-food habe ich persöhnlich nichts,wenn man es nicht erkennt was was ist. und so lange es schmeckt keine angst und bedenken